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Mehr Personal, mehr Unterstützung, mehr Demokratiebildung: Kinder und Erwachsene verlangen einen Bildungsaufbruch – mit großer Mehrheit

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BERLIN. Die Erwartungen an Schulen und Kitas in Deutschland wachsen – und zwar quer durch alle Altersgruppen. Erwachsene wie Kinder und Jugendliche wünschen sich deutlich mehr Personal, bessere Unterstützungssysteme und verbindliche Hilfen für benachteiligte Familien. Das zeigt der neue Kinderreport 2026 des Deutschen Kinderhilfswerks auf Basis einer repräsentativen forsa-Umfrage. Auffällig ist dabei: Die Zustimmung zu Demokratiebildung ist groß, bei konkreter Mitbestimmung gehen die Vorstellungen jedoch auseinander. Darin sieht der VBE ein Problem: Demokratie werde nicht gelernt, indem man nur über sie spreche.

Aufbruch. Illustration: News4teachers

Mehr Lehrkräfte, mehr Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter, mehr Unterstützung für Kinder aus belasteten Familien: Der neue Kinderreport 2026 des Deutschen Kinderhilfswerks zeichnet ein Bild eines Bildungssystems, von dem sich große Teile der Bevölkerung deutlich mehr staatliche Investitionen und umfassende Reformen erwarten. Für die repräsentative Untersuchung befragte das Meinungsforschungsinstitut forsa im Januar 2026 insgesamt 1.002 Erwachsene sowie 1.006 Kinder und Jugendliche zwischen zehn und 17 Jahren. Thema des Reports ist „chancengerechte Bildung“.

Besonders deutlich fällt die Zustimmung zu einer besseren Personalausstattung in Schulen und Kitas aus. 93 Prozent der Erwachsenen halten es laut Kinderreport für wichtig oder sehr wichtig, „für mehr zusätzliches und qualifiziertes Personal an Schulen und Kitas zu sorgen, um pädagogische Fachkräfte von organisatorischen Aufgaben zu entlasten“. Auch bei Kindern und Jugendlichen zeigt sich dieser Wunsch deutlich. 69 Prozent finden, dass es in Schulen „mehr Erwachsene geben sollte, die helfen, damit Lehrkräfte mehr Zeit für den Unterricht haben“.

Die Forderung nach zusätzlichen Unterstützungssystemen zieht sich durch die gesamte Befragung. 87 Prozent der Erwachsenen sprechen sich für flächendeckende Schulsozialarbeit und psychosoziale Beratung aus. Bei den Kindern und Jugendlichen halten 81 Prozent mehr Ansprechpersonen in der Schule – etwa in der Schulsozialarbeit – für wichtig, um sozial benachteiligte Kinder besser zu unterstützen.

Noch höher fällt die Zustimmung zu verbindlichen Lern- und Sprachförderangeboten aus. 94 Prozent der Erwachsenen und 88 Prozent der Kinder und Jugendlichen halten solche Angebote für wichtig oder sehr wichtig.

Große Mehrheiten sprechen sich außerdem für strukturelle Reformen aus. 91 Prozent der Erwachsenen wünschen sich bundesweit einheitliche Bildungsstandards und -bedingungen. 90 Prozent befürworten eine kostenfreie Bildung von der Kita bis zur Schule einschließlich Lernmaterialien. Unter Kindern und Jugendlichen stehen kostenlose Bildungsangebote sogar an erster Stelle. 88 Prozent finden, dass Kitas, Schulen und Schulmaterialien kostenfrei sein sollten. 87 Prozent wünschen sich vergleichbare Regeln und Chancen für alle Schulen in Deutschland.

„Der Ganztag bietet die Möglichkeit, Bildungsungleichheiten abzubauen – wenn Qualität verbindlich gesichert ist“

Der Kinderreport verweist dabei ausdrücklich auf die soziale Dimension von Bildungspolitik. Das Deutsche Kinderhilfswerk betont, dass Bildungschancen in Deutschland weiterhin stark von Herkunft, Wohnort oder sozialer Lage abhingen. Fachkräftemangel, unzureichende Investitionen und fehlende Beteiligungsmöglichkeiten gefährdeten die Umsetzung des Rechts auf Bildung.

Entsprechend weitreichend fallen die politischen Forderungen des Deutschen Kinderhilfswerks aus. Die Organisation verbindet die Ergebnisse der Umfrage ausdrücklich mit dem Anspruch, Bildung als einklagbares Kinderrecht zu verstehen. In dem Bericht heißt es: „Chancengerechte Bildung ist aber kein freiwilliges Ziel politischer Entscheidungsträger*innen, sondern vielmehr eine staatliche Pflicht.“

Im Mittelpunkt der Empfehlungen steht zunächst der massive Ausbau des Personalsystems in Kitas und Schulen. Für den frühkindlichen Bereich fordert das Kinderhilfswerk deutlich höhere Investitionen in die Kindertagesbetreuung. Verlangt wird „ein bundesweites Ausbauprogramm zur Schaffung von mindestens 400.000 fehlenden Kita-Plätzen für alle Altersgruppen“. Besonders berücksichtigt werden sollten Regionen mit hoher sozialer Belastung oder erhöhtem Sprachförderbedarf. Außerdem fordert die Organisation „einen gemeinsamen Bund-Länder-Investitionsfonds für Neubau, Sanierung und Betrieb von Kindertageseinrichtungen“.

Eng damit verknüpft ist die Forderung nach einer besseren Personalausstattung in den Kitas. Das Kinderhilfswerk verlangt „eine Fachkräfteoffensive zum Schließen der Bedarfslücke von mindestens 125.000 fehlenden Stellen“. Zudem spricht sich die Organisation für „eine bundesweit kostenfreie Ausbildung und angemessene Vergütung für Fachkräfte sowie den Ausbau von Studien- und Fachschulkapazitäten“ aus.

Verbunden wird das mit Forderungen nach bundesweit verbindlichen Qualitätsstandards. Die Unterschiede zwischen den Ländern führten zu ungleichen Bildungschancen, heißt es im Bericht. Deshalb setzt sich das Kinderhilfswerk für „bundesweit verbindliche Mindeststandards für den Fachkraft-Kind-Schlüssel“ ein.

Für Schulen skizziert der Bericht ebenfalls ein umfassendes Reformprogramm. Gefordert wird „ein dauerhaftes Bund-Länder-Investitionsprogramm auf Basis eines Sondervermögens für Schulbau, Ausstattung und Personal“. Gleichzeitig spricht sich das Kinderhilfswerk für „den Aufbau multiprofessioneller Teams mit unterschiedlichen Funktionsbereichen von Schule“ aus, um pädagogische und organisatorische Aufgaben besser verteilen zu können.

Besondere Bedeutung misst die Organisation sozialpädagogischen und psychologischen Unterstützungsstrukturen bei. Gefordert werden „flächendeckende Hilfesysteme für Kinder und Jugendliche in der Schule, inkl. Ausbau und Absicherung sozialpädagogischer und schulpsychologischer Dienste“. Außerdem sollen Förderprogramme zur Sprachförderung und zum Erwerb von Basiskompetenzen dauerhaft gesetzlich abgesichert werden.

Auch der Ganztag wird im Bericht ausdrücklich als Instrument gegen Bildungsungleichheit beschrieben. „Der Ganztag bietet die Möglichkeit, Bildungsungleichheiten abzubauen – wenn Qualität verbindlich gesichert ist“, heißt es dort. Gefordert werden deshalb verbindliche Qualitätsstandards, Mindeststandards für Personal und Räume sowie eine stärkere Orientierung an den Interessen der Kinder.

Das Kinderhilfswerk beschreibt Demokratiebildung und Mitbestimmung nicht als Zusatzaufgabe, sondern als elementaren Bestandteil chancengerechter Bildung. Unter der Überschrift „Demokratiebildung und Mitbestimmung verbindlich absichern“ fordert die Organisation „die verbindliche Etablierung von bundesweiten Beteiligungsstandards in allen Bildungsinstitutionen mit demokratischen Strukturen als Kern schulischer Bildung“. Außerdem solle die Mitbestimmung von Kindern rechtlich abgesichert werden, etwa „über Schulkonferenzen“.

Darüber hinaus verlangt das Kinderhilfswerk „unabhängige, landesweite abgesicherte Beschwerdesysteme im Schulalltag“ sowie eine Verankerung altersgerechter Demokratiebildung „ab der 1. Klasse“. Der Bericht verbindet diese Forderungen ausdrücklich mit gesellschaftspolitischen Entwicklungen. Demokratiebildung solle Kinder und Jugendliche auch gegen digitale Risiken wie Desinformation, Hatespeech oder Mobbing stärken. Gefordert wird deshalb eine „Rahmengesetzgebung zur Förderung von digitaler Resilienz und Schutz vor Online-Risiken“.

Auffällig ist allerdings ein Widerspruch bei der Frage demokratischer Beteiligung. Zwar halten 88 Prozent der befragten Erwachsenen Demokratiebildung in Schulen für (sehr) wichtig. Wenn es jedoch um konkrete Mitbestimmungsrechte geht, sinkt die Zustimmung deutlich. Nur 67 Prozent der Erwachsenen befürworten verbindliche Mitbestimmungsmöglichkeiten für Schülerinnen und Schüler im Schulalltag.

Bei Kindern und Jugendlichen fällt die Zustimmung erheblich höher aus. 94 Prozent finden es wichtig, in der Schule zu lernen, wie Demokratie funktioniert und wie man fair miteinander umgeht. 88 Prozent wollen zudem, dass Schülerinnen und Schüler bei Regeln oder Projekten regelmäßig mitentscheiden können.

Noch geringer ist die Zustimmung zur Mitbestimmung in Kitas. Nur 40 Prozent der Erwachsenen und 41 Prozent der Kinder und Jugendlichen halten mehr Beteiligungsmöglichkeiten für Kinder in Kindertageseinrichtungen für wichtig.

„Wer möchte, dass junge Menschen Verantwortung übernehmen und demokratische Werte verinnerlichen, muss ihnen auch die Möglichkeit geben, Entscheidungen mitzugestalten“

Der Verband Bildung und Erziehung (VBE) sieht darin ein grundsätzliches Problem im Verständnis von Demokratiebildung. „Der Report zeigt ein bemerkenswertes Paradox: Demokratiebildung findet breite Zustimmung, echte Partizipation wird aber als (weniger oder gar) nicht wichtig angesehen“, erklärt VBE-Bundesvorsitzender Tomi Neckov. „Dabei gilt: Demokratie wird nicht gelernt, indem man nur über Prozesse spricht, sondern indem man sie praktiziert. Wer möchte, dass junge Menschen Verantwortung übernehmen und demokratische Werte verinnerlichen, muss ihnen auch die Möglichkeit geben, Entscheidungen mitzugestalten.“

Auch die geringe Zustimmung zu Beteiligungsrechten in Kitas bewertet Neckov kritisch. „Wir können gar nicht früh genug damit beginnen, Kindern eine Stimme zu geben. Überschaubare Fragen können schon die Kleinsten beantworten. Wir müssen Kindern und Jugendlichen zutrauen, Entscheidungen für sich zu treffen, für sich einzustehen und so zu lernen, die Konsequenzen zu tragen. Damit unterstützen wir sie auf ihrem Weg zu resilienten Persönlichkeiten“, sagt der VBE-Bundesvorsitzende. News4teachers 

Mehr Stress, mehr Druck, wenig Mitbestimmung: Warum sich die psychische Lage von Schülern wieder verschlechtert

 

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364 Kommentare
Susanne M.
17 Tage zuvor

Wenn Deutschland mehrheitlich für mehr Investitionen in Bildung und mehr Hilfe für arme Familien ist – weshalb wählen die Wahlberechtigten dann nicht entsprechend?

Fräulein Rottenmeier
17 Tage zuvor
Antwortet  Susanne M.

Und wen genau sollten sie wählen? In NRW haben wir nun viele Farben durch und vor der Wahl gab es da auch Aussagen zur Bildungspolitik. Nach der Wahl schafften es viele Aussagen leider nicht mehr ins Papier hinein oder wurden nicht umgesetzt….tja….

dickebank
17 Tage zuvor

NRW ist eben bunt – von Behler, über Sommer, Löhrmann, Gebauer bis Feller habe ich die Palette durch und hoffe der Sums kriegt keinen Blaustich.

Hans Malz
17 Tage zuvor
Antwortet  dickebank

Ne, das reicht an Farben. Ich brauche keine blauen Experiemente.
Vielleicht mal ein paar Jahre gar keine Schulministerin?

dickebank
17 Tage zuvor
Antwortet  Hans Malz

Die Völklinger Straße ist doch weit weg, ich hätte da inkl. Soest sechs Adressen, die mehr nerven. Und die sind in D, K, MS, DT und im HSK. Eingeweihte wissen was gemeint ist.

Unfassbar
17 Tage zuvor
Antwortet  dickebank

Ich dachte Arnsberg statt Dortmund …

dickebank
16 Tage zuvor
Antwortet  Unfassbar

Arnsberg 2 liegt im HSK.
DO habe ich doch gar nicht erwähnt, nur um zu verhindern, dass die weiß-blauen in Herne-West einen Herzkasper kriegen.
Für Eingeweihte: Arnsberg 1 ist übrigens Neheim-Huesten.

Ulla
16 Tage zuvor
Antwortet  dickebank

Der Sums hatte schonmal einen Braunstich. Ist ziemlich daneben gegangen.
Sie haben das Wahlprogramm der Blauen in Sachsen-Anhalt gelesen, vor allem den Teil, in dem es um Bildung geht…?

dickebank
16 Tage zuvor
Antwortet  Ulla

Nee, ich habe ST vor rund 28 Jahren den Rücken gekehrt.

ed840
17 Tage zuvor
Antwortet  Susanne M.

Kennen Sie denn eine Partei, die sowas verspricht, und der man auch zutrauen würde solche Verprechen tatsächlich umzusetzen, wenn man nach der Wahl als Regierungspartei von der Wirklichkeit umzingelt wird?

Susanne M.
15 Tage zuvor
Antwortet  ed840

Nein. Aber wenn die Umfrage so stimmt, dann wären Eltern, Schüler, Lehrer und Erzieher doch schon gemeinsam auf der Straße. Und dann würden es einige Parteien auch wichtig genug empfinden, um es oben in ihr Wahlprogramm zu schreiben.

ed840
15 Tage zuvor
Antwortet  Susanne M.

um es oben in ihr Wahlprogramm zu schreiben.

Was in Wahlprogrammen oder Koalitionsverträgen steht , nützt wenig, wenn die Umsetzung „nicht für dringlich“ erachtet wird.

Rainer Zufall
15 Tage zuvor
Antwortet  ed840

Kein Argument dagegen, für diese Dinge auf die Straße zu gehen

ed840
14 Tage zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Wenn Sie der Meinung sind, es würde schon ausreichen, dass vor der Wahl bestimmte Dinge versprochen werden, kann ich das natürlich tolerieren.

Susanne M.
14 Tage zuvor
Antwortet  ed840

Wie wollen Sie demokratisch erreichen, dass eine Partei ihr Wahlversprechen auch einhält?
Es gibt doch nur: Nicht wieder wählen! Und dann: Wen wählen?
Ich denke, dass Priorität nur erreicht wird, wenn Politiker merken: An diesem Thema kommen wir nicht vorbei, wenn wir unsere Wähler behalten wollen.

ed840
13 Tage zuvor
Antwortet  Susanne M.

An diesem Thema kommen wir nicht vorbei, wenn wir unsere Wähler behalten wollen.“

Deshalb bringt es m.M. nichts blind immer wieder die gleiche Partei zu wählen, wenn die regelmäßig nur verspricht, aber nicht liefert.

Und dann: Wen wählen?“

Bei uns im BL gibt es Parteien, die zwar nicht im Landtag sind, aber politisch schon mehr bewegt haben als Oppositionsparteien, die häufig ne freche Lippe riskieren, aber deren Parteikolleg*innen dort wo sie regieren das Gegenteil von dem tun was bei uns im BL gefordert wird.

Aber ich werde hier niemand vorschlagen wie oder wen er wählen soll.

Rainer Zufall
13 Tage zuvor
Antwortet  ed840

Welche Partei meinen Sie und was taten dir konkret, was sie von den Versprechungen der anderen Parteien unterscheiden?
Bin gespannt, was die in Ihrem BL vorantrieben, immerhin betonen Sie ja regelmäßig die guten Leistungen Bayerns bei PISA, da nahm ich Zufriedenheit Ihrerseits an – offenbar ist dem nicht so…

ed840
13 Tage zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Welche Partei meinen Sie und was taten dir konkret, „

Wer angibt in BW zu unterrichten, sollte das m.M. eigentlich wissen.

Ist noch nicht lange her, dass nach einem erfolgreichen Projekt in Bayern sich auch in „The Länd“ Nachahmer fanden, die genug Druck aufbauen konnten um die dortige Landesregierung zum Handeln zu zwingen.

Rainer Zufall
12 Tage zuvor
Antwortet  ed840

„“Welche Partei meinen Sie und was taten dir konkret, “
Wer angibt in BW zu unterrichten, sollte das m.M. eigentlich wissen.“
Die Bayern lassen sich von einer Landespartei aus BW beeinflussen, die es nichtmal über die 5%-Hürde bei Ihnen schafft? Was für eine Gurkentruppe! 😀
Doch bestimmt erstaunen Sie uns alle mit den Namen der „Parteien, die zwar nicht im Landtag sind, aber politisch schon mehr bewegt haben als Oppositionsparteien“ (augenroll)

„Aber ich werde hier niemand vorschlagen wie oder wen er wählen soll.“
Sie schreiben bereits den Leuten unaufgefordert, wen sie NICHT wählen sollen.

Sie können keine einzige Partei diesbezüglich benennen, Sie haben kein einziges Beispiel für deren Einfluss. Da Sie von Ihrem – von Ihnen selbst ins Spiel gebrachten – BL reflexhaft ausweichen, was soll da bleiben außer blanker Agitation gegen die Parteien IN Ihrem Landtag?

ed840
11 Tage zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Sie können keine einzige Partei diesbezüglich benennen,“

Klar könnte ich das.

Wenn Sie meinen obigen Beitrag gelesen hätten, müssten Sie eigentlich auch wissen, wer gemeint ist, da es im Nachgang dann auch für die Gesetzgebung in BW Konsequenzen hatte.

Ist allerdings schon 6 Jahre her. Würde mich also nicht wundern, wenn Sie es längst vergessen hätten.

Rainer Zufall
11 Tage zuvor
Antwortet  ed840

„Klar könnte ich das.“
Dann hauen Sie raus! 😀

Das Forum leiht Ihnen das Gehör, Sie sind anonym unterwegs, bitte erleuchten Sie mich, auf welche Parteien Sie sich beziehen 🙂

ed840
11 Tage zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Sind Sie trotz all der Hinweise wirklich nicht in der Lage selber auf die außerparlamentarische Partei zu kommen, die schon mehrfach in Bayern politische Erfolge erzielt hat und deren letzte erfolgreiche Aktion dann auch in „The Länd“ Nachahmer fand, was im Jahr 2020 dann in BW zum BioDivStG geführt hat?

Rainer Zufall
10 Tage zuvor
Antwortet  ed840

Wenn Sie sich nicht die Mühe machen, warum sollte ich?
Das mit den Behauptungen belegen ist nicht ganz Ihres (?)

Rainer Zufall
14 Tage zuvor
Antwortet  ed840

Schrieb ich nicht, das ist nur Ihre Meinung bezüglich politischer Forderungen.
Haben Sie Susanne noch etwas Konstruktives zu schreiben, außer dass Sie kein Vertrauen in die Umsetzung haben?

Silke
17 Tage zuvor

wir brauchen mehr Geld für Bildung, für Familien mit Elterngeld und Schutz.
Wir brauchen super Arbeitsbedingungen für Lehrer an 4 Tagen mit geringeren Deputaten und Korrekturtagen oder Heimarbeitstagen. Die sollen auch besser verdienen und mehr Urlaub haben.

Thomas
17 Tage zuvor
Antwortet  Silke

Na wir brauchen vor allem Entlastung, eine geregelte 4 Tage Woche wie in der Wirtschaft und die Reduzierung auf die 35 Std. Woche, also Deputat so 18 roundabout.
Die Löhne stagnieren, wir erleben im Lehramt einen Reallohnverlust seinesgleichen.
Wer wird dann noch Lehrer? Gen Z bestimmt nicht mehr, die wissen längst Bescheid, wo der Hase besser hoppelt. Apropos Hase. Hasi, z.B., der aus Ostwestfalen ist doch ein Beispiel dafür. Wie geht‘s ihm eigentlich?

Ariell das Bebt
17 Tage zuvor
Antwortet  Thomas

Oh aber sofort bitteschön
Ich sehe auch nicht ein, warum die Homeoffice und 35 Stunden haben und wir nicht. Wurde nie was geändert in der Schule und das ist Mist.

Peter LOL
16 Tage zuvor
Antwortet  Thomas

Hasi vergnügt sich auf der Blumenterrasse mit Tanyas Frau und ist ansonsten froh, dass er seine Ruhe vor dem ewig gleichen Geseiere von Petra hat, weil die tagsüber in der Schule ist.

Rüdiger Vehrenkamp
17 Tage zuvor

Was genau wollen Schüler in Schulen denn mitbestimmen? Wir leben in Deutschland nicht in einer direkten Demokratie, sondern in einer parlamentarischen, wo gewählte Vertreter die Entscheidungen treffen. Genau das passiert auf schulischer Ebene eben auch. Dort gibt es die SMV und Schüler sind Mitglieder der Schulkonferenz.

Verglichen zu meiner Schulzeit in den 90er Jahren hat sich schon sehr viel getan in Sachen Mitbestimmung. Die Schulsozialarbeit wird seitdem ebenfalls immer mehr ausgebaut, was ich natürlich begrüße, aber wirklich verbessert hat sich dadurch offenbar nichts. Im Gegenteil, das Wehklagen wird immer lauter, die Forderungskataloge werden immer länger.

Die wichtigste Komponente wird in den Forderungen übrigens gar nicht genannt: Der Faktor „Schüler“. Man hat das Gefühl, die Schule soll bitte alle Probleme der Schüler lösen und das am besten ohne dass sie selbst was dafür tun zu müssen. Jeder einzelne Schüler muss sich doch fragen, ob er wirkliche Partizipation in der Schule möchte und ob er BEREIT dafür ist, entsprechend Zeit zu opfern und Engagement zu zeigen. „Entscheidungen mitgestalten“ will jeder, solange er keinen Finger dafür krumm machen muss. Natürlich hab ich Bock aufs nächste Vereinsfest, es organisieren und helfen sollen aber bitte andere.

Ich sehe im Alltag, mit wie viel „Begeisterung“ die Jugendlichen rangehen, wenn was von ihnen verlangt wird – selbst etwas scheinbar Simples, wie das Handy während unserer Hausbesuche aus der Hand zu legen oder für einen angekündigten Vokabeltest zu lernen scheint für manchen einen psychologischen Downfall darzustellen.

Und zum Thema „kostenfreie Schulmaterialien“ sei gesagt, dass häufig Dinge einen persönlichen Wert erhalten, wenn ich sie mir erarbeitet habe. Ich finde, ehe Eltern das Geld in Netflix, die nächste Packung Kippen oder das neueste Handy stecken, sollten sie ihr Kind anständig ausstatten. Dies sollte eine Selbstverständlichkeit sein. Sozial schwache Familien bekommen dafür sogar Zuschüsse (obgleich das Geld nach dem Schulanfang dann häufig doch woanders landet). Wenn ich sehe, wie einige Schüler bereits jetzt mit Materialien umgehen, dann wird dem Schlendrian Tür und Tor geöffnet. Stift vergessen? Block verschlampt? Heft nicht mehr auffindbar? Schere beim Rumalbern kaputt gemacht? Kein Problem, einfach bedienen. Ist ja kostenlos…

ed840
17 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

eine unterdurchschnittliche Finanzierung der Schulen im europäischen Vergleich, „

Das hängt allerdings davon ab, bei welchen Bundesländern man diese Kennzahl mit europäischen Ländern vergleicht.

ed840
17 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Auch dafür hätten wir dann gerne eine Quelle

Quelle 1 = Statistisches Bundesamt. Tabelle der jährlichen Bildungsausgaben pro Schüler*in in €

Quelle2 : Bildungsmonitor 2025 , Liste „relative Bildungsausgaben für allgemeinbildenden Schulen“

Rüdiger Vehrenkamp
17 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Investitionsstau hin oder her – im Länderranking steht das bayerische Schulsystem, ohne Bildungsexperimente, seit Jahren an der Spitze.

Lera
17 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Schon, aber warum soll der Einäugige auch noch blind werden?

Rainer Zufall
12 Tage zuvor
Antwortet  Lera

Weil er sich mit seinen PISA-Ergebnissen tröstet, nichts verbessern zu müssen?

ed840
17 Tage zuvor

Kann man kaum widerspreche, wenn man z.B. bei IQB die Ergebnisse der SuS aus der unteren und oberen Schicht und der SuS mit und ohne Migrationshintergrund mit dem Bundeschnitt vergleicht oder die Quote Schulabgänger ohne mind. ESA, junge Menschen ohne SEK-II-Abschluss usw.

Allerdings liegt Bayern bei der Übertrittsquote auf ein allgemeinbildendes Gymnasium an letzter Stelle und das ist für manche Experten das einzige Kriterium, das wirklich zählt.

