Doppelte Rolle rückwärts: Jetzt gilt Gebauers Ankündigung doch wieder

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DÜSSELDORF. Alle Schüler in NRW sollen in diesem Schuljahr zumindest wieder für einige Tage in die Klassenräume zurückkehren. Klar ist: Es wird ein Schulbetrieb im Ausnahmemodus – auf unbestimmte Zeit. Weniger klar ist, warum Ministerpräsident Laschet (CDU) Schulministerin Gebauer (FDP) am vergangenen Donnerstag eigentlich zurückpfiff: Jetzt kommt es doch so, wie das Schulminsterium in seiner ursprünglichen Schulmail, die dann widerrufen wurde, angekündigt hatte.

In Nordrhein-Westfalen geht’s derzeit rund. Foto: Shutterstock

Alle Schüler in NRW sollen vor den Sommerferien zumindest tageweise in die Klassenräume zurückkehren. Nach der bereits beschlossenen Rückkehr der Viertklässler an diesem Donnerstag (7. Mai) sollen die Klassen 1 bis 3 ab dem kommenden Montag folgen. Das kündigten Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) und Regierungschef Armin Laschet (CDU) am Mittwoch in Düsseldorf an, nachdem sich Bund und Länder zur weiteren Schulöffnung beraten hatten.

Geplant ist an den NRW-Grundschulen ein rollierendes System. Wie die Grundschulen das vor Ort organisieren – etwa Erstklässler montags, Zweitklässler dienstags – bleibe ihnen überlassen, sagte Gebauer.

Auch an den weiterführenden Schulen geht’s weiter

Auch für die weiterführenden Schulen gibt es einen Rückkehrfahrplan nach wochenlanger coronabedingter Zwangspause: Am kommenden Montag kehren zunächst die Jugendlichen an die Gymnasien und Gesamtschulen zurück, die im nächsten Schuljahr 2020/21 ihr Abitur ablegen. An den Haupt-, Real- und Sekundarschulen sollen die Jahrgänge 5 bis 9 auch schon am Montag wieder tageweise Präsenzunterricht bekommen.

Noch etwas Geduld brauchen dagegen Gesamtschüler und Gymnasiasten, die noch nicht 2021 Abi machen. Nach Planung der Landesregierung sollen die Jahrgangsstufen 5 bis 10 an den Gymnasien und die Stufen 5 bis 11 in den Gesamtschulen spätestens ab 26. Mai wieder tageweise Präsenzunterricht erhalten. Der Grund: Ende Mai wird die Hauptphase der Abiturprüfungen vorbei sein.

Einen regulären Schulbetrieb für die 2,5 Millionen Kinder und Jugendlichen in NRW wird es vor den Sommerferien – sie beginnen am 29. Juni – aber nicht geben, stellten Laschet und Gebauer klar. Es gelten strenge Hygienestandards und Maßnahmen des Infektionsschutzes wie das Abstandsgebot im Klassenraum. Gesundheit habe oberste Priorität, unterstrich die Schulministerin. Die Lerngruppen müssten verkleinert, mindestens halbiert werden. Lehrer, die zu den Corona-Risikogruppen gehören, sollen keinen Unterricht in den Klassenzimmern erteilen, sagte Gebauer. Als Risikogruppe gelten vorerkrankte Menschen und Personen über 60 Jahre.

Als erstes waren am 23. April zunächst nur diejenigen Schüler wieder in die Klassenräume gekommen, die aktuell ihren Abschluss machen. Nun werde auch den anderen Schülern eine Perspektive zunächst für die sieben Wochen bis zu den Ferien gegeben. In diesem «besonderen Corona-Jahr» würden alle Schüler versetzt. Es werde bei einer Mischung aus Präsenz- und Distanzunterricht bleiben, betonte Gebauer.

Keine unterschiedlichen Jahrgänge am selben Tag

Einen «Schichtbetrieb», dass also unterschiedliche Jahrgänge an ein und demselben Tag zu verschiedenen Uhrzeiten in die Klassenräume kommen, soll es im bevölkerungsreichsten Bundesland nicht geben. Auch auf Unterricht am Samstag müsse sich niemand einstellen. Und auch an den Sommerferien wird Gebauer zufolge nicht gerüttelt. Es solle aber Ferienangebote für Schüler geben, die per Homescooling nicht erreicht werden konnten.

