MAINZ. Die Übertragung des jüngsten Tarifabschlusses auf die Beamtinnen und Beamten sorgt in Rheinland-Pfalz zunächst für Einigkeit unter den Lehrerverbänden. Doch hinter der Zustimmung zur Gehaltserhöhung tritt ein alter Streit erneut offen zutage. Während VBE und GEW auf die Umsetzung von A13 für Grundschullehrkräfte drängen, warnt der Philologenverband vor den Folgen einer Einheitsbesoldung. Der Verband macht deutlich: Wenn Grundschullehrkräfte künftig nach A13 bezahlt werden, müsse auch die Besoldung der Gymnasiallehrkräfte neu geregelt werden.

Eigentlich klingt die Pressemitteilung des Verbandes Bildung und Erziehung (VBE) wenig konfliktträchtig. Die Landesregierung habe mit der Übertragung des Tarifergebnisses auf die Beamtinnen und Beamten ein wichtiges Signal gesetzt, erklärte der stellvertretende Landesvorsitzende Alexander Stepp. Die Entscheidung sei „eine verdiente Anerkennung der Leistung, die täglich in den Schulen erbracht wird“.
Auch der Philologenverband Rheinland-Pfalz begrüßte die Entscheidung. Landesvorsitzende Cornelia Schwartz lobte die Verlässlichkeit der neuen Landesregierung und forderte zugleich eine zügige Auszahlung der angekündigten Vorgriffszahlungen.
Doch die Einigkeit endet dort, wo die Debatte über die künftige Lehrerbesoldung beginnt.
VBE-Landesvorsitzender Lars Lamowski verband seine Zustimmung zur Tarifübertragung unmittelbar mit einer weiteren Forderung. „Dazu gehört die zeitnahe Umsetzung von A13 für alle Lehrkräfte, wie es im Koalitionsvertrag steht“, erklärte er. Die Formulierung wirkt zunächst unscheinbar. Tatsächlich berührt sie jedoch einen Konflikt, der die Lehrerverbände in Rheinland-Pfalz seit Jahren beschäftigt.
Im Koalitionsvertrag haben CDU und SPD angekündigt, die Besoldung der Grundschullehrkräfte schrittweise auf A13 anzuheben. GEW und VBE betrachten dies als überfälligen Schritt zur Angleichung der Lehrerbesoldung. Der Philologenverband sieht die Entwicklung dagegen deutlich kritischer.
In seiner aktuellen Stellungnahme weist der Verband die Forderung nach einer Einheitsbesoldung ausdrücklich zurück. Schwartz warnt davor, die Formel „A13 für alle“ wörtlich zu verstehen. Dies würde aus Sicht des Verbandes bedeuten, dass die bisherige Zulage für Gymnasiallehrkräfte entfällt.
„A13 für alle wird der längeren Ausbildung, der damit verbundenen kürzeren Lebensarbeitszeit und verminderten Pension gymnasialer Lehrkräfte nicht gerecht“
Hinter dieser Auseinandersetzung steht eine Besonderheit des rheinland-pfälzischen Besoldungssystems. Gymnasiallehrkräfte werden bislang nach A13 mit Zulage (A13Z) besoldet. Diese Regelung trägt aus Sicht des Philologenverbands dem Umstand Rechnung, dass das Studium für das gymnasiale Lehramt länger dauert als die Ausbildung für das Grundschullehramt. „A13 für alle wird der längeren Ausbildung, der damit verbundenen kürzeren Lebensarbeitszeit und verminderten Pension gymnasialer Lehrkräfte nicht gerecht“, erklärt Schwartz.
Der Verband begründet seine Position mit dem späteren Berufseinstieg von Gymnasiallehrkräften und den daraus resultierenden Folgen für Einkommen und Versorgung. Das Regelstudium für das gymnasiale Lehramt dauere ein Jahr länger als für das Grundschullehramt. Zudem würden inzwischen nur noch Teile der Studienzeit bei der Versorgung berücksichtigt. „Unsere Berechnungen zum Thema zeigen: Würde man Grundschullehrkräfte nach A 13 besolden, die Regel-Besoldung von gymnasialen Lehrkräften jedoch nicht gleichzeitig auf A 14 anheben, käme man innerhalb eines 40-jährigen Berufslebens auf einen 5-stelligen Minusbetrag für Gymnasiallehrkräfte, da Grundschullehrkräfte durch den früheren Dienstbeginn im Laufe ihres Berufslebens ein Jahr länger in der höchsten Erfahrungsstufe verbringen“, heißt es.
Schwartz verweist darüber hinaus auf die Entwicklung der Karrierewege an Gymnasien. Während Grundschullehrkräfte in den vergangenen Jahrzehnten Besoldungsschritte von A10 über A11 und A12 bis zur nun geplanten A13-Einstufung durchlaufen hätten, seien die Aufstiegsmöglichkeiten für Gymnasiallehrkräfte zurückgegangen. Nach Angaben des Verbandes wurden vor rund 20 Jahren noch elf Prozent der für eine Beförderung infrage kommenden Lehrkräfte nach A14 befördert. Inzwischen liege die Quote bei sieben Prozent. Schwartz: „In den letzten Jahrzehnten hat sich die Besoldung von gymnasialen Lehrkräften in Rheinland-Pfalz im Vergleich zu anderen Lehrämtern deutlich verschlechtert.“
„Es würde sich dann finanziell lohnen, den Beruf mit der kürzeren Studiendauer zu ergreifen – besoldungsrechtlich ist das nicht haltbar“
Aus diesen Argumenten zieht der Verband eine weitreichende Schlussfolgerung. Er fordert nicht lediglich den Erhalt der bisherigen Regelung A13Z. Vielmehr appelliert er an die Landesregierung, „im Zuge der geplanten Veränderung der Besoldungsordnung die Eingangsbesoldung von Gymnasiallehrkräften auf A14 anzuheben“.