RSDWeng
17 Tage zuvor

Es gab in Bayern schon Experimente, zum Beispiel das achtstufige Gymnasium, das dann wieder neunstufig wurde. Das G 8 wurde von Stoiber völlig überstürzt eingeführt und war allein aus diesem Grund zum Scheitern verurteilt.
Im Großen und Ganzen stimme ich Ihnen jedoch zu.

Rainer Zufall
16 Tage zuvor

Wie gut könnte es mit Reformwillen dastehen?

ed840
15 Tage zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Schwer zu sagen.

Es gibt allerdings Leute, die meinen man müsse in BY einfach die Maßnahmen von Bundesländern kopieren, die seit 2013 bei Schulqualität und Bildungsarmut doppelt bis dreimal so stark abgesackt sind, dann würde es auf jeden Fall noch besser.

Rainer Zufall
15 Tage zuvor
Antwortet  ed840

Sie kennen also keinen konkreten Grund oder Quellen dagegen. Dann sprechen Sie sich doch mal zur Abwechslung für Reformen aus oder bspw. dafür, dass andere BL weniger Bildungsarmut haben sollten – vielleicht sind Sie da einer Sache auf der Spur….

Oder kommt da noch eine Quelle, auf die Sie die Meinung der „Leute“ stützen? 😉

Meiomei
15 Tage zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Sagt das ihre Zauberkugel, mit der sie in die Zukunft blicken können?

Rainer Zufall
15 Tage zuvor
Antwortet  Meiomei

Ist nicht meine, sondern die des bayrischen Bildungsministeriums.

https://www.km.bayern.de/ministerium/bildungspolitische-schwerpunktthemen/pisa-offensive-bayern

https://www.gemeindezeitung.de/politik-gesellschaft/land-bund-europa-verbaende/bayerischer-ministerrat-neue-regeln-fuer-schulen-und-kitas/

https://www.bjr.de/ueber-uns/gremien/beschluesse/wirksame-demokratiefoerderung-jetzt-ausweitung-von-demokratie-leben-und-demokratiefoerdergesetz-endlich-beschliessen

Was ist da bloß los? Wissen die nicht, dass alles gut läuft, solange man selektiv auf andere (Bundes-)Länder herabblickt??
Haben die denn kein Gespür dafür, was das für ein Licht auf Foristen wirft, die bei jeder Gelegenheit betonen, nichts verbessern zu wollen? 😛

ed840
14 Tage zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Wenn Sie unbedingt glauben wollen, dass es bei den oben verlinkten Maßnahmen um die Anpassung der Grundschuldauer und der Übertrittsregelungen nach der GS an Schulsysteme wie BE oder BB gehen würde, dann sei Ihnen das unbenommen.

Rainer Zufall
12 Tage zuvor
Antwortet  ed840

Den Weg schlagen die Parteien vor, nicht ich.
Das Pronlem scheint die Politik auf dem Schirm zu haben, anstatt sich mit PISA-Vergleichen zu begnügen und bei Nachfrage auf andere BL zu verweisen, wie Sie es tun.

Aber ich warte noch, welche Partei aus BW bei Ihnen in Bayern mehr angestoßen haben soll, als die dortige Parteien, wie Sie es schrieben 🙂

Rüdiger Vehrenkamp
15 Tage zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

…oder wie schlecht. Baden-Württemberg sollte als abschreckendes Beispiel dienen.

Rainer Zufall
15 Tage zuvor

Uns geht es inzwischen besser.
Danke um Ihre aufrichtige Sorge, wir bleiben dran, jicht in der Verganenheit 😉

ed840
14 Tage zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Wenn Sie die Entwicklung der Kriterien Schulqualität und Bildungsarmut in „The Länd“ beim Bildungsmonitor ignorieren wollen, ist das Ihr gutes recht.

Rainer Zufall
12 Tage zuvor
Antwortet  ed840

Ich hörte jüngst von Ihnen, Parteien aus BaWü würden Strahlkraft über das eigene BL hinaus nach Bayern haben 😀

Wenn Sie bestehenden und sogar seitens der Landespokitik eingeräumten Handlungsbedarf ignorieren und wissenschaftliche Erkenntnisse damit auszugleichen glauben können, dass die PISA-Ergebnisse woanders schlechter sind, ist auch dies Ihr gutes recht und erschreckend unprofessionell 🙁

ed840
11 Tage zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Ich hörte jüngst von Ihnen, Parteien aus BaWü würden Strahlkraft über das eigene BL hinaus nach Bayern haben

Mag sein, dass Sie sich das einbilden, aber das ist dann nicht meine Schuld.

Rainer Zufall
11 Tage zuvor
Antwortet  ed840

Welche Partei meinten Sie dann mit:
„Bei uns im BL gibt es Parteien, die zwar nicht im Landtag sind, aber politisch schon mehr bewegt haben als Oppositionsparteien, die häufig ne freche Lippe riskieren, aber deren Parteikolleg*innen dort wo sie regieren das Gegenteil von dem tun was bei uns im BL gefordert wird?“
Wenn ich eines von Ihnen weiß, dann das Sie konkrete Quellen anführen, anstatt schwammigen Müll in den Raum zu werden und bei der ersten Nachfrage zurückrudern zu müssen 😉

ed840
11 Tage zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Wenn ich eines von Ihnen weiß, dann das Sie konkrete Quellen anführen,“

Volle Zustimmung.

Ich behaupte hier niemals Dinge, für die ich bei Bedarf keine konkreten Quellen nennen könnte.

Hier wäre diese Partei zu finden:

https://www.landtagswahl2023.bayern.de/ergebnis_tabelle_990.html#anker

Rainer Zufall
10 Tage zuvor
Antwortet  ed840

Das ist keine konkrete Quelle, da Sie nicht die Partei nennen.
Wie haben Ihre Hausarbeiten damals ausgesehen? Jemand schrieb dazu etwas aber ich sage nicht, was, und die Quelle ist in einem Buch zu finden? 😀

Wenn Sie sich dermaßen schämen oder der Name der Partei zu lang ist, schreiben Sie einfach „Reden wir über etwas anderes“ und ich weiß bescheid 😉

ed840
17 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Ich hätte jetzt verglichen wie weit die Bundesländer in Prozent über oder unter dem Bundeschnitt liegen und das dann auf den Bundesschnitt beim OECD-Vergleich hochgerechnet, aber exakte Wissenschaft wäre das natürlich nicht.

Sie haben völlig recht.

Die Situation in einem Bundesland wird nicht besser, wenn man weniger schlecht ist als der Rest.

Rüdiger Vehrenkamp
17 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Oh ja, viele dieser Dinge sehe ich durchaus auch und bin dennoch der Meinung, dass es Geld nicht alleine löst, wenn es an Eigenverantwortung oder einem mangelnden Respekt vor Bildung fehlt. Ich beschimpfe niemanden, ich stelle aufgrund meiner alltäglichen Beobachtungen fest, dass vorhandene Unterstützungssysteme nur dann greifen, wenn die Familien diese Unterstützung annehmen, sich an Absprachen halten und für Veränderungen bereit sind. Es hapert nicht nur an mangelnder Finanzierung und Personal, sondern leider auch an der eigenen Mitwirkung der Betroffenen.

Ich arbeite übrigens bei einem freien Träger, bin also kein Staatsbediensteter.

Rüdiger Vehrenkamp
17 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

So? Ich rede von Kindern, Jugendlichen, jungen Erwachsenen und den Elternhäusern, die Bildung als etwas Lapidares hinnehmen, wofür man sich nicht anstrengen muss und dass man gerne mal schleifen lassen kann. Weltweit gibt es sehr viele junge Menschen, die die Wichtigkeit von Bildung erkennen und in anderen Ländern sehr gerne zur Schule gehen würden, es aber nicht können oder dürfen. Hierzulande liest man immer nur, wie schlecht alles ist, da verwundert die Einstellung zu Schule und Bildung kaum.

Man darf Kindern schon früh die Wichtigkeit von Bildung vermitteln. Davon abgesehen finde ich es paradox, auf der einen Seite Mitbestimmung und somit Verantwortung und Respekt für andere schon ab der 1. Klasse fordern zu wollen, gleichzeitig aber die Eigenverantwortung rauszunehmen.

Rüdiger Vehrenkamp
17 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

In welchen Gebäuden steckten Schulen denn in der Nachkriegszeit? Das Thema „marode Schulgebäude“ ist so alt, wie Schule selbst und löst dennoch nicht das Problem immer bildungsfernerer Familien. Sie machen hier Nebenschauplätze auf, um nicht die Rezipienten von Bildung in Verantwortung nehmen zu müssen und werfen mir Oberflächlickeit vor. Dazu passt, dass nach Ihrem Weltbild jeder Sozialarbeiter dieselbe Meinung vertreten müsse.

Mit 15 Jahren im Beruf bin ich Realist geworden. Mit gutem Zureden, fehlenden Konsequenzen und mangelndem Eigeninteresse zur Veränderung bewirken Sie nun einmal nichts. Ein Therapeut kann auch nur dann helfen, wenn der Patient die Dinge annimmt. Sonst findet außer gut gemeinten Gesprächen (und Hoffen von außen) nicht viel statt.

Die Aussage, „Kindern vermittele niemand den Wert von Bildung“, untergräbt die Leistung Tausender Lehrkräfte, die genau das täglich versuchen und das in vielen Fällen auch schaffen. Aber dann gibt es eben die Komplettverweigerer, die dann, wie von Ihnen korrekt vorhergesagt, eine andere Eigenverantwortung entwickeln, dies aber aufgrund mangelnder Konsequenz und Strenge auch können.

Rüdiger Vehrenkamp
17 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Das unterschreibe ich Ihnen doch alles. Natürlich ist genau das unsere Aufgabe und entspricht sogar meiner Auffassung. Das schließt aber nicht aus, dass es ohne Mitwirkung der Jugendlichen nun einmal nicht geht. Und manchmal tut diese Mitwirkung weh, da man grundlegende Dinge in seinem Leben verändern muss. Soziale Arbeit bedeutet nicht, den Jugendlichen alles mundgerecht zu servieren und darauf zu hoffen, dass es anders wird. Soziale Arbeit bedeutet, unangenehme Dinge anzusprechen, ins Problem reinzugehen, Konsequenzen aufzuzeigen und manchmal auch durchzusetzen. Wir untersützen den Weg, aber wir gehen ihn nicht für die Kinder. Das müssen sie schon selbst tun und den Willen zur Veränderung mitbringen. Ich kann niemanden von außen ändern, der es partout nicht will.

Rüdiger Vehrenkamp
17 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Wir widersprechen uns doch überhaupt nicht. Natürlich sieht so die Unterstützung von außen aus. Aber die funktioniert am Ende nur mit Konsequenz und klaren Ansagen. Solche Systemsprenger lachen über „weiche“ Pädagogik, die absolut bedürfnisorientiert keine Grenzen aufzeigt und ausschließlich vom Kind aus denkt. Man muss auch von der Gesellschaft aus denken und einen gewissen Grad der Anpassung verlangen. Im Diskurs geht diese Komponente nur immer mehr verloren und führt am Ende zu einem noch kaputteren System. Genau das bemängele ich ja und findet sich in aktuellen Bildungsdiskussionen wieder.

Rüdiger Vehrenkamp
16 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Aus dem Grund arbeiten Sie in einer Redaktion und ich bei den Familien draußen. Das Etikett „faul“ vergebe ich weder leichtsinnig, noch inflationär. Doch mit den Jugendlichen ist es wie mit Pferden – die springen auch nur so hoch, wie sie wirklich müssen.

Rüdiger Vehrenkamp
16 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Sie machen hier aber gerade eine ganz andere Baustelle auf. Ich spreche nicht von hoch gefährdeten Jugendlichen mit akut psychischen Problemen – Gott sei Dank sind das eher wenige. Diese besonders schweren Fälle machen bei uns pro Jahr etwa 10-15% aus. Bei den anderen wiegen die Probleme weitaus weniger und wären durch einige Anpassungen in Alltag und Einstellung zu händeln.

Aber gerne bestätige ich Ihnen hier, dass ich mit meinen Einlassungen NICHT von stark gefährdeten Kindern spreche, die traumatische Erlebnisse hinter sich haben. Da muss man selbstverständlich ganz anders ansetzen.

Rüdiger Vehrenkamp
16 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Naja, das „wissen“ wir, weil wir vor Ort mit den Kindern und ihren Familien arbeiten und Anamnesen machen. Wie ich oben sagte, das IST meine tägliche Arbeit. Sie zitieren hier Statistiken, ich bin bei den Menschen VOR ORT.

Sie möchten jeden faulen Schüler pathologisieren. Manchmal sind es aber in der Tat die einfachen Erklärungsansätze. Nicht hinter jedem auffälligen, nervenden, unmotivierten, faulen Kind stecken tiefe Traumata, auch wenn Sie dies gerne suggerieren möchten.

Lera
15 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Ich kenne sogar Leute, die es richtig geil finden, dumm, faul und asozial zu sein. Die haben gar keinen Leidensdruck und wollen keine „Hilfe“. Hilfe bedeutet für sie nämlich: Anstrengung. Leider haben einige dieser Leute auch Kinder, die dann in dieser toxischen Umwelt aufwachsen müssen. Natürlich schreit das nach Eingriff, aber wie soll es gehen, wenn die Eltern nun mal gerne dumm, faul und asozial bleiben wollen? Das kann man ihnen letztlich nicht verbieten. Last Exit wäre die Inobhutnahme. Davor schreckt man dann aber so lange zurück, bis sämtliche Kinder in sämtliche Brunnen gefallen sind.

Und jetzt mal Hand aufs Herz: Sind Sie nicht auch schon mal einem Proleten begegnet? So einem fettigen Typen in Badelatschen, dessen behaarte Wampe vor dem Eingang des Supermarkts das Tageslicht sucht, während er neben dem Mülleimer eine gestopfte Filterkippe (meist Pall Mall) raucht und sein Sohn Sohn so laut wie erfolglos versucht, für ein paar Sekunden seine Aufmersamkeit zu bekommen? Noch nie gesehen? Dann leben Sie in einer wirklich glücklichen Welt.

Mika BB
15 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Ich sag mal so: Wenn es für einen Tierarzt aussieht wie ne Kuh, Geräusche macht wie ne Kuh und sich benimmt wie ne Kuh, ist es in der Regel auch ne Kuh. Die wenigen Fälle, wo es keine Kuh ist – die sind gesondert zu behandeln, klar. Aber sonst?

Mika BB
15 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Bei der Diagnose waren wir ja noch gar nicht… Und ja, wenn sich bei der Untersuchung rausstellt, dass es doch keine Kuh ist, muss man anders handeln, als wenn’s sich um ne gewöhnliche Kuh handelt. Um Extremfälle ging es Vehrenkamp nicht.

Rüdiger Vehrenkamp
15 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

„Extremfälle“ beginnen bei uns recht niedrigschwellig. Wir unterstützen beispielsweise Alleinerziehende, die von sich selbst sagen, mit ihrem Kind nicht zurechtzukommen. Dahinter stecken meist keine tiefergehenden, pathologischen Ursachen.

Rainer Zufall
15 Tage zuvor
Antwortet  Mika BB

Ihr naheliegenster Vergleich mit ihren Schüler*innen ist Vieh?

Rüdiger Vehrenkamp
15 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Das kommt ja nicht immer bei raus und ist von mir hier natürlich verkürzt dargestellt. Wie bereits erwähnt, bearbeiten wir pro Jahr etwa 10-15% an Fällen, die mit Traumata, psychischen Erkrankungen etc. zu tun haben. Beim Rest sind es andere Faktoren, die sich durch konsequente Regeln und Veränderungen im Alltag beheben und steuern lassen – aber immer unter der Voraussetzung der Mitwirkung. Wir können niemandem helfen, der sich nicht helfen lassen möchte und jede Konsultation als Last wertet.

Rüdiger Vehrenkamp
15 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

15% und 17% sind jetzt nicht so weit voneinander weg. Natürlich beziehen sich meine Angaben auf Interna aus unserem Einzugsgebiet und von unserem Träger.

Und nein, die sind nicht alle „faul“, aber wir können entweder weiter jammern oder den Kinder frühzeitig zeigen, dass sie sich mit eigenverantwortlichem Agieren aus schlechten Verhältnissen herausarbeiten können. Diese Arbeit ist ein Marathon und kein Sprint und auch nicht immer von Erfolg gekrönt. Aber Sie können entweder die komplette Gesellschaft über Jahre hinweg einmal durchtherapieren oder Sie geben Hilfe zur Selbsthilfe (was unser Ansatz ist). Und unterm Strich ist zu sagen, dass Schulen eben keine Therapiezentren sind, sondern Bildungseinrichtungen. Das wird aktuell ja sehr gerne miteinander vermengt.

Rainer Zufall
15 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

„Und woher wissen Sie, dass die vermeintlich Faulen nicht ebenfalls traumatische Erlebnisse hinter sich haben – oder psychisch erkrankt sind?“
Solche Studien sind für manche ja aus „dem Elfenbeinturm* (und widersprechen der eigenen Meinung, dass es an Faulheit gehe bzw. diese als „selbstverschuldete“ nicht die Angelegenheit von Pädagog*innen….)

Rüdiger Vehrenkamp
15 Tage zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Am Ende ist jeder für sich selbstverantwortlich. Ob Lehrkraft, Sozialarbeiter oder Psychothearpeut – keiner kann „von außen“ Wunder vollbringen. Nach einem schweren Unfall muss der Patient mit viel Anstrengung von alleine das Gehen wieder lernen. Unterstützt wird er von Ärzten, Pflegern und Physiotherapeuten. Machen muss er es jedoch selbt. Oder er bleibt liegen und bejammert seine Situation und hofft, dass die Menschen um ihn herum das für ihn erledigen. Funktionieren wird das leider nicht.

Rainer Zufall
15 Tage zuvor

„Am Ende ist jeder für sich selbstverantwortlich. Ob Lehrkraft, Sozialarbeiter oder Psychothearpeut“
Aber Kinder eben nicht.

Kinder/ Familien nicht als „faul“ abzustempeln und dies gegen Amgebote und bessere Rahmenbedingungen anzuführen, sollte für Sie ihm Rahmen Ihrer Profession kein „Wunder“ darstellen

Laie
16 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Was ist denn hier los? Sind sie nicht beide pädagogisch ausgebildet? Selbst als Laie weiß ich, dass es verschiedene Menschenbilder gibt und Experten sich nicht einig sind, ob der Mensch durch das Umfeld geprägt wird oder durch den eigenen Charakter. Ich denke beides spielt eine Rolle und demetsprechend sind auch beide Sichtweisen beteiligt: Es gibt unmotivierte Schüler die alls dafür tun um sich das Leben leicht zu machen und die auch garnicht wollen, dass ihnen geholfen wird.
Und es gibt solche, denen durch das Umfeld das Leben schwer gemacht wird und die für jede Hilfe und Tipps dankbar sind.
Ich vermute die meisten der Schüler die Kontakt zu Sozialarbeitern haben bewegen sich irgendwo im Mittelfeld dazwischen. Es ist ja auch so, dass von Geschwistern eines ein „Problemkind“ werden kann und das andere nicht, obwohl sie im selben Umfeld aufwachsen. Umgekehrt ist relativ klar, dass ein Kind, dass zuhause gut unterstützt wird schneller bessere Leistungen erbringen kann, als Eines, dass nicht unterstützt wird und dem zuhause Niemand beim Lesen lernen helfen kann etc..

Rüdiger Vehrenkamp
16 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Ich schätze mal, der Kommentator bezog sich auf das Thema Schule, denn darum geht es ja. Bei grundsätzlich unmotivierten Kindern kann in der Tat eine Depression oder eine Form von ADHS die Ursache sein. Aber wir reden von Kindern, die sehr motiviert am Handy spielen, die innerhalb weniger Tage das neueste Videospiel durchzocken, die sehr motiviert mit Freunden durch die Gegend ziehen (und Schule schwänzen), von sehr motivierten Kindern im Fußball, die aber null auf Schule geben, sich mit dem Stoff nicht auseinandersetzen wollen, die keine Bücher lesen wollen. Gründe? Fehlende Vorbilder im Elternhaus, ein Negieren von Bildung, keine Lust auf Anstrengung, Vermeidung von Dingen, die persönlich keinen Spaß machen, überbordender Smartphonekonsum mit schnellen Dopaminkicks.

Was Sie nicht möchten: Konsequenzen, Strenge, Leistung. Was Sie möchten: Pathologisierung, Diagnosen, Therapien.

Oft sind es die klaren, direkten Ansagen, kleine Veränderungen im Alltag und das Durchsetzen von Konsequenzen, die jegliche Therapien obsolet machen.

Mika BB
15 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Teilweise richtig. Natürlich gibt es keinen einzigen Menschen, der wirklich alles wirklich immer intrinsisch motiviert tut. Niemand erwartet, dass ein Kind immer intrinsich motiviert ist (wäre auch blöd – die Enttäuschung wäre vorprogrammiert). Und trotzdem gibt es nicht wenige SuS, die nicht psychisch hochbelastet sind (das weiß ich, weil ich zum einen die Kinder in der Schule erlebe und, viel wichtiger, in gutem Kontakt mit den Eltern und den SuS bin), sondern einfach keinen Bock auf Schule haben, weil Zocken/tiktok/… halt viel schneller Dopamin ausschüttet als „lernen für Mathe“. Und wenn man nach der Schule lieber am Zocken/rumhängen/tiktoken/… ist und keinen Bock aufs Nacharbeiten hat, verliert man ganz schnell den Faden. In der Folge fühlt man sich im Matheunterricht wie ich in einer Klasse „Japanisch für Fortgeschrittene“, und der Zirkel verstärkt sich. Wie soll Schule das unterbrechen? Ich habe teilweise hilflose Eltern vor mir sitzen. Das Kind hat keine Spielsucht, keine Handysucht – nichts pathologisches also, sondern lediglich einfach keinen Bock, sich für die Schule anzustrengen.
Was schlagen Sie da vor? Die Eltern dieser Kinder sind dankbar für hilfreiche Ideen!

Rüdiger Vehrenkamp
15 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Tolle Idee. Und wenn sich Eltern und Kind nicht daran halten? Genau hier liegen ja die Probleme.

Rainer Zufall
15 Tage zuvor

Muss die Schuld des Kindes sein…

Mika BB
15 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Super Ratschlag. Ist der erste, den ich gebe, und der ruft regelmäßig ein müdes und erschöpftes Lächeln hervor. Ich wünsche viel Freude beim Regeln aufstellen und vor allem Umsetzen zum Thema Mediennutzung mit unwilligen 12+ -Kindern. Klappt selbst in Familien nur schlecht, wo alle Beteiligten gut miteinander im Gespräch sind. Und den Stecker vom Router ziehen? Kein Problem, dann zockt man beim Kumpel. Stubenarrest, um das zu umgehen? Jo, kann man machen, ist dann sicher kein Garant für „okay, dann lerne ich jetzt“.

Hilfreiche Hinweise?

Mika BB
15 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Tja, also sind die Eltern gefragt, um das Kind zum schulischen Fleiße zu bewegen? Als Lehrer hab ich nun mal keinen Einfluss außerhalb der Schule (und will ihn auch nicht haben müssen).

Bla
15 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Aber es geht doch gerade um Familien, welche sich eben nicht an Abmachungen halten? Oder habe ich den Verlauf jetzt falach verstanden?

Sie bringen hier ein Fallbeispiel ein. Das steht für manche. Für sehr viele halt eben nicht.

Also … Beides gibt es.
Ich habe SuS, welche kaum bis gar nicht Sozial Media konsumieren.
Habe aber auch SuS, welche außerhalb der Schule nahezu nur in diesem Bereich unterwegs sind.

Und darum geht es doch? Wie bekommt man den gesellschaftlichen Bereich des „Social Media ohne Grenzen“ beispielsweise gehandhabt?
Das ist eben der Bereich von Kind, Eltern und den Medien.
Die Medien profitieren davon.
Einige Eltern sind vollkommen überfordert mit ihrem Leben, den [fehlenden] Medien(kenntnissen) und haben kaum Zeit. Auch der Aufgabe stellen wir uns gesellschaftlich als Aufgabe. Bzw. Sie ist eben da.
Hier kann man dann thematisieren, warnen, bilden, beraten und wirklich immer wieder besprechen. Trotzdem kämpft man eben gegen ggf. Süchte an. Sowohl von SuS, als auch von Eltern teilweise.

Und das ist alles „erklärbar“. Die Schuldfrage würde ich hier auch gar nicht auf „Kind“ oder „Eltern“ schieben. Das ist eben „Trend der Zeit/gesellschaftlicher Wandel“. Und dem auszukommen ist nicht einfach in manchen Gegenden.

Die Frage bleibt halt, wie man dies jetzt konkret und nachhaltig angeht und löst.
Weil beispielsweise „in der 7. Klasse“ ist das „Kind in den Brunnen bereits gefallen“ oftmals. Dann diesen dort raus zu bekommen ist eben nicht so einfach, wie wenn man den Brunnen abgesichert hätte.

Und zur Motivation ist das auch nicht mehr „wie früher“. Das hat sich gewandelt.
Früher waren natürlich auch nicht alle motiviert. Klar. Aber man schob die Verantwortung nicht weiter. Entweder man machte halt was, oder man hatte Pech.
Muss ich auch nicht als „gut empfinden“, allerdings ist das eben auch ein Teil der Realität.
Ob Regelschule oder Privatschule … Auch das kommt auf das Kind an.
Und auch hier kann und muss man sich doch ehrlich machen.
Und die Konkurrenz ist nicht klein mit „Unterhaltungsmedien“ … Klar ist dies einigen Menschen [Kindern UND Erwachsenen] viel lieber als „etwas zu tun“.