Bei der Rückkehr der Grundschulkinder hatte es zuletzt Unstimmigkeiten in der schwarz-gelben Landesregierung gegeben (News4teachers berichtete auführlich über das Hin und Her – hier geht es zum Beitrag). Laschet sagte auf die Frage, warum er Gebauer erst mit dem genannten Starttermin 11. Mai für alle Grundschüler zurückgepfiffen habe und genau dieser Termin nun doch komme: «Wir wollten abwarten, was heute passiert.» Kurz zuvor hatten Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Regierungschefs der Länder auch über die weiteren Schulöffnungen beraten. Nun gebe es einen Bundeskonsens. Es handele sich nicht um eine «Wertschätzungs- und Vertrauensfrage», betonte er in Richtung Gebauer.

Die SPD-Fraktion kritisierte, die Öffnung der Schulen sei bisher «chaotisch» verlaufen. Gebauer sprach dagegen von einem reibungslosen Verlauf. Vor dem Oberverwaltungsgericht in Münster sind noch zwei Eilanträge von Viertklässlern anhängig. Beide Schülerinnen wollen an diesem Donnerstag nicht in die Klassenräume zurückkehren und hatten argumentiert, es liege gegenüber anderen Grundschuljahrgängen eine Ungleichbehandlung vor. Ein weiterer Schüler – ein Viertklässler aus Arnsberg – hatte seine Klage zurückgezogen. Ob die beiden Schülerinnen seinem Beispiel angesichts der nun geänderten Sachlage folgen, war zunächst offen.

Der Verband Lehrer NRW mahnte, die Schulen dürften nicht überfordert werden. «An den Schulen der Sekundarstufe I, an denen am 23. April der Unterricht für die Zehntklässler angelaufen ist, zeigt sich bereits jetzt, dass die schulorganisatorischen Konzepte vor allem räumlich und personell schnell an Grenzen stoßen», erklärte die Vorsitzende Brigitte Balbach. Der VBE-Landesvorsitzende Stefan Behlau erklärte: «Der Mix aus Präsenz- und Distanzunterricht wird zur Herausforderung für alle Seiten. Wir werden vorerst keine Normalität, sondern viele individuelle Lösungen erleben.» dpa

NRW will alle Grundschüler ab 11. Mai in die Schule bringen – aber bis zu den Sommerferien nur für jeweils einen Tag in der Woche

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28 KOMMENTARE

  1. In der PK hieß es 11. Mai für alle Schüler. In der Pressemitteilung wird von 26. Mai für Schüler an Gesamtschulen und Gymnasien gesprochen. Sehr irritierend.

  2. Es ist total irrsinnig, ein Kontaktverbot im privaten Bereich mit leichten Lockerungen aufrecht zu erhalten, während sich in kürzester Zeit Mengen von Kinder durch die Schulen geschleust werden, Sportvereine und Tanzschulen öffnen, Fitnessstudios und Schwimmbäder öffnen, etc. etc. In zwei Wochen ist alles so wie vor Corona. Gnade uns Gott, dass das nicht gnadenlos nach hinten losgeht.

    Im Übrigen wird man die sog. bildungsfernen Familien mit dem „rollierenden“ Sytem nur zum Teil erreichen. Etliche werden es nicht geregelt bekommen, ihre Kinder an manchen Tagen zu schicken, an anderen nicht. Aber nach der Praxis und dem ‚real life‘ fragt ja keiner!

  3. „ Es solle aber Ferienangebote für Schüler geben, die per Homescooling nicht erreicht werden konnten.“ Na, da fragt man sich doch gleich mal, wer diese Ferienangebote betreuen soll. Ich kann mir ehrlich nicht vorstellen, dass da viele freiwillig kommen ( von den Kindern im übrigen wohl auch nicht). Spannend finde ich die Formulierung, dass Risikogruppen nicht im Unterricht eingesetzt werden dürfen. Heißt das jetzt, dass z.B. Pausenaufsichten und „ Toilettenwache“ doch gingen? Das wäre ja wenigstens etwas Entlastung für die Kollegen, die jetzt morgens Präsenzunterricht und nachmittags/abends den Onlineunterricht für ihre eigenen Klassen stemmen müssen.

