Lehrermangel: Auch Kretschmann lässt die Teilzeit von Lehrkräften beschneiden (nun doch)

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STUTTGART. Mehr als die Hälfte der Lehrkräfte in Baden-Württemberg arbeiten in Teilzeit. Noch vor knapp einem Jahr war Ministerpräsident Kretschmann (Grüne) mit einer Initiative gescheitert, die Mindesarbeitszeit heraufzusetzen, um den Lehrermangel zu bekämpfen. Jetzt die Kehrtwende: Seine Kultusministerin Schopper schränkt das Recht auf Teilzeit für Lehrerinnen und Lehrer ein.

Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) war früher selbst Lehrer – für Biologie, Physik und Ethik. Foto: Shutterstock / Tobias Tropper

Die Katze ist aus dem Sack: Im Kampf gegen den Lehrermangel an Schulen in Baden-Württemberg sollen Lehrkräfte einem SWR-Bericht zufolge bald nur noch begründet weniger als 75 Prozent arbeiten. Kultusministerin Theresa Schopper (Grüne) will das Teilzeitmodell vom Schuljahr 2024/2025 an einschränken, wie der Südwestrundfunk, dem der Entwurf des Ministeriums vorlag, berichtete. Ausnahmen sind demzufolge dann Elternzeit, familiäre Gründe und Pflegezeit. Nach SWR-Informationen ist der Entwurf des Kultusministeriums, der ein Paket aus mehr als 20 Punkten umfasst, in der grün-schwarzen Koalition bereits abgestimmt. Das Kultusministerium bestätigte mittlerweile den Bericht.

Wie ist die Mindestarbeitszeit bisher geregelt? Derzeit ist es so, dass Landesbeamte grundsätzlich Anspruch darauf haben, in Teilzeit bis zu 50 Prozent zu arbeiten. Ein Sprecher des Kultusministeriums erklärte, ein Antrag auf Teilzeit aus familiären Gründen, etwa weil ein Kind betreut oder ein Angehöriger gepflegt wird, könne nur abgelehnt werden, wenn zwingende dienstliche Gründe dem entgegenstünden. Die Untergrenze bei der Teilzeit ist seit einer Änderung unter Grün-Rot vor fünf Jahren 25 Prozent – vorher waren es noch 30 Prozent. Solche Anträge werden bei Lehrkräften individuell vom jeweiligen Regierungspräsidium geprüft.

«Man muss auch wissen, an welchem Windrad man dreht, dass dann da auch Wind rauskommt»

Bereits in der vergangenen Woche hatte die Kultusministerin die Wende eingeleitet. Der öffentliche Druck auf Einschränkungen der Teilzeitmöglichkeiten von Lehrkräften werde größer, behauptete Schopper, auch in der persönlichen Rechtfertigung im Freundeskreis oder bei Elternabenden. «Auch wenn ich finde, dass das schon komfortabel ist, sag‘ ich mal persönlich, dass man bis zum 18. Lebensjahr des Kindes da durchaus in der Teilzeit im unterhälftigen Bereich auch sein kann», erklärte Schopper. Das sei in der Lebensrealität vieler Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer nicht üblich.

Für eine Verpflichtung müsste man aber das Beamtengesetz ändern. «Das werden wir nicht anfassen und auch nicht hinkriegen», sagte Schopper. «Man muss auch wissen, an welchem Windrad man dreht, dass dann da auch Wind rauskommt.» Die Landesregierung setze weiterhin auf den freiwilligen Appell an die Lehrer, weniger in Teilzeit zu arbeiten. Eine Woche später gilt das schon nicht mehr.

Bereits vor knapp einem Jahr war Ministerpräsident Winfried Kretschmann (ebenfalls Grüne) vorgeprescht: «Vielleicht müssen wir auch mehr arbeiten», sagte er – Lehrkräfte im Blick.  Die Regelungen bei Teilzeit seien derzeit «sehr großzügig», sodass vor allem viele Lehrerinnen relativ wenige Stunden unterrichteten. Kretschmann bekräftigte, wenn jede Pädagogin in Teilzeit eine Stunde mehr unterrichten würde, gewönne man umgerechnet 1000 Lehrerstellen.

«Die Teilzeit-Lehrkräfte arbeiten nicht deshalb weniger, weil es Spaß macht, weniger Geld zu verdienen»

Die Empörung auf Seiten der Lehrerverbände war groß. Monika Stein, GEW-Landeschefin, nannte den Vorschlag «total daneben». Sie sagte: «Die Teilzeit-Lehrkräfte arbeiten nicht deshalb weniger, weil es Spaß macht, weniger Geld zu verdienen, sondern weil es für sie notwendig ist, Teilzeit zu arbeiten, damit sie ihren Beruf gut ausüben können.» Es gehe auch darum, Familie und Job unter einen Hut zu bringen. Gerhard Brand vom Verband Bildung und Erziehung (VBE) sagte: «Das Thema Arbeitszeit wird ausgerechnet in einer Phase wieder aus der Schublade geholt, in der Lehrer wegen Pandemie und Krieg bereits lange ohne Murren bis zum Anschlag gearbeitet haben.»

Angesichts des Gegendrucks zog Kretschmann seine Idee, die Mindestarbeitszeit für Beamtinnen und Beamte in Teilzeit wegen des Lehrermangels zu erhöhen, dann wieder zurück. Das Kultusministerium habe sie umfassend geprüft, erklärte eine Regierungssprecherin. «Allerdings hat die Prüfung ergeben, dass wir dadurch lediglich 80 bis 120 Deputate gewinnen würden. Deshalb werden wir die Idee nicht weiterverfolgen.» Heraus kam lediglich ein Brief der Landesregierung an die Lehrkräfte, in dem appelliert wurde, die Arbeitszeit individuell aufzustocken.

