DRESDEN. Die Bundesbildungsministerin wirbt für eine „demografische Rendite“: Wenn weniger Kinder geboren werden, soll das freiwerdende Geld im Bildungssystem bleiben, um Unterricht zu verbessern und Schulen zu entlasten. Sachsen zieht aus dem Geburtenknick nun als erstes Bundesland eine andere Konsequenz: Bis 2040 sollen im Freistaat 4.600 Lehrerstellen wegfallen – obwohl Gewerkschaften und Lehrerverbände seit Jahren auf Unterrichtsausfall, Überlastung und fehlende Förderung hinweisen.

Als Bundesbildungsministerin Karin Prien (CDU) vor wenigen Wochen über die sinkenden Geburtenzahlen in Deutschland sprach, verband sie die Entwicklung mit einem politischen Appell. „Das Geld, was jetzt im System ist, muss im System bleiben, um die Qualität im System zu verbessern“, sagte sie mit Blick auf Schulen und Kitas. Sie sprach von einer „demografischen Rendite“. Weniger Kinder sollten demnach nicht automatisch weniger Investitionen bedeuten – sondern nach über einem Jahrzehnt des Lehrkräftemangels die Chance eröffnen, Unterricht zu verbessern, Klassen zu verkleinern und Schulen personell zu stärken.
In Sachsen wird die demografische Entwicklung nun zum Ausgangspunkt für einen geplanten Stellenabbau. Bis 2040 sollen nach der neuen Lehrerbedarfsprognose des Kultusministeriums rund 4.600 Lehrerstellen entfallen. Statt derzeit rund 30.200 Lehrkräften würden dann nur noch etwa 25.600 benötigt, erklärte Kultusminister Conrad Clemens (CDU) bei der Vorstellung der Zahlen in Dresden.
Der Rückgang soll allerdings nicht sofort beginnen. Bis zum Schuljahr 2031/2032 wolle der Freistaat das aktuelle Niveau halten. Erst danach sei ein schrittweiser Abbau vorgesehen. Grundlage der Berechnungen ist die im vergangenen Dezember veröffentlichte Schülerprognose des Statistischen Landesamtes. Danach werden im Schuljahr 2040/2041 rund 80.000 weniger Kinder und Jugendliche eine Schule besuchen als heute. Statt derzeit etwa 440.000 Schülerinnen und Schülern rechnet das Landesamt dann nur noch mit 337.450 bis 367.500.
„Im Moment gehen wir davon aus, dass wir das dezentrale Schulnetz weitestgehend erhalten können“
Clemens versuchte zugleich, Erinnerungen an die tiefen Einschnitte der frühen 2000er-Jahre zu vermeiden. „Das heißt, wir wollen nicht spitz abrechnen“, sagte der Minister. Der erwartete Schülerrückgang solle nicht eins zu eins auf die Zahl der Lehrkräfte übertragen werden. Die Planung enthalte bereits einen Puffer.
Dieser Puffer soll nach Darstellung des Ministeriums unter anderem über zusätzliche Unterrichtsangebote entstehen. Bereits ab dem kommenden Schuljahr ist eine zusätzliche Stunde Sachunterricht in Klassenstufe 3 vorgesehen. Ab 2027/2028 soll eine dritte Sportstunde in Klasse 4 folgen. An Grundschulen und anderen Schulen mit Primarstufe ist ab 2028/2029 eine Stunde individueller Förderung mit Schwerpunkt Sprache geplant. Ebenfalls angekündigt wurde eine sogenannte Klassenstunde für organisatorische Aufgaben.
Auch mögliche Schulschließungen schloss Clemens nicht grundsätzlich aus. Er wolle aber „kein rigoroses Schulschließen wiederholen, wie es um die Jahrtausendwende war“. Entscheidungen darüber sollten die Kommunen vor Ort treffen. „Im Moment gehen wir davon aus, dass wir das dezentrale Schulnetz weitestgehend erhalten können“, sagte der Minister.
Der Sächsische Lehrerverband (SLV) spricht von einem „schwerwiegenden bildungspolitischen Fehler mit Ansage“. Der Verband verweist darauf, dass der Lehrkräftemangel in vielen Schularten weiterhin Realität sei – insbesondere an Oberschulen und im ländlichen Raum. Gleichzeitig seien die Anforderungen an Schulen in den vergangenen Jahren gewachsen: Integration, Sprachförderung, Inklusion und individuelle Förderung erforderten zusätzliche Ressourcen.
SLV-Landesvorsitzender Michael Jung erklärte: „Wer jetzt Lehrkräfte abbaut, weil die Geburtenzahlen in einzelnen Jahrgängen sinken, verkennt die tatsächliche Lage an den Schulen. Wir haben keine Entwarnung, sondern Dauerstress. Wer beim Personal spart, spart an der Zukunft unserer Kinder und schadet langfristig dem Freistaat.“
Der Verband verweist darauf, dass nach wie vor hunderte Kinder im Freistaat keinen regulären Unterricht erhalten. Gemeint sind Schülerinnen und Schüler, für die nach Angaben des Verbands trotz Schulpflicht keine ausreichende Beschulung organisiert werden konnte – etwa wegen fehlender Plätze, Personalmangels oder unzureichender Förderangebote. „Noch immer werden 640 Kinder nicht beschult“, heißt es in der Stellungnahme. Zudem könne in keiner Schulart derzeit die vorgesehene Stundentafel vollständig abgesichert werden.
Besonders kritisch sieht der SLV die Annahme, die Entwicklung lasse sich langfristig präzise kalkulieren. „Das Kultusministerium blendet erneut mögliche weltpolitische Entwicklungen aus. Die Berechnungen erfolgen auf Kante, ohne jede Reserve für zukünftige politische oder gesellschaftliche Veränderungen“, sagte Jung. „Wir brauchen keine Versprechen und Pläne für die Mitte der dreißiger Jahre. Wir brauchen jetzt verlässliche Unterstützung und konkrete Entlastung.“
Der Verband fordert einen grundlegenden Kurswechsel bei der Personalsteuerung. Notwendig seien schulscharfe Ausschreibungen, der Ausbau multiprofessioneller Teams, zusätzliche Schulassistenzstellen und kleinere Klassen. Auch die Empfehlungen jenes Expertengremiums zur Arbeitszeituntersuchung müssten endlich umgesetzt werden, das das Kultusministerium selbst eingesetzt hatte, um die Belastung von Lehrkräften wissenschaftlich untersuchen zu lassen.
Dabei geht es um Fragen, die weit über die reine Zahl der Lehrerstellen hinausreichen. Der SLV verweist auf zusätzliche Belastungen durch Korrekturen, Oberstufenunterricht, Klassenleitungen und Verwaltungsaufgaben. Gerade Funktionsstellen wie Fachberater oder Ausbildungsleiter benötigten ausreichende Zeitkontingente. „Wer an diesen Stellschrauben dreht, streicht nicht nur einzelne Stunden ein, sondern entzieht dem gesamten System die Luft zum Atmen“, heißt es in der Erklärung.
„Das Kultusministerium setzt beim Bedarf weiter auf das Prinzip Hoffnung. Das ist zu wenig, um eine wirkliche Trendwende herbeizuführen. So wird es auch nach 2030 zu viel Unterrichtsausfall geben“
Auch die GEW äußert erhebliche Zweifel an den Berechnungen. „Die gesamte Bedarfsprognose steht auf tönernen Füßen“, sagte GEW-Landesvorsitzender Burkhard Naumann. Das Kultusministerium orientiere sich erneut ausschließlich an der unteren Variante der Schülerprognose. In den vergangenen Jahren habe sich jedoch gezeigt, dass dies problematisch sei. „Die Berechnung zeigt, dass die Absolventenzahlen auch in den kommenden Jahren nicht ausreichen werden, um den Bedarf zu decken. Damit schiebt sich der Bedarf jedes Jahr weiter auf. Dies wird in der Lehrerbedarfsprognose weitestgehend ignoriert“, erklärte Naumann.
Die GEW verweist auf die Altersstruktur der Kollegien. Viele Lehrkräfte werden in den kommenden Jahren pensioniert. Zugleich verschlechterten sich nach Einschätzung der Gewerkschaft die Arbeitsbedingungen weiter. „Das Kultusministerium setzt beim Bedarf weiter auf das Prinzip Hoffnung. Das ist zu wenig, um eine wirkliche Trendwende herbeizuführen. So wird es auch nach 2030 zu viel Unterrichtsausfall geben“, sagte Naumann.
Die demografischen Daten selbst zeigen zwar einen klaren Trend – zugleich aber auch erhebliche Unsicherheiten. Bundesweit wurden 2025 nach Angaben des Statistischen Bundesamtes nur noch rund 654.300 Kinder geboren. Das waren 3,4 Prozent weniger als im Vorjahr und der niedrigste Wert seit 1946. Die Zahl der Geburten sank damit bereits im vierten Jahr in Folge. Besonders stark war der Rückgang erneut in Ostdeutschland. Die Zahl der Geburten sank dort um 4,5 Prozent. Mecklenburg-Vorpommern verzeichnete mit minus 8,4 Prozent den stärksten Einbruch bundesweit.
Gleichzeitig weisen Demografen darauf hin, dass sich aus den Zahlen keine einfachen politischen Automatismen ableiten lassen. Die Direktorin des Bundesinstituts für Bevölkerungsforschung, Katharina Spieß, verweist auf wirtschaftliche Unsicherheit, hohe Wohnkosten und internationale Krisen als Ursachen des Rückgangs. Der Kinderwunsch vieler Menschen liege weiterhin deutlich über der tatsächlichen Geburtenrate. News4teachers / mit Material der dpa
Werden Kita-Fachkräfte und Lehrer bald arbeitslos? Geburtenzahl sinkt auf Rekordtief









Same procedure … die lernen es einfach nicht. Bildungsrepublik am Arsch. Ich freue mich schon auf die nächsten wissenschaftlichen Erkenntnisse, die wir dann pronto umsetzen sollen.
Sie meinen, das Streichen wurde wissenschaftlich empfohlen?
Wer empfahl das Ihrer Meinung nach?
Lesekompetenz ist wirklich nicht Ihre Sache…
Ich meine, dass wir neuen wissenschaftlichen Erkentnisse nicht umsetzen werden, da es keine Ressourcen dafür gibt und dass mir das mittlerweile völlig wumpe ist.
„Ich freue mich schon auf die nächsten wissenschaftlichen Erkenntnisse, die wir dann pronto umsetzen sollen.“
Warum sollten es Neue sein?
Aber wenn Sie meinen, dass keine Ressourcen BEREITGESTELLT werden, teile ich Ihre Kritik 🙂
🙂
Es ist nicht zu fassen. Seit Jahren (Jahrzehnten..?) haben wir einen eklatanten Lehrermangel. Die Ministerien haben es nicht geschafft, daran etwas zu ändern. Jetzt haben wir den umgekehrten Fall: In einigen Jahren könnten wir evtl. zu viele oder besser gesagt ausreichende Lehrer haben. Und sofort werden Kürzungspläne geschmiedet. Dabei wird völlig außer Acht gelassen, dass es nicht nur um die Anzahl der Schülerinnen und Schüler, sondern auch um stark veränderte Anforderungen z.B. durch Integration und Inklusion geht.
Was meiner Meinung nach bei der Planung vollkommen außer Acht gelassen wird, ist die Tatsache, dass wir im Schnitt einmal pro Jahrzehnt eine ungeplante Migrationsbewegung hatten, die unmittelbare Auswirkungen auf das Schulsystems hatte:
– Zusammenbruch des Ostblocks (88-95)
– Jugoslawienkriege (1991-1999)
– Syrien-Krieg, Afghanistan, etc (2015/16)
– Ukraine Krieg (ab 2022)
Eine realistische Kapazitätsplanung sollte davon ausgehen, das Ähnliches auch in Zukunft wiederholt passieren wird. Das ist nun mal der Lauf der Dinge.
Eine Kapazitätsplanung rein auf den Geburtenraten der hier wohnenden Bevölkerung greift zu kurz. Es ist sehr unwahrscheinlich, dass solche ungeplanten Migrationsschübe in Zukunft nicht vorkommen.
Das fällt alles unter die Kategorie „Hat ja keiner ahnen können!“, „Keine ‚wissenschaftliche Studie‘ hat darauf hingewiesen!“, „Einmaleffekte“.
Die Lösungen für den Bildungsbereich kennen wir auch: „Stuhl dazustellen!“, „Stündchen mehr“, „Heterogenität ist doch eine Chance und kein Problem!“
Halten Sie Wissenschaft für Zauberei? Wie soll denn eine Studie auf unvermittelt ausbrechende Kriege und Fluchtbewegungen hinweisen?
Übrigens: Im Zusammenhang mit der Klimakrise wird genau das getan – interessiert nur niemanden hierzulande. Gerne hier nachlesen: https://mediendienst-integration.de/fluechtlinge/klimawandel-und-flucht/
Herzliche Grüße
Die Redaktion
Eine Feuerwehr existiert nicht deshalb, weil man weiß wann das nächste Feuer ausbricht. Man weiß aber dass es in der Vergangenheit oft der Fall war. Daher wird die Feuerwehr als sinnvolle erachtet.
