Schulleiter und Eltern kritisieren Chaos im NRW-Schulbetrieb – Gebauer lobt sich

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DÜSSELDORF. Rund 2,5 Millionen Schüler in NRW haben ab Montag keine Pflicht mehr, im Klassenraum am Unterricht teilzunehmen – faktisch bedeutet das: Die Schulen stellen ihren Regelbetrieb weitgehend ein. Sowohl Schulleiter als auch Eltern kritisieren die Kurzfristigkeit der Entscheidung und das kopflos wirkende Hin und Her der Landesregierung.

Zick-Zack-Kurs: NRW-Schulministerin Yvonne Gebauer. Foto: FDP NRW

Schulleiter und Eltern haben die kurzfristige Aussetzung der Präsenzpflicht an den Schulen in Nordrhein-Westfalen kritisiert. «Es wäre schön und einfach nützlich gewesen, wenn wir das nicht wieder zu einem Zeitpunkt erfahren hätten, wo ein Teil der Kollegen bereits auf dem Weg nach Hause ist und die Schüler weitestgehend auf dem Weg nach Hause sind», sagte Harald Willert, Vorsitzender der Schulleitungsvereinigung, in der Radiosendung «Morgenecho» auf WDR 5.

Die Landeselternschaft der integrierten Schulen in NRW begrüßt zwar die Aufhebung der Präsenzpflicht an den Schulen, fragt sich aber, «warum das alles erst jetzt passiert ist und nicht schon vor Wochen, als sich die hohen Infektionszahlen bereits deutlich abgezeichnet haben».

Eltern werden aufgefordert werden, ihr Kind „zur Betreuung“ anzumelden, falls dringender Bedarf bestehe

Für die rund 2,5 Millionen Schüler in NRW endet wegen der Corona-Pandemie die Präsenzpflicht im Klassenraum kurzfristig schon am kommenden Montag. Bei Schülern der unteren Jahrgänge bis Stufe sieben haben die Eltern die Wahl, ob die Kinder in der Schule oder von zu Hause aus am Unterricht teilnehmen. In der Praxis sieht das so aus, dass Eltern aufgefordert werden, ihr Kind „zur Betreuung“ anzumelden, falls dringender Bedarf bestehe. Ob  in den nächsten Tagen Präsenzunterricht überhaupt stattfinden kann, blieb zumindest mancherorts unklar. Für ältere Schüler ab Klasse acht wird das Lernen vollständig auf Distanz umgestellt. Das hatte Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) am Freitag in Düsseldorf angekündigt.

Hätte das Ministerium die Zeit genutzt und Konzepte für neue Arten von Unterricht entwickelt, wären die Schulen demnach besser aufgestellt und komplette Schulschließungen deutlich unwahrscheinlicher gewesen, beklagte die Landeselternschaft der integrierten Schulen in NRW am Samstag in einer Mitteilung. Es sei nun höchste Zeit, den Unterricht für alle Jahrgangsstufen zu sichern. Wie es nach den verlängerten Weihnachtsferien weitergehen soll, ist tatsächlich unklar. Die Leopoldina hat in einer aktuellen Stellungnahme den Kultusministerien dringend empfohlen, einen Schwellenwert bei den Corona-Neuansteckungen festzulegen, ab dem verbindlich Schutzmaßnahmen ergriffen werden – was diese seit Monaten verweigern. (News4teachers berichtet ausführlich über das Papier der Leopoldina zu Schulen.)

„Das Ministerium lebt ständig von der Hand in den Mund. Es gibt keine Strategie, es gibt keine Konzepte“

Viele Schulen hätten ihren Schülern so kurzfristig keine Materialien mehr mitgeben können, sagte Willert von der Schulleitungsvereinigung am Morgen dem WDR. Außerdem hätten nicht alle ausreichend gute Kommunikationswege, um über das Wochenende abzufragen, wer von den Schülern am Montag auftaucht. Zwar seien die Schulen seit einiger Zeit auf praktisch jede Anforderung vorbereitet. Aber: «Das Ministerium lebt ständig von der Hand in den Mund. Es gibt keine Strategie, es gibt keine Konzepte. Es gibt nur eine Deutungshoheit», kritisierte Willert.

Noch am Freitagabend hatte die SPD-Opposition Ministerin Gebauer zum Rücktritt aufgefordert. Unter ihrer Verantwortung sei das Chaos an den Schulen auf die Spitze getrieben worden. Die Schulministerin habe Wissenschaftlern die Kompetenz abgesprochen und nun angesichts dramatischer Infektionszahlen panikhaft eine Kehrtwende vollzogen.

Gebauer: „Die Aufrechterhaltung des Präsenzbetriebs war erfolgreich, richtig und wichtig“

Gebauer selbst verteidigte ihre Corona-Politik. „Auch die aktuellen Zahlen zum Schulbetrieb in dieser Woche zeigen, dass das Schulsystem in Nordrhein-Westfalen auch im Dezember so stabil ist wie in den Wochen zuvor“, sagte sie laut Pressemitteilung vom Freitag. „Bis kurz vor Weihnachten findet für über 96 Prozent aller Schülerinnen und Schüler regulärer Präsenzunterricht statt. Die Aufrechterhaltung des Präsenzbetriebs war erfolgreich, richtig und wichtig, um in den vergangenen Monaten Bildungschancen von Millionen Schülerinnen und Schülern zu sichern.“

Gebauer hatte sich – wie alle anderen Kultusminister in Deutschland – geweigert, die Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts für die Schulen umzusetzen. Die sehen ab einer Inzidenz von 50 Neuansteckungen innerhalb einer Woche auf 100.000 Einwohner vor (ein Wert, der praktisch durchgängig in NRW überschritten wird) Wechselunterricht sowie eine Maskenpflicht auch in den Grundschulen vor. News4teachers / mit Material der dpa

Gebauer gegen Leopoldina: Mit mir kein Aussetzen der Schulpflicht!

 

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129 KOMMENTARE

  1. Ich werde nicht schlau aus den Artikeln hier. Es war doch wochenlang die Beendigung des Präsenzunterrichts und die Einführung mindestens eines Halbklassenunterrichts gefordert worden? Nun klagt man über mangelnde Vorbereitung der Lehrer? Die hatten sie doch alle seit Monaten! Bitte vielleicht nichts mehr fordern, was man nicht auch umsetzen kann.

    • @Megalodon: „Nun klagt man über mangelnde Vorbereitung der Lehrer? Die hatten sie doch alle seit Monaten! Bitte vielleicht nichts mehr fordern, was man nicht auch umsetzen kann.“ – Entschuldigung Sie bitte:: Lehrkräfte haben seit Monaten den Laden so gut wie möglich am Laufen gehalten – wie andere Berufszweige auch.

      Gerade aufgrund dieser zusätzlichen Belastungen, die uns alle betroffen haben und noch betreffen, ist es aber äußerst schwierig – im Sinne von nahezu unmöglich -, für jede Variante eines jeden denkbaren, möglicherweise irgendwann mal eintretenden bzw. angeordneten Szenarios einen derart detaillierten Notfallplan auszuarbeiten, dass Entscheidungen der zuständigen Stellen ohne jegliche Vorlaufzeit 100% perfekt umsetzbar sind.

      Das Knirschen und Knacken bei der Umsetzung wird dann natürlich wieder den Ausführenden, sprich den Lehrkräften und Schulleitungen vorgeworfen – wie Sie es auch gerade wieder tun.

      Beispiel: Material für Fernunterricht – das können Lehrkräfte nicht laufend neben dem laufendem Betrieb für jede Woche zusätzlich erstellen, nur als Vorsichtsmaßnahme, weil es vielleicht gebraucht werden wird – wahrscheinlich aber doch nicht.
      Infolgedessen braucht es einen geringen, aber notwendigen zeitlichen Vorlauf für den Wechsel in den Fern- oder Hybridunterricht. Was genau ist jetzt daran unverständlich?

    • Die Beendigung des Präsenzunterrichts ist etwas anders als das Halbklassenmodell. Beim Wechselunterricht wird die Stundentafel auf 2 Wochen verteilt, sodass jeder Schüler auf zwei Wochen den Lehrer im Umfang sah, wie bei einer Woche. Die andere Zeit müssen die Schüler zu Hause selbstständig und alleine an den Materialien für diese Zeit arbeiten. Da ist nichts mit Digital oder ähnlichem, denn die Lehrkraft übt ja weiter die volle Stundenzahl pro Woche aus. Der Teilungsunterricht wird von vielen als das bessere Modell gesehen. Viele gehen davon aus, dass dieser zu sichereren Arbeitsplätzen und Lenrräume führt und zusätzlich dies eine sinnvolle Flankierung des Lockdown light im November gewesen wäre. Jetzt wird von 100 auf 0 gegangen. Das wäre besser gegangen.

      Aber auch der Wegfall des Präsenzunterrichts lässt sich gut steuern, jedoch nicht, wenn man Freitag 15 Uhr erfährt, dass Montag alles zu ist. Organisatorisch ist das tatsächlich ein großes Problem- und genau das kritisiert der Artikel. Mal von der Planlosigkeit der KMK abgesehen, die bis heute nicht mal zertifizierte zugelassene Plattformen und Videotools und Geräte hinbekommen haben. Jetzt das den Lehrern zuzuschieben ist schon arg unwissend oder bewusst provozierend.

      Bitte vielleicht nichts mehr schreiben, was man nicht gelesen und verstanden hat. 😉

    • Scheinbar viel zu kurz gedacht. Das Organisatorische dahinter geht nicht in einem „Wenn das eintritt, machen wir sofort das.“ Es braucht Vorlaufzeit. Organisation durch die Schulleitung, Versorgung der Schüler ohne digitalen Anschluss mit zusätzlichem Arbeitsmaterial, … das geht nicht einfach von Fr Nachmittag auf Mo. Als Nicht-in-Schule-Beteiligter vielleicht schwer nachzuvollziehen, aber Schule ist eben sehr komplex und vielschichtig. Wären die Grundvoraussetzungen besser, könnte der Umstieg schnell gelingen – aber die sind nur an sehr vereinzelten (Privat-)Schulen gegeben.

    • Stand heute gibt es weder richtigen Distanzunterricht noch Halbklassenunterricht. Schüler bis Klasse 7 haben den Anspruch darauf in die Schule zu gehen. Insofern haben wir morgen am Gymnasium 3 Varianten vorzufinden.
      1. Klasse 5 – 7 die parallel in Distanz und Präsenz unterrichtet werden müsse, da zu erwarten ist, dass nicht alle Zuhause bleiben. Somit können morgen in einer Klasse 2 Schüler anwesend sein oder 28.
      2. Klasse 8-9 die in Distanz unterrichtet werden und deren Klassenarbeiten zunächst verschoben sind
      3. Oberstufe, die in Distanz unterrichtet wird, jedoch noch regulär Klausuren schreiben muss

      Ich habe die Information am Freitag in der letzten Stunde durch meine Schüler erhalten, die per Handy benachrichtigt wurden. Mein erster Gang war zur Schulleitung, die gerade versucht hatte aus den Medien möglichst viele Informationen zu erhalten. Die offizielle Mitteilung seitens des Schulministeriums kam nämlich erst nach Schulschluss.

      Eine Vorbereitung kann es nur geben, wenn klar wird worauf man sich vorbereitet. Diese Differenzierung, wie wir sie nun haben, hatte bestimmt nur die Politik im Sinne.

      • @Nanana: „Insofern haben wir morgen am Gymnasium 3 Varianten vorzufinden.“ – Oh Gott, was für ein vermeidbares (!) Durcheinander, das hätte die Politik definitiv vermeiden müssen…

        Definition von Schulpolitik: Denn sie wissen nicht, was sie anrichten – und es interessiert sie nicht, wenn man es ihnen erklärt.

    • So pauschal zu behaupten, die Lehrer seien nicht vorbereitet, ist auch nicht richtig. Lehrer bereiten sich neben ihrem normalen Unterrichtsbetrieb auf Online Unterricht vor. Sie arbeiten sich z. B. nebenbei und selbstständig in die zur Verfügung gestellten Online-Plattformen/-systeme ein, nehmen Online-Fortbildungen wahr und erstellen Arbeitsmaterialien selber. Es müssen tausende Regeln, auf die Vorgaben des Landes, Möglichkeiten der Schule und der Schülerschaft angepasst, erarbeitet und festgehalten, sprich beschlossen werden. Die Absprachen erfordern auch Zeit.
      Den Lehrern oder Schulen vorzuwerfen, nicht vorbereitet zu sein, ist schlicht nicht verhältnismäßig, wenn es zum Beispiel einen Vorlauf eines Werktages bedarf, den Schülern die Gelegenheit zu geben, zumindest ihre in der Schule gelagerten Arbeitsmaterialien mitnehmen zu können.

  2. Ich verstehe die Signale der Landesregierung an die Lehrer so:

    Macht, was wir wollen. Sagt nichts. Habt keine Meinung. Wer eine hat, hält den Mund.
    Wer ihn nicht hält, hat nichts zu sagen. Wer ihn immer noch nicht hält, dem sagen wir die Meinung. Im Übrigen kontrollieren wir, ob Ihr wirklich arbeitet. Und wenn Ihr die Arbeit wieder mal nicht schafft, könnt Ihr ja die Ferien dazu nutzen. Seid Ihr ja eh gewöhnt.

    Ich verstehe die Signale der Landesregierung an die Eltern so:

    Euer Job ist wichtiger als Eure Gesundheit oder die Eurer Kinder. Lehrer sind eh egal und machen, was wir wollen. Wenn es eng wird, beschwert Euch bei den Lehrern. Die haben eh jetzt länger Ferien.

