Grundschullehrer händeringend gesucht – hoher NC hindert Kandidaten am Studium

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DÜSSELDORF. Grundschullehrer ist für viele ein Traumberuf. Allzu oft zerplatzt der Traum allerdings am hohen Numerus Clausus – aus Sicht des Bildungsforschers Klemm ein absurdes Hindernis in Zeiten akuten Lehrermangels. Er hat die Ursachen am Beispiel Nordrhein-Westfalen untersucht. Anlass: eine Landtagsanhörung zum Thema Lehremangel. Die Statements lassen sich größtenteils auch auf andere Bundesländer übertragen. 

Der Weg ins Grundschullehramt ist steinig. Foto: Shutterstock

Die Zugangsbeschränkung Numerus clausus (NC) ist aus Sicht des renommierten Bildungsforschers Prof. em. Klaus Klemm Hauptursache für den Lehrermangel an den Grundschulen in Nordrhein-Westfalen. Dieser «stark wirkende NC» habe «an allen nordrhein-westfälischen Hochschulen ungezählte junge Studienberechtigte gehindert», ihren Wunschberuf zu erlernen, stellte Klemm in einer schriftlichen Stellungnahme an den Düsseldorfer Landtag fest. Das Thema Bildungsgerechtigkeit und Lehrkräftemangel stand am Mittwoch auf Antrag der SPD-Opposition auf der Tagesordnung des Schulausschusses.

«Es muss daher sehr kurzfristig sichergestellt werden, dass landesweit die Hochschul- und Seminarkapazitäten bedarfsgerecht ausgebaut werden», unterstrich der Essener Bildungsforscher. «Zudem müssen Anstrengungen unternommen werden, die hohe Abbruchquote im Verlauf des Studiums zu verringern.»

Knappe Studienplätze fürs Grundschul-Lehramt

In stark nachgefragten Fächern legen die Universitäten einen NC fest, der die Zulassung zum Studium begrenzt und von Hochschule zu Hochschule stark variieren kann. «Der örtliche NC ergibt sich aus der Konkurrenz der Bewerberinnen und Bewerber um die knappen Studienplätze», erklärt das Schulministerium. Über die Zulassung entscheide in der Regel die Abiturnote, gegebenenfalls unter Berücksichtigung von Wartezeit und sozialen Gesichtspunkten.

Der NC liegt aktuell etwa an der Universität Duisburg-Essen je nach Fächergruppen meist bei 2,1, an der Universität Münster beträgt die «Auswahlgrenze» nach den Worten eines Sprechers derzeit 2,3, kann aber von Jahr zu Jahr stark variieren. Im Wintersemester 2014/15 galt dort demnach noch ein NC von 1,7 für die angehenden Grundschullehrer.

Ebenso wie die Bochumer Erziehungswissenschaftlerin Gabriele Bellenberg und der Vorsitzende der Landesrektorenkonferenz, Lambert Koch, fordert Klemm eine größere Flexibilität im Lehramtsstudium. Wenn sich die Studierenden nicht so früh auf ein bestimmtes Lehramt festlegen müssten, könnte flexibler auf den Bedarf reagiert werden, argumentierten die Wissenschaftler. Der Philologenverband sieht das anders: Das Lehramt für Gymnasien und Gesamtschulen sei «ausgerichtet auf die Vermittlung einer vertieften Allgemeinbildung», argumentiert die Landesvorsitzende Sabine Mistler. Für Grundschulen würden eher «pädagogische Faktoren» vermittelt.

Ausschließlich für die gymnasiale Oberstufe an Gesamtschulen und Gymnasien sei in NRW ein Lehrkräfteüberhang von 16.000 Lehrern in den kommenden zehn Jahren zu erwarten, bilanzierte der Verband Bildung und Erziehung (VBE). In den Lehrämtern für Haupt-, Real-, Sekundar- und Gesamtschulen werde hingegen bis zum Ende der dreißiger Jahre Mangel vorherrschen, stellte Klemm in seinem Bericht fest.