Eine Bundeswehr hat man nicht deshalb, weil man weiß dass ein Krieg ausbricht. Man hat sie für den Fall dass es passiert. (Leider war man hier lange Zeit zu naiv, was sich jetzt rächt).
Genauso ist es mit den „unerwarteten“ Migrationsbewegungen. Die Geschichte hat gezeigt, dass es immer wieder irgendwo Ereignisse gibt, die Fluchtbewertungen auslösen. Und unser Land zahlt nun mal zu den Hauptzielen solcher Migrationsbewegungen. Dieses Szenario für die Zukunft nicht zu berücksichtigen, zeigt nur die Schwäche der entsprechenden Hochrechnung irgendwelcher Wissenschaftler (auch diese sind nur Menschen)
Prognosen – und das steht bei jeder wissenschaftlichen Prognose dabei – gelten immer nur unter klar definierten Rahmenbedingungen. Wenn ein mondgroßer Meteorit die Erde trifft, gelten sie nicht mehr. Das ist doch selbstverständlich.
Wie man daraus einen wissenschaftsfeindlichen Spin drehen kann, ist uns schleierhaft.
Herzliche Grüße
Die Redaktion
Den wissenschaftsfeindlichen Spin bringt die Politik rein, welche die Erkenntnis ignoriert, dass es bisher entgegen den Prognosen stets zu wenig Lehrer für zu viele Kinder gab. Geht halt ausschließlich ums Geld, nicht um Bildung.
Richtig. Es sind eben „nur“ Prognosen basierend auf gewissen Annahmen.
Ein mündiger Mensch muss dies entsprechend einschätzen.
Kadavergehorsam auf Basis von Prognosen gilt nicht als Ausrede, wenn man am Ende daneben lag.
Wenn Prognosen nur für ganz bestimmte und klar definierte Rahmenbedingungen gelten und keinen Plan B vorweisen, dann sind sie m.E. für die Tonne, kann man sich sparen, vor allem die Steuergelder. Würde man das Heer von Experten, das sich wohlversorgt in der Regierung tummelt, auf ein vernünftiges Maß an wirklich guten Leuten reduzieren, könnte man das eingesparte Geld sinnvoller verwenden, z.B. für eine Lehrerreserve. Und es ist ja auch nicht von der Hand zu weisen, dass mehr Lehrer gebraucht werden, wenn man allein die Vorgaben von Inklusion und Integration betrachtet, also wird keiner arbeitslos werden. Aber, passt halt nicht ins Budget, welches doch tatsächlich seine Prioritäten in Richtung „Heer von Experten“ setzt.
„Wenn Prognosen nur für ganz bestimmte und klar definierte Rahmenbedingungen gelten und keinen Plan B vorweisen, dann sind sie m.E. für die Tonne, kann man sich sparen, vor allem die Steuergelder.“
Sorry, was für ein Unsinn – zu planen macht keinen Sinn, weil sich Rahmbedingungen ändern können? Stolpern Sie durchs Leben?
Herzliche Grüße
Die Redaktion
Irgendwie frech der Redaktionskommentar!
Braucht man das dazu ehrlicherweise? Nein.
Es handelt sich nicht immer um klar definierte Rahmenbedingungen im Bereich von „wir nehmen nur XY“ an. Diesen kann man selbstverständlich erweitern durch die Prognose in Bezug auf Erwartungs- und Wirkfaktoren.
Wird doch auch in anderen Bereichen geplant und gemacht. Alles andere wäre absolut fahrlässig.
Sie bringen bspw. selbst den Klimabereich ein.
Erweitern könnte man dies bspw. durch das ALARP Prinzip beim Krisenmanagement und wenn es um Nukleartechnik geht. Kernkraftwerke basieren bspw. darauf. Gibt nicht sooo viele Fehlfunktionen, allerdings eben wegen der immensen Risiko-Nutzen-Abwägung und Sicherheit diesbezüglich. Risk Assessment – Risikobewertung und Risikoanalyse.
Man könnte auch auf das Cost-Benefit Analysis als Prinzip gehen. Also wieviel ist uns qualitative Bildung tatsächlich Wert? Und dort haben wir die Jahrzehnte eine eindeutige Richtung und die Prognosen sehen hier ebenfalls sehr schlecht aus. Wenn man so weiter macht wird das potentiell 1-2 Generationen als Cost-Faktor bringen. Und zwar in Ausmaßen, welche ggf. über „das bisherige schlechte Schulsystem“ hinausgeht.
Safety vs. Security als Prinzip könnte man auch mal überlegen … Eben als Transfergedanken. Wo sind die technischen, die systemischen und die menschlichen Fehlentscheidungen? Wie schützt bzw. verbessert man dieses (Schul-)System? Wie inkludiert man die Faktoren des Gesellschaftlichen Wandels. Inklusive Inklusion, Migration, Fluchtbewegungen und steigender Qualitätsforderung/-erwartung.
Im Krisenmanagement wäre das Richtung „All-Hazards-Approach“.
Ich finde es einfach „faszinierend“, wie sehr man von jeglichen Seiten warnt und dann trotzdem immer schlechtere Rahmenbedingungen stellt.
Egal ob Soziologisch, Psychologisch, Medizinisch, Bildungswissenschaftlich, Inklusionstechnisch oder sonst wie. Dazu werden wir [einige zumindest] im Bereich Krisenmanagement geschult und schaffen schlichtweg keinen Transfer auf das Bildungssystem – oder nennen wir es hier Bildungskrise. Auch das ist potentiell ein Krisenbereich. In Mehrerlei Hinsicht.
Wow. Sollte man sich mal etwas überlegen und bewusst machen.
Zudem: Nur auf die Geburtenraten zu verweisen bringt erstmal absolut gar nichts. Das ist ein Wert von vielen.
– Wie viele „Boomer“ gehen denn (dort und in anderen Bundesländern) in Rente/Pension? Hier bekommen wir die Jahre ebenfalls einen Peak.
– Wie viele studieren Lehramt? Wieviele brechen ab?
– Wie viele „quitten“ den Job?
– Wie sieht es mit der AZE aus und ggf. den Stundenanpassungen und Bedarfsplänen diesbezüglich? Auch das kann man hoffentlich nicht ewig weiterhin aussitzen …
– Wie ist der „Soll-Wert“ für Klassenteiler und Klassenstärken denn angedacht künftig?
-> Das ist ein ausschlaggebender Hauptfaktor für das gelingen von Migration, Inklusion und Förderbedarfen
– Bedenkt man eine systemische Bildungsanpassung/-veränderung? Die ja immer wieder angeführt wird im Bereich von Multiprofessionellen Teams … Glückwunsch. Genau das sind durchaus hier Teilfaktoren im Bereich von „Doppelbesetzungen“, „Zielförderungen“ und Kooperationen
– Wie sieht es mit einer Deputatsanpassung aus? Hat man einen „Überschuss“, kann man diesen verteilen
– usw. usw. usf. usf.
Es wird einfach auf Kante und drunter geplant.
Warum denn 2030/2031 als „Zieljahr“? Auch das sollte man hinterfragen … Und warum schrieb und schreibe ich seit Wochen/Monaten GENAU die selben Jahre als Ankerjahre?
Komisch … Konnte man nicht sehen? Anscheinend schon. Sollte Lotto spielen.
Was ist denn 2030? Mal im Bereich Ganztag und Rechtszusprüchen schauen …
Man kann eigentlich nur noch fassungslos sein über solche KuMi Vorstellungen und Aussagen. Aber sie zeigen entweder:
– Absolut keinen Plan des KuMis
– Absolut Plan des KuMis
Und je nachdem wäre die Einordnung auch. Das Resultat der „das konnten wir ja nicht wissen“ dann … Bleibt aber gleich. Beides zeigt (weiterhin) dann Versagen. Außer man geht eben bei der Nutzen-Abwägung stets auf „Kosten“, „Einsparung“, „Zeitaufschiebung“, „Versprechen“, „Ablenkung“ [„gesellschaftliche Akzeptanz“] und „Aufbewahrung“/“Aufsichtspflicht“ [damit Eltern aktuell arbeiten können].
Und das kann man machen … Ist halt fragwürdig und eine Abwägung. Mit allen Konsequenzen. Wirtschaftlich und Zeit-Realpolitisch kann man das machen. Aber das „ehrlich machen“ würde mir dann doch … Am Herzen liegen.
Alles andere ist Populismus und Scheinstreben bei einigen. Sorry das so hart und klar benennen zu müssen.
Das hat er doch nicht gesagt oder gemeint! Genauer lesen, die Damen und Herren Redakteure!
Doch – die Diskussion hatten wir hier schon öfter. „Realist“ hat es nicht so mit Wissenschaft. Herzliche Grüße Die Redaktion
Da widerspreche ich massiv … Realist hat durchaus eine Faible für Wissenschaft UND ihre konkrete Anwendung auf die realn Bedingungen … und eben nicht auf rein statistisch / wissenschaftlicher Basis OHNE Praxisbezug und Alltagserfahrung.
Bin gespannt, wann ihr das in der Red zu akzeptieren bereit seid.
Sie verwechseln hier unterschiedliche Ebenen: Wissenschaftliche Befunde – und politisches Handeln. Bildungspolitische Entscheidungen in Deutschland haben nichts mit den Ergebnissen der empirischen Bildungsforschung zu tun; die werden seit über 25 Jahren ignoriert. Da geht es Wissenschaftlern nicht anders als Lehrkräften, deren Forderungen ja auch konsequent überhört werden.
Ein Bildungssystem, das nach wissenschaftlichen Kriterien konstruiert wäre, würde fundamental anders aussehen als das, was wir haben. Gerne hier nachlesen: https://www.news4teachers.de/2026/02/schule-neu-denken-17-bildungsforscher-legen-ein-zukunftsbild-vor-und-fordern-einen-grundlegenden-kultur-und-strukturwandel-im-deutschen-bildungssystem/
Herzliche Grüße
Die Redaktion
Liebe Redaktion,
die Sache ist doch ganz einfach:
Wir haben seit fast vier Jahrzehnten regelmäßig alle 8 bis 10 Jahre Migrationswellen im Millionenbereich nach Deutschland.
JEDE „wissenschaftliche“ Studie, die solche Migrationsszenarien nicht zum Basisszenario macht und sich etwas von „demographische Rendite“ (alleine dieser Euphemismus ist zum K…) zusammenphantasiert, kann man nicht mehr ernst nehmen. Rahmenbedingungen hin oder her, auch Wissenschaft sollte kein „Wünsch dir was!“ sein.
Wir wissen nicht, von welcher „wissenschaftlichen Studie“ Sie schreiben. Bevölkerungsprognosen werden von staatlichen Statistikämtern gemacht.
Wissenschaftler rechnen (im Auftrag von Stiftungen oder Lehrerverbänden) schon mal nach, was Kultusminister daraus machen – und kommen auf Ungereimtheiten: https://www.news4teachers.de/2025/10/lehrermangel-trotz-geburtenknick-klemm-nennt-prognosen-der-kultusminister-unserioes/
Es sind politische Entscheidungen, Migration bei den Lehrkräfte-Bedarfsprognosen nicht oder nur unzureichend zu berücksichtigen. Dass Deutschland Migration braucht – daraus machen Wissenschaftler keinen Hehl (Politiker derzeit schon). Gerne hier nachlesen: https://www.diw.de/de/diw_01.c.905086.de/nachrichten/darum_ist_zuwanderung_die_grundlage_fuer_unseren_wohlstand.html
Herzliche Grüße
Die Redaktion
Sie meinen also, Deutschland sei ein Einwanderungsland und Migration wäre Normalität, die es zu gestalten gilt, kein Problem, vor dem man sich (erfolgslos und rechtswidrig) zu schützen versuchen sollte? 😀
„“Realist” hat es nicht so mit Wissenschaft.“
Was sagt dies über das Forum aus?
Soll es eim Trost sein, dass manche hier nicht mit Kacke werfen, sobald deren persönliche Meinung von wissenschaftlicher Arbeit abweicht?
Im Ernst, sind ALLE mit dem Istdtand zuffrieden, egal, resigniert?
Vielleicht wollen Sie „Stühle dazustellen“ nicht mit der Wissenschaft vermengen, sondern als die politische Entscheidung bennenen, die weitreichend gesellschaftlich gestützt wird, anstatt mehr Ressourcen zu fordern 😉
Hier äußern sich Experten…..oder so…..es gibt ganz viele Experten für irgendwas…..
Wissenschaftler erforschen…..Wissenschaftler der Pädagogik haben es schwer, weil sie niemals mit harten Fakten auftreten können, sondern nur mit Hilfe von Untersuchungen sprich Umfragen, Beobachtungen ihr Schlüsse ziehen können…..ist halt nicht wie Mint……
Was falsch ist. Selbstverständlich testen empirische Bildungsforscher*innen, was sie untersuchen – und die Ergebnisse sind „harte Fakten“ (siehe PISA). Die Ergebnisse sind nur nicht beliebig reproduzierbar, weil man Menschen nunmal nicht unter sonst gleichen Bedingungen in Laboren halten kann.
