Bildungssystem in der Vertrauenskrise: Nur noch ein Viertel der Eltern glaubt, dass die Schule ihr Kind gut auf den Beruf vorbereitet

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HAMBURG. Die Körber-Stiftung hat bundesweit repräsentativ Eltern zur beruflichen Zukunft ihrer Kinder befragen lassen. Dabei wurde deutlich: Nur noch ein Viertel glaubt, dass die Schule notwendige Kompetenzen vermitteln kann.

Eltern schauen zunehmend skeptisch auf das Schulsystem (Symbolfoto). Foto: Shutterstock

Die Hamburger Körber-Stiftung sieht das deutsche Bildungssystem in einer dramatischen Vertrauenskrise. Das geht aus einer repräsentativen Forsa-Umfrage im Auftrag der Stiftung zum Thema «Wie Eltern auf Bildung und die berufliche Zukunft ihrer Kinder blicken» hervor. Demnach glaubt nur ein Viertel der befragten Eltern, dass die Schule ihrer Rolle als Vermittlerin von Zukunftskompetenzen gerecht wird.

Mit ihrer Sichtweise stehen die Eltern nicht allein da, wie die Stiftung am Montag in Hamburg mitteilte. Auch aus Wissenschaft und Zivilgesellschaft werden die Stimmen immer lauter, die eine grundlegende Neuausrichtung in der Bildung fordern, hieß es.

Auf die Frage nach der Zukunftsrelevanz von Schulfächern für unsere Gesellschaft halten Eltern neben den Kernfächern Englisch (73 Prozent), Deutsch (67 Prozent) und Mathematik (56 Prozent) die Informatik für sehr wichtig (57 Prozent).

Der Stellenwert dieses Fachbereichs werde auch bei der Frage nach präferierten Berufsfeldern deutlich: Acht von zehn Eltern würden es befürworten, wenn ihr Kind später im Bereich der Technik und Technologie arbeitet. Gleichauf liegen Berufsfelder in den Naturwissenschaften und der Forschung.

«Diese Befunde sind beunruhigend und deuten auf ein tieferliegendes Problem: Es fehlt offenbar ein gemeinsames Verständnis davon, was Schule heute überhaupt vermitteln soll»

«Die Umfrageergebnisse zeigen, dass Eltern die neuen Anforderungen in der Berufswelt sehen, Schule aber mehrheitlich nicht zutrauen, ihre Kinder darauf angemessen vorzubereiten», sagte Julia André, Leiterin des Bereichs Bildung der Körber-Stiftung. «Diese Befunde sind beunruhigend und deuten auf ein tieferliegendes Problem: Es fehlt offenbar ein gemeinsames Verständnis davon, was Schule heute überhaupt vermitteln soll. Hier müssen wir ansetzen, denn nur auf dieser Grundlage können Eltern und Schule gut zusammenarbeiten.»

Über die fachliche Schulbildung hinaus halten die Befragten insbesondere Selbstständigkeit (63 Prozent), Kommunikationsfähigkeit (57 Prozent) und Lernbereitschaft (55 Prozent) für die berufliche Zukunft ihres Kindes für sehr wichtig. Anpassungsfähigkeit und Kreativität werden von nur 28 Prozent als sehr wichtig eingestuft.

Sowohl in der Bewertung der Schulfächer als auch in den Berufsfeldern werden Unterschiede nach Geschlecht des Kindes deutlich: Während 62 Prozent der Eltern von Jungen Informatik als sehr wichtiges Schulfach sehen, trifft dies nur auf die Hälfte der Eltern von Mädchen zu. Zeitgleich würden Eltern von Jungen häufiger eine Tätigkeit ihres Kindes im Bereich Technik, IT oder Softwareentwicklung befürworten. Eltern von Mädchen seien hingegen stärker der Medizin, Pflege, Kunst und Kultur zugeneigt. News4teachers / mit Material der dpa

Der Beitrag wird auch auf der Facebook-Seite von News4teachers heiß diskutiert:

Elternverband: „Noten sind ungerecht – wie das Schulsystem selbst“

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Gelbe Tulpe
11 Monate zuvor

Die Befunde sind kein Wunder. Sehr viele Kinder kommen mit sehr schlechten Rechtschreibkenntnissen aus der Grundschule, und der Mathematikunterricht ist zumindest auf dem Gymnasium eine Katastrophe.

Einer
11 Monate zuvor
Antwortet  Gelbe Tulpe

Solche generellen Aussagen sind völliger Unsinn. Mal abgesehen von der Jahrgangsgangsstufe kommt es nicht nur auf den Fachlehrer sondern vor allen Dingen auf die Beziehung des Lehrers zur Klasse an. Ich unterrichte sehr häufig zwei manchmal sogar drei Klassen im gleichen Fach parallel. Und natürlich ist die Beziehung zur einen Klasse anders als zur anderen Klasse. Und auch wenn ich rein fachlich in allen Stunden exakt die gleichen Inhalte behandelt, so ist mein Unterricht unterschiedlich. Sitzen halt andere Menschen vor mir. Und diese Beziehung ändert dich auch noch immer im laufenden Jahr.

Teacher Andi
11 Monate zuvor
Antwortet  Gelbe Tulpe

Ihre pauschalisierenden Allgemeinurteile sind schon legendär.

Realist
11 Monate zuvor
Antwortet  Gelbe Tulpe

Tja, liebe „Gelbe Tulpe“. Als Gymnasiallehrer kann ich Ihnen versichern:

Man kann nicht aus jedem Ackergaul ein Rennpferd machen!

Der Zauberlehrling
11 Monate zuvor
Antwortet  Realist

Und schon gar nicht aus einem toten Pferd.

Hirschlgruber
11 Monate zuvor
Antwortet  Realist

…und manche Gymnasiallehrer haben auch am Ende ihrer Laufbahn immer noch so geringe didaktische Fähigkeiten, dass selbst ein B-Ware-Schalbrett bessere Erfolgsquoten aufweist. Wer von Ackergäulen unterrichtet wird, mausert sich selten zum Rennpferd.

Dil Uhlenspiegel
11 Monate zuvor
Antwortet  Hirschlgruber

Die Qualifikation und berufliche Ausrichtung der Ackergäule ist in sich unrennpferdisch.

Mika
11 Monate zuvor
Antwortet  Hirschlgruber

Nur sehr, sehr selten versuchen Ackergäule, potentiellen Rennpferden was zum Thema Pferderennen beizubringen. Jedenfalls war das vor dem großen Rennpferdemangel so. Jetzt, zu Zeiten des Rennpferdemangels, mag das freilich anders aussehen.

HorchHorch
11 Monate zuvor
Antwortet  Mika

Vielleicht liegt es einfach daran, dass viele Ackergäule mittlerweile schneller daherschlurfen als manches Rennpferd. Die Rennqualität vieler Rennpferde, gemessen an der Qualifizierung von SuS für den Beruf, verstimmt die Stallbesitzer offensichtlich.

Die Stallbesitzer bezahlen Hafer und Stroh nämlich nicht für ein selbstverwirklichtes Leben der Rennpferde, sondern für eine Leistung, die in einer Umfrage der Hamburger Körber-Stiftung beschrieben wird.

Mika
11 Monate zuvor
Antwortet  HorchHorch

Hey, wenn Sie mir auch nur einen einzigen Pferdebesitzer zeigen, der anstelle auf Rennpferde auf Ackergäule setzt, um Pferderennen zu gewinnen, gebe ich Ihnen einen aus! Klar, so ein Ackergaul mag in Ausbildung und Haltung vielleicht kostengünstiger sein (und damit reizvoll für den Stallbesitzer), aber in Punkto Leistung im Rennen kommt er an das Rennpferd halt nicht ran.

HorchHorch
11 Monate zuvor
Antwortet  Mika

Das wird jeder Pferdebesitzer machen, wenn die Ackergäule, so wie ich dies oben vorausgesetzt habe, schneller sind als die Rennpferde.

Dieser Artikel beschäftigt sich ja damit, dass die Erwartungen der Stallbesitzer nicht erfüllt werden.

Die Stallbesitzer werden die Pferde ins Rennen schicken, die am schnellsten sind, und nicht diejenigen Pferde, die glauben, dass sie etwas Besseres wären.

Die Stallbesitzer bezahlen Hafer und Stroh nämlich nicht für ein selbstverwirklichtes Leben der Rennpferde, sondern für eine Leistung, die in einer Umfrage der Hamburger Körber-Stiftung beschrieben wird.

GriasDi
11 Monate zuvor
Antwortet  Hirschlgruber

Dann lesen Sie mal folgendes:
https://www.spiegel.de/lebenundlernen/schule/paedagogen-pisa-wehe-wenn-der-mathelehrer-rechnen-muss-a-689146.html
Komischerweise sind deutsche Gymnasial-Mathelehrer weltspitze. Wie schlimm muss es erst in anderen Ländern sein.

Gelbe Tulpe
11 Monate zuvor
Antwortet  Realist

Das stimmt zwar, aber leider ist der Mathematikunterricht heute noch schlechter als zu meiner Schulzeit. Die Theorie wird kaum verständlich erklärt und bei Aufgabenlösungen fehlt zu oft der Ansatz oder es werden zu viele Zwischenschritte ausgelassen. Das fällt mir nicht nur bei den Unterlagen meiner Kinder und Neffen bzw. Nichten auf, sondern auch bei Youtubern, die mathematische Themen oft ebenso mangelhaft erklären. Da ist einfach ein gewaltiger Wurm drin.

Georg
11 Monate zuvor
Antwortet  Gelbe Tulpe

Könnte auch daran liegen, dass die tatsächliche Theorie auch in der Sek I gestrichen wurde. Das Fundament ist die Arithmetik (Zahlenrechnen) und die Algebra (Buchstabenrechnen). Beides muss trainiert werden. Daran scheitert es zeitlich und willentlich.

Was_mal_gesagt_werden_muss
11 Monate zuvor
Antwortet  Realist

Kann oder will?

GriasDi
11 Monate zuvor
Antwortet  Gelbe Tulpe

Folgende Lektüre zu Ihrer Behauptung ist schon interessant:
https://www.spiegel.de/lebenundlernen/schule/paedagogen-pisa-wehe-wenn-der-mathelehrer-rechnen-muss-a-689146.html
Danach sind deutsche Gymnasial-MathelehrerInnen weltspitze. Wie schlimm muss es erst in anderen Ländern sein. Wie es an anderen Schularten ist, steht ja im Artikel.

DerechteNorden
11 Monate zuvor

Dann sollten die Eltern auf die Straße gehen und für bessere Rahmenbedingungen demonstrieren. Genügend Menschen würden da ja zusammenkommen.
Stattdessen sind sie unzufrieden, geben das in irgendwelchen Umfragen kund und wissen gar nicht, dass es nicht an dem liegt, wie Schule funktioniert, sondern daran, dass von der Politik seit Jahrzehnten verpennt wurde, dem gesellschaftlichen Wandel Rechnung zutragen.
Außerdem kann Schule gar nicht auf alles vorbereiten, was in Berufen notwendig ist. Das war früher auch schon nicht so. Haben die aber auch vergessen.
So wird das nie was mit besseren Bedingungen in Schulen. Seufz.

Last edited 11 Monate zuvor by DerechteNorden
Katinka
11 Monate zuvor
Antwortet  DerechteNorden

Das hängt mit der neumodischen Einstellung zusammen, dass Schule bitte alles richten soll, was sonst nirgends passiert, angefangen bei grundlegender Erziehung. Die ganzen Aufgaben, die die Schule übernommen hat und zukünftig übernehmen soll, brauche ich hier nicht auflisten, die kennen wir zur Genüge. Trotz Praktika und Fächern wie Sozialkunde, trotz Berufsorientierung usw. bereitet Schule nicht aufs Berufsleben vor. Woanders wird wieder geschrien, man soll Noten abschaffen und den Schüler:innen jeglichen Druck ersparen, weil das ja alles so schrecklich ist und sie psychisch so leiden. Aber aufs Berufsleben vorbereiten…? Das widerspricht sich. Man kann nicht einerseits KIndergarten bis Klasse 13 verlangen und dann sagen: Äh, ihr habt gar nicht aufs Berufsleben vorbereitet…

HorchHorch
11 Monate zuvor
Antwortet  Katinka

Wenn die Schule ihre SuS nicht mehr auf eine sinnstiftende Berufstätigkeit vorbereitet, welchen Sinn hat Schule denn dann? Sollen die SuS Ihrer Meinung nach wie Diogenes in einer Tonne hocken und Bürgergeld beziehen?

potschemutschka
11 Monate zuvor
Antwortet  HorchHorch

Schule soll im besten Fall eine ALLGEMEINE Berufs-/Studierfähigkeit vorbereiten, aber nicht auch noch den zukünftigen Beruf für jeden einzelnen Schüler maßgeschneidert organisieren. Da sind dann Eltern, Schüler und Betriebe und Gesellschaft gefragt (Wertschätzung verschiedener Berufe).