    Ich verstehe die Signale der Landesregierung an die Kinder so:

    Eure Lehrer sagen Euch, was ihr tun sollt. Tut das, damit Eure Eltern arbeiten gehen können. Aber sie haben nichts zu sagen und wissen nicht, wie es morgen weitergeht. Falls sie sich sorgen, haben sie nur keine Lust zu arbeiten.

    Hab ich nun Verantwortung und muss ihr nachkommen? Oder nicht?
    Muss ich bestmöglich den Spagat zwischen Gesundheitsschutz für „meine“ Schüler hinbekommen? Oder darf ich das nicht?
    Darf ich nun in pädagogischer und didaktischer Freiheit arbeiten, wie es meine Schüler brauchen? Oder sagt mir die Ministerin, was ich tun soll?
    Muss ich nun in übergroßem Dienstgehorsam weiterhin in der Schule hocken, ohne Kinder, aber mit Kollegen, in Konferenzen? Während alle die jetzt Homeoffice machen, bei denen es angeblich nie möglich war, darf ich plötzlich kein Homeoffice mehr machen, wie es für jeden Lehrer mangels Arbeitsplatz in der Schule seit jeher unabdingbar war.
    Wofür?
    Damit die Ministerin kontrollieren kann, ob ich arbeite?
    Ich würde ihr gerne mal meine Stundenauflistungen zuschicken! Seit März haben wir die nächsten drei bis vier Monate vorgearbeitet.

    Sinn und Zweck von Schule gehen gerade endgültig den Bach runter…
    Wir haben seit März drum gebeten, für mehr Schutz zu sorgen und eigene Konzepte entwickeln zu dürfen!

    Das Vorgehen und offenbar auch die Gesinnung des Ministeriums empfinde ich endgültig als würdelos!

    Die de-facto-Schließungen hätten vermieden werden können!

    Wann werden die da oben endlich wach????
    Wir brauchen einheitliche Regeln für alle in Deutschland: ab Inzidenz 35 im Landkreis/in kreisfreier Stadt Halbierung der Klassen und Masken, ab 50 Distanzunterricht analog oder digital!

  3. Präsenzunterricht bedeutet in meinen Augen, dass der Unterricht auch tatsächlich stattfindet. Bei uns gab es jeden Tag mindestens zwei Stunden Vertretung bei fachfernen Lehrern. Das hat dann nichts mehr mit Bildung zu tun, es war wirklich eine Betreuung. Diese hätte ich gerne selbst übernommen, aber das darf man ja nicht, dann bricht man die längst überholten Anordnungen und Gesetze.

    Es wurde ständig darauf gepocht, dass es für die SuS nichts besseres gäbe, als die Einrichtung Schule. Bildungsgerechtigkeit wurde angeführt. Oder dass sozial schwache Kinder eine Struktur brauchen. Auch die Aussage, dass viele Kinder die einzig richtige Mahlzeit in der Schule bekommen.

    Verdrängt wurden die Familienbilder nach ‚alten Tugenden‘.
    Ja, die gibt es noch, fallen aber offensichtlich nicht mehr ins Gewicht.
    Die Familien, die ihre Kinder noch selbst betreuen und bekochen und den Fokus des Lebens nicht auf Konsum und Karriereleiter, sondern auf das Wohl (und damit auch/insbesondere auf die ganzheitliche Gesundheit) legen.

    Mein Kind hat am Freitag vor Erleichterung geweint. Weil die Angst der Ansteckung und möglicher Übertragung in die Risikofamilie endlich abgefallen ist.
    Diese Monate der psychischen Dauerbelastung war dem System geschuldet, das Frau Gebauer in meinen Augen schon zwanghaft aufrecht erhalten hat.

    Es ist ein Unding, wie hier vorgegangen wurde!

    Es müssen JETZT verbindliche Pläne auf den Tisch, wie es nach Weihnachten weitergehen kann. Und zwar umfassende Pläne. Angefangen vom Transport bis hin zu angepassten Lehrplänen für den Rest des Schuljahres.

    Ich habe kein Vertrauen mehr in diese Schulpolitik. Skeptisch war ich schon lange und in dieser Zeit wurde ich leider darin bestätigt.

    Den LuL hier wünsche ich, dass sie die letzten Tage des Jahres irgendwie noch gewuppt kriegen und dass dann nach den Ferien endlich ein Pandemiekonzept vorliegt, das die Gesundheit aller Beteiligten ausreichend schützt.
    So kann es nicht weitergehen, so ein Vorgehen darf es nie wieder geben!

    • An Mutti
      Genau richtig gesagt. Auch mein Kind hat vor Erleichterung geweint .Endlich kann sie ohne Angst dass sie die Familie ansteckt, diese auch wieder in den Arm holen und ordentlich knuddeln. Das hat uns allen sehr gefehlt. Da haben alle KM nicht daran gedacht was dieses Verhalten mit unseren Kindern macht. Ich hoffe auch dass Frau Gebauer zurück tritt.

    • Und nach den Ferien wird es dann wieder die Präsenzpflicht geben. Die Gründe kennen Sie ja nun schon. Nach der Pandemie wird man übrigens dann lange nichts mehr von Bildungsgerechtigkeit und sozial benachteiligten Familien hören. Die brauchen sie nämlich nur, wenn ihnen nichts anderes einfällt. Die Tränendrüse hilft eben immer.
      Also nicht so viel Hoffnung machen. Dann ist die Enttäuschung und die Wut nicht so groß.
      Schönen dritten Advent

      • Ein Rücktritt von Fr. Gebauer wird auch vermutlich nichts ändern, ich halte sie für eine „Marionette“ und die Botin der FDP- Riege in NRW mit dem Chef Lindner, dem Helfer Staatssekretär Mathias Richter, der auch die Schulmails ‚unterschreibt‘ und nicht Fr.Gebauer, sowie dem Familienminister Dr. Stamp. Alles keine Leute, die irgendwann und jahrelang im Schulsystem gearbeitet und Erfahrungen gesammelt haben, sondern Volkswirtschaft (Mathias Richter) oder Politikwissenschaft (Dr. Stamp) studiert haben. Ich erinnere mich nicht, Fr. Gebauer schon einmal in einer Diskussionsrunde gesehen zu haben, sie verkündet nur, was beschlossen wurde. Am Fteitag hat wohl H. Laschet die Zügel in die Hand genommen und das MSB musste folgen. Es wäre es schon nötig, das gesamte MSB umzukrempeln. Entweder H. Laschet entzieht der FDP dieses Ministerium der FDP oder sie wird 2022 abgewählt. Und dann bitte eine Diskussion wie guter Unterricht in Schule wieder möglich ist, damit diese nicht nur zu einer Betreuungseinrichtung wird!

      • Ich glaube auch nicht, dass nach dem 10.01. ein vernünftiges diferenziertes Konzept für Bildung vorliegt und umgesetzt wird. Die Hoffnung auf so etwas habe ich vor Wochen aufgegeben.

  4. Was bin ich froh, in Sachsen Lehrerin zu sein! Uns und den Schülern stehen über das Schullogin Lernplattformen, die im Sommer entwickelt wurden, zur Verfügung. Wir hatten genügend Zeit uns und die Schüler auf die häusliche Lernzeit ab Montag vorzubereiten. Natürlich hakt es noch ein wenig, aber wir lernen mit der Nutzung! Vor drei Wochen wurde abgefragt, welchen Schülern kein geeignetes Endgerät zur Verfügung steht. Diesen wurde im Laufe der vergangenen Woche ein Leihgerät zur Verfügung gestellt. Zumindest unsere Berufsschule ist gut auf den Lockdown vorbereitet.
    Wenn man da so mitbekommt, was in anderen Bundesländern abläuft – Hilfe!

    • „Was bin ich froh, in Sachsen Lehrerin zu sein!“
      Von Verwandtschaft mit päd. Tätigkeit in Sachsen und ehem. Studienkollegen, jetzt dort Lehrer, höre ich eigenartigerweise ganz anderes.

      „Wir hatten genügend Zeit uns und die Schüler auf die häusliche Lernzeit ab Montag vorzubereiten.“
      Kommt wahrscheinlich darauf an, wie man „genügend Zeit“ jenseits von Aufgabenstellung und ABL definiert. Unterrichten ist ja wohl auch an einer Berufsschule nicht nur von einem Block diese Woche zum nächsten Block nächste Woche hüpfen.

      „Vor drei Wochen wurde abgefragt, welchen Schülern kein geeignetes Endgerät zur Verfügung steht. Diesen wurde im Laufe der vergangenen Woche ein Leihgerät zur Verfügung gestellt.“
      Glückwunsch für Sie und ihre Schüler.Tatsächlich, das ist ein annehmbares Tempo. Sie schließen daraus hoffentlich nicht auf alle andere staatlichen Schulen in Sachsen?

      Irgendwie werde ich bei der Schreibart des Posts das Gefühl nicht los, dass dies eher ein Kommentar zur Huldigung der letzten sächsischen KM-Entscheidung sein soll als wirklich aus dem staatlichen Schulleben/Lehrerleben gegriffen ist.

      Wie viel Tage Vorlaufzeit gab es nach monatelanger Ignoranz in Sachsen?
      Mittwoch, Donnerstag, Freitag
      Wahrhaftig lange bei Bezugspunkt NRW.
      Darf man auch einen Blick über Deutschlands Kleinstaaterei hinaus werfen?
      Oi, lieber nicht, denn angesichts der dann zu sehenden strategischen Lösungen, kann einem im Vergleich übel werden.

  5. Das Aussetzen der Präsenzpflicht ist sinnvoll. Aber warum konnte man das nicht spätestens am Donnerstag entscheiden? Die Entscheidung hätte viel frühzeitiger laufen müssen. Dann hätten die Schulen noch reagieren können! Wie soll man von Freitag auf Montag Distanzlernen organisieren? Schon einmal an Brennpunkten unterrichtet liebe Schulpolitiker? So etwas muss vorbereitet sein. So funktioniert das nicht!

    • Erinnert mich ein wenig an den März, wo innerhalb von nichteinmal 24 Stunden von: Niemals wird geschlossen hin zu: Montag ist alles dicht.

      Das war der Grund, warum ich schon letzte Woche überall Material und Aufgaben bis Mitte Januar vorsorglich ausgegeben habe.

  6. Vielleicht wäre diese massive Einschränkung zu verhindern gewesen, wenn man vorher den Unterrichts in geringerem Maße eingeschränkt hätte:
    -Ganztagsbetrieb hätte eingestellt werden müssen.
    -Dafür hätte Wechselunterricht stattfinden müssen. Die Kinder hätten in der Hälfte der Zeit immerhin die Hälfte des Unterrichts erhalten können. Erfahrungen aus dem letzten Sommer zeigen, dass mit halben Klassen gleichzeitig aber einiges mehr an Unterricht möglich ist (weil Unterrichtsstörungen fehlen), so dass man am Ende eine Bilanz von über 50% Unterricht gehabt hätte!
    -Man hätte es Kreisen und Schulen nicht verbieten dürfen, die konkrete Konzepte entwickelt haben (Stichwort: Solingen):
    -Man hätte ehrlich mit allen Beteiligten umgehen müssen, anstatt immer wieder diese Lügen zu verbreiten, dass an Schulen viel gemacht werde und diese sicher seien. Unter anderem diese Lügen haben doch auch dazu geführt, dass Schüler die Sache mit Corona nicht so Ernst genommen haben, wie sie sie hätten nehmen müssen.
    -Man hätte technische Lösungen umsetzen können, die einen Bruchteil der Wirtschaftshilfen gekostet hätten.
    -Man hätte verdammt nochmal die Durchmischung von Klassen abstellen müssen, anstatt einfach alles, was vorher auch gemacht wurde, in Ausnahmen zu genehmigen.
    -Man hätte dafür Sorgen müssen, dass die Kommunen sich beim Stichwort Hygiene nicht wegducken, es war doch vorher bereits klar, dass Kommunen mit vollkommen verdreckten und heruntergekommenen Schulgebäuden eines Pandemie nicht gewachsen sind.

    Das wirklich Schlimme an der Sache ist aber, dass man eine Sache nach der anderen verbockt und sich dann auch noch vollkommen uneinsichtig auf die Schulter klopft und sich sagt, wie geil man sich selbst und seine Entscheidungen findet. Das ist auch der wirkliche Skandal an dieser Sache. Man ist ja dann noch so stark von sich überzeugt, dass man auch nicht davor zurückschreckt, Wissenschaftlern ihre Beurteilungsfähigkeit abzusprechen, wenn sie nicht in der eigene Bild passt.

    Das ist definitiv eine Politik, die über Leichen geht, die ihre Fürsorgepflicht allen Beteiligten gegenüber in keinster Weise nachkommt. Dass die Schulen jetzt quasi „schließen“ müssen, liegt an ihrer monatelangen Untätigkeit, und Lügenverbreitung. Das einzige, was NRW in den ganzen Monaten geschafft hat, ist die Entwicklung von Logineo (das für viele Schüler deutlich zu komplex ist) und ein bebildertes Lüftungskonzept, damit die verblödeten Lehrer auch verstehen, wie man ein Fenster öffnet.

    • Richtig, denn Logineo ist einfach nur Moodle mit nem neuen Namensschild. Das sieht aus wie eine Website aus den 90ern… Soviel zu „entwickelt“…

      Da ist sowas wie MS Teams (auch wenn es dafür nicht originär entwickelt wurde) tausendmal „sexier“… Wenige einfache Buttons, kapiert fast jeder sofort. Und vor allem: Funktioniert einfach. Wie lange versuche ich schon mit einem Kollegen in Logineo Lerngruppen anzulegen…. Wir werden es wohl dieses Jahr nicht mehr schaffen….

