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Inklusive Universitätsschule Köln: Selbstgesteuertes Lernen in der Schule der Zukunft

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KÖLN. Die Heliosschulen – Inklusive Universitätsschule Köln (IUS) – gelten als eines der ambitioniertesten Schulentwicklungsprojekte in Deutschland. Grund- und Gesamtschule bilden gemeinsam dieses besondere Konstrukt aus kommunaler Schule und universitärer Anbindung. Im zweiten Teil des Interviews sprechen Andreas Niessen, Schulleiter der Helios-Sekundarstufe, sowie Prof. Matthias Martens von der Universität zu Köln, wissenschaftlicher Leiter der IUS, über die wissenschaftliche Begleitung dieses Projekts. Es geht um die Rolle von Daten im Schulalltag, um Lernberatung als Instrument der Professionalisierung – und um die Frage, wie Selbstorganisation systematisch gefördert werden kann, ohne Schülerinnen und Schüler zu überfordern.

Hier geht es zurück zu Teil eins des Interviews. 

Baustelle mit Perspektive: Die Heliusschulen bekommen 2027 ein neues Schulgebäude. Foto: Raimond Spekking / CC BY-SA 4.0 (via Wikimedia Commons), CC BY-SA 4.0,

News4teachers: Wie begleitet die Uni Köln diesen Prozess wissenschaftlich?

Matthias Martens: Die Begleitung ist vielschichtig. Zum einen basiert die pädagogische Entwicklung auf wissenschaftlichen Konzepten, etwa auf der inklusiven Didaktik von Kersten Reich, die den konstruktivistischen Charakter von Lernen betont. Darüber hinaus koordinieren wir Forschungs- und Entwicklungsprojekte aus der gesamten Universität, die an der IUS angesiedelt sind. Im Team der wissenschaftlichen Leitung verknüpfen wir die aus den beiden Schulen kommunizierten Schulentwicklungsbedarfe mit Forschungsvorhaben und begleiten zentrale Schulentwicklungsprozesse.

So erheben wir in einem aktuellen Projekt zur Lernprozessbegleitung Daten aus der Praxis, analysieren Lernberatungsgespräche oder die Arbeit im Lernbüro und melden die Ergebnisse in die Schule zurück. Es geht dabei weniger um klassische Wirkungsforschung als um eine forschungsbasierte und reflexive Begleitung laufender Entwicklungsprozesse.

News4teachers: Das heißt, Sie erheben durchaus Daten darüber, was bei den Schülerinnen und Schülern ankommt?

Matthias Martens: Ja, genau. Wir erfassen das, was sich aktuell in der Praxis von Schülerinnen und Schülern, Lehrpersonen und anderen pädagogischen Mitarbeitenden zeigt. Diese Daten werden in zweifacher Weise genutzt: Zum einen dienen sie der Rückmeldung an die Schule und fließen in den Schulentwicklungsprozess ein. Zum anderen werden sie auch für unsere eigenen Forschungsarbeiten verwendet und veröffentlicht.

“Beratungskompetenzen und Lernprozessbegleitung sind in der Lehrerbildung stark unterentwickelt”

News4teachers: Welche Rolle spielen diese Daten denn konkret im schulischen Alltag?

Andreas Niessen: Ich mache das an einem konkreten Beispiel fest. Wir haben vor einigen Jahren ein zusätzliches Format eingeführt, das wir Lernberatung nennen. Jede Vollzeitlehrkraft hat dafür zwei Stunden im Deputat vorgesehen. Das ist eine Eins-zu-eins-Situation, die ressourcenorientiert angelegt ist und sich nicht auf einzelne Fächer bezieht, sondern auf das Lernverhalten, die Lernpotenziale sowie auf Fragen der Selbstorganisation und Selbstregulation der Schülerinnen und Schüler.

Idealerweise kommt jede Schülerin und jeder Schüler alle vier bis sechs Wochen in eine solche Lernberatung. Der Zugang kann unterschiedlich sein: Entweder laden die Lehrkräfte die Kinder oder Jugendlichen ein, oder die Schülerinnen und Schüler melden selbst Bedarf an. In diesen Gesprächen geht es um Zielvereinbarungen, um Stärkenorientierung, aber auch um die Frage, was im sozialen Umfeld gerade eine Rolle spielt.

Dieses Format ist bislang noch wenig professionalisiert. Beratungskompetenzen und Lernprozessbegleitung sind in der Lehrerbildung stark unterentwickelt. Lehrkräfte lernen in der Ausbildung vor allem, wie man eine Unterrichtsstunde plant und durchführt, aber Gesprächsführung und Beratung spielen eine eher untergeordnete Rolle. Deshalb muss man dieses Format auch kritisch betrachten.