HorchHorch
11 Monate zuvor
Antwortet  potschemutschka

Wo hat jemand gesagt, dass allgemeinbildende Schulen den zukünftigen Beruf für jeden einzelnen Schüler maßgeschneidert organisieren sollen???

potschemutschka
11 Monate zuvor
Antwortet  HorchHorch

Bei einigen Elternwünschen habe ICH oft dieses GEFÜHL. Eigentlich sollten die Eltern gemeinsam mit ihren Kindern die richtigen Weichen für die Zukunft stellen, schließlich kennen sie die Stärken und Schwächen ihrer Kinder am besten. Obwohl, heutzutage kennen die Lehrer manchmal die Kinder besser als dass die Eltern tun. Die Berufsorientierung sollte auf einer guten Allgemeinbildung unter Berücksichtigung der Stärken und Schwächen der Schüler aufbauen und das kann Schule nur zu einem Teil leisten und nur allgemeine Berufsorientierung anbieten (nicht für jeden einzelnen Schüler und nicht für jeden möglichen Beruf) und das tut Schule m. M. n. bereits seit Jahren.

DerechteNorden
11 Monate zuvor
Antwortet  HorchHorch

Indirekt schon. Viele Eltern erwarten das. Ihre Sprösslinge sollen durch unsere Hilfe DEN Beruf fürs Leben finden und dann alles „Notwendige in der Schule vermittelt“ bzw. die entsprechenden Noten bekommen, um garantiert dort unterzukommen.

Mika
11 Monate zuvor
Antwortet  HorchHorch

Schule hat die Aufgabe, den SuS die Lerninhalte zu vermitteln, die sie benötigen, um später einen Beruf erlernen zu können. Dazu war Schule früher in der Lage, weil sie die benötigten Ressourcen an personeller und sächlicher Ausstattung erhalten hat. Inzwischen wird von Schule verlangt, ausgestattet mit einem Hauch von Nichts, so ziemlich jedes gesellschaftliche Problem zu bewältigen. Das funktioniert eben nicht, und die Not (sowohl personell als auch räumlich als auch von der Ausstattung her) ist inzwischen dermaßen groß, dass sie sichtbare Auswirkungen hat. Eine dafür nicht ausgebildete Person kann im Regelfall eben Kindern Lesen, Schreiben und Rechnen nicht gut und nachhaltig beibringen. In einer Klasse mit 30 und mehr Schülern kann auf die Probleme eines einzelnen Schülers wesentlich schlechter und seltener eingegangen werden als in einer Klasse mit 20 Schülern. Sind in einer Klasse von 30 Schülern 5 und mehr vorhanden, die Deutsch nicht in einem für den Unterricht notwendigem Umfang verstehen, ist vorhersehbar, dass nicht alle Lerninhalte vermittelt werden können. In Klassenräumen, die viel zu klein für kooperative Arbeitsformen sind, die im Sommer über 30 Grad und im Winter unter 20 Grad haben, und deren Ausstattung über 30 Jahre alt ist, lernt es sich schlechter als in modern ausgestatteten und klimatisierten Arbeitsräumen.
Fakt ist eins: Schule kann ihre Aufgaben, welche auch immer das sein sollen, nur dann erfüllen, wenn sie entsprechend dafür ausgestattet wird.

Finagle
11 Monate zuvor
Antwortet  DerechteNorden

„Dann sollten die Eltern auf die Straße gehen und für bessere Rahmenbedingungen demonstrieren. Genügend Menschen würden da ja zusammenkommen.“

Habe mir sagen lassen, dass sich auf der Straße festkleben und das Besprühen mit Farbe von Gebäuden und Kunstobjekten (hier vielleicht der von Schulen, Ministerien und Museen) als zeitgemäße Mittel des Protest angesagt und akzeptabel sind, wenn nur die Mission ehrenwert genug ist. <scnr>

Schlaubi
11 Monate zuvor

Nur noch ein Viertel der Lehrer glauben, dass die Eltern ihre Kinder gut auf die Schule vorbereitet.

Mit gegenseitigem Misstrauen kommen wir nicht gut voran.

potschemutschka
11 Monate zuvor

Kann es sein, dass nur oder überwiegend Akademiker-Eltern befragt wurden? Wie würden die Antworten von Eltern aus einfacheren Verhältnissen und/oder Eltern von Migranten, die noch nicht so lange in D leben, ausfallen? Sehen die Ihre Kinder auch alle in akademischen (IT, Medizin) Berufen?

Riesenzwerg
11 Monate zuvor
Antwortet  potschemutschka

Das fände ich ja n o c h schlimmer – derart gesellschaftsfremd… und wenig weitblickend …

Sahin
11 Monate zuvor

„Auf die Frage nach der Zukunftsrelevanz von Schulfächern für unsere Gesellschaft halten Eltern neben den Kernfächern […] Mathematik (56 Prozent) die Informatik für sehr wichtig (57 Prozent).

Der Stellenwert dieses Fachbereichs werde auch bei der Frage nach präferierten Berufsfeldern deutlich: Acht von zehn Eltern würden es befürworten, wenn ihr Kind später im Bereich der Technik und Technologie arbeitet. Gleichauf liegen Berufsfelder in den Naturwissenschaften und der Forschung.“

Nicht einmal 60% der Eltern halten Mathematik und Informatik für sehr wichtig, wollen aber mit 80%, dass ihr Kind etwas im MINT-Bereich macht… Wissen diese Eltern überhaupt wofür MINT steht?

Was soll man dazu noch sagen? Manchmal werde ich hier einfach nur ratlos zurückgelassen.

Realist
11 Monate zuvor
Antwortet  Sahin

Und ich vermutet einmal, dass diese Eltern ihre eigene Widersprüchlichkeit nicht einmal erkennen.

Ist wie in der Politik: Die Energiewende haben wollen und daran glauben, dass diese nicht mehr als „eine Kugel Eis“ im Monat kosten wird…

Teacher Andi
11 Monate zuvor

Die allgemeinbildende Schule bereitet nicht auf den Beruf vor, wie soll sie das machen? Die beruflichen Ausrichtungen der Schüler sind sehr vielseitig, wo soll man da bitte ansetzen? Die eigentliche Berufsausbildung erfolgt in der Ausbildung/Weiterbildung/Studium und im Beruf selbst.
Schule gibt einen allgemeinen Grundstock, sich bestimmte Dinge anzueignen. Warum begreifen das die Eltern nicht? Ich kann im Englischunterricht nicht über Bauwesen sprechen und das Fachvokabular dazu erarbeiten, nur weil ein Schüler evtl. Architekt werden möchte. Grundlagen in allen möglichen Bereichen sind wichtig und helfen bei der Orientierung, Lesen, Schreiben und Rechnen sind nun mal unabdingbar im Leben, und da muss Wert darauf gelegt werden.
Neben der Schule dürfen auch gerne die Eltern mal für Alltagsfertigkeiten einspringen, denn auch da war das Gejammere schon zu hören, dass Kinder nicht mehr mit Geld umgehen oder keinen Mietvertrag mehr richtig lesen können. Statt permanenter Schuldzuweisungen wäre eine motivierte Zusammenarbeit von Schülern-Eltern-Schule zielführender, was auch unserer momentanen Politik durchaus gut täte, denn da wird in der Regel auch immer auf die „Anderen“ gezeigt.

Gelbe Tulpe
11 Monate zuvor
Antwortet  Teacher Andi

Das geht schon. An vielen Schulen außerhalb der Gymnasien werden sehr wohl Themen wie Steuern, Mietverträge oder Geldanlage als Vorbereitung auf das spätere Leben unterrichtet.

0815
11 Monate zuvor
Antwortet  Gelbe Tulpe

Können die Kolleginnen und Kollegen das denn? In NRW gibt es (berufliche) Lehrbefähigungen für Steuern, Versicherungen und Recht. Lehrkräfte mit diesen Lehrbefähigungen arbeiten idR an beruflichen Schulen und unterrichten Steuerfachangestellte, Versicherungskaufleute und ReNos.

Katinka
11 Monate zuvor
Antwortet  0815

Nein, Lehrkräfte sollen jetzt natürlich auch noch Steuerberater, Mieterberater, Versicherungsberater und Anwälte sein. Komisch – eigentlich sind das doch alles Berufe für sich? Darauf wird man doch in der entsprechenden Berufsausbildung vorbereitet! Ah, deshalb…!

0815
11 Monate zuvor
Antwortet  Katinka

Genau. Und in dieser Berufsausbildung unterrichten Lehrkräfte. Denn auch Steuerfachangestellte, Versicherungskaufleute, ReNos usw. müssen ihr Handwerk in der Schule lernen. Wo auch sonst?

0815
11 Monate zuvor
Antwortet  0815

Naja, weil die meisten SuS eine berufliche Schule im Rahmen ihrer Ausbildung besuchen, muss die berufliche Orientierung VOR der Aufnahme einer solchen Ausbildung, also an den allgemeinbildenden Schulen erfolgen.

Im Rahmen ihrer Ausbildung lernen die SuS dann das, was sie für den jeweiligen Beruf brauchen.

HorchHorch
11 Monate zuvor
Antwortet  Katinka

Oben hat niemand geschrieben, dass Lehrkräfte Steuerberater, Mieterberater, Versicherungsberater und Anwälte sein sollen. Sie argumentieren wieder gegen Argumente, die sie selber eingeführt haben.

DerechteNorden
11 Monate zuvor
Antwortet  HorchHorch

Das bezieht sich auf Diskussionen, die wir hier aber in der Vergangenheit geführt haben. Darauf wird sich Katinka sicherlich beziehen.
Hier haben sogar (Berufsschul-)Kollegen bereits gefordert, dass in allgemeinbildenden Schulen doch gern Steuererklärungen, das Abschließen von Verträgen und Kontoführung durchgenommen werden sollten.

HorchHorch
11 Monate zuvor
Antwortet  DerechteNorden

Katinkas Behauptung, dass Lehrkräfte jetzt auch noch Steuerberater, Mieterberater, Versicherungsberater und Anwälte sein sollen, unterscheidet sich aber sehr deutlich von dem Wunsch vieler SuS, dass sie in der Schule das Erstellen einer Steuererklärung und viele andere wichtige Dinge lernen wollen. Sie erinnern sich sicher noch an die Kölner Schülerin Naina, die schrieb: „Ich hab keine Ahnung von Steuern oder Versicherungen. Aber ich kann ’ne Gedichtsanalyse schreiben. In vier Sprachen“

DerechteNorden
11 Monate zuvor
Antwortet  HorchHorch

Naina hatte aber nun einmal altersbedingt keine Ahnung. Viele Wünsche von S*S entspringen einem Mangel an Erfahrung und Wissen.
Naina hätte doch ihre Eltern fragen können, da die sowas ja auch machen müssen. Ob die allerdings vermitteln können, wie man Gedichte interpretiert und dazu Analysen in vier Sprachen verfasst, ist doch der Punkt. Gedichte interpretieren zu können, ist eine Fähigkeit, die einem später erlaubt verschiedene Aussagen von verschiedenen Arten von Menschen durchdringen zu können und sich kein X für ein U vormachen zu lassen. Vier Sprachen zu beherrschen und auch noch anspruchsvolle Texte verfassen zu können, schadet auch nichts, oder?
Außerdem weiß ich aus Erfahrung, dass man einfach nur mal mit den S*S darüber sprechen muss, wozu was gut ist.

Mika
11 Monate zuvor
Antwortet  HorchHorch

Ich gehe davon aus, dass besagte Schülerin, sollte sie tatsächlich fähig sein, eine Gedichtanalyse zu erstellen (und zwar viersprachig), sich anhand von Anleitungen des Finanzamtes oder eines Steuerberaters oder ihrer Eltern zu erschließen, wie man eine Steuererklärung anfertigt. Das haben Millionen Menschen vor und nach ihr, die nicht das Privileg der Fähigkeit zur vielsprachigen Gedichtanalyse hatten, jedenfalls hinbekommen. Und mit ihren Fertigkeiten in der Analyse von Texten sollte sie auch in der Lage sein, Verträge zu lesen und zu interpretieren. Auch hier gibt es im Bedarfsfall Hilfe durch Anwälte oder Beratungsstellen.

Hilli
11 Monate zuvor
Antwortet  DerechteNorden

Tatsächlich fordern in der Regel SuS, dass sie das Verfassen einer Steuererklärung, das Abschließen von Verträgen usw. lernen.