Warum die Initiative jetzt doch wieder hervorgeholt wird? Die Landesregierung hat durch ein Gutachten der Ständigen Wissenschaftlichen Kommission der Kultusministerkonferenz zum Lehrermangel Rückendeckung bekommen – darin wird unter anderem genau das empfohlen: eine Einschränkung der Teilzeit. Mittlerweile haben einige Bundesländer angekündigt, entsprechend verfahren zu wollen (News4teachers berichtete).

Und Schopper will noch an einer weiteren Schraube drehen: Ein sogenanntes Sabbatjahr soll künftig erst nach fünf Jahren im Dienst gewährt werden. Ein weiteres Freistellungsjahr soll dann wieder erst nach fünf Jahren erlaubt sein. Den Angaben zufolge sind im laufenden Schuljahr rund 900 Sabbaticals genehmigt. Trotz – oder wegen? – des deutlichen Personalmangels an den Schulen entscheiden sich laut Statistischem Landesamt im Südwesten immer mehr Lehrerinnen und Lehrer für Teilzeit. Im Schuljahr 2021/2022 arbeiteten knapp 56,6 Prozent und somit mehr als die Hälfte der Lehrkräfte an öffentlichen Schulen nicht voll. News4teachers / mit Material der dpa

VBE: Das Einschränken von Teilzeit im Lehrerberuf trifft vor allem Frauen!

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PaPo
1 Jahr zuvor

Wo keine Teilzeit gewährt wird, dort schafft man sich Zeit… und wenn es darin resultiert, dass man für eine (längere) Zeit komplett ausfällt: Die Krankmeldungen werden zunehmen, ob jetzt wegen tatsächlicher, akuter Erkrankung, die ja zwangsläufig zunehmen wird, drohender Erkrankung o.ä.

Bei uns ist mit jeder neuen zeitraubenden Maßnahme, ob vom Ministerium, der Bezirksregierung oder der SL veranlasst, der Krankenstand immer weiter und weiter gestiegen, dauerhaft. Von allen möglichen Erkrankungen infolge der Überlastung, insb. dem Burnout, über Kollegen, die den Alltag schlichtweg nicht mehr bewältigt bekommen (obwohl sie bereit in Teilzeit sind, aber de facto beruflich immer noch vollzeit ausgelastet sind) und sich deshalb krankmelden.

Damit steigt die Belastung für die verbleibenden Kollegen antürlich auch, die es ihren Kollegen dann gleichtun und ohnehin qualitativ hochwertigen utnerricht immer weniger bis gar nicht leisten können… eine Abwärtsspirale, mit Ansage.Eine Abwärtsspirale, die die Profession derart schädigen wird, dass der Lehrermangel noch größer wird und die Belastung der Kollegen noch weiter zunehmen wird, was dann wieder darin resultieren wird, dass…

Wie inkompetent kann man als Ministerpräsident und Kultusministerin eigtl. sein?

Jan
1 Jahr zuvor
Antwortet  PaPo

„Krankmeldungen wegen drohender Erkrankung“
Das finde ich sehr kreativ. Besser ist nur noch: Prophylaktische Krankschreibung vor den Ferien, um in den Ferien nicht krank zu sein.

PaPo
1 Jahr zuvor
Antwortet  Jan

Gemeint ist offensichtlich(!), dass man i.d.R. kontinuierlich merkt, wenn die eigenen Kräfte durch Überarbeitung, Dauerstress, Erschöpfung etc. schwinden, dies nicht spontan eintritt, sondern man sich merklich einem Punkt annähert, an dem es dann längerfristig nicht mehr weiter geht. Viele Kollegen ziehen hier die Reißleine, um kurzfristig quasi die eigenen Batterien wieder etwas (aber eigtl. nie ganz voll) aufzuladen, insg. länger durchzuhalten, statt bis zum Kollaps durchzumachen und dann wirklich im bspw. Burnout zu enden, langfristig auszufallen.

Musste ich das jetzt wirklich erklären?!

Ale
1 Jahr zuvor
Antwortet  Jan

Hallo,
das nennt sich zB MutterKindKur und ist überall zugelassen und nichts spezielles bei Lehrern.

Konfutse
1 Jahr zuvor
Antwortet  Ale

Nicht unbedingt. Ich habe mit Vollzeit und drei kleinen Kindern keine MKK bewilligt bekommen. Nicht krank und schlapp genug. Mir wurde dann vorgeschlagen, dass eins meiner 3 Kinder wegen seiner starken Bronchitis eine Kur machen und ich als Begleitperson mitgehen könne. Als ich dann die Aufschlüsselung der Kostenübernahme bzw. im Gleichklang meine persönlichen Kosten, die die Beihilfe nicht übernimmt, gesehen habe, dachte ich, dass ich tatsächlich mit meiner fünfköpfigen Familie einen Amerikaurlaub machen könnte. So viel dazu, was mein Dienstherr für erschöpfte Arbeitnehmer tut.

Nicole
1 Jahr zuvor
Antwortet  Konfutse

Ganz abgesehen davon, dass meine private KK das nicht bezahlt und mich der Spaß mit 2 Kindern rund 3.000 Euro gekostet hätte. Da habe ich dann dankend verzichtet. Unglaublich, aber leider wahr

Gabriele
1 Jahr zuvor
Antwortet  Ale

Unsinn! Kein hilfreicher Beitrag! Leider nicht zielführend!

