Corona: Mindestens 40.000 Schüler und Lehrkräfte angesteckt (allein in einem Bundesland)

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HANNOVER. Im bisherigen Schuljahr hat es in Niedersachsen Zehntausende Corona-Infektionen von Schülern und Lehrkräften gegeben. Die Tendenz war zuletzt eindeutig. Rechnet man die Zahlen auf Deutschland hoch, kommt man auf mehrere Hunderttausend Betroffene.

Das Virus zirkuliert in den Kitas und Schulen. Illustration: Shutterstock

In Niedersachsen sind im bisherigen Schuljahr mehr als 33.000 Corona-Infektionen unter Schülerinnen und Schülern gemeldet worden. In der jüngsten Vergangenheit sind die wöchentlichen Zahlen stets gestiegen, wie das Kultusministerium in Hannover auf Anfrage mitteilte. In der ersten Oktoberwoche waren es den Angaben zufolge rund 6.400 Infektionen bei Schülern, die Woche zuvor noch knapp 4.900. Die letzte Woche vor den Herbstferien ist in den Zahlen noch nicht berücksichtigt.

Nach den zweiwöchigen Herbstferien beginnt am Dienstag wieder der Unterricht. Rund 1,1 Millionen Schülerinnen und Schüler gehen auf die Schulen in Niedersachsen, mehr als 100.000 Menschen arbeiten dort. Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte und Beschäftigte können pro Woche bis zu zwei Corona-Tests erhalten. Eine Masken- und Testpflicht gilt nicht mehr, weshalb die Dunkelziffer groß sein dürfte.

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«Die Kombination von Herbstgrippe, Corona und Personalnot lässt nach den Ferien zahlreiche Unterrichtsausfälle befürchten»

Bei den Lehrkräften wurden laut Kultusministerium in diesem Schuljahr bislang knapp 8.000 Coronafälle gemeldet, beim sonstigen Schulpersonal rund 2.600. Auch hier gab es demnach in der letzten gemeldeten Woche jeweils die meisten Infektionen. Rechnet man die Zahlen auf Deutschland (8,4 Millionen Schüler, 800.000 Lehrkräfte) hoch, so hätten sich seit Schuljahrebeginn mindestens 264.000 Schülerinnen und Schüler sowie 80.000 Lehrkräfte mit dem Coronavirus angesteckt.

Schärfere Maßnahmen sind laut Kultusministerium derzeit nicht vorgesehen, sie orientierten sich am Stufenplan der niedersächsischen Landesregierung. Weitere Maßnahmen wie die Einführung der Maskenpflicht für Schulbeschäftigte gibt es bei einer Sieben-Tage-Hospitalisierungsinzidenz von mehr als 15 und einer gleichzeitigen Auslastung der Intensivkapazitäten mit Covid-Patienten von mehr als zehn Prozent. Diese Werte waren bis zuletzt nicht überschritten.

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) blickt besorgt auf die kommenden Wochen. «Die Kombination von Herbstgrippe, Corona und Personalnot lässt nach den Ferien zahlreiche Unterrichtsausfälle befürchten», sagte der GEW-Landesvorsitzende Stefan Störmer. «In Bezug auf die Corona-Pandemie hätten wir uns eine erneute Testpflicht gewünscht, müssen aber zugleich anerkennen, dass die freiwilligen Tests vielerorts ordentlich funktioniert haben.» News4teachers / mit Material der dpa

Sorge vor dem „Höllenhund“: Mehr Nachweise von Omikron-Sublinien wie BQ.1

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92 Kommentare
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Ron
2 Monate zuvor

Ich war einer dieser Angesteckten. LS Ungeimpfter war ich mehrere Tage nicht arbeitsfähig und hatte Kopf- und Halsschmerzen. Auch die Nase lief. Insgesamt schlapp wie bei einer leichten Grippe. Geimpft sollte das also kein Problem sein.

Last edited 2 Monate zuvor by Ron
Marie
2 Monate zuvor
Antwortet  Ron

Das Problem liegt jedoch darin, dass ich auch als Geimpfter mit dem berühmten leichten Verlauf arbeitsunfähig bin. Wer nicht vor Ort ist, kann eben auch keine Kinder betreu-, äh unterrichten. Leider begreifen die KuMi nicht, dass Infektionsschutz den hochgelobten Präsenzunterricht sichert.

Lanayah
2 Monate zuvor
Antwortet  Marie

Raumluftfilter wären beispielsweise eine Maßnahme, das sind wir und die Kinder aber offensichtlich nicht wert.

schön_wärs
2 Monate zuvor
Antwortet  Lanayah

Tja, die Dinger stehen bei uns auch rum, laufen auch meistens und dennoch fallen Schüler und Lehrkräfte aus.
Sicherlich bringen sie etwas, aber es gibt leider trotzdem keine 100%.
Das Einzige was 100% vor einer Ansteckung in Schule hilft, ist, die Schule nicht mehr zu betreten. Das bedeutet, aber den Job aufgeben. Aer es gibt halt auch noch ein Leben außerhalb der Schule, aber auch es gibt es keine 100% Sicherheit.

Riesenzwerg
1 Monat zuvor
Antwortet  schön_wärs

100%?

Ein wenig anmaßend.

Die Schule nicht zu betreten…. Nun, zu Hause oder wo auch immer sich die (unbeaufsichtigten) Kids dann herumtreiben … Kein (geschätzter!) 30% Schutz!

Niemand kann hier nichts versprechen – wir können uns nur freiwillig (gröl, roll auf dem Boden) schützen.

In unserer „Gemeinschaft“ wohl eher nicht möglich. Zu viele viel zu individuell und egoistisch.

Rüdiger Vehrenkamp
2 Monate zuvor
Antwortet  Lanayah

Aufgrund der Energiekrise sollen die teilweise vorhandenen Raumluftfilter an der Schule meiner Kinder nicht mehr eingeschaltet werden. Und sind wir ehrlich: In spätestens einem Jahr werden die Geräte als monumentale Denkmäler in den Klassenzimmern uneingeschaltet und ohne Wartung mehr Staub ansetzen als ein Tageslichtprojektor.

Last edited 2 Monate zuvor by Rüdiger Vehrenkamp
Schattenläufer
2 Monate zuvor
Antwortet  Ron

Für Sie persönlich waren die paar Krankheitstage kein Problem. Ist ok.

Wenn diese Krankheitstage aber mehrfach und gehäuft bei den Beschäftigten der Wirtschaft und sensiblen Infrastruktur auftreten sind sie für das System sehr wohl ein Problem!