      • Also meine Kinder sind an einer der Testschulen für Moodle in NRW und da läuft das eigentlich echt gut. Dort gibt es glücklicherweise genug Lehrer mit IT Bildung die helfen konnten und das ganze mit viel extra Arbeitszeit am Laufen halten. Es wurden seit Frühjahr auch viele zusätzliche Tools getestet und implementiert. Dass Logineo noch nicht flächendeckend funktioniert liegt daran, dass es eigentlich noch in der Testphase war und lediglich früher für alle Schulen freigegeben wurde.

        Moodle ist ein quelloffenes und auf so gut wie allen Endgeräten funktionierendes LMS, an vielen Universitäten wird es bereits seit Jahren erfolgreich eingesetzt. Es ist mit Absicht schlank, läuft auch ohne die zusätzliche Installation unnötiger Apps (und somit unnötiger Sicherheitslücken wie sie bspw. bei MS recht regelmässig auftreten). Und vor allen Dingen auch auf „leistungsschwächerer Hardware“ immer noch stabil und flüssig.

        Die fehlenden IT-ler an den Schulen sind das Problem. Da müsste einfach pro Schule ein Supportmitarbeiter eingestellt werden dann liefe das auch.

        Ein Produkt wie Microsoft Teams ist für digitales Lernen gänzlich ungeeignet weil eben für ganz andere Szenarien entwickelt. Digitales Lernen ist eben nicht „Videokonferenz nach Stundenplan“ wie oft gefordert. Präsenzunterricht lässt sich so nicht ersetzen. Wer WIRKLICH schon mal mit MS Teams gearbeitet hat weiss auch, wie unstabil und problematisch so etwas wird bei grösseren Gruppen. Bei großen Schulen mit vielen Schülern bekommt man da auch recht schnell Probleme mit den vorhandenen Bandbreiten der Anschlüsse der Schulen.

        Moodle ist schlank, einfach, und eigentlich für normale User leicht zu bedienen. Es fehlen nur oft die Lerninhalte für die Platform (die gibt es bei itslearning, MS Teams und Konsorten aber auch nicht mitgeliefert), da diese selbst erstellt oder importiert werden müssen.

        Aus verschiedensten Gründen, meistens Urheberrechten, kann man auch nicht einfach Unterrichtsmaterial beliebig kopieren oder auf Lernplattformen zur Verfügung stellen. Da ist ganz klar die Politik gefordert diese Lizenzen oder Lerninhalte zu organisieren bzw. zu finanzieren.

        Ein einfaches „zur Verfügung stellen“ von Endgeräten wie politisch versprochen (aber noch nicht mal ansatzweise umgesetzt) reicht auch hier nicht aus.

        Ich fühle mit Ihnen, wenn Sie sagen es ist schwer in Moodle Dinge einzurichten und neu zu erstellen, ein simpler Wechsel auf ein anderes LMS, oder noch schlimmer auf ein reines Officetool hilft aber nicht weiter. Auch dieses muss erst mit Inhalten gefüllt werden.

        Die Aufgabe diese Lerninhalte zu entwickeln und zu erstellen darf aber nicht alleine an den Lehrern hängen bleiben. Da jeder Lehrer Inhalte anders vermittelt muss auch für genügend Auswahl an Modulen gesorgt sein.
        Das alles liegt aber nicht am eingesetzten LMS sondern an fehlender Arbeitskraft und fehlenden Ressourcen. Sonst kommt am Ende eben „nur“ Logineo dabei heraus, bei dem derzeit viele Lehrer aus Zeitmangel und wegen fehlenden IT-Wissens lediglich Links zu externen Seiten wie bspw. Anton/Antolino einstellen.

        Das ist aber wie gesagt nicht die Schuld der Lehrer, die allermeisten leisten seit dem Frühjahr viel mehr als sie müssten. Das kann ich zumindest über die drei Schulen sagen, an denen ich selbst Kinder habe. Wir haben seit gestern Nachmittag von zwei Schulen Wochenarbeitspläne und Termine für kurze „Videosprechstunden“ auf der Lernplattform liegen.
        Soviel zum Thema „faule Lehrer“, sehr viele scheinen sogar am Wochenende zu arbeiten 🙂

        • Stimme Ihnen in vielen Dingen zu. Aber ich persönlich finde Moodle/Logineo für die Admins unendlich kompliziert.

          Eines möchte ich aber ganz ernsthaft nachfragen. Ich höre immer wieder die Aussage MS Teams ist ja kein LMS. Was genau macht dieses denn für Sie aus? Also ich kenne im Moment kein System mit dem ich besser Arbeitsaufträge erstellen, organisieren, nachschauen und den Schülern individuelles Feedback geben kann als die Aufgaben-Funktion in Teams. Auch Teams ist nicht nur Video-Konferenz und wurde durch die Aufgabenfunktion auch in Richtung Schule angepasst…

          Oder was muss/kann ein LMS sonst noch. Bisher konnte mir das wirklich keiner beantworten. Wäre daher dankbar für Input 🙂

          • Also, ich versuche es mal. Digitales Lernen kann, wenn man die Möglichkeiten voll ausnutzt, so viel mehr als Arbeitsaufträge erteilen, die Einreichung dokumentieren und Rückmeldung geben.

            Moodle ist weit umfangreicher als das. Man kann einzelne Lernmodule mit direkter Erfolgskontrolle erstellen, bis hin zu Übungsmodulen, welche anhand der bisher gegeben (falschen) Antworten spezifisch Aufgaben für die individuellen Schwachstellen selektieren.
            Von einfachen MC-Tests bis zu komplexen Wort-sortier-Spielen zur Festigung von Grammatik, lässt sich so ziemlich alles „basteln“ was man sich nur vorstellen kann. Theorethisch, mit einem Grafiktablet ausgerüstet, kann man sogar Schreibschriftübungen integrieren. Bei Mathematik kann der Schüler geometrische Formen „zeichnen“ und bekommt direkt Rückmeldung ob das Dreieck richtig konstruiert ist. Selbst Lernspiele für jüngere SuS, ähnlich wie bei der Lernplattform Anton lassen sich selbst erstellen.

            Man kann also die „Hausaufgabenkontrolle“ sozusagen automatisieren und dadurch mehr Zeit für individuelle Förderung und Erklärung neuer Lerninhalte investieren.

            Das stellt den eigentlich grössten Vorteil eines LMS dar. Inhalte können vor Ort oder in kurzen Video- Unterrichtseinheiten gelernt und verstanden werden, die Vertiefung und Übung kann, wenn vorher einmalig erstellt, beliebig oft und je nach Bedarf der SuS wiederholt werden.

            Man kann auch Aufgaben verschiedener Fächer aufeinander aufbauen, erst muss im einen Lernmodul bspw. etwas in Chemie gelernt werden, ab einem bestimmten Bearbeitungsstand kann dann zeitgleich das passende Thema in Physik freigeschaltet werden.

            Man kann, sofern man das datenschutzkonform realisiert, sogar „Lernstandserhebungen“ bzw. Auswertungen einzelner Schüler generieren um gezielter da helfen zu können wo es hakt.

            Wenn die LuL miteinander teilen (leider sind da ein paar ein bisschen eigensinnig:“Soll der Andere seine Inhalte doch selbst erstellen“) kann ein einmal erstellter Inhalt jederzeit für andere Kurse/Klassen freigegeben werden. LuL könnten sich also die Erstellung der Lerninhalte aufteilen (mach Du Dreisatz, ich mache quadratische Funktionen)

            Und die „sexy Oberfläche“ lässt sich auch in Moodle einstellen, die Bedienung einfacher gestalten usw. Das funktioniert soweit ich weiss sogar bei Logineo schulabhängig.

            Das alles muss aber eben erst erstellt, generiert oder eingekauft/lizensiert werden. Da gibt es sogar gute kommerzielle Anbieter von Lernmodulen, welche einfach nur importiert werden müssten. Oder, wenn man die Zeit hat, man sucht in den Moodlecommunities nach Lernmodulen die andere kostenfrei zur Verfügung stellen.

            Da kommen wir dann aber zu dem was ich eigentlich mit meiner ersten Antwort ausdrücken wollte: es kann von den LuL eben nicht erwartet werden, dass sie das „selbst in den Griff kriegen“.

            Ich beschäftige mich als IT-ler und Vater von 4 Kindern schon länger mit diesem Thema und habe auch schon Testserver und -kurse eingerichtet. Aus eigener Erfahrung kann ich da nur sagen, für einen guten Moodle Lerninhalt (also nicht mal einen ganzen Kurs!) braucht man locker 30 Std. Arbeitszeit. Das kann ein Lehrer, jetzt auch noch mit Präsenzunterricht parallel, einfach nicht leisten.

            Da braucht man dann einen Mitarbeiter der bspw. die Gruppen/Klassen einrichtet, sich um Benutzerrechte, Dateizugriffe, Datenablagen und, und, und kümmern kann.
            Oder einfach nur die LuL unterstützt beim Erstellen/Integrieren von Inhalten. Und da gibt es in NRW einfach viel zu wenige 😉

            Und genau deswegen, wird Moodle bzw. Logineo im Moment eben meist für nicht viel mehr genutzt, als dem reinen Hochladen und Kontrollieren von Aufgaben und dem Verlinken externer Inhalte. Und das kann dann eben auch MS Teams erledigen.

          • @Magic Mike vielen Dank für den Einblick! Das klingt spannend, aber wie Sie richtig sagen, auch nach einer Menge Arbeit. Habe in der Vergangenheit für Office auch so ein paar Dinge selbst gebastelt, bin aber weit entfernt mich als IT-ler zu bezeichnen. Und auch das hat Stunden verschlungen… dann muss man ja auch noch den Kollegen die Benutzung/Einbettung/… erklären und das kostet nochmal Stunden ohne Ende… Ja, es wäre super, wenn da eine eigens dafür gestaltete IT Abteilung im Ministerium Inhalte/Module entwickeln würde, die man dann „nur noch“ einbauen müsste. Wenn das mal möglich würde… aber ernsthaft auch nochmal besten Dank, hat mir weitergeholfen 🙂 Alles Gute!

  7. Konzepte mit Ideen zur Vorgehensweise gibt es sicher reichlich.

    Einen (Ausführungs-, bzw Ablauf-)PLAN, worin die Konkretisierung der Konzepte verankert und eine Festlegung der Vorgehenweisen fixiert wurde gab es im Hause G. eher zu keiner Zeit.

    Erst ein Ablaufplan ist detailliert, betrifft Einzelheiten in bestimmter Reihenfolge und bietet natürlich deutlich weniger Möglichkeit noch neue Ideen einzubringen. Also bleibt es beim Hin und Her mit Konzept und alle wundern sich. Stichwort wäre „Verbindlichkeit“

  8. Frau Gebauer ist einfach komplett unbelehrbar und sieht ihr Versagen in der Vorbereitung nicht ein!!!!Alles, was sie gerade befiehlt ist IMMER der richtige Weg, aber ausschließlich in ihren Augen.
    Sehr traurig, das so eine Person Kultusministerin ist !!!!!
    In ihrem starren, sturen Vorgehen hat sie offensichtlich bewiesen, das sie der Leistungsanforderung ihrer Position nicht gerecht werden kann und GLEICHZEITIG HAT SIE MIT LEBEN DER MENSCHEN GESPIELT!!!!

    Ich hoffe dem Antrag der SPD – Opposition wird schnellstens statt gegeben!!!!

    • @Besorgte Mutter: Ich hoffe, Sie haben eine Großpackung Baldrian zu Hause.

      So, wie Sie hier über andere Menschen reden …

      Fuer die Kinder und Menschen in Ihrem Umfeld hoffe ich sehr, dass Sie dort nicht so auftreten…

      (frei zitiert und bearbeitet nach @Besorgte Mutter an anderer Stelle)

      • Oka
        Ihre Kommentare sind unqualifiziert und fehl am Platz.
        Soweit ich es bis jetzt mitbekommen habe, sind Sie in keinster Weise am Schulleben beteiligt.
        Melden Sie sich in einem Forum Ihres Fachbereichs an und nerven Sie hier nicht mehr.
        Danke und Tschüss!

  9. Es ist so, dass Eltern ihre Kinder von der Präsenz abmelden müssen und nicht, wie dargestellt, zur Betreuung anmelden. Das macht in der Frage, wie viele Schüler Montag in der Klasse sitzen einen großen Unterschied!

  10. Liebe Redaktion:
    Es gibt ein anderes großes Problem bei diesem Modell. Ab Montag müssen die Lehrkräfte in den Klassen 1-7 gleichzeitigem Distanz- und Präsenzunterricht durchführen, weil ein Teil der Kinder Zuhause bleibt und die anderen Kinder aus der selben Klasse in die Schule gehen.

    In meiner Schule waren wir auf alles vorbereitet, aber nicht auf das.
    Herr Laschet und Frau Gebauer möchten dadurch alle Eltern glücklich machen. Ob das in der Praxis umsetzbar ist, interessiert sie offensichtlich nicht.

    • Die Politik intressiert die Umsetzbarkeit nicht, solange es sich gut verkaufen lässt und es sich positv auf mögliche Wählerstimmen auswirkt.
      Die Zeit bis Weihnachten ist mit dem ganzen HickMack sowieso schon durch.
      Ich finde es viel schlimmer, dass es keinen ersichtlichen Plan gibt, wie es nachdem 10. Januar weitergeht.
      Das Ausmaß werden wir dann in ein paar Jahren sehen, wenn die ersten Folgen sichtbar werden.