Hier setzt die wissenschaftliche Begleitung an. Wissenschaftlerinnen aus dem Team von Matthias Martens begleiten diese Lernberatungen, erheben Daten, nehmen an Gesprächen teil, beobachten, führen Interviews mit den Beteiligten und nehmen Beratungsgespräche auf. Die Erkenntnisse aus dieser Datenerhebung werden anschließend ausgewertet.

Diese Ergebnisse fließen wiederum in unsere Schulentwicklung und in die interne Professionalisierung der Lehrkräfte ein. Der nächste Schritt ist also nicht einfach nur festzustellen, dass wir Lernberatung eingeführt haben, sondern genau hinzuschauen, wie unterschiedlich diese Gespräche geführt werden, was bereits gut gelingt und wo noch Entwicklungsbedarf besteht.

Die Daten helfen uns ganz konkret dabei, unsere Praxis weiterzuentwickeln und die Kompetenzen der Lehrkräfte gezielt auszubauen. Sie sind kein Kontrollinstrument, sondern ein Werkzeug, um professionelles Handeln bewusster zu machen und weiterzuentwickeln.

News4teachers: Ein neues Schulgebäude, das 2027 fertig werden soll, soll den pädagogischen Ansatz unterstützen. Was wird sich dadurch ändern?

Andreas Niessen: Das neue Schulgebäude wird uns noch stärker dazu herausfordern, Schülerinnen und Schüler in Richtung selbstorganisiertes und selbstreguliertes Lernen zu begleiten. Selbstorganisiert heißt für mich zunächst einmal: Ich weiß, was ich wann, wo und mit wem lerne. Selbstreguliert heißt darüber hinaus, dass ich auch verstehe, warum ich das tue und mit welchen Werkzeugen und Zugängen ich mir bestimmte Kompetenzen aneigne.

Wir hatten gerade eine Qualitätsanalyse im Haus, und dort wurde sehr deutlich festgestellt, dass unsere Schülerinnen und Schüler fast immer wissen, was sie gerade lernen sollen, welche Aufgaben anstehen und welche Instrumente ihnen dafür zur Verfügung stehen – unabhängig davon, wo sie sich im Gebäude befinden. Weniger ausgeprägt ist allerdings diese nächste Reflexionsstufe: das Verständnis dafür, warum sie etwas lernen und wie sie ihren Lernprozess inhaltlich oder kompetenzbezogen selbst steuern können.

Genau an dieser Stelle setzt auch das neue Gebäude an. Es wird keine oder fast keine klassischen Klassenräume mehr geben, sondern offene Lernflächen, Instruktionsbereiche, Rückzugsräume für Einzelarbeit sowie Flächen für Gruppenarbeit und offene Lernsettings. Das stellt hohe Anforderungen an die Selbstorganisation der Schülerinnen und Schüler.

Gleichzeitig bedeutet das für uns, dass wir Lerngelegenheiten noch stärker individualisieren müssen. Wir können nicht mehr sagen: Eine Lehrperson, eine Lerngruppe, ein Raum, 45 Minuten Unterricht. Stattdessen müssen wir die gesamte Schule so organisieren, dass Schülerinnen und Schüler mit ihrem jeweiligen Stand an Selbstorganisationsfähigkeit an die passenden Lernorte und Lerngelegenheiten kommen.

Das ist komplex und herausfordernd – zumal das alles weiterhin innerhalb eines traditionellen schulrechtlichen Rahmens passiert, mit Stundentafeln, Leistungsüberprüfungen und rechtlichen Vorgaben. Umso wichtiger ist es, dass wir unsere Schülerinnen und Schüler bereits jetzt systematisch auf diese Offenheit vorbereiten.

“In vielen individualisierten Settings fehlt ein Curriculum, in dem Selbstorganisation und Selbststeuerung systematisch gelernt werden”

News4teachers: Kann dieses offene Raumkonzept Schülerinnen und Schüler auch überfordern? Das ist ja ein häufiger Einwand.

Matthias Martens: Individualisierung wird dann problematisch, wenn Kompetenzen vorausgesetzt werden, ohne dass die Schule den Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit gegeben hat, diese Kompetenzen auch zu erwerben – das befördert soziale Ungleichheit. In vielen individualisierten Settings fehlt ein solches Curriculum, in dem Selbstorganisation und Selbststeuerung systematisch gelernt werden.

An der inklusiven Universitätsschule ist genau das ein zentraler Bestandteil der pädagogischen Arbeit, sowohl in der Grundschule als auch in der Sekundarstufe. Trotzdem wird der Einzug in das neue Gebäude eine Herausforderung sein – für die Schülerinnen und Schüler, aber auch für die Erwachsenen in der Schule. Deshalb ist es wichtig, diesen Prozess sehr aufmerksam zu begleiten: zu beobachten, wie sich Lern- und Arbeitszusammenhänge entwickeln, wo sich Überforderungen zeigt und wo gegebenenfalls nachgesteuert werden muss.