  4. Nachdem es bis heute Mittag noch hieß, in der nächsten Woche (also frühestens ab 11.05., ein konkreter Termin wurde in den Schulmails ja nie genannt) kommen in der Sek 1 die 9. Klassen in die Schulen, sollen jetzt plötzlich praktisch ohne Vorlauf Unterrichte für die Stufen 5-9 rollierend organisiert werden. Weder gibt es dafür Unterrichtsverteilungen (schließlich fehlt oft mehr als Drittel der Lehrer, noch ist klar, wie die Parallelität zu 10er-SchülerInnen, die (weiter täglich?) kommen sollen, geregelt werden soll. Es war also wohl ein Fehler, auf die bisherigen Auskünfte und Ankündigungen zu vertrauen. Die Grundschulen wurden ja immerhin schon in der letzten Woche „vorgewarnt“. Das Ganze müsste jetzt in zwei Schultagen (Donnerstag und Freitag) aus dem Boden gestampft werden, damit es für Montag Pläne gibt. Das ist einfach nur noch lächerlich – welche Experten sitzen da im Ministerium, die einen solchen Blödsinn verzapfen, meilenweit entfernt von jeder Kenntnis organisatorischer Abläufe bei Stundenplanung und Schulorganisation? Ist da auch nur ein einziges Mal jemand gefragt worden, der Erfahrung darin hat, das konkret an Schulen zu planen? Welche Vorarbeiten zu den (eigentlich angekündigten und erwarteten) Lösungen werden jetzt wieder in den Müll geschmissen, weil sie gegenstandslos geworden sind? Die Schulleitungen werden rotieren und sich bemühen, irgendwie Lösungen für die völlig überflüssigen Probleme zu finden, die Leute verursacht haben, die mit der ganzen Kompetenz einer gelernten Rechtsanwaltsfachgehilfin und Immobilienmaklerin sowie eines Diplom-Volkswirts mit Erfahrung in Bauangelegenheit für Uni-Kliniken gesegnet sind. Bei derartigem Umgang mit dem Leitungspersonal an Schulen hätte man gute Lust, den Krempel hinzuwerfen. So, das musste mal raus.

  5. Und so nebenbei: schriftlich seitens des Schulministeriums liegt den Schulen noch gar nichts vor, es handelt sich lediglich um Infos aus der PK (die teilweise deutlich widersprüchlich waren, siehe Start der Gymnasien und Klausuren Q1). Frau Gebauers Ankündigung in der PK, die Schulen noch heute (gestern) per Email zu informieren, ist (mal wieder) nicht umgesetzt worden.

    • Ist in Hessen auch so. Können wir aber geübt mit umgehen. Die Wochenenden lassen sich – jetzt mal im Ernst – zu Arbeitstagen umwandeln, man kann ja ohnehin nirgends hin oder irgendwen besuchen.

  6. Diese Situation ist absolut absurd.
    Jeder halbwegs naturwissenschaftlich gebildete oder interessierte Zeitgenosse weiß, welches Potential Viren haben und dass sie sich nicht an die Regeln eines Ministerpräsidenten oder einer Schulministerin halten.

    Keine Impfung, kein Medikament, noch viel zu wenig konkretes Wissen – aber wir machen die Schulen auf…???
    Man kann natürlich alle Befürchtungen in den Wind schlagen, wird dann aber auch mit den Konsequenzen leben müssen.

    Schulen sind Schmelztiegel, dort findet jede Infektion leicht Verbreitung – meiner Meinung nach vollkommen unverantwortlich, jetzt die Schulen zu öffnen.

    So wie es von den „Verantwortlichen“ („denn sie wissen nicht, was sie tun“) angekündigt/angedeutet/angedroht wird, kann es nicht funktionieren.
    Wir werden die Konsequenzen in wenigen Wochen erleben… sollte ich mich irren, dürfen gerne alle lachen, dann lache ich auch mit… vorher gibt es m.E. nichts zu Lachen und nichts zu Öffnen.
    Viele Schulgebäude bieten schon räumlich nicht die Möglichkeit, einen wie gestern prognostizierten Schulbetrieb zu ermöglichen. Kollegen fehlen auch. Alle arbeiten jetzt schon am Limit oder drüber hinaus.
    Selbst wenn es den Schulleitungen gelingen sollte, irgendwie einen Stundenplan/Einsatzplan/Unterrichtsplan zu organisieren – nach spätestens zwei Tagen ist er hinfällig, wenn die erste Klasse wegen Infektionsverdacht zu Hause bleiben muss, der erste Lehrer sich den Fuß verstaucht.
    Wie sollen sich Eltern darauf verlassen? Auf was? Dass ihre Kinder vielleicht, wenn alles optimal läuft, an einem Tag der Woche ein paar Stunden in die Schule gehen? Wenn nicht gerade in der Nachbarschaft ein Infektionsherd ist und eh alles wieder geschlossen wird.