    • Das ist wirklich ein Riesenproblem. Den Eltern die Entscheidung zu überlassen war wirklich die sicherste Methode, das Chaos zu vollenden.

      • @Y: Naja, man sollte vielleicht fairerweise dazu verdeutlichen, dass Eltern nicht grundsätzlich Chaos in Schulen verbreiten, wenn man sie Entscheidungen treffen lässt…

        Das Problem ist hier der gleichzeitig zu leistende Präsenz- und Distanzunterricht. Dieser ist nicht eine Konsequenz, die schuldhaft durch die unterschiedlichen Entscheidungen der einzelnen Eltern verursacht wird.

        Stattdessen ist dieses vorhersehbare Chaos eine unabweisbare Konsequenz aus der Entscheidung der zuständigen Politiker – und die tragen dafür die Verantwortung.

    • Ich glaube, das Problem ist eher, dass Frau G versucht, den Spagat zwischen dem, was inzwischen unausweichlich ist und ihren vollkommen sinnlosen Versprechungen der Vergangenheit hinzubekommen.

      Wenn sie die Präsenz komplett aussetzen würde, würde sie ja ihr Wort brechen („Schulschliessungen wird es mit mir nicht geben“), aber auf der anderen Seite hat man ihr klar gemacht, dass „weiter so“ auch nicht mehr funktioniert. Also versucht sie, beides gleichzeitig zu machen: Präsenz + Fernunterricht durch die gleichen LuL zur gleichen Zeit mit 0,0 Vorbereitungszeit.

      Sie übersieht dabei – wie üblich – den Arbeitsschutz. Die Eltern, die vorsichtig sind, lassen ihre Kinder sicher zu Hause. Diejenigen, die Corona leugnen oder für harmlos halten und sich entsprechend verhalten, werden sie weiter schicken. Der Vireneintrag in die Schulen dürfte also kaum sinken, nur der Verbreitungsfaktor, weil es jetzt weniger SuS abbekommen. Die LuL haben aber nach wie vor keine Wahl und müssen sich dem aussetzen ohne jeden ausreichenden Schutz.

      Ich hoffe aber, dass heute jemand in der MP+Merkel-Runde auf den Tisch haut und die Schulen zumacht mit sofortiger Wirkung mit Ausnahme für wirklich erforderlichen Notbetreuungsbedarf.

      Danach wird man dann sehen, wie Frau G über ihre eigenen Sprüche denkt… eigentlich bleibt ihr nach der sehr klaren Ansage von vor ein paar Tagen nur der Rücktritt.

      • @Jan aus H: „Ich glaube, das Problem ist eher, dass Frau G versucht, den Spagat zwischen dem, was inzwischen unausweichlich ist und ihren vollkommen sinnlosen Versprechungen der Vergangenheit hinzubekommen.“ – Volle Zustimmung: Maximaler Schaden für andere bei dem verzweifelten Versuch, den Schaden für die eigene Karriere zu minimieren.

    • Ja, das war doch immer klar und wurde trotzdem vehement gefordert, auch hier: Erstens, dass die Lehrer dann darüber auch wieder jammern und zweitens, dass vielerorts (überall?) Stunden reduziert werden, weil die Lehrer ja nicht doppelt so viele Stunden machen wollen und können wie bisher. Ich auch nicht!

      Deshalb bedeutet eben auch Wechselunterricht letztendlich Unterrichtsausfall in Größenordnungen, auch wenn jetzt wieder jemand kommt, der sagt, bei ihnen fiele nichts aus, bei ihnen machen alle Lehrer jetzt doppelt so viel Unterricht bzw. es konnten ganz viele andere Lehrer eingestellt werden.

      Welche Schule bitte?

      • @Oka: Sie scheinen sich ja hier die Lehrer als Feindbild auszusuchen, kommt mir jedenfalls so vor. Ich weiß aus erster Hand (da ich Schüler bin), dass unsere Lehrer sich ein Bein ausreißen, um noch halbwegs guten Unterricht zu bieten.
        Sie kommen krank in die Schule, unterrichten krank von zu Hause aus, stehen einem auch am Wochenende mit Rat und Tat zur Seite. Ich würde das an deren Stelle wahrscheinlich nicht machen, daher habe ich höchsten Respekt vor diesem Verhalten.
        Schulen konnten monatelang ihre Konzepte nur planen, aber weder testen noch umsetzen, während immer mehr Lehrer krank wurden bzw in Quarantäne mussten, nur weil die Obrigkeiten an ihrem dämlichen Präsenzunterricht festhalten wollten und jegliche Alternativvorschläge im Keim erstickten. Jetzt wird von ihnen gefordert: Macht das, was ihr gefordert habt, aber so wie die Landesregierung es sich gedacht hat und das möglichst bis übermorgen.
        Ich mein Hallo? Ich an Stelle der Schulleiter und Lehrer würde jammern und das zu Recht. Wenn die Leute, die tagtäglich an der „Front“ arbeiten und damit diejenigen sind, die am ehesten wissen, wie man es lösen könnte, konsequent ignoriert, diffamiert und an der kurzen Leine gehalten werden, dann haben sie allen Grund dazu, sich zu beschweren.
        Es wäre alles halb so wild, hätte man auf die Schulen gehört und ihre Ideen ernst genommen und ausprobiert (Zeit genug war dazu ja). Diese Möglichkeit hat man komplett verstreichen lassen und sitzt jetzt vor einem Scherbenhaufen.
        Dafür können Schulen und insbesondere die Lehrer rein gar nichts, da sie in diesem System nur ausführende Kräfte sind (vergleichbar mit Lemmingen). Die Verantwortung tragen einzig und allein die Landesregierungen.

        • @David das sehe ich genauso. Auch die Lehrer meiner Tochter stehen jederzeit mit Rat und Tat zur Seite, sogar am Wochenende werden E-mail Anfragen beantwortet. Hier möchte ich nochmals die Gelegenheit nutzen und mich bei den Lehrern und der Schuleitung des Marie-Curie-Gymnasium in Neuss recht herzlich zu bedanken.

        • @David,

          warum nur darf man Lehrer nicht kritisieren? Warum nur wird das immer als Staatsverbrechen betrachtet, vor allem natürlich von den Lehrern selbst. Ist ihnen das eigen?

          Sie haben positive Erfahrungen mit Lehrern gemacht, u.a. in der Corona-Krise. Schön. Ja, die gibt es. Zuhauf. Aber eben nicht nur.

          Warum sind die Erfahrungen, die gefallen, immer die allgemeingültigen und die Erfahrungen, die missfallen, sind die Ausnahmen, aber am besten gar nicht wahr, sondern üble Verleumdung. Warum sind Ihre Erfahrungen die allein richtigen und andere die falschen?

          Ich kritisiere hier ja eigentlich nur einen ganz bestimmten Teil meiner Kollegenschaft. Diese nie zufriedenen. Aber vor allem hetze ich nicht gegen die Kultusministerien, weil sie nicht alles so machen, wie Oka es gern hätte.

        • @David, ich kopiere mal hierher, was jemand anderes schrieb, auch wenn ich nun vermutlich nichts mehr von Ihnen lesen werde:

          Mutter 13. Dezember 2020 um 15:46
          Von der Schulleitung an der Schule meiner Kinder kam die klare Ansage, dass die Arbeit der Lehrer bei einer weiteren Schulschließung sehr genau beobachtet und kontrolliert wird. Eine nochmalige Abseilorgie wie im Frühjahr wird es definitiv nicht geben. Wir, die Eltern und Schüler sollen sich bei Nichteinhaltung durch die Lehrer sofort an die Schulleitung oder den Elternbeirat wenden. Damit sofort eingeschritten werden kann. Ich bin sehr dankbar über ein solches Vorgehen. Das bringt auch wieder Vertrauen in das Bildungssystem.

          Es gab also eine „Abseil-Orgie“ und nicht nur lauter vorbildliche Lehrer, wie Sie sie erlebt haben. Oder?

      • Und daliegt ja das Problem. Wenn nur die Lehrer mehr Unterricht geben, muss dennoch viel Unterricht ausfallen, da selbst an GY nur 40% der Lehrkräfte männlich sind.

        Die Antwort auf die abschließende Frage ist – Baumschule. Da wird wenigstens auf ausreichend Abstand geachtet, um die Entwicklung nicht zu beeinträchtigen.

      • @Oka: „auch wenn jetzt wieder jemand kommt, der sagt, bei ihnen fiele nichts aus, bei ihnen machen alle Lehrer jetzt doppelt so viel Unterricht bzw. es konnten ganz viele andere Lehrer eingestellt werden.“ – Es ist zwar eine durchaus gebräuchliche rhetorische Technik, sich die gegnerischen Argumente so zurechtzulegen, wie man sie für die eigene Argumentation benötigt, aber diese Erschaffung passender gegnerischer Argumente aus der eigenen Imagination empfinde ich persönlich dann doch als ein etwas durchsichtiges Manöver…

      • Oka
        Gehen Sie! Mir ist es völlig egal, wohin.
        Nehmen Sie Frau Gebauer und Co.
        bitte gleich mit!
        Außerdem empfehle ich Ihnen dringlichst, sich professionelle Hilfe zum Thema Traumabewältigung zu suchen. Solch ein Lehrertrauma kann durchaus bedenkliche Züge annehmen. Wie lange ist das bei Ihnen her? 5, 10, 20, 50 Jahre?
        Gehen Sie es endlich an!
        Zusätzlich würde ich Ihnen einen Kurs zum Thema „sinnentnehmendes Lesen“ empfehlen.
        Dann würden Ihre kruden, sinnfreien, rein provokativen Kommentare vielleicht endlich aufhören.
        Viel Erfolg.

      • Oka
        Gehen Sie, nehmen Sie die KM gerne mit!
        Empfehlung: Professionelle Hilfe zur Traumabearbeitung (verursacht durch Lehrer). Würde mich interessieren, seit wie vielen Jahrzehnten Sie darunter leiden.
        Zusätzlich würde ich Ihnen einen Kurs für „sinnentnehmendes Lesen“ ans Herz legen.
        Dann müssten Sie nicht immer am Thema vorbei schreiben.
        Gute Besserung

    • @Lehrer NRW: Ich komme gerade aus der Schule und habe den Kampf um einen Platz am einzigen Kopierer verloren. Heute versammelten sich einige Kolleginnen, um die Arbeitspläne fürs Distanzlernen für die nächste Woche vorzubereiten. Muss bei uns noch völlig analog laufen. Die Freitagmittagsentscheidungen von Frau Gebauer sind unsäglich. Sie hat null Ahnung, was sie mit ihrer Entscheidung an Schulen auslöst. Ich rufe die Landesregierung auf: Befreit uns endlich von der Inkompetenz von Frau Gebauer!
      Die Berufsgruppe Lehrer*innen hat die FDP wohl bis zum Sanktnimmerleinstag verloren. Wahltag ist Zahltag!

      • @ Kathrin-Gerade musste ich beim „einzigen Kopierer“ grinsen: Irgendwie hat unsere Schulleiterin schon letzte Woche geahnt was kommt, denn zur großen Pause kam ein Lieferwagen mit zwei zusätzlichen Kopierern…
        Wir haben zwar keine Frau Gebauer, aber dafür eine Frau Eisenmann-ein Name der Programm ist. Ansonsten liegt ein großer Teil des Desasters doch in unserem unsäglichen (zumindest im Kultusbereich) Föderalismus, oder? Auch bei ist Wahltag Zahltag, und wenn ich mit Leuten spreche /es sind leider immer weniger, seit Corona, höre ich immer wieder, dass durch die Schulpolitik die CDU im Lande unwählbar sei… mal sehen, was passiert.

        • @oka
          Doch, Sie lesen noch was von mir. Schwarze Schafe gibt es überall, egal, in welcher Branche, auch unter Schulen, Schulleiter und Lehrern. Darüber brauchen wir nicht streiten. Das zeigt auch ihr Beispiel mit dem Zitat.
          Ich gehe aber davon aus, dass dem Großteil der mit Wissensvermittlung beauftragen Menschen tatsächlich daran gelegen ist, dies auch zu tun, und zwar so kompetent wie irgend möglich. Wenn darunter nun Lehrer sind, die das nicht so genau nehmen (und die gibt es an meiner Schule ebenso, gar keine Frage), dann muss man damit umgehen. Kurzum, meine Schule ist bei weitem nicht so perfekt, wie Sie meinen.
          Dennoch geben sich die Lehrer, auf die es ankommt, die größte Mühe und ich behaupte mal, dass diese kein Einzelfall sind.
          Wer aber über die tausenden Lehrer in diesem Land entscheiden kann, und zwar ausschließlich, sind einige wenige (und oftmals völlig fachfremde und deswegen in meinen Augen unqualifizierte) Politiker. Ich muss zugeben, dass ich Politikern gegenüber wesentlich misstrauischer bin als bei Lehrern, das sei mir verziehen. Aber mir fällt dennoch nichts auf Anhieb ein, dass die KMK in diesen Monaten geleistet hat, außer auf die Wichtigkeit von Präsenzunterricht zu pochen, dabei in Sachen Kreativität ungefähr so flexibel wie ein Backstein war und im Verantwortungsbewusstsein für alle ihr anvertrauten Personen völlig versagt hat.
          Wenn ich mir meine Schule so angucke, die mit den Widrigkeiten zu kämpfen hat und dann sehe, dass Schule, Schülervertretung und Lehrer auf die Sorgen der Schüler eingeht, Kompromisse schließt und wirklich versucht, jetzt im Lockdown den Unterricht zu gewährleisten (was oft gar nicht möglich ist, weil bspw. unser Mathelehrer eine so schlechte Netzanbindung hat, dass am Streams gar nicht zu denken ist), dann wünsche ich mir manchmal, dass Lehrer da ganz oben die Entscheidungen treffen sollten und nicht irgendwelche Politiker, denen ihr Prestige offenbar wichtiger ist als die Ihnen anvertraute Aufgabe.