Und das Beispiel mit Fußball … Okay, klar. Social Media, Chips, Schoki, Games … Da findet man schon „Motivation“ [und Sucht oft].
Aber ist es das, was wir als „Flow“ haben wollen? Oder montessorisch [Sie kennen sich ja als Sprecher sicherlich aus]: Polarisation der Aufmerksamkeit.
Ja. Den gibt es. Aber „nur Anton“ und „nur Streams“ oder „nur Filme“ ist es halt auch nicht. Und mit „Leerblatt“ erreicht man auch nicht unbedingt alle …

Einigen Kindern wird eben mitunter beigebracht, dass der Staat sie schon versorgen wird. Die wollen gar nichts leisten erstmal. Und dann ist die Aufgabe dies zu besprechen und bestenfalls „checkt man’s“.
Und dazu braucht es die Ressourcen. Da bin ich absolut bei Ihnen.
Nur zweifel ich die Ressourcen an. Das wird insb. bis 2030/2031 nicht absehbar sein – Tendenz sogar bei Ressourcenabzug.
Und auch da müssen wir halt dann realistisch bleiben (erstmal). Bis sich etwas ändert.
Der Realität blickten und blicken wir halt leider weiterhin entgegen.

Auch wenn ich hier für „Bildungspflicht“ mit AfD-Nähe von Rainer diffamiert werde.
Leider hat das seine Gründe, weshalb ich momentan eben zu einer Bildungspflicht tendiere. OHNE AfD jedoch – denn das wäre wiederum sehr wahrscheinlich eine „Murksvariante“ dann. Die haben halt keine Ahnung.
Ändert nichts daran, dass man die Vor- und Nachteile bedenken sollte. Gerade wenn es zu keinen Ressourcen kam, kommt und (zeitnah) nicht kommen wird.
Und das geht sich halt leider mit Kompromissen dann ein. Macht es so oder so. Auch mit Schulpflicht.
Paar der Probleme sind bereits sichtbar. Das die Spitze des Eisbergs.
Und so oder so wird man ohne dementsprechend Ressourcen halt realistisch gesehen „viele verlieren“.
Muss man abwägen, wen und wie man „sie verliert“.
Auch wenn das empathielos und kalt klingen mag. Das jetzige Bildungssystem ist ebenso.

Andere Frage wäre: Wie lange will und kann man denn (noch) auf Ressourcen erhoffen?
Wünschenswert. Ja. Aber wie realistisch?
Und was hilft da, damit man Staat/AG dazu bringt?
Wir stellten ja fest … Für Bildung werben alle. Alle prangern das schlechte Bildungssystem an. Alle die jeweiligen Regierungen der BL. Aber irgendwie … Geht da nichts vorab so wirkich. Komisch. Sämtliche ExpertInnen dafür. Großteil der Eltern. Die Kinder auch. Die Lehrkräfte und Arbeitnehmer im Schulbereich? Auch. Die Politiker/Parteien angeblich auch.
Aber … Es kommt irgendwie dann „Mehrarbeit“, „weg von 40 Stunden Woche – CDU“, „Schule zu teuer“, „Ganztag ohne Personalressourcen – dazu Zuspruch“, „keine Deputatssenkung“, „Stundenausfälle“, „hohe Abbrecherquote/Aussiegsquote“ [schaut man sich mal die prozentualen Steigerungen an … Puh], „Renten-/Pensionszahlen“ die erst noch als Peakpunkt kommen und bereits (etwas) sichtbar sind … Sind aber da. Weiß man. Die werden kommen. „Stellenabbau“ [weil Geburtenrate … So ein Quatsch. Hier kann man sich mal ehrlich machen und rein logisch gibt es kein „zuviel an Lehrer“ die wird es nicht geben. Die gibt es nicht. Der Einsatz ist stets auf Kante, damit dies (selbst gemacht) so dann begründet wird. Zeigt aber für mich keinen Willen zur „Qualität“ und kein „gute Bedingungen“. Usw. usf.

Also woher bitte nimmt man denn, dass „alle motiviert sind, bei Ressourcen“ – aber die Ressourcen eben absolut anzuzweifeln sind.
Ich kläre ja auch über Gefahren von Glücksspiel auf.
Ich setze doch auch nicht alles auf ein „oh, das trat nie ein. Das wird bestimmt klappen mit Lotto, wenn ich das nur oft genug erhoffe“. Ne. Die Realität deutet leider nicht darauf hin.

Und daher gibt es eben durchaus die Kritik, dass sich einige SuS (unter aktuellen Bedingungen) eben nicht „motivieren“ lassen. Nicht mit Schule. Nicht ohne massive „Gegenwehr“ und (Über-)Anstrengung. Zudem „nur“ unter dem Prinzip, dass man eben den Fokus auf diese legt und ggf. andere dadurch eben nicht so gefördert werden (können, wie sie es „verdient“ haben/hätten).
Auch das ist eben ein Punkt, welchen man klar benennen muss.

Bla
14 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Ja, finde ich gut. Ist auch richtig. Danke dafür.
Das ist „ihr Bereich“.

Was sehen Sie als „unser Bereich“ denn?
Warten bis dies eintritt? Also die Ressourcen tatsächlich kommen sollten?
Was bis dahin?
Was falls nichts kommen sollte? Sie berichten weiter – super. Das dann „ihr Beitrag“. Dazu haben sie ggf. halt dieses Format.
Aber was ist mit Lehrkräften beispielsweise?
„Weiter so“? Immer wieder versuchen auf Hoffnung zu hoffen?
Sich dann wundern, wenn man drauf hinweist, dass es faktisch SuS gibt, welche tatsächlich „kein Bock“ haben. Und ja, das hat Gründe. Selbstverständlich. Vieles kann man erklären, vieles bleibt offen.
Jedoch ändert das doch erstmal nichts daran, dass man Ressourcen dazu braucht.
Wenn man diese dann hat/hätte … Dann geht es eben den nächsten Schritt.
Bis dahin kann man logischerweise sagen: Ja, das hat oftmals Gründe, wie Sucht, „Medienflow“, Polarisation und „Vorbildfunktion“ durch/von Influencer/n[der Begriff legt dies ja auch schon nahe …], wenig(er) [sinnvolle] Sozialkontakte, ggf. Corona(nach)wirkungen, wenig Zeit der Eltern [doppelte Arbeitszeiten], ggf. schlecht gemachter Ganztag, bei manchen „Maincharakter-Syndrom“ usw. usf.
Aber was ändert das, wenn die Ressourcen zum damit Arbeiten nicht da sind?

Mal als Sinnbeispiel was ich meine … Schaut man sich Täterprofile an – insb. von Serienmördern, Mördern und Amoktätern … Dann findet man auch „Gründe“. Deren Kindheit war (nahezu) immer gewaltgeprägt. Viele waren in Therapie und/oder stark auffällig als Profil. Usw.
Das erklärt und weist auf soziale Fehl-/Mangelbereiche hin.
Das löst sich aber nicht von selbst und ohne Ressourcen.

Und bei „Motivation“ und „Schule ohne Ressourcen“ ist die Unlust von Kindern durch einiges durchaus erklärbar. Aber dies bringt keine Lösung, wenn die Ressourcen nicht stehen.
Und wir arbeiten halt „mit dem was da ist“. Also mit „Unlust“ wie „ich will aber nicht“, „warum muss ich das machen [obwohl X Fach erklärt]“, einer steigenden Zahl an Konzentrationsschwierigkeiten/-defiziten [das wird man die Jahre wohl noch mehr merken … Der Trend ist da]. Und man kennt ja auch einige Ursachen und Probleme. Aber … Wird eben zu wenig gestellt.

Man kann ja zwei Parallelen ziehen …
Der Weg, der potentiell möglich wäre mit Ressourcen.
Und der Weg, den wir aktuell politisch und bildungstechnisch eben einschlagen und gehen.

Und dort haben wir (faktisch) „ein Motivationsproblem“ vieler Kinder. Und das gab es schon immer. Ich „behaupte“ mal, dass hier auch nicht alle als Kinder sonderlich schulmotiviert waren. Jedoch war die gesellschaftliche Prägung eine andere. Und das ist ein sehr wichtiger Punkt im Diskurs.

Bla
11 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Das Teilproblem mit der GEW wurde doch bereits mehrfach erläutert?

Zudem bin ich beispielsweise Mitglied der GEW – durfte aber auch nicht streiken. Auch das habe ich bereits mehrfach erläutert.

Das stellt man sich immer so einfach vor und dar. Aber ist ja schon „bisschen“ komplexer.

Dazu kommt eben noch die Mentalität einiger und „der Kinderaugen“ [ich weiß … Sie hassen den Begriff? Trotzdem ist er symbolisch richtig], sowie „aber XY“ als „Rechtfertigung“.
Dann stützt das System das System durch Beamtentum (und Idealisten ohne Ressourcen). Logischerweise.
Rainer – der stets für den Kompromiss: Auch ohne Rahmenbedingungen … Packt mal an bis ihr umkippt … Steht. Schreibt ja unter mir. [Beitrag noch nicht gelesen, der kommt dann nach der Antwort hier dran.]
Ist auch der Sinn dahinter. Und die Kehrseite. Systemisch gemacht und gewollt.
Bei einem Dualen System als Anstellung stabilisiert man einerseits und nimmt andererseits halt in Kauf. Auch das ist jetzt kein sonderliches Geheimnis hoffe ich. Sollte jedem und jeder bewusst sein.
Zudem dann noch der Lobbyismus. Aber gut.
Und das „aber nur vereint“ – „nur wenn die Tage bezahlt werden“ als GEW-Mentalität. Was ja offensichtlich nicht sonderlich viel bringt. Vor allem, wenn man dann noch dazu sagt: Keine Angst … Für Abdeckung wird gesorgt.

Ist ja irgendwo bisschen Quatsch dann. Reinen Aktionismus brauchen einige halt auch nicht.
Vielleicht sollte die GEW auch mal „ihre Strategie“ bisschen überdenken und anpassen?

Und beim Motivationsproblem gehe ich sogar darüber hinaus mit. Das ist einer von vielen Punkten.
Allerdings hat das ebenfalls Gründe – wie Sie das bei den Kindern ja auch ansprechen hier. Zurecht.
Einige sind einfach „müde“. Andere „ideologisch geprägt“, ohne zu verstehen, dass man dies ausnutzt. Und das Teil des Problems ist. Das ist eines der Dilemmata.

Bla
11 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Die GEW ist die für uns zuständige Gewerkschaft.
Ansonsten wäre ich in der BLLV.

Damit ist das weder „meine Strategie“, noch muss ich diese für „gut heißen“.
Ehrlicherweise keine Ahnung, wie Sie darauf kommen, dass „es ist damit auch Ihre Strategie“ wäre.
Ne, ist es nicht. Ich muss damit leben und das war es dann auch schon mit „der Strategie“.
Viele „Werte“ der GEW empfinde ich als sinnvoll. Nur die Art und Weise finde ich … Naja.
Ich muss auch nicht die Mitgliedszeitschrift lesen … Braucht man meist nur kurz aufklappen und dann in den Müll. Sorry, dass ich da so kritisch ehrlich bin. Ist ja auch erstmal nur meine Empfindung und Meinung.

Der Kompromiss ist:
– GEW als Zuständigkeit [sonst wäre es BLLV]
– Eine Gewerkschaft finde ich sinnvoll
– Ideologisch oft wünschenswert [leider Umsetzung oft kaum realistisch]
– Mitgliedsbeiträge sind für mich in Ordnung
– „Gegenwert“ sehe ich persönlich in den Versicherungen primär [braucht man bestenfalls nicht, sollte man aber trotzdem haben]
– Keine sonderlichen Erwartungen

Wie stellen Sie sich vor, „mich aktiv“ einzubringen?
Klar kenne ich „aktive MitgliederInnen“ der GEW und BLLV auch privat und dienstlich.
Soll ich „Flyer verteilen“? Zettelchen aufhängen?
Die liegen so oder so rum.
Soll ich mich mit nem Schild „bitte Frauenquote“ hinstellen? Bei unserem Berufsfeld, wo Frauen sowieso (deutlich) mehr vertreten sind – was auch okay ist – aber die Forderung in unserem Bereich absurd scheinen lässt. Dazu wenn man dann überlegt, wieviele sich tatsächlich hier (und anderswo) auf „Schulleitungspositionen“ und „Sonderfunktionen“ (freiwillig) melden? Komisch irgendwie.
Oder wo ist der Erwartungshorizont?

Die GEW ruft uns ja noch nicht mal zum Mitstreiter/-streiker (auf eigener Basis der Tarife, da rechtsrelevant begründet werden müsste) auf. Verstehe ich auch. Ist halt eben durchaus auch eine Abwägung von Aufwand, Kosten und Effizienz.

Ich werbe „intern“ „sogar“ für die GEW? Warum? Weil ich eben eine Gewerkschaft sehr wichtig finde und diese für uns (leider?) zuständig ist.
Und „Nachteile“ sehe ich da keine. Allerdings ist meine Erwartung an die GEW jetzt nicht sonderlich hoch.

Das ist bisschen so, wie zu fordern, dass jemand doch bitte aktiv in die CDU/CSU eintreten sollte, damit er diese verändern könnte. Weil diese uns ja (mit)regiert und somit das „unsere Strategie“ wäre … Das Argument als Fehlschlussargument erkennne Sie hoffentlich selbst?

Meine Mitgliedschaft ist ein reiner Kompromiss.

Bla
10 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Ja, verstehen wir offensichtlich anders.
Ich sehe das etwas so wie bei einer Mitgliedschaft in einem Sportverein.
Dort kann ich „passives Mitglied“ sein. Dann unterstütze ich den Verein durch meine Mitgliedsbeiträge.
Oder ich kann aktiver Teil der Gemeinschaft sein und auch mit Sport machen. Oder ich kann sogar ggf. auf Trainerebene/Verwaltungsebene agieren und die Richtung (versuchen) mitzuprägen.

Und so ähnlich sehe ich das bei einer Gewerkschaft. Ich kann durch Beiträge hier ggf. unterstützen.
Aber wirklich aktiv muss ich mich nicht einsetzen.
Wenn das die GEW so voraussetzt, dann sollen/können sie sich gerne melden. Dann wird’s halt doch die BLLV.

Wie gesagt … Die GEW ist halt eben die für uns zuständige Gewerkschaft. Das konnte ich mir persönlich nur bedingt auswählen. Ich konnte mich entscheiden Mitglied zu sein/werden oder halt nicht. Quote und Beitragsunterstützung.
Das war’s dann aber auch schon.
Und klar kann ich mich entscheiden „aktiver“ teilzunehmen. Oder eben nur „passiv“.

Würde man alle passiv Zahlenden mal „rausnehmen“, dann sähe es für die GEW sowieso sehr bitter aus.
Aber wenn das „der Wunsch“ so wäre … Können sie ja gerne dann so kommunizieren. Selbstverständlich sind Angebote wie „Versicherungen“ jetzt keine direkte „Vertretung als Mitgliedschaft“. Sondern „Vertretung wegen Mitgliedschaft“. Da braucht man sich doch nichts vorzumachen? Selbstverständlich wird so auch geworben? Warum wundert man sich, wenn dies dann einige eben als „Kompromiss“ sehen?

Ich darf auch selbst entscheiden, ob ich bei unserem Verein [Träger] Mitglied bin oder nicht. Bin ich nicht. Vllt. ändert sich das. Ist auch „erwünscht“. Aber „fühle“ ich aktuell eher weniger.

Unverzagte
10 Tage zuvor
Antwortet  Bla

Wer setzt sich denn Ihrer Ansicht nach in der GEW ein?

J e d e Gewerkschaft kann nur so wirksam sein wie die Mitglieder, die sich entsprechend engagieren. Ist eigentlich ganz einfach zu verstehen. Dennoch glauben viele Kolleg*innen lieber an eine eierlegende Wollmilchsau, die allein von finanziellen Beiträgen lebt.

Bla
10 Tage zuvor
Antwortet  Unverzagte

Wer macht es denn in einem Verein?

Wie gesagt … Den Vergleich ziehe ich durchaus.
Gehen dort manche „nur zum Sport machen hin“?
Irgendwie schon …

Rainer Zufall
10 Tage zuvor
Antwortet  Bla

„Dort kann ich “passives Mitglied” sein. Dann unterstütze ich den Verein durch meine Mitgliedsbeiträge.“
Heulen die auch dauernd darüber, dass sie Mitglieder seien „müssen“?
Treten Sie aus, wenn es Ihnen nicht passt – machen manche anscheinend regelmäßig, wenn ein n4t-Artikel erscheint ^^

Aber wenn Sie dem Groß zustimmen, wo ist das Problem, als dass Sie sich – an der Privatschule – nicht als Mittelpunkt gesehen fühlen?

Bla
10 Tage zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Muss ich nicht. Ist halt die uns zuständige Gewerkschaft.

Vergleich zum Verein: Sie wollen Basketball spielen. Es wird NUR Handball angeboten. Entweder Sie spielen dann halt Handball oder nicht.
Es werden auch keine Gelder und nichts gestellt für Basketball, merken Sie ja paarmal an. Und einen anderen Verein können Sie nicht besuchen – wegen der Ortsgebundenheit.
Was machen Sie?

Nene, ich sagte doch bereits meine Beweggründe, weshalb ich in der GEW Mitglied bin. Versicherungen und Quote [Zuständigkeit]. Dazu finanzielle Unterstützung.
Mehr erwarte ich persönlich auch nicht.

Das mit der Privatschule ist mir egal, sooo sehr ist die GEW auch wieder nicht gegen Privatschulen.
Ich erinnere … GEW ist die für uns [Privatschule] zuständige Gewerkschaft.
Bekommen Sie den Sprung hin?
Die GEW „kritisiert“ ja auch das Beamtentum. Und weiß ganz genau, woher einige [viele] Mitgliedsbeiträge kommen.
Brauchen wir uns doch nichts vorzumachen?
Ist eben auch dort ein Kompromiss zwischen „Clientel“ und „Gelder“ und „Reichweite“ und „Ideologie“.

Mein „Problem“ ist eher mit der Kommunikation der GEW. Zudem deren „Strategien“ [reine Kompromissoptionen]. Und das verstehe ich auch. Kein Ding. Kann man jedoch auch mal sich bissl ehrlich machen.
Ist wie bei Ihrer Privatschulkritik an mich. Vollkommen in Ordnung, solange es auf Fakten basiert. Das mit den Schulgeldern ist zu kritisieren beispielsweise. Aber anders als Sie es eben verstehen (können?). Das ist ebenfalls ein system(politisches) Problem mitunter durch den Staat geduldet, sogar gemacht und dort auch „gehalten“.
Der Staat hat absolut kein Interesse an weniger Privatschulen. Ganz im Gegenteil.
Hinterfragen Sie dies vielleicht auch mal etwas.

Rainer Zufall
6 Tage zuvor
Antwortet  Bla

„Der Staat hat absolut kein Interesse an weniger Privatschulen. Ganz im Gegenteil.
Hinterfragen Sie dies vielleicht auch mal etwas.“
Ich kritisiere diesen Fehler ständig ^^

„Entweder Sie spielen dann halt Handball oder nicht.“
Eben, warum bleiben Sie im Verein und heulen ununterbrochen, dass im Handballverein zu wenig Basketball gespielt wird??

„Mehr erwarte ich persönlich auch nicht.“
Wenn es doch so wäre, leider beschweren Sie sich wortreich…

„Brauchen wir uns doch nichts vorzumachen?
Ist eben auch dort ein Kompromiss zwischen “Clientel” und “Gelder” und “Reichweite” und “Ideologie”.“
Dann beschweren Sie sich doch künftig über Ihre eigene Schülerschaft, anstatt von Ihrem Ref zu schreiben oder bei Problemen an öffentlichen Schulen als Unbetroffener aufzuspringen 😉

Bla
4 Tage zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

„Ich kritisiere diesen Fehler ständig ^^“

Dürfen Sie gerne.
Bestenfalls mit allen drum rum. Also auch dem Überlegen, wie man ohne Privatschulen die Schulpflicht – auf welche Sie ja so viel Wert legen – auch nur ansatzweise erfüllen könnte.
Geht nämlich nicht.

Aber hey, vielleicht wieder ein Punkt für Bildungspflicht?

„Eben, warum bleiben Sie im Verein und heulen ununterbrochen, dass im Handballverein zu wenig Basketball gespielt wird??“

Ich kritisiere. Sie können das mit „heulen“ gleich setzen. Mache ich jedoch nicht.
Ich erwarte von der GEW nichts großartig.
Ich „fordere“ auch nichts.
Meine Erwartungen und Beweggründe bleiben bei „Zuständigkeit“/“Quote“ und „Versicherungen“.

Im Handballverein wäre ich passives Mitglied. Wenn man mich fragen würde, was ich mir wünsche, dann wäre die ehrliche Antwort „Basketball“ in dem Beispielfall.
Heißt nicht, dass ich das auch dann erwarte. Sondern eben nur, dass ich das „besser“ fände.

Klar kann man austreten. Verwundert darf ich dann halt nicht sein, dass der Verein sich (dann) eventuell nicht tragen kann und auch andere ihre Ballsportart „Handball“ nicht ausüben könnten.
Ich unterstütze somit den Örtlichen Verein, auch wenn ich nicht die Sportart mag.

Es bleibt eben dabei, dass ich keine Wahl der Zuständigkeit direkt habe. Ich könnte natürlich die Schule wechseln … Bin aber aktuell zufrieden. Also wäre auch das keine wirkliche Option so.

„Wenn es doch so wäre, leider beschweren Sie sich wortreich…“

Auch hier: Ich kritisiere. Sehen Sie das nicht als „aufregen“ oder „beschweren“ vielleicht. Das mache ich nicht wirklich. Kommt eventuell so an.
Ich schreibe halt meine Meinung, wo die Probleme der GEW meiner Meinung nach eben liegen. Die Meinung kann man teilen oder nicht.
Mehr ist und soll das nicht sein.
Und immer wenn man sich halt wundert, warum „so wenig aktiv teilnehmen“ … Dann kann man doch dies ansprechen. Wo ist das Problem dabei?
Sollte doch eigentlich genau so sein?

„Dann beschweren Sie sich doch künftig über Ihre eigene Schülerschaft, anstatt von Ihrem Ref zu schreiben oder bei Problemen an öffentlichen Schulen als Unbetroffener aufzuspringen “

Sie haben das Schulsystem immer noch nicht verstanden. Auch Privatschulen gehören dazu. Auch systemisch. Nur eben auf einem/einer anderen „Zweig“/“Ebene“.
Dazu bin ich indirekt auch „betroffen“. Ich war im direkten Staatssystem an Regelschulen. Wir haben Kooperationen und Zusammenarbeit mit Regelschulen. Und potentiell ist/wäre der Staat weiterhin mein potentieller Arbeitgeber. Klar.
Ich gehe mal davon aus, dass ich auch an mehr Schulen war als Sie. Sicher sein kann ich mir nicht, aber Sie wirken schon sehr „ortseingebunden“ und „wenig rumgekommen“.

Dürfen Sie keine Kritik außerhalb Ihres Bereiches äußern?
Beispielsweise im Pflegebereich? Doch. Dürfen Sie.

Warum wollen Sie mir das wehement absprechen?

Dürf(t)en Sie überhaupt dann bei anderen Schularten außerhalb der Sonderschulen mitsprechen? Ich meine … Sie haben Sonderschullehramt studiert. Bitte dann keine Meinung usw. zu anderen Schulformen? Sie sind doch komplett „unbetroffen“ diesbezüglich.

Danke

Mika BB
10 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

„ Es ist damit auch Ihre Strategie.“

Nein. Ich kann Mitglied einer Organisation/Partei/… sein und muss deshalb trotzdem nicht mit allem, was von dieser nach außen getragen wird, einverstanden sein, selbst nicht mit deren Strategie für was auch immer.
Im Gegenteil: Demokratie und Entwicklung lebt vom Diskurs. Und am Ende eines Diskurses steht nicht zwangsläufig eine Einigung. Mitunter führt gerade der Widerspruch zur Weiterentwicklung (wäre der SPD ja zu wünschen).

potschemutschka
10 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Beteiligung ist aber auch nicht immer unbedingt erwünscht.
Dazu schrieb ich schon mal an anderer Stelle. Nur noch mal kurz:
So um 2010 rum wurde in der Mitgliederzeitung meiner Gewerkschaft nach Sonderpädagogen gesucht, die in dieser Sparte aktiv mitwirken wollten, da altersbedingt einige ausschieden. Naja, ein mir bis dahin unbekannter Kollege und ich zeigten Interesse und nahmen an einigen Treffen/ Gesprächen teil. Wir berichteten dort den Alteingesessenen von unserer Arbeit, unseren Erfahrungen und Ideen. Wir wurden freundlich, aber sehr distanziert angehört. Nach der 2. Veranstaltung meinte der Kollege auf dem Heimweg zu mir: „Das wars für mich. Die sind schon so verknöchert und festgefahren, die wollen nur Ja-Sager und schon gar keine Ossis, wie uns.“ Ich ging trotzdem noch einmal hin, aber gab dann auch auf. Keine Ahnung, ob und wie sich sich das Nachwuchs-Problem danach gelöst hat. Zu der Zeit waren jedenfalls nur wir Ossis an der Gewerkschaftsarbeit-Sopäd interessiert. Vielleicht sind die damaligen Alten (damals kurz vorm oder schon im Ruhestand) immer noch dabei.
… und wenn sie nicht gestorben sind, machen sie ihr Ding weiter, wie die Jahre davor … 🙂 Vielleicht aber gibt es diese Sopäd-Sparte bei der Gewerkschaft auch nicht mehr als eigenständige Abteilung und die wurden inkludiert?
Mittlerweile bin ich selbst im Ruhestand.