Das neue Gebäude ist auch deshalb außergewöhnlich, weil es einen eigenen Bereich für die Universität vorsieht. Es wird auf etwa 500 Quadratmeter Fläche Universitätsräume geben: Forschungsräume, Aufenthaltsräume für Praxissemesterstudierende und Besprechungsräume. Damit wird der Kontakt zur Universität im Schulgebäude selbst realisiert, mit sehr kurzen Wegen zwischen wissenschaftlicher Begleitung und schulischer Praxis.

Ein Gebäude allein garantiert natürlich noch keine gelingende Praxis. Entscheidend ist, dass zum einen die Erwachsenen, die im Gebäude arbeiten , eine Verantwortung dafür wahrnehmen, dass unter diesen Bedingungen Lern- und Entwicklungsprozesse für alle gut funktionieren und niemand verloren geht. Zum anderen werden auch die Kinder und Jugendlichen in den offenen Lernlandschaften und im alltäglichen Zusammenleben von Jahrgang 1 bis 13 neue Formen der Verantwortung für sich selbst und füreinander lernen. Das wollen wir vonseiten der Universität gut begleiten.

Andreas Niessen: Deshalb arbeiten wir mit dem sogenannten Segelkonzept des selbstgesteuerten Lernens. Es beschreibt unterschiedliche Lernumgebungen – vom „Hafen“ über die “Küste” und das “Meer” bis hin zum “Weltensegler“ –, die jeweils mit unterschiedlichen Rechten und Pflichten verbunden sind. Die Idee dahinter ist, den Kindern zu vermitteln, ihre eigene Fähigkeit zur Selbstorganisation und Selbststeuerung zu reflektieren. Diese Einschätzung wird regelmäßig gemeinsam mit den Schülerinnen und Schülern in den Lernberatungen vorgenommen.

Wer sich im „Hafen“ befindet, hat einen festen Arbeitsplatz und einen unmittelbaren Zugang zu seiner Lernbegleitung, gleichzeitig aber auch eingeschränkte Rechte, etwa beim Einsatz digitaler Endgeräte oder bei der Wahl des Lernortes. Mit zunehmender Selbstorganisationsfähigkeit erweitern sich diese Spielräume: In weiteren Segelumgebungen können Schülerinnen und Schüler selbstständiger arbeiten, sich Lernpartnerinnen und -partner auswählen oder auch außerhalb der unmittelbaren Stammumgebung lernen. In weitergehenden Phasen könnte es perspektivisch sogar möglich sein, bestimmte Lernphasen außerhalb der Schule umzusetzen.

Wichtig ist dabei, dass nicht die fachliche Leistungsfähigkeit darüber entscheidet, in welcher Lernumgebung sich ein Kind bewegt. Es kann sehr leistungsstarke Schülerinnen und Schüler geben, die dennoch viel Struktur benötigen, während andere mit geringeren fachlichen Leistungen sehr zuverlässig und selbstorganisiert arbeiten. Entscheidend ist allein der Grad der Selbststeuerung und Reflexionsfähigkeit. Ziel ist es ausdrücklich nicht, dass am Ende alle Kinder in derselben Umgebung lernen, sondern einen flexiblen Mittelweg zwischen individueller Förderung und gemeinsamem Lernen zu gestalten.

“Viele Menschen begegnen dem Lehrerberuf mit einem eher negativen Bild: wenig kreativ, wenig teamorientiert, wenig Entwicklung”

News4teachers: Die Heliosschulen sind Praxisschulen in der Lehrkräftebildung der Universität zu Köln – wirken also über die eigentliche pädagogische Arbeit hinaus.

Andreas Niessen: Viele Menschen begegnen dem Lehrerberuf mit einem eher negativen Bild: wenig kreativ, wenig teamorientiert, wenig Entwicklung, 30 Jahre lang im Grunde dasselbe zu tun. Dieses Bild steht in starkem Gegensatz zu vielen anderen Berufsbildern, die sich im 21. Jahrhundert deutlich dynamischer entwickeln – also genau in der Welt, für die Schule eigentlich vorbereiten soll.

Wenn es uns gelingt, ein anderes Ideal von Lehrkräftetätigkeit sichtbar zu machen – eines, das von Teamarbeit, Entwicklung, Gestaltung und Verantwortung geprägt ist –, dann kann das auch im Kontext des Lehrkräftemangels relevant werden. Nicht nur, um neue Menschen für den Beruf zu gewinnen, sondern auch, um diejenigen im System zu halten, die aus Frustration darüber nachdenken, Schule zu verlassen. Insofern ist das für mich ein zentraler Punkt, der über die einzelne Schule hinausweist.