  11. „Auch die aktuellen Zahlen zum Schulbetrieb in dieser Woche zeigen, dass das Schulsystem in Nordrhein-Westfalen auch im Dezember so stabil ist wie in den Wochen zuvor“

    Das typische Fehldenken eines mittelmäßigen Managements.
    Rein Zahlen werden erfasst und dann exakt nur diese weit über Gebühr (fehl-) interpretiert.
    Hauptsache sie passen zu eigenen Wunschdenken.

    Sich mal Gedanken darüber zu machen, wie diese Zahlen zustande kommen, und mal auf die Begleitumstände neben den Zahlen zu achten, die meist auf Tonspuren vermittelt werden, scheint über der Kompetenz zu liegen.

    Kleiner Tipp: In der freien Wirtschaft sind gute(!) Führungskräfte schon deutlich weiter!

  12. Ich erinnere mich an meine Jugendzeit. Da gab es das Telekolleg mit täglichen Fernsehunterrichtseinheiten, Begleitheften und am Wochenende Treffen im Klassenverband.
    Da könnte man sogar die altenb Folgen ausgraben und heute noch verwenden!
    rfalio

  13. Davon abgesehen dass jetzt in NRW alles so schnell und plötzlich kommt, bin ich einfach nur froh und sehr erleichtert dass überhaupt endlich was passiert .

  14. Wie soll mein Sohn Distanzunterricht machen, wenn alle seine Materialien in seinem Fach in der Schule liegen, weil er am Freitag Schulschluss hatte, bevor die Schulmail von Frau Gebauer kam?

    • So wie bei uns im März: Wir haben Pakete mit dem Inhalt der Schülerfächer gepackt und verschickt. Auch das ist Pädagogik…?!

  15. Hoffe SPD zieht es durch ..

    Frau Genauer möchte sich auf die Schulter klopfen..

    Lach Haft..

    Wir haben den Schaden den sie abgerichtet hat..

  16. Also das kann man jetzt wirklich nicht so stehen lassen! Seit Sommer werden wir Lehrer immer wieder von „oben“ darauf hingewiesen, sich auf alle möglichen Szenarien einzustellen – dazu gehört auch Fernunterricht. Das hätte man durchaus jetzt parat haben können als Lehrer, meiner Meinung nach gibt es da keine wirkliche Ausrede. Es sei denn, auch die jeweilige Schulleitung hat seit Sommer nicht die technischen Voraussetzungen geschaffen.

    Da wir kein Teams an der Schule haben, arbeiten wir mit gotomeeting und padlet – das läuft stabil und funktioniert einfach und wunderbar. Auch für hälftigen Unterricht. Die Hefteinträge über Word erstellen, den Bildschirm an die Videogruppe teilen und für die Anwesenden über die Dokumentenkamera und Beamer wie gewohnt an die Wand projizieren. Hätte meine Schulleitung die Zugänge für gotomeeting nicht geschaffen, hätte ich es auch privat bezahlt (ca12€/mntl kündbar) – ja, auch wenn das eigentlich nicht meine Aufgabe sein sollte!

    Sich jetzt als Lehrer über Kurzfristigkeit zu beschweren, finde ich nach den wochenlangen vorangegangenen Diskussionen und Debatten eher unangebracht. Sicher, der bereits geplante Inhalt muss jetzt vielleicht anders aufgearbeitet werden und ja, es ist kurz vor Weihnachten und alle kriechen auf dem Zahnfleisch – aber in anderen Berufen muss man zur Zeit auch die Arschbacken zusammenkneifen! Durchhalten – es ist nur maximal eine Woche bis zu den Weihnachtsferien!!

    • Es geht nicht um die mangehafte Vorbereitung der Lehrer – es geht um die mangelhafte Vorbereitung des Ministeriums. Wie sieht denn ein Stundenplan während des Fernunterrichts aus? Welche Fächer werden denn unterrichtet – alle? Wird kaum möglich sein. Oder gibt es Prioritäten? Wie sieht die Arbeitsteilung in den Kollegien aus? Wie läuft die Leitungsüberprüfung? Was bedeutet das für Noten und Abschlussprüfungen?

      Es geht auch nicht nur um die Woche bis zu den Weihnachtsferien – was passiert denn danach? Es wird ja wohl kaum wieder so laufen können wie zuvor, Präsenzunterricht ohne jeglichen Coronaschutz außer Lüften.

      • Wie viele Städte und geminden in NRW haben denn die benötigten Laptops oder Tablets für die Kinder zur Verfügung gestellt, die keine eigenen IT-Ressourcen haben? Wie hoch ist landesweit der Anteil an Schulen, die schon an das glasfasernetz angeschlossen sind?

        Warum betont das MSB in seinen Einlassungen, dass Lernen auf Distanz nicht gleichzusetzen ist mit digitalem Unterricht?

        Wie sollen Lehrkräfte, für die ja Anwesenheitspflicht in der Schule bis zum 22.12.2020 besteht, mit den digitalen Hilfsmitteln die ihnen dienstlich zur Verfügung stehen innerhalb der gesetzlich erlaubten täglichen Arbeitsdauer die parallele Vorbereitung von Präsenzunterricht und „Fernunterricht“ bewerkstelligen?

        • Ich glaube ja dass in meinem Post durchaus klar hervorgegangen ist, dass es ohne die technische Grundausstattung von Seiten des Trägers bzw der Schulleitung nicht geht.
          Gotomeeting ist DSGVO konform also dürfte es Datenschututechnisch kein Problem geben. Aber es drängt sich mir die Frage auf, warum man das mit Monaten Zeit und Zugang zu Google nicht selber herausfinden kann, welche Plattformen, Dienstleister etc. rechtlich unbedenklich sind! Woher kommt das??

          • Padlet ist nicht datenschutzkonform. Dazu gibt es ein Gerichtsurteil von Datenschutz sensiblen Eltern, die geklagt haben. Zu Recht! Streaming im Unterricht? Bitte machen Sie sich mal schlau: Vor allem angesichts der steigenden digitalen Mobbingfälle verbietet sich mir das als vernünftig handelndem Menschen. Ich biete doch nicht noch eine zusätzliche Möglichkeit während einer Videokonferrnz Material mitzuschneiden! Wie steht es da mit Ihrer Verantwortung?

      • Geht ja noch weiter: Wie sieht es mit dem Datenschutz aus? ( Ich habe keine Ahnung, ob gotomeeting in NRW freigegeben ist) Wie sollen Kinder ohne Geräte arbeiten? Im Gegensatz zu manch seltsamen Vorstellungen hier sind nämlich die Schulträger für deren Beschaffung zuständig, nicht die SL. Unsere Geräte wurden bestellt, sind aber eben noch nicht geliefert. Außerdem haben wir kein WLAN in der Schule, also sind Videokonferenzen aus dem Untericht per se nicht möglich. Aber klar doch, das organisieren wir alles von Freitag nachmittag bis Montag früh, wir müssen da nur mal die Arschbacken zusammenkneifen…

      • @Bernd: „Es wird ja wohl kaum wieder so laufen können wie zuvor, Präsenzunterricht ohne jeglichen Coronaschutz außer Lüften.“ – Da sind Sie jetzt aber wirklich ein Optimist – haben Sie immer noch nichts gelernt über Kultusbürokratie und Kultusminister?

    • Volle Zustimmung.
      So langsam aber sicher sollte man auf Distanzunterricht eingestellt sein. Viele müssten es nach den zahlreichen Quarantänen auch schon mal mitgemacht haben.

      • @Who knows…: „So langsam aber sicher sollte man auf Distanzunterricht eingestellt sein.“ – Meinen Sie die Lehrkräfte oder die Ministerien? In eine dieser beiden Gruppen setze ich große Hoffnungen. Bei der anderen…

    • @Claudia Bueno Bernava

      „Hätte meine Schulleitung die Zugänge für gotomeeting nicht geschaffen, hätte ich es auch privat bezahlt (ca12€/mntl kündbar) – ja, auch wenn das eigentlich nicht meine Aufgabe sein sollte!
      […]
      Durchhalten – es ist nur maximal eine Woche bis zu den Weihnachtsferien!!“

      Liebe @Claudia Bueno Bernava,
      auf den ersten Blick erscheint Ihre Einstellung sehr lobenswert.
      Bei näherer Betrachtung – und ganz vielleicht? 😉 – ein klitzekleines Bisschen Überlegung merken Sie (hoffentlich) selbst, dass Sie da die Stellschraube immer noch in die falsche Richtung drehen?

      Im Übrigen:
      Wieso Weihnachtsferien?
      Haben Sie keine Korrekturen abzuarbeiten?
      Hey, das ist doch gar nicht schlimm!
      „Es gibt immer was zu tun!“ (Sagt zu Abwechslung mal nicht Oka, sondern Obi.)
      Z.B. Schultoiletten sanieren oder im Zweifelsfall mal eine Grundreinigung durchführen (da kann auch mal die ganze Familie mithelfen, so hat man eine richtig schöne Quality-Time). Wie sieht es an Ihrem Dienstort mit den Fenstern aus? …
      Ach, Sie werden schon noch viele sinnvolle Tätigkeiten finden, und „ca12€/mnt“ sind natürlich „= nix“, da werden Sie hoffentlich mehr „einbringen“ – nicht dass am Ende noch das Gerücht aufkommt, Lehrer seinen nicht nur faul, sondern auch noch geizig!
      😉
      Klasse wäre natürlich, wenn Sie mit Hilfe von „gotomeeting“ Ihre innerschulischen Ferienaktivitäten streamen könnten, damit das viele Nachahmer findet.
      (Ohmannomann, ich glaub das alles nicht mehr …)

      Na egal.
      Jedenfalls wünsche ich Ihnen eine schöne Zeit und bleiben Sie gesund!

    • Ja ist doch schön, dass ihre Schulleitung sich offensichtlich mit gotomeeting und anderen Plattformen über das Datenschutzgesetz hinwegsetzt. Mag sein, dass meine Schulleitung das nicht immer tut, dafür hält sie sich an Gesetzte. Ggf. müsste hier eigentlich auch geprüft werden, ob ihr als Lehrer nicht verpflichtet gewesen wärt, gegen so eine Anweisung zu remonstrieren, da sie offensichtlich gegen geltendes Recht verstößt?
      Ich kann mir nicht vorstellen, dass dazu ein Datenschutzbeauftragter sein OK gegeben hat.

    • technische Ausstattung meiner Schüler und derer Familien: 2 Schülerinnen mit PC, eine mit Drucker und Scanner. Der Rest: ausschließlich Handy, keine Tablets. Nur 11 Familien hatten ein Wlan. Alle mit WLan haben einen Spielecomputer.
      Aus dieser technischen Ausstattung möge man sich die Möglichkeiten für Distanzunterricht erschließen.

  17. Als Lehrer und Vater möchte ich nur einen kurzen Kommentar dazu verlieren: Wir stehen als Lehrer voll auf der Seite von Kindern und Eltern und reißen uns ein Bein für Sie aus. Das tun wir gerne, weil wir wissen wie wichtig das ist und fast alle von uns selber Eltern sind.

    • Nein, nicht wir. Ich tue es im Rahmen meiner vertraglichen Verpflichtung, die ich als tarifbeschäftigte Lehrkraft aber auch mit dem üblichen Vorlauf zum Ende eines Quartales einstellen kann. Altersbedingt kommen dann 24 Monate ALG I und im Anschluss die vorzeitige Verrentung, die mich eine Rentenminderung von 13 mal 0,3 Prozentpunkte kostet.
      Nur deshalb haben die SuS, die ich derzeit unterrichte ab April nächsten jahres noch keine neue Lehrkraft. Und ich bin nur einer von Vielen. Jede 4. Lehrkraft bundesweit ist angestellt und hat die gleichen Möglichkeiten, wie jeder andere Arbeitnehmer auch.

  18. Also ich will mich jetzt nicht beschweren, dass die Präsenzpflicht aufgehoben worden ist. Ich begrüße das und es wurde höchste Zeit. So habe ich wenigstens die Möglichkeit, Weihnachten meine Eltern zu besuchen, ohne Angst haben zu müssen, dass ich Corona einschleppe. Da ist mir so ein Schnellschuss lieber, als die nächste Woche noch durchzuziehen, obwohl mehrere Klassen schon in Quarantäne sind.
    Richtig Entscheidung, auch wenn es etwas überstürzt kam.
    Ich will jetzt niemandem in den Rücken fallen, aber ganz ehrlich, es ist knapp eine Woche, eine Woche Distanzunterricht. Wo ist das Problem? Wir haben seit Sommer z. B. alle Teams, auch die Schüler. Alle haben einen Office Zugang bekommen und das Abfragen der Eltern, wer wie digital ausgestattet ist, hat doch ebenfalls bereits im Frühjahr / Sommer stattgefunden. Morgen gibt’s dann eben für die Älteren Videokonferenz + Aufgaben und die Kleinen, die anwesend sind, arbeiten weiter an ihrem Laufzettel. Die Kleinen, die nicht da sind, kriegen diesen Hinweis über Teams und machen es von Zuhause aus.
    Man kann ein kleines Problem gerade auch künstlich aufblasen.
    Ich will Frau G. Jetzt gewiss nicht loben, absolut nicht, aber wir sollten eher froh sein, dass wir jetzt zumindest nicht mehr Kontakte im zweistelligen Bereich täglich haben. Ich werde jedenfalls morgen mit einem weitaus besseren Gefühl zur Arbeit gehen.