Herzliche Grüße
Die Redaktion
Nein, sind sie nicht. Schlüsse aus Beobachtungen und Umfragen sind keine harten Fakten, die unumkehrbar belegt sind. Es gibt z.B. keine physikalischen Gesetzmäßigkeiten, aus denen sich pädagogische Schlüsse ableiten lassen.
Es gibt Metadaten (herausgeholt aus unzähligen Beobachtungen und Umfragen), die etwaige Schlüsse erlauben…..siehe Hattie…..
Aber es wird niemals der pädagogische „Stein der Weisen“ gefunden werden….
VERA und PISA und IGLU etc. basieren nicht auf „Beobachtungen und Umfragen“, sondern auf Leistungstests.
„Aber es wird niemals der pädagogische „Stein der Weisen“ gefunden werden….“ Wir wissen nicht, was für Sie ein „Stein der Weisen“ wäre – was guter Unterricht (zum Beispiel) ist, weiß die Wissenschaft schon lange. Hier ein Überblick: https://www.grundschule-vohenstrauss.de/0_uploads/grundschule_vohenstrauss/l_info_material/merkmale-guten-unterrichts-a.pdf
Die Erkenntnisse von Prof. Helmke wurden von den Hattie-Studien dann eindrucksvoll bestätigt. Gerne hier nachlesen: https://www.news4teachers.de/2018/03/die-fuenf-geheimnisse-guten-unterrichts-deutschlands-renommiertester-unterrichtsforscher-verraet-auf-dem-schulleiterkongress-worauf-es-ankommt/
Herzliche Grüße
Die Redaktion
„was guter Unterricht (zum Beispiel) ist, weiß die Wissenschaft schon lange.“
Heißt das dann im Umkehrschluss, dass dort wo die Leistungen der SuS aus der unteren und oberen Schicht und SuS ohne und mit Migrationshintergrund unter dem Durchschnitt ausfallen kein guter Unterricht im Sinne der Wissenschaft gemacht wird?
Wenn Sie meinen, es handel sich um eine einfache Kiste und kein multifaktoriellea Bedingungsgefüge…
Aber ne, dann würden Sie am Ende noch die Bildungsgewinner*innen als Maßstab nehmen und aus dem Blick verlieren, wovon auch diese noch profitieren könnten 😉
„am Ende noch die Bildungsgewinner*innen als Maßstab nehmen“
Stimmt.
Ich kann mich nach wie vor nicht mit der These anfreunden, es wäre besser zu schauen wo die Ergebnisse besonders schlecht ausfallen und dann die dortigen Maßnahmen zu übernehmen.
„es wäre besser zu schauen wo die Ergebnisse besonders schlecht ausfallen und dann die dortigen Maßnahmen zu übernehmen.“
Wer fordert das?
Nimmt Sie doch nicht aus der Pflicht zu schauen, was sich (weiter) verbessern lässt, selbst wenn es aus Ländern mit anderem Ranking kommt.
Wie klein wäre denn die Diskussion anzunehmen, die einen würden alles richtig machen und müssten nichts mehr verbessern, und die anderen würden ausnahmslos alles falsch machen?
Aber Sie warten liebe auf EINE Maßnahme, welche Bundesländer im Bildungsvergleich weit über andere katapultiert? Viel Spaß dabei – und immer fleißig die Bayernhymne singen 😉
„Wer fordert das?“
Leute die behaupten, es wäre „wissenschaftlich nachgewiesen“ dass es für SuS in Bayern nur Vorteile brächte, wenn Bayern die Maßnahmen solcher Bundesländer oder EU-Länder oder Drittländer kopieren würde?
https://bibliothek.wzb.eu/wzbrief-bildung/WZBriefBildung402020_matthewes.pdf
https://journals.plos.org/plosone/article?id=10.1371/journal.pone.0272443
Wie gesagt, wenn Sie Studien anführen möchten/ können, die Gegensätzliches begründen, würde ich dies begrüßen…
Ichbwarte auf Ihre Antwort, Studien gerne verlinken 😉
Wenn Sie so vergesslich sind, dann lesen Sie denzugehörigen n4t-Artikel auf den ich vor einger Zeit für Sie verlinkt habe einfach nochmal . Dort findet sich auch ein Link zur Studie.
Ich bitte Sie!
Also wirklich!
Sie wollen jetzt doch nicht etwa hergehen und verlangen, dass die Ergebnisse der realen Durchführung als Maßstab für die Behauptungen gelten sollen!?!?!
Das ist wIsSeNsChAfTsFeInDlIcH!
Vulgärempirismus!
Ingineursdenke!
Verwässerung der Reinheit der Lehre!
Denn in Studie X und Konzeptpapier Y steht doch ganz kleingedruckt in der Fußnote zur Einleitung (über die dann auch nie wieder in relevanter Publikationsstärke gesprochen wird), dass alles immer nur unter gewissen „Rahmenbedingungen“ zählt!
Was ja nun sehr praktisch ist,so hat es immer ein Hintertürchen.
Das wollen Sie jetzt einfach kaputtmachen?
Buh, sage ich, buuuuhhh!
„Sie wollen jetzt doch nicht etwa hergehen und verlangen, dass die Ergebnisse der realen Durchführung als Maßstab für die Behauptungen gelten sollen!?!?!“
Das ist nicht die Fragestellung von PISA.
Wenn Sie eine Studie zu den Auswirkungen einer früheren bzw. späteren Trennung an der Grundschule haben – ed behauptete StudieN diesbezüglich zu kennen – können ja diese angeführt werden 😉
https://bibliothek.wzb.eu/wzbrief-bildung/WZBriefBildung402020_matthewes.pdf
Warum sollten die Bildungsgewinner*innen nicht ZUSÄTZLICH profitieren?
Ich kenne diese Studie und konnte mir beim Lesen schon damals das Schmunzeln nicht verkneifen.
Wollen Sie diese Studie im Ernst als „wissenschaftlichen Nachweis“ ins Feld führen, dass sich die Leistungen in Bayern verbessern würden, wenn es sein Schulsystem so umbauen würde wie in Berlin?
Ich warte seit Tagen darauf, dass Sie wissenschaftliche Arbeiten zur Frage anführen, bisher lieferten Sie nichts.
Bin weiterhin gespannt, welche Quellen Sie – irgendwann – anführen…. (gähn)
„was guter Unterricht (zum Beispiel) ist, weiß die Wissenschaft schon lange.“
Bullshit!!
Wenn das so wäre, dann könnten wir auf LuL verzichten und ein KI programmieren, die diesen „guten Unterricht“ macht …. und schon wären alle Probleme gelöst.
Schon mal darüber nachgedacht, warum Refis immer noch die Lernausgangslage analysieren und einplanen müssen?
Wenn es ein „perfektes Kuchenrezept gäbe, das allen schmeckt, niemandem schadet und allen wohltut“ dann macht es doch.
Ich habe noch zwei Jahre … nach weit über dreißig Jahren mit ca. 6 bis 8tsd SuS kann ich bei solchen dummen Floskeln nur noch müde abwinken.
Vielleicht mal die Kriterien lesen – und dann meckern. Herzliche Grüße Die Redaktion
Guter Unterricht nach Hilbert Meyer? Guter Unterricht nach Klafki? Guter Unterricht nach Doug Lemov? Guter Unterricht nach dem Berliner Modell oder dem Hamburger Modell? Guter Unterricht nach Gudjons?…..uswusf…..
Alle Wissenschaftler und nur Experten haben eine Idee, wie Unterricht gut funktioniert.
Wer hat jetzt Recht, denn alle haben evidenzbasierte Untersuchungen durchgeführt…..
Ich persönlich (als Experte und nicht als Wissenschaftler) bin ja sehr für Hilbert Meyer und meine große Liebe gilt Klafki mit Anteilen von Gudjons…..aber das ist nicht wissenschaftlich erwiesen, obwohl alle genannten Bildungsforscher waren oder noch sind….
Und um dem noch einen drauf zu setzen, finde ich die wissenschaftlichen Auseinandersetzungen zum Tehma Bildung von Hartmut von Hentig wirklich erquickend. Die lese ich gerne abends als Bettlektüre…..
„die etwaige Schlüsse erlauben“
Stimmt.
Wenn Wissenschaftler z.B. Schlüsse zu den Bildungssystemen der 16 Bundesländer ziehen, würde man dann erwarten dass das auf Grundlage von Studiendaten aus DE erfolgt oder wäre das entbehrlich?
PISA ist und Vera auch nicht hart, denn untersucht wird nur ein Jahrgang, der mit einem anderen Jahrgang in Korrealtion gesetzt wird. Was völlig unmöglich ist.
Wissenschaftlich wäre es, wenn man genau einen Jahrgang ab Einschulung betrachten würde und gewissen Fördermaßnahmen aussetzen würde und diesen dann immer wieder testen würde. Also genau eine Lerngruppe…..daraus ließen sich Schlüsse ziehen.
„PISA ist und Vera auch nicht hart, denn untersucht wird nur ein Jahrgang, der mit einem anderen Jahrgang in Korrealtion gesetzt wird. Was völlig unmöglich ist.“
Verstehen wir nicht. Es werden bei PISA und VERA Leistungsdaten von Schülerinnen und Schülern sowohl im Zeitvergleich wie auch in der Fläche verglichen. Warum soll das unmöglich sein? Es handelt sich um Querschnittsstudien.
„Wissenschaftlich wäre es…“ Das ist eine Längsschnittstudie, die Sie hier beschreiben. Wird ebenfalls praktiziert, hat aber in ihrer Aussagekraft auch Limitationen: Es fehlt der Vergleich zu einer Kontrollgruppe, die ungefördert bleibt.
Das ist nunmal grundsätzlich eine besondere Schwierigkeit der Humanwissenschaften (gegenüber den Naturwissenschaften), weil nunmal Menschenversuche nicht gehen. Das heißt aber nicht, das die Ergebnisse Unfug wären – gilt für die Medizin ja auch. Und deren Fortschritte wird ja wohl niemand bestreiten.
Herzliche Grüße
Die Redaktion
„Verstehen wir nicht. Es werden bei PISA und VERA Leistungsdaten von Schülerinnen und Schülern sowohl im Zeitvergleich wie auch in der Fläche verglichen. Warum soll das unmöglich sein?“
Liegt daran, dass einige Schulen (vor allem die mit Schulleitungen mit Aussicht auf eine Karriere) die Kinder darauf vorbereiten und andere nicht, so wie es eigentlich sein sollte.
Lernstandserhebungen dürfen nicht als Note gewertet werden, daraufhin sagen unsere Schüler, dass die das auch nicht ernsthaft machen und sich keine Mühe geben … sind dann nach 5 Minuten fertig.
Bei der Eingabe und Bewertung der Ergebnisse (die ja für die Kollegen oben drauf kommt), wird teilweise sehr kreativ und zeitsparend gearbeitet, was die Ergebnisse verfälscht.
Herzliche Grüße aus der Praxis
Es gibt ja IGLU = 4. Klasse und PISA = 9. Klasse.
Angenommen die Ergebnisse in Land A wären bei IGLU 10 Pkt höher als in B, bei PISA aber in A dann -20 Pkt schlechter als in B.
Ließe das Schlüsse über die Effektivtät des SEK-I Systems dieser Länder zu?
Ich habe nicht geschrieben, dass die Ergebnisse Unfug sind, sondern dass sich aus diesen Ergebnisse keine harten Fakten ableiten lassen.
Vielleicht kann man Tendenzen über den Lauf der Jahre ableiten, mehr aber auch nicht, eben genau weil es sich jedes Jahr um andere Lerngruppen handelt.
Leider ist es aber bei Vera nun so, dass das Land NRW beschlossen hat, die Ergebnisse von Vera 3 evidenzbasiert auszuwerten und Schulen damit zu zwingen aus den Ergebnissen konkrete Maßnahmen abzuleiten mit smarten Zielen.
Das ist dann problematisch, wenn die geprüfte Lerngruppe dabei außen vor bleiben soll, d.h. Es darf nicht mit der Zusammensetzung der Lerngruppe argumentiert werden…..
Konkret heißt das bei uns, dass die letzten Lerngruppen stets ziemlich solide Ergebnisse erbracht hat und wir im Mittel des Landesvergleichs gut mithalten konnte. Unsere Förder- und Fordermaßnahmen schienen also voll zu greifen…..
Und nun die letzte Lerngruppe…..eine sehr lernschwache Gruppe, voll mit Kindern, die diverse Päckchen tragen mit ganz schwierigen Ausgangsbedingungen…..Vera war die Katastrophe schlechthin…..aber mehr war einfach nicht aus den Kindern rauszuholen. Nun sollten wir uns ganz andere Fördermaßnahmen überlegen und neue Ziele festlegen.
Die aktuelle Lerngruppe schneidet aber absehbar wieder wie die davor ab…..
Da hat die Evidenz ganz klar ihre Probleme….
Beim Rapport
„Vielleicht kann man Tendenzen über den Lauf der Jahre ableiten, mehr aber auch nicht, eben genau weil es sich jedes Jahr um andere Lerngruppen handelt.“
Ob Medikamente wirken, weiß man auch dann, wenn sie nicht jeder probiert hat. Es ist ja nicht nur eine Studie, die dem deutschen Bildungssystem mäßige bis schlechte Ergebnisse attestiert – es sind praktisch alle Leistungsvergleichsstudien seit 2000 (im Grundschulbereich später, dort waren die Ergebnisse bis 2010 noch relativ gut).