    Jeder Kollege wird auf Anhieb Kinder nennen können, die unregelmäßige Pläne nicht geregelt bekommen, sich nicht an Regeln halten können, ihr Material nicht mitbringen und dann am Präsenztag nicht arbeiten können, keinen Abstand halten können, uns schon in „normalen Zeiten“ bis an unsere Genzen fordern und auch „herausfordern“ – ein nettes Wort für das, was vollkommen regellose Kinder täglich veranstalten.
    Ich darf dann niemandem den Bleistift leihen, einen Radiergummi, muss ihn wegen Regelverstoß nach Hause schicken, weil er jemanden angefasst hat?

    Und dann sollen wir den Kindern erklären, dass sie sich aber nach der Schule nicht auf dem Bolzplatz versammeln dürfen – aber die Bundesliga spielt???
    Und wir sollen sie auffangen, wenn sie sich die Schuld geben, das Virus mit nach Hause gebracht und Familienmitglieder angesteckt zu haben?

    Die Viren werden Partys feiern.
    Wir können nur zusehen und so gut wir können funktionieren, aber weder die Kinder noch uns selbst schützen!
    Am Ende ist es keiner gewesen, hat es keiner gewusst.
    Politiker können zurücktreten, wenn es unangenehm wird…
    Lehrer müssen bleiben bis zum bitteren Ende.
    Ob bei all dem noch jemand Lehrer werden will? Ich kann jeden jungen Kollegen verstehen, der es sich angesichts dieser Berufsaussichten doch noch anders überlegt.
    Und da sprechen wir noch lange nicht über die Folgen des Lehrermangels für die, die durchhalten, Besoldungsdiskussionen über Jahre, seit 30 Jahren zu große Klassen, fehlende Lese- und Schreibfähigkeit bei vielen Kindern (die jetzt digital beschult werden – mal sehen, ob die Verantwortlichen den Fehler finden), Überforderung und Entgrenzung durch Medienkonsum, Stress bei Kindern und Personal durch einen kaum organisierbaren Ganztag, übergriffige Ansprüche und Erwartungen an Lehrer…

    NEIN, lasst die Schulen zu!
    Erledigt erst mal alle anderen aufgelaufenen Probleme!
    Glaubt nicht, dass Digitalisierung alle Probleme löst!
    Kümmert Euch dann darum, wie es im Herbst weitergehen kann, ohne alles Erreichte und alle Beteiligten kaputt zu machen!

  7. Wir schicken jetzt noch einmal alle Kinder in die Schule, um dann in den Ferien, das Virus im Urlaub in alle Himmelsrichtungen weiter tragen zu können. Auf das es Flächendeckend neue Infektionsherde geben wird!

    • Das fängt ja schon im Kleinen an – Beispiel?
      Kollege A übernimmt an Schule A für die Notbetreuung für Kind der Familie B, in der der Vater/die Mutter an Schule B die Betreuung der Grundschüler übernimmt. In der Gruppe ist auch Kind der Familie C, aus der der Vater/die Mutter an Schule C die Notbetreuung übernehmen muss. Kind der Familie B infiziert sich also im Zweifelsfall an Kind aus Notbetreuungsgruppe in Schule A, bringt das Virus mit nach Hause, infiziert morgen symptomlos noch die Mitbetreuten der Gruppe an Schule A, den Lehrer und die Sekretärin. Die Betreuer der Schule A Vater aus Familie Familie A bringt das Virus mit nach Hause und trägt es in seine Familie, in der ein Kleinkind es in die Notbetreuung der Kita bringt.
      Kinder aus Notbetreuung an Schule A tragen es in ihre Familien, die Geschwister an ihre Schulen, eine Mutter in die Kita, in der sie die Notbetreuung übernommen hat…
      Jeder darf großzügig schätzen, wie lange es dauert, bis in der Kleinstadt 50 oder 100 oder 300 neue Fälle auftauchen…
      Die Lösung?

