Eltern üben beißende Kritik an Vorgaben für Schüler-Selbsttests – Apotheker warnen

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DÜSSELDORF. Tests sollen ein wichtiger Pfeiler in der Corona-Schutzstrategie werden. Für die Schüler kommt das bundesweit allerdings erst langsam in Gang. NRW-Schulministerin Yvonne Gebauer zum Beispiel hat gestern Vorschriften dazu veröffentlichen lassen, wie Schulen den Ablauf organisieren sollen. Die Kritik daran ist allerdings massiv. Apotheker warnen vor einer größeren Infektionsgefahr. Auch in der Elternschaft regt sich Umut.

Was tun bei einem positiven Testergebnis? Foto: Shutterstock

Die weiterführenden Schulen in Nordrhein-Westfalen sollen ab dem heutigen Dienstag die ersten von 1,8 Millionen Selbsttests erhalten, die bis zu den Osterferien vom Land bereitgestellt werden. Für die Schüler ist bis zum Beginn der Osterferien am 29. März zunächst allerdings nur ein einziger Corona-Selbsttest pro Kopf vorgesehen. Das hatte das Schulministerium in Düsseldorf am Montag mitgeteilt. Das schulische Personal soll demnach die Durchführung der freiwilligen Selbsttests beaufsichtigen.

«Die Selbsttests sollen grundsätzlich bei Unterrichtsbeginn im Klassen- oder Kursverband durchgeführt werden»

Der Apothekerverband Nordrhein hält das für keine gute Idee. «Wir raten dringend davon ab, die Selbsttests in den Schulen von den Schülern durchführen zu lassen» – schon aufgrund der Infektionsgefahr, sagte Vorsitzender Thomas Preis gegenüber der „Rheinischen Post“: Die Schüler müssten dazu ihre Maske abnehmen, womöglich gerate infektiöses Material auf den Tisch.

«Die Selbsttests sollen nach Vorankündigung der Schule grundsätzlich bei Unterrichtsbeginn im Klassen- oder Kursverband durchgeführt werden», hatte Schul-Staatssekretär Mathias Richter gestern in einer Schul-Mail erklärt, wie News4teachers berichtete. Auf saubere Hände und gelüftete Räume sei dabei besonders zu achten. Bei einem positiven Schnelltest solle die Schulleitung die Eltern beziehungsweise Ausbildungsbetriebe oder sozialpädagogischen Einrichtungen informieren und entscheiden, ob der betroffene Schüler nach Hause geschickt oder aus der Schule abgeholt werden muss. Busse und Bahnen sollen für die Heimfahrt keinesfalls genutzt werden.

Die Landeselternschaft der Gymnasien in NRW – der mitgliederstärkste Elternverband in Deutschland – übt daran ätzende Kritik. «Unsere minimalen Erwartungen sind doch tatsächlich noch unterboten worden. Einmal bis Ostern und dann alle zusammen; wer den schwarzen Peter zieht, muss raus», heißt es in einer Pressemitteilung. Was konkret wird von den organisierten Eltern kritisiert? «Fangen wir vorne an: Schüler sollen im Klassenraum zusammen mit den anderen Schülern getestet werden. Wann war Ministerin Gebauer zuletzt beim Arzt und wurde dort quasi im Wartezimmer untersucht, und alle anderen guckten zu? Wie steht es da um die Privatsphäre? Wer nach dem Test rausgehen muss, ist also sofort geoutet, wie das pädagogisch aufgefangen werden soll, ist fraglich.»

Weiterer Punkt: «Gesetzt den Fall, ein Kind testet sich positiv, dann muss es in einen anderen Raum, vermutlich zum Direktor oder zur Sekretärin. Na, die werden sich aber freuen! Werden dann alle mit einem positiven Test gesammelt, bis sie abgeholt werden können? Betont wird, dass ein solches Ergebnis erst durch einen PCR Test bestätigt werden muss. Damit ist auch klar: Wer bis hierhin falsch-positiv war, hat nun eine ausgezeichnete Gelegenheit, sich tatsächlich anzustecken.»

„Welchen Wert hat es, wenn man einmal in zwei Wochen testet – und dieser eine Test eine Aussagekraft für einige Stunden hat?“

Auch grundsätzliche Kritik übt die Landeselternschaft: «Vergangene Woche war die Rede von einem Test pro Woche. Wissenschaftler halten aber zwei Tests pro Woche für das absolute Minimum, um Ansteckungszahlen in relevanter Größe zu vermindern. Jetzt bekommen unsere Kinder also einen Test in zwei Wochen? Welchen Wert hat es, wenn man einmal in zwei Wochen testet und wenn dieser eine Test eine Aussagekraft für einige Stunden hat? Wir werden mit Placebos veralbert?» Darüber hinaus sei fraglich, ob freiwillige Tests den gewünschten Gesundheitsschutz leisten können. «Das Schulministerium setzt hier alles auf eine Karte, pardon: einen Selbsttest. Schulen sind aber eben kein Kasino! Dort verliert nämlich der Spieler, nicht die Kinder. Und wo ist eigentlich der Ministerpräsident, der sonst auch gerne in die Schulpolitik reingrätscht? Gibt es den eigentlich noch in NRW?»