Gabriele
1 Jahr zuvor
Antwortet  Jan

Lieber Jan,

Sie haben leider keinerlei Ahnung von der Schulrealität aus LehrerInnensicht!

Unsägliches, wirklichkeitsfremdes Gelaber eines Schulfremden, ignorantes Dummschwätzertum nervt mich zusehends.

Lehrkräfte arbeiten stets innerhalb eines sehr eng gezurrten Termin- und Zeitkorsetts!
Juristische Vorgaben, absolute deadlines gilt es pünklich und genaustens einzuhalten!: z.B. auch für Versetzungskonferenzen, Zulassung zum Abitur etc. . ALLE Noten müssen dafür fristgemäß vorliegen!

Lehrkräfte schneiden sich folglich immer komplett ins eigene Fleisch, wenn sie ihren eigenen, sehr eng getakten Termin- und Fristplan aus (echten) Krankheitsgründen oder Unfall nicht halten können!!!

Sie büßen es dann bitter in erster Linie selbst!
Es folgen nämlich: juristische Terminprobleme, noch mehr Arbeitsüberlastung durch „noch höhere Korrekturgebirge“ unter Zeitdruck auf Termin!

Kein Zuckerschlecken!
Auch wer seinen Beruf, seine Fächer und die Arbeit mit den Jugendlichen sehr gerne hat, hält das auf Dauer kaum unbeschadet durch!

Selbstausbeutung und Raubbau an der eigenen Gesundheit rächen sich unerbittlich!

Arbeiten gemäß eigenem hohem Berufsethos und Unterrichten im Alpha-Zustand machen einen nicht gefeit!

Folgen:
konstante Nachtarbeit zusätzlich, Wochenenden durcharbeiten, unterrichtsfreie Zeiten (= Schulferien) als reine Korrekturzeiten, zum Vor- und Nachbereiten von Leistungsmessungen, auch Klausuren u.a. .

Ohne Nachtzuschlag, Überstunden- oder Wochenendarbeitszuschläge wohlgemerkt!

Denn es gibt nur ganz kleine, sehr enge Zeitfenster für ggf. Ersatz- und Nachtermine!
Auch gleichzeitige (mit gemeinsam erstellten!) Teamklausuren mit den gleichen Aufgabenstellungen in den Parallelkursen erfordern natürlich auch den gleichen Input an Unterricht!

Dem ist nichts hinzuzufügen.

Si tacuisses!

Gizi
1 Jahr zuvor
Antwortet  Gabriele

Gehen Sie in die freie Wirtschaft. Da überstehen Sie höchstwahrscheinlich nicht einmal die Probezeit.

Socki
1 Jahr zuvor
Antwortet  Gabriele

„Sie haben leider keinerlei Ahnung von der Schulrealität aus LehrerInnensicht“

Vermutlich ist die Lehrerinnensicht das Problem.

Aus dieser Sicht gibt es kein anspruchsvolleres Studium als das des Lehramts.
Und keinen schlechter bezahlten Beruf.
Und genügend Rechtfertigungen für das, was man aus anderer Sicht „sich einen faulen Lenz machen“ nennt.

Jette
1 Jahr zuvor

Die Beschneidung der Teilzeitmöglichkeiten wird den Schuldienst erneut unattraktiver machen, was sich dann auch an den Zahlen im Lehramtsstudium bemerkbar machen wird.

Diejenigen, die jetzt keine Teilzeitmöglichkeit bekommen, werden verstärkt durch Krankheit/Überlastung ausfallen.

Die Unzuverlässigkeit einer Kultusministerin (Was interessiert mich mein Geschwätz von gestern) wird diese bei den nächsten Wahlen spüren.

Warum denkt man im Ministerium nicht mal über sinnvolle Vorschläge nach, wie z.B. abordnen der Lehrkräfte aus den Instituten an die Schule, Abschied von sinnfreien Tätigkeiten und bürokratischen Zeitfressern und eine effiziente Organisation in Schulen und Verwaltung?

Ich_bin_neu_hier
1 Jahr zuvor
Antwortet  Jette

„Warum denkt man im Ministerium nicht mal über sinnvolle Vorschläge nach…?“ – Der Leidensdruck ist noch nicht groß genug bzw. das System noch nicht unleugbar vor die Wand gefahren worden.

Ale
1 Jahr zuvor
Antwortet  Jette

Jups,
ich fordere schon lange: freiwillige Überstunden als Bugwelle (oder von mir aus auch Lebensarbeitszeitkonto). Oder gegen Bezahlung. Läuft aber nicht, MAU ist ja vergleichsweise einfach, dass wird meist abgelehnt.

Rainer Wahnsinn
1 Jahr zuvor
Antwortet  Jette

Hm, guter Gedanke! Ein Kollege erzählte vor Kurzem, dass beim NLQ -nun zwar nicht das nds. KuMi- überproportional KuK mit der Facultas Mathematik und Physik untergekommen sind. Das sind genau die KuK, die uns doch jetzt solange schon als unabdingbar fehlend vermittelt werden. Aber, das Beharrungsvermögen der dort „angesiedelten“ KuK und die damit gebundenen Stunden sind -so mein Kollege- nicht abrufbar, da die KuK als unabkömmlich gedeckt sind. Hm, mal sehen, was da so noch kommen mag.