News4teachers: Ein sehr hoher Anspruch …

Matthias Martens: Ja, das stimmt, aber unserer Auffassung nach ein notwendiger. Ein wichtiger Marker dafür, dass wir da auf einem guten Weg sind, sind für mich die Rückmeldungen der Praxissemesterstudierenden. Wir haben aktuell fast 40 Studierende pro Semester an der Schule, was eine außergewöhnlich hohe Zahl ist. Diese Studierenden berichten uns in den Evaluationen sehr häufig, wie anders und wie wertvoll sie die Praxis an der Inklusiven Universitätsschule im Vergleich zu früheren Praktika oder zur eigenen Schulzeit erleben. Das fordert sie oft stark heraus und irritiert sie teilweise, etwa durch die interprofessionelle Zusammenarbeit, durch die Rolle der Lernbegleitung oder durch die Selbstverständlichkeit von Schulentwicklung im Alltag.

Gleichzeitig wird dieses Praxissemester von den allermeisten als sehr positive und prägende Lerngelegenheit wahrgenommen. Das zeigt aus meiner Sicht, dass Schulentwicklung hier nicht nur ein Anspruch ist, sondern bereits konkret erfahrbar wird. News4teachers / Andrej Priboschek führte das Interview. 

Hier geht es zurück zu Teil eins des Interviews. 

Die Heliosschulen - Inklusive Universitätsschule Köln (IUS)

Die Heliosschulen – Inklusive Universitätsschule Köln (IUS) bestehen aus einer Grundschule und einer Gesamtschule und sind die erste bundesdeutsche Praxisschule in der Lehrkräftebildung. Entstanden ist das Projekt aus dem Wunsch von Studierenden nach einer Praxisschule, wie sie international – z.B. in Finnland – als Erfolgsmodell etabliert ist. Ziel ist es, Theorie und Praxis systematisch miteinander zu verbinden: Aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse zur inklusiven Lerngestaltung fließen unmittelbar in die schulische Arbeit ein.

Die Ursprünge der Inklusiven Universitätsschule Köln reichen bis in die Nullerjahre zurück. Studierende der Humanwissenschaftlichen Fakultät der Universität zu Köln wollten der Frage nachgehen, wie Inklusion an allgemeinbildenden Schulen konkret umgesetzt werden kann – auch vor dem Hintergrund des Beitritts Deutschlands zur UN-Behindertenrechtskonvention. Aus dieser Initiative entwickelte sich, mit Unterstützung von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern wie Prof. Kersten Reich sowie der Stadt Köln, die Gründung einer zweizügigen Grundschule im Jahr 2015 und einer vierzügigen Gesamtschule im Jahr 2018. 2022 wurde zwischen der Stadt Köln, der Bezirksregierung Köln und der Universität zu Köln eine Kooperationsvereinbarung geschlossen, die die Arbeit der IUS in den Feldern Lehrkräftebildung, Schulentwicklung, Forschung und Innovationstransfer auf Dauer festschreibt.

Rechtlich handelt es sich um zwei eigenständige Schulen, die jedoch über ein gemeinsames pädagogisches Konzept, die Zusammenarbeit mit der Universität zu Köln und dem Jugendhilfeträger Perspektive Bildung e.V. sowie über eine gemeinsame Leitungs- und Organisationsstruktur eng miteinander verbunden sind. Perspektivisch ziehen beide Schulen gemeinsam in ein neues Gebäude.

Hier geht es zu allen Beiträgen des News4teachers-Themenmonats “Schule der Zukunft”. 

Aus Anlass der didacta: Themenmonat “Schule der Zukunft” auf News4teachers – machen Sie sich sichtbar!

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Achin
1 Monat zuvor

Auch der zweite Teil des Gesprächs ist höchst erstaunlich.

Leider bleibt noch offen, wann Herr Schulleiter Niessen und Herr Prof. Martens ihren Ansatz landesweit umsetzen werden. Das wird doch ihr Anspruch als Verantwortliche einer Inklusiven Universitätsschule sein.

Welche Mittel werden für die landesweite von der Landesregierung im nächsten Haushalt hinterlegt werden. Wann können die neuen Planstellen dafür besetzt werden?

Da können die Schulleitungen und die Kollegien positiv in die Zukunft schauen!

Oder etwa nicht?

Realist
1 Monat zuvor
Antwortet  Achin

EIn “Leuchtturmprojekt” ist immer noch billiger als alle Schulen landesweit auf einen vernünftigen Stand zu bringen, und sei es nur, dass es nicht überall hineinregnet und die Klos keine Jauchegruben sind.

Es wird auch kein Kultusminister beklatscht, wenn er sich hinstellt und sagt, er habe alle Schulklos saniert und alle Schuldächer abgedichtet…

Canishine
1 Monat zuvor
Antwortet  Realist

Ich bin bei Ihrem letzten Satz nicht so sicher, ob das noch so stimmt. Manche würden in ihrer Verzweiflung einem/einer KM vielleicht sogar die Füße küssen für dauerhaft saubere Klos.