Der VBE spricht von «einem weiteren Stresstest für die Schulen». Landesvorsitzender Stefan Behlau erklärt: «Es ist zu begrüßen, dass den Schulen Selbsttests zur Verfügung gestellt werden, doch jetzt müssen sie wieder einmal sehr kurzfristig neue Vorgaben umsetzen. Neben den laufenden Wechselmodellen gilt es nun, die Testangebote zu organisieren, Eltern, Schülerinnen und Schüler zu informieren und Testungen durchzuführen. Das Improvisationstalent der Schulen ist einmal mehr gefragt. Nach den Osterferien sollte eine Teststrategie vorliegen, die den Namen auch verdient. Eine Testmöglichkeit pro Woche für die Schülerinnen und Schüler kann nur einen Testlauf darstellen. »

Geöffnet wurden die weiterführenden Schulen in Nordrhein-Westfalen – wie in vielen anderen Bundesländern – trotzdem schon mal für den Präsenzunterricht. News4teachers / mit Material der dpa

Zweimal pro Woche Nasenbohren: Selbsttests für Schüler und Lehrer kommen! Flächendeckend?

 

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80 KOMMENTARE

  1. Es ist und bleibt einfach unverantwortlich…wieder mal schafft die ReNo-Gehilfin und ihr (Scharf)Richter des Gesundheitsschutzes Anlässe zum Verzweifeln. Wenn doch alle möglichen Verbände und Fachleute von diesem Vorgehen abraten bzw. massiv davor warnen – warum darf diese skrupellose KM mit Neigung zum Despotismus einfach immer weiter machen? Sie ist nicht einmal durch Wahl legitimiert – lediglich über Akklamation vom MP-Laschet in dieses Amt berufen worden – und das auch nur, weil der Koalitionspartner auch ein paar Ressorts für sich beansprucht…und was diese FDP-geleiteten Ressorts für einen Sch… fabrizieren, das dürfen wir dann alle ausbaden. Stoppt dieses verantwortungslose Handeln!!!

      • Es ist eigentlich kein großes Rätsel – logisch betrachtet, folgende Hypothese als Gedankenexperiment zum Thema Schulen und Covid Eindämmung:

        Infektionsgefahr in Schulsituationen ist m.E. prinzipiell kontrolliert erwünscht, um in unteren Altersgruppen schneller die natürliche Herdenimmunität (zumindest temporär) in Konsequenz für die Gesamtbevölkerung zu erreichen und so z.B. zahlreiche Impfgegner/-unwillige abzufedern und Kinder (noch ohne Impfstoff) positiv in die Gesamtsumme der nationalen Strategie, zur schnellen Beendigung der Pandemie, trotzdem miteinzubeziehen. Siehe Aussage STIKO Mitglied Zepp zu Kindern und Infektionen zulassen (bitte selbst googeln).

        Die Schnelltest haben grundlegende Aufgaben:
        1. Eltern / Kindern / LuL „Sicherheit“ vermitteln
        2. Ritualisierung als psychisches Hilfsmittel für Durchhaltevermögen
        3. grobe Kontrolle der Prävalenz (Durchseuchungsfortschritt)
        4. Arbeitsausfälle der Eltern und LuL (Arbeitskraft aus AG Sicht einfacher indirekt zu Testen, als im Betrieb selbst -> Haftungsrisiken / Zeitaufwand) abzumildern durch Sensibilisierung und Alarmfunktion bei Positivtest mit nachfolgender Quarantäne.

        Wie komme ich auf dieses Szenario?
        Ein Blick nach Österreich reicht aus, um festzustellen daß Schnelltests zur Kontrolle einer hohen Inzdienz (>35) nicht tauglich sind. Andere (EU-)Länder bestätigen ebendies analog. Folge: das aktuelle Konzept dient nicht zur Eindämmung / Auslöschung sondern zur kontrollierten Durchseuchung ohne LuL zu gefährden bis diese schützend geimpft sind.

        Gesamtbetrachtung: es passiert seit Welle 2 Q4/2020 m.E. eine kontrollierte Durchseuchung der Kinder über Schulen und Kitas ohne es öffentlich klar und ehrlich auszusprechen.

        Aktuell in Beginn Welle 3 (= 2. Durchseuchungswelle, die 1. Welle wurde mit fast immer geschlossenen Einrichtungen ausgeklammer,t weil die Datenlage Q1+Q2/2020 noch zu unsicher war)

        Wichtig: ich bin kein Befürworter dieser Hypothese. Ganz im Gegenteil, es ist m.E. eine politisch gewollte, humane und ethisch fragwürdige Situation.

        Ich hoffe immer noch, daß ich nicht richtig liege mit diesen Hypothesen.

