A13! GEW ruft zu Aktionen für gleiche Bezahlung der Grundschullehrkräfte auf

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FRANKFURT/MAIN. Wie bereits in den vorangegangenen Jahren, ruft die GEW Hessen auch in diesem November zu einem Aktionstag für eine bessere Besoldung von Grundschullehrkräften auf. In diesem Jahr steht er unter dem Motto „Der Würfel muss fallen – A 13 für professionelle Grundschulpädagogik jetzt umsetzen!“. Die Bezahlung der rund 18.000 Grundschullehrerinnen und -lehrer in Hessen soll endlich an das Niveau aller anderen Schulformen angeglichen werden, indem die Eingangsbesoldung auch im Grundschullehramt auf A13 erhöht wird.

Lehrkräfte verschiedener Schulformen verdienen unterschiedlich – dagegen kämpft die GEW. Foto: Shutterstock

Die stellvertretende Vorsitzende der GEW Hessen, Heike Ackermann, forderte Grundschullehrkräfte dazu auf, sich an den Aktionen am 12. November in Wiesbaden und am 13. November in Kassel zu beteiligen: „Immer mehr Bundesländer gehen dazu über, Grundschullehrerinnen und die – deutlich wenigeren – Grundschullehrer in der Besoldung mit den anderen Lehrämtern gleichzustellen. Seit diesem Jahr zahlt mit Thüringen auch das erste direkte Nachbarland von Hessen A13 an Grundschulen. Wenn die Landesregierung noch länger zögert, wird Hessen auf dem Lehrkräftearbeitsmarkt den Anschluss verlieren. Inzwischen zahlt die Mehrzahl der Bundesländer A13 für alle Lehrämter. Die Schlechterstellung der Kolleginnen und Kollegen an den hessischen Grundschulen muss jetzt beendet werden.“

Im Monat liegt die Differenz zwischen A12 an Grundschulen und A13 an den anderen Schulformen bei etwa 500 Euro brutto

Der Lehrkräftemangel zeige sich an den Grundschulen derzeit in massiver Form: „Der erhebliche Lehrkräftebedarf an den Grundschulen erfordert rasche und mutige Schritte. Wenn die CDU und die Grünen in Hessen in dieser Frage noch länger zögern, dann wird darunter am Ende die Qualität der Bildung im Primarbereich leiden. Dabei kommt es doch gerade am Anfang auf gute Bildung an.“ Neben den unmittelbar betroffenen Grundschullehrkräften rufe die GEW auch Kolleginnen und Kollegen mit anderen Lehrämtern dazu auf, die Aktionen der Grundschullehrkräfte solidarisch zu unterstützen. Heike Ackermann ist selbst als Grundschullehrerin im Landkreis Kassel tätig.

Am heutigen Freitag findet eine Kundgebung sowie eine Demonstration ab 15.30 Uhr auf dem Luisenplatz in Wiesbaden statt. Am Samstag, den 13. November folgt eine Kundgebung und eine Demonstration ab 11.30 Uhr auf dem Opernplatz in Kassel.

Die GEW Hessen hat ermittelt, dass Grundschullehrkräfte rechnerisch ab dem 13. November im Vergleich zu den nach A13 besoldeten Lehrkräften an den weiterführenden Schulformen auf eine Bezahlung für ihre anspruchsvolle Arbeit verzichten müssen. Im Monat liegt die Differenz zwischen einer Besoldung nach A12 an Grundschulen und A13 an den anderen Schulformen in einer Größenordnung von 500 Euro brutto. News4teachers

„A13 für alle“: Hamburg stellt Lehrkräfte aller Schulformen finanziell gleich

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87 KOMMENTARE

  1. Wie jedes Jahr. Wie jedes Jahr wird es nix bringen. Gerechte Bezahlung ist eben leider kein Grund für die Regierung um Geld auszugeben. Ändern können das nur die Studieninteressierten. Wenn keiner mehr Grundschullehrer werden will, erst dann wird sich was tun. Häufig ist Frauen das Geld nicht so wichtig. Hauptsache Kinder unterrichten. Der Eifer ist lobenswert. Wird aber so nie zu einer Änderung führen.

    Ich weiß grad nicht wie die Ausbildung in Hessen ist. Aber NRW passt ja seit 12 Jahren die Gehälter nicht an, obwohl dort alle gleichwertig, gleich viel und gleichlang studieren. Sogar verfassungswidrige Besoldungen kümmern die Bundesländer wenig

    • Je nach Universität in NRW studieren Lehrkräfte teilweise erst seit 2011 gleich lang, d.h. – wenn man es in der Regelstudienzeit geschafft hat – 2016 im Referendariat gewesen, Ende 2017 auf dem Arbeitsmarkt. Gar nicht so lange her.

      Bin weiterhin dafür, dass Lehrkräfte an Schulen mit gymnasialer Oberstufe eine Korrekturzulage erhalten.

          • Die zu leistenden Stundenanzahlen sind unterschiedlich. In Nds. zum Beispiel arbeiten GS-Lehrkräfte 28 Stunden in der Klasse und Gy-Lehrkräfte 23,5 (in Sek1 und 2) . Wie das in NRW ist, weiß ich nicht.

          • Bei mir in den Abiturzeiten für die wirklich hoch belasteten Kollegen mit z.B. Deutsch und Englisch mal einen Korrekturtag, wenn sich unbelastetere Kollegen finden, die die Vertretung unbezahlt übernehmen. Aber nur dann.

          • NRW:
            25,5 WS Lehrkräfte an GY und GE (gilt auch für Lehrkräfte mit SekI-Befähigung); alle anderen 28 WS.