Bla
10 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Dann sollen die es in ihrer Satzungsordnung so mit aufnehmen und auch einfordern. Bin ich ja mal gespannt, wie hoch dann noch die Mitgliedszahlen sind/wären.
Von mir aus. Das wäre dann tatsächlich ein Grund des Wechsels für mich persönlich.

Was meinen Sie, wie die GEW dann „rumhampert“, wenn man gar keine Streiks mehr ankündigt, aufgrund Geldmangel?
Momentan ist das ja noch „ideologisch vertreten“. Das schafft man dann halt gar nicht mehr. Ist Ihnen doch klar. Sie sind doch kein „Anfänger“ in dem Bereich – sondern Profi …

Rainer Zufall
10 Tage zuvor
Antwortet  Mika BB

Achja, die ganzen Parteimitglieder, die im Internet gegen die eigene Partei schießen… 😉

Rainer Zufall
12 Tage zuvor
Antwortet  Bla

„Was sehen Sie als “unser Bereich” denn?
Warten bis dies eintritt? Also die Ressourcen tatsächlich kommen sollten?
Was bis dahin?“
An die Privatschule gehen und so tun, als wäre man wie die anderen vom Ressourcenmangel betroffen?

„Aber was ist mit Lehrkräften beispielsweise?
“Weiter so”? Immer wieder versuchen auf Hoffnung zu hoffen?“
Stattdessen aus der Privatschule heraus die Hoffnung der anderen untergraben?

„Sich dann wundern, wenn man drauf hinweist, dass es faktisch SuS gibt, welche tatsächlich “kein Bock” haben.“
„Und wir arbeiten halt “mit dem was da ist”“
Stattdessen die Ironie übersehen, dass man selbst die Rahmenbedingungen wechselte, während man Schüler*innen ohne diese Wahlmöglichkeit Faulheit unterstellt?

„Man kann ja zwei Parallelen ziehen …
Der Weg, der potentiell möglich wäre mit Ressourcen.
Und der Weg, den wir aktuell politisch und bildungstechnisch eben einschlagen und gehen.“
Das sind keine Parallelen, solange Sie nicht die Meinung vertreten, diese würden das selbe Ziel erreichen. Ich glaube, Sie wollten etwas anderes ausdrücken – untergraben und so….

„Ich “behaupte” mal, dass hier auch nicht alle als Kinder sonderlich schulmotiviert waren. Jedoch war die gesellschaftliche Prägung eine andere. Und das ist ein sehr wichtiger Punkt im Diskurs.“
Also „Frauen an den Herd“ fordern, während die private Lösung – mehr Ressourcen und eine ausgewählte Clientel – der Privatschule vergessen wird (augenroll)

Klasse! Wieder alles dabei… obwohl, da fehlt doch etwas…
Möchten Sie nichtmal mit dem Forum teilen wie es bei Ihnen aussieht? Damit die Kolleg*innen wieder hoffen dürfen, auf die Straße gehen und mit Gewerkschaften, Eltern und Kindern laut werden: Das(!) wollen wir auch! 😀

Bla
11 Tage zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

„An die Privatschule gehen und so tun, als wäre man wie die anderen vom Ressourcenmangel betroffen?“

Sie verstehen immer noch nicht das Schulsystem. Die Privatschulen gehören dazu.
Wenn Sie dies verstehen würden, dann würden Sie nämlich verstehen, warum auch wir mehr (Förder)Gelder als Privatschulen bekämen, wenn die Regelschulen auch mehr bekommen.
Sind Sie doch nicht so naiv. Natürlich profitieren auch wir von besseren Bedingungen an Regelschulen.
Wir profitieren jedoch auch, wenn diese nicht kommen. Absolut richtig.
Rein vom Geld haben wir … Lesen Sie doch einfach mal genau nach …
1/3 + 2/3 = 3/3
Was daran nicht zu verstehen?
Das Geld je SuS ist etwa gleich hoch bei „staatlichen Geldern an Regelschule“ und „staatliche Gelder an Privatschule + Schulgeld“.
Sie können sehr gerne andere Kritik diesbezüglich äußern. Bspw. die Selektion dadurch. Also, dass sich dies für viele nicht leistbar ist.
Da gehe ich mit.
Allerdings ist das ein Bildungspolitisch-Systemisches Problem.
„Wir“ würden herzlich gerne auf die Schulgelder verzichten, wenn wir komplett staatlich finanziert werden würden. Ist aber halt nicht so.
Und der Kompromiss, dass dies gemacht wird ist eben auch hoch.

Ist doch echt nicht so schwer zu verstehen, nachdem ich das Ihnen mehrfach ausführlich erklärt habe?
Falls Sie mir nicht glauben, dann lesen Sie das doch einfach nach. Das ist jetzt kein Geheimnis oder sonderlich „versteckt“.
Sie können auch die Redaktion fragen … Ich denke auch diese kann meine Infos diesbezüglich einigermaßen bestätigen. Gehe ich mal stark von aus bei dem „Background“.

Aber ansonsten stimme ich Ihnen zu: Der Weg an Privatschulen ist für manche – auch für mich – ein guter Schritt (gewesen). Würde ich wieder so machen.

„Stattdessen aus der Privatschule heraus die Hoffnung der anderen untergraben?“

Hoffen dürfen Sie (und alle anderen auch). Heißt halt nicht, dass es sonderlich viel bringt hier zu hoffen oder sonst was.
Ich will auch nicht „den Buhmann“ immer spielen. Klar. Hoffen Sie. Wenn es Ihnen Kraft gibt und gut tut.
Ist bisschen wie bei Placebo.
Oder wie mit dem Beten.
Vollkommen in Ordnung und ggf. sogar zweckdienlich der Psyche halber.

Aber wir sind halt in einem Bildungsforum hier unterwegs. Da kann man auch mal harte Fakten bringen finde ich.

Sie können mir jedoch wohl immer noch nicht erklären, warum ich hier „gegen Regelschulen/Regelschullehrkräfte“ sein sollte. Bin ich nicht. Meine Kritik ist stets dem Systemischen gegenüber.
Alles andere ist doch auch Quatsch:
– Ich habe nichts „gegen Konkurrenz“
-> Macht meine Rahmenbedingungen dann auch besser … Damit der AG Privatschule konkurrenzfähig bleibt bleibt.
-> Damit ich meine(n) potentiellen Arbeitgeber „ausweiten kann“.
-> Ich habe nichts „gegen bessere Bedingungen (an Regelschulen)“. Das besser meinen individuellen Bereich ebenfalls auf. So oder so.

Zudem schreiben Sie ja, dass „wir“ und rausziehen … Aber wo macht das dann Sinn bitte? Schulkinder haben wir ja trotzdem. Gelder/SuS sind ähnlich hoch, außer dass wir mit unserem Gehalt einbüßen. Unser Clientel ist weit abseits vom Gymnasium. Also auch „keine Musterkinder/Selbstläufer“. Dazu ist unser Privatschulprofil auch absolut nicht „gedacht“. Sorry.

„Stattdessen die Ironie übersehen, dass man selbst die Rahmenbedingungen wechselte, während man Schüler*innen ohne diese Wahlmöglichkeit Faulheit unterstellt?“

Haha. Da muss ich wirklich schmunzeln.
Okay, also gerne gehe ich auf die Kritik ein:
– Wenn alle SuS eine starke nachgewiesene und diagnostizierte Depression mit Burnout von mindestens einem halben Jahr Therapie haben/hatten, dann dürfen diese gerne wechseln.
Dann wäre der „Vergleich“ tatsächlich etwas näher.
Aber gerade die, die wirklich „keinen Bock“ haben, werden dort wahrscheinlich nie ankommen. Auch was Gutes.

Mal Scherz beiseite …
Klar dürfen die SuS sich das nach meiner Vorstellung aussuchen. Daher: Bildungspflicht statt Schulpflicht.
Sie sollen halt nur „nicht rumsitzen und andere stören“. Alles was ich diesbezüglich verlange und einfordere.
Sie sind doch gegen die Bildungspflicht.
Das ist tatsächlich ein hoher Punkt der „Selbstverantwortung“ und „Selbstbestimmung“. Aber den wagt man sich ja dann – noch nicht mal gedanklich an Ihrer Stelle – doch nicht zu gehen. Komisch.
Also klar … Ich habe meine Schule mir ausgesucht. Diese haben mich ausgesucht.
Die Eltern (und bestenfalls Kinder) haben unsere Schule bewusst ausgesucht.
Wir haben die SuS in diesem Rahmen ausgesucht.
Wie kommen Sie denn darauf, dass ich „die Wahlfreiheit“ nicht gerne hätte?
Das doch komplett gegen alles, was Sie mir hier unterstellen.
Nene, das fordere ich. Gerne auch der Eltern und Kinder. Aber eben „nur“ im Rahmen der Bildungspflicht, da sonst gar nicht realisierbar.

Den Begriff „Faulheit“ haben Sie im Übrigen eingebracht. Davon hatte ich nichts geschrieben.
Bei mir ging es um „Motivation“. Um „Konkurrenz [Sucht/Konsum]“ und „Rahmenbedingungen, welche eben nicht motivieren“. Dazu den „gesellschaftlichen Wandel“.
Ich bin gerade echt am überlegen, ob da „Faulheit“ treffend wäre … Denke allerdings nicht. „Kein Bock“ jedoch schon.
Ob das wiederum schon „Faulheit“ [da kein Anreiz und zu viel Sucht-/Konsumkonkurrenz] ist … Denke ich auch nicht.

Aber hauptsache Sie lesen mal wieder nicht anständig. Denken nicht mit. Und verdrehen wieder Sachen. Super. Wie in gewohnter Manier.

Oder Sie verstehen tatsächlich nicht die Unterschiede und „Bedingungen“. Dann kann ich Ihnen jedoch auch nicht sonderlich weiterhelfen. Den Sprung müss(t)en Sie selbst schaffen. Er ist klein.
Aber geschenkt. Mag auch einfach eine Sache der Definition und Betrachtung sein. Will ich Ihnen jetzt gar nicht so negativ auslegen an dieser Stelle. „Check ich“.

„Das sind keine Parallelen, solange Sie nicht die Meinung vertreten, diese würden das selbe Ziel erreichen. Ich glaube, Sie wollten etwas anderes ausdrücken – untergraben und so….“

Zueinander „Parallelen“ können auch gar nicht das selbe Ziel erreichen.
Denken Sie mal drüber nach.
[Kleiner Mathewitz … Verstehen Sie hoffentlich, sonst mal aufzeichnen.]

„Also “Frauen an den Herd” fordern, während die private Lösung – mehr Ressourcen und eine ausgewählte Clientel – der Privatschule vergessen wird (augenroll)“

Was glauben Sie, wann ich aufgewachsen bin? Vor dem 1. Weltkrieg?
Sonst kann ich ja wirklich nicht Ihren Gedankengang nachvollziehen.
Ironischerweise befinden wir uns ja beide in einem Bereich mit deutlich höherer Frauenquote. Also gerade im Bereich „Schule“ ist das ja sowieso etwas anders. Es ist ein sozialer Bereich. Muss man Ihnen denn alles erklären?
Ansonsten dürfen Frauen von mir aus natürlich so lange und so viel arbeiten, wie sie wollen. Wie Männer auch.
Persönlich finde ich ein Arbeitsschutz und Arbeitszeitgesetz jedoch durchaus sinnvoll und wichtig.
Also wirklich absolut keine Ahnung, wo das mit „Frauen an den Herd“ her kommt, außer aus Ihrer Fantasie.
Interessieren würde mich Ihr abstruser Gedankengang jedoch schon – gerne erläutern. Sorry, da „kickt“ einfach meine Neurodiversität. Finde ich sowas von faszinierend, wie man auf so einen Stuss kommen kann. Bitte. Erklären. Sie. Es. Mir.

Bei den „mehr [bessere] Ressourcen“ [besser, wegen besserer Hauswirtschaft und Systematik]: Ja. Gehe ich mit.
Bei „mehr Ressourcen“ müssten wir differenzieren. Aufgrund dessen? Ja. Wegen Schulgelder? Nein.

Bei „ausgewählten Clientel“ gehe ich sogar ganz mit. Wir bekommen einen Pool an „Bewerbungen“. Und daraus können wir „so und soviele“ auswählen. In diesem Rahmen.
Jedes Gymnasium in Bayern hat “ ein ausgewählteres Clientel“ als Sprengel-Mittelschulen. Durch „Testung und Noten“ usw.
Denken Sie mal drüber nach – auch wenn das whataboutism meinerseits ist. Mehr als Erweiterung und Gedanken mal für Sie gedacht.
Ansonsten haben wir dieses Privileg. Jap. Kein Geheimnis. Ob man den Rahmen immer als Privatschule hat – um überhaupt auswählen zu können/dürfen – steht für viele Privatschulen jedoch mal auf einem anderen Blatt. Bei uns ist es zum Glück so, dass wir auch ablehnen können – zum Schutz der anderen. Auch da bin ich ehrlich und „hart“.
Braucht man sich doch nichts vorzumachen … Selbstverständlich ist es ein Privileg nicht jeden „Randalierer“ dulden zu müssen. Das ist im Übrigen ebenfalls ein immensen Grund, warum viele „Gemobbten“ hier den Weg zu uns suchen. Weil man „nicht so ausgeliefert“ ist.
Seien Sie doch nicht naiv …
Fairerweise bin ich doch für eine Bildungspflicht inzwischen.
Soll doch jeder selbst machen und entscheiden, wenn möglich.

„Möchten Sie nichtmal mit dem Forum teilen wie es bei Ihnen aussieht? Damit die Kolleg*innen wieder hoffen dürfen, auf die Straße gehen und mit Gewerkschaften, Eltern und Kindern laut werden: Das(!) wollen wir auch! “

Habe ich Ihnen schon 4-5 mal recht ausführlich geschrieben … Aber kein Problem: Was möchten Sie denn wissen?
Ich hatte das – wenn ich mich nicht irre – sogar abgespeichert für Sie.
Nur den „double Wall-Of-Text“ würden Sie nicht lesen.
Also: Konkrete Fragen. Gerne. Bin da wirklich offen.
Ich hätte auch sehr gerne mehr Montessori-Pädagogik im staatlichen Bereich. Fände ich super.
Fragen Sie.

Ich schau kurz, ob ich die Bedingungen noch im Copy-Paste holen kann. Schicke ich gerne zusätzlich als Beitrag.
[Hat dann halt Ihre damaligen Zitate als Bezug … Kontext … Aber gut. Sehen Sie dann zumindest, dass ich es Ihnen mehrfach schickte.]

Bla
11 Tage zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Also hier der Text:

„Also sollten alle LuL an Privatschulen wechseln?

Oder was wäre Ihr Vorschlag demnach?

Rahmenbedingungen (als “Richtlinien”):
– Freiarbeit / “Wahl der freien Arbeit”
– Wochenpläne
– Doppelbesetzungen in Freiarbeitsstunden
– Ansprechpartner (intern und extern)
– Förderstunde(n) [LRS, einzelne Dyskalkulie und Therapie – je nach Bewilligung und/oder privater Übernahme der Kosten]
– Schulbegleitung(en)
– Keine Noten
– Wahl der SuS (Eltern)
– Elternmitarbeit
– Montessori-Materialien zur Verfügung
– Klassenzimmer + Nebenzimmer [2 Räume also]
(- Jahrgangsmischung)
(- Fortbildungsfreiheit)

Konkret habe ich aktuell ein I-Kind mit Schulbegleitung.
Ein weiteres I-Kind + Schulbegleitung war angedacht – wiederholt allerdings die Jahrgangsstufe.
Dazu habe ich > 50 % Kinder mit LRS/iso. RS/LS/Lega. Alle mit Attest. [Einige zusätzlich auf Verdacht]
Dazu 3 stärkere Dyskalkulie Kinder. Attestiert. Dazu einige Verdacht/leichtere Dysk.
Dazu 2(-3) A-S-S Kinder.
2 Epipens.
1 Dyspraxie.
1 attestierte Lernschwäche/Minderbegabung.
Dazu einige ADHS/ADS (mit Medikation).
Zusätzlich (weitere) Intoleranzen und Allergien [wie halt immer bei Menschen …].

Generell Niveau einzelner SuS von Förderschulniveau bis zu Gymnasialniveau.
SuS in der Klasse > 20.

Was fehlt … Wirklich Zeit. Zeit und ggf. noch mehr multiprofessonelle Teams.
Daher arbeite ich (meistens) “Teilzeit” und erfülle … Recht leicht … Diese (Deputats-)Zeiten.
Zusätzlich bilde ich mich privat (und beruflich – “private” Zeit) fort. Das kann ich “mir leisten”, da ich durchaus etwas privilegierter aufgestellt bin. Und meinen Beruf durchaus als Berufung auch sehe.

Und ja … Das geht schon (irgendwie) – die Frage ist immer wie.
Zusätzlich kommen dann ggf. noch weitere I-Kinder und das (nötige) Wissen dazu als Fachlehrer in “fremden Klassen”.

Was ich nicht habe: Langeweile.
Privatschulen sind nicht alles “Eliteschulen”. Und die Bedingungen kann man jetzt überlegen und diskutieren, ob “sie reichen” oder “gut/schlecht” sind.
Zusätzlich verdiene ich (deutlich) weniger als wenn ich an meiner alten Regelschule verbeamtet geblieben wäre.
Weniger Arbeit habe ich jedoch auch nicht. Sie ist nur “umverteilt”.

Alles hat so seine Vor- und Nachteile wie ich bereits mehrfach sagte …

Sooo einfach, wie Sie es vielleicht denken ist das “bei uns” auch nicht. Ich weiß ja echt nicht, was für ein Bild Sie von Privatschulen haben und ob Sie alle über einen Kamm scheren.
Als allgemeinnützliche integrative Privatschule habe ich wohl etwas mehr … I-Kinder usw. in meiner Klasse als einige andere Privatschulen.
Aber auch hier kann man nicht “vollstopfen”, ohne dass man ggf. an Grenzen geht und landet. Ganz klar.
Der Unterschied ist halt … Ich habe mir das (bedingt) selbst ausgesucht. Ich kann (bedingt) mitbestimmen. Dazu kann ich es etwas steuern. Hier habe ich meine Freiheiten und Privilegien. An meiner alten Regelschule wurden “die Kinder reingestopft”. Musste man eben mit leben.
Hier kann ich zumindest sagen, was ich mir [und KuK] zutraue und was nicht. Ob das dann immer auch so kommt … Ist wieder was anderes. Aber letztendlich kann ich mich dann entscheiden, ob ich “hier” arbeite oder nicht.“

https://www.news4teachers.de/2025/09/sparen-bei-der-inklusion-millionen-fuer-foerderschulen-das-sonderschulwesen-wird-gestaerkt-und-segregation-zementiert/#comment-737039

Zudem Hinweise darauf, dass Sie ständig hier „loopen“, obwohl ich Ihnen das erklär(t)e …

https://www.news4teachers.de/2025/10/inklusion-eine-mogelpackung-zahl-der-foerderschueler-an-regelschulen-steigt-anteil-der-schueler-an-foerderschulen-sinkt-aber-nicht/#comment-740672

https://www.news4teachers.de/2025/10/der-fehler-steckt-im-system-bildungsforscherin-kritisiert-sonderpaedagogische-diagnoseverfahren-und-stillstand-bei-der-inklusion/#comment-738609

https://www.news4teachers.de/2025/10/der-fehler-steckt-im-system-bildungsforscherin-kritisiert-sonderpaedagogische-diagnoseverfahren-und-stillstand-bei-der-inklusion/#comment-740116

https://www.news4teachers.de/2025/10/der-fehler-steckt-im-system-bildungsforscherin-kritisiert-sonderpaedagogische-diagnoseverfahren-und-stillstand-bei-der-inklusion/#comment-739850

https://www.news4teachers.de/2026/05/uebergrosse-mehrheit-der-buerger-steht-hinter-der-schulpflicht-gegen-die-afd/comment-page-1/#comment-808461

Usw. Usw. Usw. Usf.

Also ich habe ja recht wenig Probleme Ihnen immer wieder „das Gleiche“ zu schreiben oder „es zu erklären“. Aber etwas „Willen“ sollten Sie schon mitbringen.
So wie ich „loope“, „loopen“ Sie vermutlich/offensichtlich in die andere oder sogar ähnliche Richtung.
Das würde es zumindest erklären und würde Sinn machen.
Mir tun nur langsam alle anderen Mitlesenden leid.
„Wir beide“ ticken wohl „einfach so“. Das schon okay. Aber … Nehmen Sie doch etwas Rücksicht auf andere. Wobei die uns ja notfalls auch ignorieren können.
Der Redaktion pushen wir die Kommentare. Hat doch auch was Gutes. Keine Ahnung.

Aber Sie sollten eigentlich feststellen, dass das keinen Sinn macht nach „meinen Ressourcen“ zu fragen, wenn ich diese „möglichst offen“ lege.

Ihre Frage hatte ich allerdings übersehen bzw. nicht beantwortet, hole ich aber gerne nach:
„Rainer Zufall
7 Monate zuvor
Antwortet Bla
“Als allgemeinnützliche integrative Privatschule habe ich wohl etwas mehr … I-Kinder usw. in meiner Klasse als einige andere Privatschulen.”
Und was TUN Sie mit diesen Kindern? Wie werden die zusätzlichen Ressourcen der Privatschule für die Inklusion eingesetzt?“

Welche „zusätzlichen Ressourcen“?
Glauben Sie ernsthaft, dass wir hier sonderlich viel „zusätzlich“ vom Staat noch bekämen? Sie sind ja witzig.

Die Grundbedingungen sind doch schon besser. Doppelte Besetzung in Freiarbeit beispielsweise.
Oder zwei Klassenräume [Klassenzimmer + Nebenzimmer].
Bei manchen „stärkeren I-Kindern“ dann eine Schulbegleitung – ansonsten das Privileg ablehnen zu dürfen.
Die I-Kinder vorab kennen lernen zu können und ggf. einschätzen [als Lehrer/Kollegium/Schule], ob das funktionieren kann und passt.
Ebenfalls halt auch SuS mit „Anspruch auf Schulbegleitung“ auch ohne Schulbegleitung zu inkludieren und inkludieren zu können. Das geht nicht mit allen. Das geht aber bei einigen. [Glaube der Ansicht sind Sie auch … Habe ich NIE wiedersprochen].
Ich hätte/habe rein „per Forma“ Anspruch auf 4-5 Schulbegleitungen [gäbe es diese überhaupt… Andere Sache] rein von den Kindern und Diagnosen her.
A-S-S, A-S-S, starke ADHS (+ ggf. Mutismus), Dyspraxie …
Aber die Kids brauchen das nicht außer eines – das wäre ohne Schulbegleitung (komplett) aufgeschmissen.

Bei Sachen wie Nystagmus, Rollstuhlfahrer und sowas haben wir keinen „Schulrollstuhl“ oder sowas. Das besorgt dann je nachdem eben „Privat“ [braucht es ja ..] oder das Jugendamt/Schulbegleitungsmäßig – wenn ich mich nicht irre.
Sowas wie eine individuelle „Lesehilfe“ könnte ich vom „Klassengeld“ holen. Ist aber dazu nicht vorgesehen. Teurere Dinge gehen halt nicht oder müsste dann gestellt werden.
Aber „auch ohne“ haben wir Anfragen, weil eben die Alternativen nicht sonderlich besser sind oft.
Bei Nystagmus geht ja auch einiges über Licht und Raumverteilung. Da sind zwei Räume tatsächlich auch nicht schlecht.
Aber auch da muss man halt überlegen, „was man kann und sich zutraut“. So lange mitunter ich das auswählen kann, ist das etwas anderes, als wenn „das Kind jetzt einfach da ist“ – ohne Rahmenbedingungen.
Ich kann oft sagen: Das traue ich mir nicht zu.
Oder: Ich bin mir nicht sicher, aber lass testen. Traue ich mir zu.
Oder: Kenne ich, kein Problem.

Aber das geht halt auch nur im Rahmen … Wenn das Kind halt auf der Schule ist und wir einen Experten/eine Expertin im Bereich PWS hatten … Und der/die weg ist und das Kind halt dann in meine Klasse kommt, dann habe ich den Rahmen halt auch nicht. Und dann lernt man zwar viel (notwendigerweise) – ist dazu aber eigentlich gar nicht ausgebildet. Und das kostet … Immens viel Zeit (und ggf. Nerven).
Also ja … Manche Sachen kritisiere ich natürlich auch an „meiner Privatschule“.
Ob jetzt sowas wie „PWS“ [je nach „Spektrum“] oder ESE jedem „normalen Lehrer“ „zugemutet“ [nicht negativ gemeint] werden „muss“/“kann“ … Das sehe ich halt anders.
Und eigentlich sollten Sie das als Sonderpädagoge ja verstehen. Tun Sie nur nicht.

Ich habe mir MEINEN Bereich/Schule selbst ausgesucht.
Wenn ich gar nicht zufrieden wäre/bin, dann kündige ich einfach. Fair.
Ich habe mich bewusst für eine integrative Schule entschieden. Daher gibt es hier logischerweise Inklusionskinder.
Aber wir sind keine Sonderschule mit Schwerpunktbereich „überall“.
Da dann ggf. halt auch Kritik.
Aber letztendlich entscheide ich. Kündigung, Wechsel oder nicht.

Beim Staat geht das halt nur bedingt.