An den Grundschulen sei laut Prognose der Landesregierung zu erwarten, dass gegen Ende der zwanziger Jahre der bis dahin aufgestaute Lehrkräftemangel abgebaut sei. «Vor diesem Hintergrund wäre es überlegenswert, den Studierenden des Grundschullehramts ein Aufbaumodul anzubieten, das sie zum Unterricht in den Jahrgangsstufen 5 und 6 der Sekundarstufe I qualifiziert», schlug Klemm vor. Dies könne Arbeitslosigkeit von Grundschullehrern verhindern und den Mangel an den weiterführenden Schulen mindern.

Klemm: Modell der Vorgriffsstunden reaktivieren

Er empfiehlt darüber hinaus vor, das Modell der Vorgriffsstunden zu reaktivieren, um Bedarfsspitzen abzufedern: In den 90er Jahren konnten Lehrkräfte der Altersgruppe 35 bis 49 Jahre ihre Unterrichtsverpflichtung um eine Stunde wöchentlich erhöhen. Ab dem 55. Lebensjahr bekamen sie die vorgearbeitete Zeit dann zurück. Aus Sicht der Landeselternschaft der integrierten Schulen in NRW könnten Arbeitszeitkonten und Sabbatjahre «die Bereitschaft der Lehrkräfte erhöhen, länger vollzeitnah zu arbeiten».

Die GEW verweist auf die unterschiedliche Besoldung der Lehrämter. Nach wie vor werden Grund- und Hauptschullehrer schlechter bezahlt als ihre Kollegen an den Gymnasien. «Die ungleiche Besoldungsstruktur ist inzwischen zu einer bildungspolitischen Posse geworden. Während sich die meisten Bundesländer bereits auf den Weg gemacht haben, gefällt sich die nordrhein-westfälische Landesregierung (zusammen mit der baden-würt-tembergischen) als letzte Bastion der ungerechten Bezahlung in der Grundschule und Sekundarstufe I.» Dass selbst die gleichwertig ausgebildeten Absolventen mit einem Master of Education nicht die gleiche Eingangsbesoldung bekämen, sei verfassungswidrig – und eine Missachtung der Tätigkeit von Lehrkräften an Grundschulen und Schulen der Sekundarstufe I. «Dies hat selbstverständlich Auswirkung auf die Studienplatzwahl», so heißt es in der Stellungnahme der Gewerkschaft.

Problem: Qualifizierung von Seiteneinsteigern

Nach übereinstimmender Meinung von Eltern- und Lehrerverbänden sowie Wissenschaftlern müssten Seiteneinsteiger besser für ihre Lehrtätigkeit nachqualifiziert werden. Nach Erfahrungen des VBE sollte diese Notlösung dennoch nicht ausgeweitet werden. Das Fundament schulischen Lernen müsse von originär ausgebildeten Lehrern gelegt werden, unterstreicht Landeschef Stefan Behlau. Es sei «nicht hinnehmbar, dass an vielen Schulen Personen ohne Lehramtsbefähigung und ohne entsprechende Qualifikation quer durch die Fächer unterrichten».

Der Verband der Lehrer an Berufskollegs verwies auf deutliche bessere Arbeitsbedingungen in der freien Wirtschaft. Potenziellen Lehrkräften stehe in vielen Fachrichtungen «der komplette Arbeitsmarkt zur Verfügung». Hier könnten Zulagen für Lehrkräfte in Mangelfächern und für das verlangte einjährige Berufspraktikum die Attraktivität des Berufslehrerberufs steigern, empfahl der Landesvorsitzende Michael Suermann. Laut einer Bertelsmann-Studie würden bis 2030 rund 60.000 neue Lehrkräfte in NRW gebraucht, bilanzierte die SPD.

Lehrermangel betrifft nicht nur Schulformen unterschiedlich stark, sondern auch Regionen, wie die Erziehungswissenschaftlerin Gabriele Bellenberg feststellte. So sei etwa das Ruhrgebiet bei Stellenbesetzungen im Bereich der Grund-, Real- und Gesamtschulen weniger erfolgreich als das Rheinland und Westfalen. Eine Interview-Studie an «Schulen in herausfordernden Lagen» habe gezeigt, dass der Bedarf dort wegen der hohen Integrations- und Ausbildungsherausforderungen «noch nicht einmal durch Seiteneinsteiger gedeckt» werden könne. Von Bettina Grönewald, dpa

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23 KOMMENTARE

  1. Ach ja: Und da nach Aussage der Grundschullehrer hier das Studium genauso anspruchsvoll ist wie Sek II, gibt es unglaublich viele Alternativen mit geringerem oder sogar keinen NC.