Wer daraus nichts ableitet, will offensichtlich das Offensichtliche nicht sehen.
Und was die unterschiedlich zusammengesetzten Lerngruppen angeht: Wieso hat die Evidenz Probleme, wenn sie doch genau das Leistungsniveau Ihrer Lerngruppe bestimmt? Wenn dann eine Gruppe bei Ihnen dann mal wieder besser abschneidet, muss das doch nicht den bundesweiten Trend infrage stellen. VERA3 wird von rund einer Million Kindern geschrieben.
Herzliche Grüße
Die Redaktion
„die dem deutschen Bildungssystem mäßige bis schlechte Ergebnisse attestiert – es sind praktisch alle Leistungsvergleichsstudien seit 2000″
Als die PISA-Tests noch nach einzelnen Bundesländern ausgewertet wurde, traf das mit mäßig bis schlecht nicht auf alle der 16 BL zu.
Unter Blinden ist der Einäugige König.
Lesekompetenz: „Bis auf Bayern befindet sich kein weiteres Land der Bundesrepublik im oberen Drittel der internationalen Rangreihe. Mit gut 1/3 Standardabweichung ist aber auch der bayerische Abstand zur internationalen Leistungsspitze noch beträchtlich. Die Leistungen der 15-Jährigen in Baden-Württemberg und Sachsen entsprechen dem durchschnittlichen Leistungsniveau der Schüler aus den OECD-Staaten. In allen weiteren Ländern der Bundesrepublik liegen die mittleren Leistungen der 15-Jährigen deutlich unter dem OECD-Durchschnitt.“ Quelle: https://www.kmk.org/fileadmin/Dateien/veroeffentlichungen_beschluesse/unbekannt/1900_01_01-PISA-2000-Laender-im-Vergleich.pdf, Seite 17
Herzliche Grüße
Die Redaktion
Ich finde es trotzdem nicht mäßig bis schlecht, wenn ein Bundesland bei PISA-E die Ränge 4 in Science und Problemsolving erreicht hat, Platz 5 in Mathematik und Platz 5 in Reading.
Aber das ist natürlich individuelle Ansichtssache.
Keine Sorge, wir leiten ab, wir arbeiten konzeptionell aus, was nun nötig ist. Aber wir machen das nicht anhand einer Lerngruppe fest, sondern arbeiten vor dem Hintergrund langfristiger Perspektiven.
Also genau das Gegenteil eines jährlichen Ergebnisses.
Weil wir um alle Kinder ab Schuleingangsuntersuchung individuell wissen und uns darauf ausrichten……Vera ist da uninteressant…..
Dann ist’s doch gut – was hat das jetzt mit angeblich falscher Wissenschaft zu tun? Auf Landes- und Bundesebene sind die Ergebnisse eben nicht uninteressant, im Gegenteil.
Im Nachbarchat begrüßen Sie die Initiative der NRW-Landesregierung, „ABC-Klassen“ zur Sprachförderung vor der Einschulung einzuführen. Ohne VERA und Co. wüsste das Schulministerium aber nicht mal von den gravienden Problemen, würde also auch nicht handeln. Um Probleme lösen zu können, muss man sie erst einmal kennen. Dafür ist VERA gut.
Herzliche Grüße
Die Redaktion
Doch weiß das Ministerium, denn jedes Jahr in ASDPC sieht das Ministerium, wie viele Kinder in der Schuleingangsphase ein drittes Jahr benötigen. Darüber hinaus sieht das Ministerium, wie viele Kinder einen Migrationshintergrund haben und in welchen Elternhäusern kein Deutsch gesprochen wird. Auch wie viele Jahre ein Kind im KiGa war oder ob überhaupt sieht das Minsterium…..das ruft das Ministerium jedes Jahr fein ab und kann das auswerten…..
Und ja, es gibt Menschen, die gucken sich die Daten tatsächlich an und rufen auch an den Schulen an, wenn etwas nicht schlüssig erscheint….
Da ist Vera 3 nun noch ein goodie oben drauf…..um zu sehen, dass es wohl an schwachen Mathe und Deutschkenntnissen liegt.
Und ich habe auch nicht von falscher Wissenschaft geschrieben, sondern nur davon, dass wissenschaftliche Erkenntnisse meist keine harten Fakten darstellen…..siehe weiter oben.
„Wissenschaftliche Erkenntnisse stellen meist keine harten Fakten dar“ – gerne nochmal über den Satz nachdenken (unter der Fragestellung, woher wohl das Wissen stammt, dass Sie in der Schule vermitteln). Herzliche Grüße Die Redaktion
Ich hatte mich schon vorher korrigiert:)
Wissenschaftliche Pädagogische Erkenntnisse …..meinte ich
Es ist genau dann problematisch wenn ein Vera-Ergebnis einer bestimmten Lerngruppe herangezogen wird, um bewährte Maßnahmen über den Haufen zu werfen bzw. in Frage zu stellen.
Das tun aber keine Bildungsforscher. Herzliche Grüße Die Redaktion
Das war auch nicht die Aussage, auf die ich mich bezog.
Genau das ist das Problem:
Ihr versteht das nicht, weil ihr zwar ein Bildungsportal seid (das ich seit Jahren schätze – wenn ich mich oft auch daran reibe) – aber eben nicht „in Bildung“ arbeitet.(und kommt uns hier nicht mit so Aussagen, wie „unsere Mitarbeitenden sind echt voll nah dran an Schule und Bildung, weil sie den ganzen Tag damit medial befasst sind – oder einzelne vllt sogar mal Lehramt studiert haben, aber wegen der beschissenen Arbeitsverhältnisse doch lieber was `mit Medien´ machen“) …
Und Sie verstehen nicht, dass eine Schule nicht nur aus Lehrkräften besteht – und dass das Schulsystem (um das es hier zumeist geht) nochmal eine ganz andere Perspektive erfordert.
Lehrkräfte wissen, wie man unterrichtet. Sie wissen deshalb aber nicht, was gesellschaftlich wichtige Bildungsziele sind, wie man einen Apparat mit mehreren Hunderttausend Beschäftigten organisiert, wie man die Interessen der unterschiedlichen „Stakeholder“ (Lehrkräfte, Schulleitungen, Eltern, Schüler) einbindet, was die Wissenschaft sagt, welche Ressourcen zur Verfügung stehen, nach welchen Kriterien Politiker entscheiden, welche Debatten gesellschaftlich geführt werden. Das sind Themen, mit denen wir uns ganz gut auskennen. Unterrichten können Sie besser, keine Frage.
Herzliche Grüße
Die Redaktion
Doch Lehrer wissen genau, was bildungspolitische Ziele sind. Sie wissen darüber hinaus auch, was sie ihren Kinder zumuten können, was geht und was nicht geht. Schulleitungen wissen darüber hinaus, wie man eine Schule führt und kennen sich in der Regel mit bildungspolitischen Themen sehr genau aus.
„Doch Lehrer wissen genau, was bildungspolitische Ziele sind“ – welche Lehrkräfte denn, die Philologen oder die der GEW? Deren bildungspolitischen Ziele unterscheiden sich schonmal diametral.
Herzliche Grüße
Die Redaktion
Was versteht die Redaktion nicht?
Alles gut in Bayern (und den anderen BL) wären da nicht diese lästigen Schüler*innen? 😉
So sieht es aus. Alles andere ist, als vergliche man Äpfel mit Birnen, Pflaumen und …
Vergleiche sind unnötig, ist doch eh alles Steinobst.
Sie sind also für individualisierte Förderung und Inklusion? 😀
Der Punkt ist allerdings, dass Interpretationen somit oft nicht bestätigt werden können und eben nur Interpretationen bleiben. Die Empfehlungen, die aus den Interpretationen resultieren, sind dann nicht unbedingt sinnvoll, da es ja nur Vermutungen bleiben, die man nicht bestätigen konnte.
Ist anders als z.B. beim Klimawandel z.B., finden Sie nicht?
Weshalb es Sinn macht, zwischen der Interpretation sowie der Rezeption einer Studie und ihren Ergebnissen unterscheiden zu können. Und, ja, Empfehlungen sind diskutierbar. Auch beim Klimawandel: Wenn das Ergebnis einer Klimastudie ist, dass die Lebensgrundlagen des Planeten in absehbarer Zeit zerstört werden, dann basiert die Empfehlung, dagegen etwas zu unternehmen, auf dem Gedanken, dass die Welt an sich sowie das menschliche Leben darauf rettenswert sind. Kann man natürlich auch anders sehen – und (wie manche Tech Bros) auf eine Besiedlung von Mond und Mars spekulieren, mit der man dann auch noch Geld verdienen kann.
Insofern: Ja, wissenschaftliche Empfehlungen sind immer an Bedingungen gebunden. Wenn…, dann… Kann man auch ganz anders meinen – und Bildung zum Beispiel für überschätzt halten, weil verbreitete Dummheit ja auch ihre Vorteile hat. (Trump: „I love the poorly educated.“)
Herzliche Grüße
Die Redaktion
„Und, ja, Empfehlungen sind diskutierbar. Auch beim Klimawandel: Wenn das Ergebnis einer Klimastudie ist, dass die Lebensgrundlagen des Planeten in absehbarer Zeit zerstört werden, dann basiert die Empfehlung, dagegen etwas zu unternehmen, auf dem Gedanken, dass die Welt an sich sowie das menschliche Leben darauf rettenswert sind.“
Nö, sowohl beim Klimawandel als auch bei Bildung sind sich die meisten ja einig, wenn es eine Veränderung im Handeln geht.
Beim Klimawandel besteht aber wissenschaftlich betrachtet kein wirklicher Zweifel daran, dass der CO2-Ausstoß massiv reduziert werden muss, um die Erderwärmung zu verlangsamen bzw. zu stoppen. Was zu tun ist, wissen alle. An der Umsetzung hapert es, weil die Politiker*innen wiedergewählt werden wollen und Menschen keine unangenehmen Veränderungen wollen.
Bei Bildung sieht das aber nun einmal ganz anders aus. Da geht es um Bedingungen, die erfüllt werden sollten. Was jedoch diese Bedingungen angeht, besteht eine sehr große Uneinigkeit. Die einen meinen Schule müsse demokratischer sein, andere meinen, es müsse unbedingt an der Dreigliedrigkeit festgehalten werden, andere meinen offene Lernlandschaften wären der Bringer usw. Es gibt aber (im Gegensatz zur Klimaforschung) eben keine Nachweise für die Wirkung der jeweiligen Thesen.
Würden die S*S wirklich besser lernen, wenn sie selbst entscheiden dürften, was sie wann wie lernen? Darauf gibt es keine positive Antwort.
Würden S*S wirklich besser lernen, wenn sie bereits in der Grundschule separiert würden?
…
Tut mir leid, aber für mich besteht da ein riesiger Unterschied.
„Würden S*S wirklich besser lernen, wenn sie bereits in der Grundschule separiert würden?“
Das Gegenteil wird vermutet (https://bibliothek.wzb.eu/wzbrief-bildung/WZBriefBildung402020_matthewes.pdf)
Wie auch bei der Klimaforschung gibt es stückchenweise Reduktion von Unsicherheiten, keine goldene Wahrheit.
Ich dachte, ähnlich wie bei der Klimaforschung gebe es einen wissenschaftlichen Konsens, ed840 behauptet allerdings, er hätte wissenschaftliche Quellen die für eine frühee Separation an der GS sprechen, welche aber nicht teilen kann/ will/ who knows…
Auf der anderen Seite, wird die Bildungswissenschaft gerade wegen der vielen Faktoren kritisiert und auch hier im Forum mit wissenschaftsfeindlichen Blödsinn wie „dem Elfenbeinturm“ angegangen, weil die wissenschaftliche Methode nicht der (gefühlten) Erfahrung „vor Ort“ entspricht und oft den Leuten nicht gefällt, weil sie sich am Liebsten keine Veränderung, sondern ein zurück in die Vergangenheit wünschen – Professionalität und so 😉
Was ich hier tatsächlich behauptet habe, ließe sich hier auf n4t nachlesen. Auch welche Hinweise ich Ihnen zu drei entsprechenden Artikeln hier auf n4t schon gegeben habe.
Warum Sie von mir keine links mehr erhalten, habe ich Ihnen auch schon mehrfach mitgeteilt.
Aber Sie geben ja offen zu , dass Sie sich nicht mal merken können was Sie selber hier im Forum so von sich geben.
https://www.news4teachers.de/2026/05/was-ist-ueberhaupt-bildung-es-wird-zeit-fuer-eine-gesellschaftliche-debatte-was-kinder-in-der-schule-lernen-sollen/#comment-806391
Um Sie nicht wieder falsch zu verstehen: Sie kennen keine wissenschaftliche Arbeit, welche eine frühere Trennung von Grundschulen empiehlt, die Sie hier verlinken könnten?
Ich nahm an, Sie würden mehrere wissenschaftliche Quellen konkret zu diesem Thema kennen.
„die Sie hier verlinken könnten?“
Klar doch. Ich habe in den letzten Jahren sogar schon mehrmals auf eine dieser diese Studie verlinkt.
Scheint aber Ihrer Wahrnehmung stets entgegnen zu sein.