Rainer Zufall
10 Tage zuvor
Antwortet  Bla

„Sie verstehen immer noch nicht das Schulsystem. Die Privatschulen gehören dazu.“
Ich behauptete nicht, Privatschulen wären kein Teil des Schulsystems.
Es geht mit um die Ressourcen, für die Familien bei Ihnen monatlich blechen.

„Sind Sie doch nicht so naiv. Natürlich profitieren auch wir von besseren Bedingungen an Regelschulen.
Wir profitieren jedoch auch, wenn diese nicht kommen. Absolut richtig.“
Dann rühren Sie doch mal zur Abwechslung die Werbetrommel, die Schulen sollten so gut ausgestattet werden, wie es bei Ihnen der Fall ist 🙂

Bla
9 Tage zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

„Ich behauptete nicht, Privatschulen wären kein Teil des Schulsystems.“

Gut. Dann stellt sich die Frage: Denken Sie, dass das System ohne diese besser laufen würde?
Also: Abschaffung der Privatschulen?
Ihnen ist die Konsequenz bewusst?
Kann man machen … Könnte man innerhalb einer Woche wohl nen sozialen System-Down hinbekommen.
Wäre natürlich auch eine Art dies 10-15 nach vorne zu bringen. Klar. Warum nicht.
Witzigerweise müsste man dann das System wahrscheinlich als Bildungspflicht umorientieren, um dann damit umgehen zu können.
Und damit kämen dann wiederum die Privatschulen zurück.
Kann man machen.
Wie ist Ihre Sicht dazu?

„Es geht mit um die Ressourcen, für die Familien bei Ihnen monatlich blechen.“

Absolut kritikwürdig. Stimme ich Ihnen zu.
Wie gesagt … Uns/mir wäre es auch lieber, wenn der Staat [wie an allen Regelschulen] dies komplett übernehmen würde. Die Schulgelder sind lediglich der Ausgleich dessen. Leider.
Denken Sie wirklich, dass Schulgelder sooo positiv immer sind?
Hat eben Vorteile und Nachteile.
Ein Vorteil ist beispielsweise, dass „Bildung einen Wert“ zugesprochen wird. Zumindest der Eltern her. Damit kann man arbeiten.
Ein Nachteil ist beispielsweise, dass der Erwartungshorizont dementsprechend immens sein kann. Und das Argument „wir zahlen dafür“ ja durchaus berechtigt ist/erscheint. Dieses „Argument“ hatte ich zuvor nie als „Kontaktpunkt“.

Aber generell finde ich es sogar gut, dass Sie Schulgeld an Privatschulen kritisieren. Das mache ich auch. Auch wenn ich in bestimmten Bereichen davon profitiere – da muss ich mich ehrlich machen. Andere Bereiche jedoch nicht.

„Dann rühren Sie doch mal zur Abwechslung die Werbetrommel, die Schulen sollten so gut ausgestattet werden, wie es bei Ihnen der Fall ist “

Definitiv. Das sollten sie. Jedoch gehört eben auch zur Wahrheit, dass wir nicht mehr Gelder haben/bekommen.
D. H. das ist eine primäre Sache der Ausgabeneffizienz und Struktureffizienz.
Und selbstverständlich ist das zu kritisieren. Was meinen Sie, warum ich mitunter vom Staatsdienst weg bin?
Ich hatte in keinem Unternehmen so ineffiziente und bürokratische Wege und „Non-Sense“ Sachen.
Und das gehört sich logischerweise geändert und verbessert. So wie es seit Jahrzehnten (!) auch stets gefordert wird. Ändert sich halt nur nicht(s).
Und dann muss man für sich selbe überlegen, ob das der eigene Weg ist und sein kann.
Ich bin bspw. für mehr Montessori-Schulen beim Staat. Freinet auch gerne. Bi-/Multilinguale Schulen auch.
Ich bin bspw. für eine Reformierung des Studiums. Genauso wie für eine Reformierung des Referendariats.
Ich bin bspw. für eine Angleichung der Angestelltenprofile. Also Netto gleiches Geld für gleiche Arbeit. Oder eben anderes Berufsprofil – damit der „Geldunterschied/die Zweiklassengesellschaft“ hier ausgeglichen wird.
Ich bin bspw. für gemeinsame Bundesabschlüsse. Also auf 15 Jahre durchgeführt (da so lange dauert mindestens …).
Ich bin bspw. für AZE.
Ich bin bspw. für Entbürokratisierung.
Selbstverständlich bin ich für Sanierungen an Schulen – egal welchen.
Ich bin absolut für Multiprofessionelle Teams. Insbesondere auch Doppelbesetzungen. Gerne auch mit „festen Sonderpäds“ (soweit wir diese halt haben) in den Klassen.

Aber ich bin halt kein „Wolkenschlossmensch“. Sorry. Nicht mehr.
Ich kritisiere und fordere – so sinnlos das wahrscheinlich auch ist. So wenig sich (erstmal) ändern wird.
Aber ich arbeite parallel mit den Sachen, die eben zur Verfügung stehen. Und wenn diese „nicht übereinstimmen“, dann wechsel ich halt ggf. Sollte doch nachvollziehbar sein. Sollten vllt. sogar mehr so machen. Vielleicht auch nicht. Das muss halt jeder und jede für sich entscheiden. Das Zusammenwirken gibt dann den Impuls dazu auch letztendlich.

Was bringt es mir auf der persönlichen Ebene mich nur „zu beschweren“, ohne was daran (für mich) zu ändern?
Das hat man zum Teil durchaus selbst in der Hand. Man nutzt die Chancen oder halt nicht. Und mit Chancen gehen oft auch Kompromisse einher.

Also meine Werbetrommel: Stattet die Regelschulen sogar besser aus als bei uns aktuell. Bitte bitte. Dann würde meine Schule ebenfalls mehr Gelder bekommen und wir könnten wiederum nachziehen. Ein Traum.
Bitte bitte … Macht Schulen [egal welche] (wieder) zu Bildungseinrichtungen, welche die schönsten und ressourcenreichesten Gebäude sind und man sehr gerne hingeht um dort zu lernen. Ebenfalls genug Materialien und Plätze vorhanden sind.
Glauben Sie ernsthaft, dass ich damit ein Problem habe und hätte? Da bin ich sofort dafür und war ich schon immer.

So und jetzt „warten“ wir mal ab, oder? Die Realität zeigt weiterhin …Gegenteiliges ist der Fall. Man baut weiter massiv bei Regelschulen ab. Die „normalen“ Privatschulen orientieren sich somit „nach unten“. Danke.
Und die Eliteprivatschule lachen „uns beide“ [normale Privatschulen und Regelschulen] aus und kirchern sich in’s Fäustchen.
Warum wirken Elite-Privatschulen anders? Naja … Diese nehmen ggf. Fördergelder mit, brauchen diese allerdings nicht (immer). Die können auch so. Die Eltern sind dort nicht nur gewillt den „vom Staat nicht geförderte Anteil“ zu tragen, sonder mehr. Weit mehr. Deutlich mehr als ich verdiene. Denen juckt es nicht. Die orientieren sich nicht „nach uns“ oder „nach Regelschulen“. Die stellen ihre eigene Bubble und konkurrieren maximal untereinander. Fernab unserer Wirkung.

Ich stelle nur fest, dass Sie denken, dass ich an einer Elite-Privatschule arbeite. Hehe, danke. Aber nein. Will ich auch gar nicht aktuell.

Rainer Zufall
6 Tage zuvor
Antwortet  Bla

„Gut. Dann stellt sich die Frage: Denken Sie, dass das System ohne diese besser laufen würde?
Also: Abschaffung der Privatschulen?
Ihnen ist die Konsequenz bewusst?“

Ja 🙂

Bla
4 Tage zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Wie gesagt, dafür dürfen Sie gerne sein. Ist in Ordnung.

Wir können gerne auch die Konsequenzen besprechen.
So oder so … Es käme dann zwangsläufig innerhalb kürzester Zeit:
– Zum Systemkollaps
– Zur Bildungspflicht
– Zur Neugründung/Beibehaltung bzw. Reaktivierung
Davon abgesehen, dass Privatschulen gesetzlich ziemlich schwer „angreifbar“ sind systemisch.

Aber dafür sein dürfen Sie.
In einer wirklich „optimalen Welt“ bräuchte es keine Privatschulen.
Da wäre ich dann wieder bei Ihnen „gedanklich“. Das ist richtig.
Aber die haben wir halt leider nicht.

Also: Hätten Sie Lust mal wirklich die (aktuellen) Konsequenzen rauszuarbeiten?
Was denken Sie, würde sich dann verändern?
Angenommen wir schließen ab nächstes Schuljahr alle Privatschulen. Rein als hypothetisches Szenario.
Welche Folgen „sehen“/“denken“ Sie?

Rüdiger Vehrenkamp
15 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Ich seh hier keinen Widerspruch. Die eine Sache bereitet Spaß, die andere erfordert nun einmal Anstrengung. Das trifft im Leben auf viele Dinge zu. Beispiel: Mein Garten macht mir Spaß, das Arbeiten daran bedeutet Anstrengung. Meine Arbeit in den Familien macht mir Spaß, Protokolle und Statistiken bedeuten für mich Anstrengung.

Das ewige Jammertal wird doch erst durch die ganzen Schlechtredner des Schulsystems gangbar gemacht. Natürlich hätte es mir als Schüler gefallen, alle Noten abzuschaffen. Aber hätte ich mich dann noch angestrengt? Nein. Es wäre mir komplett egal gewesen. Mir war aber bewusst, dass ich meinen Wunschberuf später nur machen kann, wenn ich mich auf den Hosenboden setze und lerne. Es geht nie darum, Kinder fallenzulassen. Das möchte ich keineswegs und entspricht auch nicht meinem Berufsethos. Aber ich muss Kinder klarmachen, dass man hier und da den unangenehmen Weg zu gehen hat, wenn man Ziele im Leben erreichen will. Gerade im Brennpunkt. Es gibt niemanden von außen, der dir die Steine aus dem Weg räumt. Ich helfe gerne und stelle das Werkzeug zur Verfügung, am Ende ist aber jeder selbst dafür verantwortlich und kann nicht Gesellschaft und/oder System für sich vereinnahmen.

Rüdiger Vehrenkamp
15 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Natürlich haben wir Probleme. Nennen Sie mir ein Land, das die nicht hat. Aber wir müssen unser System auch nicht schlechter reden, als es ist. Ich KENNE die Lebensrealität meines Klientels – sehr wahrscheinlich besser als Sie. Daher weiß ich, dass es mit dem von Ihnen angedachten guten Zureden alleine eben nicht getan ist. Aber wir drehen uns ab hier argumentativ im Kreis. Sie unterstellen mir ja offensichtlich, meinen Beruf nicht richtig zu machen, da ich nicht all ihre Statistiken mittrage und Eigenverantwortung, sowie klare Regeln und Konsequenzen einfordere. Nur so geht es. Der Laissez-faire-Stil der letzten Jahre hat jedenfalls nicht zur psychischen Verbesserung von Kindern und Jugendlichen beigetragen.

Rainer Zufall
15 Tage zuvor

„Das ewige Jammertal wird doch erst durch die ganzen Schlechtredner des Schulsystems gangbar gemacht.“
Nicht unwahr. Oh, wie gehen mir die Menschen auf den Keks, die sich über Elternhäuser aufregen und gleichzeitig gegen Ganztagsangebte schießen…

Rainer Zufall
15 Tage zuvor
Antwortet  Laie

„Selbst als Laie weiß ich, dass es verschiedene Menschenbilder gibt und Experten sich nicht einig sind, ob der Mensch durch das Umfeld geprägt wird oder durch den eigenen Charakter.“
Aha, welche Expert*innen bezeichnen die Kinder als „faul“?

Mika BB
15 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Das steht doch garnicht im Widerspruch zu Vehrenkamps Aussage, dass der/die Betreffende an der Integration mitwirken wollen muss, damit sie funktioniert.

Mika BB
15 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Was meinen Sie mit „ deren “Wollen” ist keine feste Größe.“?

unfassbar
10 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Bei bis dreijährigen Kindern ist die Motivation in der Tat noch deutlich beeinflussbar. Ab spätestens Grundschule ist das nur noch bedingt möglich, weil die grundlegende Sozialisation gefestigt ist, ab weiterführender Schule ist die Messe gelesen.

unfassbar
10 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Wer in den ersten sechs Lebensjahren jeden Wunsch unmittelbar erfüllt bekommt, hat große Probleme mit der Unterordnung in eine Gruppe. Wer in den ersten 10-12 Lebensjahren jeden Wunsch unmittelbar erfüllt bekommt, hat noch viel größere Probleme damit.

Unverzagte
10 Tage zuvor
Antwortet  unfassbar

Offensichtlich unterrichteten Sie bisher kaum in einer Grundschule, wo Sie genau das zurück bekommen, was Sie geben.

unfassbar
10 Tage zuvor
Antwortet  Unverzagte

Ich unterrichte (zum Glück aller) nicht an einer Grundschule. Mir ist aber bewusst, dass die Ehrlichkeit der Kinder in der Grundschule noch stärker und unmittelbarer ausgeprägt ist als in den Klasse 5 und 6.

Allerdings hat das nichts mit meinem Kommentar zu tun. Ich bezog mich auf echte Änderung der „sozialen Prägung“ eines Menschen. Bei der ist meiner Meinung nach mit Eintritt in die Grundschule viel, mit Eintritt in die weiterführende Schule fast alles durch.

Rainer Zufall
15 Tage zuvor
Antwortet  Mika BB

Ne, die Zuschreibung von „Faulheit“ unterminiert es allerdings, entsprechend stellt er ja auch die Bereitstellung von mehr Ressourcen und Angenoten für „faule“ Familien infrage, MIT denen er eigentlich arbeitet.. :/

Rainer Zufall
16 Tage zuvor

„Mit 15 Jahren im Beruf bin ich Realist geworden.“
Das sehe ich ehrlichgesagt nicht. Sie träumen regelmäßig von irgendwelchen Strafen für Menschen, die ihrer „Eigenverantwortung“ nicht nachkommen.
Sie nennen diese nie, sondern beschweren sich und fordern wage, niemals konkrete „Konsequenzen“.

Rüdiger Vehrenkamp
15 Tage zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Eigenverantwortung tut manchmal weh. Konkrete Konsequenzen wären in meinen Augen eine Kürzung des Kindergeldes bei Schulschwänzern oder bei Verstößen gegen Auflagen. Dies wird natürlich nicht alle Probleme lösen, aber wenns an den Geldbeutel geht, lernen viele direkt dazu. Wäre das nicht so, bräuchten wir auch keine Geschwindigkeitskontrollen mehr. Werden dadurch alle langsam fahren? Natürlich nicht. Aber wenn sie die Hälfte der Autofahrer mit Geldbußen zum Einhalten der Regeln gewinnen können, ist schon viel gewonnen.

Wir können es bei den Zuschnellfahrern auch gerne mit viel gutem Zureden und einer Thearpie probieren, nur habe ich meine Zweifel, dass dies geschieht.

Susanne M.
15 Tage zuvor

Das Kindergeld ist laut § 31 des Einkommensteuergesetzes (EStG) primär eine steuerliche Ausgleichszahlung (eine sogenannte Steuervergütung) an die Eltern und keine reine staatliche Fürsorgeleistung direkt für das Kind. Das kann nicht einfach gekürzt werden. Besserverdiende bekommen den Kinderfreibetrag.
Wie viel Kinder wert sind, sieht man dann auch daran, dass den Ärmsten, die Teil einer Bedarfsgemeinschaft im Bürgergeldbezug sind, das Kindergeld voll als Einkommen angerechnet wird..

Roland
15 Tage zuvor
Antwortet  Susanne M.

Eben. Lehrer bekommen ihren Kinderzuschlag auch, wenn sie krank feiern und schlechten Unterricht machen.

dickebank
15 Tage zuvor
Antwortet  Roland

Lehrer eben nicht, die sind in der Regel Tarifbeschäftigte und nicht verbeamtet.
Lehrer ist aber die Amtsbezeichnung für Grundschullehrkräfte und Lehrkräfte der SekI.

Roland
15 Tage zuvor
Antwortet  dickebank

Lehrer sind in der Regel tarifbeschäftigt? Interessant

dickebank
15 Tage zuvor
Antwortet  Roland

Egal welche Laufbahngruppe, tarifbeschäftigte Lehrkräfte tragen die Amtsbezeichnung „Lehrer“. Darüber hinaus grundsätzlich alle Lehrkräfte, die nicht der Laufbahngruppe II, zweites Einstiegsamt angehören.

Rainer Zufall
14 Tage zuvor
Antwortet  Roland

Wenn dickebank tarifbeschäftigt ist…
Er IST doch tarifbeschäftigt…?

Unverzagte
10 Tage zuvor
Antwortet  Roland

Interessant weiter, dass Lehrer*innen in der Welt einer dickenbank nicht vorkommen oder nicht erwähnenswert sind.

Rüdiger Vehrenkamp
15 Tage zuvor
Antwortet  Susanne M.

Ist mir bekannt. Ich habe selbst zwei Kinder und kriege das Geld auf mein Konto. Es war aber die Frage nach möglichen Konsequenzen. Müsste der Gesetzgeber eben ändern. Oder es wäre die Frage, ob man das Kindergeld nicht generell nimmt und in vielfältige Angebote steckt. Rund 528 Millionen Euro Kindergeld hat Deutschland im Jahr 2025 ins Ausland überwiesen (vgl. https://www.focus.de/panorama/rekord-deutschland-ueberweist-528-millionen-euro-kindergeld-auf-ausland-konten_70b74ddc-b106-4cd6-99ae-7ed9b0acc1a6.html). Da wäre die Frage, ob das Geld hierzulande im System nicht besser aufgehoben wäre.

Rainer Zufall
14 Tage zuvor

„Es war aber die Frage nach möglichen Konsequenzen. Müsste der Gesetzgeber eben ändern.“
Also mehr Geld für alle Familien, um ggf. auf das Existenzminimum zu kürzen?
Oder einfach nur „alle Ausländer raus“, wie unerwartet (augenroll)

Rainer Zufall
15 Tage zuvor

„Konkrete Konsequenzen wären in meinen Augen eine Kürzung des Kindergeldes bei Schulschwänzern oder bei Verstößen gegen Auflagen“
Sie sind also für eine ERHÖHUNG des Kindergeldes, UM bei den verhältnismäßig wenigen „Verstößen“ sanktionieren zu können? Gerne! 😀

Sagen Sie der Union bescheid und verteufeln Sie die rechtsextremen Spinner*innen, die weniger als Existenz fordern! Bin bei Ihnen 🙂

Rainer Zufall
16 Tage zuvor

„Ich rede von Kindern, Jugendlichen, jungen Erwachsenen und den Elternhäusern, die Bildung als etwas Lapidares hinnehmen, wofür man sich nicht anstrengen muss und dass man gerne mal schleifen lassen kann.“
Und dafür die Kinder zur Rechenschaft ziehen… Gesprochen wie ein echter Sozialarbeiter – 50 Likes -___-

Rüdiger Vehrenkamp
15 Tage zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Es schadet nicht, Kindern frühzeitig die Konsequenzen ihres Handelns klarzumachen. Wir können natürlich warten, bis diese Kinder erwachsen sind und dann mit viel Daumendrücken hoffen, dass sich dann alles ändert.

Rainer Zufall
15 Tage zuvor

Die Konsequenzen ihrer Herkunft trifft es wohl eher. Sie sehen ja nicht viel Sinn darin, Mittel zu investieren, UM diese Kinder zum verantwortlichen Handeln zu ermächtigen – zu faul und so

potschemutschka
17 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Ab welchem Alter darf man denn Respekt und Eigenverantwortung erwarten? Erst ab 18? Warum reden wir hier dann ständig von selbstbestimmtem Lernen und Mitbestimmung der Schüler? Wann, wie und durch wen, lernen Kinder bis 18 Respekt und Eigenverantwortung, damit sie das dann mit Volljährigkeit auch entsprechend praktizieren können?

laromir
17 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Aber an die Eltern soll man doch auch nicht glauben oder appellieren? Wie denn nun? Und was, wenn die Eltern nicht mitarbeiten? Dann passiert nichts. Egal, was Schule macht. Man schaut dann als Lehrkraft teilweise fassungslos und hilflos zu, schreibt alles auf und kann nichts tun.

potschemutschka
17 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

… und wer setzt diese Forderungen um? Und wie reagieren die Bürger und Bürgerinnen, wenn sie dann (höhere Steuern oder irgendwelche Kürzungen, die sie direkt betreffen) aufgebrummt bekommen? Fordern ist das eine, wenn es aber ums Bezahlen geht …
Da müsste wohl die „Reichensteuer“ greifen, damit es keinen Unmut gibt. Ach, ich bin halt ein Träumerle. 🙂
Reichensteuer – Wikipedia

Rainer Zufall
15 Tage zuvor
Antwortet  potschemutschka

„… und wer setzt diese Forderungen um?“
Nicht so hastig! Haben Sie inzwischen herausgefunden, ab wann Sie von Kindern Respekt erwarten können? 😀

Rainer Zufall
15 Tage zuvor
Antwortet  laromir

„Aber an die Eltern soll man doch auch nicht glauben oder appellieren? Wie denn nun? “
Die Kinder als „faul“ abzuurteilen und diese für die Konstellation/ Entscheidungen büßen zu lassen, ist schonmal der falsche Weg 😉

Canishine
17 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Also keine Eigenverantwortung von Schülern?

Alese20
17 Tage zuvor
Antwortet  Canishine

Wenn man nie Eigenverantwortung gelernt hat – weder Zuhause (ich sag nur, immer von Mutti per Handy überwacht) noch in der Schule, woher soll die kommen? Hinzu kommt noch, dass ich finde, dass zu Eigenverantwortung auch Entscheidungsfreiheit gehört. Die SuS können nicht wirklich was entscheiden (Schulpflicht, Stundenpläne, Lehrpläne, Leherzentrierung). Die einzige Entscheidung ist mitmachen oder eben nicht. Ist nicht gerade viel, oder?

Auch Eigenverantwortung ist ihnen fremd. Entweder lösen es die Eltern oder die LuL.

Woher soll es kommen?

Canishine
17 Tage zuvor
Antwortet  Alese20

Man hat als Kind (je nach Alter) deutlich mehr Eigenverantwortung. Aufstehen, Waschen, Zähneputzen, Kleidung. Kommunikation und Umgang mit Mitmenschen, Eltern, Schülern, Lehrer. Zeitmanagement, Pünktlichkeit, Verbindlichkeit, Planung. Nahrungsaufnahme, Alkohol, Süßigkeiten, Rauchen. Sport und Bewegung. Körperpflege. Und noch viel mehr Details. Die haben Kinder eigentlich, sobald sie sie verstehen können. Auch in diesen Verantwortungen gibt es keine so große Wahlfreiheit, wenn man Konsequenzen vermeiden will.
Es ist schwerwiegend, wenn Kinder (in der Familie) nicht darin begleitet werden und grenzt an Verwahrlosung, denn das Problem ist nicht, dass die Kinder keine Verantwortung hätten, sondern nichts davon und darüber wissen.
Auch in der Schule gibt es reichlich Verantwortung: Umgang mit dem eigenen Material, der schulischen Infrastruktur, wieder mit den Mitmenschen. Damit haben Kinder schon recht viel zu tun, meist mehr als genug. Es gibt bei uns Kinder, die mischen in allen Projekten mit, sind aber zu selten im Unterricht, machen kaum noch Hausaufgaben und verlieren den Anschluss. Freie Wahl, aber womöglich falsch entschieden.
Nach meiner Meinung ist eine wesentliche Antwort, die Schüler geben müssen, die auf die Frage: Wie gehst Du mit dem Umstand um, dass Du eine umfassende Bildungsmöglichkeit geschenkt bekommst? (Ja, das gilt auch für uns Erwachsene in anderen Zusammenhängen.)

Alese20
16 Tage zuvor
Antwortet  Canishine

„Aufstehen, Waschen, Zähneputzen, Kleidung. Kommunikation und Umgang mit Mitmenschen, Eltern, Schülern, Lehrer. Zeitmanagement, Pünktlichkeit, Verbindlichkeit, Planung. Nahrungsaufnahme, Alkohol, Süßigkeiten, Rauchen. Sport und Bewegung. Körperpflege“
Und was glauben Sie, wieviel davon von den Eltern gemanagt wird? Wenn ich raten müsste: Eltern sorgen dafür, dass das Kind pünktlich aufsteht, frühstückt, die Tasche gepackt ist, fragt nach Hausaufgaben, wann Arbeiten geschrieben werden etc. Das kommt alles von Außen.

Canishine
16 Tage zuvor
Antwortet  Alese20

Es gibt solche und solche. Manche erledigen alles für ihre Kinder, manche kümmern sich um wenig bis nichts, andere finden eine Balance zwischen Unterstützung und Eigenverantwortung. Aber selbst für diese gibt es keine Erfolgsgarantie (oder in anderen Fällen Versagensgarantie), denn das Kind hat einen eigenen Kopf.

Alese20
16 Tage zuvor
Antwortet  Canishine

Da sind wir einer Meinung.

Rainer Zufall
15 Tage zuvor
Antwortet  Canishine

„manche kümmern sich um wenig bis nichts“
und um diese „faulen“ Kinder/ Familien müsse sich die Schule nicht weiter bemühen und überlegen, wie diese unterstützt werden können?
Darum ging es ja leider…

Rainer Zufall
15 Tage zuvor
Antwortet  Canishine

„Es ist schwerwiegend, wenn Kinder (in der Familie) nicht darin begleitet werden und grenzt an Verwahrlosung, denn das Problem ist nicht, dass die Kinder keine Verantwortung hätten, sondern nichts davon und darüber wissen.“
Also KWG, wenn das Kind zu schlecht in der Schule ist?