Ron
2 Monate zuvor
Antwortet  Schattenläufer

Ich stimme ihnen zu, dass Ausfälle derzeit sehr schmerzlich sind. Gleichzeitig gehe ich aber davon aus, dass COVID am Ende alle erwischen wird. Das wollen viele jedoch immer noch nicht wahrhaben – siehe die Downvotes zu meinem obigen Beitrag. Gerne hätte auch ich auf diese Seuche verzichtet, auch auf die eigene Erkrankung. Trotzdem denke ich, dass wir aus dem Panikmodus rausmüssen.

Klugscheisser
2 Monate zuvor
Antwortet  Ron

Niemand ist im Panikmodus.
Aber wenn Arbeitskräfte immer und immer wieder krank werden, fallen sie auch dauernd aus. Zudem zerstört es das Immunsystem der Infizierten erheblich, so dass diese noch schneller krank werden.

Das ist nicht Panik, das ist Benennung eines ausgewachsenen Problems, vor dem sehr viele die Augen verschliessen.

Schon jetzt ächzt Wirtschaft-, Pflege-, Krankenhaus- und Bildungsbereich.

Corona rollt das xte mal durch die Schulen. Und immer mehr Schüler fallen fast dauerhaft aus seit der letzten Infektion.

Ignoranz hat noch nie Probleme gelöst.

Das Angstframing ist ein Stilmittel, den anderen klein zu machen, dessen Meinung man nicht teilt. Wirkt bei mir nicht.

Ron
2 Monate zuvor
Antwortet  Klugscheisser

„Corona rollt das xte mal durch die Schulen. Und immer mehr Schüler fallen fast dauerhaft aus seit der letzten Infektion.“

Ist das tatsächlich so? Mir sind diese Fälle unter Schülern unbekannt. Ich höre nur von diversen neuen Allergien und sonstigen Leiden, deren Ursache ich aber anderweitig verorte.

Rüdiger Vehrenkamp
2 Monate zuvor
Antwortet  Ron

Ich kenne auch keine Schüler, die „dauerhaft“ ausfallen. In den Klassen meiner Kinder sind jedenfalls keine. Unter den Kindern, die wir mit unserer Einrichtung betreuen ebenfalls nicht. Natürlich infizieren sich immer mal wieder welche, aber die sind dann eine Woche zuhause, kurieren sich aus und kommen wieder. Hier wird leider oft so getan, als wären tragische Einzelfälle die Regel und nicht die Ausnahme.

Sissi
2 Monate zuvor
Antwortet  Ron

Na ja, Schüler öffnen sich nicht jedem Lehrer. Vlt. haben Sie auch Augen- oder/und Fingerspitzenprobleme.
Wissensmäßig: Allergien/ Hautreaktionen kommen während und post covidinfektion vor.

Vlt wollen Sie ja den Aufzugsdienst bei einem meiner SuS übernehmen, der nach einem halben Stockwerk schon nicht mehr kann oder sich in der Mittagspause zusammen mit 3 KuK versuchen, 2 absolut postcovid- konzentrationsschwache SuS auf Stand zu bringen, manchmal auch nach dem U.
Ne, lieber nicht, Bleiben Sie gerne Auf Ihrem persönlichen Mars…….

Riesenzwerg
1 Monat zuvor
Antwortet  Klugscheisser

Die Wirtschaft ächzt immer – und setzt gnaden- und bedenkenlos u.a. vor Weihnachten viele Arbeitskräfte frei.

Oder stellt neue zu unwürdigen Bedingungen ein.

Mika
2 Monate zuvor
Antwortet  Ron

Von welchem Panikmodus sprechen Sie?

Anne
2 Monate zuvor
Antwortet  Schattenläufer

Wo darf man denn ohne freitesten nach 5 Tagen aus der Iso?? In NRW jedenfalls nicht, da gilt : nach 5 Tagen mit Negativtest, nach 10 Tagen ohne Test.

Darfdaswahrsein
2 Monate zuvor
Antwortet  Schattenläufer

Seit wann ist man nicht mehr ansteckend mit noch positiven Test? Nicht mehr ansteckend nur weil es der Person gut geht?
Das sollten Sie sich patentieren lassen.

Mit gesundem Menschenverstand sollte klar sein, dass Arbeitnehmer, die mit Vulberablen, Kranken, Operierten, Vorgeschädigten etc arbeiten, für diese Verantwortung tragen, und sicherlich nicht noch infiziert und ansteckend arbeiten sollen.
Wenn das dann mindestens 11 Tage sind, ist das so.

Marie
2 Monate zuvor
Antwortet  Darfdaswahrsein

Dann schlägt aber auch kein Schnelltest mehr an.

Last edited 2 Monate zuvor by Marie
Riesenzwerg
1 Monat zuvor
Antwortet  Darfdaswahrsein

Geil.

Wer legt das denn fest?

Diejenigen, die die CholesterinWerte senken und von einem auf den anderen Tag tausende von „Erkrankten“ erzeugen?

Georg
2 Monate zuvor

Bei wie vielen war denn der Verlauf wirklich schwer? Das steht nicht in dem Artikel. Vermutlich bei den allerwenigsten.

Schattenläufer
2 Monate zuvor
Antwortet  Georg

Seit Schuljahresbeginn sind laut Bericht mindestens 264.000 Schülerinnen und Schüler sowie 80.000 Lehrkräfte die mit dem Coronavirus bundesweit angesteckt worden.

Würde es Sie befriedigen, wenn der Autor alle einzeln nach dem Krankheitsverlauf befragt hätte? 🙂

Uns würde es zumindest die haltlose Vermutung „bei den aller wenigsten“ ersparen.

Einige wird es schon übel getroffen haben. Zumindest die die mit oder an Corona verstorben sind.

Sissi
2 Monate zuvor
Antwortet  Schattenläufer

@ Schattenläufer
Wir hatten vorher beim Kochen
( alle med. vorgeschädigt) das Thema, wie sehr derzeit covid-betreffend der Wunsch zum Vater des Gedankens wird, eigene Konstrukte und Einzelerfahrungen absolut selbstsicher für allgemeingültig verkauft werden, bis hin zur Aussage: Der PCR zeigt falsch an, bei XY war das nur eine Erkältung.
Ich hab manchmal teils nicht so recht geglaubt, was meine Männer aus großen Kliniken erzählten,
jetzt lese ich – nach 3 Jahren !!! – dergleichen Märchen,
also tue ich jetzt Abbitte und – spüle freiwillig.
@ Schattenläufer, dankeschön für so manche Bemerkung;
absolut trocken und schwarz, umso besser Ihr letzter Absatz oben; Dankeschön

Stromdoktor
2 Monate zuvor
Antwortet  Sissi

Ich stelle mir gerade vor, wie die „medizinisch vorgeschädigten“ gemeinsam kochen und sich darüber unterhalten, wie „andere ihre Erfahrungen selbstsicher für allgemeingültig erklären“…und sich dabei gaaanz bestimmt vorbildlich verhalten. Mit einem Glas Rotwein in der Hand!?