Der Philologenverband begründet dies damit, dass eine Anhebung der Grundschullehrkräfte auf A13 die bisherige besoldungsrechtliche Relation zwischen den Lehrämtern verändere. „Es würde sich dann finanziell lohnen, den Beruf mit der kürzeren Studiendauer zu ergreifen – besoldungsrechtlich ist das nicht haltbar“, meint Schwartz. Aus Sicht des Verbandes muss die Besoldungsordnung deshalb insgesamt neu justiert werden.
Der aktuelle Konflikt kommt nicht überraschend. Bereits nach der Vorstellung des Koalitionsvertrags von CDU und SPD Anfang Mai verlief eine deutliche Trennlinie zwischen den Lehrerverbänden. Während GEW und VBE die angekündigte Einführung von A13 für Grundschullehrkräfte als bildungspolitischen Erfolg feierten, vermied der Philologenverband jede entsprechende Begeisterung. Stattdessen verband er seine Zustimmung zu einer besseren Bezahlung von Lehrkräften mit der Forderung nach weiteren Höherstufungen auch für Gymnasiallehrkräfte, Schulleitungen und Fachleitungen.
Der Streit schwelt seit Jahren. Noch im Herbst 2024 hatte sich der Philologenverband Rheinland-Pfalz ausdrücklich gegen eine isolierte Einführung von A13 für Grundschullehrkräfte gestellt. Der Verband forderte stattdessen zunächst eine Überprüfung des gesamten Besoldungsgefüges im öffentlichen Dienst. Schwartz erklärte damals, man brauche „erst einmal eine Höhergruppierung des übrigen Öffentlichen Dienstes“. Der Philologenverband argumentierte zudem, Grundschullehrkräfte hätten in den vergangenen Jahrzehnten bereits „massiv profitiert“. GEW und VBE warfen dem Verband daraufhin vor, die Bewegung „A13 für alle“ durch diese Mondforderung auszubremsen.
Und die Philologen legen jetzt nochmal nach. Schwartz: „Wir verwahren uns dagegen, dass Grundschulverbände den Anspruch erheben, für andere eine Abschaffung einer Zulage und einer Beförderungsmöglichkeit zu fordern.“ News4teachers









Das war ja vorauszusehen. Als seinerzeit A13 für alle aufkam, hieß es in den Diskussionen immer, sonst gäbe es bald keine Grundschullehrer mehr. Nun gibt es in mehreren Bundesländern A13 für alle Lehrer, nun „will dort keiner mehr was anderes als Grundschullehrer“ werden, sprich, man spricht schon wieder von zu vielen Lehrern an Grundschulen und Mangel z.B. an Berufsschulen.
Auch die Wiederverbeamtung hat den Lehrermangel nicht beseitigt, obwohl immer das behauptet worden waren. Da haben viele in der Argumentation nur ihren eigenen Vorteil verfolgt. Jetzt jammern sie weiter oder wieder und sprechen von besseren Arbeitsbedingungen, die man braucht, um den Lehrermangel zu beheben. Das sehe ich auch so.
Aber dort, wo man für bessere Arbeitsbedingungen Aktionen startete, das konnten wir so oft hier lesen, nehmen die Lehrer selbst minimal teil. Stattdessen jammern sie nun über Abordnungen an andere Schulen, wo Lehrer fehlen, was der Beamtenstatus erleichtert. Sie jammern also eigentlich immer und tun selber nichts für eine Verbesserung.
Aus meiner Schule waren 5 auf der Demo für bessere Bedingungen. Von über 100. Man kann sie nicht zwingen…
Nein, zwingen kann man nicht. Darum geht’s ja auch nicht. Es ging mir darum, dass gesagt wird, Geld alleine bringt’s nicht, es bedürfe besserer Arbeitsbedingungen und an Aktionen für bessere Arbeitsbedingungen (gab es ja auch schon nach dem Unterricht) nahm kaum jemand teil.
Was erwarten die Lehrer? Dass Bauarbeiter und Friösen für bessere Arbeitsbedingungen der Lehrer auf die Straßen gehen? Darum geht’s!
Bei „Jetzt jammern sie weiter“ bin ich ausgestiegen. Das ist keine sachliche Analyse, sondern eine pauschale Abwertung einer ganzen Berufsgruppe.
Na ja, ganz von der Hand weisen kann man den Punkt von Namina nicht.
Mich bestätigt das eher in meiner Auffassung, dass das fehlende Streikrecht in der Praxis offenbar gar keine so große Rolle spielt.
Hier wird regelmäßig beklagt, dass Beamte nicht streiken dürfen. Gleichzeitig liest man immer wieder, wie gering die Beteiligung an Demos und Aktionen für bessere Arbeitsbedingungen ausfällt. Und die angestellten Kollegen, die streiken dürften, scheinen davon auch eher sparsam Gebrauch zu machen.
Vielleicht wird das Streikrecht als Argument einfach überschätzt.
Millionen Arbeitnehmer streiken nie. Sie hätten nur die Möglichkeit dazu.
Und wenn selbst diejenigen, die sie haben, diese Möglichkeit kaum nutzen, erscheint mir die Vorstellung, ohne Verbeamtung würde das deutsche Bildungswesen regelmäßig lahmgelegt, doch etwas dramatisch.
Vielleicht ist das Streikrecht in der Debatte wichtiger als im wirklichen Leben.