Für die KMK gehört die ökonomische Bildung übrigens auch zum Bildungsauftrag der allgemein bildenden Schulen in der Bundesrepublik Deutschland: https://www.kmk.org/fileadmin/Dateien/veroeffentlichungen_beschluesse/2001/2001_10_19-Wirtschaftliche-Bildung-allg-Schulen.pdf

Aber natürlich gibt es immer ein paar KuK, die sich solchen Wünschen widersetzen. Was wirklich sehr, sehr schade ist.

DerechteNorden
11 Monate zuvor
Antwortet  Hilli

Haben diese S*S eigentlich keine Eltern, die sie fragen können?
Und wie habe ich mein Leben, ohne all das in der Schule gehabt zu haben, meistern können?
Das dürfte ja eigentlich gar nicht möglich sein, oder?
P.S.: Was aus der KMK kommt, nehme ich sowieso nicht ernst.

dickebank
11 Monate zuvor
Antwortet  DerechteNorden

… die SuS bekommen halt mit, dass zuhause eben diese Kompetenzen auch nicht vorherrschen.

Hilli
11 Monate zuvor
Antwortet  DerechteNorden

Nun, Sie schreiben ja, dass Sie das alles nicht in der Schule hatten, und scheinen Ihr Leben ja trotzdem gemeistert zu bekommen. Damit geben Sie sich ja selbst die Antwort. Aber warum behelligen Sie uns mit diesen Feststellungen in Frageform?

Und warum nehmen Sie das, was aus der KMK kommt nicht ernst?

DerechteNorden
11 Monate zuvor
Antwortet  Hilli

Neue Frage: Und warum behelligen Sie mich mit Fragen, die Sie selbst beantworten können?

Sie brauchen mir nicht zu antworten, weil meine Frage erneut rhetorischer Natur ist.

dickebank
11 Monate zuvor
Antwortet  Hilli

Da ich selber Vermieter bin, mache ich meine potentiellen Mieter doch nicht mit den Fallstricken vertraut – wie doof wäre denn das.

Hilli
11 Monate zuvor
Antwortet  dickebank

Und spätestens hier sieht man wieder, wie sinnvoll eine Verbraucherbildung ist.

DerechteNorden
11 Monate zuvor
Antwortet  Gelbe Tulpe

Ja, wenn man die Basics vernachlässigt, könnte man das. Lesen, Schreiben, Rechnen, weltkundliche und naturwissenschaftliche Grundlagen … total überbewertet …
Oder meinen Sie Berufsschulen, die eine wirtschaftliche Ausprägung haben? Das meinen aber die Eltern nicht.

Marie
11 Monate zuvor
Antwortet  Gelbe Tulpe

Steuern, Mietverträge, Umgang mit Geld – haben mir alles meine Eltern beigebracht.

mama51
11 Monate zuvor
Antwortet  Marie

Meine mir auch. Und ich meinen Kindern…

MINT-Lehrer
11 Monate zuvor
Antwortet  Marie

Hab ich mir seinerzeit selbst beigebracht. Ist doch wahrhaft keine Zauberei, man muss sich nur einlesen. Sollte man zumindest von jemandem mit Abitur erwarten können.

Riesenzwerg
11 Monate zuvor
Antwortet  MINT-Lehrer

Das erfordert Lernbereitschaft.

Sehen nur 55% der befragten Eltern als wichtig an …

Lisa
11 Monate zuvor
Antwortet  Marie

Das hat mir keiner, sondern das Leben beigebracht. In der Schule habe ich sinnentnehmendes Lesen gelernt, was mir dabei geholfen hat, Gesetzestexte und Verträge zu verstehen. Allerdings hatten wir als Schulfächer in den Achtzigern an einem beruflichen Gymnasium auch noch Gemeinschaftskunde, Sozialkunde und Wirtschaftslehre, also dreimal Sicht auf Gesellschaftliches.

Teacher Andi
11 Monate zuvor
Antwortet  Gelbe Tulpe

An beruflichen Schulen oder Förderschulen, Wirtschaftsschulen, ja, die haben auch ganz andere Lehrpläne zu erfüllen. Aber den Kern meines Kommentars haben Sie nicht erfasst.

Lanayah
11 Monate zuvor
Antwortet  Gelbe Tulpe

Auf Geldanlagen in der Schule vorzubereiten halte ich rechtlich für ein ganz heikles Thema. Ich wüsste jetzt (außer vielleicht an der Berufsschule) auch kein Lehramt, das dafür studiert wird, ebenso wenig, wie Steuer- oder Mietrecht. Es gibt (oder gab mal?) das Fach Arbeits-, bzw. Wirtschaftslehre. Das hat aber nicht diese Inhalte. Da aber jeder, der Geld verdient eine Steuererklärung macht, ist es sicher auch kein Problem, das auch seinen Kindern mal zu erklären, wenn es relevant wird.
Dazu kommt, es ändert sich ja ständig alles. Bis ein Schüler eine Steuererklärung machen muss, ist alles schon ganz anders als jetzt. Ebenso hat sich das Mietrecht verändert. Aber das kann man auch googeln und ist in kurzer Zeit informiert.

Simon
11 Monate zuvor
Antwortet  Gelbe Tulpe

Es ist ein häufiges Missverständnis, dass solche Themen nicht am Gymnasium besprochen werden. Die SuS vergessen das aber gerne nach dem Abitur wieder, wenn es mal Thema in der 9. oder 10. Klasse war. Vielleicht haben sie auch pubertätsbedingt gerade nicht wirklich ihre Aufmerksamkeit darauf gerichtet. Grundsätzlich befähigt das Abitur aber dazu, sich selbst über solche Dinge informieren zu können. Selbst wenn also mal etwas nicht in der Schule behandelt wurde, sollte das für einen Abiturienten kein Problem sein, einen Steuerratgeber zu lesen und die Informationen darin auf den eigenen Steuerfall anwenden zu können.

Dil Uhlenspiegel
11 Monate zuvor
Antwortet  Gelbe Tulpe

Dann kleben wir das halt an die Gymis noch dran, die SuS werden jubeln. Denn dann können Sie später neben ihren akademischen Forschungen auch einen Mietvertrag unterzeichnen und müssen nicht mehr im Labor wohnen.

PS: Geldanlage kann man auf guten Websites in ca. 2 Nachmittagen nachlesen, sofern man nach dem Abi erfassend und kritisch lesen kann und das spricht wieder stark für Gedichtanalysen und Co. Wer das dann noch nicht kann, für den können ja die LuL die Vermögensverantwortung übernehmen im Stile eines Vormunds – finde ich übrigens nur angemessen in diesem Job der Veränderung, hurraaa, meeega, juhuuu, um mit den Worten des ba.wü. Lehrersuchprogrammes zu sprechen.

Last edited 11 Monate zuvor by Dil Uhlenspiegel
Bayer
11 Monate zuvor
Antwortet  Teacher Andi

Das Faible für all inclusive hat eben auch die Schule erreicht – kostet nicht mal ( Materialien ausgenommen und selbst diese werden einkommensbedingt gestellt) etwas.
Vlt. sollte man wirklich die Schulpflicht abschaffen, dann müssten Eltern sich Gedanken machen, welche Ausbildung ihrem Kind entspricht – und erschrecken, wie viel ihre Vorstellungen allein schon bis zur 9ten Klasse kosten. Nix mehr mit all inclusive 🙂

PaPo
11 Monate zuvor
Antwortet  Teacher Andi

@Teacher Andi:
Danke, Sie ersparen mir Erläuterungsarbeit. Volle Zustimmung.
Denn was konkret ist die zentrale Aufgabe von Schule?
Allg. soll Schule (auch ungeachtet der Spezifika diverser Landesgesetze) eine (im Idealfall komplementäre) Erziehungs- i.S.e. Sozialisationsfunktion(!) haben. Sie soll zudem dort, wo das autopoietische (seitens des Grundgesetzes basal normierte) Ziel der Sicherstellung einer pluralistischen, sozialen, freiheitlich-demokratischen, aber auch leistungsorientierten Grundordnung (durch die Ermöglichung von sozio-politischer und -kultureller Partizipation unserer Schüler am Ende ihrer Schulkarriere) gefährdet ist, auch ggf. eine Korrekturfunktion darstellen.
Ziel ist es, die Schüler durch Bildung letztlich zu eigenverantwortlichen, gemeinschaftsfähigen, demokratischen Staatsbürgern zu erziehen, die zu sozio-politischer, -kultureller und öknomischer Partizipation, zur Mündigkeit, zur freien Entfaltung ihrer Persönlichkeit (im Rahmen der fdGO) befähigt werden, dazu ist Allgemeinbildung (im Rahmen der Möglichkeiten des Einelnen) nötig, es geht nicht um Berufsvorbereitung.

Dietmar
11 Monate zuvor
Antwortet  Teacher Andi

Naja, die allgemeinbildenden Schulen sollen den SuS die berufliche Orientierung ermöglichen, damit sie die für sie geeigneten Ausbildungsberufe ergreifen können.

DerechteNorden
11 Monate zuvor
Antwortet  Dietmar

Was die allermeisten Schulen heutzutage tun. Sogar die Gymnasien.

Dietmar
11 Monate zuvor
Antwortet  DerechteNorden

Nach Ansicht der Industrie- und Handelskammer und vor dem Hintergrund der vielen offenen Ausbildungsplätze ist da noch viel Luft nach oben.

Bayer
11 Monate zuvor
Antwortet  Dietmar

🙂 ganz viel Luft nach oben –
vor allem eine Vorbildung in Deutsch, Mathe, ich nenns mal PC/ ITgrundwissen wäre schön ( lt LP der abgebenden Schulen, Bsp. RS, müsste alles da sein ) Wir fangen bei letzterem meist von vorne an.
Und, sehts bitte nicht als Kollegenbashing, die Zeugnisnoten passen oft nicht zu dem, was da ist.

Dietmar
11 Monate zuvor
Antwortet  Bayer

Das stimmt. Und das wissen die Kollegen von den beruflichen Schulen auch. Dort weiß man natürlich, welche abgebende Schule wie leistungsfähig ist. SuS von weniger leistungsfähigen Schulen werden (wenn es möglich ist) nicht berücksichtigt – unabhängig von den Noten.

DerechteNorden
11 Monate zuvor
Antwortet  Bayer

Vielleicht bewerten wir auch einfach nur das, was wir mit den Kids durchgenommen haben und nicht das, was Sie meinen, was die können sollten?
Wenn die Fachanforderungen bestimmte Inhalte vorgeben, die man bereits unter normalen Bedingungen gar nicht ausreichend durchnehmen kann, dann geht das unter erschwerten Bedingungen (in der Regel Unterrichtsausfall aus diversen uns allen bekannten Gründen) erst recht nicht. Sollen wir den Kids dann einfach eine schlechte Note geben, obwohl sie nicht dafür können?

Bayer
11 Monate zuvor
Antwortet  DerechteNorden

Aber nein, es geht um die basics.

Sowas wie
– sinnerfassendes Lesen in einer zumutbaren Zeit, Festhalten von Hauptaussagen…..
– windows, word, excel, irgendein PräsentationsP in Grundkenntnis
– einfache Formeln umstellen, einfache Geometrie, sicheres Prozent- Dreisatzrechnen……

DerechteNorden
11 Monate zuvor
Antwortet  Bayer

Und auch hier: Stichwort „Unterrichtsausfall“.
Bei uns haben einige Lerngruppen dann z.B. ein halbes Jahr lang pro Woche nur zwei Stunden Mathe statt fünf und das bei wechselnden LK, weil gleich zwei Kolleg*innen weggefallen sind.
Hinzukommt, dass gerade an den Nicht-Gymnasien LK sich zerreißen müssen, weil sie Gruppen mit Förderschüler*innen ohne weitere Unterstützung beschulen müssen.
Und und und

Es liegt nicht an den Schulen.

Bayer
11 Monate zuvor
Antwortet  DerechteNorden

Wenn der eigentl. recht intelligente Hans fixund vor der Lehrkraft sitzt, weil er den Verbrauch einer Glühbirne im Vergleich zu anderen Leuchtmitteln nicht berechnen kann, aber knx- Spezialist werden will: Wer ist dann “ schuld “ ?
Hans hat 10 SJ hinter sich und von 3satz und Prozentrechnen wenig Ahnung – nach 10SJ ? So viel kann gar nicht ausfallen.

Btw., warum fühlen Sie sich immer gleich angegriffen?
Wir wissen alle, dass wir durch die
“ Olympischen Spiele/reien “ der 16 Glorreichen nur versuchen können, das Wichtigste zu vermitteln ( an allen Schularten).
Wir als BSler müssen nehmen, was andere Schularten schicken und haben lediglich max 3,5 Jahre, Fachwissen zu vermitteln. In unseren LPen steht nix von basics einüben, – wenn dann vertiefen, 🙂 darauf zurückgreifen.