Es gibt sogar einen Artikel hier auf n4t dazu. Darin steht u.a., dass besonders auch schwächere SuS davon profitieren würden. Datengrundlage der Studie waren die Ergebnisse des NEPS.
Sie müssen es aber nicht glauben, wenn Sie sich damit besser fühlen.
Na, wenn Sie das angeblich können, wollen Sie die mal wieder nicht verlinken? Wer hätte es gedacht…
Vielleicht haben Sie beim nächsten Mal Lust, Ihre hahnebüchenen Behauptungen zu belegen. Ich bleibe gespannt auf diesen Moment 🙂
Es gibt keine Unsicherheiten in der Klimaforschung, was die Maßnahme der Reduzierung der CO2-Emmissionen angeht. Da irren Sie sich.
Richtig, deshalb lassen sich aus den Erkenntnissen auch keine gerellen Handlungsanweisungen in Form von „die Schule soll“ formulieren.
Kommt darauf an, was mit „die Schule“ gemeint ist – im Singular ja offensichtlich das Schulsystem, und da das ein Produkt politischer Entscheidungen ist – können daran sehr wohl Forderungen gestellt werden, die diese politischen Entscheidungen betreffen. Insbesondere dann, wenn Postulate von verantwortlichen Politikern in Sonntagsreden über den Wert von Bildung und die Realpolitik nicht zusammenpassen.
Herzliche Grüße
Die Redaktion
Da gehe ich mit.
Allerdings sollten von Fachleuten, die das System ja kennen müssten, auch nicht „die Schule“ oder „die Schulen“, sondern die Schulpolitik eindeutig adressiert werden.
Sonst fühlen die sich nämlich nicht angesprochen und Nicht-Fachleute (die ja nicht mal die Analogie leuchtennder Kinderaugen verstehen), könnten meinen, dass die Schulen (insbesondere die faulen Lehrer) das doch mal eben machen sollten.
Und Sie heulen dann auf, wenn die Ihrer Meinung nach falsche Botschaft an die Bildungspolitik geht?
Oder schießen die Lehrkräfte dann gegen die Leute vor Ort, mit denen sie arbeiten sollen?
(https://www.news4teachers.de/2026/05/transformationsforscher-das-deutsche-schulsystem-ist-durch-und-durch-auf-stabilitaet-und-kontrolle-angelegt-und-deshalb-so-schwer-reformierbar/#comment-804959)
Du hast den Gedankengang (wieder) mal nicht verstanden – blähst aber wieder mal auf … ich finde, du soltest deine Nick-Name ändern in „TheOchsenfrosch“
Immer locker bleiben 😉 Bei Schülern bin ich auch immer geduldig und versuche es jeden Tag neu … auch wenn die Erfolgsaussichten nicht groß sind.
Ihre Autoübersetzung spinnt mal wieder. In Deutschland siezt man sich 🙂
Wenn Sie mir Ihren Gedanken nochmal erklären würden, wäre ich abee sehr dankbar
Harte Fakten ?? …tscha…wie sangen Extrabreit damals „Hart wie Marmelade“ … die Fakten, auf die sich Bildungswissenschaftler beziehen sind nach außen hin nur deshalb so „hart“, weil die Ergebnisse quasi eingefroren werden … es fehlt die Alltagsdynamik – die „Streichfähigkeit des Brotaufstriches“ … und wenn ihr mal versuchen würdet, Marmelade an die Wand zu nageln, wie den berühmten Pudding (von mir aus auch von Dr Oetker), dann werdet ihr sehen, dass zwischen Theorie und Praxis gigantische Lücken sprießen … und an denen reiben sich Foristen, wie Realist und ich und viele andere regelmäßig.
Nichts für Ungut … muss vllt mal gesagt werden.
Welche „Alltagsdynamik“ muss man kennen, wenn man die Lesekompetenz von 15-Jährigen testet? Können die alle morgen wieder mehr?
Herzliche Grüße
Die Redaktion
Die sollte man schon kennen, wenn man Ursachenforschung betreibt. Die Frage nach dem Warum ist schon essentiell.
„Lesekompetenz von 15-Jährigen testet? „
Gutes Beispiel.
Die wurde ja bei PISA 2000 ebenso getestet wie bei PISA 2022.
Im Schnitt der DE-16 ging sie um -4 Pkt zurück.
Bei Bildungsexperten und einigen Leuten hier im Forum werden aber Länder als Vorbild für DE genannt, in denen die Rückgänge zwischen – 54 Pkt. und -27 Pkt. lagen.
Also „Annemarie, du bist blond wie Bier…“ hat mir immer besser gefallen.
Ich bin ja eher bei den Toten Hosen…..:)
Nun ja, gehen wir mal davon aus, dass der politische Trend – in erheblichem Maße mitverschuldet von den letzten Regierungen – besonders befeuert von der aktuellen Regierung – sich fortsetzt, so wird eine erwartbare blaubraune Regierung kriegsbedingte Migration nach Deutschland nicht mehr zulassen.
Damit fällt der planerische Teil diesbezüglich weg … die schulpolitischen Pläne der AfD sehen auch keine bessere Versorgung mit Lehrkräften vor – multiprofessionelle Teams sind für diese Cretins „woke-linksversiffter Gleichmacherscheiß“ und werden nicht unterstützt. Statt dessen schwebt denen eher ein schulischer Ordnungs- und Unterrichtsrahmen vor, wie er im Kaiserreich oder in der Adenauerära üblich war … und da stellten Lerngruppen mit bis zu 50 SuS kein Problem dar. Disziplin und Vaterlandsliebe, dazu Obrigkeitshörigkeit und Strenge werde wieder „kultiviert“.
Ergo braucht man nur Lehrkräfte für die biodeutschen Kinder, die „anzubauen“ dann Staatsbürgerpflicht sein wird – dem viele jedoch unter einem krypto-faschistischen Systen ohne echte Zukunftschancen keine eigenen Lendenfrüchte zur Verfügung stellen wollen und werden.
Also werden wir mit weniger Lehrkräften auskommen (müssen), die dann maximal arbeitsmäßig ausgebeutet werden – denn wir haben das ja schon öfter mal gehört oder gelesen „Arbeit macht frei!“ … und da schließt sich dann der Kreis zum politischen Kern des Erwartbaren.
Hmmm, könnte sein, dass mich gerade der massive Zukunftspessimismus angefallen hat … aber bei den aktuellen politischen Akteuren der regierenden Parteien habe ich nicht den Eindruck, dass sie sich über die Tragweite ihrer Rumhampeleien im Klaren sind … und wenn doch, dann ist ihr Gezicke und Gezanke – verbunden mit einer flächendeckenden Diletiererei – noch viel schlimmer als bislang wahrgenommen.
Schade, dass ich nicht zur gelungenen Satire gratulieren kann.
Irgendwie fällt mich dieser “ Zukunftspessionismus“ in letzter Zeit auch öfters an.
Passt mein Absprung in 2 J also vlt doch…..auf Humboldts Spuren.
Danke!…ja manchmal bin ich von meiner eigenen perspektivischen Schau erschüttert.
Wenn ich mit dieser „Furcht“ nicht alleine bin macht mich das zwar weniger entspannt aber nicht mehr so einsam.
Übrigens: es war gar nicht als Satire gemeint … ich bin Geisteswissenschaftler … und als Hysteriker / Historiker fundiert in und mit Einschätzungen unterlegt.
Hoffen wir das „Beste“.
Glaub ich, merkt man auch – den Historiker. Es wär halt so schön, wenns Satire wäre (so wars gemeint)
Die Kapazitätsplanung erfolgt aktuell nicht durch die AfD, von daher ist davon auszugehen, dass dieses Szenario bei den Planungen nicht berücksichtigt wird.
Natürlich kann es auch passieren, es es zukünftig anders läuft als bisher, zB. wenn bei uns der Krieg ausbricht und wir irgendwo anders Zuflucht suchen.
In Anbetracht der Tatsache, dass die Bevölkerung auf dem Afrikanischem Kontinent in den nächsten Jahrzehnten noch zunehmen wird, ist es eher wahrscheinlich, dass zukünftig von dort noch mehr Migranten zu uns kommen werden, sofern es zu Kriegen oder ähnlichem kommt.
Ja, die (Kriegs-, Wirtschafts- oder Existenz-) Migranten aus Afrika könnten ja im Krisenfall kommen – aber so eine „Katastrophentruppe, wie die AfD – werden niemanden mehr reinlassen… ich erinnere nochmal an Frauke Petri, die („weißt du noch?“) diese Partei mal geführt hat und fordete, dass man auf illegale Migranten an den Grenzen auch mal fröhlich schießen sollte…und nun haben wir mit Weidel (Chrupalla, den V-Pfosten kann ich nicht ernst nehmen – einzige Qualifikation; er ist Maler(-meister) ) und den anderen „Scharfschützen“ in dieser braunen Soße Leute am Start, die die Ausgangsbesetzung dieser ursprünglich (wer erinnert sich denn noch an Bernd Lucke, den blöden Lutscher und Parteigründer??) „antieuropäischen Protestpartei“ um ein Vielfaches an Radikalität, Faschismus, Fremdenfeindlichkeit und „Nationalitätsbrimborium“ zum Zenith führen wollen.
Wenn das kommt … dann ist unser Problem kein Problem von Bildung.
Ja, und zum Vorglühen kommt aus Österreich der Sellner und B. Reitschuster liefert die mediale Plattform für alles und jeden, Hauptsache alle anderen als Blau abqualifizieren und Spenden dafür wollen.
Läuft – hoffentlich nicht.
Mensch, Frau Prien scheint die Einzige zu sein, die versucht gegenanzusteuern. Wer hätte das gedacht?!
Ist aber nicht ungewöhnlich, dass manche Politiker*innen plötzlich ganz anders reden, wenn sie nicht mehr in der direkten Verantwortung stehen.
https://www.news4teachers.de/2024/12/bildungsministerin-haelt-streichung-von-lehrerstellen-fuer-vertretbar-qualitaet-muesse-nicht-leiden/
Zustimmung!
Der Bund kann sich hier den erhobenen Zeigefinger leisten – oder wollen sie zu meinem Unwissen die Länder vielleicht unterstützen? 😀
Welche Bundesländer meinen Sie konkret?
Die absoluten und relativen Bildungsausgaben pro SuS unterscheiden sich in den BL ja ganz erheblich.
Das Bundesland in dem sie bis 2024 in Verantwortung war, liegt z.B. sowohl absolut als auch relativ deutlich unter dem Bundesschnitt .
„Welche Bundesländer meinen Sie konkret?“
Alle? Warum ist Ihr erster Gedanke, nicht alle könnten miteinbezogen sein?
„Die absoluten und relativen Bildungsausgaben pro SuS unterscheiden sich in den BL ja ganz erheblich.“
Sie schrieben aber auch, dass Sie dies für unerheblich halten XD
Was soll es nun sein?
„Sie schrieben aber auch, dass Sie dies für unerheblich halten XD„
Sie wissen doch längst, dass diese plumpen Provokationsversuche bei mir nicht fruchten. Aber machen Sie ruhig weiter, wenn Sie sich damit besser fühlen.
Ich hielte es allerdings für besser zu erklären, ob Sie es für nötig halten ebensoviel Geld pro SuS nach Berlin zu schicken wie nach NW oder ST .
„Sie wissen doch längst, dass diese plumpen Provokationsversuche bei mir nicht fruchten.“
Ihnen Ihre eigenen Aussagen vorzuhalten, dass Sie die Ausgabenunterschiede selbst anführen, um bei Nachfrage zu sagen, diese haben keine Relevanz? 😀
„Sie schrieben aber auch, dass Sie dies für unerheblich halten“
Versuchen Sie mal zu belegen, wann ich das so geschrieben haben soll.
Ich habe nie was von „unerheblich“ geschrieben, nur dass sich kein direkter Zusammenhang zwischen der Höhe der Bildungsausgaben pro SuS und den Kennzahlen bei IQB nachweisen lässt.
Die obige Unterstellung ist zwar im Vergleich zu früheren noch harmlos, trägt aber zur Summe der Dinge bei, warum Sie von mir keine Links mehr erhalten.
Sie sind hier aber nicht in einem privaten Chat unterwegs, sondern in einem öffentlichen Forum. Behauptungen, die uns unplausibel erscheinen, veröffentlichen wir hier ohne Quellenangabe nicht. Wir verbreiten keine Fake News, auch im Leserforum nicht.
Herzliche Grüße
Die Redaktion
Ach, Sie haben sich soweit abgesichert dass ich Ihnen fälschlicherweise eine Aussage unterstellte?
WAS wollten Sie tatsächlich aussagen? Wiedermal nur an den Rändern kratzen und sofort zurückrudern oder was war Ihre MEINUNG zum Thema? (gähn)
„dass ich Ihnen fälschlicherweise eine Aussage unterstellte„
Ist ja nichts Neues und betrifft auch nicht nur mich.
Sie muss es ja auch nicht finanzieren
Dass es in den 90gern einen Geburtenrückgang gab, dürfte bekannt sein. Die Nichtgeborenen können auch später keine Kinder bekommen … Das heißt, die Folgen des Geburtenrückgangs der 90ger wird jetzt sichtbar. Man konnte sich das auch schon früher überlegen.