    • Deshalb gibt es womöglich viele, die auf das Lehramt SekII ausweichen UND darüber A13 erhalten, sofern sie dann eine Stelle im Schuldienst erhalten. Der Überhang wird doch im Artikel beziffert.

      Den Mangel an Grundschullehrkräften oder SekI-LuL kann man darüber ausgleichen, dass die SekII-LuL mit A13 dann in die Grundschulen/ Gesamtschulen abgeordnet werden, um dort den Unterricht in ihren oder anderen Fächern zu übernehmen. Offenbar ist dies der gangbarere Weg, Lehrkräfte mit A13-Besoldung in die Grund- und SekI-Schulen zu bringen.

    • Das könnte auch ein Grund für die hohe Abbrecherquote sein.
      Gehen die Studierenden im Rahmen der Praktika in die Schulen, schauen sie hinter die Kulissen und ändern womöglich ihr Berufsziel noch während des Studiums.

  2. Wir brauchen dringend mehr GrundschullehrerInnen! Damals, während meines Studiums, haben oft auch noch die wenigen männlichen Kollegen nach kurzer Zeit zum höheren Lehramt gewechselt. Viele haben damit gefremdelt, mit kleineren Kinder zu arbeiten. Das geringere Gehalt hat auch eine erhebliche Rolle gespielt. Die GEW kämpft nun schon seit Jahren dafür, die Attraktivität dieses Berufs zu erhöhen, auch mit Forderungen nach A13. Erst kürzlich hat uns aber die Landesregierung (namentlich die CDU) eine Ablehnung erteilt, indem man uns mangelnde Wissenschaftlichkeit im Studium und generell eine geringer wertige Ausbildung unterstellte. Beides stimmt nicht. Ich glaube, dass es einfach am Geld hängt und man sucht immer wieder nach Gründen, um die Angleichung noch weiter hinauszuzögern. Der Beruf wird dadurch nicht attraktiver und die Studienzahlen steigen dadurch auch nicht.

  3. Bin 60 Jahre alt, arbeite voll und werde immer noch nach E11 in Sachsen-Anhalt bezahlt. Bin gerne Lehrer, habe kein Attest als Risikopatient beantragt, hätte aber gern mehr Wertschätzung durch unsere Landesregierung.
    Nun ja, der Traum wird sich bis zum Renteneintritt nicht erfüllen. Schade.

    • Die Begründung war „mangelnde Wissenschaftlichkeit“, um uns die Höhergruppierung zu versagen. Abgesehen davon, dass das nicht stimmt, werden auch die sonstigen Leistungen ,die wir vollbringen, geringer geschätzt. Letztendlich bin ich mir aber mittlerweile sicher, dass es einfach ums Geld geht.