DerechteNorden
11 Monate zuvor
Antwortet  Bayer

Nun ja, Sie klingen, als würfen Sie es den allgemeinbildenden Schulen vor.
Und ich versuche zu erklären, wo die Probleme u.a. liegen.
Dass das Hauptproblem darin begründet liegt, dass die Politik dem gesellschaftlichen Wandel nicht Rechnung getragen, sondern ihn ignoriert hat, fällt in diesen Diskussionen immer wieder hinten runter.
Hier werden ja auch häufig Grundschullehrkräfte in die Mangel genommen, obwohl die Arbeitssituation für diese besonders schwierig ist.

Lena Hauenstein
11 Monate zuvor
Antwortet  Bayer

Ich habe meine Klasse neulich am PC mit Word Bewerbungen schreiben lassen. Erstaunlich viele von denen hatten zuhause nur noch Tabletts ohne Schreibprogramm oder Tastatur. In vielen Haushalten scheint ein Computer ein reines Daddel- und Lesegerät zu sein.

PaPo
11 Monate zuvor
Antwortet  DerechteNorden

„Vielleicht bewerten wir auch einfach nur das, was wir mit den Kids durchgenommen haben und nicht das, was Sie meinen, was die können sollten?“
Also doch weg vom Zentralabitur, Lernstandserhebungen und Co.?
… ganz ehrlich, da wäre ich sofort dabei!

Last edited 11 Monate zuvor by PaPo
DerechteNorden
11 Monate zuvor
Antwortet  Dietmar

Vielleicht sollte die IHK mal dafür sorgen, dass auch Eltern verstehen, dass es nicht die Schule ist, die alle Kids für die individuellen Tätigkeiten fit machen kann.
Schule kann nur allgemeine Basics vermitteln. Ja, auf unterschiedlichen Leistungsniveaus und durchaus umfangreicher für die Leistungsstärkeren, aber Schule kann jungen Menschen nur bedingt dabei helfen, den optimalen Beruf für sich zu finden und bei Ausbildungsbeginn bereits die geforderten Spezialkenntnisse zu besitzen.

Dietmar
11 Monate zuvor
Antwortet  DerechteNorden

Wo sollten die Kids denn sonst lernen, wenn nicht in der Schule?

Welche allgemeinbildenden Inhalte die Eltern wert schätzen und welche nicht, können Sie übrigens auf Seit 4 lesen: https://koerber-stiftung.de/site/assets/files/31569/230721-korber-stiftung_eltern_im_fokus-web.pdf

PaPo
11 Monate zuvor
Antwortet  Dietmar

Die Daten sind erschreckend, insb. angesichts des Umstands, dass die Eltenr offenbar nicht gefragt wurden,w as ihrer Meinung nach „sehr wichtig“ für die berufliche Zukunft der eigneen Kinder sei, sondern die Relevanz der einzelnen Fächer für die „gesellschaftliche Zukunft“ hierzulande insg. im Fokus stand. Aber die Daten sind ja einigermaßen verzerrt, wenn nicht auch die Kategorie „wichtig“ zur Kontrastierung mitgeliefert wird.

So oder so: Bspw. Englisch für die „gesellschaftliche Zukunft“ als wichtiger einzuschätzen als…. hm… Gemeisnchafts-/Sozialkunde, Politik, Ethik etc., ist schon…. bedenklich.

Die anderen Kuriositäten der Ergebnisse thematisier eich hie rmal nicht…

Last edited 11 Monate zuvor by PaPo
DerechteNorden
11 Monate zuvor
Antwortet  HorchHorch

Der Link macht aus 2,6 einfach mal 24 Millionen.

vhh
11 Monate zuvor
Antwortet  Dietmar

Die Folgerung ‚unbesetzte Ausbildungsplätze, also schlechte Vorbereitung der Schulen auf den Beruf‘ wird durch Wiederholung nicht logischer. Schulen sind nicht Lieferanten von Menschenmaterial, manchmal kommen am Ende kritische, mündige Menschen heraus, die man dann eben als AG überzeugen muss. Zu schwache Bewerber? Ja, das kommt vor, aber dann müssen nicht nur die Schulen etwas verbessern, sondern vielleicht auch einige AG ihren Schützlingen (ja, nicht Produktivposten) mehr Unterstützung anbieten.
Niemand richtet sein eigenes Leben nach einem abstrakten Wohl der Wirtschaft aus, da nützt das Jammern um den Standort Deutschland auch nicht viel.
Meine Aufgabe ist es nicht, Schüler zu einer Ausbildung im Handwerk o.ä. zu überreden, sondern sie bei einer eigenverantwortlichen Entscheidung zu beraten, und zwar neutral nach ihren Stärken, egal ob Ingenieur oder Orientalistik, Schreiner oder Teppichhändler, Ausbildung oder Abitur.

Dietmar
11 Monate zuvor
Antwortet  vhh

Schön wäre es, wenn die SuS dahingehend beraten würden, dass sie am Ende glücklich ihren Lebensunterhalt bestreiten können. Scheint aber aktuell nicht zu klappen – oder?

Ich_bin_neu_hier
11 Monate zuvor
Antwortet  Dietmar

@Dietmar: Kennen Sie denn meine Schüler*innen? Und deren berufliche Erfolge/Misserfolge?

Dietmar
11 Monate zuvor
Antwortet  Ich_bin_neu_hier

Nein. Habe ich auch nie behauptet. Warum ist das hier relevant?

DerechteNorden
11 Monate zuvor
Antwortet  Dietmar

Was spricht eigentlich dagegen, das BiZ in Anspruch zu nehmen? Weil man das in der Freizeit tun müsste?

Dietmar
11 Monate zuvor
Antwortet  DerechteNorden

Dagegen spricht gar nichts. Aber das BiZ reicht doch nicht aus.

vhh
11 Monate zuvor
Antwortet  Dietmar

Wieder diese seltsame Folgerung: Es gibt viele offene Ausbildungsplätze – also viele Schüler ohne Lehre oder arbeitslos – also schlechte Beratung. Das ist in beiden Einzelschritten fragwürdig. Zu „glücklich Lebensunterhalt bestreiten“ gehören auch Selbstwirksamkeit und Eigenverantwortung, also die oben erwähnte offene Beratung. Das klappt angeblich nicht? Interessante Annahme, für die ich aus eigener Erfahrung keine empirische Evidenz hätte, aber es ist gut, dass ihre Glaskugel das so genau anzeigt, dann ist es sicher richtig.

HorchHorch
11 Monate zuvor
Antwortet  vhh

Eine Erklärung dafür, dass 2,6 Millionen jungen Menschen ohne Berufsabschluss sind, bieten Sie irgendwie auch nicht: https://www.news4teachers.de/2023/08/azubis-haenderingend-gesucht-bei-24-millionen-jungen-menschen-ohne-berufsabschluss/

Vielleicht sind die Annahmen, für die Sie keine empirische Evidenz haben, doch gar nicht so verkehrt.

Last edited 11 Monate zuvor by HorchHorch
Teacher Andi
11 Monate zuvor
Antwortet  Dietmar

Und das soll alleine an den Schulen und Lehrern liegen? Das ist schon etwas vermessen!

Dietmar
11 Monate zuvor
Antwortet  Teacher Andi

Quatsch. Niemand sagt, dass alleine die Schulen und die Lehrer Schuld sind. Aber es ist mit Sicherheit auch falsch, wenn die KuK hier jegliche Schuld von sich weisen. 2,6 Millionen jungen Menschen ohne Berufsabschluss sollten schon einen Reflexionsanlass bieten: https://www.news4teachers.de/2023/08/azubis-haenderingend-gesucht-bei-24-millionen-jungen-menschen-ohne-berufsabschluss/

Riesenzwerg
11 Monate zuvor
Antwortet  Dietmar

Reflexionsanlass – auf jeden Fall!

Abhilfe – kann Lehrkraft nicht leisten. (Wo sind die Eltern?).

Hilfe – kostet Geld.

Wird also nichts.

Diese (sehr vielen) jungen Menschen scheinen der Politik für die Gesellschaft zu teuer zu sein – kurzfristig.

Langfristig sind sie megateuer.

Kleinere Klassen mit ausreichend Zeit für individuelle Betreuung dieser Kids (Anbahnungen sind meist deutlich erkennbar) wären eine sinnvolle Investition in die Zukunft unserer Gesellschaft.

Doch – wer will das schon ….. bezahlen?

Dietmar
11 Monate zuvor
Antwortet  Riesenzwerg

Als Gesellschaft bezahlen wir auf jeden Fall. Am teuersten sind dann die SuS, die es nicht schaffen.

Riesenzwerg
11 Monate zuvor
Antwortet  Dietmar

Und deswegen gildet eigentlich – wehret den Anfängen.

Und da spielt Erziehung eine Rolle.

Anne
11 Monate zuvor
Antwortet  Dietmar

Die offenen Ausbildungsplätze finden sich meist im von Jugendlichen ungeliebten Handwerk: körperlich anstrengend, unbeliebte Arbeitszeiten – kurz: schlechte „work-life-balance“. Als Influencer verdient man halt (vermutlich) deutlich mehr und einfacher.

Riesenzwerg
11 Monate zuvor
Antwortet  Anne

Dann hätten sie ja ein Einkommen.

Das wird aber meist nichts, weil auch Influencer zuverlässig arbeiten müssen.

Zwei Worte, die den Ausschlag geben – zuverlässig / arbeiten.

Genau daran scheitert es bei vielen unserer Kids.

Teacher Andi
11 Monate zuvor
Antwortet  Dietmar

Die Luft nach oben kpnnte aber auch von den Schülern ausgefüllt werden, die oftmals wenig Interesse für die Angebote zeigen. Nur wenn Unterriht dafür ausfällt, dann ja.

Dietmar
11 Monate zuvor
Antwortet  Teacher Andi

Das stimmt. Aber vielleicht müssen die SuS selbst das noch lernen. Vielleicht müssen sie erst einmal lernen, wo ihre Grenzen sind und damit ihren echten beruflichen Aktionsradius erfahren. Und wo könnten sie dies besser lernen als in der Schule?

Riesenzwerg
11 Monate zuvor
Antwortet  Dietmar

Das könnte ja auch an der Lernbereitschaft der Kids liegen.

Außerdem macht das keinen Spaß und der Inhalt überfordert sehr viele.

Dietmar
11 Monate zuvor
Antwortet  Riesenzwerg

Und da sind wir wieder bei der Frage, ob LuL ihren SuS diesen Spaß vermitteln können, wenn sie in diesem Bereich über keine eigenen Erfahrungen verfügen.

potschemutschka
11 Monate zuvor
Antwortet  Dietmar

… und warum vermitteln die Eltern nicht den Spaß an der Arbeit, die haben doch sicher Erfahrungen?

Riesenzwerg
11 Monate zuvor
Antwortet  Dietmar

Theoretisch ja.

Die Aufmerksamkeitsspanne nimmt merklich ab.

Und die Frage ist immer, ob Spaß der Lernpunkt ist.

Meine haben mit viel Spaß diverse u.a. Methoden gelernt. Der Inhalt … nicht mal Nebensache.

Wir haben mit viel Spaß und Freude kleine Lern-Filme (Kochen mit …) gedreht. Beim Wiederholen der verpatzten Einsätze … oje.

Beim Schneiden – noch ojeer.

dickebank
11 Monate zuvor
Antwortet  Dietmar

… und ich dachte, ich sollte Kompetenzen vermitteln …

Ist Spaß jetzt eine Kompetenz?

Dietmar
11 Monate zuvor
Antwortet  dickebank

An meinem Schultyp sind wir bestrebt, die SuS intrinsisch motiviert und mit viel Freude lernen zu lassen. Und das wirklich ganz viel Spaß machen.

Versuchen Sie in Ihrem Unterricht Spaß und Freude zu vermeiden?

Teacher Andi
11 Monate zuvor
Antwortet  Dietmar

Berufliche Orientierung ist aber nicht gleichzusetzen mit Vorbereitung für den Beruf. Wenn ich meine Schulzeit mit der heutigen vergleiche, dann wird da inzwischen sehr viel angeboten. Aber sobald dies außerhalb der Schulzeit erfolgt, haben die meisten Schüler kein Interesse. Und da spreche ich aus Erfahrung, da werden oft jegliche Anstrengungen mit Füßen getreten.

Dietmar
11 Monate zuvor
Antwortet  Teacher Andi

Natürlich ist die berufliche Orientierung nicht mit der Vorbereitung auf den Beruf gleichzusetzen. Die berufliche Orientierung erfolgt an den allgemeinbildenden Schulen, die Vorbereitung auf den Beruf an den beruflichen Schulen.