Leviathan
1 Jahr zuvor

Ja ok äh. Im Kontext vielleicht noch schlechter als sowieso. Jetzt wo die Datengrundlage der SWK um mindestens 10% daneben lag…

https://www.spiegel.de/panorama/bildung/teilzeit-bei-lehrern-peinlicher-datenfehler-lehrkraefte-arbeiten-mehr-als-angenommen-a-a0a9c5e0-9c55-41db-818b-977c4b330112

Last edited 1 Jahr zuvor by Leviathan
Konfutse
1 Jahr zuvor
Antwortet  Leviathan

Das interessiert wahrscheinlich kaum jemand, der nicht Lehrer ist, weil das nicht ins Lehrerbild passt: Die schaffen doch nix….

Leviathan
1 Jahr zuvor
Antwortet  Konfutse

Ja, wer interessiert sich schon für die Richtigstellung.

Konfutse
1 Jahr zuvor
Antwortet  Konfutse

Frage mich, warum das ein Spiegel Plus-Artikel ist….damit ihn nicht alle lesen können? Ein Schelm…
Außerdem hatte die SWK das geliefert, was das KuMi hören wollte. Höchstwahrscheinlich deshalb, dass FÜR die Gesellschaft ein falsches Lehrerbild entsteht und damit die KuMis und MP aufgrund der (bis heute) falschen Daten ihre TZ-Beschränkung unter Beifall der Bevölkerung durchziehen können. Weil: Die Lehrer sind schuld an der prekären Situation in den Schulen, weil die nix schaffen wollen….
Achsoja, wir bedienen uns ja außerdem auch mit Ermäßigungsstunden, dass es kracht, das ist ja die reinste Selbstbedienungs-Bananenrepublik, die da unter den LK herrscht. Diese haltlose Behauptung wurde von unserem Dienstherren ja nicht richtigestellt. Warum nur?
Wieso untersucht die SWK nicht mal, was an den ZLS so abgeht? Da sind ja einige Stellen, die nicht besetzt sein müssten, weil sich da Nichten, Vettern usw. noch einen beheizten Stuhl gesichert haben; da gäbe es unglaublich große Einsparmöglichkeiten, bei den hoch dotierten Jobs, die völlig unnötig sind. Mit dem Geld könnte man einiges in den KiTas oder Schulen reißen….

Marc
1 Jahr zuvor

Kein A13, aber Teilzeit einschränken? Leute, haut da ab. So eine Regierung würde keine einzige Unterrichtsstunde von mir bekommen.

Dunn
1 Jahr zuvor
Antwortet  Marc

Wie Teilzeitmöglichkeiten und Bezahlung zusammenhängen sollen verstehe ich nicht.

PaPo
1 Jahr zuvor
Antwortet  Dunn

Spoiler: Es geht darum, dass man alles zu tun scheint, den Job möglichst unattraktiv zu machen und somit das Ausgangsproblem des Kehrermangels zu verschlimmern… und auch hier: Musste man das jetzt wirklich erklären?!

PaPo
1 Jahr zuvor
Antwortet  PaPo

Hmmm… „Kehrermangel“ ^^

potschemutschka
1 Jahr zuvor
Antwortet  PaPo

Ja, ja, dieser allgemeine Fachkräftemangel in D macht vor keinem Beruf halt. 🙂

dickebank
1 Jahr zuvor
Antwortet  potschemutschka

Stimmt doch nicht, die Mängel bei den Fachkräften der KMK und der SWK werden doch immer mehr:)
Bei den 16 Ahnungslosen ist keine Stelle vakant.

Dil Uhlenspiegel
1 Jahr zuvor
Antwortet  PaPo

Passt ganz gut.

Konfutse
1 Jahr zuvor
Antwortet  Marc

Wenn ich noch am Anfang meiner Schulkarriere stünde, würde ich mich echt umorientieren. Jetzt ist es zu spät. Bin froh, dass ich meinen Kindern erfolgreich ausreden konnte, niemals Lehrer zu werden.

Konfutse
1 Jahr zuvor
Antwortet  Konfutse

Pardon, ich habe meinen Kindern erfolgreich ausreden können, Lehrer zu werden. Das feier ich!!

Dil Uhlenspiegel
1 Jahr zuvor
Antwortet  Konfutse

„Man lernt fürs Leben, nicht für die Schule.“
Muss man nur ein wenig umdeuten.

Emma
1 Jahr zuvor
Antwortet  Konfutse

Meinem Kind musste ich den Lehrerberuf nicht ausreden. Nachdem sie einmal mit war und zugeguckt hat, fragte sie mich völlig entsetzt:“ Mama wie hältst du das nur aus?“

Rainer Wahnsinn
1 Jahr zuvor
Antwortet  Konfutse

Ich auch!! Jippeeee

Karl
1 Jahr zuvor
Antwortet  Konfutse

Konfus, Konfutse?

Konfutse
1 Jahr zuvor
Antwortet  Karl

Jep. Bin auch nur ein Mansch.

Konfutse
1 Jahr zuvor
Antwortet  Konfutse

Mensch….siehste, bin völlig urlaubsreif….

Gabriele
1 Jahr zuvor
Antwortet  Konfutse

Lediglich reines Beobachten (!) des LehrerInnendaseins daheim reicht doch schon vollkommen aus! Turnt doch so was von ab!

Ein „Ausreden“ braucht’s da doch gar nicht mehr!