      • https://www.tagesschau.de/inland/greiz-corona-101.html
        …das ist die Antwort. Unabhängig von der eh schon erweiterten Obergrenze der Infektionen von 50/100000 wird schlicht weiter der Exit betrieben, auch wenn bereis wie in Thüringen 86/100000 infiziert sind.
        Ein Schelm wer vermutet, dass es z.B.
        in NRW anders sein wird.
        Das ist unsere Perspektive. Es wird Business as usual eingefordert.
        Die Schulen werden als derzeit Sektoren mit niedriger Infektionswahrscheinlichkeit eingestuft.
        Wer daran glaubt, dass es nochmal Schließungen gibt muss nach Bayern ziehen.

        …und warum ist das so?
        Deshalb:
        https://www.google.com/amp/s/www1.wdr.de/nachrichten/themen/coronavirus/kommentar-laschet-lockerungen-wirtschaft-100.amp

        Politik wird geschmiert von der Wirtschaft. Da möchte jemand noch ganz schnell Kanzler werden.
        Koste es was es wolle.

        Schulpflicht und Bundesliga sind in diesen Tagen wirklich unsere vornehmsten Probleme.
        Freuen wir uns auf den Herbst. Man muss kein Virologe sein um sich vorzustellen, was dann erstmal hier los sein wird.

        • Diese 50er-Grenze ist doch auch nur Augenwischerei. Wie die Landrätin aus Greiz gestern meinte :“Wer viel sucht, der findet auch viel.“ Und wer fast schon bei der magischen 50 ist, wird wohl nicht sooo intensiv weitersuchen. Aber Hauptsache, im „Land der Küchenbauer“ darf Hinz und Kunz öffnen wie wer will, nur damit die ewige Nörgelei der Wirtschaft aufhört.
          Im übrigen frage ich mich auch, wie ich den Kleinen in der Schule erklären soll, dass sie Abstand halten und Masken tragen müssen, wenn selbst Frei-, Spaß- und Hallenbäder wieder aufmachen – Schwimmen mit Maske muss echt lustig aussehen.

  8. Kinder, Eltern und Lehrer müssen es ausbaden.

    Und im Herbst: bei einer neuen Welle – ich glaube, da müssen wir nicht bis Herbst warten – werden die Viren nicht ausgerechnet vor Kindern, Eltern und Lehrern Halt machen…

    Man müsste mal nachfragen, wie viele Menschen ihre Kinder wirklich in die Schule schicken wollen/müssen. Eine gemeinsame Betreuung unter befreundeten Familien, bei Nachbarn, Verwandten oder Freunden würde die Infektionsgefahren für die einzelnen Kinder/Familien gegenüber einer Betreuung in der Schule erheblich herabsetzen und vor allem viel einfacher nachvollziehbar machen als in Schulen/Kitas.

    Ohne eine Vor-Ort-Schulpflicht wären die Zahlen der dringend in Schule /Kita zu betreuenden Kinder vielleicht dann so niedrig, dass man diese Kinder dann durchaus unter halbwegs vertretbaren Bedingungen für alle Beteiligten in Kita und Schule (not-) betreuen könnte und dafür auch genug Personal hätte???
    Vielleicht würde sich das Problem unversehends in Luft auflösen und die Eltern, die wirklich keine andere Möglichkeit haben, werden trotzdem entlastet.

    Eltern könnten einfordern, wenn sie laut genug wären.
    Lehrern unterstellt man nur, sie „wollen sich einen lauen Lenz“ machen… wüsste ich etwas von… wenn sich freitagsabends um 21 Uhr Schüler melden, lässt man die nicht bis Montagsmorgens warten —oder??? Vollkommen entgrenzte Arbeitszeit im Homeoffice und vor allem für die Kollegen, die schon wieder im Präsenzunterricht plus Homeschooling eingesetzt sind…

    • Ja sie haben Recht, es ist mehr denn je die Initiative aller und gemeinsam gefragt.
      Überlegenswert wäre es eine Petition zu starten. Obwohl ich mir nicht im klaren bin wie weit man damit kommt. Vielleicht gibt es noch wirksamere Möglichkeiten gemeinsame Ziele durchzubringen.?
      Wer macht mit?
      Ich habe so eine Idee. Jedoch befürchte ich, dass es nicht genug Kraft hat im Alleingang. Daher wäre mein Aufruf sich als Eltern und Lehrer gemeinsam zu organisieren.
      Was denken Sie?