  4. Natürlich geht es nur um das Geld!!!! Seit ca. 20 Jahren haben alle NRW-Regierungen an der Grundschule gespart und diese kaputt gespart: Erhöhung der Wochenarbeitszeit von 27 auf 28 Wochenstd., Wegfall der Schulkindergärten unter dem Deckmantel der individuellen Förderung, Elternsprechtage auf die Nachmittage verlegt, Inklusion auf Kosten der Klassengröße, Flüchtlingskinder sofort in die Regelklassen, VERA 3, Qualitätsanalysen, Förderempfehlungen, kein „Sitzenbleiben“ bzw. freiwilliger Rücktritt nach dem 1. Schulbesuchsjahr und Vieles mehr. Alles zusätzliche Aufgaben allein zu Lasten der Lehrer☆ innen, ihrer Arbeitzeit bzw. dem Gehalt. Kaum noch eine Lehrerin arbeitet an unserer Schule Vollzeit, das ist selbst als kinderlose (vor und nach der Familienzeit) physisch und psychisch kaum noch zu leisten. Kein Wunder, wenn nur noch wenige Berufseinsteiger sich dem Stress in der Klasse, mit den Eltern usw. antun, lieber A13 für ihren Beruf bekommen und am Gymnasium unterrichten wollen. Zwei Gymnasiallehrer☆ innen haben nur kurzzeitig bzw. gar nicht ( 1 hat den Dienst gar nicht erst angetreten, obwohl er nur an 3 Tagen hätten kommen wollen ) an unserer Schule unterrichtet und sind rasch wieder zum Gymnasium „geflüchtet “ , weil ihnen die Anforderungen durch die großen und stark heterogenen Klassen, einschl. Kinder mit z.T. erheblichen Förderbedarf, zu groß war.
    Die Eignung zur Grundschullehrerin ist sicher nicht vom NC abhängig. Verbindliche Schulpraktika vor und am Anfang des Studiums und eine entsprechende Einsicht in die Anforderungen und Zumutungen an den Grundschulen würden Studienabbrecher sicher verringern und den Berufsanfänger zeigen, hier gibt’s viel Arbeit für weniger Gehalt. Willkommen!!..wer sich das zutraut, ist wohl Lehrer☆in aus Berufung und nicht wg. eines vermeintlichen Halbtagsjob.

  5. Ich kann den anderen voll zustimmen. Die A12-Besoldung ist eine Frechheit, die sogar verfassungswirdrig ist und die Politik schert es dennoch nicht…
    Ein Tipp an alle, die noch studieren wollen, ohne lange zu warten:
    In Bayern ist der NC äußerst niedrig, das bayr. Studium wird in fast allen BL anerkannt. Der NC liegt dort z.B. in Passau oder Regensburg bei 3,… also durchaus machbar. Wenn man ein ganz schlechtes Abi hat, kann man auch in Österreich studieren, z.B. PH Salzburg, PH Linz, PH Feldkirch… So machen es die Mediziner auch! Allerdings ist das Anerkennungsverfahren u.U. etwas komplizierter je nach BL.

  6. Ich glaube mittlerweile nicht mehr daran, dass sich das Problem des Lehrermangels an Grundschulen mittelfristig lösen lässt. Offensichtlich ist der Beruf schlicht nicht attraktiv genug, um ihn zu ergreifen. Ich rufe immer mal mit einem Augenzwinkern Eltern, die uns viel Freizeit unterstellen, dazu auf, mit Quereinsteigerprogrammen GS-Lehrer zu werden. Keiner hat bisher darauf geantwortet.

  7. Zur Idee der Vorgriffsstunde, die Prof. Klemmt propagiert. Bis 1993 betrug die Wochenstundemzahl an Grundschulen 27 Strd. Dsnn kam die Vorgriffsstunde und ich musste 7 Jahre lang statt 27 dann 28 Wochenstunden unterrichten. Nach sieben Jahren sollten wir dafür 1 Stunde weniger arbeiten müssen, haha! : Just in dem Schuljahr kam aber das MSB darauf die Wochenarbeitzeit für alle Grundschullehrer☆ innen um eine Stunde zu erhöhen, natürlich ohne eine Gehaltssteigerung !! Die nächsten sieben Jahre durfte ich dann also wieder 27 Stunden unterrichten und danach 28 Std.
    Wer soll zu den heutigen Bedingungen noch eine Stunde mehr pro Woche unterrichten wollen?? Wir können froh sein, wenn das MSB nicht darauf kommt die Wochenarbeitzeit nochmal zu steigern, wie es die Grünen 2018 auf Grund des Lehrermangels vorgeschlagen haben.

    • Akademiker sind aber auch in der alge über den tellerrand zu schauen bzw. kennen den Unterschied zwischen Arbeitszeit und Deputatsverpflichtung. Wenn Rechtsanwälte lediglich für die Zeiten honoriert würden, in denen sie vor Gericht plädieren, wären sie absolut überbezahlt. Gleiches gilt für Richter und Staatsanwälte. Wieso zählt bei Polizisten das Anlegen der Schutzausrüstung nach entsprechendem Urteil zur Dienstzeit?
      Selbst Reisezeiten, die vollkommen unproduktiv in Transportmitteln verbracht werden sowie „Geschäftsessen mit Kunden“ schreiben sich einige Akademiker auf die Arbeitszeit an.