Meine damals halbwüchsigen Söhne jedenfalls – am Samstag oder Sonntag gegen 4 Uhr frühmorgens vom „Partymachen im München“ heimkehrend, fragte mich dann oft, „Korrigierst du wieder? Oder immer noch?“
Nachsatz „Lehrer werd‘ i c h jedenfalls nie!“

Ragnar Danneskjoeld
1 Jahr zuvor
Antwortet  Marc

Auch mit A13 ist die Nummer unverschämt.

Karolina Z.
1 Jahr zuvor

Ich verstehe die Aufregung nicht. Es scheint doch so, als ob jeder Antrag geprüft wird und familiäre Gründe weiterhin gelten.
Nach wie vor gibt es auch sehr viele Lehrkräfte, die in Teilzeit arbeiten, nicht weil es familiär notwendig ist (Kinder, Pflege,…), sondern weil „das Geld eh reicht“. Natürlich ist es blöd, wenn man mehr arbeiten soll als man will (oder finanziell „muss“), aber gerade für Beamte ist Teil des Vertrags, sich „mit vollem persönlichen Einsatz ihrem Beruf zu widmen“.
Und ich gebe Kretschmann Recht: die Regelungen sind großzügig, auch die Regelung, bis zum 18. Lebensjahres des Kindes in Teilzeit arbeiten zu dürfen.
Ich gehe davon aus, dass TZ auch weiterhin (auch großzügig) gewährt wird, aber vielleicht nicht mehr in einem Umfang von 25-50%, sondern eventuell 50-70%. Was noch immer TZ ist und weiterhin das Sorgen um Kinder etc. möglich macht.

Konfutse
1 Jahr zuvor
Antwortet  Karolina Z.

Ich denke, es geht vor allem um das Bild, das von Lehrern in der Öffentlichkeit gestrickt wird. Unterstützt von unseren Dienstherren!

PaPo
1 Jahr zuvor
Antwortet  Karolina Z.

(I) Die Möglichkeit zur Teilzeit ist, wie im Artikel erwähnt und auch in vielen anderen Bereichen der freien Wirtschaft z.B., heutzutage maßgeblich für die Attraktivität eines Jobs.

(II) Es geht hier um einen rechtlichen Anspruch, der offenbar allen anderen Landesbeamten zugestanden wird, außer Lehrern.

(III) Für viele Lehrer ist Teilzeit überhaupt die einzige Möglichkeit, ihren Dienst derart zu erfüllen, dass sie qualitativ überhaupt noch irgendwelche Standards erfüllen, eine adäquate work-life-Balance erhalten o.ä. bewerkstelligen können und dies ohne Teilzeit nichtehr könnten, auch ohne familiäre Gründe.

Sooo attraktiv ist der Job nicht, dass man hier hinter die Üblichkeiten andernorts so massiv zurückfallen könnte…

Last edited 1 Jahr zuvor by PaPo
Konfutse
1 Jahr zuvor
Antwortet  PaPo

Ich sag´ nur: 36 – 38,5 Stundenwoche, Homeoffice und die 4-Tage-Woche….traumhaft.

Linguista
1 Jahr zuvor
Antwortet  Karolina Z.

Ich habe Sie auch lieb!

Koko_Lores
1 Jahr zuvor
Antwortet  Karolina Z.

Kann man wirklich in irgendeinem Bundesland weniger als 50% arbeiten? In NRW ist das das Minimum außer man ist noch in Elternzeit. Da geht auch weniger. Interessiert mich wirklich.

Linguista
1 Jahr zuvor
Antwortet  Koko_Lores

In RLP geht es.

Ragnar Danneskjoeld
1 Jahr zuvor
Antwortet  Koko_Lores

In BW ist das auch möglich.

unverzagte
1 Jahr zuvor
Antwortet  Koko_Lores

In Hamburg gehts leider nicht, unabhängig von persönlichen Umständen und Befindlichkeiten.

Riesenzwerg
1 Jahr zuvor
Antwortet  Koko_Lores

In SH Mindeststundenzahl sechs.

Eine Kollegin hat um drei Stunden aufgestockt und ist nun bei neun.

Jette
1 Jahr zuvor
Antwortet  Karolina Z.

Natürlich ist es blöd, wenn man mehr arbeiten soll als man will (oder finanziell „muss“), aber gerade für Beamte ist Teil des Vertrags, sich „mit vollem persönlichen Einsatz ihrem Beruf zu widmen“.
Schon klar, aber so überlegt sich vielleicht der eine oder andere, dass der volle Einsatz mit 45-50 Stunden zu hoch ist und lässt die Finger vom Beamtendasein. Man kann die Leute halt nicht zum 100%igen Arbeitseinsatz zwingen, es sind Beamte und keine Sklaven!
Solange unser Arbeitgeber die Einstellung hat, alles mit Zwang erreichen zu wollen, wird er eine Bruchlandung hinlegen…

447
1 Jahr zuvor
Antwortet  Karolina Z.

Denken Sie doch mal bitte nach was passiert wohl, wenn man Arbeitskräfte von denen man…

1. abhängig ist
2. die eh sowieso mehr machen als sie müssen
3. die nicht wirklich ersetzt werden können
4. Arbeit in einem geistig produktiven Beruf (nicht messbare Massenproduktion von Stückgut am Fließband) erwartet/braucht

…mal so richtig anpinkelt, dumm anblafft und versucht in selbstverständlichen AN-Rechten zu beschneiden.

Was wird das wohl für Folgen haben?

Und gehen Sie mir weg mit „Beamtenpflichten“!