            Lehrkräfte an GY sowie der GOSt von GE haben neben der geringeren Wochenstundenzahl (WS) zusätzlich die Ratszulage sowie als Korrekturentlastung für das Abitur das frühere Ende des Präsenzunterrichtes in der Q2.

            Bei der neun-jährigen Gymnasiallaufbahn müssten die Lehrkräfte der Laufbahngrupp II, zweites Einstiegsamt (höherer Dienst) statistisch gesehen zwei Drittel ihrer Unterrichtsverpflichtung in der Unter- und Mittelstufe – also der SekI – ableisten.
            Also Weinen aufhören. Zusätzliche Korrekturentlastung kann zulasten des allgemeinen Topfes nach Ermessen der SL gewährt werden, wenn es entsprechende Grundsätze hierzu, die von der Gesamtlehrkräftekonferenz festgelegt werden müssen, an der Schule gibt. Die SL kann die Höhe der Stundenanzahl, die für Entlastungen vorgesehen sind, festlegen. Sie muss diese aber der GLK bekannt geben, genauso wie über alle anderen Entlastungen – außer den gesetzlichen (Schwerbehinderung etc.).

        • Marie meint sicherlich die geringere Stundenverpflichtung der Gymnasiallehrer gegenüber den Grundschullehrern, z.B. 24 statt 28. (Und jetzt muss man nicht darüber lamentieren, dass es aber in „meinem Bundesland“ 27 und nicht 28 oder 23 und nicht 24 Stunden sind.)

        • In meinem Bundesland gibt es A13 für Grundschullehrkräfte, wenn diese eine bestimmte Anzahl von Fortbildungen absolviert haben. Finde ich fair.
          Unfair in meinem Bundesland ist, dass Gymnasiallehrkräfte an Gymnasien per se weniger arbeiten müssen als Gymnasiallehrkräfte an Gemeinschaftsschulen mit Oberstufe. Letztere müssen eine bestimmte Anzahl an Stunden in der Oberstufe unterrichten, die man in einigen Fächern aber nie zusammen bekommt, oder ein Kern- oder Profilfach anbieten, was ja automatisch Abiturteilnahme beeinhaltet. Dass diese Lehrkräfte aber auch in der Sek I als Klassenlehrkräfte in sehr heterogenen Lerngruppen, häufig in Inklusionsklassen, eingesetzt werden und allein dadurch viel mehr Belastungen haben als Gymnasiallehrkräfte ist eine Sauerei.
          Und keine Gewerkschaft der Welt interessiert das.

          • „Unfair in meinem Bundesland ist, dass Gymnasiallehrkräfte an Gymnasien per se weniger arbeiten müssen als Gymnasiallehrkräfte an Gemeinschaftsschulen mit Oberstufe.“

            Woher wissen Sie das so genau, haben Sie nachgezählt? Arbeitszeitstudien sagen jedenfalls etwas anderes. Man darf nicht vergessen, dass insbesondere die Korrekturen sehr viel aufwändiger sind am Gymnasium als in der Grundschule (halbseitiger Aufsatz vs. 8-seitige Deutsch-Klausur mit Gutachten). Daher relativiert sich der Unterschied im Stundendeputat schon wieder.

          • @Katinka: Ich bin Gymnasiallehrkraft an einer Gemeinschaftsschule in SH und werde auch dieses Schuljahr wieder Abiturklausuren in Englisch korrigieren. Da ich das also selbst erlebe, weiß ich, wovon ich hier schreibe!

        • Ich habe bereits an zwei Grundschulen gearbeitet und bin seit einigen Jahren Gymnasiallehrer. Wer wirklich und ernsthaft glaubt die im Vergleixh zur Grundschule geringere Unterrichtsverpflichtung sei ein adäquater Ausgleich zur Mehrarbeit an einem Gymnasium, betreibt billige Propaganda für den eigenen Standpubkt und hat sich offensichtlich noch nie mit den wahren Begebenheiten auseinander gesetzt. Die Mehrarbeit im gymnasialen Bereich ggü. dem Primarbereich ist nicht in Worte zu fassen. Das ist schlich und ergreifend eine andere Welt. Das Gymnasium ist eine höhere Lehranstalt und das sollte nicht durch eine Gleichstellung mit Grundschullehrkräften herabgewürdigt werden. Während die Abiturienten, die gymnasiales Lehramt studieren Abitirschnitte im Bereich von 2,1 vorweisen können und damit mit Anfängern der Ingenieursstudiengänge zu vergleichen sind, weisen die Aspiranten für das Grundschullehramt einen wesentlich schlechteren Schnitt auf, was bereits darauf hindeutet, dass auch das Studium in keinem Verhältnis steht. Während ein Gymnasiallehrer den Beruf des Grundschullehrers duraus übernehmen kann ist es mit Sicherheit einer Grundschullehrkraft nicht möglich morgen eine Klasse zum Abitur zu führen.

          • Woher genau haben Sie diese Informationen: „Während die Abiturienten, die gymnasiales Lehramt studieren Abitirschnitte im Bereich von 2,1 vorweisen können und damit mit Anfängern der Ingenieursstudiengänge zu vergleichen sind, weisen die Aspiranten für das Grundschullehramt einen wesentlich schlechteren Schnitt auf, was bereits darauf hindeutet, dass auch das Studium in keinem Verhältnis steht.“ Eine Quellenangabe wäre hier gut…;-)

      • Garnicht so lange????
        Das sind 5 Jahre. 5 mal 12 gleich 60 Monat in A12.
        60 mal 500 Euro sind 30.000 Euro Netto verweigerter gerechter Lohn, den sie hätten verdienen müssen. Das ist einfach eine riesen Sauerei!!!