Canishine
1 Monat zuvor
Antwortet  Achin

Auch ich möchte feststellen, dass ich gerne jedem Kind wünsche, eine solche Schule besuchen zu dürfen.
Selbst wenn die Aussage mit Blick auf die Realität einen leicht bitter-ironischen Beigeschmack haben mag, so ist sie doch ehrlich gemeint, denn sicherlich ist den Kindern mit der deutlich erhöhten Aufmerksamkeit, der engen Begleitung und der Mühe und Sorgfalt, die man walten lässt, schon sehr gedient. Aus dieser Perspektive wär ich auch zuversichtlich, dass das Konzept selbst in schwierigen Brennpunkten eine gewisse Wirkung entfalten könnte, also auch breiter anwendbar wäre.
Allerdings benötigen andere Kinder auch deutlich andere Formen und Ausgestaltungen der Aufmerksamkeit, Zuwendung und Hilfestellung, so dass ich die Wirkung an anderer Stelle für begrenzt halte.

GraueMaus
1 Monat zuvor

“Es wird keine oder fast keine klassischen Klassenräume mehr geben, sondern offene Lernflächen, Instruktionsbereiche, Rückzugsräume für Einzelarbeit sowie Flächen für Gruppenarbeit und offene Lernsettings. Das stellt hohe Anforderungen an die Selbstorganisation der Schülerinnen und Schüler.”

Und die SuS sind dann ruhig genug, um nicht im gesamten Gebäude einen Höllenlärm entstehen zu lassen? Das ist dann ein Modell für ALLE Schulen im Lande? Worauf basiert diese Hoffnung?

Opossum
1 Monat zuvor
Antwortet  Redaktion

Wird es so aussehen, wie open space Büro Gebäude?
Ich habe ein Paar Jahre im open space Büro gearbeitet und kam nach Hause immer total müde. In der Schule, besonders in Deutschland, soll es dann noch lauter sein.

Gibt es Studien, wie solche Baukonzepte introvertierte Kinder beeinflussen?

Stine
1 Monat zuvor
Antwortet  Opossum

Nicht nur die Baukonzepte… was Großraum angeht, mein Büro sieht genau so aus. Räume hier, Telefonbuch da, im Großraum Höllenlärm, kein konzentriertes Arbeiten möglich, da muss man sich selber sehr gut organisieren können. Je jünger die Kinder, desto mehr hinterfrage ich das. Man sieht dann viele mit Kopfhörern – viele mögen aber das Gefühl nicht und möchten nicht die ganze Zeit so sitzen. Und was ist mit dem Rest? Beim großen Kind heißt es immer, sehr guter Klassenzusammenhalt, die Lehrer gehen gern in die Klasse, die Kinder arbeiten gut zusammen. Diese feste Gruppe macht für Kinder ja vielleicht viel aus, gibt Struktur…?

dickebank
1 Monat zuvor
Antwortet  Redaktion

Und es fehlt eine Kaffeemaschine.

Opossum
1 Monat zuvor
Antwortet  Redaktion

Aber ein innovatives Klasenzimmer soll noch viel größer sein.

Für mich war damals nicht besonders schön aus dem Zimmer mit 8-10 Kollegen in den großen Openspace Bereich mit 200 Kollegen umzuziehen.

Nicht mal telefonieren konnte man da gut. Für private Telefonate musste man statt in den Flur in die spezielle Zelle laufen, alles vor Augen von anderen. Kurze spontane Meetings waren auch unmöglich, man musste einen Konferenzraum buchen.

Rückzugszimmer gab es, aber gefühlt nicht genug.
Für mich hat sich dadurch der Stressfaktor vergrößert.

Aber man kann mehr von anderen mitkriegen, Ideen leichter tauschen, kommunizieren.

Kann man Kinder mit Hörschwierigkeiten oder mit einigen Formen Autismus so beschulen? (Wenn es ähnlich von Räumlichkeiten sein soll)

Es wäre interessant so einen Schule live zu erfahren.

Stine
1 Monat zuvor
Antwortet  Redaktion

Ich frage mich nur, was besser ist – ein Klassenzimmer, in dem die Lehrperson die Struktur vorgibt und Ruhe- sowie Projektphasen und Gruppenarbeit abwechselt oder die Art meines offenen Großraum, wo ich ohne festen Platz zwischen Meetingraum, gläserner Besprechungsbox, Tisch im Klassenraum jedweder Art hin- und herwechseln muss, ständig Kopfhörer brauche, immer mal jemand zur Tür reinkommt und schaut, wo er sitzen kann und mich ablenkt… so strukturiert, dass man so gut arbeiten kann, sind schon Erwachsene kaum. Das kann man für einen Frei Day probieren, oder für die Oberstufe, aber standardmäßig so Dinge wie Rechtschreibung erlernen, sich dazu nachher Feedback “suchen” müssen, halte ich für schwierig.

ed840
1 Monat zuvor
Antwortet  GraueMaus

 “Das ist dann ein Modell für ALLE Schulen im Lande? Worauf basiert diese Hoffnung?”