Die Bevölkerungszahl in Sachsen nimmt ab. Der öffentliche Dienst muss bezahlbar sein. Das heißt, er muss an die Bevölkerungsentwicklung angepasst werden. Öffentlicher Dienst ist Verwaltung, Polizei, Justiz, Hochschule, Schule. Für alle Bereiche gibt es Leute, die begründen, warum dort auf keinen Fall gekürzt werden darf. Man beachte auch, dass man auch Ingenieure, Ärzte, … braucht. Auch das bedeutet, dass der Anteil der Lehrer an den Berufstätigen nicht zu hoch sein darf.
Populismus ist einfach. Vernüftige Politik muss den Ausgleich zwischen vielen Interessen herstellen. Das heißt, es wird auch Kürzungen bei den Lehrerstellen geben müssen. Zu ermitteln ist, wie viele Lehrer man sich zusätzlich zum nötigen Bedarf leisten kann.
In den 90ern waren die Klassen bis zum Erbrechen überfüllt mit Kindern aus der UdSSR. Auch wenn diese Kinder nicht in der BRD geboren wurden, so waren sie dennoch anwesend.
Wir betreiben keinen Populismus, sondern stellen die Fakten realistisch dar.
Da sie sich selbst so teuer gemacht haben (Forderungen nach A13 und Verbeamtung), werden sie wohl die Ersten sein, bei denen das Land versucht zu sparen durch Stellenabbau.
Stimmt. Wir sollten einfach alle für weniger Geld arbeiten, dann wären alle Probleme gelöst.
Quatschargumentation! Weil das gar nicht gesagt wurde. Die meisten Lehrer waren mit ihren Gehältern zufrieden, als nach Erhöhung gerufen wurden, um angeblich den Lehrermangel zu beseitigen. Gelder sind nicht endlos da, wenn Sie nicht endlos Steuern zahlen wollen. Nun ist vorhandenes Geld in höhere Gehälter geflossen und nicht in bessere Arbeitsbedingungen.
Über zu geringes Lehrergehalt wird selten gejammert. Über Lehrer-Arbeitsbedingungen hingegen sehr oft. Was wäre also wichtiger bzw. hilfreicher gewesen?
Doch, Gelder sind faktisch endlos da.
So lange abgewählte Bundestage 800 Milliarden aus dem nix erschaffen können und deren Verwendung sogar noch mit Tricksereien für Konsumieren statt Investieren verfuttert wird (und die Leute, die das letztverantwortlich entscheiden zu ihrem Bombengehalt zusätzlich automatischrn obendrauf automatisiere Inflationsausgleiche und Lohnerhöhungen erhalten) – so lange gibt es KEIN GELDPROBLEM.
Die meisten GS-Lehrer waren NICHT zufrieden, da sie trotz gleicher Qualifikation, höherem Deputat und keinerlei Entlastung eben WENIGER als andere Lehrer bekamen. Und genau genommen bis heute bekommen.
Leute, hört doch auf diesen Mumpitz zu verbreiten, es wäre kein Geld da. Es gibt so viel Geld wie nie zuvor in dem Land und es wird täglich mehr. Eventuell ist die Verteilung suboptimal…
Tjah, das KANN die Politik natürlich so machen – und wird es auch.
Nur macht es im Gegenspiel zu so einem gewissenlosen Akteur dann ERST RECHT keinen Sinn, auf Gehaltsforderungen zu verzichten:
Denn wer so skrupellos ist, der würde uns auch kündigen, abbauen oder unterbezahlen, wenn „wir“ alle brav mitspielen würden.
Richtig. Gleichzeitig darf die Politik nicht vergessen, dass es quasi einmal pro Jahrzehnt zu einer ungeplanten Masseneinwanderung nach Deutschland kommt. Dies ist auch für die zukünftige Planung zu Berücksichtigen. Die Geburtenrate alleine reicht hier nicht.
Hier fehlt mir die Quelle:
„dass es quasi einmal pro Jahrzehnt zu einer ungeplanten Masseneinwanderung nach Deutschland kommt.“
Sowas hab ich doch irgendwo in blau gelesen, mal suchen.
Siehe weiter oben. Habe es dort aufgelistet. Aber gerne in Kurzform nochmal:
Zusammenbruch des Ostblocks, Jugoslawienkriege, Syrien/Afghanistan. Ukraine.
Sind vier Ereignisse in vier Jahrzehnten, die zu Masseneinwanderung nach D führten.
Stimmen Sie nun zu, oder glauben Sie dies immer nicht nicht?
Man will sich de facto keine leisten! 18% weniger Schüler, 15% weniger Lehrkräfte, welch üppige Reserve! Dazu sollte man wissen, dass die meisten Klassen auf 2/3 verkleinert werden müssten, um halbwegs die gewünschte Förderung zu ermöglichen. Nicht bequem, nicht ‚locker‘, sondern bei weiterhin maximalem Einsatz.
Die Polizei ist ein schöner Vergleich, die sind bestimmt auch richtig zufrieden, wenn aus ‚vielleicht ohne Dauer-Überstunden‘ ein ‚etwas weniger Überstunden‘ wird.
Wie groß der Anteil der Lehrer sein sollte ist nicht zu beantworten. Man kann aber Aufgaben und Personalmenge vergleichen und stellt dann fest, dass die Aufgaben momentan nur auf dem Papier zu schaffen sind, das auch nur in Alibiform. Mit der Lösung ‚läuft doch, weiter so‘ und gleichzeitigem Jammern über sinkendes Bildungsniveau und zu wenig innovative Schulen macht sich die Regierung keine Freunde. Immerhin macht sie sich lächerlich, wenn auch mit einer ziemlich schlechten Satire auf Zukunftspolitik.
Tja, warum haben die Boomer in den 90ern so als über 40-Jährige das Kinderkriegen eingestellt, zumal ihnen ja – speziell im Osten – blühende Landschaften versprochen waren.
Haben da Südfrüchte eine höhere Akzeptanz gehabt als heimischer Kappes?
Campino wird jetz mit ü50 Vadder und die Boomer haben in den 90ern die Schwänze eingeklemmt, schämt euch was:)
Wie Ihnen vielleicht bekannt sein dürfte, gab es zu dieser Zeit in den östlichen Bundesländern zum Beispiel eine hohe Arbeitslosigkeit und eine damit verbundene Unsicherheit, die zu einer Verschiebung des Kinderwunsches führte. Wie Ihnen vielleicht auch bekannt ist, wird die Realisierbarkeit des Kinderwunsches bei Frauen dann auch mal immer schwieriger.
Sach bloß! Aber gut, dass Sie noch einmal darauf hinweisen.
Btw kennen Sie die Arbeitslosenquote der alten BRD Ende der 80er und der 90er Jahre?
Dafür hört Campino ja auch nächstes Jahr auf zu arbeiten.
Und das bewirkt die Verhütung?
Hääääh, vasteh isch nicht
Die anderen müssen weiter arbeiten, da hat man im gehobenen Alter keine Lust mehr auf Kinder. Ist doch logisch.
Hat Campino vermutlich nicht verstanden oder anders gesehen.
….und die Tantiemen rollen rein … alles kein Problem!! Ich gönne es ihm aus vollem Herzen – Campino ist cool. Man sollte ihn öfter befragen…
Auf jeden Fall. Ich bin Anfang Juli in D auch noch mal dabei.
Tscha… die Natur / Biologie setzt da bekanntermaßen Grenzen, denen wir – trotz aller Willenskraft („mind“ ungleich „fact“) nicht ehr entsprechen können.
Im Kopf der Menschen wird verbleiben, dass es weiterhin zu wenige Lehrkräfte geben wird, sinkend mit den Schüler*innenzahlen, aber nie genug 🙁
Statt über Anpassungen an das Schrumpfen zu sprechen, sollte die zuständige Politik umso mehr für BESSERE Grundlagen für Familienplanung zu sorgen (egal, in welchem Bundesland)
Bessere Bedingungen für Familien bedeuten:
Günstigere Energie, günstigere Häuser, günstigere Fahrkosten, günstigere Urlaubsreisen in Kombination mit weniger Abgaben für Familien.
Sehen Die irgendetwas davon durch dir aktuellen Regierung in Umsetzung?
Ok, Millenial…
Jetzt ist der Staat auch schon für einen angenehmen Urlaub verantwortlich und soll jedem ein Einfamilienhaus hinstellen???
Wenn das Geld für teure Miete, teure fossile Energie und weitere teure Lebenserhaltungskosten draufgehen, wie sollen sich Familien zur Ferientarifen einen Urlaub leisten?
Und Vorsicht beim Einfamilienhaus! Wenn ich es nicht besser wüsste, klingen Sie wie ein Grüner 😉
https://www.deutschlandfunk.de/debatte-ueber-einfamilienhaeuser-die-gruenen-und-der-100.html
Denkst schnell in Schubladen. Bin kein Millenial und weiß daher ganz genau wie sich die Energiekosten, Reisekosten, Fluhgkosten und Wohnungskosten entwickelt haben in den letzten Jahren. Zu einem erheblichen Teil sind die Preissteigerungen politisch getrieben.
Es wäre schon gut, wenn sich eine fünfköpfige Familie mit mittlerem Einkommen eine Fünfzimmerwohing leisten kann ohne Unterstützung vom Staat anzufragen. Und ein schöner (Flug- )Urlaub für eine durchschnittliche fünfköpfige Familie zur Ferienzeit im Süden mit Wettergarantie ist in einem Land das sich zu den reichsten Europas zählt doch wohl auch nicht zu viel erwartet. Idealerweise noch eine Woche Skiurlaub in den Ferien. Das verstehe ich unter Wohlstand. Und mein Anspruch ist es im Wohlstand zu leben.
Wir als Familie können das bezahlen, aber liegen beim Einkommen deutlich über dem Schnitt. Ich beobachte aber immer mehr Familien mit mittlerem Einkommen, die sich im Laufe der Jahre diesbzgl. immer stärker einschränken müssen. Manche machen keinen Skiurlaub mehr, obwohl es Jahre lang möglich war. Andere verzichten seit paar Jahren auf Flugreisen, obwohl dies davor Standard war. Und selbst beim Thema Wohnen ist es in vielen Regionen immer schwieriger. Und das soll Wohlstand sein?
Gleichzeitig können sich Menschen ohne Kinder all das weiterhin leisten, weil sie zeitlich flexibler sind und nur einen oder zwei Plätze in der Unterkunft, im Flugzeug oder Zug benötigen.
Fazit: Kostensteigerungen treffen eine Familie viel stärker, mindestens um den Faktor 4, im Vergleich zu einem Single oder DINKs Haushalt. Will man Familien entlasten, müssen diese Kosten sinken. Das geht über geringerer Energiesteuern, Flugsteuern und weniger teure Regeln beim Neubau von Wohnungen.
Fliegen – Bäh. Skiurlaub – Bäh. Ist doch gewollt, dass sich das keiner mehr leisten kann, auch nicht ohne Kinder.
Von einer kleinen Minderheit ist das gewollt.
Fakt ist aber auch: Alle Skigebiete sind immer ausgebucht. Alle Urlaubsziele sind immer ausgebucht.
Was sich geändert hat: Der durchschnittliche Bürger mit Familie nimmt daran immer seltener Teil (unfreiwillig)
Das ist genau so, wie damals bei den „Kraft durch Freude“-Maßnahmen… aber die Teilnehmerzahlen sind eine geile Werbung.
Wer macht denn heutzutage noch Skiurlaub oder Flugreisen bei dem gravierenden Klimawandel? Und dann noch mit Kindern, das ist ja völlig egoistisch und selbstzerstörerisch.
So wie sie es formulieren (ich interpretiere es als Ironie) wird der Wohlstandsverlust von gewissen Kreisen verkauft. Leider.
Habe immer angenommen, dass ich im Wohlstand lebe. Vor allem, wenn ich mir die weltweiten Lebensbedingungen so anschaue. Nach Ihrem Post weiß ich jetzt, dass dem nicht so ist. Komme aus einer fünfköpfigen Familie und selbst in dem kleinen Reihenhaus, für das mein Vater das Geld zusammengekratzt hatte, als ich schon ein Teenager war, gab es keine fünf Zimmer. War noch nie Skifahren und fliege seit 30 Jahren nicht mehr. Obwohl ich da richtig sparen könnte. Die Bahntickets durch Europa sind immer erheblich teurer.
Tja, das ist dann kein Wohlstand.
Vielleicht sollten Sie Ihre Ansprüche zurückschrauben und etwas nachhaltiger leben. Ist erstens billiger und zweitens gut für Ihre Nachkommen.
„Die Bahntickets durch Europa sind immer erheblich teurer“
Wie viel kosten denn die Bahntickets nach Mallorca?
😉
zwischen 350 und 700 Euro , Zug und Fähre
Danke.