        • Und LuL mit Ausbildung Sek I und II, die damals zu großen Teilen froh sein konnten, überhaupt eine Stelle zu bekommen, werden auch seither nur A12 bezahlt: 30 Jahre x 12 Monate x 500 sind 180.000 Euro – wenn auch vor Steuer.
          Hätten diese LuL alle in ihren Gemeinden mehr Steuern gezahlt auf mehr Gehalt, wären da dann vielleicht jetzt auch Luftfilter drin gewesen…

          Aber… es geht ja nur um Kinder… und deren Lehrer… die wollen ja alle so gerne Kinder unterrichten, dass sie alles dafür hinnehmen, nur um in die Schule gehen zu dürfen?
          NEIN, ich denke, da täuscht sich Politik auf Dauer.
          Das kann nicht funktionieren.
          Junge Lehramtsinteressierte, die einen Einblick in Schule bekommen, entscheiden sich sehr schnell um. Alle!
          Das ist sicherlich meine Erfahrung, denke aber, diese Beobachtung machen auch Kollegen.

        • 500€ brutto ist realistischer.

          Wirklich gerechter wäre eine Angleichung der Nettogehälter für Angestellte zu denen der Beamten. Da reden wir über 1000€ netto und schlechtere Altersbezüge bei gleicher Stufe, von den Quereinsteigern mit E11 im Vergleich zu den Lehrern mit A12/13 ganz zu schweigen.

          • Nein. 650 Brutto in NRW. 500 Brutto zu A13 und 150 Zulage. Macht 500 Netto. Bitte keine fake news hier verbreiten. Und 500 Euro Netto sind eine Stange Geld.

      • Ich bin Fachlehrer für Deutsch und Englisch und ausserdem Klassenlehrerin an einer Gesamtschule (Sek1). Ich arbeite doppelt so viel wie ein Kollege mit Sport, Reli, Kunst, Erdkunde etc., werde aber genauso bezahlt. Vielleicht sollte man da mal anfangen…..

  2. Es geht um 50 Millionen Euro Mehrkosten jährlich. Der Etat des Kultus liegt bei fast 5 000 Millionen. Für alles ist Geld. Nur eben hier wird gerne gespart. Und die Grundschulen suchen händeringend nach Lehrkräften. Man. Was eine Chaostruppe in Wiesbaden.

    • Tja. Beamte müssen ja arbeiten. Hart gesagt bekommen sie für die Ausgaben keinen Mehrwert. Glückliche Lehrer alleine scheint kein Grund zu sein. Theoretisch könnte man alle Lehrer von heute auf Morgen auf A11 setzen und die müssten trotzdem antanzen.

      • Wer jetzt schon im Dienst ist, kann nicht runter gesetzt werden. Nennt sich Besitzstandswahrung. Leider werden wir in NRW A13 auf lange Sicht vergessen können, es muss ja jemand die Kosten von Corona und Flut bezahlen (nicht meine Meinung, so argumentiert die Landesregierung).

  3. Die GEW, die angeblich nichts für die Lehrer tut, kämpft für A13 für alle (Lehrer). An meiner Schule laufen die Grundschullehrer der GEW trotzdem weg. Muss man sich wundern? Hier haben die Grundschullehrer A/E 13 schon. Seit ca. 2 Jahren.

  4. Ich wünsche den Lehrkräften in Hessen viel Glück und weiterhin langen Atem. In Niedersachsen streiten und streiken wir auch schon lange für gleiche Besoldung. Als angestellte Lehrkraft werde ich sogar nur nach E 11 bezahlt, trotz identischer Ausbildung und Arbeit wie meine verbeamteten Kollegen.

    • E11 ist einfach eine riesen Sauerei. Aber passt zu der ganzen miesen Besoldungsstruktur. Alle loben scheinheilig die tolle Arbeit der Lehrer. Behandeln sie aber wie Lehrer zweiter und dritter Klasse.

    • Ich auch. Trotz identischer Ausbildung und Aufgaben. Würde gerne so viel verdienen wie meine Kollegen. Bin durch eine Erbkrankheit mehrfach gestraft. Habe in den letzten 20 Jahren ungefähr 100.000 Euro weniger verdient. Meine Motivation leidet dadurch schon!!!

    • @Jubo
      Wenn Sie einen 1.Staatsexamen/Diplom(Uni)/Master-Abschluss nach 5jährigen Studium und ein 2. Staatsexamen nach einem Referendariat haben, würde mich die Begründung für Ihre Eingruppierung nach E11 schon interessieren. Könnten Sie das bitte etwas mehr ausführen, wie das vom Land gerechtfertigt wird?

        • Nicht nur GS-Lehrkräfte, auch die der SekI (HRGe) – Seiteneinsteiger – auch schon vor der OBAS -, die keine grundständigen Lehrkräfte sind, also kein Lehramtsstudium abgeschlossen haben, werden an Grund-, Haupt-, Realschulen sowie an Sekundar- und Gemeinschaftsschulen und der SekI an Gesamtschulen als tarifbeschäftigte in NRW in E11 eingruppiert.

          Die Begründung liegt in der Definiton „grundständige Lehrkraft“. Dies ist lediglich jemand, der sowohl das erste als auch das zweite Staatsexamen im Zuständigkeitsbereich de staatlichen Landesprüfungsämter I und II für Lehrkräfte abgelegt hat. Seiteneinsteiger haben eben nicht beide StEx in der Zuständigkeit eines Landesprüfungsamtes erworben, der Hochschulabschluss wurde ja nicht durch das Landesprüfungsamt I erteilt und lediglich nachträglich für ein Lehramt anerkannt. Das fehlende Grundlagenstudium in Erziehungswissenschaften ist der vorgeschobene Grund.