Zwei Bilder zur Auswahl:

1) Kochen mit 1,5 m Abstand in der Outdoor-Küche. Selbstverständlich mit Maske und frisch getestet.

2) Wie ich mir meinen ersten Urlaub nach drei Jahren in einem Blockhaus unter Kollegen so vorstelle…

Ich gehe davon aus, dass Sie diesbezüglich selbstverständlich die richtigen Entscheidungen vor Ort treffen, da Corona natürlich noch nicht vorbei ist…

Sissi
2 Monate zuvor
Antwortet  Stromdoktor

🙂 zweiteres, allerdings nur mit family ohne Kollegen, meine großen Söhne ließen sich nicht vom Beruf der Eltern abschrecken und amüsieren sich gerade sehr. Unsere Kleine ist leider im Praktikum
( welchem wohl?)
Wir genügen natürlich allen von Ihnen bereits geforderten Schutzmaßnahmen
und denken, dass wirs schon drauf haben; jetzt covidgerecht Kaffee zu trinken 🙂
Vielen Dank für die Gedanken und Fürsorge.
PS: Chablis oder Weißbier, Rotwein heut Abend

Stromdoktor
2 Monate zuvor
Antwortet  Sissi

Vielen Dank für Ihre gelungene Antwort!

Ich musste tatsächlich grinsen und wünsche Ihnen und Ihrer Familie eine erholsame Zeit!

Ps. Ich selber trinke noch ein kühles Radler mit meiner Frau. Haben wir aus Österreich importiert.

Sissi
2 Monate zuvor
Antwortet  Sissi

Die Roten zeigen, wieie recht meine Männer haben, ….muss ich hernach wieder spülen.
Lieber @ Schattenläufer, es gibt noch viel gegen covid- Ammenmärchen anzuschreiben; nochmals vielen Dank für die bisherige Mühe.

Realist
2 Monate zuvor
Antwortet  Schattenläufer

„Einige wird es schon übel getroffen haben. Zumindest die die mit oder an Corona verstorben sind.“

Survivorship Bias. Wer wegen Corona nicht mehr unter den Lebenden weilt, kann sich auch nicht beschweren. Für die anderen war es halt „nicht so schlimm“.

Carsten
2 Monate zuvor

angesteckt=positiv getestet=infiziert=erkrankt ? Aber wozu so viele unterschiedliche Adjektive, wenn alles dasselbe ist ?

Schattenläufer
2 Monate zuvor
Antwortet  Carsten

So viele Worte verwirren eben. Genau wie so viele Regeln. Dann ist es schon besser alles wieder wie „normal“ zu machen. Macht eben viiiiiiiiel weniger Mühe. Da haben Sie schon recht. 🙂

Last edited 2 Monate zuvor by Schattenläufer
Schattenläufer
2 Monate zuvor

Basis: Corona ist da und wird nicht mehr weg gehen.

Da Problem liegt in der Frage wie man damit umgehen soll.

Wie gefühlt unendliche Diskussionen hier gezeigt haben, existiert ein gewisser Teil der Bevölkerung der den Virus jetzt am liebsten ignorieren würde und statt dessen Normalität spielen möchte. All die Schutzmaßnahmen sind ja so unbequem.

Das Virus einfach ignorieren klingt viel verlockender. Keine Masken, keine Abstände, keine Tests. Ging bei Grippe doch auch.
Dazu schafft man es alle Hochrechnungen schön zu rechnen, die Unannehmlichkeit der Maske zur Folter hoch zu stilisieren, jegliche Einschätzung von Virologen zu relativieren und vieles mehr. Argumente bringen da rein gar nichts. Also lassen wir das.

Leider ist Corona nicht die Grippe. Seit Omikron sind die gesundheitlichen Auswirkungen zwar ähnlich aber doch nicht gleich. Klar im Allgemeinen ist man bei beiden Krankheiten 1-2 Wochen krank.

Aber:

Die Impfung ist noch unzuverlässiger.Die Sterbequote ist höher.Corona ist wohl ansteckender.Corona birgt gegenüber der Grippe die Gefahr von Langzeitfolgen.Außerdem ist die Grippe ja auch nicht weg. Die läuft parallel weiter.

Die Politik hat sich nach der anfänglichen Panik entschlossen nun das zu tun, was sie am besten kann. Nichts!
Keine Masken und Abstandspflicht macht keine Arbeit und kostet kein Geld. Die Leute sind auch viel entspannter, wenn sie ins Stadion, in die Kneipe, auf Malle und zum Oktoberfest können.

Viele Experten und einig Foristen warnen jedoch schon seit dem Sommer vor der Belastung durch krankheitsbedingte Ausfälle. Grippe + Corona macht gegenüber Grippe, auch ohne Langzeitfolgen, eine Verdoppelung der Erkrankungen + X

Anstatt langsam aus zu testen wie man eine Überlastung verhindert, hat man sich in der Politik dazu entschlossen einfach mal den Feldversuch zu starten, ob man aus den gesunden Kollegen und Arbeitnehmern nicht einfach genug Mehrarbeit herausquetschen kann.

Was wir jetzt sehen sind die ersten Schatten der Realität. Erfahrungsgemäß war es um diese Zeit mit Schutzmaßnahmen eigentlich immer noch recht ruhig an der Corona-Front. Das dicke Ende kam in den letzten zwei Wintern eigentlich erst nach den Herbstferien.

Wenn es so schlimm wird wie es jetzt schon aussieht, dann werden im Winter einige kritische Infrastrukturen nur noch sehr eingeschränkt funktionieren. Schulen, Polizei, Feuerwehr, Krankenversorgung usw.
Der Versuch die Arbeit der Erkrankten langfristig auf die noch gesunden Kollegen um zu legen wird die Lage langfristig eher noch verschlimmern.
Der Lichtblick für mich ist, dass es auch die privatwirtschaftlichen Unternehmen hart treffen wird. Kranke Arbeitnehmer verdienen eben kein Geld für die Firma.
Wenn jemand Einfluss auf das Handeln der Politik hat, dann ist das die Wirtschaft.