Teacher Andi
11 Monate zuvor
Antwortet  Dietmar

Der Tenor in dieser Diskussion war aber mehrheitlich, dass die Schule auf den Beruf vorbereiten muss und dass die Eltern damit nicht unbedingt die beruflichen Schulen meinen. Und dagegen wehrern sich viele Kollegen, denn
a) gibt es diese Orientierungsangebote bereits en masse und
b) kann man nicht alle Aufgaben, die für das Leben erlernt werden müssen, den Schulen draufpacken. Ich komme schon mit dem Basis-Lehrplan nicht durch, da die Zeit durch Inklusion, Integration, Verwaltungstätigkeiten und Stundenausfällen wegen irgendwelchen „wichtigen“ Anlässen sehr verkürzt wird. Von außen bekommt man aber immer mehr Forderungen und Zusatzaufgaben. Wie soll das gehen? Fragen Sie mal die Schüler, ob sie 8 Stunden täglich in der Schule sein wollen.

Dietmar
11 Monate zuvor
Antwortet  Teacher Andi

Ich habe bemerkt, dass wir thematisch abgeglitten sind. Aber wenn Sie mich danach fragen, ob Berufliche Orientierung mit der Vorbereitung auf den Beruf gleichzusetzen ist, dann antworte ich halt – auch wenn das ursprüngliche Thema woanders lag.

Der Themenbereich „Übergang von der Schule in den Beruf“ ist mega komplex. Hier kann man sehr, sehr viele Perspektiven beleuchten.

0815
11 Monate zuvor

Ich glaube auch nicht, dass die Schule gut auf den Beruf vorbereitet. Wenn Kolleginnen und Kollegen (auch hier bei news4teachers!!!) technikfeindliche Parolen verbreiten und behaupten, dass sie mit Stift und Papier alles wichtige unterrichten können, dann kann das nicht gut auf die zunehmend digitale Berufswelt vorbereiten.

Katinka
11 Monate zuvor
Antwortet  0815

Es gibt bis dato keinen Beleg, dass digitales Lernen besser ist – im Gegenteil! Ich bin selbst durchaus technikaffin, aber z.B. Schreiben ist eine Grundfertigkeit, die für die kognitive Entwicklung des Gehirns ungemein wichtig ist (und das ist belegt!). Das sollte dem Digitalen Lernen immer vorgeschaltet sein, ansonsten sollten Apps, KI und Lern-Software nur ergänzend bei älteren Schüler:innen zum Lernen verwendet werden. Das hat also nichts mit technikfeindlich zu tun, sondern mit wissenschaftlichen Erkenntnissen.

0815
11 Monate zuvor
Antwortet  Katinka

Wo habe ich behauptet, dass digitales Lernen besser ist? Wo habe ich die vielen Dinge geschrieben, gegen die Sie argumentieren?

Katinka
11 Monate zuvor
Antwortet  0815

Was wollten Sie mit „technikfeindlich“ denn sonst ausdrücken? Was wäre dann das Problem, wenn Lehrkräfte tatsächlich „technikfeindlich“ wären?

0815
11 Monate zuvor
Antwortet  Katinka

Was genau verstehen Sie an meinem Originaltext denn alles nicht? Vielleicht klären wir zunächst Ihre Verständnisfragen und kommen dann zu weiteren Themen, die Sie offensichtlich interessieren.

Auf diese weiteren Themen können dann ja auch mal andere antworten. Da brauchen Sie sich nicht ausschließlich auf mich fokussieren.

Bayer
11 Monate zuvor
Antwortet  0815

Unsere Betriebe werden teils zum nächsten SJ nach dem Bewebungsgespräch digitale Grundkenntnisse überprüfen ( [windows]Oberflächenhandling, Word, Excel, powerpoint, binärcode…) Auch wenn Auszubildende knapp sind, ganz ohne Diggrundwissen geht’s eben nicht – sollte man berücksichtigen.

0815
11 Monate zuvor
Antwortet  Bayer

Da bin ich ganz bei Ihnen.

Riesenzwerg
11 Monate zuvor
Antwortet  0815

@0815

Das ist der, der mit „Wenn“ beginnt und in der Klammer viele !!! hat.

0815
11 Monate zuvor
Antwortet  Riesenzwerg

Und was wollen Sie mir jetzt genau sagen?

HorchHorch
11 Monate zuvor
Antwortet  Katinka

Auch hier argumentieren Sie wieder gegen Argumente, die sie selber eingeführt haben.

OttoderKleine
11 Monate zuvor
Antwortet  0815

Kita und Grundschule sollen ja auch nicht direkt auf Erfordernisse von Arbeitgebern vorbereiten. Bis die Kitakinder im Beruf sind, ändern sich die Systeme, alles wird anders. Also: Stift und Papier für die Kleinen, dann auch Computer für die Größeren. Ich habe Computer erst an der Uni kennengelernt, aber deswegen habe ich keine spürbaren Defizite. Gerade Programmiersprachen und das Hantieren mit Benutzeroberflächen kann man im Erwachsenenalter durchaus lernen. Bei Fremdsprachen ist das schon nicht mehr so leicht.

0815
11 Monate zuvor
Antwortet  OttoderKleine

Naja, der Computer darf schon deutlich vor der Uni eingeführt werden. Bis zur Uni kommen ja gar nicht alle SuS. Aber in der Grundschule muss er auch nicht dringend eingeführt werden – zumindest nicht so lange, so lange es so eklatante Probleme mit den Basiskompetenzen Lesen, Schreiben und Rechnen gibt.

Übrigens – auch ich habe den Umgang mit dem PC erst an der Uni gelernt. Das war noch im letzten Jahrtausend und lag daran, dass meine Schule einfach keine PCs im Klassensatz hatte. Dafür gab es Sprachlabore.

Meinen SuS heute wünsche ich, dass sie es besser haben.

Riesenzwerg
11 Monate zuvor
Antwortet  0815

Was ist denn daran besser?

Die Massen im Unterricht?

Aber – man hat i.d.R. mehr Ruhe im Unterricht, wenn man die Kids vor die digitalen Babysitter setzt.

Das habe ich schon vor über 20 Jahren gelernt.

Und finde diese Entwicklung traurig.

0815
11 Monate zuvor
Antwortet  Riesenzwerg

Es ist schade, wenn KuK den Computer nur als digitalen Babysitter einsetzen können. Natürlich kann man mit dem Computer auch ordentlich lernen. Setzt aber voraus, dass die KuK nicht beim Wissen von vor 20 Jahren verharren. Damals war das tatsächlich schwieriger.

Riesenzwerg
11 Monate zuvor
Antwortet  0815

Komisch – sehr sehr viele – auch von uns! – wurden mit – igitt! – Stift und Papier beschult. Und haben einen Beruf ergriffen.

Der Digitalkram ist und kann kein Allheilmittel sein.

Ich habe während meiner (anderen) Ausbildung gelernt, mit dem damaligen Digitalkram umzugehen. Wo soll da das Problem sein?

Und wenn es nicht ein paar oldfashions geben würde, die weiterhin skeptisch ob dieser Entwicklung bleiben…. würden wir uns doch nur unreflektiert der breiten Hypemasse (die nicht unbedingt nur wegen Masse Recht hat) quasi „unterwerfen“.

Das nennt sich auch selbstständiges Denken, Beobachten, skeptisches Hinterfragen … Alles, was die Kids von uns und durch uns lernen sollen, oder?

Gudrun
11 Monate zuvor

Technik und Schule – ein kontrovers diskutiertes Thema: https://www.heise.de/news/Unesco-will-Smartphones-aus-Schulen-verbannen-9226676.html

Dietmar
11 Monate zuvor

Dass die Schule schlecht auf den Beruf vorbereitet, bemängelt heute Morgen im MOMA die Vertreterin der Deutschen Industrie- und Handelskammer. Vor dem Hintergrund, dass immer noch viele Ausbildungsplätze unbesetzt sind, wünscht sie sich mehr berufliche Orientierung. 

DerechteNorden
11 Monate zuvor
Antwortet  Dietmar

Meine Schule macht da schon sehr viel. Tatsache ist trotzdem, dass viele Kids lieber länger zur Schule gehen wollen.
Vielleicht hängt das mit der Erwartungshaltung der Eltern und deren Erziehungsmethoden zusammen?

Dietmar
11 Monate zuvor
Antwortet  DerechteNorden

Vielleicht hängt es auch damit zusammen, dass den Kids zu selten nahegebracht wird, wie zufriedenstellend ein Ausbildungsberuf sein kann und dass man dort mittlerweile mancherorts mehr verdient, als nach manchem Studium.

DerechteNorden
11 Monate zuvor
Antwortet  Dietmar

Aber nicht in den Schulen. Bei mir an der Schule versuchen wir durchaus S*S davon abzubringen, es doch irgendwie in die Oberstufe zu schaffen, und raten ihnen sich zu bewerben. Nun ja, der Erfolg ist überschaubar.
Es liegt nicht an den Schulen.

Teacher Andi
11 Monate zuvor
Antwortet  Dietmar

Das möchte ich mal sehen, wie Sie einem Schüler im noch pubertierenden Alter nahebringen, dass Ausbildungsberufe (vor allem im Handwerk) zufriedenstellend sein können, wo es doch Beschäftigungen gibt (leider), die zwar keinen Sinn machen aber man doch mehr Geld verdienen kann (Gamer, YouTuber, Blogger, Influencer oder irgendwas mit „Medien“). Ich bin überzeugt, dass Sie nicht so genau in Erfahrung gebracht haben, wie Schüler ticken.

Dietmar
11 Monate zuvor
Antwortet  Teacher Andi

Lassen Sie sich doch mal von Ihren SuS diesbezügliche Stellenausschreibungen mitbringen.

Auch eine schöne Idee ist, mit den SuS mal auszurechnen, wieviel Geld sie im Monat brutto verdienen müssen, um das bezahlen zu können, was sie sich vom Leben netto erhoffen. Das habe ich schon häufig gemacht – jedes Mal ein voller Erfolg. (Jahresurlaub/12, Neuwagen /AfA/12 usw.)

Teacher Andi
11 Monate zuvor
Antwortet  Dietmar

Für diese „Tätigkeiten“ gibt es wohl keine Stellenbeschreibungen. Und was netto vom brutto bleibt, dafür gibt es jede Menge Rechner im Netz, da brauche ich keine Stunde hernehmen. Und die Schüler sollten schon so viel mitbekommen haben (mit logischem Denken und Kombinieren, was ihnen ja beigebracht wird) wie lange sie für einen Neuwagen arbeiten müssen. Allerdings macht da der Leasingtrend und das Bezahlen auf Raten wieder einen Strich durch die Rechnung. Die Schule kann die Schüler nicht auf alle Eventualitäten vorbereiten.

Bayer
11 Monate zuvor
Antwortet  Teacher Andi

Lohnabrechnung ist eine herrliche Übung zum Prozentrechnen.
Man spricht zudem über Steuern, Versicherungen, lebensnaher geht nicht.
Leasing und Privatinsolvenz gibt der BSlehrplan her.
Das Wichtigste: Wie Dietmar schrieb: Die SuS sind dabei, weil sie den Realitätsbezug sehen.

Teacher Andi
11 Monate zuvor
Antwortet  Bayer

Die Eltern meinen aber nicht die BS, wenn sie davon sprechen, dass Schule nicht mehr auf den Beruf vorbereiten. Ist das so schwer zu verstehen?

Riesenzwerg
11 Monate zuvor
Antwortet  Teacher Andi

Es gibt ein von intelligenten (?) Menschen entwickeltes analoges Unterrichtsspiel dazu – Mit dem Einkommen auskommen.

Es bleibt auf der Ebene des Spiels. Bezug zur eigenen Realität – nur bei einigen, die ohnehin wissen, dass man nicht mehr ausgeben als einnehmen kann – zumindest nicht dauerhaft.

Die Möglichkeit des (An)Sparens kommt gar nicht mehr vor – ob Auto, Spülmaschine (!), Reperatur …. Alles ist auf Pump und Ratenzahlung ausgelegt.

Wer spart, plant und mit dem vorhandenen Geld so leidlich hinkommt (es gibt verschiedene Szenarien), wird ausgelacht.

Es geht hier um die Einstellung, die die Kids (nicht von mir!) mitbringen.

Das wird selbstverständlich alkes im Unterricht reflektiert – und ist dennoch viel zu weit von der Realität weg.

Viele unserer Schüler müssen auf dem harten Weg lernen – dem Leben.

Riesenzwerg
11 Monate zuvor
Antwortet  Dietmar

Unsere buchen trotz fehlenden Einkommens teure Urlaubsreisen… Die stehen ihnen nämlich zu!

Und glaubt jetzt bitte bloß nicht, dass da nicht vorab, währenddessen und immer zwischendurch genau dazu Berechnungen, Gespräche, Dikussionen und Unterricht stattgefunden hat.