  5. Bitte nicht die KuK an weiterführenden Schulen (NRW) vergessen! A12 für Lehrer an Realschulen, Hauptschulen, Sekundarschulen, Gesamtschulen… A13-Beförderungsstellen sind rar und meist erst nach vielen Dienstjahren erreichbar.

  6. Es wäre nebenbei ganz nett, wenn die GEW sich auch um den Großteil ihrer Mitglieder, die Angestellten, kümmern würde. A12/13 ist ein dickes Brett, da wird schon lange gebohrt, aber @Marc: 30000 Euro weniger über fünf Jahre ist schlimm, nur was ist dann 500 Euro/Monat zwischen E13/A13 (in anderen Stufen nicht besser)? Keine Diskussion um gleichwertige Tätigkeit/Ausbildung oder nicht, schlicht exakt die gleiche Arbeit! Übrigens auch zu Arbeitszeitbedingungen die sich für keinen anderen Angestellten im ÖD noch finden, von Pension/Rente ganz zu schweigen. Aus Prinzip bin ich noch dabei (GEW), aber es macht nicht viel Spass, Beitrag zu zahlen, für das ‚Streikrecht‘ jeden Monat einen Abschlag zu bekommen, in den Tarifrunden für alle zu streiken und alle zwei Jahre wieder zu erkennen, dass gleicher Lohn für gleiche Arbeit wohl eine zu anspruchsvolle Idee ist.
    ‚Dann werd doch Beamter‘ geht am Kern vorbei, es geht um Gerechtigkeit! Die Gewerkschaften arbeiten sich an Teilaspekten ab, wo es längst um Grundsätzliches wie gleicher Lohn/gleiche Arbeit oder auch lebenswerte Arbeitsbedingungen geht. Das war aber schon vor 150 Jahren Thema! Wo sind wir inzwischen wieder gelandet, wenn das noch nicht einmal diskutiert wird (es sei denn am equal pay day, aber da geht es um ein anderes Thema)! Gerne A13 an den GS und auch sonst vernünftige Einstufungen, aber schon einmal darüber nachgedacht, wie die KuK diese Bezüge bis zum regulären Ruhestandsalter bekommen können, ohne Burnout oder körperlichen Zusammenbruch? Andere Branchen diskutieren Forderungen zu flexibler Gestaltung von Arbeit, work-life-Balance und die Kernforderung für LuL ist A13 für eine Teilgruppe, bei Bedingungen in den Schulen, die inzwischen kaum noch zu tolerieren sind.
    Diese Diskussion A12/13 spielt die Karte der AG: Konkurrenzdenken, Statusbewusstsein, Relativierungen, Einzelfälle als Beispiele, wem hilft das?
    Die GEW hat sich an dieses mut- und ideenlose Land angepasst, besser nie die hergebrachte Ordnung grundsätzlich in Frage stellen, Politik der Minischritte, aber die haben uns in den letzten 30 Jahren in keinem Bereich besonders weit gebracht.

    • Ich verstehe überhaupt nicht, was Sie wollen. Könnten Sie sich mal verständlich ausdrücken? Vielleicht etwas kürzer?

      Die GEW tritt nicht nur für Lehrer ein und auch nicht nur für Angestellte. Die GEW hat in einigen Bundesländern A/E 13 erfolgreich durchgesetzt.

      Die GEW in Berlin will jetzt insbesondere um bessere Arbeitsbedingungen ringen. Es sind Berliner Lehrer, die nach dem Beamtentum schreien. Nicht die GEW.

      Aber wie gesagt, ich verstehe den Sinn Ihrer Ausführungen gar nicht. Was wollen Sie?

    • Ein Großteil der GEW Mitglieder sind Beamte, die mit einem hohen Mitgliedsbeitrag die Streiks der Angestellten finanzieren. Bitte mal auf dem Boden der Tatsachen bleiben.

  7. Ich wäre nicht nur dafür, dass Grundschullehrer auf A13 gesetzt werden. Immerhin müssen wir auch 4 Stunden in der Woche mehr Unterricht halten für ein volles Deputat als die Kollegen im Gymnasium. Ich wäre auch für eine Klassenlehrer-Zulage in der Grundschule! Diese Mehrarbeit wird nicht honoriert. Kein Wunder, dass keiner mehr Klassenlehrer sein möchte. Viel Arbeit für den gleichen Lohn, den jemand bekommt, der nur Fachlehrer ist. Und dann am besten noch Sport, wo man keine Korrektur- und Vorbereitungszeit braucht. Zumindest in der Grundschule!
    Grundschullehrerin aus RLP

    • Klassenlehrkräfte in der GS sind nicht nur Lehrkräfte, sondern gleichzeitig auch noch Sozialarbeiter*innen, Psycholog*innen, Bürokräfte, Catering-Service …
      Verdient hätten Sie das auf jeden Fall!

      • Na eben, da ist dann ja auch das multiprofessionelle Team sichergestellt. lles in einer Person! So ist es zumindest an meiner GS in Nds.

      • Volle Zustimmung. Und deshalb steht uns auch A13 zu. Punkt. Wie kann es außerdem sein, dass eine Förderschullehrkraft, die im GU mit drin ist, aber keine Klassenleitung hat, noch dazu weniger Pflichstunden, A13 bekommt, der GS-Lehrer, der die Klasse leitet und alle „Fäden in der Hand hält“ aber nur A12?!