  2. Es fehlt noch der Hinweis, dass NRW Präsenzpflicht hat!

    Die Kombination aus PFLICHT zur Präsenz und FREIWILLIGEN Tests führt das ganze Konzept ad absurdum.

    Glücklicherweise regt sich unter den Schulen Widerstand und ich hoffe, dass auch viele Eltern die Teilnahme an diesem Irrsinn komplett verweigern. Es kann nur eine Reihenfolge geben: ERST den Schutz sicherstellen, DANN die Schulen öffnen.

    „Schutz“ bedeutet in Kombination mit einem Teilnahmezwang natürlich MAXIMALEN Schutz, also mindestens Luftfilter + Plexiglaswände + Abstand + Masken. Davon abweichen kann man erst, wenn ALLE Beteiligten die Chance zu einer Impfung hatten und deren Schutz komplett ist (bei AZ – falls es jemals wieder zugelassen wird – also erst nach der zweiten Impfung).

    Was aktuell geplant wird, ist etwa so absurd wie die Idee, dass man erstmal die Schüler in die Schule schickt (natürlich zwangsweise), aus deren Fenstern es qualmt und vielleicht irgendwann später auf die Idee kommt, die Feuerwehr zu rufen.

  3. Diese Kritik an den Tests ist doch echt ätzend.

    Es ist also besser, nicht zu testen und weiterhin das Risiko einzugehen, das positive Schüler stundenlang mit allen anderen bei nicht ausreichend vorhandenem Infektionsschutz im Klassenzimmer sitzen?

    Viel eher sollte man die Schulleiter kritisieren. Sie werden als „Arbeitgeber“ betrachtet und hötten die Pflicht gehabt, die Schulen nach Infektionsschutzgesetz vor Corona sicher auszustatten. Dazu gehören z.b. Trennwände in Räumen in denen sich so viele Menschen aufhalten (Klassenzimmer) das nicht mehr jeder 10qm Platz hat.

    Hat aber so gut wie keiner gemacht. Statt dessen wird lieber das Personal (die Lehrer) unter Druck gesetzt, sie müssen ein Attest vorlegen wenn sie Angst haben, sich unter diesen Bedingungen vor die Schüler zu stellen.

    Es wird höchste Zeit, mal die Schulleiter in die Pflicht zu nehmen!

    • So einfach ist das nicht. Die Schulleiter sind Landesbedienstete, die Schulen selbst werden von den Kommunen verwaltet. Die Schulleiter sind genauso wie die Lehrer gebunden an den Weisungen des Ministeriums.

      • Das stimmt nicht.
        Ich habe mich mit dem Amt für Arbeitsschutz in Verbindung gesetzt weil ich mich weigern will in den Präsenzunterricht zu gehen so lange es a) in den Schulen keinen ausreichenden Arbeitsschutz gibt und b) Ich nicht geimpft bin und der hat mir genau das gesagt.

        Das Amt für Arbeitsschutz gehört zum Justizministerium. Ich denke die werden schon wissen wie die rechtliche Lage ist

        • Hierzu rate ich zu folgender Lektüre: Schulgesetz und Dienstordnung für Lehrkräfte (so würden die Normen in meinem Bundesland heißen, in Ihrem gibt es sicher analoge). Dann können Sie sich selbst ein Bild machen wie das alles so geregelt ist.
          Und ja, in meinem Bundesland ist die Schulleitung für die Gefährdungsbeurteilung am Arbeitsplatz zuständig. Welche Anordnungen sie dabei treffen kann, ist nicht beliebig sondern streng geregelt und äußerst begrenzt. Geregelt in meinem Bundesland im Erlass Arbeitsschutz, Sicherheit und Gesundheitsschutz an Schulen. Gute Lektüre!

          • Mein Bundesland ist Hamburg

            Mag sein, dass das in einem Stadtstaat anders ist als in einem Flächenstaat weil es ja den Unterschied zwischen „Land“ und „Kommunen“ nicht gibt.

            Aber wenn der Schulleiter für den Arbeitsschutz zuständig ist ist er definitiv auch für den Coronaschutz zuständig.

            Und für den gibt es ein Gesetz das bundesweit gültig ist.

            Darin steht zum Beispiel das es in Röumen, in denen sich so viele Personen aufhalten, das nicht jeder 10qm hat, Schutz durch lüften und (!) Trennwände geben muss.

            Die Schulen aber halten sich da einfach nicht dran. Und ich bin der Meinung: wenn sie ihre Pflicht nicht erfüllen dem
            Personal Arbeitsschutz zu geben muss ich meine auch nicht erfüllen.