Ein Streikrecht bedeutet Arbeitsniederlegung. Das ist ein wichtiges Druckmittel, um Forderungen der Gewerkschaften durchzusetzen. Meistens wird ja auch nur mit Streik gedroht. Unsere Gewerkschaften sind zahnlose Tiger. Ein Plakat hochzuhalten und auf Demos zu gehen…. Glauben Sie das interessiert jemanden im Ministerium?
Mir persönlich geht es nicht um die Verbeamtung. Es geht um eine amtsangemessene Bezahlung. Das ist das Thema. Und die haben wir nun endlich in RLp.
Nein, meistens wird nicht nur mit Streik gedroht. Wie kommen Sie auf sowas? Es gibt sogenannte Warnstreiks. Meinen Sie das? Das sind „Drohungen“, wenn Sie so wollen. Die Beteiligung unter angestellten Lehrern ist tatsächlich minimal. Die verbeamteten dürfen nicht, aber sie würden auch nicht häufiger als die angestellten Lehrer.
Ein Warnstreik ist eine kurze, zeitlich befristete Arbeitsniederlegung (oft nur wenige Stunden) während laufender Tarifverhandlungen, um den Forderungen der Gewerkschaften Nachdruck zu verleihen. Ein (Erzwingungs-)Streik ist hingegen ein unbefristeter und flächendeckender Arbeitskampf, der erst nach gescheiterten Verhandlungen und einer offiziellen Urabstimmung stattfindet. (nach Verdi)
Naja und für bessere Arbeitsbedingungen gab es auch schon Aktionen ohne Streik, z.B. Demos oder Kundgebungen am Nachmittag. Da hätten auch verbeamtete Lehrer teilnehmen können. Taten sie ebenfalls minimal.
Siehe meine Antwort an @blau soeben.
es muss sein, wir brauchen die Erhöhung auf A14.Wir brauchen aber auch die 4 Tage Woche und 1 Homeschoolingtag (alleine um diesen mal zu üben!!)
Sach ich ja 😀 muss sein:-)
Mal als Quereinsteiger … nein, wir brauchen kein A14. Wir brauchen ein Weg-vom-das-hat-schon-beim-Kaiser-funktioniert, hin zu moderner Bildung. Keine sinnfreie Digitalisierung, hin zu echter Bildung nach modernen Standarts, die vielleicht in Ländern, die im Pisa-Ranking besser dastehen, schon erprobt sind. Und A13 ist schon ein gutes Gehalt, vergleicht das mal mit Gehältern in der Wirtschaft …
überhaupt nicht Marcwhatever
35 Std Woche
A14
1 Tag Digital
Hier, da kann man es lesen: Lehrermangel in Brandenburg so groß wie nie. Dabei war auch in Brandenburg die Wiederverbeamtung als Mittel gegen den Lehrermangel gepriesen worden. Wer sind nur immer diese falschen Berater? Kann man sie in Haftung nehmen für das, was sie anrichten?
https://www.news4teachers.de/2026/06/wow-lehrermangel-so-gross-dass-die-anerkennung-von-abschluessen-bedroht-ist
In BB wurde die Verbeamtung von Lehrkräften 2008 eingeführt.
Sie gehen davon aus, dass ohne Verbeamtung weniger Lehrermangel herrschen würde? Das weisen Sie doch bitte schlüssig nach.
Vielen Dank,
Mika BB (angestellt)
Wen hälst du denn mit Verbeamtung? Unsere Referendare, die Fächer-Combos haben, die auch in der Wirtschaft gesucht werden, gehen lieber raus. Das ganze Ref ist ‚aus Kaisers Zeiten‘. Das sollte dringend überarbeitet werden und dabei die ‚Akten Säcke‘, die ‚ausbilden‘ rausgenommen werden.
halt unattraktiv wegen nicht A14 und fehlendem Homeoffice und 35 Std Woche
Dir geb ich gleich einen
,Akten Säcke‘
Machen Sie sich doch wenigstens die Mühe und lesen den Artikel, zu dem Sie kommentieren.
Mit freundlichen Grüßen,
Mika BB
Können Sie das Gegenteil schlüssig nachweisen? Wir lesen ja, dass der Lehrermangel trotz Verbeamtung sehr hoch ist.
So läuft das nicht: Wer die Behauptung aufstellt, muss sie auch belegen können… Aber netter Versuch von Ihnen ;-D
Und wie beweisen Sie das Gegenteil? Es gibt ja weiterhin Lehrermangel in Brandenburg.
Ich muss das Gegenteil nicht beweisen, da ich nichts davon behauptet habe.
Sie hingegen müssten zunächst belegen, dass BB 2008 die Verbeamtung eingeführt hat, um dem Lehrermangel entgegenzuwirken (Spoiler: wird schwierig, weil es 2008 genug, ja sogar zuviele Lehrer in BB gab: viele mussten sogar auf Zwangsteilzeit gehen). Weiterhin müssen Sie belegen, dass es ohne Wiedereinführung der Verbeamtung im Jahr 2008 heute mindestens genauso viele Lehrkräfte gäbe wie wir jetzt tatsächlich haben.
Also los, dann mal ran!
Nichts hilft gegen den demografischen Wandel…
Ungeschützter GV würde helfen.
Genau das war zu erwarten …
Wenn das ähnlich lange dauert wie A13 für Alle, sind die aktuellen Gymnasiallehrer bei der Umsetzung in Pension.
wir brauchen es einfach so schnell es geht.
und wir brauchen die 35 Std. Woche!!
ganz genau Thomas 🙂
Meint Jasi das auch ?