Vermutlich nicht auf den Erfahrungen, die man z.B. in Finnland in den letzten Jahren mit ähnlichen Settings landesweit gemacht hat?

Wenn man sich die Schülerklientel nicht aussuchen kann, dürfte es vermutlich schwieriger werden Erfolge zu präsentieren.

vhh
1 Monat zuvor

Lernberatung alle vier Wochen, das bedeutet als KL 8 Stunden Deputatszeit (warum eigentlich Deputat, war da nicht etwas mit Zeiterfassung, der realen Zeit), um ca. 30 Beratungsgespräche vorzubereiten und durchzuführen. Das ist ziemlich schwierig ohne Rückmeldungen der Fachlehrer und, ups, habe ich doch tatsächlich 150 SchülerInnen, zu denen andere Kollegen ebenfalls gerne eine Rückmeldung hätten. ‘Das Format ist noch wenig professionalisiert’ – klingt für mich eher nach ‘nicht ausgereift und undurchführbar’. Es sei denn, die Professionalisierung führt zu einer Ankreuzliste, die dann aber der Grundidee diametral entgegensteht.
Schon jetzt bedeutet Unterricht fast Pareto-Prinzip, größter Aufwand für eine sehr kleine Gruppe von extrem betreuungs- und hilfsbedürftigen Schülern. Wie das mit einem Ansatz msximaler Eigenständigkeit für diese Kinder funktionieren soll weiß ich nicht. Doch, aber ich meine ‘funktionieren mit noch vertretbaren Bildungserfolgen’. Ja, nach diesen komischen, veralteten Kriterien, deren Mängel Arbeitgeber und Hochschulen jedes Jahr beklagen. Wir können natürlich definieren, dass Orientierungsfähigkeit, Selbstorganisation und Kommunikation wichtiger sind… Ob es empirisch belegt ist oder nicht, ich erlebe immer, dass offene Lernumgebungen die Leistungsstärkeren bzw. Interessierten bevorzugen, weil die anderen nur sehr selten ihre Probleme zeigen. Wer möchte schon immer um Hilfe rufen?
Warum im ‘Hafen’ die Einschränkungen? Wenn digitalisiertes Lernen mit automatischer Anpassung durch KI die Zukunft ist, warum denen mit dem größten Unterstützungsbedarf das vorenthalten, was doch besonders gut strukturieren soll? Warum nicht gemeinsam arbeiten mit denen, die sich schon organisieren können, Heterogenität nützt doch beiden?
Sehr viel stützt sich auf oder hängt ab von den Lernberatungen. Mit dem geplanten Zeitrahmen dafür beruht dieser Ansatz mindestens teilweise auf ‘aber die leuchtenden Kinderaugen’, also noch mehr Überforderung der Lehrkräfte. Dass sich StudentInnen dafür begeistern, ist dann eher eine Bestätigung.

Fräulein Rottenmeier
1 Monat zuvor

Dass so eine Schule funktioniert, zeigt die Laborschule in Bielefeld, die an die Universität angegliedert ist und mit denselben Gedanken startete und seit sehr vielen Jahren erfolgreich arbeitet.
Aber es ist und bleibt eine besondere Schule, dessen Konzept nicht oder nur geringfügig auf andere Schulen übertragen wurde.
So gesehen, prima Ansatz, aber diese Schule wird ein Leuchtturm bleiben….vielleicht sollte es auch sein und Studenten können sich dort ausbilden und andere LuL können sich dort fortbilden lassen und etwas mitnehmen, was an Normalen Schulen umsetzbar ist….

Thorsten
1 Monat zuvor

Ich bin mir nicht sicher, ob Leuchtturmschulen den richtigen Weg zeigen oder ob sie mit ihren fürstlichen Rahmenbedingungen nur die Vorstellung stützen sollen, die Inklusion in Form eines Regelschulbesuchs aller Kinder mit Behinderungen könne überall gelingen, wenn nur der nötige Wille dazu bestehe.
Die Frage ist und bleibt: Wo die finanziellen und personellen Ausstattungen hernehmen, um landesweit alle Schulen so auszurüsten wie die genannten Vorzeigeschulen?
Erst wenn diese Frage realistisch beantwortet ist und man nicht immer nur ausweicht auf die Beanstandung von zu wenig guten Willen, ist der Regelschulbesuch aller Kinder mit Behinderungen vorstellbar.

Ulla
1 Monat zuvor

Natürlich funktioniert so eine Schule. Kleinere Klassen, mehr Personal, mehr Geld. Es ist völlig utopisch, dass solche Bedingungen landesweit oder sogar bundesweit umgesetzt werden. Wir haben ja jetzt schon zu wenig Lehrkräfte. Und die neuen Schulbauten sind erst recht nicht überall machbar.
Im Übrigen heißt es in den neuen Clusterschulen oft: “Wir haben doch so schöne offene Räume, da kannst du doch auch zwei Klassen betreuen.” Und zwar aus der Not heraus, weil nicht mehr Leute da sind.