So ist das eben, wenn man ins kalte Wasser springt. Langsames anpassen an die Temperatur ist unangenehm und sieht nicht cool aus, man vermeidet aber gegenüber dem beherzten Sprung den Herzinfarkt oder den Kontakt zu verdeckten Felsen unter der Oberfläche.

Was solls wir haben uns zum Sprung entschieden und sind schon in der Luft. Hoffen wir dass das Eintauchen glimpflich abgehen wird.

Last edited 2 Monate zuvor by Schattenläufer
Realo
2 Monate zuvor
Antwortet  Schattenläufer

Wäre statt Corona plötzlich ein neuer, ansteckender Influenzastamm aufgetaucht, hätte niemand nach Masken und Tests geschrien. Die Reaktion wäre eher gewesen: „Mist, das habe ich jetzt nicht unbedingt gebraucht.“ Und damit hätte es sich erledigt gehabt.

Schattenläufer
2 Monate zuvor
Antwortet  Realo

Prima, eine Zahl mit der man arbeiten kann.

Besonders schwere Grippewelle = 25000 Tote
Corona 150000 Tote in zwei Jahren. Also etwa 75000 pro Jahr.
Omikron drückt die Anzahl der Sterbefälle etwa auf 40000 pro Jahr.

Extrem ungefährliche Corona Varianten liegen bei den Todesfällen also etwa 1,6 mal höher als extrem schwere Grippewellen.

Sehr interessant. Danke.

Georg
2 Monate zuvor
Antwortet  Schattenläufer

Wie viele sterben denn an der Grippe, wie viele mit der Grippe?
Bei Corona ist es nachweislich so, dass die meisten eher damit statt daran sterben.

Schattenläufer
2 Monate zuvor
Antwortet  Georg

Wer hat das denn nachgewiesen?
Sie im Keller???

Sissi
2 Monate zuvor
Antwortet  Schattenläufer

Es dürften 16 – 25% MIT covid Verstorbene sein.
Ich hasse dieses unterirdische Bezeichnungssystem.

https://www.riffreporter.de/de/wissen/pandemie-omikron-todesursache-corona-statistik-uebersterblichkeit

D a n k e !!! @Redaktion und Schattenläufer

Realo
2 Monate zuvor
Antwortet  Sissi

„Fest steht, dass diese Unsicherheit die deutsche Statistik zumindest bis zum Herbst 2021 kaum verfälschte.“

Wann kommen Sie eigentlich in der Gegenwart an?

Sissi
2 Monate zuvor
Antwortet  Realo

Alles lesen wäre von Vorteil.
Weiß schon, langer Text….

Realo
2 Monate zuvor
Antwortet  Sissi

O.k.

Realo
2 Monate zuvor
Antwortet  Sissi

75 %. Wären dann laut Schattenläufer momentan 30000 Todesopfer jährlich. Die schwere Grippewelle kostete 25000 Todesopfer.
Menschen werden der Grippe anstatt Corona und andersrum zum Opfer fallen.
Menschen werden sich selbst vorsichtiger verhalten und nicht Opfer werden.
Vielleicht werden sich in Zukunft auch mehr Menschen gegen die Grippe impfen lassen.
Die Mrna-Technik wird Menschenleben retten, auch in anderen Bereichen.
Unser beider Urteil wird sich dennoch nicht ändern.

Ron
2 Monate zuvor
Antwortet  Georg

‚Bei Corona ist es nachweislich so, dass die meisten eher damit statt daran sterben.“

Ihre Aussage ist richtig und falsch zugleich. Richtig ist, dass viele als Coronatote gezählt wurden, die bei näherer Betrachtung an ganz anderen Krankheiten verstorben sind und bei denen COVID nur eine Nebendiagnose war. In unserem Verwandtenkreis haben wir so einen Fall. Corona aber als harmlos darzustellen, halte ich für falsch. Gerade die erste Welle war nicht zu unterschätzen und hatte mit Sicherheit die Brisanz einer schweren Grippeepidimie. Solche einzelnen Grippewelle haben auch in der Vergangenheit bereits bis zu 40.000 Tote gekostet. (Corona war ähnlich – hier hat man nur nach einer Saison nicht neu gezählt, sondern weiter aufaddiert.) Die Spanische Grippe am Ende des Ersten Weltkriegs war mit 50 Mio Töten sogar extrem verheerend.

Canishine
2 Monate zuvor
Antwortet  Ron

Die Aussage ist schlicht unbelegt.

Das RKI zählt Tote, die „an“ und „mit“ einer Infektion gestorben sind. Unter „mit“ versteht man aber nicht das Autounfall-Opfer mit positivem Test, sondern es gilt eine Todesursache mit „Bezug zur Infektion“.
Dieses wird zunächst in einem Totenschein und dann vom zuständigen Gesundheitsamt festgestellt, welches dann an das RKI meldet. Es gibt aber auch coronainfizierte Personen, die z.B. zu Hause gestorben sind, und bei denen die Todesursache nicht offiziell festgestellt wird (auch wenn sie an Corona verstorben sind).

Dies sind zumindest die offiziellen Informationen zum Zählen der Corona-Toten.
https://www.rki.de/SharedDocs/FAQ/NCOV2019/gesamt.html

Ça me fatigue
2 Monate zuvor
Antwortet  Georg

… mit oder an Corona verstorben kann ich jetzt auch langsam nicht mehr lesen (hören).

Das ist doch letztlich egal!

Die Frage ist doch:

Hätte die andere Krankheit zum Tode geführt, wenn Corona nicht dazugekommen wäre bzw. vorher schon da gewesen wäre?

Wenn ich schon krank bin, stecke ich mich normalerweise viel eher mit nochwas an, was sehr infektiös ist … das kann dann zu Komplikationen führen, die es sonst nicht gegeben hätte und die dann zum Tod führen können.

Klar kann man jetzt sagen … ob Corona oder ein anderes Virus durch das offene Tor des Immunsystems kommt ist ja egal … die Wahrscheinlichkeit, dass der Körper überfordert ist, steigt mit jeder zusätzlichen Infektion. Das Blöde ist aber, dass Corona viel infektiöser ist als andere Viruserkrankungen.

Da sind viel zu viele „wenn“ und „vielleicht“ in den öffentlichen Aussagen, die aber nicht bemannt werden. Sichere Schlüsse kann man aus den momentanen Zahlen nicht ziehen … weder in die eine, noch in die andere Richtung.