            Ich bin Lehrer, kein Sklave. Ich habe das Recht, meine Gesundheit zu schützen egal ob Vorerkrankt oder nicht

        • An MartinaJ: Ich finde es unangebracht von ihnen als Lehrkraft, die keinerlei Kenntnis über die Zusammenarbeit zwischen Schulleitungen und Kommunen und den daraus entstehenden Schwierigkeiten was den Arbeitsschutz angeht hat, zu urteilen. Auf Grund der andauernden Verschiebung der Verantwortungsübernahme und der nicht vorhandenen Bereitschaft des Schulträgers, Gelder für den Arbeitsschutz an Schulen bereit zu stellen, sind Schulleitungen die Hände gebunden. Ich für meinen Teil kann nur sagen, dass ich längst den Hausmeister beauftragt hätte, Trennwände zu bauen oder zu besorgen, wenn ich einen Etat zur Verfügung gehabt hätte, über den unbürokratisch verfügt werden könnte. Hab ich aber nicht….. Wie wäre es mit einem Rollentausch? Alles ist mir im Moment lieber, als Schulleiter zu sein.

          • Lieber Skinner
            Ich verstehe sie. Keiner von uns war auf so eine Situation vorbereitet.

            Aber wie wäre es mal mlt Protest?
            Wie wöre es mal damlt, sich an das Amt für Arbeitsschutz zu wenden und sie um Hilfe bei der Umsetzung der Arbeitsschutzvorschriften zu bitten wenn Ihnen da Steine in den Weg gelegt werden?

            Diese Vorschriften gelten bundesweit für alle!! Und auch die Schulen haben sich daran zu halten!

            Oder sich an die Presse zu wenden – die sollen mal darüber schreiben..

            All das passiert aber nicht. Jeder sagt ich kann nicht weil…jeder schiebt die Verantwortung für sein nicht-handeln auf jemanden ab…

            Aber SIE haben die Verantwortung für ihr Personal nicht, die die Ihnen Steine in den Weg legen

        • @Martina J.
          Das Problem dabei ist, dass es kein richtig aussagefähiges Gutachten zur Gefährdungsbeurteilung an Schulen gibt!
          Zwar wurde von der GEW ein Gutachter beauftragt. Aber als ich die Ergebnisse gelesen habe, ist mir fast schlecht geworden. Da ging es nur um Desinfektion, Lüftung in Waschräumen etc.
          Konkrete Gefährdung in den Klassenräumen und Bezugnahme auf ungenügende Hygieneschutzmaßnahmen dort fehlen komplett.
          Da der Arbeitsschutz an Schulen zu Beginn der Pandemie ausgesetzt wurde, sind wir der Situation absolut hilflos ausgeliefert. Wenn das mit den Infektionszahlen und B 1.1.7 so weitergeht, muss ich leider auch ein ärztliches Attest wegen Vorerkrankungen einholen, damit ich in Distanz unterrichten kann. Ich will es nicht, aber das Risiko ist mir einfach zu hoch.

    • Offensichtlich haben sie keine Ahnung, wie ein Schulbetrieb organisiert ist, denn dann wüssten sie auch, dass ein Schulleiter auf die Ausstattung seiner Schule nur wenig bis keinen Einfluss hat. Könnten Schulleiter frei entscheiden – falls sie das Geld dazu überhaupt haben – dann wären schon viele Schulen mit Schutzmaßnahmen wie Luftfiltern ausgerüstet. An der Schule meiner Tochter gibt es genug Sponsoren, die Filter finanzieren würden, das Schulamt hat aber verboten, dass die Filter in der Schule genutzt werden.

      • Sie können meinen Kommentar dazu oben lesen.
        In Hamburg zum Beispiel wurden den staatlichen Schulen pro Klassenzimmer (!) 400 Euro zur Sicherheitsausstattung der Schulen zur Verfügung gestellt. Das Geld hat aber nur ein Bruchteil der Schulen überhaupt ausgegeben.

        • 400€ ist ein Lachsack! Eine gute Lüftungsanlage gibt es – wenn überhaupt – nicht für unter 1500 €.
          Und seit wann können Schulen das ordern? Das macht der Schulträger!

        • Martina J.
          Da das Geld für Luftfilter nur für Klassenräume genehmigt wird, bei denen die Fenster nicht geöffnet werden können, ist das nicht verwunderlich!
          Meine Schulleitung würde gerne, hat aber keine Chance…..

      • @ Harald: Mit welcher vorgeschobenen Begründung denn das?
        Der wahre Grund dürfte sein, dass man befürchtet, es könnte sich herausstellen, dass Luftfilter tatsächlich wirken, was die zahllosen Versäumnisse der Verantwortlichen umso augenfälliger machen würde.

    • „Es ist also besser, nicht zu testen und weiterhin das Risiko einzugehen, das positive Schüler stundenlang mit allen anderen bei nicht ausreichend vorhandenem Infektionsschutz im Klassenzimmer sitzen?“

      Natürlich nicht, aber der aktuelle Ansatz macht es nicht wesentlich besser als das. Er ist ein Tropfen auf den heissen Stein und in der jetzigen Form (!) etwa so wirksam wie ein bissel Klebeband gegen die Lecks in der Titanic.