Da setzen Sie ja echt nochmal einen auf Vehrenkamp drauf, mit „faulen“ Schüler*innen und Familien meinte der – meine ich – etwas anderes

Rainer Zufall
15 Tage zuvor
Antwortet  Alese20

Eben. Aber Eigenständigkeit/ Partizipation, UM den eigenen Lernprozess zu steuern, Arbeitshaltung und Eigenverantwortung aufzubauen, wird ja ebenfalls im Forum verteufelt – ist halt was Neues!

Ganztagsangebot für Kinder, welche zu Hause nicht diese Kompetenzen erwerben? Auch angefeindet, da etwas Neues!

Manche im Forum haben sich da ein wenig sehr in eine Ecke diskutiert, aus der sie nur noch mit Widerstand, Widersprüchlichkeit und Wissenschaftsfeindlichkeit reagieren können 🙁

Susanne M.
14 Tage zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Mich interessiert auch sehr: Die Bildungsaufsteiger aus armen und/ oder dysfunktionalen Familien, was hatten sie, was ihnen geholfen hat? Können das nicht mehr Kinder bekommen?
Das alle mit überfliegender Intelligenz gesegnet sind, stimmt nämlich nicht.

Rainer Zufall
12 Tage zuvor
Antwortet  Susanne M.

Volle Zustimmung.

Wäre ein spannendes Thema, aber ich habe schon eine Idee, was die Antworten im Forum zu einer wissenschaftlich gestützten Untersuchung, gar Schüler*innenbefragung wären…

Rainer Zufall
15 Tage zuvor
Antwortet  Canishine

Inwiefern wird „Eigenverantwortung“ gefördert (!), wenn Kinder und deren Familien als „faul“ abgestempelt werden?

Eigenverantwortung muss gelehrt werden, wenn sie von zu Hause nicht mitgegeben wird, leider wehren sich ironischerweise manche im Forum dagegen, diesbezüglich ihrer Arbeit nachgehen zu wollen..

Rainer Zufall
15 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

DARUM „fragt“ Potschemuschka ja auch anderes, um davon (oder möglicherweise Ihrer jahrzehntelanger/ berufslebenunfassender Wissenslücke) abzulenken

447
16 Tage zuvor
Antwortet  potschemutschka

Ab garkeinem, natürlich.
Ab 18 geht es dann mit anderen instutionialisierten Ausreden weiter.

Rainer Zufall
15 Tage zuvor
Antwortet  447

„besorgte Bürger“, „Tauchergruß“ und „Bildungspflicht“? 😉

447
15 Tage zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

„Die Schule tat zu wenig“, „von Frontallehrkräften diskriminiert“, „der Schulabschluss VERBAUT (stumm dazu gedacht: durch die doofen Lehrer)“, „haftempfindlich“, „kultursensibel“, „begrenzt steuerungsfähig“,“ in einer Ausnahmesituation“, „austherapiert“, “ mit multiple Herausforderungen konfrontiert“, „Angebote teilweise besucht“, „positive Sozialprognose“… da kann man ein Bingo draus machen.

Wichtigste Botschaft:
Die anderen sind schuld.
Die Gesellschaft ist schuld.
Diejenigen, die es richtig gemacht und sich angestrengt haben waren nur „““privilegiert“““.
Man (=gerne Lehrer) hätte halt noch mehr anbieten müssen.

Da konnte der „arme Bub“ ja nicht anders als X (setze für X beliebiges [selbst]zerstörerisches Verhalten ein)

Rainer Zufall
14 Tage zuvor
Antwortet  447

„Wichtigste Botschaft:
Die anderen sind schuld.
Die Gesellschaft ist schuld.“
Jup, das klingt sehr nach Ihnen und solchen im Forum – aber Sie werden natürlich nicht als „faul“ missverstanden 😉

Rainer Zufall
15 Tage zuvor
Antwortet  potschemutschka

Sie kehren Vehrenlamps Werteurteil von „faulen“ Schüler*innen und Familien um, vielleicht wollen Sie sich erstmal diesbezüglichen „Respekts“ vor anderen widmen, bevor Sie wieder mit unpassenden Fragen ablenken wollen

Rainer Zufall
14 Tage zuvor
Antwortet  potschemutschka

Wahnsinn! Grob 60 Menschen wissen nicht, ab welchem Alter Respekt und Eigenverantwortung erwartet werden können? Nichtmal Sie NACH Ihrem Arbeitsleben (was zum Geier taten Sie in der Zeit? 😀 )?

Sie sind offenbar für viele ganz nah am (faulen) Zahn der Zeit.
Ich wünsche Ihnen, dass Sie die Antwort Ihrer Frage in ihren verbleibenden Jahren noch finden werden – nicht aufgeben 🙂

Ich_bin_neu_hier
17 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Kinder haben einen Einfluss auf ihre Bildungskarriere – die wird nicht ausschließlich von externen Faktoren bestimmt. Folglich tragen Kinder natürlich auch Verantwortung – die Erwachsenen und das System vermutlich mehr, aber das ist hier nicht der Punkt: Kinder tragen auch Verantwortung, selbst wenn sie das in dem Moment aufgrund fehlender Reife nicht merken und sich später wünschen werden, manche Entscheidung anders getroffen zu haben.

Ich_bin_neu_hier
17 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

„Gerne mal die Kinderrechte lesen, zu denen sich Deutschland verpflichtet hat.“

Ich verstehe offensichtlich ihren Hinweis nicht – ja, Kinder haben ein Recht auf Bildung, aber das bedeutet doch, dass ihnen die Möglichkeit dazu gegeben werden muss, sich selbst zu bilden, nicht dass ihnen die Bildung von außen sozusagen übergestülpt werden müsste (oder dürfte) – mit anderen Worten, eine Mitwirkungspflicht schließt das doch nicht aus?

Rüdiger Vehrenkamp
17 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

„Wenn Kinder nicht mitwirken, hat das Gründe. Kinder sind keine kleinwüchsigen Erwachsenen, die verantwortlich für ihr Leben zu machen wären.“

Soweit korrekt. Nur wenn man Mitwirkung nicht im Kindesalter einfordert, werden daraus unmündige Erwachsene, die der Gesellschaft auf der Nase herumtanzen. Natürlich hat es Gründe, wenn Kinder sich hier verweigern. Häufig ist es Faulheit, mangelnde Erziehung oder ein Elternhaus, das gerne betont, wie doof Lehrer sind und dass man sich nichts gefallen lassen müsse. Oder Eltern, die auch den 26. Fehltag in der Schule sehr gerne entschuldigen.

Canishine
16 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Dann wollen wir in Zukunft weniger defizitorientiert auf das Schulsystem schauen.

Canishine
16 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Muss ja auch nicht.
Ich stelle mir gerade den Schüler der Zukunft vor. Natürlich nicht defizitorientiert.

Rainer Zufall
15 Tage zuvor
Antwortet  Canishine

Ruht der sich darauf aus, dass seine Familie „faul“ gewesen sei und Lehrkräfte ihm kein Lernangebot machten, weil awine Familie zu „faul“ sei?

Oder bellen die fleißig das Wort „Eigenverantwortung“, ohne eigene zu zeigen, geschweige einen Plan, wie sie es dem Schüler der Zukunft beibringen sollen? 😉

Unverzagte
10 Tage zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Bringen Sie ihren Schülerinnen bei, dass sie Schüler sind ?

Unverzagte
10 Tage zuvor
Antwortet  Canishine

Stellen Sie sich gern auch die zukünftige Schülerin vor. Schadet nicht, diese in ihrer Existenz wahrzunehmen.

Rainer Zufall
15 Tage zuvor
Antwortet  Canishine

Sie verwechseln „defizitorientiert“ mit „kritisch“ und „wissenschaftlich“

Rainer Zufall
14 Tage zuvor
Antwortet  Canishine

Ich werde Sie daran erinnern 😉

Rainer Zufall
15 Tage zuvor

„Häufig ist es Faulheit“
Vielleicht sollten Sie doch mal etwas aus „dem Elfenbeinturm“ lesen, um Ihr Umfeld besser zu verstehen…

Hans Malz
17 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

§42 Schulgesetz NRW
(3) Schüler haben die Pflicht daran mitzuarbeiten, dass die Aufgabe der Schule erfüllt und das Bildungsziel erreicht werden kann. Sie sind insbesondere verpflichtet, sich auf den Unterricht vorzubereiten, sich aktiv daran zu beteiligen, die erforderlichen Arbeiten anzufertigen und die Hausaufgaben zu erledigen. Sie haben die Schulordnung einzuhalten und die Anordnungen der Lehrer, der Schulleitung und anderer dazu befugter Personen zu befolgen.

Hans Malz
16 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Das soll natürlich niemanden davon abhalten die Rahmenbedingungen zu verbessern, um den Kindern bessere Bildungschancen zu geben.

Rainer Zufall
15 Tage zuvor
Antwortet  Hans Malz

Na, solange niemand versucht, diese Bemühungen zu untergraben und stattdessen die Betroffenen mit starren Werturteilen herabwürdigt, um eben diese besseren Rahmenbedingungen infrage zu stellen…
(„Es hapert nicht nur an mangelnder Finanzierung und Personal, sondern leider auch an der eigenen Mitwirkung der Betroffenen.“)
(„Natürlich hat es Gründe, wenn Kinder sich hier verweigern. Häufig ist es Faulheit, mangelnde Erziehung oder ein Elternhaus, das gerne betont, wie doof Lehrer sind und dass man sich nichts gefallen lassen müsse.“)

Rainer Zufall
15 Tage zuvor
Antwortet  Hans Malz

Vielleicht, Vehrenkamp sprach sich als Schulsozialarbeiter lautstark aus, dass bessere Rahmenbedingungen bei „faulen“ Familien wenig/ nichts bringen würden :/

Faktensammler
15 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

In Niedersachsen ist es exakt genauso:
Laut dem Niedersächsischen Schulgesetz (NSchG) sind Schülerinnen und Schüler ausdrücklich dazu verpflichtet, aktiv daran mitzuarbeiten, dass die Aufgaben der Schule erfüllt und die Bildungsziele erreicht werden können.
Diese generelle Pflicht zur Mitarbeit konkretisiert sich laut Schulgesetz in folgenden Aspekten:

  • Vorbereitung und Teilnahme: Pflicht zur regelmäßigen und pünktlichen Teilnahme am Unterricht sowie an sonstigen Schulveranstaltungen.
  • Unterrichtsbeteiligung: Die Verpflichtung, sich aktiv am Unterricht zu beteiligen.
  • Hausaufgaben und Arbeiten: Die Pflicht, Hausaufgaben anzufertigen, erforderliche Arbeiten zu erledigen und sich auf den Unterricht vorzubereiten.
  • Materialien: Soweit vorgeschrieben, müssen die erforderlichen Lern- und Arbeitsmaterialien mitgeführt werden.

file:///C:/Users/Arne/Downloads/NSchGStand-2005-12-15.pdf

Damit dürfte sich so mancher Unsinn, der hier im Forum diskutiert wurde („Ich darf Schüler nicht drannehmen, wenn sie nicht möchten.“) hoffentlich endgültig erledigt haben.

Faktensammler
15 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Das hat auch niemand gesagt.
Sie jedoch behaupteten: „Es gibt keine ‚Mitwirkungspflicht‘ von Kindern – wo soll die stehen?“
Und das ist (zum wiederholten Male nachgewiesen) absoluter Unsinn.
Oder anders gesagt – um Ihre „Argumentation“ aufzunehmen: Fehlende Mittel oder eine unzureichende Unterstützung entbinden Kinder laut Schulgesetz eben n i c h t von ihrer Pflicht zur Mitarbeit.
Die gibt es übrigens (altersabhängig differenziert) auch im Haushalt.

So oder so hat aber Gott sei Dank jedes Kind die Möglichkeit, sich aller bestehenden Unterstützungsmöglichkeiten in und außerhalb von Schule zu bedienen.
Und diese sollten ihm bewusst gemacht werden.

Rainer Zufall
15 Tage zuvor
Antwortet  Faktensammler

„So oder so hat aber Gott sei Dank jedes Kind die Möglichkeit, sich aller bestehenden Unterstützungsmöglichkeiten in und außerhalb von Schule zu bedienen.“
Fragen Sie Vehrenkamp!
Ich stimme ihm nicht zu, die Problematik besteht durchaus und lässt sich derzeit wohl nicht dadurch klären, dass Kinder (!) sich der „Unterstungsmöglichkeiten bedienen“

Rainer Zufall
14 Tage zuvor
Antwortet  Faktensammler

„Die Neuregelung der Finanzhilfe für Schulen in freier Trägerschaft zielt auf mehr Transparenz und Flexibilität und bietet eine verlässliche Grundlage der Finanzierung, orientiert an den Ausgaben für das öffentliche Schulwesen.“
Bessere Finanzierung, ok.

„Der zweite Schwerpunkt des Gesetzes ist die Qualitätssicherung der Ersatzschulen. Dazu gehört, dass die Schulbehörde die Aufsicht effektiv wahrnehmen kann, insbesondere auch durch frühzeitige Beratung. Dementsprechend werden die Anzeigepflichten des Schulträgers konkretisiert. Zudem ist auch die Qualifikation der Lehrkräfte der Ersatzschule von zentraler Bedeutung.“
Das ergibt Sinn…

WO genau steht in Ihrer eigenen Quelle etwas zur Mitwirkungspflicht? 😉

dickebank
17 Tage zuvor
Antwortet  Hans Malz

Wie, den SuS sind Pflichten oktroyiert?
Das ist eine absolute Frechheit, wallah.
Wer solche Paragraphen formuliert, betreibt Machtmissbrauch von amtswegen und verstößt grundlegend gegen Kinderrechte.

Hans Malz
16 Tage zuvor
Antwortet  dickebank

Das ist meine Lieblingsprojektion, wenn ich mal wieder von Schülerseite mit deren Rechten konfrontiert werde und was ich alles gar nicht darf 😉

Rainer Zufall
15 Tage zuvor
Antwortet  Hans Malz

„Schüler haben die Pflicht daran mitzuarbeiten, dass die Aufgabe der Schule erfüllt und das Bildungsziel erreicht werden kann.“
Und wenn nicht, klopfen sich alle selbstgerecht auf die Schulter und lassen das Kind fallen… ACH MOMENT, haben Eltern und Schule eventuell die Pflicht, das Kind zu unterstützen? Ob über 14-Jährige polizeilich vorgeführt werden könnten, wenn die Lehrkräfte es nicht als zu anstrengend empfinden, mit der Schulleitung zu sprechen?

Wie spannend es wäre, SOLLTEN sich mal ausnahmsweise nicht alle ans Gesetz halten (augenroll)

Hans Malz
14 Tage zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Lesen Sie doch mal weiter. Die Elternpflichten stehen auch da. Es ist nunmal so, dass es ganz ohne Mitwirkung von allen beteiligten Gruppen nicht funktioniert.

Im übrigen gibt es noch eine Antwort von mir dazu, die Sie natürlich
( ) nicht gelesen
( ) nicht verstagen
( ) beides
habe.

„…wenn die Lehrkräfte es nicht als zu anstrengend empfinden, mit der Schulleitung zu sprechen?“
Was soll der zusammenhanglose Quatsch den jetzt wieder?

Rainer Zufall
11 Tage zuvor
Antwortet  Hans Malz

„Lesen Sie doch mal weiter. Die Elternpflichten stehen auch da.“
In Ihrem Beitrag, auf den ich mich bezog, steht nicht mehr…

Versehentlich mit dem falschen Account geantwortet oder auf wen beziehen Sie sich?
Schicken Sie gerne den Link zu Ihrer Aussage, die ich nicht gelesen haben soll und gerne erkläre ich, was ich mit dem „Quatsch“ meinte 🙂

Rainer Zufall
15 Tage zuvor
Antwortet  Ich_bin_neu_hier

Ne, wenn Sie gegen eine Pflicht sind, dass Kinder essenzielle Kompetenzen erwerben und Werte (er-)leben lernen, müssen Sie schon die Rechtsextremen wählen 😉

Aber interessant, dass Sie das Thema erst jetzt tangiert, wo in einem Bundesland diese Errungenschaft zu verloren gehen droht… (augenroll)

DerechteNorden
17 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Beteiligungsrecht: Kinder haben das Recht, an Entscheidungen teilzuhaben, die ihr eigenes Leben betreffen.
Kindeswohlvorrang: Bei allen Maßnahmen, die Kinder betreffen, soll stets das Wohl des Kindes im Vordergrund stehen.“

Hier sehe ich leider einen Widerspruch.
Was ist denn, wenn die (vielleicht unbewusste) Entscheidung eines Kindes (Jugendlichen?) z.B. so aussieht, dass die Schule nicht so wichtig ist, weil man später ja lieber nicht arbeiten möchte, weil die Eltern ja auch nicht arbeiten und das problemlos geht?
Was genau wäre denn hier zu tun? Und wer entscheidet denn, was genau das Wohl des Kindes ist? Das Kind (Jugendliche*r), die Eltern, die Lehrkräfte …?
Und was ist zu tun? Schule hat hier dann kaum Einfluss, wie Lehrkräfte ständig feststellen müssen. Wir haben andauernd Fälle, bei denen die Interessen der einzelnen Parteien kollidieren. Allerdings selten so, dass der Staat eingreifen könnte.

In meinem Bekanntenkreis gibt es einen Extremfall, der aufzeigt, wie absurd das Beteiligungsrecht z.T. ist. Die Eltern sind sehr engagiert und haben wirkliche sämtliche Hilfen, die der Staat zur Verfügung stellt, in Anspruch genommen. Aber das Kind hat nicht mitgespielt. …
D.h. unser Staat lässt es zu, dass Kinder und Jugendliche in ihr eigenes Verderben laufen. Erst wenn es zu spät ist, greift er ein. So hoch wird dieses Beteiligungsrecht gehängt. Und wenn dann auch die Eltern nicht mitspielen, …

Wie gesagt, hier passt etwas nicht zusammen.

Rainer Zufall
15 Tage zuvor
Antwortet  DerechteNorden

„Hier sehe ich leider einen Widerspruch.“
Das Kind soll möglichst in einem, seiner Entwicklung entsprechenden und förderlicher Weise parzizipieren können.

Rainer Zufall
15 Tage zuvor
Antwortet  Ich_bin_neu_hier

„die Erwachsenen und das System vermutlich mehr, aber das ist hier nicht der Punkt.“
Öhm, doch!

Aufgabe der Erwachsenen und des Systems ist es, die Kinder zu befähigen, die gestellgen Anforderungen zu bewältigen.
Wenn dann darauf verwiesen wird, dass zusäzliche Ressourcen nichts bringen würden und wegen „fauler“ Kinder und Familien scheitern würde, nimmt es ebenjene aus der Pflicht (oder der Verangwortung) dem Kind zu helfen… Sachen gibts

Mariechen
17 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

‚Man‘ meint hier wohl Lehrer, die das, übrigens wie ich auch, tagtäglich beobachten. Sie nicht, denn Sie sind keine Lehrer und haben da nicht den Blick drauf.

Mariechen
17 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

In den Artikel geht es um Chancen Cap. Das bestreite ich nicht. Trotzdem: sehr viel LehrerInnen sehen tagtäglich, dass die Eigenverantwortung nachgelassen hat.

Mariechen
17 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Ja, selbstorganisiertes Lernen: Klappt schon im Kindergarten hervorragend. Vorschule abgeschafft und es läuft…

Unverzagte
10 Tage zuvor
Antwortet  Mariechen

Offensichtlich kennen Sie keine Reformschulen, schade.

DerechteNorden
17 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Ja, denn die Kids, die dorthin gehen, haben bereits zuhause gelernt, eigenverantwortlich zu handeln.

DerechteNorden
17 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Ist es tatsächlich so, dass die Kids dort nicht gewisse Voraussetzungen mitbringen?
Auf der Grundlage meiner langjährigen Berufserfahrung kann ich sagen, dass nur die Kinder, die bereits von zuhause aus bestimmte Voraussetzungen mitbringen, durch das fortgesetzte Training in der Schule am Ende erfolgreich eigenverantwortlich handeln können.

Der Einfluss der Schule wird gerne überschätz, was solche basalen Dinge angeht. Wenn das Elternhaus nicht so „arbeitet“, hat Schule keine Chance.

DerechteNorden
16 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Es ist dort nicht nur die Schule, die den Missständen entgegenwirkt. Das ist der Trick.
Es geht von Ihrer doch immer nur darum Angebote (an Schulen) zu schaffen.
Das Problem ist allerdings, dass viele Eltern die Angebote nicht annehmen. Das hat bei uns im Lande aber kaum Konsequenzen für die Eltern. Hier liegt der Hase im Pfeffer. Und Kinder, die dann entscheiden sollen, was besser für sie wäre, entscheiden so, wie sie es gelernt haben, nicht wie es tatsächlich besser für sie wäre.
Laissez-faire bringt nichts.

In Norwegen werden Kinder sofort aus Familien genommen, wenn da etwas schief läuft (Nicht, dass ich das so haben wollte.) Bei uns kommen eher Kinder zu Tode.
An anderer Stelle in diesem Thread habe ich berichtet, wie sogar engagierte Eltern gegen die Wand laufen.

Rainer Zufall
15 Tage zuvor
Antwortet  DerechteNorden

„Es ist dort nicht nur die Schule, die den Missständen entgegenwirkt. Das ist der Trick.“
Der Trick ist, dass es das Problem bspw. im Elternhaus nicht gibt?
Klingt mehr nach der Zielvorstellung, nicht dem Weg dahin bzw. dem „Trick“…

„In Norwegen werden Kinder sofort aus Familien genommen, wenn da etwas schief läuft.“
Bei welchem Notenschnitt geschieht dies bzw. welche Prüfung müssen Kindergartenkinder ablegen, die über deren Verbleib in der Familie entscheidet? (augenroll)
Aber ne, bitte erleuchten und schockieren Sie mich gerne mit einer Quelle dazu 😀

Susanne M.
14 Tage zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Ich kenne kein Beispiel aus Norwegen. Aber aus Dänemark durchaus. Kind vor der Einschulung übergewichtig? Kommt sofort in eine Kinderkur und zwar alleine! Das sollten deutsche Eltern wissen, bevor sie unsere Nachbarn in rosaroten Farben malen.

Rainer Zufall
11 Tage zuvor
Antwortet  Susanne M.

Klingt spannend, wie der Staat strukturen schafft, anstatt sich darauf auszuruhen dass Kind wäre „faul“ und bei zu wenig „Eigenverantwortung“ könne es fallengelassen werden…

Danke für dieses Beispiel, wie es besser gehen kann. Wenn Sie eine Quelle dazu hätten, würde ich mich sehr freuen

Alese20
17 Tage zuvor
Antwortet  DerechteNorden

Die Schule liegt in einem Brennpunkt. Auch, wenn sie sich hoher Beliebtheit erfreut und dadurch vermutlich nicht nur SuS aus dem direkten Umfeld dort sind, wird mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht jedes Kind aus der bildungsnahen Bubble kommen.

DerechteNorden
16 Tage zuvor
Antwortet  Alese20

Auf den Werbefotos sind nur blonde Kinder zu sehen. …
Tut mir leid, aber es hilft nichts, sich immer wieder selbst in die Tasche zu lügen.

Alese20
16 Tage zuvor
Antwortet  DerechteNorden

Brennpunkt ist nicht gleich Migration aus Ländern mit anderem Phänotyp. Erstens gibt es viel Migration in GE aus osteuropäischen Ländern und zweitens ist Brennpunkt gleich niedriger Sozialindex (in GE häufig sehr hoch).

Ich lüge mir nichts in die Tasche, ich komme aus dem Ruhrgebiet.

DerechteNorden
16 Tage zuvor
Antwortet  Alese20

Aha, das gesamte Ruhrgebiet ist also Brennpunkt?

dickebank
16 Tage zuvor
Antwortet  DerechteNorden

Im Prinzip ja, zumindest die Kernzone zwischen A2 und A40. Besonders rechts und links (geographisch: nördlich und südlich) der A42 liegt der soziale „Brenngürtel“.

Alese20
16 Tage zuvor
Antwortet  DerechteNorden

Das natürlich nicht. Aber wir haben gerne in den nördlichen Gebieten der Städte viele Brennpunkte. Gerade in GE ist die Lage sehr schlecht. Wenn man sich die Statistik des Sozislindexes in GE (BR Münster) anschaut, gibt es doch sehr viele Schule mit 7,8 oder 9.
https://www.schulministerium.nrw/system/files/media/document/file/sozialindex_schulliste_schuljahr_2025-26.pdf

Rainer Zufall
15 Tage zuvor
Antwortet  DerechteNorden

Ne, nur die Menschen ohne blonde Haare (augenroll)

GBS-Mensch
16 Tage zuvor
Antwortet  Alese20

„Erstens gibt es viel Migration in GE aus osteuropäischen Ländern…“

Südosteuropäische Länder, um exakt zu sein und i.d.R. aus einer Ethnie, die bereits in den Herkunftsländern randständig war und die, so leid es einem tut, absolut gar nichts mit unseren Vorstellungen von anständiger Bildung und einem bürgerlichem Lebensmodell am Hut hat.

dickebank
16 Tage zuvor
Antwortet  GBS-Mensch

Eben keine Geflüchteten mit Aufenthaltsstatus sondern EU-Mitbürger*innen, die Gebrauch von der Freizügigkeit machen.