    • Für die Klassenlehrertätigkeit bekommt man 1 Stunde angerechnet. Sie werden gleich schreien, das reiche vorne und hinten nicht. Mag sein. Ich bin auch Klassenlehrer. Vor den Zeugnissen habe ich damit viel zu tun und am Schuljahresanfang. Dann wochenlang auch eigentlich nichts weiter.

      Aber sagen Sie bitte nicht, es würde nicht honoriert werden. Wobei eine Zulage, ja, warum eigentlich nicht. Mehr Geld ist nie verkehrt, oder? 🙂

      • Ich bin etwas verwundert, dass Sie das so schreiben. Vielleicht haben Sie das mit der Tätigkeit als Klassenlehrkraft noch nicht so drauf und arbeiten nur nach Vorschrift. Liegt nahe, da Sie quasi nur auf die Bürokratie eingehen.
        Ich bin selbst Klassenlehrerin an einer Gemeinschaftsschule und kann Ihnen versichern, dass man – nimmt man diese Tätigkeit auch ernst – viel, viel mehr zu tun hat als eine Lehrkraft ohne diese Tätigkeit.

      • Das scheint auch von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich zu sein. Ich bekomme in NRW keine Stunde für die Klassenleitung. Kenne aber Kollegen von anderen Schulen, die zumindest einmal die Woche eine sogenannte Klassenleitungsstunde haben, bei der man mit der Klasse nur Organisatorisches regelt.

      • Gibt es an weiterführenden Schulen keine Klassenleitungen? Glauben Sie, man hat insbesondere in der Unterstufe wenig Elternarbeit? Ganz bestimmt nicht!

        „Diese Mehrarbeit wird nicht honoriert.“ –> Gilt da ebenfalls!

        „Immerhin müssen wir auch 4 Stunden in der Woche mehr Unterricht halten für ein volles Deputat als die Kollegen im Gymnasium.“
        –> Wenn Sie schon vergleichen, müssen Sie die gesamte Belastung vergleichen. Grundschullehrer korrigieren nicht annähernd so viel wie KollegInnen der weiterführenden Schulen, insbesondere der Abschlussklassen. Das muss man dann schon auch in die Überlegung mit einbeziehen!

        • Und dann fällt mir da noch die Berufsorientierung ein, die ganzen schulzweigbezogenen Bildungsfahrten und Workshops, die Suchtprävention, Big Challenge, CAE, DELF, Vorlesewettbewerb, Seminararbeiten, die zentralen Nachschreibtermine, dieses Jahr zusätzlich die Lernstandserhebungen, ansonsten Vergleichsarbeiten (Korrekturen ohne eine Note geben zu dürfen), Abschlussprüfungen (mündliche + schriftliche), Prüfung externer KandidatInnen, Schüleraustausche, Betreuung von Praktika, Zusatz-/besondere – /Nachprüfungen, Probeunterricht…

          Alles Dinge, die es so an der Grundschule nicht gibt. Man muss jetzt auch nicht so tun, als bestünde der Job des Gymnasiallehrers „nur“ aus 24 Stunden und sonst nichts.

          • Ich finde eine Differenzierung übers Deputat auch sinnvoller als eine finanzielle Unterscheidung. Nach Beamtenrecht sollen und müssen alle A13 verdienen (Wobei ja in NRW sowieso 65% Der Gym Kräfte in A14 oder höher sind…).

            Aber ich finde es auch völlig gerechtfertigt, wenn der Englisch und Deutsch Lehrer in der Oberstufe 25 oder weniger Stunden unterrichtet. Hier müsste dringend auch eine Reform meiner Meinung nach her. Die Unterschiede zwischen Klassenleitung, Sport und Erdkunde oder Englisch und Deutsch sind mir viel zu gering. Niemand kann mir erzählen dass der Reli/Sport Lehrer am Gymniasum genauso viel arbeitet wie der Kollege mit Deutsch und Englisch. Und diese 1 oder 2 Entlastungsstunden machen da den Kohl nicht fett.

    • Gibt es denn irgendwo eine Klassenleiterzulage? Für die KuK am Gymnasium gibt es das auch nicht, wäre insegsamt mal zu überlegen. Ansonsten ist eine volle Stelle bei 25,5 und für SekII gibt es erst ab 8h eine Stunde weniger und dann egal, wieviel man Sek II hat. Und wenn man mal 15 oder 16 h in SekII ist, kann man sich von der einen Stunde auch nichts mehr kaufen. Hinter Korrekturtagen fürs Abi kann man hinterherrennen, gibt es nur ab bestimmten Kursgrößen, wenn überhaupt. Das ist alles nicht besonders fair geregelt. Wenn alle das Gleiche verdienen sollen, dann bitte Zuschläge für Sek II und KL und andere Tätigkeiten, die man ja mal eben so machen soll. Und ganz ehrlich, wenn ich 4 Stunden mehr in Klasse 5 machen soll und dafür nicht Sek II machen müsste, würde ich 3 Stunden mehr in Klasse 5 machen. Wäre deutlich weniger Aufwand und mit den Korrekturen wäre ich immernoch schneller durch als mit den Sek II Klausuren.

    • Ist nicht jeder KlassenlehrerIn bei ihnen an der Schule?
      In der Grundschule meiner Tochter war der Sportlehrer ihr Klassenlehrer, am Gy an den ich arbeite sind alle KollegInnen auch Klassenlehrer oder Jahrgangsstufenleitung. Wir arbeiten in Teams. Ich habe eine JgLeitung und muss mich um 125 SuS kümmern. Dafür habe ich pro Woche 1 Stunde, mein Kollege ebenfalls.
      Beim kommenden Beratungstag müssen wir 30 SuS einladen, 15 für jeden von uns, dann noch die SuS der anderen Klassen die wir haben.