Dietmar
11 Monate zuvor
Antwortet  Riesenzwerg

Dann haben offensichtlich weder das Elternhaus noch die Schule diesen SuS erfolgreich erklärt, was ihnen wirklich zusteht.

Kommen wir jetzt weiter, wenn die Schule den Eltern den Schwarzen Peter zuschiebt und die Eltern der Schule den Schwarzen Peter zuschieben? Nein.

Aber Lösungsvorschläge haben Sie jetzt auch nicht präsentiert.

Übrigens – wenn mir SuS erklären, was ihnen zusteht, frage ich sie nach den Rechtsgrundlagen. Und dann wird ganz relaxed nachgelesen: https://www.gesetze-im-internet.de/

potschemutschka
11 Monate zuvor
Antwortet  Dietmar

@Dietmar
Ich habe das GEFÜHL, dass in Ihren Kommentaren alle Schüler keine Eltern und sonstigen Familienangehörigen haben, die diese Aspekte den Kindern praxisnah vermitteln können. Welche Rolle spielt Familie denn Ihrer Meinung nach überhaupt noch im Bereich Berufsorientierung und Erziehung zur Berufsfähigkeit?

Dietmar
11 Monate zuvor
Antwortet  potschemutschka

Ihr Gefühl trügt Sie. Meiner Meinung nach spielt die Familie eine große Rolle. Die Schule sollte aber auch eine große Rolle spielen.

Lisa
11 Monate zuvor
Antwortet  DerechteNorden

Es hängt mit dem Leben zusammen. Es ist doch irgendwie schon cooler, Student zu sein, selbstbestimmt und mit Semesterferien und einer Szene, als als Azubi früh morgens raus zu müssen und oftmals mies behandelt zu werden. Und nein, ich weiß, dass Studenten oft nebenher arbeiten, meine Kinder tun das auch. Aber sich als junger, gebildeter, kritischer und wacher Mensch gnadenlos jemandem unterzuordnen, den man im Grunde nicht als überlegen anerkennt, dann lieber noch ein paar Jahre Uni.

Cuibono
11 Monate zuvor
Antwortet  Lisa

Als junger, gebildeter, kritischer und wacher Mensch sollte ich zumindest wissen, dass ich von der Profession, die ich lernen will erst mal gar nichts verstehe.
Und wenn ich denke, dass ich mich beim Erlernen einer Sache von dem Meister nichts sagen lassen muss, weil der kein Latinum hat, dann bin ich weder gebildet noch kritisch sondern nur blöd.

DerechteNorden
11 Monate zuvor
Antwortet  Cuibono

Und da wären wir wieder bei den Eltern, denn die sind es ja, die solche Einstellungen vermitteln.

Lisa
11 Monate zuvor
Antwortet  Cuibono

Habe mich unklar ausgedrückt. Ich meinte nicht fachlich unterlegen. Sondern menschlich einfach unter aller Kanone. Zum Beispiel wird eine ehemalige Schülerin voll fertig gemacht, weil sie nunmal Veganerin ist. Ich habe vor dem Studium eine Ausbildung gemacht. Auch ich habe da viel erleiden müssen. Das Studium war definitiv besser.

Last edited 11 Monate zuvor by Lisa
Riesenzwerg
11 Monate zuvor
Antwortet  Lisa

Nun, ob alle Ausbilder gnadenloses Unterordnen verlangen, weiß ich nicht. Auch nicht, ob diese ihre Azubis mies behandeln.

Aber Ihre Ansicht dazu … Interessant.

Ein Punkt scheint jedoch eine ganz große Rolle zu spielen:

„Aber sich als junger, gebildeter, kritischer und wacher Mensch gnadenlos jemandem unterzuordnen, den man im Grunde nicht als überlegen anerkennt, dann lieber noch ein paar Jahre Uni.“

Der Relativsatz!

Die sog. „Überlegenheit“ der Jugend mit kaum Lebens- und Arbeitserfahrung gegenüber einem Ausbilder MIT Lebenserfahrung und Arbeitserfahrung!

Hat es schon immer gegeben , doch die „Auswüchse“ sind interessant – denn wie es scheint, sprechen Sie den Ausbildern eine gewisse Überlegenheit auch ab.

Das sind generell nicht meine Denkweise – jeder lernt von jedem und mal passt es und mal nicht.

Aber meinen Sie, dass alle Studierenden am Ende selbstständig werden oder sich auch in ein mieses Arbeitsverhältnis mit gnadenlosen Kollegen ergeben müssen?

dickebank
11 Monate zuvor
Antwortet  Riesenzwerg

Doch tun die Ausbilder, sie verlangen von den Azubis das Einhalten der Arbeitszeit und unterwerfen sie dem Diktat der Uhr/Zeiterfassung.

Für viele brechen Welten zusammen, Zuspätkommen zum Unterricht, findet allenfalls einen Widerklang im Klassenbuch. Zuspätkommen im Betrieb – vorallem mehrfaches – führt direkt zur Personalabteilung.

Sporack
2 Monate zuvor
Antwortet  dickebank

Das Arbeitszeitgesetz ist ein Schutzgesetz für die Beschäftigten und für die Azubis. Es ermöglicht – im Gegensatz zum Studium – aufzuhören, wenn die maximal zulässige Zeit um ist.
Wenn man jedoch Beginn- und Endzeiten ggf sogar vertraglich festgelegte nicht einhalten kann, oder will; dann muss man daraus die persönlichen Konsequenzen ziehen.

Lisa
11 Monate zuvor
Antwortet  Riesenzwerg

Fast immer: Ja. Zum letzten Punkt. Es geht oft nur darum, dass Ganze noch etwas heraus zu zögern. Arbeit ist so oft sinnlos.Die alte Frage, ob man arbeiten würde , wenn der Lebensunterhalt anders gedeckt wäre, stellt sich mir. Interessant wäre die Einführung des Bürgergelds. Und ja, Ausbilder sind oft unter aller Kanone und haben besonders die gefressen, die alles sehr schnell begreifen. Die Firmen, die ihre Azubis nicht halten können, sind doch oft selber Schuld. Ich habe aber auch positive Beispiele, einen großen Optiker. Der hat aber keinen Bewerbermangel.

potschemutschka
11 Monate zuvor
Antwortet  Lisa

„…ob man arbeiten würde, wenn der Lebensunterhalt anders gedeckt wäre (Bürgergeld)“ – gute Frage! Wer würde denn dann Ihren Lebensunterhalt erarbeiten, wenn alle Bürgergeld beziehen und davon ihren Lebensunterhalt bestreiten könnten?

Georg
11 Monate zuvor
Antwortet  potschemutschka

Nennt sich bedingungsloses Grundeinkommen. Vor 20 Jahren war ich ein Fan davon, heute wird es nicht mehr funktionieren. Die Gesellschaft ist viel egoistischer, heterogener und bequemer geworden

potschemutschka
11 Monate zuvor
Antwortet  Georg

Sehe ich auch so!

Teacher Andi
11 Monate zuvor
Antwortet  Dietmar

Die Orientierungshilfen gibt es, oft mangelt es aber auch an der Motivation der Schüler. Ich wäre damals als Schüler froh gewesen, so eine Bandbreite von Information zu erhalten. Heute ist das selbstverständlich und Eigeninitiative wird immer mehr reduziert. Man sollte nicht nur die Seite der schulen beleuchten, wenn man heir kritisiert.

Dietmar
11 Monate zuvor
Antwortet  Teacher Andi

Ist es nicht Aufgabe von Eltern und Schule mit den SuS an ihrer Motivation zu arbeiten?

Lanayah
11 Monate zuvor

Vielleicht liegt das einfach daran, dass die meisten Schulen keine Berufsschulen sind.
Es geht aber schlimmer: Auch das Lehramtsstudium bereitet offensichtlich nicht auf den Beruf vor. Auch hier müssen es dann wieder die Lehrer*innen an den Schulen wuppen, die ohne wesentlichen Stundenausgleich, Schulpraktikant*innen das Handwerk beibringen, während die Uni sich in diesem Praktikumssemester weitgehend raushält.

Dietmar
11 Monate zuvor
Antwortet  Lanayah

Berufsschullehrer müssen nach ihrem Studium und vor ihrem Referendariat ein Jahr lang in einer ihrer beruflichen Lehrbefähigungen (Steuern, Versicherungen, Banken usw.) arbeiten. Vielleicht sollten das auch allgemein bildende Lehrkräfte mal tun, damit sie ihre SuS besser beraten können.

Bayer
11 Monate zuvor
Antwortet  Dietmar

IM wird genommen, was nicht schnell genug davonläuft- auch an der BS.
Sie beschreiben, warum das BSlehramt teils nicht so beliebt ist.
Weil eben, wer keine abgeschlossene Berufsausbildung hat, die Semesterferien durcharbeitete oder später anfing – geschadet hats nicht, aber verglichen mit anderen LAausbildungen ist es 1 anstrengendes Jahr mehr – allerdings mit viel anderen fehlendem Einblick.

Dil Uhlenspiegel
11 Monate zuvor
Antwortet  Dietmar

Ich hätte gerne mal ein Jahr lang Herz-Kreislauf-Medizin praktiziert.

Bayer
11 Monate zuvor
Antwortet  Dil Uhlenspiegel

Vorsicht, ich kenne da eine, die nimmt Sie beim Wort.

Dietmar
11 Monate zuvor
Antwortet  Dil Uhlenspiegel

Den Fachunterricht bei den Arzthelferinnen machen in der Regel (mittwochnachmittags) Ärzte. Und die verfügen über ausreichend Berufspraxis.

Inwiefern würde es Ihren SuS heute dienen, wenn Sie mal ein Jahr lang Herz-Kreislauf-Medizin praktiziert hätten?

Den SuS, die beispielsweise eine Ausbildung als Steuerfachangestellten machen, dient es jedoch, wenn ihre Fachlehrer auch mal bei einem Steuerberater gearbeitet haben und die Praxis kennen.

Dietmar
11 Monate zuvor
Antwortet  Dietmar

Ich wüste nicht, warum eine einjährige Tätigkeit als Krankenschwester Ihnen beim Unterricht der Fächer Deutsch und Geschichte helfen könnte.

Aber vielleicht hätte ihnen diese berufliche Tätigkeit so viel Lebenspraxis vermittelt, dass sie danach solche Fragen nicht mehr gestellt hätten.

Ich selber habe nach meinem Studium ein Jahr lang in meiner beruflichen Fachrichtung gearbeitet, bevor es mit dem Referendariat losging. Eine Erfahrung, die meinen SuS und mir selber viel gebracht hat.

Es ist halt schon etwas anderes, ob man die Welt nur vom Hörensagen oder aus eigenem Erleben kennt. Die Sache mit der Authentizität…

Bayer
11 Monate zuvor
Antwortet  Dietmar

Sie bringen da einiges durcheinander.
Fakt ist: BSlehrer “ nur “ mit Studium
(vormals höherer Dienst, in Bayern GymnasialLA gleichgestellt ) mussten entweder in den Semesterferien oder eben 1 Jahr im jeweiligen Fachbereich, dem meist einige Branchen zuzuordnen sind, ableisten, außer sie haben eine Ausbildung durchlaufen > für das Erstfach. Hinzu kommen das ganz normale Zweitfachstudium plus Pädagogik/Psychologie.
Es gibt LuL, die 2 Berufe nachweisen, z.B. Bau – und Holzwesen, Ernährung und Pflege…..
Der Praxisvorlauf ist freilich hilfreich !

dickebank
11 Monate zuvor
Antwortet  Bayer

Nun ja, berufliche Schulen sind grundsätzlich SekII-Schulen. Die Schülerschaft unterliegt eben nicht mehr der Vollzeitschulpflicht, wie sie an allgemein-bildenden Schulen bis zum Ende der SekI besteht.

Donauperle
11 Monate zuvor
Antwortet  dickebank

Das ist so nicht ganz richtig. SuS, die noch nicht 18 sind und beispielsweise die 2-jährige Berufsfachschule o.ä. besuchen, sind sehr wohl vollzeitschulpflichtig.

Bayer
11 Monate zuvor
Antwortet  Bayer

Es ging zunächst genau darum – um die Anforderungen des BSlehramts.

Weil weiter unten von einem nicht sinnvollen !Ausbau! des Studiums gesprochen wird: Das war ab A13 schon immer so und es ist weiter 1 Jahr Praxis gefordert.

Die Erklärung für Fach(ober)Lehrer/Praxis, z.B. Meister mit 1 Jahr päd.NachQuallifikation als Kontrast kann jeder nachlesen.

Also: Dietmar wollte Sie bestimmt nicht brüskieren.
Wer dieses Praxisjahr nicht wollte, musste sich eben für ein anderes LA entscheiden.
Und: von den Quereinsteigern derzeit gehen zumindest bei uns die meisten ganz schnell wieder…… 🙂 “ zurück ins Großraumbüro“.