      Ja es gibt mehr Sachen zwischen Himmel und Erde als sich so mancher vorstellen kann.

      Und glauben Sie mir, ich weiß worüber ich poste, habe ich doch die Hälfte meines Beruflebens als Fach- und Führungskraft in der „Freien Wirtschaft“ verbracht, bevor ich den seiteneinstieg gewählt habe. So ein eigenes Büro mit Vollausstattung gelegentlichen Überstunden, Gleitzeit etc. ist nicht zu verachten. Aber nachmittags frei und vormittags Recht macht auch Spaß, zumal man andere mit der Bestätigung ihrer Vorurteile so prima ärgern kann. Wie läuft das mit „nachmittags frei“ eigentlich an Ganztagsschulen?

    • Willkommen im Forum. Bei den angegebenen Wochenstunden handelt es sich nicht um die Wochenarbeitszeit, sondern um die zu erteilenden Unterrichtsstunden, auf deren Grundlage die Entlohnung erfolgt. (Volle Stelle = volles Deputat)
      Alle weiteren Aufgaben werden nicht zeitlich erfasst und werden als abgegolten angesehen. Das umfasst also die Vor- und Nachbereitung sowie alle Dokumentationen, Konzeptionen, Konferenzen, Gespräche uvm.
      Wenn man anhand der Arbeitszeitstudien feststellt, dass die Unterrichtszeit etwa im Durchschnitt ein Drittel der tatsächlichen Arbeitszeit abbildet, nähert man sich einem realistischen Wert.

      Durch die Schulschließungen entfiel der Unterricht, nicht aber die Arbeit an sich. Das, was sonst im Unterricht zu vermitteln ist, muss jetzt auf neuen Wegen geschehen, die zunächst erschlossen und kommuniziert werden mussten. Dies bringt auch mit sich, dass man Inhalte aus dem Unterrichtsgeschehen medial aufbereiten muss, z. T. analog wie digital, um alle SchülerInnen erreichen zu können. Gleiches gilt für die Kommunikation mit den Eltern und Schülern.

    • Grundschullehrer verdienen weniger, als Akademiker in der Industrie und arbeiten 50 Wochenstunden und mehr.

      • Das gilt brutto sowieso wie sogar netto auch für Gymnasiallehrer mit Mathe, Physik, Chemie, Informatik. Als Historiker oder Germanist haben Sie kaum eine Chance, überhaupt einen Job in ihrem studierten Bereich zu finden. Aber auch als dem Niveau Sek I ausgebildeter Naturwissenschaftler wird es in der freien Wirtschaft schwer. Sie dürfen aber dennoch die Sicherheit und die Alterseinkünfte des Beamtenstatus nicht unterschätzen.

        • Wer sagt denn, dass ich Beamter bin? Ich bin Angestellter im öffentlichen Dienst so wie die überwiegende Mehrheit der Lehrer/innen in Sachsen-Anhalt, Sachsen, Thüringen, Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg und nicht zu vergessen Berlin! Die Grundschullehrer werden nach E11 vergütet, jeder kann googeln, was wir verdienen. Deshalb kann sich jeder angehende Student auch ausrechnen, wie groß die Differenz zu einer Gymnasiallehrerstelle oder einer Stelle als Förderschullehrer.

  8. Zitat:
    „hoher NC hindert Kandidaten am Studium“

    Hieß es nicht immer, nur die Besten sollen in die Grundschule? Scheinbar ist davon nichts mehr übrig.

    • So lange das Grundschullehramt so unattraktiv ist, muss man nun zu dem Mittel greifen. Das ist der Staatsregierung anscheinend lieber als die Besoldung anzuheben. Die absenkung des Schnitts hat man in der Mittelschule schon lange getan, denn da gibt es in Bayern schon seit ca. 15-20 Jahren zu wenig Interessenten und anscheinend immer noch Mangel. Auch diese werden nur nach A12 bezahlt.

      • So wichtig sind der Politik die Grundschüler, dass man den Lehrermangel sehenden Auges hinnimmt und größer und größer werden lässt. Wo bleibt da eigentlich der Schrei nach Bildung für die Kinder?

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