      Es kann sogar sein, dass das ganze nach hinten losgeht. Dieses Vorgehen erhöht die Sicherheit ein klein wenig, aber es wird viele Beteiligte geben, die das für eine größere Steigerung der Sicherheit halten und sich dann entsprechend riskanter verhalten. Insgesamt KÖNNTE das das ohnehin niedrige Sicherheitsniveau noch weiter senken.

      Kern der ganzen Kritik ist: Testen ist nur EIN Baustein von vielen und sollte nicht als Ausrede herhalten, um den übrigen Schutz zu vernachlässigen. Zudem sollte man beim Testen nicht irgendwelche wilden Konzepte ausdenken, sondern das machen, was die Wissenschaft und Fachleute raten. Da ging es dann um MINDESTENS zwei Tests pro Woche und nicht um einen Test in zwei Wochen und es ging auch darum, WIE man den Test macht.

      Solange das freiwillig ist und es zugleich Schulpflicht gibt, bringt es zudem nur wenig, je leichtsinniger jemand ist und je mehr er Corona für harmlos hält, desto geringer wird die Testbereitschaft sein.

      • Jan aus H
        Danke! Genauso sehe ich das auch!
        Erst zusätzlich zu primärpräventiven Maßnahmen (Luftfilter, Plexiglaswände, Abstand) würden solche Tests Sinn machen. Aber auch dann nur, wenn sie regelmäßig erfolgen.
        So wird tatsächlich eine Scheinsicherheit vorgetäuscht, die lediglich für einen kurzen Moment Gültigkeit hat.Im besten Falle ist das sekundärpräventiv in dem Sinne, dass SUS, die frühzeitig als positiv erkannt werden, isoliert werden. Insgesamt fühle ich mich nicht sicherer durch diese Aktion. Null!
        Mir ist es unverständlich, warum das Geld für die Tests nicht in Luftfilter plus Spuckschutz investiert wurde!

    • Hallo Martina, ich nehme an, dass Sie mit Schule nicht vertraut sind, anders kann ich mir Ihre Aussagen nicht erklären. Also, zu den Tests: prinzipiell ist es sinnvoll, das jede Person vor Betreten des Schulgebäudes getestet wird. Da der Test nur über 8-12h aussagefähig ist, müsste diese Testung täglich erfolgen (Kritikpunkt 1). Zweitens, wie oben geschrieben, sollte die Testung VOR Betreten des Schulgebäudes erfolgen, wegen der Ansteckungsgefahr und auch des Persönlichkeitsschutzes der positiv getesteten Personen (Kritikpunkt 2).Drittens ist Testen zwar gut, um die Weitergabe von Infektionen einzuschränken, muss aber zwingend von Schutzmaßnahmen wie Luftfiltereinbau etc. begleitet werden, um den Schulaufenthalt so sicher wie möglich zu gestalten (Kritikpunkt 3: bis auf Lüften ist an den meisten Schulen nicht viel passiert).
      Zu den von Ihnen angesprochenen Direktoren:Ich spreche hier für die Schulen in öffentlicher Trägerschaft, also nicht für die freier Träger oder Privatschulen. Die Direktoren sind KEINE Arbeitgeber – der ist das jeweilige Bundesland. Zuständig für die Ausstattung der Schule ist der jeweilige Träger; im Regelfall die örtliche Kommune. Der Schulleiter entscheidet also mitnichten über den Einbau von Luftfiltern oder Trennwänden. Er entscheidet auch nicht darüber, ob ein Lehrer ein Attest vorlegen muss: das macht der Arbeitgeber, also das Land ( übrigens wird kein Lehrer vom Präsenzunterricht freigestellt, wenn er Angst hat, sich vor die Schüler zu stellen. Über die Ausstellung eines Attestes zu Befreiung vom Präsenzunterricht befindet der Amtsarzt, und da gibts von den Ländern knallharte Kriterien, wer aus Risikogründen nicht am Präsenzunterricht teilnehmen muss. Die Länderkriterien sind deutlich schärfer als die Kriterien des RKI). Die Schulleiter, dass muss man deutlich sagen, sind die Deppen, die den Mist, welchen die KultusministerInnen verzapfen, in den Schulen umsetzen und verantworten sollen. Ein mieser Job, deshalb gibt es in Deutschland eine Menge unbesetzter Schulleiterstellen-das tut sich kaum einer an.

      • Müsste hätte könnte

        Es ist aber nun mal so, das jetzt (!) die Schulen aufgemacht werden obwohl es weder einen ausreichenden Arbeitsschutz der dem Infektionsschutzgesetz gegen Corona entspricht (das bundesweit für alle gilt) noch die Lehrer geimpft sind.

        Und jeder (auch dle ohne Vorerkrankungen) haben das gleiche Recht auf Arbeitsschutz (und die Schüler auf Infektionsschutz). Denn es kann mir ja niemand garantieren, das ich keinen schweren Verlauf habe oder gar sterbe wenn ich nicht vorerkrannt bin. Die Schüler zumindest einmal pro Woche zu testen ist daher im
        Moment die einzige Möglichkeit (indem man dle positiven gleich aussortiert) Lehrer, Schüler und ihre Familien zu schützen.