„Und ein schöner (Flug- )Urlaub für eine durchschnittliche fünfköpfige Familie zur Ferienzeit im Süden mit Wettergarantie ist in einem Land das sich zu den reichsten Europas zählt doch wohl auch nicht zu viel erwartet. Idealerweise noch eine Woche Skiurlaub in den Ferien. Das verstehe ich unter Wohlstand. Und mein Anspruch ist es im Wohlstand zu leben.“
Deutschland steht vom absoluten BIP zwar (immer noch) auf dem weltweiten dritten Platz, aber das liegt (nur) an der Einwohnerzahl. Beim BIP pro Kopf ist Deutschland schon lange nicht mehr unter den Top 10, sonder krebst irgendwo um den 20. Platz herum, mit absteigender Tendenz. In der Schweiz ist das BIP pro Kopf mittlerweile doppelt so hoch, in den USA immerhin noch gute 50% höher (vor 20 Jahren war da noch Gleichstand zu den USA). Soviel zum „reichen Land“.
Und: Es gibt genug hart arbeitende, steuerzahlende Familien, die ersten noch nie im „Skiurlaub“ waren und zweiten auch noch nie eine „Flugreise“ gemacht haben. Ihr Anspruch, dass der Staat das doch bitte denen zu subventionieren habe, die sich in der Vergangenheit an diesen Luxus gewöhnt haben (so verstehe ich Sie) ist anmaßend (Sahra Wagenknecht würde so jemanden wohl „Salon-Sozialist“ nennen).
Sie verstehen mich falsch. Ich erwarte nicht, dass der Staat hier etwas subventioniert, sondern einen Lebensstandard, der dies ermöglicht.
Ich möchte auf den rapiden Wohlstandsverlust für Familien mit durchschnittlichem Einkommen hinweisen.
Und auch die Tatsache, wie schnell der pro Person zur Verfügung stehende Wohlstand schwindet, sobald eine Familie mehr als ein/zwei Kinder bekommt. Daher braucht man sich über die Geburtenzahlen nicht wundern.
Übrigens: Bei Beamten in NRW wird dieser Anspruch, den sie nicht nachvollziehen können, zum Teil Gesetzeswegen umgesetzt. Wie Sie wissen, werden Beamte für das Amt und nicht dir Leistung vergütet. Daher muss sichergestellt werden, dass Beamte und ihre Familien Amt angemessen leben können. Daher gibt es in NRW entsprechende Familienzulagen abhängig vom Kostenspiegel vor Ort, die in Großstädten fünfstellige Jahresbeträge pro Kind ausmachen.
Also, was Sie hier beschreiben mit Sommerurlaub und Skiurlaub pro Jahr als 5-köpfige Familie, sind wirklich hohe Ansprüche. Das ist für mich kein Wohlstand, sondern Luxus und muss mitnichten vom Staat unterstützt werden. Mehr bezahlbare große Wohnungen oder günstigere Lebensmittel – da geh ich mit, denn da hätten alle was von.
Wohlstand ist, sich keine finanziellen Sorgen machen zu müssen, wenn mal das Auto eine Reparatur braucht oder die Waschmaschine kaputt geht. Man ist mit 3 Kinder immer schon eher Campen gefahren, als in den Süden geflogen. Das weiß man, wenn man sich für 3 Kinder entscheidet. Aber vielleicht kommen wir da auch aus unterschiedlichen Welten.
Das geht genauso über höhere Einkommen, Mietpreisbremsen, Besteuerung von Superreichen.
Nö. Die orientieren sich fatalerweise sogar an Rechtsextremen, die noch viel weniger wollen, dass es sogar der FDP peinlich wäre…
Aber zum Thema: Ich sehe da keinen Versuch, Familiengründung zu begünstigen, kostet aber auch Geld 🙁
Stattdessen wird die schrumpfende Bevölkerung abgewickelt, ggf so, dass sogar kleinere Schüler*innengruppen in Zukunft noch den Lehrkräftemangel erleben dürfen
Bitte immer auch sagen, wer das finanzieren soll! Beides geht nicht: Steuern senken, staatliche Finanzspritzen erhöhen. Es geht nur das Eine oder das Andere. Also wer soll es bezahlen, wenn es nicht die Betroffenen selbst bezahlen sollen?
Guter Punkt. Erst einmal ist es wichtig zu sehen, dass der Wohlstand für durchschnittliche Familien im Hinblick auf die von mir genannten Punkte gesunken ist.
Zu ihrer Frage: Bezahlen sollen es die Familien selbst.
Meiner Meinung nach gilt es dort anzuknüpfen, wo Kosten unnötig entstehen.
– Weniger strenge Vorgaben und beim Neubau von Wohnungen und Häusern – Führt zu Kostensenkung
– Ausweisung neuer Bebauungsflächen im Außenbereich wurde das Grundstücksangebot erhöhen. Führt zu Kostensenkungen der Grundstücke.
– Energieproduktion Diversifizieren soweit möglich. Keine Einengung aufgrund von Ideologie.
– Standortattraktivität für Fluglinien so erhöhen, dass diese ihre Drehkreuze von Amsterdam und co.zu uns umziehen. (Würde die Flugpreise aus Deutschland denken).
– Senkung der Transferleitungen an Familien ohne eigenes Erwerbseinkommen und im Gegenzug Erhöhung der Kinderfreibeträge bei der Einkommensteuer.
– etc.
Es gibt noch viel mehr. Entscheident ist die Fokussierung: Will man den Wohlstand in der Breite mehren, muss bei jeder politischen Entscheidung gefragt werden: Nützt das einer durchschnittlichen Familie oder nicht?
Wow, Umwelt ausbeuten und ganz, ganz unten sparen.
Geile Ideen.
Haben ja bislang auch prima funktioniert.
Welche Grundlagen schweben Ihnen konkret vor?
Tja. Geburtengeld scheint es nicht zu bringen, fragen Sie China oder die USA -__-
Es braucht wohl ein Umfeld, welches der Familienplanung entgegenkommt und Perspektiven bietet.
https://www.bpb.de/shop/zeitschriften/izpb/demografischer-wandel-350/507791/politische-strategien/
Meiner Meinung nach wären hohe Personalschlüssel an Kitas und Schulen ein Baustein dessen. Wenn im Medienchor ankommt, dass „an Schulen gespart“ wird, befürchte ich eher den Wegzug in andere Gegenden…
Einem hohen Personalschlüssel zuwider sind aber die immer höheren Personalkosten! Wer soll die denn tragen? Die anderen? Welche anderen? Das sind wir alle. Sind Sie bereit, dafür mehr Steuern zu zahlen? Dann haben Sie weniger Netto vom Brutto. Oder sollen Zufinanzierungen (Kitagebühren) erhöht werden? Wie machen Sie das an den Schulen, die keine Privatschulen sind?
Könnte es nicht auch eine Überlegung sein, ob man bei den Ausgaben mal wieder andere, sinnvolle Prioritäten setzt? Die Einnahmen sind hoch wie nie, aber wenn ich dann höre, dass schon wieder Gelder für zweifelhafte Vorhaben freigemacht werden, dann kommt einem die Galle hoch. Auch innerhalb des Bildungsbudgets ist es durchaus mal sinnvoll, pädagogisch wertvolle Maßnahmen umzusetzen, anstatt immer nur neue Reformen, die alles über den Haufen werfen und dann irgendwann wieder zurückgezogen werden, anzuschieben und zu finanzieren, nur damit sich der jeweilige Kultusminister einen Orden anheften kann. Eine vernünftige Haushaltung ist das A und da O für den Erfolg auf allen Ebenen, und da hapert es offensichtlich momentan erheblich.
„Das sind wir alle. Sind Sie bereit, dafür mehr Steuern zu zahlen?“
Ich bin bereit, eine Vermögenssteuer mitzutragen, welche die reichsten 10% trifft die mehr als die Hälfte des Vermögens in Deutschland besitzt. (https://www.rnd.de/wirtschaft/so-ungleich-ist-der-wohlstand-in-deutschland-verteilt-CSDRA5LB7BHGJPY5NEA7W6LFBE.html)
Wenn wir Normalbürger*innen „weniger“ Geld dafür in die Hand bekommen, um klimaschädlich zu heizen, zu verstromen und zu fahren – damit uns nicht die Kosten durch Klimaschäden sowie die Kosten unwirtschaftler Verbrennungstechnik auf die Füße fallen – beiße ich sogar in diesen sauren Apfel 😉
Was würde Sie von kostenfreien KiTas mit ausreichend KiTa-Plätzen halten, von kostenlosen Mittagessen für Grundschüler, kostenlosen ÖPNV-Ticket für SuS, Gesamtschulen usw.,
Würde sich das Ihrer Meinung nach positiv auf Fertilitätsrate auswirken?
Weiß ich nicht. Familienfreundlichkeit und Zukinftsperspektive scheinen da einen größeren Ausschlag zu geben als Babyprämien – siehe bspw. USA, China oder Russland.
Haben Sie etwas anderes im Sinn?
Lehrer sind inzwischen extrem teuer. In den meisten Bundesländern bekommen sie nun A13 und sie fast alle verbeamtet. Es ist klar, dass man versucht, durch Stellenabbau Kosten zu sparen statt Klassen zu verkleinern, was ja dann möglich wäre. Das ist der Preis für A13 und Verbeamtung.
Lehrer sind genauso teuer für den Staat wie andere Personen mit 2 Staatsexamina oder Master-Abschluss / Uni-Diplom: Juristen (Richter sind sogar noch teuerer als Staatsanwälte), Ärzte, Ingenieure, …, die verbeamtet sind. Und während der aktiven Dienstzeit sind Beamte nachgewiesenermaßen im Durchschnitt auch billiger als Angestelllte.
Warum also genau sind Lehrer jetzt „extrem teuer“?
… die Kosten enden aber nicht mit der Aktiven Zeit…
Lehrer haben eine überdurchschnittlich Höhe Lebenserwartung. Ergo: Hohe Pensionsbezüge und Beihilfezahlungen über einen überdurchschnittlich langen Zeitraum nach der aktiven Zeit.
Beamte haben eine überdurchschnittliche Lebenserwartung. Dass Lehrer da noch mal drüber liegen, steht wo?
Weil die in 45-Minuten-Takten abrechnen. Ein Tag hat 1440 Minuten.
1440 / 60 = 24
1440 / 45 = 32
Und jetzt rechnen Sie das mal auf 70 Jahre oder mehr hoch
Lehrer machen den Großteil der gut dotierten Beamten aus.
Und woran liegt das?
Soweit ich weiß, ist Schule die einzige Orhanisationseinheit in der Exekutive der Länder, die ohne Stellen in der ersten Laufbahngruppe auskommt. Folglich gibt es nur Stellen, die zur zweiten Laufbahngruppe gehören. Dabei gehören die meisten Stellen an Grund-, Haupt-, Real- Gemeinschaftsschulen der SekI zur Laufbahngruppe I. Im Regelfall lag das Eingangsamt – bis auf Ausnahmen – bei A12, da ein mit Master (oder vergleichbarem Abschluss) absolviertes Hochschulstudium sowie ein zweites Staatsexamen vorausgesetzt wird.
Das ist in anderen Teilen der Länderverwaltungen so nicht üblich.
Das sind Fakten!! – wer nimmt diese in die direkte Diskussion auf?
Und Gott sprach: Nur das Gymnasium zählt zur Laufbahngruppe 1.
Laufbahngruppe.
Ganz wichtig beim Thema: Distinktionsgewinn.
2
Ja und? Beantworten Sie doch einfach eine Frage!
Erwarten Sie mehr als eine gegenfrage?
Siehe oben. Belegt.
https://www.demografische-forschung.org/artikel/2016/2/1
Sie können aber selbst danach googlen. Es ist allgemein Bekannt, dass Lehrer, insbesondere wenn sie verbeamtet sind, eine deutliche höhere Lebenserwartung haben.
Gerne bin ich aber auf gegenteilige wissenschaftliche Belege ihrerseits gespannt. Denn das ist ja ihr Anspruch, wenn man hier etwas postet, richtig?
Ersetze „eine“ durch „meine“.
Ach so… na dann ist es ja klar, warum an dem Ast gesägt wird.
Sachsen hat bis 2019 nicht verbeamtet. Der Großteil meiner KuK sind wie ich auch Angestellte.
Und wenn ich unseren jetzigen KuMi so laut nachdenken höre, wird ab 2030 darüber nachgedacht, das auch wieder zu lassen.
Bin seit 35 Jahren Lehrer an einer OS im ländlichen Raum in Sachsen.
Die Diskussionen hier gehen an der Realität der Oberschulen meilenweit vorbei!
Das ist für ihren Fall richtig. Es trifft aber den Kern bei den Bevölkerungsstarken (West)Bundesländern.
Das halte ich für unwahrscheinlich, da laut Statistik über zwei Drittel der Lehrkräfte Frauen sind.
Das ist eigentlich allgemein bekannt, daher wunder mich ihre Frage.
Aber um es ein für alle Mal zu klären:
Die durchschnittliche Lebenserwartung von Beamten ist höher als von. Angestellten.
Die durchschnittliche Lebenserwartung von Menschen mit hoher Bildung, also bspw. Hochschulabschluss ist höher als mit niedrigerer Bildung.
Lehrer haben eine höher Bildung und sind bei uns in NRW meist verbeamtete. Ergo: Es gibt zwei Faktoren, die sich auf die Lebenserwartung auswirken
Studien hierzu gibt es genüge. Beispielsweisen hier:
https://www.demografische-forschung.org/artikel/2016/2/1
Lehrer haben eine völlig normale Lebenserwartung, Lehrerinnen werden älter.