Ulla
1 Monat zuvor
Antwortet  Redaktion

Die Kölner Heliosschule, zumindest die Grundschule, ist in Köln sehr bekannt. Es gibt Klassen mit maximal 20 Kindern, und wenn ein Inklusionskind in der Klasse ist, ist auch immer ein zusätzlicher Sonderpädagoge anwesend. Das ist allgemein bekannt, und es lässt sich auch auf der Homepage nachlesen.
Es wäre toll, wenn das Sondervermögen tatsächlich in die Bildung fließt. Ich bin da nach 25 Jahren Schuldienst sehr desillusioniert. Unser neuer Referendar bekommt noch nicht einmal einen Dienst-Laptop. Zu teuer.

ed840
1 Monat zuvor
Antwortet  Redaktion

gehen die Kinder- und Schülerzahlen momentan zurück “

Wird in NRW aber vermutlich wenig nützen, wenn die Schülerzahlen in Sachsen-Anhalt zurückgehen.

ed840
1 Monat zuvor
Antwortet  Redaktion

Nach meinen Informationen betrug die Anzahl im Schuljahr 2024/25 in NRW insgesamt 2.516.996 SuS.

Für 2029/30 werden dann 2.680.222 prognostiziert,
für 2034/35 wären es 2.688.592 , für 2039/40 dann 2.525.652

Ulla
1 Monat zuvor
Antwortet  Redaktion

Genau. Und deshalb werden jetzt schon wieder Stellen gestrichen und befristet Beschäftigte entlassen. Gerade bei uns an der Schule passiert.

Bla
1 Monat zuvor
Antwortet  Redaktion

Jedoch waren die Prognosen bisher … Durchaus nicht deckend mit der Realität. Um’s mal milde auszudrücken.
Man beherzigt ebenfalls nicht das (kommende) Recht auf Ganztag. Wie soll das denn funktionieren ohne “Stellenverschiebungen”? Außer als reine Aufsicht und “Betreuung”.
Ebenfalls die Boomerquote? Wie setzt man hier die Zahlen? Viele gehen mit 63. Rechnet man damit?
Wie sieht es denn mit “Vollzeitstellen” aus, welche “Leerstellen sind”?
Viele Stundenzahlen sind bspw. auch durch “Deputatsanrechnungen” zwar theoretisch da, werden faktisch aber doch als “Stundenabdeckung” gerechnet, oder? Diese sind Scheinstunden. Sie sind da – nur nicht dort, wo “mitgerechnet”?
Also wieder mal … Mehr Zahlenjonglage und Statisische “Beschönigung” an einigen Stellen?

Aber gut. Man wird sehen. Schauen wir mal ob das wirklich so ausgeht … Wer hat’s dann (wieder) nicht gewusst?

Zudem sollte man auch bedenken, dass hierauf durchaus Sanierungsplanungen, Neugründungen, Zusammenlegungen und “Schulaus” als Folgekriterien und -konsequenzen beruhen.
Ebenfalls “Ausbildungstrend”.
Hier spielt man tatsächlich weiter mit extremer eigener Mangelbereichserweiterung meiner Meinung nach … Aber warten wir halt mal vorerst 2030 ab. Und dann können wir uns (wieder ….) wundern. Und auch dann werden wir “solch ähnliche Beschönigungen und Rechnungen” lesen. Gut. Auch nichts Neues. Kann man “in der Berufsrealität” aktuell nur ermüdet gähnen. Außer diejenigen, welche schon “in Ohnmacht” verwarren.

Mika BB
1 Monat zuvor
Antwortet  Redaktion

„ Da gibt es eine demografische Rendite und das ist eine Riesenchance: Da werden Mittel frei, die wir in die Bildung investieren können.”

In BB nutzt man das dazu, den Lehrermangel zu kompensieren. Die Klassengrößen werden aufs Maximum ausgereizt. Nix mit „da werden Mittel frei, die wir in die Bildung investieren können“. Eher: „da werden Mittel frei, die wir für irgendwas anderes nehmen“. Gern mal Herrn Freiberg fragen…

dickebank
1 Monat zuvor
Antwortet  Mika BB

Die demographische Rendite liegt vermutlich in der Höhe der Erbschaften.

Palim
1 Monat zuvor
Antwortet  Redaktion

sie unterliegt grundsätzlich denselben haushalts- und Personalvorgaben wie andere städtische Schulen“

Klar, hat aber Uni-Anbindung
und damit einen besonders großen Pool an Studierenden, die mir einbezogen werden können über Praktika und Projekte.