Lisa
11 Monate zuvor
Antwortet  Dietmar

Ich habe vor dem Studium eine Ausbildung gemacht. Aber fühle mich dennoch nicht in der Lage, den Schülern mehr zu sagen als es auch meine Kollegen tun. Die Schüler finden es aber auch interessanter, dass ich auch eine Hauptschülerin war.

Dietmar
11 Monate zuvor
Antwortet  Dietmar

Wie kommen Sie darauf, dass ich Ihnen Ihren Job erkläre? Ich kenne Sie nicht. Ich weiß nicht wo Sie arbeiten. Ich weiß nichts von Ihnen. Wie soll ich Ihnen Ihren Job erklären? Vielleicht überdenken Sie mal Ihre Wortwahl. Sie stellen hier am laufenden Meter unsinnige Fragen.

Dietmar
11 Monate zuvor
Antwortet  Dietmar

Ich finde es sehr traurig, dass Sie einfache Beiträge nicht verstehen.

Ich habe natürlich nicht gemeint, dass Lehrkräfte jetzt den Berufsberatern Konkurrenz machen sollen. Wann denn – wo denn – geht doch gar nicht.

Aber natürlich finde ich es gut, wenn Lehrkräfte auch die Fragen ihrer SuS beantworten können und wissen, wie es in der Praxis ausschaut.
Als ich selber noch zur Schule ging und Bewerbungen schreiben musste, hat unser Deutschlehrer akzeptiert, wenn sich SuS als Astronaut, Rechtsanwalt usw. bewarben. Das war soooooo schlecht!!!

Nun sollte aber niemand glauben, dass das die Deutschlehrer heute deutlich besser machen würden. Ich habe vor gar nicht allzu langer Zeit beispielsweise eine Bewerbung gelesen, in der sich die Schülerin als PTA bewirbt und dem Apotheker schreibt, dass sie für ihn eine würdige Nachfolgerin sein wird.

Vor diesem Hintergrund schreibe ich, dass ich mir wünsche, dass KuK den SuS qualifiziert mit Rat und Tat zur Seite stehen können. Und ja – ich glaube, dass praktische Erfahrungen für die Lehrkräfte sehr hilfreich sein können. Nicht nur beim Verfassen von Bewerbungen, sondern auch beim Besprechen der Praktika, im Unterricht – wirklich in ganz vielen Bereichen.

Mika
11 Monate zuvor
Antwortet  Dietmar

Mitunter liegt das vermutete Nichtverstehen des Gesprächspartners schlicht und ergreifend daran, dass man sich unverständlich oder Missverständnisse provozierend ausgedrückt hat.
Ich finde Ihre Anwürfe echt heftig und bitte Sie hiermit um das Einhalten einer wertschätzenden Gesprächskultur!

Dietmar
11 Monate zuvor
Antwortet  Mika

Das Einhalten einer wertschätzenden Gesprächskultur wünsche ich mir auch. Und ich bedauere, dass dieser Wunsch hier immer wieder nicht geteilt wird.

Wenn Nelle beispielsweise fragt, inwieweit eine einjährige Berufstätigkeit als Krankenschwester ihr beim Geschichts- und Deutschunterricht hilft, erlebe ich dies als keine wertschätzende Gesprächskultur.

Wenn Nelle mich mit „OmG – Sie sind ja ein toller Hecht!“ anschreibt, erlebe ich dies nicht als wertschätzende Gesprächskultur.

Wenn mich Nelle darauf hinweist, dass sie kein Berufsberater ist, erlebe ich dies nicht als wertschätzende Gesprächskultur.

Und wenn Sie Mika mich nach diesen ganzen obigen Verbalaussetzern daran erinnern, wie wichtig eine wertschätzende Gesprächskultur ist, dann erlebe ich das ebenfalls nicht als wertschätzende Gesprächskultur.

Hilli
11 Monate zuvor
Antwortet  Mika

Wo sehen Sie hier denn Anwürfe?

Gudrun
11 Monate zuvor
Antwortet  Mika

Die Provokationen sind doch überwiegend von Nelle erfolgt. Nicht Ursache und Wirkung verwechseln. Es schallt aus dem Wald heraus, wie es hineingeschallt hat.

Gudrun
11 Monate zuvor
Antwortet  Gudrun

Sie glauben, dass es zu einer wertschätzenden Gesprächskultur gehört, wenn Sie beispielsweise schreiben „beifallheischendem Exkurs zu seinem Lebenslauf“ oder „toller Hecht“?

Dietmar hat nur davon berichtet, dass die Zugangsvoraussetzung zum Referendariat für Lehrkräfte mit beruflichen Lehrbefähigungen ein praktisches Jahr in einer dieser beruflichen Lehrbefähigung ist und dass er diese Anforderung erfüllt hat. Er hat also nicht nach Beifall geheischt oder sich als toller Hecht präsentiert. Er hat nur berichtet, dass er diese Anforderung erfüllt hat, die der Dienstherr in seinem Bundesland an alle Lehrkräfte mit beruflicher Facultas gestellt hat.

Was bedeutet das für die Lehrkräfte mit beruflicher Facultas konkret? Wenn also jemand später an einer beruflichen Schule beispielsweise bei Steuerfachangestellten Steuerlehre unterrichten will, muss diese Lehrkraft nach einem BWL/VWL/Steuerstudium ein Jahr lang Praxiserfahrungen im Bereich Steuern sammeln, beispielsweise bei einem Steuerberater. Erst danach lernt diese Lehrkraft dann im Referendariat, wie sie diese Berufspraxis Schülerinnen und Schülern im Unterricht nahe bringen kann.

Sie kennen sich im Schulsystem offensichtlich nicht so gut aus, sonst hätten Sie das alles nicht immer wieder so falsch verstanden. Denn nur so erklärt sich, wie Sie sich beispielsweise danach erkundigen können, inwieweit eine Praxiserfahrung als Krankenschwester dem Deutsch- oder Geschichtsunterricht helfen kann.

Weil Sie die Praxis offensichtlich nicht kennen, verstehen Sie nicht, wie wichtig diese Praxiserfahrungen zum Beispiel für den Bereich Steuern sind. An der Uni lernen die angehenden Lehrkräfte nicht das, was sie ihren Schülerinnen und Schülern später an der Schule beibringen sollen. Deshalb ist dieses praktische Jahr in diesem Fall wirklich super wichtig – aber eben nicht nur in diesem Fall. Praxiskenntnisse haben noch nie geschadet.

Abschließend möchte ich darauf hinweisen, dass Authentizität keine Rechtfertigung für schlechtes Benehmen ist. 

Dietmar
11 Monate zuvor
Antwortet  Dietmar

Die Ursache für Ihre Verständnisprobleme sollten Sie nicht bei Ihrem Gegenüber suchen.

DerechteNorden
11 Monate zuvor
Antwortet  Dietmar

Das sagen Sie Ihren S*S bestimmt auch immer, wenn die ein Verständnisproblem haben?

Dietmar
11 Monate zuvor
Antwortet  DerechteNorden

Meine SuS richten nicht in Nelles Weise das Wort an mich. Die meisten meiner SuS können sich wirklich benehmen.

Dietmar
11 Monate zuvor
Antwortet  Dietmar

Überlegungen sind nicht nur deshalb unsinnig, weil Sie sie nicht verstehen.

Ihr Unverständnis rechtfertigt aber noch lange nicht Ihre verbalen Übergriffe. So lange ich hier lese, dass Sie Ihrem Gegenüber „pöbeln“, süffisante Bemerkung / Forderung“ oder „das giftige und polemische Ausheben von Gräben“ unterstellen, zeigt das doch ganz deutlich, dass eine wertschätzenden Gesprächskultur, so wie Mika diese oben fordert, mit Ihnen nicht (mehr???) möglich ist. Sie haben hier schon lange die Sachebene verlassen. Weshalb ich Ihnen hier jetzt auch das letzte Mal antworte.

Gudrun
11 Monate zuvor
Antwortet  DerechteNorden

Was sagen Sie denn Ihren SuS, wenn die ein Verständnisproblem haben?

DerechteNorden
11 Monate zuvor
Antwortet  Gudrun

Nicht das, was Dietmar Nelle geschrieben hat.

Gudrun
11 Monate zuvor
Antwortet  DerechteNorden

Das will ich hoffen. Die Kommunikation von zwei Erwachsen ist sicher anders als die Kommunikation von Lehrkraft zu SuS.

Ich_bin_neu_hier
11 Monate zuvor
Antwortet  Dietmar

@Dietmar: Selbstverständlich ist es gerade in Zeiten eklatanten Lehrer*innenmangels besonders wichtig und ohne jeden Zweifel sinnvoll, die Ausbildugsdauer von Lehrkräften (noch) weiter zu erhöhen. Oh, äh, Moment…

Gudrun
11 Monate zuvor
Antwortet  Ich_bin_neu_hier

Neue Zeiten stellen neue Anforderungen an LuL – so wie dies in den meisten Berufen ist. Davor kann und sollte sich niemand drücken.

Den Lehrerinnenmangel als Argument für eine weniger gute Ausbildung zu bemühen, hilft hier mit Sicherheit nicht weiter, auch wenn das bereits die ersten Bundesländer machen. Bin gespannt, was die Bachelor-Lehrkräfte sagen, wenn sie sehen, dass sie nicht so viel verdienen, wie Lehrkräfte mit zweitem Staatsexamen.

DerechteNorden
11 Monate zuvor
Antwortet  Gudrun

Natürlich stellen gesellschaftliche Veränderungen auch neue Anforderungen an Lehrkräfte. Welch Binse!
Der Punkt ist aber, dass sich die Ausbildung verändern muss, wofür die Politik zuständig ist und eben nicht die Lehrkräfte.
Falls Sie meinen, dass das vorhandene Lehrpersonal eben mehr Fortbildungen absolvieren sollte, würde ich fordern, dass meine Unterrichtsverpflichtung signifikant reduziert werden müsste, damit ich dem nachkommen könnte, ohne mich komplett aufzureiben.

Bayer
11 Monate zuvor
Antwortet  Gudrun

Dreh-dreh, wind-wind.
Angst vor der Praxis ? habe ich mit 2 praktischen Erstfächern (und Germanistik voll dazu) nicht – ich verstehe Ihre Abwehr nicht.
Verraten Sie mir Ihre Schulform ?
[ vlt. fällt es mir dann leichter ]

0815
11 Monate zuvor
Antwortet  Lanayah

Wenn Sie schreiben, dass die meisten Schulen keine Berufsschulen seien, finde ich das schwierig. Tatsächlich besuchen (fast) alle SuS eine berufliche Schule, die nicht direkt nach dem Abitur ein Studium aufnehmen. Und von den Studenten machen auch noch einige vorher und in seltenen Fällen sogar nachher eine Ausbildung.

Wenn man mal von den Grundschulen absieht, wird kein Schultyp von so vielen SuS besucht, wie die beruflichen Schulen.

Fraglich ist nur, wie lange dieser Schultyp besucht wird. Das kann nach einem Hauptschulabschluss eine zweijährige Helferausbildung sein. Es besteht aber auch die Möglichkeit zuerst einen Abschluss 10B, anschließend beispielsweise ein Wirtschaftsabitur, danach eine dreijährige Ausbildung und abschließend noch einen Fachwirt auf DQR-6-Niveau zu absolvieren und damit mehr Zeit an der beruflichen Schule als in der Sek I zu verbringen.

Madita Werner
11 Monate zuvor

digital schwach, alles analog
kein homeschooling, keine Flexibilität.
Auch SuS wollen heutzutage flexibel arbeiten und Schule machen von überall.

DerechteNorden
11 Monate zuvor
Antwortet  Madita Werner

Ja, das hat während Corona total gut geklappt./Ironie aus
Meine Schüler*innen (von 5. – 13. Jg.) haben zu ca. 99% gesagt, sie kämen lieber in die Schule, weil sie zuhause zu wenig motiviert wären, sich nicht gut genug organisiert bekämen, der persönliche Kontakt – zu Gleichaltrigen und besonders zu den Lehrkräften – fehlte.
Viele von denen, die zunächst meinten, es wäre toll gewesen von zuhause aus zu lernen, haben hinterher zugegeben, dass es eigentlich wenig produktiv war.

Ich fand es richtig, dass die Schule runtergefahren wurden und es keinen normalen Schulbetrieb gab, aber lerntechnisch und entwicklungspsychologisch betrachtet war es keine gute Zeit.

mama51
11 Monate zuvor

Vorstellbares Inserat einer Schulleitung:
„Eierlegende Wollmilchsau“ sucht „Spitzgedackelten Pudelhardiner“ für wirklich alles umfassendes Lernen im deutschen Schulsystem!