      Bitte nicht immer pauschalisieren und alles auf die Goldwaage legen.
      Die meisten von uns geben ihr bestes und die Arbeitsschwerpunkte variieren.
      Klar korrigiere ich Klausuren, die 15 Seiten lang sind, dafür muss ein Kollege am der GS ganz andere Sachen machen.

      Gleicher Lohn für alle wäre das Mindeste, doch vielleicht sollte man bei den Tarifbeschäftigten anfangen.

  8. Na eben, da ist dann ja auch das multiprofessionelle Team sichergestellt. Alles in einer Person! So ist es zumindest an meiner GS in Nds.

    So noch mal ohne Fehler.

  9. Wie gut, dass hier in BW Fachlehrer immer noch mit A9 und nach 11 Jahren befördert auf A10 werden um dann irgendwann A11 zu erhalten!
    Wann passiert hier endlich mal etwas?

    • Die „Fachlehre“r in BW und BY sind nicht vergleichbar mit den Lehrkräften anderer Bundesländer, diese kennen diese Form der Lehrkräftequalifizierung nämlich überhaupt nicht.

  10. Ich glaube, Marc wird immer unzufrieden sein. Wenn A 13 erreicht ist, wird er es ungerecht finden, weniger als ein Arzt zu verdienen, obwohl man doch gleich lange studiert habe.

    • Außer Polemik nichts zu bieten. Schade. Es geht nicht um einen Bonus. Es geht um gerechten und auch verfassungsgemäßen Lohn. Den Laufbahngruppe 2, 2. Einstiegsamt muss bei Masterqualifikation eigentlich erfolgen. Wird in NRW aber nicht befolgt.
      Es geht also um Umsetzung geltendes Rechts.

      Und ihr herablassender Ton zeigt mir nur mehr als deutlich, dass es mit Solidarität in unserer Berufsgruppe nicht weit her ist. Bestimmt halten Sie sich für was besseres, verdienen minimum A13 und haben Angst dass der vermeintliche Pöbel irgendwann so viel verdienen darf wie sie.

      • @Marc, Sie fallen mir leider unangenehm auf mit dem ewigen Geschrei nach mehr Geld und der ständigen Nörgelei, sich benachteiligt zu fühlen. Herablassend ist da gar nichts, es gefällt Ihnen nur nicht. Solidarität fordern Sie doch nur für sich. Hier schwadronieren Sie vom Pöbel, der bald so viel verdiene wie ich, an anderer Stelle interessierten Sie sich nicht für den Mindestlohn, um den andere noch kämpfen müssen, ihn zu bekommen… Leider bedienen Sie alle schlechten Lehrerklischees.

        • Was zum Henker wollen Sie mit dem Mindestlohn??? Es geht hier um Lehrer. Wieso versuchen Sie hier vom Thema abzulenken?
          Außerdem brauche ich mich nicht nur benachteiligt fühlen, denn es werden Lehrer an SEk1 und Grundschule tatsächlich benachteiligt.
          Und ja, Solidarität fordere ich von den privilegierteren Lehrkräften für die zu Unrecht falsch besoldeten Lehrkräften. Wieso fehlt Ihnen diese Solidarität? Angst davor dass andere Lehrkräfte so viel verdienen wie Sie? Woher die Missgunst?

          Ich meine okay, ich verstehe Sie auch etwas. Sie haben schlicht keine Argumente. Da muss man halt Nebenkriegsschauplätze wie Mindestlohn aufmachen.
          Lehrkräfte, die einen Masterabschluss erzielen, müssen in A13 besoldet werden. Das ist ein Fakt.
          Grundschullehrkräfte und Sek1-Kräfte werden teilweise verfassungswidrig bezahlt. Fakt.
          Das zu beklagen ist einfach absolut verständlich und nicht Nörgelei. Und ich fordere gerne Solidarität auch für Sie, wenn Sie mir ihre Situation schildern, wo Sie klar falsch behandelt werden. Dürfte als Gym- oder BK-Lehrkraft aber schwer werden.

  11. Verstehe die ganze Struktur der Besoldung nicht. Grundschule und HRSGe kriegt in NRW A12, Gymnasium und Berufskolleg A13. Fachleiter, die Referendare ausbilden erhalten an Grundschulen und HRSGe kriegen A13, Fachleiter fürs Gymnasium und BK sind Studiendirektoren und erhalten A15. Sinn?

    Eine Zulage für Klassenleitungen sehe ich ebenfalls als angemessen, auf diese unbezahlte Mehrarbeit ist niemand scharf und man hat locker eine 50 Stunden Woche.

    Alles komisch.

  12. Ich kann nur jedem empfehlen, in ein BL zu gehen, das GS-Lehrer nach E13/ A13 besoldet.
    Also: Meck-Pomm, Brandenburg, Berlin (E13), Thüringen, Bremen, Hamburg, Schleswig-Holstein. Es sind mittlerweile eine Menge! Da wird sich doch was machen lassen, meine lieben Lehramtsabsolventen! Wenn ihr erstmal in einem BL mit niedrigerer Besoldung festhängt, lassen die euch nicht so schnell weg – sie finden nämlich keinen Ersatz, weil die Bezahlung so schlecht ist. Also: Augen auf bei der Wahl des Bundeslandes!

    • SH besoldet nicht nach A13. Die haben einen eigenen Weg.
      Ab diesem Schuljahr gibt es jedes Jahr brutto 80€ mehr, bis dann, nach 6 Jahren, A13 erreicht ist.