GBS-Mensch
16 Tage zuvor
Antwortet  dickebank

In erster Linie machen die über zuweilen bandenmäßige „Tricksereien“ Gebrauch von den hiesigen Transferleistungen.

Das war nicht die ratio legis der Freizügigkeit.

Susanne M.
15 Tage zuvor
Antwortet  GBS-Mensch

Man kann in Europa nicht nur Rosinen picken. Die Frage ist aber, ob jede kulturelle Eigenart, die sich nicht reformieren lässt, erhaltenswert sein muss. Meine frühere Chefin war Sintezza, und sie sagte genau das.

Susanne M.
14 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Der Heiratsmarkt und Brautpreis zum Beispiel.

Rainer Zufall
15 Tage zuvor
Antwortet  GBS-Mensch

Jaja, immer wenn ich deren Vertreter*innen in Lumpen vor den Kameras stehen sehe, weiß ich, dass wir keine Ressourcen für diese Menschen(-rasse? Sind Sie da schon?) aufwenden müssen – Meine Fresse!

Rainer Zufall
15 Tage zuvor
Antwortet  DerechteNorden

Blonde Menschen mit Problemen? Müssen die Ju… „Internationalen Wasauchimmer“ schuld sein, sonst wäre Ihr Welt ja völlig verzehrt (augenroll)

Rainer Zufall
15 Tage zuvor
Antwortet  DerechteNorden

„Auf der Grundlage meiner langjährigen Berufserfahrung kann ich sagen, dass nur die Kinder, die bereits von zuhause aus bestimmte Voraussetzungen mitbringen, durch das fortgesetzte Training in der Schule am Ende erfolgreich eigenverantwortlich handeln können.“
Darum mehr Ressourcen/ Angebote fordern, anstatt die Schüler*innen unter dem Etikett „faul“ fallenzulassen.

Wenn Sie meinen, es gebe bessere Angebote, finde ich das persönlich spannend, aber vorsicht, dass Sie sich nicht „pädagogischen Blablas“ oder „Reformwahnsinns“ schuldig machen, wenn Sie bestehende Bedingungen verbessern wollen 😉

DerechteNorden
15 Tage zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Viele gute Angebote gibt es doch. Sie werden allerdings nicht ausreichend angenommen.
Hier braucht es einfach mehr Druck.

Rainer Zufall
15 Tage zuvor
Antwortet  DerechteNorden

Wie soll dieser Druck aussehen?

Wünschen Sie sich mehr Bürger*innengeld für alle, welches bei diesen Einzelfällen auf das Existenzminimum gekürzt werden können? 🙂

Rainer Zufall
11 Tage zuvor
Antwortet  DerechteNorden

Ich wäre ehrlich interessiert, was Sie sich an „Druck“ wünschen.
Mir fehlt da durchaus die Vorstellungskraft, aber mir fällt da nicht viel mehr im Rahmen des Grundgesetzes ein, als das Bürger*innengeld für alle zu erhöhen und in solchen Randfällen auf das Existenzminimum zu kürzen

Unverzagte
10 Tage zuvor
Antwortet  DerechteNorden

Nein, wie an allen anderen Schulen gibt es auch hier scheiternde SuS.

ed840
14 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

dort ist Eigenverantwortung Programm.

Allerdings nicht was z.B. die Kleiderordnung angeht.

Fraup
17 Tage zuvor
Antwortet  Mariechen

Tja, habe ich auch oft beobachtet: Fehlende Eigenverantwortung bei Kolleginnen und Kollegen „Würde ja, wenn…“

447
16 Tage zuvor
Antwortet  Fraup

Sie berwechseln „Verantwortung“ und „unbezahlte, unbegrenzte Zusatzarbeit ohne die zu stellenden Arbeitsmittel.“

Denn VERANTWORTUNG hat man nur für Dinge, die man auch kontrollieren kann.

Alese20
13 Tage zuvor
Antwortet  447

Aha, Verantwortung hat man nur für Dinge, die man auch kontrollieren kann. Und inwiefern haben denn SuS Kontrolle? Schulpflicht, Stundenplan, Lehrpläne, vorgegebene Prüfungssituationen…
SuS müssen funktionieren, das hat mit Eigenverantwortung dann wenig zu tun.

Bla
14 Tage zuvor
Antwortet  Fraup

Nennen Sie mal konkrete Beispiele. Würde mich interessieren. Rein aus Interesse und Neugierde.
Interessiert mich einfach, ob es sich um tatsächlich demotivierte/“faule“ Lehrkräfte handelt [die gibts] oder ob es sich um strukturelle Basis handelt … Also bspw. „unbezahlte Mehrarbeit“, „eigene Materialien erstellen/kaufen“, „AG ist ja zumutbar – unbezahlt“, „kann ja die SuS besuchen und Einzelnachhilfe geben/länger Arbeiten und Zusatzstunden vorschlagen“ usw.

Whataboutism hin oder her.
Nur weil manchen Lehrkräften „fehlende Eigenverantwortung“ haben/hätten, macht es doch nicht besser, dass dies dann auch „dem Nachwuchs“ fehlen würde?
Ist für sich selbst ein Kritikpunkt dann.
Genauso wie eben „fehlende Eigenverantwortung mancher SuS“ ein Kritikpunkt ist.
Das eine bedingt das andere? Ja – zum Teil. Aber wer in einer Abschlussklasse steht hat in der Regel zu viele Lehrkräfte gehabt, damit man das auf „denen fehlt die Eigenverantwortung“ schieben könnte. Ansonsten wäre das Bildungssystem ja noch mehr … Kaputt als eh schon. Sämtliche Zeiterfassungen [außer die mit selbstgemachten „Cap“] weißen jedoch zumindest vom Zeitaufwand auf anderes hin …

Rainer Zufall
15 Tage zuvor
Antwortet  Mariechen

Und nun? Sagen: „Die sind faul!“ und Feierabend?

Rainer Zufall
15 Tage zuvor
Antwortet  Mariechen

Vielleicht tut sich da der Unterschied zwischen („Faulheit“) Beobachten und wissenschaftlichen Untersuchen/ Verstehen auf…

Die Kritik gilt ja nicht der Beobachtung des Verhaltens/ der Schwierigkeiten, sondern dem Werteurteil, welches gegen mehr Ressourcen und bessere Rahmenbedingungen für alle angeführt wird. 🙁

Opossum
17 Tage zuvor

Mehr Demokratiebildung, Sprachförderung, Bildungsgerechtigkeit… Ich würde gerne eine Schule haben, die mehr Mathe oder Geschichte oder Chemie oder Kunst usw. hätte. Ohne Ganztag. Aber das scheint nicht so wichtig zu sein.

Opossum
17 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Es gibt aber genug Kinder, die die Sprache beherrschen. Sollen sie auf die anderen warten oder können sie auch gefordert werden?

ed840
17 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Stimmt.

Wenn man die Leistungen der SuS aus der oberen Schicht auf das Niveau von Ländern wie Finnland, Schweden, Dänemark oder Norwegen drücken würde, dann würde DE beim PISA-Krtierium
„Bildungsgerechtigkeit“ deutlich besser abschneiden.

Mika BB
17 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

„ Die PISA-Siegerländer bekommen beides auf die Kette.“ (Bildungsniveau und -Gerechtigkeit)

Echt? So wie Singapur? Und denken Sie (bezogen auf den Post von ed840) tatsächlich: „besser alle auf mittlerem Niveau als wenigstens einige gut“?

Rainer Zufall
15 Tage zuvor
Antwortet  ed840

Also mehr Geld für finanziell schwächere Familien! Dafür! 🙂

Opossum
17 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Werden sie tatsächlich gefordert? Von wem denn? Lehrer haben dafür oft einfach keine Zeit. Und wenn ein Lehrer Kinder tatsächlich fordert, ist es sein eigener Wunsch und keine schulische Strategie.

Laie
16 Tage zuvor
Antwortet  Opossum

Sind sie da sicher? Gerade aus der Grundschule und später aus der Oberstufe kenne ich als ehemalige Schülerin es so, dass man die leistungsstarken Schüler schon gefördert hat. Die haben dann in der Grundschule zum Beispiel schonmal in einem Buch gelesen (und dabei lesen geübt) oder in Mathe in einem extra Übungsheft gearbeitet, wenn sie mit dem normalen Stoff für die Stunde schon durch waren. Außerdem gab es regelmäßig freiwillige Zusatzaufgaben für schnelle Schüler. In der Oberstufe haben die Lehrer gerne Aufsätze aus Fachzeitschriften für uns kopiert. Das war natürlich nicht prüfungsrelevant. Außerdem hat die Schule Infos zu privaten Schüleraustauschen rausgegeben und die Jugendlichen dafür freigestellt bzw. es ermöglicht, dass der Austauschschüler mit in den Unterricht kommt und einen kurzen Brief für die Organisation verfasst. Organisieren mussten das dann natürlich die Schüler und Eltern privat (über irgendeine Stiftung oder das Land? die den Kontakt ins Ausland hergestellt haben.). Als Schüler konnte man auch in einer AG eine weitere Fremdsprache erlernen bzw. vertiefen und besonders sportliche Schüler hatten die Chance bei Jugend trainiert für Olympia mit zu machen. Soweit ich weiß, existiert all das immer noch. Außerdem gab/gibt es eine Schülerbibliothek in der man auch Bücher zur Abiturvorbereitung und Bücher auf den verschiedenen Sprachniveaus (A2, B1, B2, C1 etc.) in den Fremdsprachen, die dort gelehrt wurden ausleihen konnte. Natürlich ist das an anderen Schulen auch anders, dennoch denke ich, dass es da viele Möglichkeiten gibt, wenn auch oft außerhalb des Unterrichts. Für Jugendliche gibt es außerdem in jeder Stadt eine Bibliothek in der man Bücher ausleihen kann und generell im Internet diverse Angebote um mehr zu lernen. Wer mehr lernen will, der kann es in der Regel auch. Manchmal braucht man aber den Mut auch mal zu fragen und in dem Moment in dem man nicht mehr dem Unterricht folgt, sondern etwas anderes macht, wird es schwer, jedenfalls bei manchen Lehrern. Es ist halt so, dass der Lehrer viele Schüler gleichzeitig unterrichtet und da ist es dann schwer zu erkennen, wer den Stoff schon kann und aus langeweile etwas anderes macht, und wer keinen Bock auf das Fach hat und deshalb lieber etwas anderes erledigt, obwohl man halt schon in fast allen Bereichen gute Grundlagen haben sollte.

Rainer Zufall
15 Tage zuvor
Antwortet  Opossum

Warum ohne Ganztagsangebot?

Bildungsnah
17 Tage zuvor

Die Vorschläge lassen eklatante Bildungsmängel erkennen. Meine Vorschläge nach Fächern aufgelistet.

Biologie: Besprechung aller Baumarten, auf denen Geld wächst
Deutsch: Sondervermögen sowie weitere 387 Euphemismen, die diese Woche durch die Presse geistern
Mathe: Wenn der Tag 24h hat, wieviel sind es insgesamt wenn wir die Nacht dazu nehmen
Geschichte: Warum gibt es nicht immer genug Bewerber für einen Job und welche klugen Ideen hatte Stalin diesbezüglich
Politik: Warum der Nanny-Staat so lieb ist und nur das Beste für uns will

Wenn ich diese Vorschläge sehe, will ich auf keinen Fall mehr Mitbestimmung. Die Schulen haben ja schon jetzt die Kernaufgaben aus den Augen verloren. Hat jemand sich mal angeschaut, wie die Mehrzahl der Erstklässler einen Stift hält und erkannt, dass das für die Schule keine Rolle zu spielen scheint? Es gibt enorme Probleme beim Erlernen von sinnesfassendem Lesen, die sich dann durch die ganze Schulzeit ziehen. Aber wir machen lieber Demokratiebildung ab der ersten Klasse?

Das kann man sich nicht ausdenken.

Bildungsnah
17 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Man könnte jetzt insgesamt drüber streiten, ob die bedrohte Demokratie doch ein bisschen überdramatisiert ist. Will ich gar nicht, lassen Sie uns also bitte diesen Nebenschauplatz gar nicht bearbeiten.

Meine Frage wäre aber, ob die Demokratie tatsächlich akut von der Erstklässlern bedroht ist?

Wenn nicht, dann könnten die vielleicht doch erst mal Schreiben, Lesen und Rechnen lernen. Als Sahnehäubchen oben drauf vielleicht sogar den Stift vernünftig halten.

Ich persönlich würde mich mit künftigen wahlberechtigten Mitbürgern die lesen und rechnen können, durchaus wohler in der Gesellschaft fühlen und hätte dann auch deutlich weniger Sorgen vor irgendwelchen politischen Extremen.

Faktensammler
17 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Redaktion schrieb: „Und wir fragen uns, warum nur eine und nicht auch das andere gehen soll.“

Deshalb.

„Es dürfte im Schulbetrieb ein weitverbreitetes Gefühl sein: Einerseits wird der schulische Alltag durch immer mehr an Neuem zunehmend überfüllt – »Kompetenzorientierung«, »Individualisierung«, »Elternarbeit«, »Digitalisierung«, »Inklusionsarbeit« und »Qualitätsmanagement« mögen als Stichworte genügen; andererseits werden die einmal eingeführten Neuerungen kaum je wieder abgeschafft. Schulleistungsstudien zeigen aber, dass die Schulpraxis in den letzten zehn Jahren insgesamt nicht besser geworden ist – vielerorts ist sogar das Gegenteil der Fall. Wie ist das möglich? Wie kann es sein, dass die Qualität der »Reformdauerbaustelle Schule« nicht in demselben Maß steigt wie die Anzahl der Implementierungsversuche immer neuer Projekte und Standards?

Benedikt Wisniewski und Barbara Gottschling ziehen aus diesem Befund eine erfrischende Folgerung: Wäre es nicht an der Zeit, es einmal mit dem Gegenteil, das heißt mit einer umfangreichen De-Implementierung zu versuchen? Oder anders formuliert: Wie kann Schule aufhören, das zu tun, was nicht funktioniert? Das Fazit sei an dieser Stelle vorweggenommen: Das Buch sollte zur Pflichtlektüre aller Lehrpersonen werden, die nicht lernen möchten, mit Stress besser umzugehen, sondern die weniger Stress erleben und sich wieder auf das Kerngeschäft der Schule konzentrieren wollen: den Unterricht.“
https://www.spektrum.de/rezension/buchkritik-zu-weniger-macht-schule/2307002?fbclid=IwY2xjawSD9dZleHRuA2FlbQIxMQBzcnRjBmFwcF9pZBAyMjIwMzkxNzg4MjAwODkyAAEeQT4fL1–4QnWRdGTfugk1KSU64Ps7DKil9UxIWpVTFS7uB01jWzPP2b5B68_aem_AeoE2YsjeRgyXRiaiavEig

Ich_bin_neu_hier
17 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

„Also reine Paukschule!“

Konzentration auf Unterricht = reine Paukschule?

Was haben Sie denn für einen Blick auf Unterricht? Dass da ausschließlich fachspezifische Inhalte in die Köpfe gepresst werden, bis nichts mehr reingeht?

(Ich weiß nicht, was ich dazu noch schreiben soll – ich darf Sie ja nicht einfach mal in den Unterricht einladen.)

Ich_bin_neu_hier
17 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

„Wenn Schule nur noch auf fachliche Inhalte und Leistung fokussiert…“

Sie missverstehen, soweit ich sehe, meinen Punkt vollkommen: Unterricht KANN gar nicht nur fachliche Inhalte vermitteln, das ist schlicht unmöglich – Sie werden IMMER auch Beziehungsarbeit leisten und dabei findet automatisch und unausweichlich IMMER auch soziales Lernen statt. Selbstverständlich vermitteln Sie durch Ihr Handeln als Lehrender auch Einstellungen und Umgangsformen – das ist elementar.

Unterricht KANN gar nicht auf rein fachliche Inhalte reduziert werden.

Opossum
17 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Geschichte, Literatur, Musik können helfen, diese Ziele zu erreichen.

Soziale Projekte sind wichtig.

Aber „fachliche Inhalte und Leistung“ sollen nicht in Hintergrund gezogen werden. Das soll auch auf Platz 1 stehen.

Rainer Zufall
15 Tage zuvor
Antwortet  Opossum

Sie haben die Hauptfächer vergessen.
Logisches Denken und Sprache können auch „helfen“ 🙂

Opossum
17 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Paukschule kann sehr wohl motivierend sein. Demotivierend wird es, wenn man angeblich so gut in der Schule war, und danach keine Basis Kenntnisse bekommen hat, weil die anderen Sachen wichtiger waren.

Rainer Zufall
15 Tage zuvor
Antwortet  Faktensammler

„mögen als Stichworte genügen“
Wenn Sie das RECHT auf Inklusion und Teilhabe mit Schulleistung in einen Topf werfen, sollten Sie vielleicht etwas dazu lesen…

„Schulleistungsstudien zeigen aber, dass die Schulpraxis in den letzten zehn Jahren insgesamt nicht besser geworden ist“
Nope! Erstens sind die Leistungen in der Inklusion nach einer Studie der Bertelsmannstiftung BESSER als an der Sonderschule – und Sie haben offensichtlich keine Quelle, die Gegensätzliches behauptet.
Zweitens sagen Schulleistungsstudien nichts über die jeweilige Wirksamkeit einer Maßnahme aus.
Was als Nächstes? Familien müssen reich genug sein, um zu kompensieren, dass das Bildungssystem nicht geändert werden muss? 😀

„Benedikt Wisniewski und Barbara Gottschling ziehen aus diesem Befund eine erfrischende Folgerung“
Erfrischend?? Also nur den Lehrkräften nach dem Mund reden, die nichts ändern wollen, oder etwas wirklich Neues?

Faktensammler
14 Tage zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Das sollten Sie mit dem Rezensenten von „spektrum.de“ ausdiskutieren, der das Buch besprochen hat. Es sind dessen Worte, die ich zitierte.

Rainer Zufall
12 Tage zuvor
Antwortet  Faktensammler

Nene, Sie lasen das Buch/ die Rezension und zitieren es im Forum, ich mich an Sie.

Die Leute von spektrum.de brachten ihre Aussagen nicht in die Diskussion ein, Sie tun es

laromir
17 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Weil Kapazitäten begrenzt sind? In allen Bereichen.

potschemutschka
17 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Freude und Motivation von Lehrern, Erziehern und Sozialarbeitern zu kappen, ist natürlich sinnvoller. (Spaß)

potschemutschka
17 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Meine Empfehlung an die Redaktion: Machen Sie doch mal einen auf Günter Wallraff und bewerben sich für ein paar Wochen an normalen Schulen als Praktikanten oder Schulhelfer … – so als Realitäts-Check (könnte aber auch ein Realitäts-Schock werden). Sie schreiben nämlich in letzter Zeit immer arroganter von oben herab, werfen aber der anderen Seite Zynismus vor!
Günter Wallraff – Wikipedia

Rainer Zufall
15 Tage zuvor
Antwortet  potschemutschka

Ist schon schwierig, sich stets über die Zustände zu beschweren, aber gleichzeitig nichts ändern zu wollen. Was bleibt da noch, außer sich in die Phantasie einer Vergangenheit zu flüchten, die es so nie gab…

„Freude und Motivation von Lehrern, Erziehern und Sozialarbeitern zu kappen, ist natürlich sinnvoller. (Spaß)“
Aber meinen Sie nicht, bspw. die von Vehrenkamp beschriebenen Probleme ließen sich durch professionelle, wissenschaftlich gestützte Arbeit und bessere Rahmenbedingungen auflösen, anstatt zu resignieren und Menschen plump als „faul“ abzuspempeln? Es klingt nicht wirklich so, als würden die derzeitigen Umstände ihm allzu viel Spaß bereiten

Rainer Zufall
14 Tage zuvor
Antwortet  potschemutschka

Im Nachhinein: ich mag Ihren Vergleich 🙂

Wenn Herr Wallraff in eine Schule gehen und denen Ihren Blödsinn um die Ohren hauen würde: den preußischen Trichter über die „Vorzüge“ einer Paukschule, die Weltfremdheit, wo aktuelle Lebenswelten und wissenschaftliche Erkenntnisse ignoriert und geltendes Recht zerredet wird, als würde es dadurch verschwindet oder sei die völlig unprofessionelle Einstellung, nichts mehr lernen/ verbessern zu müssen…

Ich würde es schauen! Die könnten Wissenschaftler*innen und Betroffene über Kamera zuschauen und aufregen lassen, wie Lehrkräfte (wie im Forum) sich in vermeindlicher Ahnungslosigkeit, Wissenschaftsfeindlichkei und Gleichgültigkeit gegenüber deren Schutzbefohlenen suhlen, um bloß nichts Neues lernen zu müssen…

dickebank
17 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Na klar, Schadenfreude ist die schönste Freude. Mit Spaß andere scheitern sehen. Nicht umsonst gibt’s Prüfungen.
Wer will schon leuchtende Kinderaugen.

Hans Malz
16 Tage zuvor
Antwortet  dickebank

Autsch.

dickebank
16 Tage zuvor
Antwortet  Hans Malz

Lernen durch Schmerz. Wer kennt es nicht, das Beispiel mit der heißen Herdplatte.

447
16 Tage zuvor
Antwortet  dickebank

Ich lerne lieber durch Lust – geliefert wie bestellt.

Rainer Zufall
15 Tage zuvor
Antwortet  447

Schreibt der Typ, der die Lehrkraft nicht von Drohnen unterscheiden will ^^

447
15 Tage zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Das ist diese „Transformation“, die ja das neueste Modewort ist.

Rainer Zufall
14 Tage zuvor
Antwortet  447

Keine Sorge, ich würde Sie nicht abstempeln, beschreibe nur Ihr Verhalten, wie Sie Menschen mit Insekten gleichsetzen – dafür gibt es andere Fachleute.

Rainer Zufall
15 Tage zuvor
Antwortet  dickebank

Der gesunde Menschenverstand? Die Pädagogik? (Offenbar doch nicht so faule) Eltern?

Rainer Zufall
15 Tage zuvor
Antwortet  dickebank

„Na klar, Schadenfreude ist die schönste Freude.“
Na zumindest sind Sie ehrlich. 😛

Im Ernst, ist schon schade, wenn sich manche Lehrkräfte nur noch spüren und als wirkungsvoll erleben, wenn Sie ihren Unmut ins Internet schreien, sich zur echten Veränderung durchringen können.

Dann haben Sie Leute wie Vehrenkamp, der sich nicht mehr mit wissenschaftlichen Informationen und schwierigen Familien herumschlagen will – obwohl diese ja gerade in seine Zuständigkeit fallen – aber offenbar sich keinen Wechsel bspw. ans Gymnasium vorstellen möchte, wo die familiären Strukturen eher zu dem passen, was er wohl derzeit braucht UND wo die Clientel trotz schulischer Leistungen von Schulsozialarbeit profitieren würde…

Das Gleiche bei Katze oder den anderen, die sich wortgewaltig über die Unzumutbarkeiten aufregen, aber keinerlei Absicht, für sich etwas daran ändern zu wollen.
Stattdessen silent quitting, Frustration und Untergraben bis zur Rente – welch Spaß 🙁

447
15 Tage zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Ein großes persönliches Problem hat nur, wer Schule nicht vom richtigen Leben trennen kann.
Weit verbreitete Lehrerkrankheit.

Da verirrt man sich dann gerne im Zauberwald, zu bunten Feenlichterträumen wie „und wenn wir noch drölfzig angebote machen, dann MUSS Khaos-Kevin doch einsehen, wie toll binomische Formeln sind!“.

Rainer Zufall
14 Tage zuvor
Antwortet  447

„Ein großes persönliches Problem hat nur, wer Schule nicht vom richtigen Leben trennen kann.
Weit verbreitete Lehrerkrankheit.“

Volle Zustimmung. Am Ende steigern die sich in ihren Schwachsinn hinein, pusten den ins Internet und werden dort in ihrer verzerrten Wahrnehmung verstärkt:
„“Die Schule tat zu wenig”, “von Frontallehrkräften diskriminiert”, “der Schulabschluss VERBAUT (stumm dazu gedacht: durch die doofen Lehrer)”, “haftempfindlich”, “kultursensibel”, “begrenzt steuerungsfähig”,” in einer Ausnahmesituation”, “austherapiert”, ” mit multiple Herausforderungen konfrontiert”, “Angebote teilweise besucht”, “positive Sozialprognose”… da kann man ein Bingo draus machen.

Wichtigste Botschaft:
Die anderen sind schuld.
Die Gesellschaft ist schuld.
Diejenigen, die es richtig gemacht und sich angestrengt haben waren nur “””privilegiert”””.“

Was für ein tragischer Clown. Ob der jemals (wieder?) zu einer konstruktiven, professionellen, menschenzugewandten Arbeitshaltung zurückfindet?
Ich fürchte, der hat soviel Bitterkeit auf der Zunge, dass er die nie ganz ausspucken kann 🙁

Rainer Zufall
14 Tage zuvor
Antwortet  447

Achja, die Wissenschaft könnte erklären, was „Khaos-Kevin“-Ausmacht und WIE sie ihn an die binomische Formel heranführen können.

Aber Vorsicht! Dann müssen Sie tatsächlich arbeiten, anstatt Ihr Nichtstun mit Weturteilen wie „faul“ oder „KHaos-Kevin“ zu begründen.
Aber solange Sie die Wissenschaft als „Zauberwald“ bezeichnen, halten Sie Ihren Unsinn bestimmt noch ein weiteres Schuljahr durch – die armen Kinder 🙁

Rainer Zufall
15 Tage zuvor
Antwortet  potschemutschka

Wird die Freude „gekappt“, wenn Schüler*innen und deren Familien nicht als „faul“ verurteilt werden sollen, sondern stattdessen ein professioneller und produktiver Umgang gesucht wird?