Nix gefunden? …schon komisch, man reibt sich verwundert die Augen!

Ragnar Danneskjoeld
11 Monate zuvor

Wieviel Prozent aller Lehrer glauben eigentlich, dass die Eltern ihre Kinder gut aufs Leben vorbereiten? Ich frage für einen Freund.

Lanayah
11 Monate zuvor

Wieviel Prozent der Eltern glauben eigentlich, dass das auch gar nicht ihre Aufgabe, sondern alleinige Aufgabe der Schule ist?

Rainer Zufall
11 Monate zuvor

Schwierige Sache. Inwieweit kann man diesen Eltern denn entgegenkommen? Die Mängel und Fehler werden benannt, aber wie vielen sind diese Sorgen den politisch etwas wert? Ist ist weiterhin nicht die Bildungspolitik, welche die Menschen interessiert – egal wie viele politische Themen hiermit verwoben sind…

Maya
11 Monate zuvor

Eltern stehen auf der einen Seite und Lehrer auf der anderen Seite. Was ist mit den Eltern, die selbst als Lehrer tätig sind? Können diese (Lehrer-)Eltern ihren eigenen Kindern das heutige System Schule glaubhaft vermitteln?

moi aussi
11 Monate zuvor
Antwortet  Maya

Ja, genau so wie es meine Mutter (alleinerziehend, Pflegeberuf, 2 Kinder) auch getan hat: Mit gesundem Menschenverstand und einer realistischen Vorstellung davon was auf beiden Seiten möglich ist.
Das hat m.M. nach ganz gut funktioniert und so gebe ich das auch jetzt an meine Kinder weiter 🙂

dauerlüfteirn
11 Monate zuvor
Antwortet  moi aussi

Ihr Vergleich zwischen SuS und LuL hinsichtlich der Pausen befremdet mich. Hier wird mitnichten Gleiches ungleich behandelt, wenn von SuS gesprochen wird, die noch der Aufsichtspflicht unterliegen, müssen diese ja schließlich mit vertretbarem Aufwand beaufsichtigt werden können.
Ganz nebenbei: Wer macht als LuL denn wirklich „Pause“ im Lehrerzimmer?
Und: es gibt Schulen mit Pausenhallen, in denen die SuS die Pause drinnen verbringen können. Dann muss der Schulträger eben für Abhilfe sorgen.

Ingo Völzke
11 Monate zuvor

Die Grundkompetenzen für eine Ausbildungsfähigkeit wird im Elternhaus gelernt! Um eine Ausbildung durchzustehen, braucht es soziale Fähigkeiten, wie Durchhaltevermögen, Lerninteresse, Einfühlungsvermögen für Situationen, kommunikative Fähigkeiten, besonders in neuen Situationen. Komischerweise werden auf Elternabenden in Jahrgang 9, wo das Berufsorientierungs-Programm vorgestellt werden soll, immer nur gefragt, was macht den die Schule für die Berufswahl und -fähigkeit der Schüler. Nachgefragt, wie laufen ihre Gespräche und Vorbereitungen Zuhause, gibt es zu 90% die Antwort, das sei doch wohl die Ausgabe der Schule. Das ist eine verkehrte Welt!!! Die grundsätzlichen sozialen Fähigkeiten müssen Eltern vermitteln, die Vorbereitungen für Berufsrichtungen natürlich auch. Schule schafft dann über begleitete Berufspraktika, Berufsmessen, eine Anreicherung der elterlichen Vorbereitungen, auch eine Vorbereitung auf Eignungstests. Aber die Grundverantwortung liegt bei den Eltern. In unserem Land müssen dringend wieder Erziehungsziele und Erziehungsverantwortung in Familien verdeutlicht werden. Momentan kümmern sich Eltern nur um ihre Berufstätigkeit und geben alles andere einfach ab. Sehr fatal für die betroffenen Kinder und Jugendlichen. Hier besteht großer Klärungsbedarf!

Teacher Andi
11 Monate zuvor
Antwortet  Ingo Völzke

Das kann ich völlig unterstreichen. Und ich habe auch das Gefühl, je mehr Unterstützung/Orientierungshilfen/Förderungen man den Schülern und Eltern bietet, desto mehr leidet die Eigeninitiative dieser. Und das ist keinesfalls eine gute Entwicklung.

Niveaulos
11 Monate zuvor
Antwortet  Teacher Andi

Alle über einen Kamm scheren, wunderbar. Das deutsche Bildungssystem hat genau die Lehrer, die es verdient.
#SarkasmusOFF

Teacher Andi
11 Monate zuvor
Antwortet  Niveaulos

Sorry, ich meinte natürlich nicht alle Schüler, das hätte ich besser formulieren sollen. Aber es macht immer weniger Spaß, sich zusätzlich zu engagieren um den Schülern andere Horizonte zu bieten, sie schätzen es immer weniger. Förderangebote werden nur direkt vor Klassenarbeiten oder Prüfungen genutzt, da soll der Lehrer mal schnell die Defizite aufholen. Ansonsten glänzt man durch Abwesenheit. Und ich betone: ich spreche nicht von allen Schülern, aber erfahrungsgemäß werden es immer mehr, die sich nicht mehr anstrengen wollen aber trotzdem der Meinung sind, dass sie von den Lehrern zum Abschluss gebracht werden müssen. Mir ist schleierhaft, warum Sie das mit Sarkasmus belegen.

dickebank
11 Monate zuvor
Antwortet  Teacher Andi

Gibt es eigentlich Zahlen darüber, wie viele SuS in der ersten Woche während des Schülerbetriebspraktikums ihren Praktikumsplatz verlieren?

Und das Praktikum ist nur ein Baustein der Berufswahl/Orientierung.

Teacher Andi
11 Monate zuvor
Antwortet  dickebank

Für die sinkende Motivation der Schüler gibt es keine Zahlen, das fällt unter Datenschutz. Aber als Lehrer hat man ja Augen im Kopf (und einen Maulkorb) und ich muss feststellen, dass die Entwicklung alarmierend ist. Das sollte es auch für Eltern sein.

Riesenzwerg
11 Monate zuvor

Demnach glaubt nur ein Viertel der befragten Eltern, dass die Schule ihrer Rolle als Vermittlerin von Zukunftskompetenzen gerecht wird.“

Nun, ICH glaube, dass (sehr viele) Eltern ihrer Rolle als Vermittler von BASISkompetenzen nicht gerecht werden.

„Mit ihrer Sichtweise stehen die Eltern nicht alleine da…“

Nun, ICH auch nicht.

Ist das sooooo schwer zu verstehen? Wenn die Basis fehlt (dazu gehören auch Liebe, Zeit, Vertrauen, Gespräche, Gemeinsamkeit…), dann kann alles andere nur auf Bröckelwerk gebaut werden.

DArauf lässt sich keine Kompetenz sicher und nachhaltig aufbauen. Bröckelt schon wegen großer Defizite von Beginn an.

Riesenzwerg
11 Monate zuvor

„Auf die Frage nach der Zukunftsrelevanz von Schulfächern für unsere Gesellschaft halten Eltern neben den Kernfächern Englisch (73 Prozent), Deutsch (67 Prozent) und Mathematik (56 Prozent) die Informatik für sehr wichtig (57 Prozent).“

Das zeigt meines Erachtens aber leider auch, wie wenig sich die befragten Eltern des Bedarfs“für unsere Gesellschaft “ bewusst sind.

Für die Gesellschaft sind auch Gesundheitswesen, Agrarwirtschaft, Müllabfuhr, Entwicklung, Herstellung und Installation alternativer Energien, Ausbau des öPV etc. notwendig.

Fehlt mir irgendwie in der Betrachtung – der befragten Eltern.

Riesenzwerg
11 Monate zuvor

Ich mag mich ja irren – geht es in Schule nicht um Allgemeinbildung, damit die Kids Interessen entwickeln können?

AGs darf es ja leider nicht mehr geben – aber da dürften die heutigen Sprösslinge wohl auch nicht mehr teilnehmen. Schließlich geht es den Eltern und DER Wirtschaft und zum Glück auch dem Handwerk, nur noch darum, die Kids auf einen Beruf vorzubereiten….

Dass acht von zehn Eltern befürworten, dass ihr Kind im technologischen Bereich arbeitet, … , zeigt m.M. nach auch nicht viel Kompetenz zum Thema „für unsere Gesellschaft“.

Da fehlen die Macher, die Ausführer.

„Es fehlt offenbar ein gemeinsames Verständnis davon, was Schule heute überhaupt vermitteln soll»“

Na, halt alles. Glück, Sozialkompetenz, Mathe, Schreiben, Sozialkompetenz, Sport, Sozialkompetenz, ….

Zu uns kommen die Kids mit 10/11 Jahren. Immer weniger haben während dieser doch langen Zeit auf der Erde die grundlegende Sozialkompetenz, die für fachlich inhaltlichen Unterricht erforderlich ist, erreicht.

Abgesehen mal von dem Verständnis, dass gelernt werden muss.

Verehrte Julia André, setzen Sie gerne an – wo auch immer. Solange Eltern mehr zu sagen haben als Schule, wird das nichts.

Es muss grundlegend geklärt werden, ob aus Sicherheitsgründen den Eltern die Kids nicht gleich nach der Geburt besser entzogen werden – Vernachlässigungen und Kindeswohlgefährdung, Schläge und Missbrauch nehmen zu. Höchststand – laut aktuellem Artikel weiter oben.

Dann werden die Kids ausgelagert und kommen in dem von Lobbyisten und Wirtschaftlern geprägten Staat (mir wird schlecht) bestimmt prima gefördert.

Wenn nur 67% der befragten Eltern „Selbstständigkeit“ als wichtig erachten, liegen sie ja mit den Berufswünschen für ihre Kids sehr daneben. Forschung und Informatik brauchen schon ein wenig Eigeninitiative.

55% sehen Lernbereitschaft als wichtig an. Ja, braucht man weder im Studium noch sonst wo.

Anpassungsfähig – ja, wer braucht das schon? Kreativität ist auch völlig unnötig. Heißt, dass immer die vertrauten Wege gegangen werden und ein Verlassen dieser unnötig ist. Klar – gerade in Forschung und Informatik.

A bisserl welt- und gesellschaftsfremd ist das schon, oder? 😉

Bin heute leicht missgestimmt. Dennoch ist ein wenig Ironie inside.

Dietmar
11 Monate zuvor
Antwortet  Riesenzwerg
Riesenzwerg
11 Monate zuvor
Antwortet  Dietmar

Das weiß ich. Das nimmt auch immer mehr Raum ein.

Gesundheit gehört auch dazu. Nur mit immer weniger Raum.

Teacher Andi
11 Monate zuvor
Antwortet  Dietmar

Ah ja, deshalb hat man die Stundenzahl von Sozialkunde gekürzt. Die übliche Logik der KMK, die sich immer wieder ein Eigentor schießen.

DerechteNorden
11 Monate zuvor
Antwortet  Dietmar

Ach ja, die KMK …

Sporack
2 Monate zuvor

„Nur noch ein Viertel der Eltern glaubt, dass die Schule ihr Kind gut auf den Beruf vorbereitet“die Gedanken (und der Glaube) sind frei (von und zu)…
Schule soll bitte schön fachlich auf Ausbildung oder Studium vorbereiten.Ausbildung und Studium ihrerseits sollen auf die Berufsausübung vorbereiten.
Erziehen müssen Eltern oder passende „Ersatzpersonen“.
Den „demokratischen Weltbürger“ innerhalb der Schulzeit zu formen und gleichzeitig zu erziehen und fit für die Berufsausübung zu machen, ist einfach unmöglich.
Aber man darf sich gerne alles wünschen – und denken sowieso.

Makkaroni
2 Monate zuvor
Antwortet  Sporack

Andersrum gefragt: wo ist/sind denn „Schule“/“Lehrer“ richtig stark drin?
Auf welche Bereiche ist denn eine sehr gute Vorbereitung möglich oder gegeben?
Ich sehe nicht mal, dass Lern- und Arbeitstechniken vermittelt werden. Ich sehe keine kritische Diskussionskultur. Ich sehe auch keine multiperspektifische Herangehensweise. Ich sehe kein vernetzen Denken.
Ich sehe Kückentexte bis in die Mittelstufe. Ich sehe wildes AB Geflatter, ich sehe Stichpunkte. Ich sehe, dass die Kibder doppelt so lange in Fremdsprachen unterrichtet werden als früher, aber sie können (außer vielleicht! In Englisch) wenig verstehen und noch weniger sprechen.
Aber in irgendwas sind unsere Lehrer in unseren Schilen bestimmt top. Sie sind ja top ausgebildet, fleissig und hochmotiviert.