H a s i heißt er
Der Bot darf sich auch mal vertippen. Der Kaffee auf Schnuckis Terrasse war vielleicht noch zu heiß.
35h-Woche? Wir haben noch nicht mal Zeiterfassung …
Ich weiß nicht wie es in RLP ist, aber in NRW bekommen Sek2 Lehrkräfte zumindest eine monatliche Zulage, also A13Z, also mehr als Grundschul- und Sek1-Lehrkräfte
Die Ratschläge.
Die entscheidende Frage ist ja, ob die GS- und SekI-Lehrkräfte die A13 im Übergangsamt zum höheren Dienst – also als Angehörige des gehobenen Dienstes – erhalten oder ob sie Angehörige des höheren Dienstes werden.
Kurzum – werden sie Studienräte oder bleiben sie Lehrer?
Werden sie StR ist die Zulage für SekII-Lehrkräfte eine Ungleichbehandlung, die zusätzlich zum geringeren Wochenstundendeputat gewährt wird.
Das gibt man Anlass zu Klagen.
Mit A13 ist regulär für Sek. I Lehrkräfte Schluss. Die Sek. II Lehrkräfte können noch kinderleicht auf A14 kommen. Das alleine ist schon ein geiler Benefit. Philologen und Studienräte sollen echt mal den Mund halten. Absolut arrogant. Dann sollen sie doch in die Sek. I gehen, gerne auch an die Grundschule, die feinen Philologen.
In BB gibt es keine A14 für Lehrkräfte der SEK II. Da bleibst dein Leben lang A/E13. Keine Beförderungsämter. Nix. Außer du machst Schulleitung.
Trotz gleichwertiger Ausbildung. Beide Master und Staatsexamen……. Eigentlich ein Bruch im Beamtenrecht
In BB nicht, jedenfalls nicht die angestellten Lehrkräfte. Da ist es schnöde E13.
In NRW erhalten auch nur die verbeamteten StR die Ratszulage, die tarifbeschäftigten Lehrkräfte mit Lehrbefähigung für die SekI+II erhalten ebenfalls keine Zulage.
„Ratszulage“ ? – bin ohne Zulage ratlos
A13Z für StR an GY/BK und tlw. Auch für SonPäd. Offiziell als Strukturzulage bezeichnet, beträgt ca. 177 Euronen und ist ruhegehaltsfähig.
Das ist auch für mich als Gymnasiallehrer wieder so ein Fremdschammoment, wie ich ihn beim Philologenverband so häufig habe. Weiß von denen irgendjemand, was Grundschule bedeutet? Ich ja, habe eine mehrjährige Teilabordnung hinter mir. Das Paket Grundbildung + Klassenführung + Elternberatung kann durchaus mit unseren Korrekturen und Abi mithalten. Und in Zeiten fünfjähriger Masterabschlüsse für egal welches Lehramt zieht auch das Argument nicht mehr, zumal sowieso nicht ersichtlich ist (Stichwort freie Wirtschaft), warum Erfahrung nicht irgendwann die Eingangsqualifikation schlägt.
Können wir bitte mal den Dünkel auf die Müllkippe verabschieden? Bringt uns gerade in Zeiten des Lehrermangels kein Stück weiter, da ist Zusammenhalten zwischen den Schulformen angesagt, um Bildung ernsthaft zu verbessern. Nicht auseinanderdividieren lassen, sonst hat die Politik zu leichtes Spiel für Symbolpolitik oder kaschiertes Nichtstun oder Verschlimmbessern.
Ich bin Grundschullehrerin und fühle mich weder über Gebühr von meiner Arbeit, meiner Arbeitszeit oder sonst was belastet. Ich verdiene verdammt gutes Geld für meine Arbeit. Ja, es ist Arbeit und es ist manchmal auch stressig. Aber unterm Strich hab ich mich auch über A12 nicht beklagt. Ich sehe, was mein Mann arbeite und verdient (und später Rente bekommt) und resümiere: ich hab es sehr, sehr gut.
Schön, dass es bei Ihnen rund läuft. Das sieht woanders aber anders aus. Da brennt nämlich die Hütte! Also mal bitte über den Tellerrand schauen. Ich bin GS Lehrerin an einer Schwerpunktschule in RLP. Ich bekomme nach den Ferien 26 SchülerInnen. Da vorab nicht überprüft wird, haben wir, vorsichtig gesagt: ein breites Spektrum! Da ist alles dabei: vom hochbegabten Kind bis zum Förderkind. Vom Verhalten rede ich hier gar nicht. Dazu Eltern, die so fordernd und schlicht frech sind. Ich schreibe Förderpläne, warum sollte meine Arbeit anders bezahlt werden als die der Förderlehrerin, die bei uns nur 8 Kinder betreut und keine Klassenlehrerin ist. Das ist wohl nicht zu begründen und genau deshalb bekommen wir A13. Erst jetzt, da leider viele meiner hauptsächlich Kolleginnen viel zu brav sind und den Mund nicht aufmachen.
Warum ist Ihrer Meinung nach nur das „Schlechte“ repräsentativ und allgemeingültig und nicht das „Positive“? Warum sind die Verhältnisse bei Ihnen die Regel und nicht die Ausnahme?
Super, Conny, jetzt wird mir klar, wie das Grundschullehramt so komplett auf den Hund gekommen ist.
Das ist einfach nur gehässig und sonst nichts, @unverzagte. (?)
Da setzt sich einer für Grundschullehrer ein und für deren A13 und du fällst dem in den Rücken. Absolut bodenlos.
die machen immerhin mal was, der Philologenverband kümmert sich wenigstens.