Oder beschriebe Sie die „Freude“ nichts ändern zu wollen, sich stattdessen jahrelang über eine „nicht passende“ Schülerschaft aufzuregen und jedes Mal ins Schweigen zu geraten, sobald man bei der ersten Nachfrage jegliche wissenschaftliche Basis vermissen lässt?

Bildungsnah
17 Tage zuvor
Antwortet  laromir

Exakt. Und das in einer Situation, in der ohnehin die Grundkenntnisse kaum ausreichend vermittelt werden können und den Kindern langfristige Nachteile in ihrem Leben entstehen.

Aber aus diesem erstmal „technischen“ Problem ergibt sich ein viel größeres moralisches Problem.

Niemand ist ernsthaft der Meinung, es wäre für die 6-jährigen eine wichtige Priorität etwas über Politik zu lernen. Man will mit dieser Demokratiebildung ab der ersten Klasse ein gesellschaftliches Problem lösen und eben kein Problem dieser Kinder. Sie sollen ca. 12 Jahre später nicht die AFD wählen. Soweit so gut, aber diese kleinen Menschen werden damit als Mittel zum Zweck gesehen.

Ich kann mir kaum vorstellen, dass jemand wirklich der Meinung wäre, diese 6-jährigen könnten ohne weiteres ein Verständnis für politische Zusammenhänge entwickeln. Wir reden von Kindern, für die das Lesen eines Textes im Komplexitätsgrad der Raupe Nimmersatt eine Herausforderung darstellt. Und je mehr Politikunterricht wir statt dem Lesen einführen, desto größer wird dieses Problem.

Aber, da ja so viele Menschen diese „Politikbildung“ für 6-jährige wichtig finden, will ich meinen Text nicht ohne Kompromissvorschlag beenden.

Wir machen diese Bildung, etwas direkter und ehrlicher, im Fidel Castro Style. Wegen mir schreiben die Kinder jeden Morgen zwanzig mal „Ich werde nicht die AFD wählen.“ Die Lehrer achten auf eine saubere Schrift und korrekte Dreipunkt-Haltung des Stiftes. Dann bekommen die Demokratie-Retter ihren Willen und die Kinder können trotzdem ein bisschen schreiben.

Alese20
16 Tage zuvor
Antwortet  Bildungsnah

Da kann ich das Kinderbuch „Jetzt bestimme ich! “ von Juli Zeh empfehlen. So konnte ich meiner Tochter schon im frühem Grundschulalter Demokratie verdeutlichen.

Rainer Zufall
15 Tage zuvor
Antwortet  Alese20

Das passt aber nicht zu dem Ziel mancher Forist*innen, gegen Demokratiebildung und Partizipation zu wettern.

So wird entweder völlig fehlinformiert „gewarnt“ Kinder dürften sofort über alles entscheiden, oder völlig falsch „missverstanden“, Lernangebote wären keine „echte“ Partizipation, weil sie keine absolute Wahlfreiheit beinhalten – Hauptsache dagegen und schön AfD als Opfer darstellen, die ein erheblich schlimmeres (Rechts-)Extrem fordert.

Aber ehrliches Danke für Ihren aufrichtigen Beitrag in diesem faktenfreien, bitteren, populist*ischen Gemenge 🙂

Rainer Zufall
15 Tage zuvor
Antwortet  Bildungsnah

„Wegen mir schreiben die Kinder jeden Morgen zwanzig mal “Ich werde nicht die AFD wählen.”
Schon witzig, wie Sie projezieren. Niemand tut das, was Sie beschreiben, es sagt aber viel darüber aus, was die rechtsextreme AfD künftig vorhat – siehe Einheitsliteratur für Sachsen-Anhalt.
Die sind Ihnen aber bestimmt dankbar (augenroll)

Rainer Zufall
15 Tage zuvor
Antwortet  Bildungsnah

„Man könnte jetzt insgesamt drüber streiten, ob die bedrohte Demokratie doch ein bisschen überdramatisiert ist“
Ist sie. Siehe Rechtsextreme im Bundestag, Extremist*innen, welche die gleichen „Werte“ teilen, aber bei den Rechtsextremen nicht mitmachen düfen, oder erfolgreiche Rattenfänger im Internet -__-

„Meine Frage wäre aber, ob die Demokratie tatsächlich akut von der Erstklässlern bedroht ist?“
Bildungsauftrag mit möglicher Konsequenz verwechselt. Lernen und Demokratiebildung sind keine Gegensätze

Stine
17 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Ich hoffe das ist Spaß, denn Kinder, die des Lesens und Schreibens nicht mächtig sind, die fühlen sich abgehängt und sind anfälliger. Mir fehlt aber in allen diesen Artikeln tatsächlich der Punkt von Bildungsnah. Warum geht niemand darauf ein, wie wir das lösen, dass immer mehr Kinder in der Schule nicht mehr Lesen und Schreiben lernen (trotz beispielsweise in Hamburg eingeführter Sprachförderung)? Wenn Eltern das im Elternrat oder bei der Schulleitung ansprechen, wird das abgetan. Und die Idee ist ernsthaft mehr eigenverantwortliches Lernen und Projektlernen und dann auch noch Mitbestimmung, obwohl die Grundkenntnisse völlig fehlen? Ressourcen und Förderung werden zudem eingekürzt. Ich persönlich fühle mich bei diesen ganzen Forderungen nur noch veräppelt, weil ich den Kindern nach 8 Stunden Ganztag noch Deutsch beibringen muss, weil sie sich in der Schule langweilen oder vor sich hinphilosphieren sollen und den Bildungsplan aber komplett verfehlen. Fordern wir ruhig weiter Gesundheits- und Fitnessunterricht, Mensen mit Chill-Zonen etc., dann sind wir sicher, dass wir in einer Fühli-Blase sind und uns mit den wirklichen Fragen nach Bildungsgerechtigkeit nicht auseinandersetzen müssen.

DerechteNorden
17 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Und was, wenn Fritzi und Elif sich am wohlsten vor der Daddelkiste fühlen?
Lustig finde ich auch, dass Kids sich am wohlsten fühlen, wenn sie mit ihren Freund*innen zusammensitzen oder zusammenarbeiten können. Bei 2/3 klappt das Lernen dann leider nicht so.

Ich würde es anders formulieren: Kids sollten sich nicht unwohl fühlen.
Doch, da besteht ein Unterschied.

Canishine
17 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Weil unter Wohlbefinden gerne verstanden wird, dass Schüler ihre Wünsche erfüllt und Vorstellungen realisiert bekommen, was aber nicht unbedingt zu einem nachhaltigen Wohlbefinden beiträgt. Das meinen Kollegen mit „Fühli-Fühli“, auch wenn ich selbst den Begriff zu abschätzig empfinde.
Dass Demokratie (speziell schulische Mitbestimmung) und Spitzenleistung bei PISA nicht unbedingt synonym sind, sieht man gut an den PISA-Siegern. Wie wohl sich chinesische Kinder in der Schule fühlen, vermag ich nicht zu sagen, aber entweder sie fühlen sich nicht wohl, dann tut das den hohen PISA-Leistungen keinen Abbruch, oder sie fühlen sich doch wohl, dann ist schulische Mitbestimmung keine Voraussetzungen dafür. Siehe auch Südkorea und Japan. Natürlich gibt es Estland und Taiwan, aber ich behaupte ja auch nicht, dass Schüler in eher mitbestimmenden Schulsystemen ein geringes Wohlbefinden haben müssen.

Canishine
17 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Ja, das gilt auch für Kollegen. Wenn ich die meisten Kollegen richtig verstehe, entsteht ihre Unzufriedenheit primär aus der Situation, zu wenig Zeit für die Kernaufgaben zu haben. Manche arbeiten bis zur Selbstaufgabe, manche entziehen sich, beides nicht gut für die Psyche.
Die sich aus der Umfrage ergebenden wünschenswerten Veränderungen (mehr Personal, Renovierungen, usw.) wären ja alle begrüßenswert (beim Ganztag bin ich aber vorsichtig), nur gibt es wieder Akteure, die daraus wieder ihr Mitbestimmungs-, (sogenanntes) Wohlbefinden- und reformpädagogisches Süppchen kochen wollen.

Canishine
17 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Ich bin nicht sicher, ob man im Bildungsbereich agierende Personen nicht als Akteure bezeichnen darf.
Mit Süppchen-Kochen, meine ich, dass nicht differenziert alles durcheinander gemischt wird. Demokratiebildung umfasst, wie im Link zu lesen, neben der allgemeinen Bildung als Grundlage eben auch politische Bildung, also schlicht Fachkenntnisse, Meinungsäußerung, Debattenkultur und als ein weiterer Aspekt Mitsprache und Mitbestimmung (, die auch nicht gleichzusetzen sind). Wem dann SV, Klassensprecher und Schulkonferenz, also die bisherigen Gremien, nicht ausreichen, wirft dann noch Mitsprache bei Einstellungen, Essen wann man will und freie Auswahl der Lerninhalte in den Topf, und gibt vor, damit die Demokratie zu retten. Auf mich wirkt schon der Aspekt der Demokratiebildung in der Umfrage des Kinderhilfswerks als thematisch etwas neben den anderen Themen Personal, Gebäude, Infrastrukur, Ganztag.
Längsstudien zur Demokratieakzeptanz und besonders zur Radikalisierungsprävention sind wohl selten, es gibt Studien, die gewisse Wirkmechanismen plausibel erscheinen lassen, aber ob diese zwischen den oben gelisteten Aspekten der Demokratiebildung differenzieren, weiß ich nicht.
Wie in vielen Fragen muss man sich einfach die Arbeit machen und sich gut überlegen, an welcher Stelle man Kinder wie einbinden und/oder Freiraum lassen kann, da bin ich bei Ihnen, aber das braucht Zeit. Und Sie sehen ja hier im Forum, dass auch die ausführenden Kolleginnen und Kollegen mitgenommen werden sollten.

Rainer Zufall
15 Tage zuvor
Antwortet  Canishine

„Wenn ich die meisten Kollegen richtig verstehe, entsteht ihre Unzufriedenheit primär aus der Situation, zu wenig Zeit für die Kernaufgaben zu haben.“
Demokratiebildung ist eine Kernaufgabe, das diese nicht überall ausreicht können Sie in einem beliebigen Nachrichtenportal oder Forum naschlagen.

„Manche arbeiten bis zur Selbstaufgabe, manche entziehen sich, beides nicht gut für die Psyche.“
Vielleicht dann doch der Forderung nach mehr Personal zustimmen, anstatt gegen alles zu sein, weil es neu ist?

„Akteure, die daraus wieder ihr Mitbestimmungs-, (sogenanntes) Wohlbefinden- und reformpädagogisches Süppchen kochen wollen.“
Die Wissenschaft? Betroffene? Lehrkräfte, die nicht Ihrer Meinung sind und dies wissenschaftlich belegen?
Muss ne Verschwörung sein (augenroll)

potschemutschka
17 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Die Forderungen von PetraOWL, Tanya und Co. würde ich das auch als Fühli-fühli einordnen. Die sprechen aber nicht für die Mehrheit.

Marion
16 Tage zuvor
Antwortet  potschemutschka

PetraOWL fordert seit kurzem nur noch eine Einzelzelle. Sie versteht sich nicht so gut mit ihrer Zellengenossin. Die war einst mal Schülerin von ihr und macht Petra für ihre missglückte Bildungslaufbahn verantwortlich, die sie letztendlich dahin geführt hat, wo sie jetzt ist.
Sie wirft Peti vor, sich nie wirklich für die Belange ihrer Schüler interessiert und ständig während des Unterrichts mit jemandem namens Hasi telefoniert zu haben. Ihre Schüler speiste sie währenddessen mit völlig sinnlosen Textaufgaben ab, wie „Berechne die Menge an Beton, die nötig ist, um ein Fundament für 100qm Terasse zu füllen! Überlege, wieviele Geranienkästen zur Bestückung des Geländers erforderlich sind!“
Chantal, so heißt die Zellengenossin, beendete daraufhin ihre Bildungskarriere ohne Abschluss und wurde Kleinkriminelle.

Rainer Zufall
15 Tage zuvor
Antwortet  potschemutschka

„würde ich das auch als Fühli-fühli einordnen“
Ist halt unprofessionell von Ihnen, aber Sie sind ja zum Glück in Rente und können daher von „faulen“ Familien träumen, amstatt mit einem einzigen Wort Ihren eigenen Nachhilfeschüler*innen beizustehen, deren Familien herabgewertet werden (augenroll)

potschemutschka
17 Tage zuvor
Antwortet  Canishine

„Wie wohl sich chinesische Kinder in der Schule fühlen, vermag ich nicht zu sagen, aber entweder sie fühlen sich nicht wohl, dann tut das den hohen PISA-Leistungen keinen Abbruch, oder sie fühlen sich doch wohl, dann ist schulische Mitbestimmung keine Voraussetzungen dafür.“

Nur anekdotische Evidenz!:
Meine chinesische Verwandte, junge Akademikerin, meinte dazu:
Schule war Alltag und für alle gleich, wer etwas erreichen wollte, hat ohne Jammern gelernt, die Schultage waren sehr lang, vor 22 Uhr in der Oberstufe war man nicht fertig mit allen Aufgaben, früh um 7 Uhr ging es wieder los, Mitbestimmung kaum (Lehrer und Eltern bestimmten und wurden nicht in Frage gestellt), alles war klar geregelt und klar strukturiert, man wusste immer genau, was verlangt wurde, um sein Ziel zu erreichen …

Bildungsnah
17 Tage zuvor
Antwortet  potschemutschka

Da halten wir uns jetzt bitte alle mal fest die Ohren zu bei den genauen Umständen. Hongkong und Macau schneiden doch so toll bei PISA ab und sind ein Vorbild.

Vor allem will sie sich bei der Bildungsgerechtigkeit, gemessen z.b. bei Mathe, zwar leicht den Top-Staaten (Kambodscha, Usbekistan, Kasachstan, Albanien) geschlagen geben müssen, aber zu den berühmten Ausnahmen gehören, die Leistung mit Bildungsgerechtigkeit kombinieren.

Also bitte nacheifern, was soll schon groß schief gehen.

447
15 Tage zuvor
Antwortet  Bildungsnah

Die Bildungsinitiative ‚Schland-2035 bestätigt: Von Albanien und Usbekistan lernen heisst Siegen lernen!

ed840
16 Tage zuvor
Antwortet  potschemutschka

“Wie wohl sich chinesische Kinder in der Schule fühlen, „

Laut OECD-Bericht lagen bei PISA-2022 die Werte der SuS , die sich an der Schule nicht wohlfühlen in Macao und Chinese Taipei deutlich höher als in DE.

Das ist aber kein spezielles Problem der Schulen in China, sondern war auch in vielen EU-Ländern so.

Rainer Zufall
15 Tage zuvor
Antwortet  ed840

Es ging um das Wohlbefinden der Kinder, nicht den Leistungsvergleich

Rainer Zufall
15 Tage zuvor
Antwortet  potschemutschka

„Schule war Alltag und für alle gleich, wer etwas erreichen wollte, hat ohne Jammern gelernt, die Schultage waren sehr lang, vor 22 Uhr in der Oberstufe war man nicht fertig mit allen Aufgaben, früh um 7 Uhr ging es wieder los, Mitbestimmung kaum“
Das Sie das als positives Beispiel anzuführen glauben, spricht Bände XD

Aber künftig immer schön den anderen widersprechen, welche sich gegen Ganztag aussprechen, oder gar öffentlich beschweren, das würde Ihrer garantiert echten Verwandten in China nicht gut bekommen (augenroll)

Susanne M.
14 Tage zuvor
Antwortet  potschemutschka

Was meine chinesischen Bekannten allerdings wirklich schockiert ( Vorsicht, anekdotische Evidenz): Wie viele Deutsche ihnen erzählen, dass sie ihre Schulzeit nicht schön fanden, ja ihre Lehrer wirklich nicht mochten. Das käme dort nicht vor.
Ich überlege, ob es in China eine Art Stockholm – Syndrom ist oder eben eine Erinnerung an die Zeiten, in der Bauern Analphabeten waren und noch immer aktuelle Dankbarkeit für das Bildungsangebot.

ed840
15 Tage zuvor
Antwortet  Canishine

Natürlich gibt es Estland

Die Leute die Estland bisher gerne als Vorbild genannt haben, sind aber seit der UNICEF-Studie plötzlich erstaunlich still geworden.

Rainer Zufall
15 Tage zuvor
Antwortet  ed840

Inwiefern?

Hans Malz
14 Tage zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Schauen Sie doch in die Unicef Studie.

Rainer Zufall
12 Tage zuvor
Antwortet  Hans Malz

In der Studie steht, warum ed840 glaubt, dass und warum diese Leute „still geworden“ wären?

Ist aber niedlich, dass sie seiner Privatmeinung ein Plätzchen eingerichtet haben 😀
Aber vielleicht gibt er ja noch eine konrkete Quelle zu seinen schwammigen Andeutungen

Opossum
17 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Demokratie ist bedroht, und an unserem Gymnasium wird in 5 Klasse 2 Stunden Geschichte, in 6 Klasse – 0, stattdessen Geographie. Dabei wäre Geschichte so wichtig, die Gefahren für Demokratie zu erklären und ihre Vorteile.

Rainer Zufall
12 Tage zuvor
Antwortet  Opossum

Während manche im Forum unentwegt gegen Schüler*innenpartizipation schießen, seit Jahren über das Recht auf Inklusion heulen, das Recht auf Ausübung des Glaubens an Schulen verbieten, gesichert rechtsextreme Parteien verharmlosen und wissenschaftliche Erkenntnisse gegen Privatmeinungen aufwiegen, sobald diese ihnen nicht in den Kram passen – vielleicht ist es mit etwas mehr Geschichtsunterricht nicht getan 🙁

Lera
17 Tage zuvor

„93 Prozent der Erwachsenen halten es laut Kinderreport für wichtig oder sehr wichtig, „für mehr zusätzliches und qualifiziertes PERSONAL an Schulen und Kitas zu sorgen, um pädagogische Fachkräfte von organisatorischen Aufgaben zu entlasten“.“

Und 100% der Lehrer halten es laut Lera für wichtig oder sehr wichtig, für mehr LEHRER zu sorgen, um das Kerngeschäft Unterricht direkt zu verbessern.

Dazu brauchen wir dringend PÄDAGOGISCHE Assistenz für jede Klasse, die wiederum direkt das Kerngeschäft Unterricht verbessert.

Und alles andere ist maximal nice to have, keinesfalls die oberste Priorität: Gesundheitsfachkräfte, Sozialpädagogen, Schulpsychologen etc.

Diese ewige Nummer mit den organisatorischen Entlastungen nervt!

Über 50% meiner Arbeitszeit ist UNTERRICHT.

Mindestens weitere 25% sind notwendige, direkt auf das Unterrichten bezogene Tätigkeiten, die nicht sinnvoll delegierbar sind.

Gleiches gilt für Elterngespräche und Konferenzen.

Was genau sollen das für „organisatorische Entlastungen“ sein? Es bleibt nicht viel mehr als Pausenaufsichten und Kopieren, unter Umständen Korrigieren.

Es wäre natürlich schön, auch da Entlastungen zu haben, aber das hilft mir wie gezeigt eben nur peripher.

Top Prio: mehr Lehrer
Top Prio 2: pädagogische Assistenz

—> Kerngeschäft!

HarneEinrichson
17 Tage zuvor
Antwortet  Lera

Eine kleine IT Abteilung je Region hätte schon was entlastendes (zumindest an Grundschulen, da gibt es nämlich keine Informatik Lehrkräfte)

Fraup
16 Tage zuvor
Antwortet  HarneEinrichson

Nur mal zur Richtigstellung: Grunschullehrinnen und – Lehrer sind keine „Digital-Tussen“! Viele von uns haben schon mit den Kindern an Rechnern gearbeitet!!!und diese mangels Support auch gewartet, als an den weiterführenden Schulennoch kein Land in Sicht war. Nicht nur ein Informatikstudium befähigt! Dennoch kann eine kleine IT Abteilung natürlich entlasten

Susanne M.
14 Tage zuvor
Antwortet  Fraup

Ich kann es zur Not auch, aber es wäre mir zu viel zusätzliche Arbeit gewesen, Admina zu sein und mich darum zu kümmern, wenn etwas nicht funzt. Das hat nichts mit “ Digital Tussi“ zu tun, sondern mit Arbeitsbereichen..

Sepp
17 Tage zuvor

93 Prozent der Erwachsenen halten es laut Kinderreport für wichtig oder sehr wichtig, „für mehr zusätzliches und qualifiziertes Personal an Schulen und Kitas zu sorgen, um pädagogische Fachkräfte von organisatorischen Aufgaben zu entlasten“. […]
69 Prozent finden, dass es in Schulen „mehr Erwachsene geben sollte, die helfen, damit Lehrkräfte mehr Zeit für den Unterricht haben“. […]
91 Prozent der Erwachsenen wünschen sich bundesweit einheitliche Bildungsstandards und -bedingungen. 90 Prozent befürworten eine kostenfreie Bildung von der Kita bis zur Schule einschließlich Lernmaterialien.

Das würde jeder sofort unterschreiben, nur dass Personal, Ausstattung und Material eben ordentlich Geld kosten.

Wenn man der selben Gruppe Menschen die Frage stellen würde, ob sie dafür deutlich mehr Steuern bezahlen würden oder einfach nur auf steuerliche Vergünstigungen verzichten möchten, hätte man vermutlich ganz andere Zahlen.

Meiomei
17 Tage zuvor
Antwortet  Sepp

125.000 zusätzliche Kräfte mit 50.000 Euro im Jahr sind überschlagen 6.250.000.000 gingen vermutlich noch. Wobei das Geld ja, vom Land und den Kommunen kommen müsste.
Infrastruktur und weitere Kosten kämmen noch dazu.

Die steuerliche Frage wird dazu spannend, über welche „Steuern“ die Kommunen und die Länder das zusätzliche Geld generieren können.Zumal das Jonglieren und Verschieben von zusätzlichen Finazmitten eine eigene poltische Kunst ist, wie die Verwendung bei Söndervermögen zeigt.

Und zu guter letzt die spannende Frage, wo diese 125.000 zusätzlichen Kräfte auf einmal herkommen sollen.

Mika BB
16 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Wir haben seit Jahren offene Lehrerstellen, aber keine Bewerber… Scheint wohl eher Korrelation als Kausalität zu sein…

Lera
16 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

„So bekommt man dann eben kein Unterstützungssystem aufgebaut, das Lehrkräfte bei allen außerunterrichtlichen Aufgaben entlasten könnte“

Brauche ich auch nicht so dringend.

Dringend brauche ich Unterstützung bei den unterrichtlichen Aufgaben, denn die machen – zurecht – mindestens 3/4 meiner Arbeitszeit aus.

–> pädagogische (!) Assistenz für jede Klasse

Rainer Zufall
12 Tage zuvor
Antwortet  Lera

Also Hilfslehrkräfte?
Da würde ich persönlich eher den Ausbau von Teamteaching fordern.

Mika BB
15 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

„ Wenn man jahrzehntelang zu wenig Stellen schafft und ein System verkommen lässt – was ist dann wohl die Wirkung?“

Ich interpretier das jetzt mal so, dass Sie u.a. mehr Lehrerstellen – also kleinere Klassen – zur Förderung von Beziehung fordern. Da bin ich dabei.

Was das abgehalfterte System betrifft, gebe ich Ihnen recht. Nur scheint es keinerlei politischen Willen zu geben, daran etwas zu ändern – im Gegenteil.

Und so dreht sich die Diskussion im Kreis. Bei uns heißt es nur „Haushalt“, egal ob Träger oder Kultus, und damit hat sich jegliche Diskussion erledigt.

Ich bin’s müde und geh an meine Korrekturen, die zweite Schicht wartet.

Schönes Wochenende für Sie, ich werde es mit Abiklausuren, Tests und 11er Klausuren verbringen. Me-Wochenende einer Lehrkraft…

Mit freundlichen Grüßen,
Mika BB

Mika BB
15 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Ich gehe mal davon aus, dass Ihre am Wochenende arbeitenden MitarbeiterInnen dafür in der Woche zwei Tage frei haben 😉
Egal, ich hätte ja auch was Vernünftiges werden können…

ed840
15 Tage zuvor
Antwortet  Mika BB

also kleinere Klassen – „

Bin mal gespannt ob sich Leute dazu äußern, die sich sonst so gerne auf John Hattie berufen.

dickebank
16 Tage zuvor
Antwortet  Mika BB

Also Leerstellen.

Mika BB
15 Tage zuvor
Antwortet  dickebank

So isses.

Bildungsnah
17 Tage zuvor
Antwortet  Sepp

Das haben Sie falsch verstanden. Laut den Forderungen ist ja alles kostenlos. Finde ich total nobel von Schulbuchverlagen, Lehrern, Renovierungshandwerkern etc. Oder bezahlen vielleicht „die Reichen“ alles?

Die von Ihnen geforderten Überlegungen sind viel zu realitätsnah und ergeben leider keine griffigen Forderungen an Politik und Gesellschaft. Das müssen wir daher leider ignorieren 😉

Wenn ich mir die die Komplexität der Argumentation in den Forderungen anschaue, kommt es mir ein bisschen so vor, als wäre Bildung manchmal umsonst. Und umsonst ist ja so etwas ähnliches wie kostenlos, kann also nicht schlecht sein.