      • Ich habe einige Rückmeldungen von Eltern, dass ihnen gar nicht wohl bei dem Gedanken ist, ihre Kinder wieder in die Schule zuschicken. Dort ist jede Klasse letztendlich noch 7 Tage vor den Sommerferien, und man muss sich schon fragen, ob das den Aufwand und das Risiko wert ist (Eltern dürfen sich das natürlich fragen, ich als Landesbeamtin stehe selbstverständlich voll hinter der Entscheidung, die Schulen wieder zu öffnen und uns alle zu Versuchskaninchen zu machen).

      • Ja genau, warum nicht gleich eine Petition gegen Kinder im öffentlichen Leben starten, wo diese doch möglicherweise heimtückisch das SARS-Covid-2 auf ahnungslose Erwachsene übertragen ohne selbst dabei zu erkranken.
        Dann entfällt auch das ständige Quengeln an den Kassen und man kann ungestört shoppen gehen ohne auf lästige Quelgeister zu stoßen, die sich nicht benehmen können.
        Vielleicht macht sogar Karl mit.

        • @AVL: Lieber Herr Doktor, soweit ich das verfolge, soll dieser Corona Virus ja auch Schäden am Nervensystem verursachen. Vielleicht lassen Sie sich doch mal durchchecken.
          Wer weiss, was da bei Ihnen los ist.

          • Zu dieser abstrusen Vorstellung von Auswirkungen des SARS-Covid-2 Virus auf den Menschen hatte sich bereits der von allen unterschätzt deutsche Chef-Epidemiologe K. Lauterbach erfolglos verstiegen, eine Idee, der der Kollege Prof. Dr. Pöppel vom UKE energisch widersprochen hat.
            Die Bildzeitung befindet sich in dieser Hinsicht auf dem selben Niveau.

  9. Kollegen haben Angst vor Nachteilen. Verweise nur auf die Vorgänge vor ein paar Jahren, als sich Kollegen (mehr oder weniger) öffentlich zum Mangel an Lehrkräften geäußert haben…

    Liebe Eltern, unterschätzt bitte nicht den Druck, der auf Lehrkräften liegt und deren Angst vor Sanktionen – vor allem bei den jetzt vermehrt eingestellten Junglehrern, die noch eine Revision brauchen.
    Eine Schule mit vielen engagierten jungen Lehrern ist aus Kinder- und Elternsicht sicher wünschenswert; Erwartungen könnten aber aus o.g. Gründen unerfüllt bleiben, auch was das öffentliche Engagement gegen vom Dienstherrn vorgegebene Maßnahmen angeht.

    • Es ginge gar nicht um ein Engagement gegen den Dienstherrn.
      Sondern die einzubringende Frage wäre: temporär eine Bildungspflicht anstelle der Präsenzpflicht einzusetzen, bis massenverfügbare Medikamente zur Verfügung stehen.
      Der Plan wäre: Menschen (Schüler, Eltern, Lehrer) die das momentane Risiko für sich vertreten können „gehen in die Schule „. Diejenigen, die das Risiko für sich anders einschätzen haben die Möglichkeit ausschliesslich über Home Schooling beschult zu werden bzw. zu beschulen.
      Die Situation würde in mehrfacher Hinsicht entzerrt werden. ABER: jeder hätte die Wahl zu entscheiden, wie er in dieser Ausnahmesituation vorgehen möchte und ob er mit den Vorgaben der Landesregierung mitgehen kann oder eben nicht.
      Das ist der grobe Entwurf. Bin in meiner Vorbereitung bereits mit Details beschäftigt.

      • Das kann der Dienstherr (Exekutive) nicht bestimmen, das muss das Parlament (Legislative) beschließen.

        Folglich müssten Sie ein Bürgerbegehren starten. (Siehe Abschaffung G8).

        • Ja, weiss ich. Es ging mir darum eine Initiative verschiedener Vertreter mit der gleichen Interessenlage zu schaffen. Wie gesagt denke ich, dass ein gemeinsames Vorgehen mehr Kraft entwickelt als ein Alleingang.

      • Bei Fragen zur medikamentösen Behandlung des SARS-Covid-2 Virus sollten sie sich vertraulich an Herrn Donald Trump wenden.
        Der hatte da auch schon ein paar interessanten Ideen zur Lichttherapie mittels UV-Strahlung oder der intravenösen Bekämpfung des Virus.

    • Ja, aber vermutlich aus anderen beweggründen als Sie. Insofern kommt es auf die Formulierung des Antrages an. Man kann das gleiche aus unterschiedlichen Motiven heraus wollen; das Ziel ist dann das gleiche nicht aber dasselbe.

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