        Und nix mlt „freiwillig“. Wer am Unterricht teilnehmen will muss sich testen lassen.

        In der Schule meines Sohnes wurde das so gemacht und es hat prima funktioniert.

        • „Und nix mlt „freiwillig“. Wer am Unterricht teilnehmen will muss sich testen lassen.

          In der Schule meines Sohnes wurde das so gemacht und es hat prima funktioniert.“

          Genau das hat Frau G in NRW explizit verboten.

          • Tja wie wöre es denn mal mlt Protest?

            Kommt ja reichlich wenig aus der Lehrerschaft und von den Schulleitungen

            Genauso wie gegen die Impfordnung

        • Wer vorher in der Wirtschaft gearbeitet hat (habe ich auch!) beißt im Moment erst recht in die Tischkante ob des Irrsinns, der da im Moment passiert – dennoch ist
          – der Schulleiter/die Schulleiterin NICHT mein Arbeitgeber, sondern das Bundesland
          – die Schulleitung ebenso ein Opfer dieser Regelungen, da kompett weisungsgebunden
          – ist Hamburg ein winziges Bundesland in der ganzen Bundesrepublik, von dem man bitte nicht auf alle anderen und die Erfahrungen dort schließen sollte!
          Lehrerbashing durch eine Lehrkraft ist besonders übel. Sie kennen die Situation in anderen Bundesländern nicht!

          • Es geht nicht um Lehrerbashing.

            Es geht darum, das alle jammern aber keiner sich wehrt.

            Man kann sich wenn man kein Attest bekommt an das Amt für Arbeitsschutz wenden

            Mir hat der Mitarbeiter sogar angeboten mlt meinem Schulleiter zu sprechen

            Aber die Lehrer lassen sich das alles gefallen

            Wir sollten uns alle weigern

            Aber wenn das nur eine Person macht (wie ich) bringt das nichts

        • Martina J. „Und jeder (auch dle ohne Vorerkrankungen) haben das gleiche Recht auf Arbeitsschutz (und die Schüler auf Infektionsschutz).“

          Btw. der Arbeitsschutz wird auch auf nicht dort Beschäftigte, wie Schüler ausgeweitet. Interessiert aber an Schulen scheinbar aus reiner Unkenntnis nicht.
          Wo steht z. B. in den tollen Hygieneplänen etwas von einzuhaltenden Vorkehrungen für Personen mit Vorerkrankung und Infektionsprävention?

          DGUV zu Gefährdungsbeurteilung:
          „Der Schulsachkostenträger hat in seinem Zuständigkeitsbereich eine Gefährdungsbeurteilung für seine Beschäftigten (in der Regel sind dies Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Verwaltung einer Schule), EHRENAMTLICHE SOWIE SCHÜLERINNEN UND SCHÜLER durchzuführen. Die Verpflichtung zur Gefährdungsbeurteilung für die Schülerinnen und Schüler ergibt sich aus der Unfallverhütungsvorschrift „Grundsätze der Prävention“ (DGUV Vorschrift 1), nach der die in staatlichem Recht bestimmten Maßnahmen auch zum Schutz von Versicherten gelten, die keine Beschäftigten sind.“

          https://www.dguv.de/corona-bildung/schulen/massnahmenkonzept/index.jsp

    • Woher sollte ein Schulleiter/eine Schulleiterin das Geld für Trennwände nehmen? Sind Sie mit diesem Kenntnissrand wirklich Lehrerin oder vielkeicht eher Kultusministerin?

      • Ja ich bin Lehrerin aber ich bin nicht verbeamtet und habe vorher 20 Jahre in der Wirtschaft gearbeitet

        Und ich rege mich ohne Ende darüber auf, wie Lehrer sich alles gefallen lassen was „von oben kommt“ und jeder die Schuld und Verantwortung auf den anderen schiebt

        Mlr scheint, das Beamtentum macht die Menschen zu Feiglingen

        In Deutschland dürfen sich im Moment nur 5 Personen treffen
        Aber wir Lehrer sollen uns mit 12-30 Personen 90 Minuten lang in engen Räumen die Atemluft teilen und der einzige Schutz ist „lüften“
        und „Masken“

        Wie in einem 3. Welt Land

        Und Lehrer sollen erst „irgendwann im Sommer“ geimpft werden

        Wo bleibt der Protest? Wo ist die GEW? Der Verband der Schulleiter die ja Personalverantwortung haben?

        Schweigen im
        Walde

        • @Martina J. In

          Mädchen, Mädchen!
          Wenn du Lehrerin bist und du dich hier so aufregst – kriegst du DANEBEN ZEITGLEICH noch eine ordentliche Demo geplant?