Könnte damit zusammenhängen, dass „Lehrerinnen“ Frauen sind, die allgemein bekannt eine höhere Lebenserartung ahebn.
Nein, das liegt noch mit am Lehrerinnenzölibat. Nonnen und Mönche werden auch älter.
Das hängt dann aber wohl mit Gottes Gnaden zusammen, bei Mönchen und Nonnen. 🙂
Ansonsten erhöht die Ehe (v. a. bei Männern) die durchschnittliche Lebenserwartung. Aber nur, wenn die Gattin nicht zufällig Bärlauch und Maiglöckchen im Salat für den Gatten verwechselt. 🙂
https://www.dieversicherer.de/versicherer/gesundheit/news/verheiratete-leben-laenger-als-singles-195422
https://www.demografische-forschung.org/artikel/2016/2/1
Warum gehen dann so viele in Frühpension oder holen sich pflichtschuldigst bei Renten/Pensionsantritt ihren Herzinfarkt/ Schlaganfall ab, wenns ruhiger läuft.
Märchenstunde mit Ukulelenbegleitung würde ich sagen.
In Frühpension geht nur der, der es sich finanziell leisten kann
Na ja, kommt auf die Dienstzeit und ob verbeamtet oder angestellt an.
Bei so manchem ist es schon a bisserl Jammern auf hohem Niveau.
Natürlich. In meinem Bekanntenkreis gehen die meisten in Frührente um das Leben noch zu nutzen so lange es geht und nicht aufgrund von Gebrechen. Ist auch vollkommen legitim und ich werde es evtl auch so machen wenn ich an der Reihe bin.
Aber es ist schon wichtig zu unterscheiden, ob man nicht mehr kann oder nicht mehr will.
Die meisten die ich kenne Unternehmen nach der Pensionierung/Verrentung noch sehr viel. Reisen um die Welt, machen Fahrradtouren, Weintouren etc. Dafür benötigt man eine gewisse Fitness.
In meinem Bekanntenkreis planen etliche den Zeitpunkt, zu dem sie die „Krankenkarte“ ziehen.
Danke für nichts.
Und nun vergleichen sie die Situation eines Beamten, der die Krankenkarte zieht mit einem Angestellten im Mittelständischen Betrieb.
Der Beamte zieht die Karte ohne jeglichen Verzicht auf Vergütung.
Auch das ziehen der Krankenkarte muss man sich leisten können.
Kosten die Länder dann aber weniger Geld.
…oder der / die, der / die erkannt hat, dass im aktuellen „Life-Game“ die Anzahl der zu Verfügung stehenden Leben auf „EiNS – 1“ – zusammengeschrumpft ist.
Dazu Begleitmusik
gesundheit-krankheit-im-alter-5230003099004.pdf https://share.google/bPpbgmF9AnSBQrofu
Oh wie bin ich es leid, dass sich Lehrkräfte mit Richtern, Topanwälten, … vergleichen.
Mannomann. Lehrer ist eine akademische Massenfunktion.
Jurist zum großen Teil auch ? ( bei uns gibt’s auch ein paar A 15 und 16er Starlehrerinnen) – ist bloß wegen des doch unterschiedlichen Verhältnisses Arbeit/Salaire nicht mehr so beliebt. Könnte ich wie mein früherer Vermieter Bossi das halbe Jahr chillen – bei gleichem Gehalt, wäre ich diskussionsbereit.
Sehens ( den Vergleich ) doch einfach als egostärkende resilienzbildende Reaktion.
Und das bedeutet dann was?
Oh, wie bin ich es leid, solch halbgebildeten Unsinn von Menschen wie ihnen zu lesen. Peinlich.
Aber vollarrogant ist besser. Klar.
Vielleicht haben Menschen wie Sie auch Mitschuld daran, dass Lehrkörper kein gutes Ansehen haben.
Wie Anwalt, Arzt usw. auch.
Und wenn das alles so easy ist: Neue stets gesucht – auf geht es, so ein „Massengeschäft“ ziehen Sie doch sicher blitzschnell durch?
„Oh wie bin ich es leid, dass sich Lehrkräfte mit Richtern, Topanwälten, … vergleichen.
Mannomann. Lehrer ist eine akademische Massenfunktion.“
Ok, es gibt fast eine halbe Million Juristen in Deutschland (Anwälte, Verwaltungsjuristen, Richter, Politiker, …)
Ebenso fast eine halbe Million Ärzte.
Also: Warum genau sind jetzt ausgerechnet Lehrer eine „akademische Massenfunktion“?
Oder rechnen Sie jetzt die ganzen Tanzlehrer, Fahrlehrer, Baumschullehrer und Mülltonnenleerer dazu?
Bei diesem Punkt haben sie vollkommen Recht. Die meisten Juristen und Ärzte üben letztlich auch nur eine Massenfunktion aus.
Erstere kann man inzwischen teilweiße mit KI ersetzen, und letztere sehr bald auch. Denn die Arbeitstätigkeit der meisten Ärzte besteht lediglich darin Diagnosen anhand von Patienteninput zu stellen.
Insofern sind die meisten Lehrerjobs perspektivisch schwieriger zu ersetzen als der Standard Hausarzt oder der Standard Jurist.
Er sollte mit Rainer in den Wald gehen und Bäume beschimpfen, schon mal für den Winter Holz hacken, kalt duschen …….und ansonsten hart arbeitende verdientermaßen Feriengenießende neidlos ihre Arbeit tun lassen.
Aber warum dann die vielen juristischen Fakultäten und Lehrstühle?
Aberwie sagte schon Ludwig Thoma:
„Der königliche Landgerichtsrat Alois Eschenberger war ein guter Jurist und auch sonst von mäßigem Verstand.“
Naja, die Bewerber*innenzahlen sind nicht gerade am explodieren. Ihr Argument hätte mehr Gewicht, wenn es keinen Lehrkräftenangel geben würde.
Stattdessen fragen sich die jungen Leute nun, ob sie sich das Burn Out in einer schrumpfenden Region versilbern lassen wollen…
Wenn die Bewerberzahlen nicht gerade am explodieren sind, bedeutet dies auch, dass die Behauptung, mit mehr Gehalt (A13 für alle) und Verbeamtung könnte der Lehrermangel behoben werden, immer falsch war.
Ich glaube, es lag und liegt an den Arbeitsbedingungen und nicht am Geld.
Diese Behauptung hat es niemals gegeben. Es ging immer darum, den Lehrermangel nicht zu verschlimmern, um zum Beispiel durch Verbeamtung die Abwanderung bestehender Kräfte zu verhindern.
Wenn man Lehrerstimmen (und der einen oder anderen Studie) glaubt, ist mit „Arbeitsbedingungen“ zu einem guten Teil Arbeitszeit und zunehmende Aufgaben“vielfalt“ gemeint. Ob es billiger wäre, entsprechende Arbeitskräfte zur Übernahme berufsferner Aufgaben einzustellen, wäre zu berechnen, in dieser Hinsicht sind (verbeamtete) Lernkräfte vermutlich doch recht billig. Grundsätzlich würde ich aber auch eher weniger Arbeit als mehr Bezahlung wählen, wenn man mich fragte.
Da stimme ich Ihnen voll zu.
Es sind aber trotzdem keine Gegensätze, wie Katabaster aufzumachen versuchte.
Und, nicht teurer als PHK mit 4 silbernen Sternen oder PR mit 1 goldenen Stern.
Gleiches gilt für OAR und RR der allgemeinen Verwaltung. Alles eine Folge der Laufbahnordnung, die eben bei „Lehren“ nicht adäquat angewendet worden ist.
Würde der Dienstherr für Lehrkräfte lediglich einen Bachelor-Degree voraussetzen, würde es billiger. Es gäbe dann A9 im Eingangsamt, wie bei jeden RI oder PK.
Neue Lösung des Lehrkräftemangels:
Statt Bachelorabschluss einfach vor’m örtlichen kik und „Action“ Leute ohne Abschluss rekrutieren.
Die kriegen dann Besoldungsstufe A-K (Action-kik) und vor jeder Klasse steht ein atmender, warmer Körper.
Somit könnte man in eine excel-Tabelle eintragen, dass 130% Stellenbesetzung gesichert wurde.
Jedes Land wird nun versuchen, die Zahl der Lehrer auf das absolut Notwendige zu begrenzen. Man sieht ja schon die Einführung von „Billig-Lehrern“, ich glaube in Sachsen-Anhalt und Thüringen.
Die im Dienst sind, mag das auf den ersten Blick nicht jucken, aber da sie nun doch keine besseren Arbeitsbedingungen bekommen, sondern „nur mehr Geld“, betrifft es sie auch. Was nützt mehr Geld, wenn man an den Arbeitsbedingungen kaputt geht?!
Naja, gehen die Schulen halt komplett den Bach runter … so what. Diese Entscheidung entspricht nicht meiner Besoldungsstufe.
Das ist der Weg.
Jepp… kann jeder / jede … wir programmieren ein KI, das zu tun leisten … und wenn es schief geht, dann sind die LuL schuld, weil die ihre Erfahrungs- und Anwendungskonpetenzen nicht adäquat vermittel haben. „Die hätten doch auch mal was sagen sollen!“
fuck you
Zur Wahrheit gehört aber auch, dass wir noch nie so viele Lehrkräfte in Deutschland hatten wie heute und diese auch immer besser bezahlen. Wie an so vielen Stellen in Deutschland scheint es ein Effizienzproblem zu geben.
https://de.statista.com/statistik/daten/studie/1282270/umfrage/lehrkraefte-in-deutschland/
Und es war immer falsch zu glauben, mit noch mehr Geld (Gehalt) könnte man das Problem lösen. Es gab schon früher Stimmen, die das bezweifelten.
Es ist ja weniger Geld geworden. Die Inflation ist höher als die Lohnsteigerungen und das Weihnachtsgeld wurde auch gestrichen.
Es geht doch auch darum, Lehrer von den Gymnasien an die anderen Schulformen umzulenken…? Schließlich ist dort der Mangel größer. Wenn man ohnehin bereit ist, Lehrkraft zu werden, ist vielleicht Geld doch ein Argument für die genaue Schulformwahl
Ich denke, würde man Lehrkräfte – insbesondere an Grundschulen – nicht besser bezahlen, würden noch viel weniger junge Menschen den Beruf ergreifen wollen.
Was in Ihrer Rechnung ja fehlt, ist die Tatsache, dass es inzwischen weniger junge Menschen gibt. Daraus ergibt sich, dass es auch insgesamt weniger junge Menschen gibt, die den Beruf ergreifen wollen.
Wenn es immer mehr Aufgaben zu erledigen gibt, braucht es dafür auch mehr Personal. Ist eigentlich nicht so schwer zu verstehen und auch kein Effizienzproblem
Tunlichst verschwiegen: ‚…seit dem Schuljahr 2014/15 angestiegen‘. Von welchem Niveau? Aus meiner Schulzeit in grauer Vergangenheit: Klasse 5 mit 41 Kindern. ‚Legasthenie‘ hatte eines davon, statt ADHS gab es ‚unruhige Kinder‘ bzw ‚Dauerstörer‘, die irgendwann die Schule wechselten. Kooperatives Arbeiten bedeutete, sich ein Buch zu teilen. Könnte man beunruhigend lange fortsetzen, aber die Aussage ist wohl klar? Mehr Aufgaben bedeuten mehr Bedarf und die These ‚Effizienzproblem‘ ist im Prinzip nur eine der üblichen Beleidigungen, ‚faule Säcke‘ in etwas anderer Form. Die Klassengrößen bewegen sich übrigens real immer noch am oberen Rand des vorgesehenen, viel zu hohen Bereichs.
Aber gerne, wir lösen das einfach mit mehr Effizienz. Wie bei Bundeswehr, Autobahnbrücken, Bahnstrecken, Polizei….
Jepp, und nun werden wir Bescheid gestoßen, dass das aktuelle Bildungs- und Schulsystem nicht mehr mit den Maßen der Vergangenheit gemessen werden kann.
Individualisieren wir doch Bildung zu 100%.
Wie es z.Z. stetig gefordert wird.
Nicht leistbar … nicht sinnvoll … nicht tragfähig.
Vermutlich weil die Maße mit den Werbegeschenken der Berliner Polizei erfasst worden sind
Meinen Sie u.a.
Das ‚Erziehungseffizienzproblem‘ außerhalb der Schule, das kaum mehr kompensierbar ist.
Dagegen hilft richtig gut die 2Lehrkräfte- im – Klassenzimmer- Strategie. – Und dann, – wieder zu wenig LuL.
Heutzutage die Anzahl nötiger LuL an Schülerköpfen festzumachen 🙂 zeigt genau das unrealistische Denken, das gerade zum Thema Bildung überhand nimmt – beim Fußvolk und im Olymp.
Muss es wieder ein derart unästhetisches Foto sein? Oder geht es um Mehrgewicht von Kleinkindern?
Dieser Artikel ist schon seit Wochen online. Der hat exakt niemanden interessiert. Hat wirklich jemand ernsthaft geglaubt/gehofft, die Ankündigungen blieben auf Kitas beschränkt?
Ich hoffe nicht. Das war nämlich ziemlich klar.