  19. Unglaublich, diese Inkompetenz der Schulministerin. Es ist doch auch jetzt schon klar, dass es ab 11.1. keinen normalen Unterricht geben dürfte. Aber es wird wahrscheinlich wieder so laufen: Gegen die Empfehlungen der Experten wird der Regelunterricht am 11.1. ohne ein einheitliches sinnvolles Schutzkonzept starten und nach ein paar Wochen wird plötzlich wieder alles geschlossen.

  20. Ja, jetzt steht da alles mit dem Mund auf??? Also bei meinen Kindern in den Schulen war schon für den Fall der Quarantaine alles vorbereitet. 2 in der Grundschule sind seit dem Frühjahr bei Anton angemeldet und haben weiter ihre „Quarantainemappe“ zum arbeiten. Einer an der Weiterführenden Schule ist bei Moodle. Da wurden zwischendurch Aufgaben reingestellt damit die Kinder in so einem „vorherrsehbaren“ Fall dann zurecht kommen. Bücher und Hefte, da lernen die ja sonst auch mit. Die sind auch nicht spurlos verschwunden. Man kann auch aus allem ein Theater machen, anstelle mal Akzeptanz zu demonstrieren. Wenn in den Krankenhäusern um alle notwendigen Maßnahmen so ein Szenario gemacht werden würde…. Dann wären die Hälfte der Patienten nicht versorgt weil, eigentlich ist auch da, eine gewisse Menge an Personal versorgt so und so viele Patienten. Ist im Moment auch von hü auf Hot nicht mehr der Fall. Wenn da mehr gedacht als gehandelt werden würde. Das wäre ein Szenario! Aber Gott sei Dank, die machen ihren Job, wie es die Situation erfordert.

  21. Kurz den Freitag zusammengefasst:
    Bis 12:23 Uhr Unterricht mit sämtlichen Vorbereitungen für die nächste Woche, 12:24 Uhr: Mal wieder erfährt man über die Presse, dass Montag alles anders sein soll.
    12:30 Uhr: Zusammentrommeln aller Klassen zwecks Schulbuchverteilung
    13:20 Uhr: Alle Medien, selbst jedes Tratschblatt berichtet von dem Aussetzen der Präsenzpflicht sowie deren Regeln.
    14:35 Uhr: Schul-Mail mit den Informationen, die um 12:24 Uhr schon in allen Zeitungen zu lesen waren.
    Da soll doch einmal einer behaupten, es gibt keine direkte Kommunikation zwischen AG und AN- nicht.

  22. Eigentlich lehne ich Hass und Polemik im Internet ab. Aber hier fällt mir nur eines ein:
    „Lieber gar nicht regieren als schlecht regieren“
    Frau Gebauer sollte das tun was sie gelernt hat, Hotels „managen“. Da gibt es genug zu tun.

  23. Was das Ministerium betrifft, da bin ich auch nicht glücklich mit. Aber, die sind auch nicht die, die Zuhause mit und um mich herum Leben. Alles, was erarbeitet werden muss, das kann man erfragen. Was ist mit den Nebenfächern, wie halte ich mein Kind auf dem Laufenden. Es ist keine Krankheit, die vereinzelt Auftritt. Die ganze Welt steht mit dem gleichen Problem. Vielmehr sollte man an der Möglichkeit arbeiten, welche Maßnahmen sind letzendlich erforderlich um das Versäumte nach zu arbeiten. Es gibt Länder die haben mit Krieg zu kämpfen. Da wird sich weniger drum gesorgt als, um den eigentlich kleinen Einschnitt, den wir haben.
    Wenn man sich mehr auf seine Aufgaben konzentrieren würde, und weniger darauf, wo andere nun wieder was anders gemacht haben als es besser gewesen wäre, dann kommt man um einiges besser vorwärts.
    Stärkt einfach eure Stärken und hört auf, euch damit gestärkt zu fühlen weil andere Schwächen haben.

  24. In RLP haben wir noch GAR KEINE Mitteilung, wie es weitergeht. Wie ich die Corona-Verharmloserinnen Dreyer und Hubig kenne, wird es regulär Unterricht geben bis Mittwoch. Dass Hubig Propaganda wie Trump betreibt, um das Infektionsgeschehen zu beschönigen, ist dank News4Teachers nun offensichtlich geworden. TAUSEND DANK AN DIE REDAKTION, DASS SIE HUBIG DIE VERHARMLOSENDE MASKE ABGERISSEN HABEN.
    Die KMK-Präsidentin ist unfähig auf der ganzen Linie. HUBIG GEHÖRT ALS BILDUNGSMINISTERIN RLP ABGESETZT, WENN SIE JETZT KEINE PLÄNE FÜR INFEKTIONSSCHUTZ FÜR MONTAG UND DIENSTAG HAT: AUSSETZEN DER KLAUSUREN UND DIGITALUNTERRICHT SOFORT!!!! AM Freitag hatte sie sich in ihrer technisch katastrophalen KMK-Digitalkonferenz noch selbstbeweihräuchert, wie toll die Digitalisierung unter ihrer Präsidentschaft vorangetrieben wurde, obgleich sogar die eigene Konferenztechnik nicht richtig klappte.
    DIESER FRAU IST DER GESUNDHEITSSCHUTZ DER MENSCHEN OFFENBAR EGAL. Hauptsache ihre propagandistische Außendarstellung stimmt.

  25. @Claudia Bueno Bernava

    Herzlichen Glückwunsch zu Ihrer guten Ausstattung! Beamer und Dokumentenkameras oder Endgeräte gibt es an meiner Schule in NRW leider nicht. Können Sie mir einen kurzen Tipp geben, wie das dann ohne diese Dinge funktioniert? Danke!

    • @Reichtlangsam

      Ich könnte mir nach dem obigen Post von @Claudia Bueno Bernava vorstellen, dass sie das konsequenter Weise mal eben selber anschafft, die Wartung/Reperaturen natürlich eingeschlossen, und das ganze natürlich dem Dienstort überlässt.
      So weit muss @Claudia Bueno Bernava natürlich mitgedacht haben.
      😉

  26. Ob die 3-4 Wochen ohne Präsenzunterricht mal dafür genutzt werden, etwas für den Infektionsschutz in den Schule zu tun? Vermutlich nicht. Dabei könnte es so einfach sein: 2 Milliarden ausgeben, jede Klasse mit Raumluftfilter und Plexiglas ausstatten. Anschliessend rollierendes System. Die 2 Milliarden spart man ganz schnell wieder ein, weil Fitnesscenter, Restaurants, Gaststätten, Kinos, Einzelhandel, die vermutlich sowieso die ganze Zeit keine wesentliche Rolle beim Infektionsgeschehen spielen, wieder öffnen können und keine Ersatzleistungen benötigen.

  27. Ich sehe die Kurzfristigkeit nicht als das große Problem, obwohl ich auch heute nacht bis 4h gesessen habe, um Wochenpläne für alle Lerngruppen zu erstellen (und immer noch nicht fertig bin). Das Problem ist, dass die digitale Ausstattung für die Schüler noch immer nicht da ist. Und das Problem ist, dass unsere Schule nach wie vor kein stabiles WLAN hat. Ich bereite also für jede Gruppe drei Szenarien vor: Präsenzunterricht, Zuschaltung per Videokonferenz und (für all diejenigen, die dort nicht teilnehmen können bzw. für den nicht unwahrscheinlichen Fall des Leitungszusammenbruchs) gut verständliche, selbsterklärende Wochenpläne. Das ist unnötig aufwändig und hätte durch ein professionelleres Management des Ministeriums anders laufen können.

    Weiterhin seheich es sehr kritisch, dass nicht die Anmeldung der Kinder zum Präsenzunterricht angezeigt werden muss – wie es der Artikel fälschlicherweise benennt – sondern die Abmeldung. Damit wird die Präsenzteilnahme unterschwellig als die Norm suggeriert; sogar im Bekanntenkreis fragen mich viele Eltern, ob es denn nicht „doof aussähe“ sein Kind anzumelden. Die Psychologie hinter diesem Vorgehen ist extrem fragwürdig und problematisch.

    Letzter kritischer Punkt: an meiner Schule wissen Eltern und Mitschüler gar nicht über das tatsächliche infektionsgeschehen Bescheid und unterschätzen es meines Erachtens nach, was vielen die Abmeldung vom Präsenzunterricht vermutlich nicht nötig erscheinen lässt. Bei Positivfällen in der Sek I werden Klassen schon seit vielen Wochen nicht mehr standardmäßig informiert und auch den Kollegen wird nur noch die Jahrgangsstufe genannt, nicht mehr die konkrete Klasse. In der Sek II gehen immerhin Sitznachbarn mit in Quarantäne und der Flurfunk funktioniert, aber in den unteren Klassen wurde (meines Erachtens nach sehr bewusst, da die Schulen gefälligst sicher zu sein haben) auf Transparenz verzichtet. Auch das sollten Eltern bedenken bei der Entscheidung, ob sie ihr Kind schicken oder nicht.

    Frau Gebauer werfe ich vor, dass nicht zumindest klar ausgesprochen wurde, dass der Schulbetrieb als reine Betreuungseinrichtung offen gehalten werden musste. Um Bildung und Bildungschancen ging es nie, sonst hätte man längst Konzepte gefunden, den Schülern auch in dieser Ausnahmesituation gerecht zu werden. Disqualifiziert hat die Frau Ministerin sich schließlich damit, den Wissenschaftlern der Leopoldina die Kompetenz abzusprechen. Dieser Fauxpax ist eigentlich nicht entschuldbar und müsste zum Rücktritt führen.

    • Schön wärs. Ist aber leider nicht so. Die Länder können auch nur die Präsenzpflicht aussetzen, und das werden die meisten tun, damit sie weiterhin fröhlich verkünden können, dass Schulen offen sind. Bei mir haben sich übrigens genau 3 ( in Worten: drei!) Kinder für nächste Woche abgemeldet, die anderen 25 kommen wie gehabt. Funktioniert ja super mit der Kontaktbeschränkung in Schulen. Und für die drei habe ich jetzt gemeinsam mit den Parallelkollegen den Wochenplan auch noch zusätzlich ausgearbeitet. War ein super dritter Advent!!

  28. Den gesamten Sommer über haben sich (nicht nur Frau Gebauer) Politiker gelobt, wie gut Deutschland ist, die Pandemie auf niedrigen Niveau zu halten.

    Vom lernen auf Distanz, oder klare Richtlinien in verbindlichen Modulen zusammen zu fassen, bis hin zum anschaffen Elektronischer Lehrmittel, nichts ist abschließend angeschafft bzw. ausgearbeitet worden. Versprochenen wurde viel, noch mehr geredet. Das betrifft alle Bereiche zur Prävention die heran gezogen werden müssen oder können um eine Katastrophe einzudämmen bzw. zu verhindern.

    Diese Unfähigkeit bezahlen jetzt die meisten Menschen einer Genration, denen wir es zu verdanken haben, dass es uns, den Deutschen so gut geht. Noch haben wir nicht so ein kaputt gespartes Gesundheitssystem wie andere europäische Länder, oder müsse das Konto plündern, um den Arzt bezahlen zu können. Warnende Bilder aus aller Welt, wie es aussieht bzw. abläuft wenn eine Pandemie außer Kontrolle gerät, wurde (so etwas kann uns doch nicht passieren) kräftig in den Wind geschlagen, als undenkbar abgetan.

    Ich hoffe inständig das man zu den nächsten Wahlen, sich an die betroffenen Personen erinnert und diese abstraft.

  29. Liebe Frau Bueno Bernava,

    vielen Dank für Ihre Einschätzung. Ich teile diese in Gänze.

    Sie zeigt deutlich, dass hier gerade „ein Jammern“ auf sehr hohem Niveau stattfindet und versucht wird das Schulministerium in Persona von Ministerin Gebauer als Sündenbock darzustellen.

  30. Die Infektionszahlen werden weiterhin auf einem hohen Niveau verbleiben, wenn die Leute sich nicht an die AHA-Regeln halten und weiterhin heimlich im kleinen Kreis sich treffen und private Feste wie Geburtstage feiern.

    • Wenn die Zahlen am 10. Januar noch so hoch sein sollten wie jetzt, werde ich Ihnen recht geben, Zeit und Gelegenheit zum Feiern gibt es ja genug. Was ist aber, wenn die Zahlen bis dahin gesunken sein sollten? Wenn die Schulen eine wesentliche Rolle im allgemeinen Infektionsgeschehen spielen, müsste dies dann ja der Fall sein. Ich denke, dass es so sein wird. Und dass selbst dann die Rolle der Schulen weiterhin ignoriert werden wird.

      • Die großen Ausbrüche von Covid-19 traten zuletzt in Krankenhäusern, Altenpflegeheimen, Massenunterkünften und räumlich dicht bewohnten Stadtteilen statt. In Sachsen und anderswo haben die Covidioten das Ausbruchsgeschehen massiv beeinflusst.
        Man ist naiv, wenn man annimmt, dass mit der Schließung der Schulen und Kitas das Problem gelöst wäre. Allerdings nimmt man einer Berufsgruppe ihre Ängste. Andere Berufsgruppen wie Altenpfleger(2000 pro Woche) und das medizinische Personal (2500 pro Woche ) erkrankt trotzdem weiter in nie da gewesener Zahl.
        Das sind jetzt zunächst 10 Tage Quarantäne, die man zu Hause bleibt, und da kann man dann noch einmal richtig verlängern, amtlich bestätigt vom Gesundheitsamt.