Und genau das gehört dann mit in die Studien, die entstehen: eine ehrliche Erhebung des tatsächlichen Lehrenden-Lernenden-Schlüssels oder Erwachsene-Kinder-Schlüssel,
der alle zusätzlichen Kräfte und Ressourcen einschließt,
der unterscheidet, ob die SL allein für alle zuständig ist und noch ein halbes Deputat oder mehr unterrichtet,
der auch erhebt, ob die Sekretär:in und Hauswart:in einzelne Stunden anwesend sind,
der abbildet, ob weitere helfende Hände anwesend sind, ob die Schule mit Studierenden, Praktikant:innen oder gar wirklich ausgebildeten Kräften wie Sozialpädagog:innen, Therapeut:innen o.a. gut unterstützt ist.

Ich begrüße gerne die Langzeitpraktikant:innen im inklusiven Setting, die dann eine bessere Differenzierung in ganz unterschiedlichen Schwerpunkten ermöglichen, die eine Öffnung des Unterrichts unterstützen, da mehr Kinder Hilfe und Zuwendung erhalten können oder mehr Personen an der Differenzierung der Materialien mitwirken.

Ohne dies, wird eine Erwartungshaltung geschürt und auf Lehrkräfte übertragen, der sie nicht Stand halten können, da sie die Aufgaben dann alleine bewältigen müssen, die andernorts ungleich mehr Kräfte teilen.

Palim
1 Monat zuvor
Antwortet  Redaktion

Übrigens fände ich viel innvoller und für das Land flächendeckend hilfreicher, wenn man Projekte forcieren würde, in denen Uni/Studierende/Lehrende Materialien und Hilfen ausarbeiten würden, die dann flächendeckend allen zur Verfügung gestellt werden, bitte landesweit kostenfrei nutzbar.

Das würde auch den Lehrkräften und Schüler:innen helfen, die nicht im Umkreis der Uni Leben oder arbeiten, sondern im Land verteilt bisher häufig auf sich selbst gestellt sind.
So könnten fertige Projekte oder Lernwege leichter adaptiert und einbezogen werden, wenn eine Öffnung der Heterogenität auch dort Rechnung tragen soll, wo eine Lehrkraft eine große Klasse allein unterrichtet, dabei aber auf verschiedenste Entwicklungstufen, Beeinträchtigungen und anderes eingehen muss.

Staatlich getragene Unis dürfen sich gerne mit einer Verbesserung für alle Schulen beschäftigen, statt ihr Modellprojekt für sich als Leuchtturm zu gestalten, dessen Leuchtfinger zwar weithin strahlt, aber nicht zur Ausleuchtung der Region nutzt.

Palim
1 Monat zuvor
Antwortet  Redaktion

Ich meinte eine staatliche Förderung, ähnlich Norwegen,
https://www.news4teachers.de/2019/06/von-norwegen-lernen-wie-freie-unterrichtsmaterialien-zum-zukunftsweg-der-inklusion-werden-koennten/

Diese bezieht sich gerade nicht auf Elfenbein- und Leuchtturm-Projekte, sondern hilft allen in der Fläche.

Es wäre sinnvoll, wenn man die vielen Ideen und Ansätze zur Beschulung z.B. hinsichtlich Inklusion und DaZ nicht jeder Lehrkraft einzeln überlässt, sondern bündelt und teilt, was an anderen Orten entsteht, unter „normalen“ Bedingungen.

Und das hätte man schon lange auch staatlich unterstützen können, 4teachers gibt es seit über 20 Jahren und hätte Vorbild, Ideen- und Hinweisgeber sein können.

Der Nutzen wäre weitreichender, Forschungsvorhaben hätte man dann an den Schulen überall im Land ebenso umsetzen können unter Bezug auf die Datenbank.

Alese20
1 Monat zuvor

Grundsätzlich finde ich persönlich ja super, wenn mehr Schule mit SOL entstehen, allerdings frage ich mich, warum hier schon wieder das Rad neu erfunden wird und man nicht das Konzept der Alemannenschule, die das schließlich schon über 10 Jahre leben und genug Erfahrungen haben, kopiert, evaluiert und ggf. angepasst wird. Viele Parallelen sehe ich zwar, aber zum Beispiel, dass das Coaching nur alle paar Wochen stattfindet und nicht wie in der Alemannenschule einmal wöchentlich, halte ich für einen Fehler. Nur so kann man auch erkennen, inwiefern persönliche Probleme auch das SOL beeinflussen können.
Dass die Heliosschule ebenfalls Freiheitsgrade integriert, finde ich sehr gut. Nur so kann man gewährleisten, dass diese Freiheit nicht missbraucht wird, was ja viele LuL zu recht befürchten. Ich glaube auch nicht, dass man einfach auf SOL umstellen kann, weil unsere SuS mit dieser Freiheit nicht umgehen können, sondern erst angeleitet werden müssen, bis sie es verantwortungsvoll können.

Lera
26 Tage zuvor

Laborschule Bielefeld, O-Ton der Schulleitung bei meinem Besuch: “An die Geräuschkulisse haben wir uns gewöhnt.”

Und das bei dem “Einzugsgebiet” (=Uni Campus).

Das kann wirklich nur die Überzeugten überzeugen.