Nie zuvor hat sich unsere Gesellschaft derart freiwillig mit so vile Mathe …. also mit so vielen statistischen Aussagen beschäftigt, diese interpretiert und Schlüsse daraus gezogen – egal, ob man was davon versteht oder nicht.
Diese Zahlen werden als das A und O verstanden …

Statistiken sind immer nur so gut, wie die Datenerhebung zuvor. Wenn zu viele Parameter, die eigentlich relevant wären, nicht erhoben werden und nicht beachtet werden, kann jede Statistik so ausgelegt werden, wie es gerade bequem ist. Und das ist genau das, was man von Anfang an beobachten kann.

Das ist vergleichbar mit einem einstündigen Interview, aus dem ich nur einen Halbsatz veröffentliche (die Aussage, die mir gefällt).

Auch die Angabe des Anteils an Infizierten war spannend zu verfolgen: Allgemein wurden Inzidenzen angegeben (auf 100000 bezogen). Bei SuS und Lehrkräften hat man immer was von % gelesen (auf 100 bezogen) … da ist die Zahl kleiner … dann merkt es keiner.

Wenn ich dann mitverfolge, wie gut unsere SuS alle in Mathe sind und die Eltern sagen: … nicht so schlimm … das konnte ich auch nicht, als ich in der Schule war …
… kann ich mir vorstellen, wie vertrauenswürdig das Jonglieren mit all diesen Zahlen und Statistiken ist.
Wir interpretieren, wie es uns gefällt …

Noch dazu sind alle Zahlen, die seit dem Wegfall der Meldepflicht erhoben werden, völlig aussagelos!

Wie wird denn bei unserem Datenschutz hochgerechnet wieviele Fälle es wirklich gibt? Die Zahlen aus den Kliniken könnten stimmen (die für die Patienten), das wird in den Akten vermerkt. Alle anderen Zahlen sind meines Erachtens aus der Luft gegriffen, sie fußen nur auf freiwilligen Meldungen …

Diskussionen darüber können daher immer nur vorsichtige Tendenzen hervorbringen … das sehe ich aber bei den politischen Entscheidungen nicht (auch nicht bei anderen Themen) … da wird immer nur schwarz/weiß argumentiert.

Realo
2 Monate zuvor
Antwortet  Redaktion

Aber Prof. Dr. Stefan Kluge von der DIVI!

Realo
2 Monate zuvor
Antwortet  Redaktion

Die Tagesschau dürfte doch in Ordnung sein.

https://www.tagesschau.de/multimedia/video/video-1093995.html

Realo
2 Monate zuvor
Antwortet  Redaktion

Er ist nicht alleine. Es bedeutet nicht, dass es Quatsch ist, was die Leiter der Kliniken an Erfahrungswerten haben, nur weil bundesweit immer noch keine Daten erhoben werden. Hat das Methode? Man weiß es nicht. Inkompetenz wäre nicht besser.

https://www.24vita.de/gesundheit/corona-tod-sterben-todesfaelle-grunderkrankung-rki-berlin-zr-91761032.html

Canishine
2 Monate zuvor
Antwortet  Realo

Prof. Kluge äußert sich in diesem Interview nicht zu Corona-Toten.

Realo
2 Monate zuvor
Antwortet  Canishine

Stimmt. Aber wo sterben die Menschen denn in der Regel?

Canishine
2 Monate zuvor
Antwortet  Realo

Ich fasse zusammen: Prof. Kluge äußert sich darüber, dass im Moment hauptsächlich ungeimpfte Menschen oder solche mit Vorerkrankungen mit einer COVID-Erkrankung auf der Intensivstation seines Krankenhauses befinden: Schlussfolgerung: Die Zahl der Omikrontoten ist nur halb so hoch wie offiziell angegeben.
Ich habe wohl den Faden verloren …

Stromdoktor
2 Monate zuvor
Antwortet  Realo

Wer?

Zumeist nicht vollständig geimpft!

„Vorgängervarianten. Woran liegt das also?

Das Bild auf den Stationen habe sich gegenüber 2021 deutlich verändert. „Es sind vor allem die Menschen auf den Intensivstationen, die nicht vollständig geimpft, über 60 Jahre alt sind und relevante Vorerkrankungen haben“, sagte Gernot Marx, Präsident der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (Divi). Vergangenen Herbst lagen viele jüngere Patienten auf den Intensivstationen, die meisten zwischen 50 und 59 Jahren alt. Nur 38 Prozent der Patienten waren älter als 60 Jahre. Heute sind es 81 Prozent.“

Wieviele wegen Corona auf Intensivstation?

==> ca. 1/3 der Patienten!

„Sind die Menschen mit oder wegen Corona auf der Intensivstation?

Die Kliniken melden ans Divi-Intensivregister alle Intensivpatienten, die positiv auf Corona getestet wurden. Aber sind sie auch wegen Corona auf der Intensivstation?

„Etwa ein Drittel der Intensivpatienten mit Corona muss invasiv beatmet werden. Das deutet auf ein Lungenproblem hin und das wiederum darauf, dass Covid-19 die dominierende Ursache ist“, erklärte Marx auf Nachfrage von FOCUS online.“

https://m.focus.de/gesundheit/coronavirus/experten-einschaetzung-doppelt-so-viele-todesfaelle-wie-2021-die-aktuelle-corona-lage-im-blick_id_170477821.html

Canishine
2 Monate zuvor
Antwortet  Realo

Wenn man die zugrundeliegende Studie liest, ahnt man die verblüffende Verkürzung mancher Pressemitteilung.

Schattenläufer
2 Monate zuvor
Antwortet  Schattenläufer

Schon klar, wenn das Ergebnis nicht passt macht das Rechnen auch keinen Sinn 🙂

laromir
2 Monate zuvor
Antwortet  Schattenläufer

Grippe ist für gesunde Menschen meistens kein Problem, Corona schon. Ich hatte vielleicht zweimal Grippe in meinem Leben und das war relativ schnell rum und dann auch wieder okay. Bei vielen anderen war das ebenso. Jetzt kenne ich viele Gesunde, die über Wochen, teils sogar Monate mit den Nachwirkungen kämpfen. Geht mir auch so. Ich kenne auch ein paar, da ging es wie Schnupfen ab, aber der Großteil war richtig fett krank und hatte lange zu kämpfen. Gesunde, junge sportliche Menschen, keine Risikogruppen o.ä. von einer Grippe wird man selten erwischt, wenn man relativ gesund ist.