        • Also der Rhein-Sieg-Kreis ließ verlauten,dass die Hälfte der Ausbrüche tatsächlich auf Heime, die andere Hälfte aber auf Schulen und KiTas zurück geführt werden kann. Wenn man dann noch bedenkt, dass keiner getestet wird, nur, weil eine erkrankte LK eine ffp2Maske getragen hat, muss die Dunkelziffer deutlich höher sein.

        • Vielleicht haben die Kinder ja ihre Eltern angesteckt? Die in Pflegeheimen arbeiten, in Krankenhäusern, etc.?
          Da diese oft asymptomatisch sind, passiert das häufiger als bisher einem glauben gemacht worden ist. Siehe auch Massentest in Österreich. Die Kinder stecken ihre Familien an, denn wer trägt zuhause schon Maske.
          https://www.merkur.de/politik/corona-kinder-schulen-deutschland-studien-usa-kanada-dunkelziffer-oesterreich-drosten-virologe-zr-90129116.html

          Bei Seuchen waren historisch gesehen oft grade Schulen sogenannte Pamdemietreiber.
          Mit vorsorglichen Massnahmen hätte dieser harte Lockdown höchstwahrscheinlich keine Not getan.

  31. Es ist schon traurig zu sehen, wie einfach es sich gemacht wird. Lehrer sollen nicht einfach Aufgaben in irgendwelche Foren stellen, sondern Unterricht über die Kamera machen. In Zeiten der Digitalisierung, sollte das kein Problem darstellen! Es ist auch für die Eltern langsam nicht mehr zu stemmen, Arbeitgeber können nicht mehr planen und Arbeitnehmer wissen nicht was sie noch tun sollen. Homeoffice ist nicht überall machbar.

    • @Alexander Keller: „Lehrer sollen nicht einfach Aufgaben in irgendwelche Foren stellen, sondern Unterricht über die Kamera machen.“ – Wenn Sie darüber nachdenken, werden Sie merken, dass das nicht ganz so einfach zu bewerkstellligen ist, wie Sie glauben.
      Sie benötigen:
      – eine Kamera
      – eine stabile Internetverbindung (in vielen Schulen nicht vorhanden, vor allem nicht für 40-50 Videokonferenzen gleichzeitig – und diese Zahl erreicht eine größere Schule schnell)
      – mindestens ein Headset, besser ein drahtlos verbundenes (Lavalier-)Mikrofon, wenn sie die Kamera auf eine Tafel richten und selbst an der Tafel arbeiten plus dabei (für die Schüler verständlich) reden wollen

      Noch spannender ist die gleichzeitige Verknüpfung von Präsenz- und Distanzunterricht. Sie kümmern sich gleichzeitig um:
      – die Schülerinnen und Schüler, die vor ihnen sitzen
      – die Technik, mit deren Hilfe Sie ihren Untericht streamen
      – die Schülerinnen und Schüler, die zu Hause vor dem Bildschirm sitzen und arbeiten
      Alles easy natürlich, total chillig! Noch Fragen?

      • Vll. sollte sich Herr Keller einfach mal im Stadtrat seiner Stadt engagieren, denn dann hätte er ja dafür sorgen können, dass die Schulen alles, was er nennt zur Verfügung haben. In der Regel ist nämlich gar nichts davon vorhanden.
        -Dienstgeräte gibt es keine.
        -Internetverbindung, die zusammenbricht, sobald mehr als 5 Personen diese nutzen (normale Nutzung, kein Video).
        -Kein WLAN in den Räumen.
        -Keine Kamera in den Räumen.
        -Mit Glück einen Beamer, ansonsten gibt es ja den guten OHP.

        Wenn Herr Keller der Meinung ist, dass es zum Job der Lehrer gehört, all dies selbst anzubieten und anzuschaffen, dann frage ich mich, ob es nicht vll. der Job von Eltern ist sich ggf. selbst um die Betreuung von Kindern zu kümmern.

  32. Megalodon, vielleicht haben Sie noch nicht verstanden, dass Fernunterricht nichts ist, was man sich in ein paar Wochen selber beibringt. Es gibt diverse Universitäten, die hier Masterabschlüsse anbieten, z.B. https://www.fernuni-hagen.de/KSW/portale/mabm/ Obendrein ist es nicht Aufgaben von LuL sich dieses Wissen neben einer vollen Berufstätigkeit im Selbststudium und auf eigene Kosten anzueignen. Es gehört zu den Aufgaben des Dienstherren seine Mitarbeiter fortzubilden oder bereits bei der Einstellung darauf zu achten, dass seine Mitarbeiter über die benötigten Kompetenzen verfügen. Genauso wie es zu den Aufgaben des Dienstherren gehört, die nötige Hard- und Software zur Verfügung zu stellen.

  33. Also ich mache KEINEN Fernunterricht aus meiner privaten Wohnung und mit eigenem Equipment. Werde zu meinen Dienstzeiten am Dienstort mit dort zur Verfügung gestellten Medien und Materialien alles in meiner Macht Stehende tun. ABER NICHT MEHR DARÜBER HINAUS.

    • Völlig berechtigt! Bei uns in der Schule wären damit Videokonferenzen schon mal ausgeschlossrn. Unser einziger Lehrer-PC, den wir uns dann teilen müssten, hat keine Kamera unc kein Mikrofon. E-Mail-Kontakt mit den Kids und Kommunikation über das Aufgabenmodul ebenfalls problematisch, da die Kolleginnen sich dann ohne Mindestabstand im PC-Raum drängeln müssten, Mikro und Kamera gibt es hier auch nicht. Und sich das eine vorhandene Telefon mit 20 Leuten zu teilen finde ich unter hygienischen Aspekten momentan auch bedenklich. Aber hey, es ist ja alles super vorbereitet. Ich vergass noch: Die Tablets für SuS, denen zu Hause so etwas fehlt, wurden noch nicht geliefert. Die Lehrer-Laptops ja bekanntermassen auch noch nicht.

  34. Natürlich muss sich über ein vernünftiges Konzept der Kopf zerbrochen werden. Und man darf sich nicht darauf ausruhen das es Foren gibt wo man Material reinstellen kann. Es hätte sich gekümmert werden müssen damit es mit z.b.Videoschalte funktioniert hätte. Das ganze Hätte bringt in der jetzigen Situation nur leider nichts. Jetzt kann man nur appellieren das von den richtigen Stellen finanzielle Mittel bereitgestellt werden um ein vernünftiges Lernen auf Distanz zu erreichen. Ich habe die große Hoffnung das über den Jahreswechsel da nicht nur Entscheidungen sondern auch Handeln passiert. Das ist auch nicht die Aufgabe der Lehrkräfte. Die müssen das nötige bereitgestellt bekommen und, die Kinder Zuhause auch. Da hilft nicht der Fragebogen, welches Kind welche Geräte hat. Die Geräte müssen her. Es ist viel versäumt worden, jetzt muss die Zeit der Ferien genutzt werden um das geschluder aufzuarbeiten. Und die Lehrer, Eltern und Kinder sollten sich darauf konzentrieren, das, was zur Verfügung steht zu nutzen. Gerade wegen dem, das auch Eltern im Homeoffice arbeiten müssen, sollte man nicht nur das Netz nutzen um Schularbeiten zu erledigen. Arme Länder kommen mit ganz anderen Voraussetzungen durch die Pandemie. Unsere Erwartungen hier sind immer der Perfektion am hinterher streben. Genau das gleiche schenken wir unseren Kindern. Perfekt oder Problem. Unmöglich! Eltern sind überfordert weil sie neben Arbeit ihre Kinder beim Lernen begleiten sollen. Wo bitte ist das Problem? Wir machen es unseren Kindern vor, das alles kompliziert ist. Überfordern tut man sich nur dann, wenn man Grenzen nicht akzeptiert. Das ist aber genau das, was unsere Kinder lernen sollten. Akzeptanz der Dinge auch dann, wenn sie anders laufen. Tun wir nicht, wenn wir Ihnen beibringen das man immer nur gegen alles ist und, schlechtere Voraussetzungen nicht als Startposition akzeptiert um darauf aufzubauen.
    Wenn Eltern mit ihren Kindern neben Arbeit überfordert sind, dann ist da etwas zuviel. Dann sollte man sich schleunigst hilfe holen. Da würde vielleicht auch ein Attest der Arbeitsunfähigkeit vorerst helfen. Aber, das ist dann wohl auch ein Problem was nicht mit Corona angefangen hat. Und Lehrern kann ich nur raten, Sie machen alle einen herrausragenden Job. Aber stellen Sie auch nicht den Perfektionismus vor dem Möglichen. Alle müssen sich damit abfinden was machbar ist. Wir landen sonst alle im Pott vom „Burn out“

  35. Ich habe schon lange aufgehört mit privatem Material zu arbeiten. Wo kämen wir denn hin? Die meisten Sachen, wie Papier und Stifte bekomme ich von meinen Kollegen oder den Eltern der Schüler.
    Im Frühjahr belästigten Eltern mich sogar damit, ich solle die Schule aufschlüsseln, damit ihre Kinder ihr Schulzeug holen können. Ja geht’s noch?
    Vermutlich kommt das jetzt auch wieder auf mich zu.
    Liebe Kollegen, geniesst jetzt Eure freie Zeit und erholt Euch gut. Wer weiss, wann wir wieder so eine Gelegenheit dazu haben.

    • Will ich auf so was antworten? Eigentlich nicht. Aber trotzdem: von welcher freien Zeit sprechen Sie? Ich muss bis Freitag Präsenz- und Fernunterricht stemmen und am Montag und Dienstag zu meiner Dienstzeit die Notbetreuung übernehmen. Dann sind die regulären Ferien, in denen ich Korrekturen erledige und die Zeugnisse schreibe, und am 7.1. geht es in NRW regulär wieder mit Notbetreuung los.
      Aber Hauptsache, Sie haben dem Lehrerbashing mal wieder Vorschub geleistet. Kennen wir ja inzwischen.

        • Was ist an meiner Ansicht falsch?
          Ich bin gegen diese Fahrzeuge und werde meine Einstellung auch nicht verheimlichen. Ich habe keine Angst davor, mit meiner Meinung bei den gutverdienenden Eltern die solche Fahrzeuge fahren anzuecken.
          Wo ist Ihr Problem? Fahren Sie selbst so ein Sinnlosauto?

      • Ich leiste überhaupt gar nichts Vorschub. Ich mache meine Arbeit genau richtig. In BW sind ab Mittwoch Ferien, das heißt für mich und alle Kollegen dienstfrei. Wenn ich weiter von Kollegen kritisiert werde, dann schmeissen ich meinen Lehrerjob hin. Im Management der Industrie sind Führungskräfte mit meiner akademischen Bildung gesucht wie nie. Dann lasse ich die Kollegen eben im Stich. In der Industrie habe ich dann ein Büro, feste Arbeitszeiten, einen Dienstwagen und mehr Urlaub.

        • Ich hatte auch einmal einen Kollegen mit derart verachtenswerten Ansichten. Als ich ihn nach dem Unterricht, höchstens 5min später wegen eines Schülers mit möglicherweise Suchtproblemen ansprach:“Der….ist doch in Ihrer Klasse, mir ist da folgendes Problem aufgefallen..“, konnte ich nicht fertig sprechen. Er unterbrach mich mit den Worten:“Junger Mann, jetzt ist 12 Uhr durch und für mich ist jetzt Schule vorbei. Kommen sie morgen nochmal.“
          Lydia L82, ich denke, das hätte auch von Ihnen kommen können, oder?

          • Ergänzung: Ab in die Industrie! Kollegen mit solchen Statements mag (meine persönliche Meinung) ich nicht haben, weder dienstlich in der Schule, noch privat unter meinen Bekannten.

  36. Das Unterrichten, die Betreuung und die Förderung von SchülerInnen mit körperlichen und/oder geistigen Behinderungen stellt Schulen und Eltern bei jeder denkbaren Variante vor noch einmal völlig andere Herausforderungen als die meisten genannten oder politisch bedachten. (Auch im bisher angeblichen „Regelunterricht“.)

    Wir halten für den Fall spontaner Quarantäne oder angekündigter! Schulschließungen aktualisiertes Material für jeden Schüler mit Anschreiben an die Eltern vor, so dass z.B. im Quarantänefall Kollegen anderer Klassen diese postalisch zustellen können, wenn wir zu Hause bleiben müssen.
    Auch Distanz“unterricht“ ist im Quarantänefall ergänzend für diejenigen sehr schnell möglich, die – selbstständig oder zumindest mit Hilfe der Eltern -, ein Endgerät (zumeist ausschließlich Smartphones) nutzen können. „Natürlich“ wird dieser von uns LehrerInnen in Quarantäne von zuhause aus und mit dem privaten Equipment angeboten, da es noch keine dienstlichen Endgeräte gibt.

    Im aktuellen Fall aber erfahren wir und die Eltern am Freitag Nachmittag, dass diese am Montag selbst entscheiden, ob ihr Kind zur Schule geht oder nicht.
    Das bedeutet, dass wir am Montag feststellen werden, welche SchülerInnen nicht da sind und versuchen! werden, diese telefonisch zu erreichen, um herauszufinden, ob das Fehlen die Entscheidung für Distanzunterricht ist oder ob das Kind evtl. am folgenden Tag doch wieder kommt.
    Nein, man kann nicht zwingend voraussetzen, dass die Eltern die Schule aktiv darüber informieren! Man kann ebensowenig voraussetzen, dass alle Eltern die neue Regelung und damit ihre Entscheidungsfreiheit überhaupt komplett verstehen!