Seit Jahrzehnten kann (wieder) vom erklärten Staatsfeind bis zum Anarchisten oder kandidierenden Kommunisten jeder Lehrer werden. Wenigstens Neonazis werden noch rausgefiltert, das war es aber auch.

Und wenn ich hier quasi bis zur Selbstverbrennung den „preussischen Beamten mit Pflichterfüllung bis zum Herzstillstand“ machen soll, dann bitteschön auch mit den entsprechenden Privilegien, nix „Schule als Bürgerservice“. Dann gibt es diese Perle deutsch-preussischen Beamtentums aus Aktenstaub:“ Der Bürger hat seine eigenen beschränkten Maßstäbe nicht frech an die Handlungen der Obrigkeit anzulegen, sondern zu folgen.“

Ich bin ja noch nicht mal TZ, mir geht da einfach so schön das Messer in der Tasche auf.

Gabriele
1 Jahr zuvor
Antwortet  447

Was ist mit dem Höcke aus der AfD? Ist der noch im Schuldienst?

Wirklich, tatsächlich „rausgefiltert“?

Walter Hasenbrot
1 Jahr zuvor
Antwortet  Karolina Z.

Kollegen mit zwei Hauptfächern flüchten in die Teilzeit, weil die Arbeitsbelastung in Vollzeit wegen der Unmenge an Korrekturen nicht zu schaffen ist.

Diese Kollegen stellt man jetzt vor die Wahl, krank zu werden oder zu kündigen.

Man könnte Einwenden, dass die Einschränkung der Möglichkeit zur Teilzeit ja nicht das eigentliche Problem ist, sondern die zu große Arbeitsbelastung.

Ich höre von den Ministerien aber nichts, was die Belastung für Korrekturfachlehrer verringern soll.

Riesenzwerg
1 Jahr zuvor
Antwortet  Walter Hasenbrot

Yoga und Achtsamkeitstraining – oben auf 😉

Ich hatte mal fünf Deutschklassen mit gleichzeitiger Klassenlehrerschaft, versteht sich …

Die „Ferien“ nur platt und am Boden.

@ Karolina Z
Aber, hey, reicht vermutlich noch nicht, was? Voller persönlicher Einsatz und so …. War kurz vor der Zwangsernährung, weil ich keine Kraft mehr zum Essen hatte.

Riesenzwerg
1 Jahr zuvor
Antwortet  Karolina Z.

„“mit vollem persönlichen Einsatz ihrem Beruf zu widmen“.“

Ja, aber nicht mit ihrer Gesundheit oder ihrem Leben!

Und – wenn jemand merkt, dass er/sie/es schon ausgelaugt bin, ist es da nicht sinnvoller, auf die Bremse zu treten und weiterhin – nur halt stundenreduziert – sich „mit vollem Einsatz“ seinem/ihrem „Beruf zu widmen“?

So kann der stattzufindende Unterricht weitgehend aufrecht erhalten werden.

Wem ist genützt, wenn eine VZ-Leerkraft für Wochen oder gar Monate krankheitsbedingt ausfällt und dann l a n g s a m wieder eingegliedert werden muss?

Ob die Regel „bis 18“ sinnvoll ist * schulterzuck*

Das diskriminiert nur die Menschen, die ungewollt oder gewollt (jeder(r) hat das Recht auf die eigene private Lebensgestaltung) keine Kinder haben (oder deren Kinder verstorben sind).

Rainer Wahnsinn
1 Jahr zuvor
Antwortet  Karolina Z.

Oh Carolina, wir reden abseits der Beamtenversklavung von einer Viertagewoche!! Bei uns in NDS wurde sogar angedacht, den Samstag als Unterrichtstag zu reaktivieren. Was nun? Sollen wir uns um die Teilzeitmöglichkeiten prügeln, während in der so stressigen „freien“ Wirtschaft über die Einführung der Viertagewoche diskutiert wird ?? Was soll der Quatsch mit der red. Teilzeit! Das führt nur zu mehr Belastung! Übrigens haben diverse AZ-Studien deutlich gemacht, dass Teilzeitarbeit unter LuL zu einer relevanten Mehrbelastung führt, da z.B. an Konferenzen und schulischen Aktivitäten ebenso teilgenommen werden muss. So what??

Dil Uhlenspiegel
1 Jahr zuvor

Ab 24/25 also. Dann kann man in 23/24 ja noch die Arbeitszeiten erfassen.

Lehrerin
1 Jahr zuvor
Antwortet  Dil Uhlenspiegel

Und das muss dringend mal angegangen werden, damit alle die Ahnungslosen vielleicht endlich kapieren, wieviel Arbeit eine Lehrkraft erbringt – alle Arbeitszeitstudien in den letzten Jahren haben das bewiesen, aber den Dienstherrn überzeugt das nicht. Wir arbeiten bei weitem mehr als wir müssten! Wenn Lehrer so mit Teilzeit die Unterrichtsqualität auf eigene Kosten sichern, dann wird man mal sehen, was rauskommt, wenn das Land zu mehr Unterricht zwingt. Dümmer gehts nimmer..
Die wollen es einfach nicht realisieren!

Riesenzwerg
1 Jahr zuvor
Antwortet  Lehrerin

Hach, das wird flott mit den tausend Ferientagen verrechnet und schon müssen wir Unterstunden ausgleichen.

Wer sehen will, der sieht.
Wer verstehen will, versteht.

Beim Rest – vergebene Liebesmüh der ewig jammernden faulen Säcke….