  13. Nachtrag: Sachsen besoldet auch nach A13. Seitdem gibt es dort wesentlich mehr BewerberInnen auf die ausgeschriebenen Stellen. In Sachsen-Anhalt hat die Landesregierung erstmal einen skandalösen Wortbruch begangen. Alle drei Koalitionsparteien (CDU, SPD, FDP) hatten A13 für GS-Lehrer im Wahlprogramm und dies auch so kommuniziert. Nach der Wahl steht im Koalitionsvertrag kein einziges Wort mehr davon. So „seriös“ wird hier also mit den WählerInnen umgegangen. Erst A13 versprechen – Lehrerstimmen holen – dann nichts mehr davon wissen wollen. Die GEW kritisiert das scharf, allerdings zeigt sie sich bisher immer viel zu zahn- und kraftlos:
    https://www.gew.de/aktuelles/detailseite/die-haelfte-ist-geschafft/

    • Die Spd auch? Krass. Von denen hätte ich das nicht erwartet.
      Ich kann mich Ihrer Warnung nur anschließen. Es gibt Lehrer erster und zweiter Klasse in manchen Bundesländern. Die einen Lehrer haben 45% Beförderungsstellen und steigen bei A13 ein. Die anderen steigen bei A12 ein und haben außer Leitungsstellen keinerlei Beförderung.
      Das ganze setzt sich bei Deputat, Anrechnungsstunden, usw. fort.

      Daher klare Warnung darauf zu achten welcher Lehrer man sein möchte.
      Das soll nicht respektlos klingen und ist sicher etwas pauschal:
      Aber leider gibt es noch viele junge Frauen, die nach der Schule einfach nur Grundschullehrer werden wollen und sich vorab wenig informieren. Das Geld interessiert die meisten da anfangs nicht. Viele Frauen schauen da eher weniger drauf. Das ändert sich mittlerweile aber etwas zum Glück.

      Irgendwann kann man auch mit Quereinsteiger und Seiteneinsteigern die Lücken nicht mehr stopfen. Auch in NRW handelt man ja nach dem Motto alle Hebel zu bewegen, außer die Leute gerecht zu bezahlen. Ein netter Arbeitgeber, nicht wahr?
      Ich hätte gerne Masterabsolventen zum Tarif von Fachhochschulabsolventen. Klagen laufen bereits. Aber das LBV verschickt die benötigten Widerspruchsbescheide für die Klagen nicht oder sehr spät. Ein Schelm wer Kalkül vermutet. Wieso geht man mit seinen Lehrern so um? Es geht nicht darum wie am Gymnaisum mit A15 oder A16 in Pension zu gehen, aber sind wir nichtmal A13 wert?

      • @ Marc, sehr seltsame Argumentation, aber bezeichnend, dass Frauen sich nicht genau über das Gehalt informieren würden bei der Wahl des Lehrerberufs. Sie unterstellen, dass immer alle nur nach dem Geld schauen. Es sind aber nicht alle wie Sie.

        Übrigens bekommen Lehrer in Baden-Württemberg mit A12 bereits, was Lehrer in Mecklenburg-Vorpommern mit A13 bekommen. Das habe ich hier oft gelesen und es stimmt!!! Wo bleibt denn da Ihr „Gequatsche“ von der gerechten verfassungsmäßigen Bezahlung? Das ist Ihnen doch egal, wenn Sie ehrlich sind, so lange Sie bei denen sind, die am meisten verdienen.

        • Süß. Sie haben echt einen Narren an mir gefressen.
          Aus meinem persönlichen Umfeld, auch aus Zeiten meiner Universitätslehre, kann ich bestätigen, dass viele Erstsemesterstudentinnen sich nicht wirklich informiert haben. Ich schildere hier meinen Eindruck und beanspruche nicht Allgemeingültigkeit.

          Und was genau jetzt verwerflich daran sein soll aufs Geld zu schauen verstehe ich nicht. Also ist Ihnen egal wie viel Sie verdienen? Man ist nicht besonders nobel, heroisch oder lehrerhaft wenn man so tut als wäre einem Geld egal. Lehrer ist ein Job. Jeder geht arbeiten um Geld zu verdienen. Seien Sie mal nicht so scheinheilig.

          Die unterschiedliche Bezahlung pro Bundesland sehe ich ebenfalls problematisch. Bin da voll dabei. Aber das zu ändern wird vieeel schwieriger. Aber Sie machen wieder Nebenkriegsschauplätze aus.

          Und zu sagen es ginge mir nur darum „am meisten zu verdienen“ ist ja wohl jetzt der größte Witz. Sind Sie Gymnasiallehrer? Dann haben Sie gute Chancen am Ende mit A15 oder A16 raus zu gehen. Ich rede von A13 für alle Lehrer. Wo bitte verdiene ich dann „am meisten“? Langsam wird es lächerlich. Sie haben ja für Ihre Kollegen echt nichts übrig. Ich zumindest gönne Ihnen guten und fairen Lohn. Einer muss es ja tun. Und sollten Sie irgendwann mal verfassungswidrig bezahlt werden, können Sie auf meine Solidarität voll zählen

        • Mein Gott, BaWü hat als einziges Bundesland auch noch die PHs. Alle anderen reden aber von Hochschulabsolventen, die mit erstem und zweitem Staatsexamen die Bedingungen für den höheren Dienst erfüllen.

          Gleiches muss gleich behandelt werden, Ungleiches eben nicht gleich. – Und die Lehrkräfte Ausbildung in BaWü ist nicht gleich der, der anderen Bundesländer.