    Dann könnten wir das „Quarantänematerial“ abschicken, was frühestens Dienstag, eher Mittwoch in den Familien ankommt. Da wir eine Ganztagsschule sind und alle anwesenden SchülerInnen in dieser Zeit „regulär“ (ein Begriff, der schon seit den Sommerferien völlig absurd ist!) gefördert werden, kommt ein ergänzender Videounterricht nicht ernsthaft in Frage.

    Im Präsenzunterricht geht unsere Arbeit weit über den offenbar häufig angenommenen Frontalunterricht am Lehrerpult hinaus.
    Neben einem solchen Unterricht helfen wir (auch etlichen 4. Klässlern, die an ihrem Arbeitsplatz natürlich keine Masken tragen, was für einen Teil unserer Schülerschaft auch wirklich nicht möglich wäre!) beim Schneiden und Kleben und der Anwendung von Unterrichtsmaterial, betreuen gleichzeitig mehrere Kinder, die jeweils an verschiedenen Inhalten und Materialien arbeiten (welches wir natürlich desinfizieren, wenn auch andere Kinder damit arbeiten sollen) oder auch an behinderungsspezifisch eingerichteten PCs oder Sprachausgabegeräten, reichen Kindern mit Mehrfachbehinderungen ihr Essen und Trinken, lagern sie (damit sie nicht 8 Stunden ausschließlich im Rollstuhl sitzen), waschen ihnen die Hände, reichen zu verschiedenen Zeiten einigen SchülerInnen Medikamente, öffnen die Außentüren und legen den Schülern Decken um, die das nicht selbstständig tun können und hindern gleichzeitig die bewegungsfähigen und sehr aktiven SchülerInnen daran, Ringkämpfe zu veranstalten, gemeinsam Akrobatikübungen zu proben oder die zu intensive Nähe zu Mitschülern zu suchen, beruhigen, ermahnen, trösten, motivieren sie…

    Ich tue das alles gerne. Ich bin gerne mit meinen Schülern, den einen wie den anderen! Diese ganz verschiedenen Anforderungen sind ein Teil dessen, was meinen Beruf so interessant und vielseitig macht.

    Aber meine Motivation, den deutlich verschärften Herausforderungen und für uns teilweise absurden Vorgaben nachzukommen und mich dieser Nähe unter den aktuellen Bedingungen auszusetzen und meinen SchülerInnen einen möglichst reibungslosen und (v.a. für diejenigen, für die gleichbleibende Strukturen und Rituale wichtig sind!) vorhersehbaren Tag zu ermöglichen, würde deutlich unterstützt werden, wenn ich irgendwo entdecken könnte, dass die verantwortlichen Schulträger und Politiker sich für hilfreiche Maßnahmen einsetzen würden.

    FFP2 Masken zu stellen, wäre schon mal eine „nette Geste“…
    Organisatorisch wichtige Entscheidungen NICHT an einem Freitag Nachmittag zu verkünden und vielleicht die Schulleitungen vorab zu informieren, wäre eine weitere…
    Nicht nur, um das Material entsprechend stellen zu können, sondern auch um diejenigen Eltern, die nicht am Wochenende auf die Kommunikationsapp zurückgreifen, noch bzgl. ihrer speziellen individuellen Situation informieren oder beraten zu können.
    (Individuelle Förderung beinhaltet in der Regel auch individuelle Elternarbeit!)

    Grundsätzlich gilt:
    SchülerInnen auf digitalen Distanzunterricht vorzubereiten und ihnen die notwendigen Kenntnisse zu vermitteln, wäre deutlich leichter, wenn alle Schüler ein Endgerät mit gleichem System zur Verfügung hätten oder wenigstens das Gerät, was sie zuhause nutzen können, auch in die Schule gebracht werden könnte. So könnte man dort mit den Schülern die erforderlichen Schritte erarbeiten und ggf. Apps einrichten.
    Aber da es sich oft um die Smartphones ihrer Eltern handelt, ist das nur bedingt möglich.
    Manchmal scheitert die Unterstützung der Eltern daran, dass diese nicht in der Lage sind, ihr Kind auf der jeweiligen Lernplattform anzumelden…. aus verschiedensten Gründen.

    Für diejenigen, denen es nicht bewusst war:
    Es gibt noch Förderschulen und es gibt noch andere Förderbedarfe als die im Bereich Lernen und emotionale und soziale Entwicklung.
    Auch wenn diese so gut wie gar nicht in irgendeinem Zusammenhang benannt werden oder deren Problemstellungen gesehen. Es sind im Vergleich natürlich auch sehr wenige SchülerInnen, Familien und schulisches/therapeutisches Personal. Aber, es gibt sie.

    Ich musste das einfach mal loswerden.
    Es reicht nicht aus, dass LehrerInnen flexibel sind.
    Von Eltern, SchülerInnen, Busunternehmen (individueller Schülertransport), etc. pp. wird diese Flexibilität mit den kurzfristigen Entscheidungen und Bekanntgaben mindestens ebenso gefordert und vorausgesetzt.
    Es fehlt den Entscheidungsträgern an realistischen Vorstellungen, wie Schule (nicht nur Förderschule) funktioniert oder auch nicht funktioniert!
    Ich glaube, es wäre sogar zu viel verlangt, das im Detail von allen Stellen zu erwarten. Umso mehr wäre es aber doch angezeigt, Schulen zur Beratung „ins Boot“ zu holen oder ihnen innerhalb gewisser Rahmenrichtlinien einen Handlungsspielraum zu ermöglichen.

    Ich würde mir tatsächlich wünschen, dass wir als Schule/Schulgemeinde standortspezifische „Fahrpläne“ entwickeln und umsetzen dürften.
    (Standortspezifische Lehrpläne müssen wir ja auch selbst entwickeln!)
    Gemeinsam mit den Eltern überlegen, wie dem Gesundheitsschutz aller, der Förderung, dem schulischen Lernen, der Entwicklung der Schüler und den Möglichkeiten/Notwendigkeiten der Eltern/Familien am besten Rechnung getragen werden kann?!

    Vielleicht ist es auch eine Illusion, aber ich kann mir vorstellen, dass es für eine Schule wie der unseren möglich wäre, sinnvolle, planbare Wege zu finden, sofern Politik und Schulträger mitziehen. Auch wenn dadurch natürlich lange nicht alle (systemischen und grundsätzlichen) Probleme gelöst sind.
    Aber die Abläufe im Zusammenhang mit der Pandemie wären für die an unserer Schule Beteiligten transparent, nachvollziehbar, besser planbar und könnten von einer Mehrzahl Betroffener besser mitgetragen werden.

    Bin gespannt, wann eine Information bei uns ankommt, wie es nach den Ferien weitergeht. Ob und was wir wann vielleicht dürfen, sollen, müssen… können sollten…

  37. Ich kann mir gut vorstellen wie das morgen abläuft. Spätestens um halb 10 rufen meine Zwillingmädels an, ich kann sie von der Schule abholen. War im Frühjahr auch so, schon am Montag als eigentlich noch eine Einweisung stattfinden sollte, waren die meisten Lehrer schon nicht mehr da. Das waren auch die welche die nächsten 2 Monate verschwunden waren. Zum Teil bis in den Herbst. Eine Lehrerin fehlt immernoch, weil sie zu dick ist. Für das Problem hätte sie seit Ostern Zeit gehabt. Eine Klassenarbeit hat sie bis heute nicht rausgerückt. Ich wünsche den betreffenden schöne Ferien..,

    • @Vaterdaheim

      „weil sie zu dick ist“
      Na das ist aber unverschämt von der, was?!
      Wäre schon geiler, wenn beim Elternabend ein Model durch den bunten Abend führen könnte?
      Bestimmt schreiben Sie uns noch ein bisschen was über die Ursachen des Übergewichtes?
      Das müssen SIE doch wissen!!!

      Nein?
      Vielleicht gehen Sie mal zum Arzt Ihrer Wahl und fragen nach? – Es soll nämlich Gründe geben, da können „die Dicken“ tatsächlich nichts dafür, z.B. genetisch bedingte Stoffwechselstörungen. (Das haben nicht nur Lehrer – aber bei denen ist das absolut der Rede wert …)

      Fragen Sie dann auch gleich mal nach ob auch „Erst Senf dazu, dann denken.“ auch angeboren oder vielleicht sogar ein Corona-Risiko sein könnte, lieber @Vaterdaheim.

      Ach ja:
      Da könnte man sich ja auch fragen, warum eigentlich „Vaterdaheim“?
      Aus dem Homeoffice lässt sich doch gar nicht arbeiten (also bei Lehrern wird oft unterstellt, das ginge nicht) – und wie Sie sehen ist das investigative Arbeiten wirklich total erschwert.

    • „Eine Lehrerin fehlt immernoch, weil sie zu dick ist.“ Was für ein Unfug! Übergewicht war in keinem Bundesland ein Grund zur Befreiung von der Präsenzpflicht. Wenn ich so was unqualifiziertes lese, kann ich mich auch gleich befreien lassen, krieg ich nämlich Bluthochdruck von.

      • Fast wie prophezeit.
        1. Doppelstunde Vertretung ohne Vertretung
        2. Doppelstunde Klassenlehrer (20 Minuten anwesend)
        3. Doppelstunde Vertretung ohne Vertretung
        Morgen:
        1. Doppelstunde Klassenlehrer dann Schulschluss (in Baden-Württemberg Ferien)
        Morgige Klassenarbeit findet nicht statt

        Wo sind denn die Kollegen???

  38. Wir nehmen eine mittelalterlichen Marktplatz, ein Fass mit Federn, ein Fass mit Teer…die Kandidatin ist eindeutig identifiziert….der Vollzug wird folgen…wichtig ist dabei, dass allen Nachfolgenden klar gemacht wird, dass ihnen bei vergleichbarem Versagen das Gleiche droht. Dann helfen irgendwann auch die Seilschaften nicht mehr, weil die Annahme eines wichtigen Verantwortungspostens und das bewusste Versagen darin entsprechende Konsequenzen hat. Da Feld wird sich bereinigen…so, nun ist dieser Vorstellung eine Geschichtslehrers genüge getan….aktuelle Politik läuft natürlich völlig anders…ob es besser wird bleibt abzuwarten.

    • Und genau das gleiche sollte dann den Kollegen angedroht und wiederfahren, sollten sie sich wieder ihren Pflichten entziehen. Dann wären wir auf einem guten Weg. Wird kein Druck ausgeübt, dann wird sich auch nichts ändern…

  39. Das Theater ist langsam nicht einmal mehr amüsant. Warum wurden in den letzten Monaten nicht alle bedürftigen Schüler mit einem Laptop ausgestattet? Statt Boni für Lehrer ein PC Gutschein für Schüler. Warum wird an Schulen nicht das genutzt, was seit März im internationalen Geschäft genutzt wird? Webex. Schnell, effizient und weniger störanfällig als mebis.
    Warum ist Fernunterricht ein Problem, wenn anderswo ein funktionierendes System existiert. Deutsche Firmen übermitteln damit Interna, der Unterricht der 7b aus Memmingen sollte deshalb sehr datensicher zu streamen sein. Etwas mehr Mut zu unkonventionellen Lösungen bitte.
    Die Infektionen werden bis 10. Januar nicht auf den 50er Wert sinken. Eltern, Schüler und Lehrer haben es verdient, dass sie erfahren, wie es im Januar und vermutlich Februar weiter gehen wird.

    • Datenschutz!!!! ‍♀️ Meine Tochter (5. Klasse) ist trotzdem heute über Zoom geschaltet. Klappt super! Und mein Sohn (2. Klasse) hat gemeint dass er IServ auf den alten Tablet braucht um sein ABs und WAP zu bearbeiten. Die Kinder sind bereit, und wissen was zu machen ist. Die KMKs nicht.

      Meine Tochter hat sogar gefragt, „Warum dürfen Sie überhaupt ihren Treffen verlassen ohne was zu entscheiden? Ich würde alle sagen, sie müssen Entscheidungen und Pläne machen bevor sie nach Hause gehen dürfen!“

  40. Ich schließe mich als alleinerziehender Vater das dieses CHAOS nicht mehr normal ist 100% an. Ich habe bei WeAct eine Petition zu diesem Thema gestartet und poste hier einfach den zugegeben recht langen Whatsapp link an das Ende. Bitte unterschreibt und teilt die Petition denn das können wir alleine unseren Kindern nicht mehr zumuten!!

    https://weact.campact.de/petitions/extra-schuljahr-bei-grundschulen-1?bucket=&source=whatsapp-share-button&utm_medium=recommendation&utm_source=rec-wa&share=837a8e0e-1166-4cb5-8177-1b61d6a45442

  41. Frau Gebauer bestätigt mal wieder den Wahrheitsgehalt der alten Sprichwörtern.
    Wie sagt der Volksmund in si einem Fall:
    „Dummheit und Stolz, wächst auf einem Holz“

  42. Prima, bei uns gab es heute Klassen mit 26 SuS und welche mit 3. Und alles was dazwischen liegt. Endgeräte, Kamera und Mikrofon gibt es natürlich nicht und trotz vorheriger Abfrage wusste ich bis ich die jeweilige Klasse betreten habe nicht, wer da ist und wer nicht. Dafür drubbeln sich aber alle KuK fröhlich ohne Abstand im Lehrerzimmer.
    Ist doch alles sehr halbgar…

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