          Oder sonst eine garantiert wirksame Aktion Marke „Widerstand, der wirkt!“?

          „Ja ich bin Lehrerin aber ich bin nicht verbeamtet und habe vorher 20 Jahre in der Wirtschaft gearbeitet “
          Dann weißt du ja, wie’s klappen kann?
          In deinem nächsten Post muss dann wohl die Anleitung für uns Doofe kommen, schon mal vielen Dank im Voraus!

          Andernfalls wäre das hier nur wieder die Masche „stänkernde Nebelkerze“.

          • Ich will nicht stänkern ich will nur Mut machen sich zu wehren

            Herr Lauterbach hat immer Recht gehabt er wird auch weiter Recht behalten

            Jetzt, wo die über 80 geimpft sind wird das Virus auf die 50 – 80 jährigen gehen

            Und viele Lehrer sind in dem Alter

        • Martina J,
          ich sehe es wie Sie. Der Blick von außen auf Schulen ist bezeichnend.
          Eine Lehrerausbildung scheint jeden Widerspruchsgeist auszulöschen.
          Unter vorgehaltener Hand wird geschimpft, gewütet und geweint.
          Und Eltern, die uneins sind.
          Die Kontraste Reportage über Berliner Schulen war sehr informativ.
          Ökonomisch schwache Eltern wurden angesprochen, ob sie eine Klage für vollen Präsenzunterricht unterstützen wollen. Die dubiose Rolle der FidK wurde angesprochen. Und es wurden Eltern geschildert, die als Risikofamilie vor Gericht für eine Befreiung vom Präsenzunterricht kämpfen mussten. Diese Familien haben mein tiefstes Mitgefühl!

          WAS sind das für Zustände?

          https://www.ardmediathek.de/rbb/video/generation-schulchaos-wie-die-corona-politik-eltern-entzweit-oder-kontraste-die-reporter/rbb-fernsehen/

      • Was für ein Widerstand kommt eigentlich von den Eltern, die in erster Linie Verantwortung für die Gesundheit der eigenen Kinder übernehmen sollten! Gab es in den letzten Monaten eigentlich Mal eine Elterndemo? Und übrigens haben auch Schulleitungen das Recht auf Arbeits- und Gesundheitsschutz.

        • Die meisten haben Angst aufzustehen und das ist das Problem.
          Was an den Kinder vollzogen wird ist nicht tragbar und die Angstmache wir auch sellische Schäden mit sich bringen. Was denkt Ihr wie Mitschüler mit vielleicht positv getesten Kindern umgehen die können doch garnicht richtig abwägen was da passiert.
          Ich hoffe nur das mobbing ausbleibt oder das Kinder dadurch nicht sellisch zu Schaden kommen.

    • Martina J. Aus meiner vergangenen Personalratsarbeit in Nds. ist mir genau dieser Sachverhalt bekannt.
      Orginäre Aufgabe der SL-Gesundheitsschutz! Dieser Sachverhalt ist aber schon am Anfang der Pandemie diskutiert worden. Hier wären Anfragen seitens der LuL und des Persnolarates hinsichtlich der Gefährdungsbeurteilung im Hinblick auf Corona bzw. neu Mutanten nötig. Nur niemand tritt diesen Stein los……Auch könnten LuL geschlossen remonstrieren bezüglich der Hygiene-Maßnahmen im Unterricht…. Auch schon an anderer Stelle und vor längerer Zeit diskutiert….

  4. Schulleiter verstehen noch nicht, dass sie bei Infektionsfällen die Bauernopfer sein werden. Es gibt Eltern, Partner und Angehörige, die bei Inzidenzen über 100 mögliche Infektionen an der Schule nicht mit einem Schulterzucken, sondern einem Anwalt beantworten werden.
    Was an Schulen geschieht, ist bei B117 mehr als nur fahrlässig.

    • Sehe ich auch so. Letztlich kann der Schulleiter dem Schulträger nur klipp und klar mitteilen, dass Gesundheits- und Arbeitsschutz nicht mehr gewährleistet sind und die Schule darum geschlossen wird, bis der Schulträger die passende Ausstattung (Luftfilter, Plexiglaswände, ..) bereitgestellt hat.

      Zu teuer? Bleibt die Schule halt zu.

      • Genauso sollte es sein.

        Wäre ich Schulleiter würde ich das tun. Und ich würde beim Kultusminister auf dem Schoß sitzen und/oder vor seiner Haustür zelten und fordern, das mein Personal wenn die „Schulen als erstes geöffnet werden sollen“ auch als „erstes geimpft wird“.

        Hötten alle Schulleiter das gemacht und alle Kultusminister gegen die „Impfverordnung“ protestiert wäre die sicher schon längst geändert worden.

        Aber so – passiert nichts. Und die Lehrer riskieren weiter ihre Gesundheit und ihr Leben
        weil es keinen anständigen Infektionsschutz gibt und weil sie noch nicht geimpft sind.