Ein bisschen schuld sind wir ja auch – wir kriegen unter den miesesten Bedingungen schon viel zu lange irgendwie immer noch viel zu viel irgendwie hin.

Sollten wir – endlich und gemeinsam! – lassen.

Oder?!

So!?
1 Jahr zuvor
Antwortet  Dil Uhlenspiegel

Ich erfasse meine Arbeitszeit jetzt schon privat mit der App „Stempeluhr“ und arbeite seitdem „nur noch“ 100 %!

FrauF
1 Jahr zuvor
Antwortet  So!?

Ich nutze auch Stempeluhr.
Und wenn am Ende der Woche noch Arbeitszeit übrig ist, werden noch ein paar schöne Arbeitsblätter angefertigt.
Wenn Korrekturen, Konferenzen, Gespräche mit Eltern (diese Woche zwei à 20 Minuten), etc. diese Zeit schon vorher aufgefressen haben, gibt es diese eben nicht.

Sammi
1 Jahr zuvor
Antwortet  So!?

War der Plan, für 100% Bezüge weniger zu arbeiten??

gehtsnoch
1 Jahr zuvor
Antwortet  Sammi

Bin ich ganz sicher, aber das Ergebnis wurde noch nicht kommuniziert.

Aber ich behaupte mal, dass unbewusst schon die Produktivität durch z. B. gemessenen Arbeitsaufwand einer effizienten Tätigkeit mittels transparenz gesteigert wurde.

So!?
1 Jahr zuvor
Antwortet  So!?

Stempeluhr Rolf Zimmerli ist werbefrei und kostenlos. Bei einer Teilzeitstelle, aber dem Amt einer vollen Klassenleitung in der GS muss man gut aufpassen nicht jede Woche einige Überstunden zu machen. Die Planung von Konferenzen, Projektwochen, Sportfesten, Schulfesten und -ausflügen etc. durch die SL berücksichtigt nicht eine evtl. reduzierte reale Arbeitszeit pro Woche, sondern orientiert sich an Vollzeitkräften. Ein Teilzeitkonzept, das z.B. geteilte Klassenleitungen vorsieht, gibt es wohl an den wenigsten GS in NRW. In Wochen mit Konferenzen, Elternsprechtagen oder Einzelgesprächen mit Problemeltern (ca. 60 min. pro SuS ) oder dem Schreiben von Berichtszeugnissen bleibt kaum mehr Zeit für eine gute Unterrichtsplanung, siehe auch Frau F.

Last edited 1 Jahr zuvor by So!?
Ich_bin_neu_hier
1 Jahr zuvor

Mal sehen, ob sich Frau Schopper demnächst da richtig in die Tür vom Klassenraum hängen muss, um die Lehrkräfte aufzuhalten, die ihr weglaufen. So kommt sie dann doch noch zu ihrem großen Einsatz – und muss eventuell sogar aufpassen, nicht beiseite geräumt zu werden: denn eine Lawine hältst du nicht auf.

Riesenzwerg
1 Jahr zuvor
Antwortet  Ich_bin_neu_hier

Corona geht um.

Obwohl die Schulen sicher sind, die Kinder Bremsscheiben statt Treiber, wird sie sich wohl eher zuruckhalten… Und zum Beispiel die SL vorschicken 😉

Die hat ja auch Hausrecht ;).

Aber – die Lawine – schönes Bild! – muss muss muss auf die Straße und demonstrieren!

Achin
1 Jahr zuvor

Exkursionen und Klassenfahrten sind und waren für mich Höhepunkte der fachlichen und pädagogischen Arbeit mit SuS. Dies wurde in bald drei Jahrzehnten mit noch nicht einer Sekunde Überstundenausgleich honoriert.

Was für Lehrer*innen möchte ein grünes Kultusministerium in Baden-Württemberg?

Ich bin der wohlfeilen Schlagworte überdrüssig!

Ragnar Danneskjoeld
1 Jahr zuvor

Was der Artikel hier unterschlägt – oder ich habe es übersehen, dann Asche aufs Haupt – ist die Erhöhung der Unterrichtsverpflichtung für Referendare um eine Stunde. Da soll im Gegenzug die Abschlussarbeit wegfallen.

Palim
1 Jahr zuvor

Das ist in NDS schon umgesetzt in den aktuellen Jahrgängen: 2 Stunden mehr Unterricht, dafür die Examensarbeit gestrichen.

Der Zauberlehrling
1 Jahr zuvor

Ist sicherlich nicht „unterschlagen“. Im Spiegel ist es zu lesen.

Ja, der Referendar, der ein halbes Jahr hospitiert hat, darf gleichmal eine Stunde aus dem Bauch heraus mehr arbeiten. Natürlich lernt man das Schwimmen im Wasser. Ganz klar. Das Argument könnte man Frau Schopper auch noch liefern.

Superidee! Wer hat’s erfunden? Ricola? Nö, das KM.

Die Doku war sowieso der Preis für ein halbes Jahr Verkürzung von 2 auf 1,5 Jahre. Jetzt wird die zweite Staatsexamensarbeit endgültig auf dem Altar des Lehrermangels geopfert.

Frau Schopper, treten Sie zurück. Frau Eisenmann (ihre Vorgängerin) wollte auch schon Teilzeitkräfte „flott machen“.

https://www.news4teachers.de/2017/07/baden-wuertemberg-legt-umfassendes-massnahmenpaket-gegen-lehrermangel-vor-dazu-gehoeren-auch-versetzungen-und-weniger-teilzeit-gew-das-macht-den-beruf-nicht-attraktiver/

Ich will nicht unken, aber die Teilzeitkräfte sind vermutlich überwiegend immer noch da und Frau Eisenmann zu 100 % Vergangenheit.