Last edited 2 Monate zuvor by laromir
Pälmchen
2 Monate zuvor
Antwortet  laromir

Naja, meine gesunde Arbeitskollegin hat vor ca. 20 Jahren die Grippe nicht überlebt. Dafür kenne ich niemanden der an Corona verstorben ist.
Mit dieser erlebnisbasierten Evidenz sollten beide Seiten doch langsam mal durch sein, oder?

Canishine
2 Monate zuvor
Antwortet  Realo

Man kann doch eigenverantwortlich Ohrstöpsel tragen, wenn einen das Schreien stört.

Ron
2 Monate zuvor
Antwortet  Schattenläufer

Ich habe den Verdacht, dass zu genaue Daten gar nicht erwünscht sind. Stellen Sie sich einfach mal vor, der lässige schwedische Weg wäre in der Bilanz doch der Richtige gewesen. Wie ständen dann alle Scharfmacher da, die am liebsten auch bei uns das chinesische Modell durchgesetzt hätten. Wie wäre es im Nachhinein zu erklären, dass wir unser ganzes Land wirtschaftlich und teils auch sozial haben stranden lassen? Wir werden nun ein ganzes Jahrzehnt mit den (nichtmedizinischen) Aufräumarbeiten zu tun haben. 800 Mio Masken, die aktuell vernichtet werden müssen, sind nur das kleine I-Tüpfelchen.

Sissi
2 Monate zuvor
Antwortet  Ron

Wissen Sie welcher Müllberg im KH pro Patient anfällt? Ne?- Sehr viel ! Das bisschen Maske hätte jedenfalls so manchen Berg verhindern können –
hätte man sie z.B. verschenkt; etwas umsonst hätten viele genutzt.
( ob sie nicht doch weiter nutzbar wären, sei mal dahingestellt )

Dirk Z
2 Monate zuvor
Antwortet  Schattenläufer

@Schattenläufer: Wir haben meiner Meinung nach nur zwei Optionen, mit der Situation umzugehen: Entweder noch strenger als man es in China praktiziert und das Ganze noch über Jahre bzw. Jahrzehnte oder man macht es wie es die meisten Länder handhaben jetzt nur noch einen gezielten Kontrollmodus und lässt es laufen. Wenn Sie jetzt noch nach Masken usw. schreien, müssen Sie strengstens bei sich selbst anfangen: Absolute Kontaktreduzierung auf das notwendigste und dann gleichzeitiges Einhalten von Abstandsregeln zu jeder Zeit. Jeder kleinste Fehler hebelt den Schutz, den Sie durch die Maske erreichen, sofort aus. Dadurch hat das allgemeine Maskentragen keine gewünschte effektive Wirkung mehr, was meiner Meinung nach dann auch die Grundlage verpflichtender Massnahmen entzieht:

https://www.welt.de/vermischtes/article241867565/Corona-Virologe-Hendrik-Streeck-haelt-neue-Massnahmen-fuer-ueberfluessig.html

Die Situation im Gesundheitswesen ist auch wegen der langen Maskentragepflicht angespannt. Das laucht die Leute ganz schön aus und das darf man überhaupt nicht vernachlässigen. Hier wären situative Anpassungen erforderlich, dass man auch im Gesundheitswesen nur noch temporär an gefährdeten Orte sich mit Masken schützt.

Und Schule: Darüber braucht man überhaupt nicht zu reden. Die Realität auch bei einer hohen Disziplin sorgt schon dafür, dass man mit Maskenschutz nicht mehr als kleine Verschiebungen erreichen, d.h. hier dürfte die Effizients schon lange nicht mehr vorhanden sein. Unter diesen Gesichtspunkten ist es überflüssig, über die Wiedereinführung von Massnahmen zu sprechen und sollte sich tatsächlich die Situation zuspitzen, dann wären ganz andere Massnahmen notwendig.

Und man sollte daran denken: Wer sich zum Freizeitvergnügen in geschlossenen Räumen mit mehreren Personen aufhält, ist im Einzelhandel ohne Maske sicherer aufgehoben, da hier die Kontakte nur temporär stattfinden.

Schattenläufer
2 Monate zuvor
Antwortet  Dirk Z

Prof. Dr. HC Med. Vet. Hugo Kalubke von der freien Universität Castrup-Rauxel hat übrigens sicher nachgewiesen, dass man durch einen täglichen gezielten Hieb mit einem Hammer auf den Daumen, aufgrund des entstehenden Schmerz-Reiz zuverlässig sämtliche Coronaviren abtöten kann.
Dadurch erspart man sich sämtliche Schutzmaßnahmen, insbesondere das unerträgliche Tragen von Masken.

Wäre das nichts für Sie?

🙂

Last edited 2 Monate zuvor by Schattenläufer
Stromdoktor
2 Monate zuvor
Antwortet  Schattenläufer

In besonders schweren Fällen sollte der Hieb gegen den Kopf erfolgen…habe ich mal irgendwo gelesen…

Realo
2 Monate zuvor
Antwortet  Dirk Z

Würde gerne etwas hinzufügen:

Können Sie Maßnahmen empfehlen, um besser durch den Winter zu kommen?
„Der Impfung gegen Influenza bekommt unserer Meinung nach in diesem Winter eine besondere, eine wirklich wichtige Bedeutung. Jedes Virus für sich kann eine Welle mit vielen Kranken oder sogar Schwerkranken auslösen. Die Kombination aus Coronaviren und Grippeviren kann insgesamt schwere Verläufe begünstigen. Entsprechend ist die Grippeimpfung unbedingt für alle Menschen ab 60 Jahren zu empfehlen. Für Corona wie auch Influenza gilt: Je höher die Impfquote in der Bevölkerung, desto eher verhindern wir in den nächsten Monaten eine Welle von infizierten Patienten. Auch sollten sich alle Mitarbeitenden im Gesundheitswesen unbedingt gegen Grippe impfen lassen sowie natürlich einen vollständigen Impfschutz für COVID-19 mit vier Impfungen aufweisen, um nicht zusätzliche Erkrankungen und auch weitere Ausfälle befürchten zu müssen.“

Das sagt Prof. Marx, Präsident der DIVI.

https://www.divi.de/presse/pressemeldungen/pm-lage-auf-den-intensivstationen-anteilig-weniger-schwerkranke-patienten-mit-covid-19-aber-auch-deutlich-weniger-intensivbetten

Die, die sich strengere Maßnahmen wünschen, sollten sich dann auch in erster Linie impfen lassen.