Aber den Pfeffer der IG haben sie leider nicht :/
aber sofort ! 🙂
Ja, der Philologenverband… ich habe einige mal bei einer Bildungsmesse gesehen. Ich muss gestehen, ich hatte mir es genauso vorgestellt. Alle Vorurteile wurden bestätigt: hauptsächlich ältere gediegene Herren im Pullover, Hemd und Cordhose. Brille auf der Nase und den Blick leicht gehoben. Man erkannte sie sofort. Irgendwie nicht von dieser Welt und die Entwicklungen an den Grundschulen völlig verschlafen. Interessiert sie aber auch nicht, warum auch?
Ich sag es gerne immer wieder: Manche Leute können nur dann gut schlafen, wenn das eigene Auto eine Nummer größer ist als das des Nachbarn. Auch wenn es immer noch ein kleines Auto ist: Es muss zumindest größer sein als das des Nachbarn.
Ja, das war mehr als zu erwarten. Wen wunderts?
Mir hängt das Schreien nach noch mehr Geld zum Hals raus.
Die Arbeitsbedingungen müssen sich verbessern und dann braucht man auch keine Verbeamtung, um die Lehrer zumindest so lange zu halten wie sie motiviert sind.
Die unmotivierten und faulen können sich dann auch in die glorreiche freie Wirtschaft bewerben und sich dort die Taschen vollmachen
Wir haben leider keine jährlichen Gehaltsverhandlungen…
nö, wir brauchen defintiv mehr Geld und die 35 Std. Woche mit 1 Homeofficetag.
Süß. „Verminderte Pension“.
Ach, herrlich.
Wir sollten eigentlich dankbar sein, dass Beamte überhaupt Steuern zahlen. Bei der langen Ausbildungszeit und den hoheitlichen Aufgaben wäre eine Steuerbefreiung doch nur konsequent.
Und natürlich muss A14 irgendwann A15 werden, A15 wird A16 und so weiter. Irgendwo muss der Staat ja schließlich mit dem ganzen überschüssigen Geld hin.
Woher das kommen soll?
Ganz einfach: Steuern und Sozialabgaben hoch. Vor allem die Sozialabgaben. Nicht, dass Beamte am Ende weniger Netto hätten – und das, wo sie doch schon seit Jahrzehnten unter diesen unerträglichen Bedingungen leiden.
Die übrige Bevölkerung wird das sicher gerne übernehmen. Irgendjemand muss schließlich die Solidarität finanzieren.
Gäääähhhn. War was?
Ja. Eine Unwissende!
Ignoranz und Arroganz sehe ich auf der anderen Seite.
Sie verdienen also genug? Zuviel? Wollen die Verbeamtung loswerden? Sind zufrieden so wie Conny?
Haben Sie mal darüber nachgedacht, warum Lehrer Beamte sind? U.a. deshalb, weil sie damit der deutschen Verfassung verpflichtet sind. Wenn das nicht so wäre, könnte ich z.B. vor den Schülern gegen die Demokratie wettern. Und wir dürften streiken!
Demokratie und Verfassungstreue sind für Sie also eine Folge des Beamtenstatus?
Ich hätte gedacht, das seien Tugenden, die man von jedem Staatsbürger erwarten darf. Offenbar braucht es dafür A13, hohe Pensionen und ein Streikverbot.
Und das Streikrecht wird auch immer wieder genannt. Millionen Angestellte streiken nie. Sie hätten nur im Konfliktfall die Möglichkeit dazu.
Ganz ehrlich, ich halte es für eine ziemlich gewagte These, dass Lehrer ohne Verbeamtung plötzlich vor der Klasse gegen die Demokratie wettern würden.
Dann müssten Bäcker, Erzieher, Ingenieure und Ärzte ja ein echtes Sicherheitsrisiko darstellen.
Im Konfliktfall haben sie die Möglichkeit dazu. Das ist der springende Punkt! Das wissen doch die Arbeitgeber, denn so eine Arbeitsniederlegung wird teuer.
„Wenn das nicht so wäre, könnte ich z.B. vor den Schülern gegen die Demokratie wettern.“
Sorry, aber das ist Blödsinn. Jede angestellte Lehrkraft legt einen Amtseid auf die Verfassung ab und hat zu den Werten der demokratisch-freiheitlichen Grundordnung zu stehen. Das ist jetzt kein Alleinstellungsmerkmal von Beamten!
Sry, aber Bullshit. Auch als angestellter Lehrer bin ich der Verfassung verpflichtet. Unterschied ist, ich kann im Zweifel schnell gekickt werden, der Beamte wird ehr unauffällig wegbefördert.
Der Unterschied ist, Angestellte müssen Verfassungstreue geloben, Beamte schwören.
Ich habe sogar bei Gott schwören müssen, was ja nochmal eine Stufe höher einzuordnen ist.
Aber die religiöse Formel ist doch optional. Den Zusatz „so wahr mir Gott helfe“ ist nicht zwingend – ausser vielleicht für die mit Missio oder Vocatio. Wäre schon komisch, wenn gerade die den Zusatz wegließen.
Nö, das Bekenntnis zu Gott war Ihre eigene Entscheidung.
Und? Was ändert das in Bezug auf die Verfassungstreue?
Die Höhe der monatlichen Bezüge.
Wer gelobt bekommt halt weniger, muss also nicht so treu sein, vermute ich.
Faktisch bezahlen wir natürlich keine Steuern, wir bekommen nur weniger Gehalt als das angegebene Brutto. Das Beamte offiziell Steuern zahlen ist wohl eher Zeitungen mit 4 Buchstaben zu verdanken als rationalen Überlegungen. Wenn man heute die Gehälter einfach auf das übliche Netto kürzen würde und dann keine Steuern erhebt (wäre etwas weniger Bürokratie) steht morgen in Zeitungen einer bestimmten Sorte „Beamtenprivileg“.