Wenn das wirklich so kommt, nimmt sich der eine oder andere eine Auszeit zur Rettung der eigenen Gesundheit.

Rainer Zufall
1 Jahr zuvor

Ich widerspreche Herrn Kretschmanns Plan. Allerdings finde ich die „Kehrtwende“ übertrieben. Die freiwillige Aufstockung führte nicht zum erhofften Ziel. Jetzt probieren sie etwas Weitergehendes – auch wenn es meiner Meinung nach nicht zielführend ist

Stoffel
1 Jahr zuvor

Herr Kretschmann hasst Lehrer, das ist spätestens seit Corona klar. Und Frau Schopper plappert nach, wurde schließlich extra von ihm aus Bayern geholt zum Nachplappern. Sehr schade das Ganze, rette sich, wer noch kann oder man warte auf bessere Zeiten (Landtagswahl 2026)

Ragnar Danneskjoeld
1 Jahr zuvor
Antwortet  Stoffel

Es ist mir unangenehm, Kretschmann in Schutz zu nehmen – aber ich glaube nicht, dass er uns hasst. Ich glaube, dass er einfach sein Lehrerbild von vor dreißig Jahren konserviert hat und nicht versteht, warum wir in mittlerweile weit weniger heterogeneren Klassen mit weniger verhaltensauffälligeren Kunden und niedrigeren Ansprüchen an den Unterricht nicht einfach wie er zwei Stunden mehr Hammer-Didaktik („was hamma letzte Stunde gemacht?“) betreiben.

mama51
1 Jahr zuvor

Zum

  • „Hammer-Lehrer“ fehlt noch der
  • Autodidakt( …U- Vorb. auf der Fahrt zur Schule) und der
  • Schwellenpädagoge ( …U- Vorb. mal kurz vor „der Klassenzimmertür“ überlegen)
Riesenzwerg
1 Jahr zuvor
Antwortet  mama51

Mea culpa – in allen drei Fällen 😉

Wie oft gehe ich mit Plan und Vorbereitung in den Unterricht?

Wie oft muss ich das aufgrund der aktuellen Situation umwerfen?

Wird halt der Plan später genutzt, klar, aber …

Wie oft habe ich mich auf Vertretungsunterricht (fachfremd selbstverständlich) vorbereitet? Und dann – schwups – nicht Bio in 10 a, Geschichte in 7b. Hier ist natürlich nicht „hamma“ die Frage, sondern „habta“ 😉

Da ist auch inzwischen sehr viel „Schwelle“ dabei. Gerade bei der Vertretung.

Der Auto-Didakt schmeißt gerne die Unterrichtsplanung um – auch ich muss mich „sicher“ fühlen und je dichter ich an der Umsetzung bin, desto besser werden die Ideen 😉

Ich frage mich nur, wie die Fahrradfahrer das machen…. 😉

Bolzkopf
1 Jahr zuvor

Es ist doch immer wieder eine Überraschung wie zielsicher unsere politischen Entscheiderinnen stets die intelligenteste aller Lösungen finden.
Es wäre ja strunzdumm den Lehrerberuf attraktiver zu machen, nicht wahr?

TaMu
1 Jahr zuvor

Egal wo jemand arbeitet, sollte es möglich sein, Arbeitszeit selbst zu bestimmen und entsprechend mehr oder weniger dabei zu verdienen. Je nach Ausdauer, Gesundheit, persönlichen Belastungen, Alter spüren Menschen, wie lange sie täglich oder wöchentlich zu guter Arbeit fähig sind. Sie sind bereit, diese gute Arbeit zu leisten und dafür bezahlt zu werden. Sie lehnen es aus nachvollziehbaren Gründen ab, länger als für sie selbst und damit auch für Geschäftsführung, Kunden, Patienten oder Schüler gut ist, Stunden auszufüllen, weil diese so vereinbart sind. Es ist pure Ehrlichkeit sich selbst und seinen Mitmenschen gegenüber zu erklären, wie lange man zuverlässig leistungsfähig ist. Es verhindert Enttäuschung, Krankheit und Frustration. Es sollte überall möglich sein, seine wertvolle Arbeitskraft ehrlich anzubieten und dafür geschätzt zu werden.
Die im BW Kultusministerium gepflegte Idee, jemand sei 100 Prozent belastungs- und einsatzfähig, nur weil die Kinder ihren 18. Geburtstag gefeiert haben, ist schlicht Unsinn. Es trifft Lehrpersonal in einem Alter, in dem bereits mehr Zeit für Regeneration gebraucht wird als mit Mitte 20. Für eine gute Unterrichtsqualität müssen Lehrkräfte ausgeruht sein.

GriasDi
1 Jahr zuvor

Unser Söder in Bayern macht das schon auch noch. Allerdings wartet der Populist erst die Landtagswahlen ab, bevor er es verkündet.

Kiki
1 Jahr zuvor

Schlimm genug, dass der eigene Arbeitgeber gegenüber seinen Mitarbeitenden „Giftzähne“ auspacken will, anstatt sich schützend vor sie zu stellen und seiner Fürsorgepflicht nachzukommen. In der Regel überlegen sich das die Kolleg*innen nähmlich sehr genau, ob sie die Arbeitszeit verkürzen und auf Geld verzichten müssen, um ihre Arbeit überhaupt psychisch und physisch noch leisten zu können.