  14. In Sachsen zeigt A13 für Grundschullehrer Wirkung, auch deshalb, weil man damit in Konkurrenz etwa zu Sachsen-Anhalt steht. Wer ohnehin schon in Leipzig studiert und aus Sachsen-Anhalt kommt, dem fällt das Bleiben dann gleich nochmal so leicht – mal abgesehen davon, dass Leipzig eine richtig tolle Stadt ist. Es ist eben ein Märchen, dass die lieben Lehramtsabsolventen alle so heimatverbunden sind. Heutzutage zählen eher die „harten“ Argumente. Und da steht das Geld mit an erster Stelle. Für Akademiker in der Wirtschaft ist das ja auch eine Selbstverständlichkeit. Der Lehrerberuf ist ein Job! Und kein EHRENAMT! Das sollte man endlich begreifen! Vor allem im Grundschullehrerberuf!! Also bitte: Bezahlt die GrundschullehrerInnen auch entsprechend!

    • Die „Heimatverbundenheit“ hatte doch Gründe. Zum einen bei der Zuweisung zu einem Studienseminar zum anderen bei der zuweisung der Ausbildungsschule. Die Besoldungsregelung lässt einfach keinen Zweitwohnsitz zu. Also ist man in der „Studentenbude“ (m/w/d) geblieben und hat sich einen seminarort und eine Ausbildungsschule in der Nähe gesucht. Um nicht quer durch das gesamte Landesgebiet/den Regierungsbezirk bzw. die Region im Zuständigkeitsbereich des Studienseminars gehetzt zu werden, wurden Gründe vorgeschoben – etwa die ehrenamtliche Tätigkeit in der Wohnortgemeinde.
      Diese weichen Faktoren hatten schon immer harte Gründe.
      Anwärter (m/w/d) werden nämlich auch nur mit A12/2 – also der Hälfte der Besoldung in der Eingangsstufe – alimentiert. Mit dem Betrag Wohnung, Auto und lernmaterialien zu finanzieren lässt nicht mehr viel zum Leben übrig – außer natürlich die Berufsanfänger werden mit immerhin schon fast25 Lebensjahren noch zusätzlich von ihren Eltern alimentiert.
      Da die Anwärter ja in einem Arbeitsverhältnis stehen, gibt es nämlich selbstverständlich kein Kindergeld mehr.

        • Jetzt habe ich Ihren „Beleg“ gesehen. Doch da steht Folgendes:

          „„Sachsen stellt tausend neue Lehrer ein
          Es wurden mehr Lehrkräfte eingestellt als im vergangenen Jahr. Die Zahl konnte aber nur mit Seiteneinsteigern erreicht werden.“
          (siehe Ihren Link oben, Antwort an Leisetreter !!!)

          Was soll dieser Beleg belegen??? Haben Sie gehofft, keiner liest ihn wirklich?

          • Saldo? Was nutzt es dem Land Sachsen, wenn es auf der einen Seite 3000 neue Planstellen für Lehrkräfte schafft, es aber lediglich gelingt 1800 dieser Planstellen zu besetzen, wobei ein Drittel der neu eingestellten Kräfte einen Teilzeitvertrag mit 75% unterschreiben und im gleichen Zeitraum sich 2300 Lehrkräfte in den Ruhestand verabschieden? Und bei dieser betrachtung ist noch nicht einmal auf die unterschiedlichen Lehramtsbefähigungen und Fakulten abgestellt. Oder glauben Sie, dass den Schulen mit 1000 neuen Lehrkräften mit der Fächer-Kombi D/Ge bzw. D/SoWi für Sekundarstufe I+II in irgendeiner Weise gedient ist, um den Lehrkräftemangel an Grundschulen und Schulen der Sekundarstufe I zu beheben?

    • Haben Sie irgendeinen Beleg dafür, inwiefern A13 in Sachsen „Wirkung zeigt“? Man liest ja, die haben immer noch einen Lehrermangel.

      • Also meinen Sie A13 schadet? Soll man also in Zeiten des Mangels wieder weniger Lohn zahlen. Clever. Vielleicht sollte man eher das Gehalt noch weiter erhöhen. Sieht eher danach aus in so einer Notsituation. Aber senken können wir das Gehalt ja am Gymnasium, dort sind ja zu viele Lehrer. Weniger Lohn würde das ausdünnen

  15. @Grundschullehrer, Seiteneinsteiger werden meines Wissens nicht verbeamtet. Für eine Verbeamtung braucht man eine „grundständige Lehrerausbildung“. Wie meine Vorredner nachwiesen wurde die „Wirksamkeit von A13“, von der Sie da reden, aber nur mit Seiteneinsteigern in Sachsen erreicht.

    • Seiteneinsteiger können – sofern die Überschreitung des Höchstalters (in NRW 38 Jahre) oder medizinische Gründe wie ein zu hoher BMI dagegen sprechen – nach erfolgreich abgeschlossenem Vorbereitungsdienst ebenfalls verbeamtet werden.
      In NRW werden Seiteneinsteiger, deren Hochschulabschluss für ein Lehramt der SekI+II anerkannt worden ist, nach dem bestandnen 2. StEx in das Eingangsamt für die Laufbahngruppe II, zweites Einstiegsamt zu A13 verbeamtet bzw. zu E13 angestellt.
      Erfolgt die Anerkennung für ein Lehramt der Primarstufe oder der Sekundarstufe I, wird ein seiteneinsteiger nach erfolgreich abgeschlossenem „Anwärterdienst“ entweder zu A12 verbeamtet oder eben zu E11 eingestellt.
      Verstehen Sie jetzt in etwa, worin die Ungleichbehandlung besteht?

    • Auch Seiteneinsteiger können sich ihre Bundesländer mittlerweile aussuchen. In der benachbarten Förderschule hat jüngst ein Seiteneinsteiger das Handtuch geworfen und ist nach Niedersachsen gegangen.

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