Aus der Empörung kommen wir nicht raus. Also bezahlt uns der Staat mehr Gelt, nimmt dann Steuern wieder weg und wir können dann erzählen, dass wir Steuern zahlen würden.
Auch wir zahlen Einkommenssteuer und Mehrwertsteuer…
Faktisch zahlt der Beamte genauso Steuern auf sein Gehalt wie jeder andere auch, wäre ja noch schöner …….. Was sie nicht bezahlen, sind die dicken Brocken der Sozialversicherungen, und das erzeugt den eklatanten Unterschied zwischen den Netto Gehältern, und um Neto ghet es doch, dass was mir am Ende bleibt …..
Sorry mal wieder für die Tippfehler, ist mir erneut der Gaul durchgegangen …..
Bei Satire in dieser Form ist /s wirklich hilfreich. Ahnungslosigkeit kann es ja nicht sein, denn das ‚wir‘ impliziert: hier kommt das Statement eines verbeamteten Lehrers ( und die wissen alles)
/s
Genau! Und das ist am Ende vergleichbar mit Jobs in der freien Wirtschaft eher wenig.
Offensichtlich ist das zu schwer zu verstehen, also nochmal:
Wenn mir jemand 100 Euro gibt, und ich gebe dann 20 Euro zurück, dann habe nicht ich 20 Euro bezahlt, sondern einfach 80 Euro bekommen. Die zusätzlichen 20 Euro hab ich bisher für einen Rechentrick gehalten, auf den Bildleser reinfallen, aber anscheinend wirkt das auch bei anderen Gruppen.
Als Gymnasiallehrer muss ich sagen:
Gute Grundschullehrer sind wichtiger und sie haben den anspruchsvolleren Job. Wir am Gym. bekommen schon eine Auswahl an Schülern, auch wenn da genug Leute sind, die am Gym. eigentlich überfordert sind. Die Grundschulen müssen alle versorgen und das ist weit schwieriger als begabten Leuten etwas beizubringen.
Der Philologenverband geht mir ehrlich gesagt auf den Zeiger. Jeder hilfreiche Vorschlag wird mit einem „aber wir müssen was besseres sein“ torpediert.
Wenn Sie mir eine kleine Zote erlauben: Kann man dem Philologenverband nicht einfach eine Pimmelverlängerung bezahlen, damit deren Minderwertigkeitskomplex endlich weg?
Die Standesdünkel vieler Gymnasiallehrer sind tatsächlich unerträglich, zumal gerade bei solchen noch nicht mal eine rundum gute Befähigung zugrunde liegt, da gilt Fachwissen vor pädagogischer Kompetenz, leider oft erlebt. Deshalb wollte ich auch nie wieder ans Gymnsium zurück, es ist nicht leicht, mit solchen Kollegen auszukommen.
Insbesondere Pauschalisierungen sind immer sehr sinnvoll…
Beamte, die das Besoldungssystem nicht verstehen können oder wollen – so blöd können doch nur StR sein. Die Besoldung hängt nicht von der Schulform ab, sie ist an die laufbahnrechtlichen Bestimmungen gebunden.
Bevor die Eingangsbesoldung für Lehrkräfte der SekI+II angehoben wird, sind erst einmal die Kolleg*innen der SekI im ersten Beförderungsamt zu berücksichtigen. Und das hat vorrangig zu geschehen, da ansonsten gegen geltendes Dienstrecht verstoßen wird. Im ersten Beförderungsamt kann nicht die gleiche Besoldung gezahlt werden wie im Einstiegsamt der gleichen Laufbahngruppe.
Ich habe eine meiner Zusatzaufgaben, die ich bisher komplett ohne Entlastung gemacht habe, für mein erstes BEförderungsamt, jetzt angekündigt, im nächsten Schuljahr nicht mehr zu machen. Da kann man dann nochmal drüber reden, wenn ich entweder eine Entlastung dafür bekomme oder halt eine Zulage, sonst nicht.
Gut so Dieses Gefecht geht wg. Ruhestand an mir vorbei.
Schön, wenn Sie jetzt Ihr Beförderungsamt haben, dann brauchen Sie ja nicht mehr darum zu buhlen. Als Lehrer sollte man natürlich nur das machen, was man auch bezahlt bekommt, so steht es offensichtlich in der Stellenbeschreibung……
So was kommt meist von Gymnasiallehrern, unter uns Berufs- und Fachoberschullehrern ist eine solche Haltung, zum Glück, eher eine Seltenheit.
Aber das Problem ist, das selbst die Gewerkschaften sagen, dass Klagen wegen des Abstandsgebotes nichts bringen, da es sich nicht so richtig um ein Beförderungsamt handeln würde, sondern weil man das Gleiche macht, nur mit mehr Geld. Aber dann gibt es halt eben auch keine zusätzliche Arbeit, vor allem, wenn es sich, wie bei mir, um eine undankbare und teilweise unnütze Aufgabe handelt.
Eine gute Lösung wäre gewesen, sich an der „Unterstufenlehrerausbildung der ehem. DDR“ zu orientieren. Die brauchten nicht zu studieren, hatten aber eine super Ausbildung an speziellen Ausbildungseinrichtungen. Es wäre ein leichterer Zugang zum Grundschullehrer gewesen. Man hätte vielleicht Interessenten erreicht, die jetzt verprellt werden.