Kynnefjäll
2 Monate zuvor
Antwortet  Dirk Z

Ja, der Streeck ist ein sehr vernünftiger Mann.

GS in SH
2 Monate zuvor

Bei uns ist Ende letzter Woche die erste Kollegin an Corona erkrankt, über das verlängerte Wochenende kamen jetzt noch vier weitere dazu!
Die (erkrankte) SL bittet alle KuK, sich täglich zu testen und Masken zu tragen.
Wir sind 18 KuK…..
Fällt halt viel Unterricht aus, aber das ist ja egal!

Lanayah
2 Monate zuvor
Antwortet  GS in SH

Ihr letzter Satz wäre mittlerweile auch meine Einstellung: Wenn man uns nicht schützt, fällt eben Unterricht aus. Ist aber leider an der Grundschule nicht so. Also Unterricht fällt schon aus, aber die Betreuung findet statt.

Sissi
2 Monate zuvor
Antwortet  Lanayah

Irgendwie komme ich mittlerweile zu dem Schluss,
Lehrer versuchen, SuS halbwegs gerecht zu werden, die Pflege verheizt sich, kommt aber nicht nach, die mobile Pflege steht
….und keiner glaubts…
keiner schaut hin….das beißt…..müsste man ja etwas tun.
Klar ist Wärme im Winter und Unterstützung Bedürftiger sehr wichtig.
Aber man schafft es nicht, parallel, Wohlstandsfehler der Vergangenheit auch nur ansatzweise aufzuarbeiten und schon gar nicht, klare Regelungen in Bezug auf ein Virus zu schaffen; ein neues ist jederzeit möglich – und dann, selbes Chaos?
Jede Hausfrau ist da fähiger; sie plant frühzeitig und säubert den Laden, bevor man sich Tod und Teufel holen kann.
Bei uns brauchts inzwischen die Spachtel, um über Jahre Verkrustetes abzukratzen……
und bis Dahin ? wird eben – betreut ( schönes positiv belegtes Wort, hört sich gut an ); manche meinen aber auch verwahrt.

Rüdiger Vehrenkamp
2 Monate zuvor

Ich frage mich mittlerweile, was mit solchen Artikeln genau bezweckt werden soll? Fakt ist doch, dass die deutschlandweite Inzidenz derzeit täglich sinkt – und das völlig ohne Maskenpflicht im Innenraum. Was bringt das Zählen von infizierten Menschen denn noch? Zum einen ist da die ohnehin große Dunkelziffer, zum anderen gibt es eine weitreichende Immunisierung in der Gesamtbevölkerung.

Tatsächlich kenne ich in meinem Freundes-, Familien- und Bekanntenkreis keine einzige Person mehr, die in diesen 2,5 Jahren noch nicht mit dem Virus in Berührung kam. Alle überstanden die Infektion und fingen anschließend wieder an, ihr Leben zu leben. Ich nenne das nicht Ignoranz, sondern Begegnung mit der Realität.

Es wird keine weitreichenden Maßnahmen seitens der Politik mehr geben, da die Bevölkerung diese in ihrer Gänze nicht mehr mittragen wird. Wer sich selbst schützen möchte (Impfung, Maske, Vermeidung sozialer Kontakte), ist nun selbst dazu aufgerufen und kann das tun. Daher frage ich mich, weshalb einige Foristen dies der Gesamtbevölkerung zumuten möchten?

Last edited 2 Monate zuvor by Rüdiger Vehrenkamp
Rüdiger Vehrenkamp
2 Monate zuvor
Antwortet  Redaktion

Liebe Redaktion,

diese Funktion als Nachrichtenseite möchte ich Ihnen auch nicht absprechen. Mir geht es eher um die Relevanz. In nahezu allen Medien sind Coronanews eine Randnotiz geworden, europaweit sinken die Inzidenzzahlen und das sind ja gute Nachrichten, die ich in Ihrer Berichterstattung etwas vermisse. Mit „Gefallen“ hat das bei mir wenig zu tun.

Ich möchte diesen Post jedoch auch zum Anlass nehmen, Ihnen dafür zu danken, dass Sie alle Kommentare wirklich veröffentlichen.

Dirk Z
2 Monate zuvor
Antwortet  Redaktion

>Mehrere Hunderttausend Betroffene und ein vor jeglichen Infektionen >ungeschützter Massenbetrieb Schule – sind für uns relevant. Herzliche >Grüße Die Redaktion

Mal ehrlich den ungeschützten Massenbetrieb gibt es schon Jahrzehnte. Nur durch Corona ist das jetzt präsent geworden.
Generell ist es richtig, sich über Krisenzeiten Gedanken zu machen wie man dann damit umgeht. Nur mit den in den letzten Jahren durchgeführten Schutzmassnahmen wird man langfristig nicht weit kommen. Wahrscheinlich ist es jetzt doch wichtiger, das das Immunsystem sich wieder mit der Realität rumschlagen muss und die Masken das behindern, auch wenn sie es schaffen sollten, die ein- oder andere Infektion zu vermeiden. Das klingt jetzt hart aber ich fürchte wir haben keine andere Wahl, da wir das Ganze nur verschlimmbessern werden.

Dirk Z
2 Monate zuvor
Antwortet  Redaktion

@Redaktion: Ein interessanter Einwand- was war damals vor 20 Jahren der Grund weswegen Luftfilteranlagen gefordert wurden? Ehrlich gesagt haben wir unseren Nachwuchs in diesem Zeitraum in der Schule gehabt und es hat diesbezüglich wegen Infektionen keine besonderen Probleme gegeben ausser das Übliche, was man so hatte. Wenn dann der Klassenraum wie ein „Pumakäfig“ gestunken hat und die nächste Person vor Entsetzen das Fenster aufgerissen hat, gab es Maulereien wegen Kälte und das wars. Woraus ich hinaus möchte: Das Problem war bis Anfang 2020 wohl nicht so drängend, dass Handlungsbedarf gesehen wurde. Und als Entscheider- warum soll man Geld ausgeben für das was keinen offensichtlichen Nutzen hatte. Da hätte auch villeicht Sie mit Ihrer Plattform schon viel früher energischer auftreten müssen und herausarbeiten müssen, warum Luftfilteranlagen erforderlich sind. Dann hätten Sie heute herausstellen können, dass durch Ihre Initiative die Lage in den Schulen viel besser gewesen wäre als sie tatsächlich war. Das eine frühzeitige Ausstattung sinnvoll gewesen wäre sehe ich und da gehe ich auch mit Ihnen mit.