Wenn das eine andere Gehaltsstufe bedeutet, dann ist es eben so. Man muss das ja nicht machen. Man hat die freie Wahl. Dass es künftigen Lehrern einzig und alleine ums Geld geht, also so viel wie möglich zu verdienen, halte ich für ein Gerücht.
Ich bin ganz sicher, die allermeisten Lehrer haben diesen Beruf ergriffen, weil sie als Lehrer arbeiten wollten. Das zeigen ja auch die Zeiten des Lehrerüberhangs, in denen es trotz geringerer Bezahlung nicht an Interessenten mangelte. Aber da waren ja auch die Zustände an den Schulen noch andere.
Die Angleichung der Grundschulgehälter wurde damit begründet, dass die Ausbildung mit Bachelor und Master inzwischen gleich ist. Eine absolute Gleichberechtigung hat es sowieso nie gegeben, weil die wöchentliche Anzahl der Deputatsstunden bei Grundschullehrern 3-4 Stunden höher ist. Und jetzt soll an Gymnasien wieder mehr bezahlt werden?
An unserer Grundschule hatten wir schon mehrere Gymnasiallehrer als Seiteneinsteiger. Anfängliche Überheblichkeit wich meist ganz schnell großer Anerkennung und aufgrund der Belastungen der Erkenntnis: Ich will auf jeden Fall zurück ans Gymnasium.
Ja, so ist es. Und dann stemmt noch eine Schulart die Hauptlast der Inklusion. Eben, die Grundschule. Mit einer Heterogenität, die es in keiner anderen Schulart gibt. Am wenigsten auf dem Gymnasium.
Danke und damit ist alles gesagt. Wer nicht verstehen will, versteht nicht.
Doch, wir kriegen sie dann anden beruflichen Schulen, Schüler aus allen Schularten
– ansonsten: wahre Worte
Okay, das habe ich im Nachhinein auch überlegt.
Vielen (auch im Philologenverband) scheint nicht klar zu sein, dass „höherer Stoff“ nichts mit höherer Leistung zu tun hat. Ich bin immer wieder verblüfft wenn Leute glauben es sei einfacher 5Klässlern das Koordinatensystem oder Winkel zu erklären, als 13 Klässlern Integrale. Sowas sagt nur, wer nie versucht hat einem Zehnjährigen, der den Unterschied zwischen spitzem und stumpfem Winkel im Bild nicht erkennt, diesen Unterschied zu erklären.
Das ist aber sehr pauschal. Experimente für die Sek ll sind oft sehr viel umfangreicher im Aufbau und der Vorbereitung als in Klasse 5. Und an der Vorbereitung für einen LK sitze ich ebenfalls länger, genauso an der Vorbereitung von Klausuren und deren Korrektur. Der Unterricht ist in der Sek ll dafür nicht so stressig, aber das nützt mir ja bei der längeren Vorbereitung nichts.
…
War zu schnell, sorry
Ihre Antwort ist die einzig richtige.
Vlt sollten wir dann Gymnasialer an der BS mit A12 anfangen lassen, wenn sie keinen DiplIng und keine fachpraktische Ausbildung/Lehrzeit vorzuweisen haben.
Und die Horden von Soz Päds, die ohne Fakultas D und PuG unterrichten auf A11 setzen ?
What a Blödsinn – Kleinschilda lässt grüßen 🙂
Krasse News:
Ein fünfjähriges Bachelor- und Masterstudium dauert fünf Jahre.
Ach ja, der Philologen Verband. Ich bin Berufsschullehrer und kam über den Seiteneinstieg aus der Industrie. Die Belastungen Industrie und Sek II sind anders, aber insgesamt vom Umfang vergleichbar. Wenn ich mir aber das Theater an der Grundschule meiner Kinder anschaue, bin ich heilfroh, junge Erwachsene unterrichten zu dürfen. Bereits in der Grundschule werden die Weichen für den späteren Bildungserfolg gelegt, sowohl bei den Kindern als auch bei den dazugehörigen Eltern. Man muss deshalb diese Leistung der Kolleginnen und Kollegen an den Grundschulen jetzt einfach mal anerkennen und endlich von seinem hohen Ross herunterkommen. Wenn ich Gymnasiallehrer über ach so schwierige Klassen mit so viel Heterogenität jammern höre weiß ich nicht, ob ich hysterisch lachen oder mich übergeben soll.
Ja, es liegt defintiv am Gehalt. Warum noch Abi korrigieren und diesen ganzen Aufwand betreiben für das gleiche Gehalt!? Und wir brauchen 1 Korrektur und Orgatag im Homeoffice pro Woche zuhause. Ich möchte nicht mehr 5 Tage in der Schule sein! Meine Nachbarin hat dienstags Homeoffice und der andere Nachbar rechts montags und freitags. Ich möchte dann auch zumindest 1 Tag zuhause arbeiten. Ich sehe das gesellschaftlich einfach nicht mehr ein 🙁 🙁
Sorry, aber wir alle haben uns für einen Beruf entschieden, der nunmal Anwesenheit in der Klasse erfordert und nicht für einen Schreibtischjob.
Wenn Ihnen das nicht mehr gefällt, warum wechseln Sie dann nicht? Steht ihnen doch frei zu kündigen und sich bei Firmen zu bewerben, bei denen Ihre Nachbarn arbeiten.
denke, sie meint eine Reduzierung und nicht den völligen Schreibtischjob.
1/3 zuhause ist nicht ziel verlangt in Zeiten von Digitalisierung. Und es ist unfair, wenn andere 3 Homeofficetage haben und dann noch viel mehr verdienen udn wir 5 Tage tuckeln Muxi!