Sternschnuppe
2 Monate zuvor

Ihre Familie und Ihr Umfeld sind aber nicht der Maßstab. Ich kenne es anders. Habe gelesen, dass die Zahl derer, die noch keine Infektion hatten, wohl höher ist als angenommen. Finde leider den Artikel nicht mehr. Hängt eben auch mit der nicht vorhandenen Datenlage zusammen.

Rüdiger Vehrenkamp
2 Monate zuvor
Antwortet  Sternschnuppe

Weiter oben verweist die Redaktion darauf, dass man solche Behauptungen mit Tatsachen belegen sollte. Wenn Sie den Artikel nicht mehr finden, ist er entweder veraltet oder hat nicht die nötige Relevanz.

Aufgrund der hohen Dunkelziffer und der von Ihnen angesprochenen schlechten Datenlage (in Deutschland) sowie der Tatsache, dass das Virus weiter zirkuliert und zirkulieren wird, können wir wohl davon ausgehen, dass weitaus mehr Menschen mit Corona in Berührung kamen oder noch kommen werden, als es welche gibt, bei denen das nicht der Fall ist oder sein wird. Und da ich hier bei N4T immer von vielen Infizierten und explodierenden Zahlen lesen musste, gehe ich in der Annahme, dass meine Familie und mein Umfeld doch einen gewissen Maßstab darstellen.

Hilfe
2 Monate zuvor

Nein

Sternschnuppe
2 Monate zuvor

Können Sie wohl auch nicht belegen.

Birkenstock
2 Monate zuvor

Auserwählter oder selbsternannter Prognosemaßstab?

Bla
2 Monate zuvor

Ich hatte noch kein Corona. Zumindest weder nach Wohlbefinden, noch nach Schnell- und PCR-Tests. Dazu kenne ich durchaus einige im privaten Umfeld, wo das ebenso ist. Momentan werden es allerdings zunehmend weniger … Und diejenigen trifft es doch relativ stark (bspw. Notarztbesuch).

Anne
2 Monate zuvor

Warum sinkt die Inzidenz? Vielleicht, weil die Leute keinen Test mehr machen (oder nur Schnelltests, die nicht in die Statistik fließen)? Konnte man bei den „Wiesenbedienungen“ gut sehen.

Dirk Z
2 Monate zuvor
Antwortet  Anne

@Anne: Warum sollte man einen Schnelltest machen, wenn man sich gut fühlt. Und ich findes es besser wenn jemand, der bei einem Schnelltest positiv ist, zuhause bleibt, solange er keine ärzliche Hilfe benötigt bzw. keine Krankschreibung benötigt, bei der ein Arztbesuch erforderlich ist. Wollen Sie bei jedem kleinen Kratzen gleich einen PCR-Test machen?
Die alleinige Inzidenz ist nicht mehr aussagekräftig. Wir können ja auch einführen, dass ein gewöhnlicher Schnupfen als Kennzahl erfasst wird. Nur was bringt uns das? Wichtiger ist, den gesunden Menschenverstand walten zu lassen und zuhause zu bleiben, wenn man sich irgendwie krank fühlt.

Anne
2 Monate zuvor
Antwortet  Dirk Z

Oh man, immer noch die alte „Ich fühl mich gut“-Leier?? Seit mehr als 2 Jahren weiß man, dass auch symptomlos Infizierte andere anstecken können. Und ja, ich mache Schnelltests, z.B. bevor ich mich nach den Ferien wieder ins Schulgewühl stürze oder meine betagten Eltern besuche. Auch das verstehe ich unter Eigenverantwortung.

Dirk Z
2 Monate zuvor
Antwortet  Anne

@Anne: Dazu eine Frage: Angenommen so ein Schnelltest wäre bei Ihnen positiv, aber Sie hätten keinerlei Symptome – Würden Sie trotzdem einen PCR-Test machen und Ihre Mitmenschen alleine durch Ihre Anwesenheit beim Arzt, beim Testzentrum zu gefährden? Eine Maske befreit Sie nicht von der Verpflichtung, Kontakte zu minimieren. Oder würden Sie von sich aus dann nicht Ihre betagten Eltern besuchen? Übrigends wenn man Ihrer Ansicht handelt müssten Sie poifilaktischerweise immer einen PCR Test machen, da auch ein Schnelltest Falsch-Negativ sein kann.

@Sternschnuppe: Sie sind mit meinen Ausführungen auch angesprochen.

Anne
2 Monate zuvor
Antwortet  Dirk Z

Natürlich würde ich einen PCR machen lassen. Den Weg zum Hausarzt lege ich allein in meinem Auto zurück, der Test selbst wird außerhalb der Praxisräume von perfekt schutzbekleidetem medizinischem Personal durchgeführt. Da besteht also nicht die Gefahr, jemanden anzustecken. Ganz anders läge der Fall, würde ich einfach weiter fröhlich in die Schule gehen…Dass ich mit einem positiven Test weder bei meinen Eltern noch bei sonst jemandem zu Besuch erscheine, steht für mich -anscheinend im Gegensatz zu Ihnen- vollkommen außer Frage!

Sternschnuppe
2 Monate zuvor
Antwortet  Dirk Z

Damit man andere nicht ansteckt. Verantwortung und so. Ist für Sie wohl ein Fremdwort!

Rüdiger Vehrenkamp
2 Monate zuvor
Antwortet  Anne

Sie sinkt europaweit. An den Tests alleine kann es nicht liegen, sonst wären die Zahlen ja nach dem Sommer gar nicht erst gestiegen. Oder haben sich von heute auf morgen alle Menschen abgesprochen, sich nicht mehr zu testen? Natürlich haben wir eine enorm hohe Dunkelziffer, aber die dürfen wir inzwischen auch haben. Genau das wollen wir im Prinzip ja auch, wir stehen ja nicht mehr in Phase 1 der Pandemie. Erinnern Sie sich? Flatten the curve war im Frühjahr 2020 das eigentliche Ziel, eine jegliche Vermeidung von Infektionen auf die Dauer von mehreren Jahren war weder Ziel, noch realistisch. Corona wird eben bleiben.

Birkenstock
2 Monate zuvor

Fehlende Absprache
Deutschland führt das weltweite Ranking mit 78.629 Neuinfektionen gefolgt von USA, Japan, Griechenland und Südkorea trotz enorm hoher Dunkelziffern immer noch an.

Realo
2 Monate zuvor
Antwortet  Birkenstock

… weil die Pandemie fast überall für beendet erklärt wurde.
Verrückt!