Wer sich nicht völlig ungeschickt anstellt kann schon jetzt deutlich mehr als 1/3 der Arbeit zuhause erledigen. Zumindest ich mach Korrekturen und die Vor- und Nachbereitung des Unterrichts größtenteils daheim.
Zu meiner Studienzeit galt das immer als einer der Vorteile des Lehrerberufs.
ach what, Muxi…das sind trotzdem 5 Tage fahren.
Wir müssen davon wegkommen, 3 oder 4 reichen.
Oder, die Lehrer, die tatsächlich noch 5 Tage fahren, erhalten für den 5. Tag einen Bonus von 500 Euronen netto im Monat!
Wir (in Bayern) haben 186 Schultage, das ist gerade mal jeder 2te Tag im Jahr. Den Rest können wir völlig frei einteilen. Das ist mehr Freiheit als die meisten anderen Berufe bieten.
Und Sie haben zugestimmt, an diesen Tagen regelmäßig zum Unterricht zu erscheinen. Und jetzt wollen Sie einen Bonus dafür, dass sie die von Ihnen zugesagten Pflichten erfüllen?
Augen auf bei der Berufswahl.
Man kann über einiges bei unserer Arbeitsbelastung klagen, aber die Unterrichtstage gehören sicher nicht dazu. Das haben wir alle vorher gewusst und zugestimmt.
Die Schüler (bzw deren Eltern) ‚möchten‘ fünf Tage Präsenzunterricht in der Schule. Das geht mit dieser Personalausstattung und Raumsituation nur, wenn LK fünf Tage flexibel eingesetzt werden können. Schon einmal an einer größeren Schule Stundenplanbingo gespielt?
Wieviele Nachmittage ist denn Unterricht oder Konferenz? Meist zwei bis drei, also mindestens zwei frei planbare Nachmittage ‚von zuhause‘. Ups, da ist er schon, der Homeofficetag, nur in zwei Hälften. Ungerecht? Es soll Berufe geben, die tatsächlich jeden Tag direkten Kundenkontakt haben. 25% müssen sogar am Wochenende regelmäßig vor Ort sein. Ja, es ist sooo ungerecht alles…
Jede Firma und alle anderen bekommen Digitalnterricht und Besprechungen hin.
Reduzier die Deputate, mach mehr Digitales und es kann gelöst werden, wenn man möchte 😀
Der große Denkfehler ist nur, dass man den Schulbetrieb nicht mit normalen Firman vergleichen kann. Aber macht mal, ich werde bald genüsslich zuschauen …..
Das fordere ich, neben Homeschooling und höheren Gehältern bzw. der 4 Tage Woche, schon sehr lange! A14 ist der logische Schritt!
Außerdem die 4 Tage Woche und 1 digitalen Tag.
Sie haben definitiv Ihren Beruf verfehlt!
Thomas, glauben sie das nicht, sie wollen nur verbesserte und gleichwertige Arbeitsbedingungen. Warum, wenn die anderen Homeoffice und 35 Std. Wochen haben, ja. Also machen sie sich gar keine Sorgen, sie sind auf der richtigen Seite 🙂
Ahaaa, wusste noch gar nicht, dass es bei Lehrers verschiedene
“ richtige “ [und folglich auch falsche] „Seite“ gibt. Egal welche Seite des Bootes iIht nassforsch neugscheit falsch belastet…..
Ja dann, liebe Jungspunde, sorry erfahrene Klassenstürmer, mit Euch wird alles besser 🙂 besser wissen kommt eigentlich nach besser machen.
Was bin ich froh, dass ich andere betütern darf…….
verbessert werden muss es dringen!
Das war schon immer meine Argumentation, die Arbeitsbedingungen verbessern die Arbeitsmotivation, aber hier geht es offenbar nur um eine Höherbezahlung der vermeintlich „akademischeren“ Gruppe. Also zwei verschiedene Themen.
Wenn ich solche Debatten lese … ja, lasst uns Gymnasium neu regeln, einfach abschaffen. Dieses elitäre Gehabe ist sowas von abstoßend. Kein Wunder, dass wir nicht vorankommen.
Ich finde diese ganze Diskussion immer wieder ermüdend, wenn doch die rechtlichen Bestimmungen eindeutig sind. Master = Laufbahngruppe 2.2, Einstiegsamt A13. Eigentlich ganz einfach zu verstehen. Aber wenn selbst ein Fachverband diese einfache Regel nicht versteht, ja worüber reden die dann überhaupt?
Wenn jemand höher eingruppiert werden muss, dann sind das erstmal die Beförderungsämter in der Sek1.
Oder die nicht existenten Funktionsstellen an den Grundschulen 😉
Die Philologen regen in ihrer absoluten Arroganz einfach nur auf.
Ich fand von Anfang an nicht richtig, dass Grundschullehrer das Gleiche bekommen sollen wie Gymnasiallehrer.
Es klappt nicht gleichzeitig das Gleiche zu fordern und mehr haben zu wollen. Man hätte von Anfang an nur mehr Geld für alle fordern können, aber durch die jetzige Situation fehlen die Abstände. Es ist nicht die gleiche Arbeit!
Sie haben völlig recht! Ich bin auch für A14 für Grundschullehrkräfte! Danke für Ihren Einlass!
Diese Pfründe werde ich nie verstehen. Ein Schulsozialarbeiter an einem Gymnasium verdient auch nicht mehr Geld als einer an der Grund- oder Realschule. Wenn alle Lehrkräfte nach A13 bezahlt werden, bekommt doch niemand etwas weggenommen. Ich empfehle den Philologen mal etwas vom hohen Ross zu steigen. Jede Schulart hat ihre Herausforderungen.