        Und Herr Lauterbach hatte bis jetzt immer Recht und er wird auch jetzt wieder Recht behalten: in der 3. Welle wird das Virus jetzt wo alle über 80 geimpft sind auf die 50-80 jährigen gehen.

    • Xy- Fakt. Wundert mich auch….. Aber wenn man als SL noch nicht 5 inthronisiert ist, dann fügt man sich und hofft, dass Alles gut geht. Oder man handelt obrigkeitshörig…. Hier bedarf es auch einer Personalvertretungen, die nicht nur der SL „zu arbeitet“.

      • @Elfe: Bei der Besetzung der SL wird schon darauf geachtet, dass die Kandidaten so gestrickt sind, dass sie möglichst ohne zu Hinterfragen die Erlasse und Verordnungen der Behörde umsetzen.
        Es ist politisch gewollt. Die Kultusminister wollen ja, dass ihre Entscheidungen ohne nachzudenken bis hinunter zu jeder einzelnen Lehrkraft umgesetzt werden.
        Kritische Bewerber bei Beförderungsstellen können dann nur hoffen, dass es keine Konkurrenten gibt.
        Die Jasager setzen sich somit in allen Positionen durch.

        • Matty- Japp. Aber dann sollte eigentlich der Personalrat „Dampf“ machen. Aber die arbeiten nur zu. Aus persönlicher Erfahrung bin ich daher als Personalrätin vor einiger Zeit zurück getreten. Ich nerve zwar weiterhin mit Anfragen an den Pers., aber ich bin dadurch natürlich schon „unangenehm“ aufgefallen. Mein nächstes „Projekt“ ist die Remonstration bezüglich der Durchführung der Schnelltests unter Einbezug der Lehrkräfte. Ist ja heute schon in den Schulen in Nds. angekommen, dass es nächste Woche los geht….. Und habe schon einige Ansatzpunkte entdeckt. Auf ein Neues- Ist der Ruf erst ruiniert, lebt’s sich völlig ungeniert!

      • Ob solche Rosetten die Entwicklung einer Schule voranbringen, ist fraglich. Wenn das KM nur rückgratlose Verwaltungsbeamte an Direktorenstellen setzt, sollten solche Positionen nicht mit einem Gehalt aus dem mittleren Management entlohnen. Dafür reicht ein Sachbearbeiter Gehalt. Es sind auch meine Steuergelder, die für diese Schulleiter draufgehen, die ihr eigenes Personal und die ihnen anvertrauten Schüler aus Profilierungsgründen opfern!

  5. Und die Schulleiter zahlen das dann selbst? Geld von Kommune oder Staat haben sie für einen ausreichenden!!! Schutz bisher nämlich nicht bekommen. Die Anschaffung von Luftfiltern von privat wurde demgegenüber sogar explizit verboten…!
    Sie müssen hygienetechnisch völlig irrsinnige Vorgaben in kürzester Zeit und mit sich ständig widersprechende Anweisungen von „oben“ ausführen und diese Eltern, Lehrern und Schülern gegenüber noch vertreten…In der „Pflicht“ sind sie dabei übrigens ständig, die letztendliche Verantwortung wurde für die meisten Bereiche ja in den letzten Jahren elegant von den Ministerien auf die Schulleiter abgewälzt…

  6. Ich verstehe nicht, dass man den KMs keinen Einhalt gebieten kann. Sind diese Absprachen mit Inzidenz, Notbremse, ect. alle „freiwillig“. Warum klatscht die Kanzlerin solche Machenschaften nicht wenigstens verbal an die Wand, wenn es schon juristisch nicht möglich scheint. Wem ist das KM weisungsgebunden?

    Möchte mal sehen was passiert, wenn ein Einzelhändler auf der Fußgängerzone öffnet und sagt 100er Inzidenz – mir doch egal, ich hab jetzt offen.

    Ein weiteres psychologisches Problem ergibt sich daraus: Wenn sich Politiker nicht an Absprachen halten ist es der Bevölkerung nicht mehr vermittelbar, warum man sich noch einschränken und bei dem ganzen Theater an irgendetwas zu halten braucht. Die Ministerpräsidenten haben diesen Inzidenz Notbremsen zugestimmt. Alles nichts wert. Verarscht. Ab nach Malle.

    • So isset.
      Und die Politiker wundern sich, dass alle keinen Bock mehr auf diesen Regelungswahn haben, der so viele Ausnahmen hat, und dann auch noch gefühlt jeden Tag aufs neue umgekrempelt wird.
      Der Mensch ist ein Gewohnheitstier. Er kann sich Begebenheiten gut anpassen und workarounds finden. Mit dem ganzen Hin und Her ist jeder überfordert, genervt, angepi@@#, fühlt sich verar@%&§, dünn häutig.
      Die Widersprüche im Tun und Reden, Lügen, Betrügen, Studien hypen, die bequem sind, im Beruhigen durch öffentlich rechtlichen TV/Rundfunk, die kritiklos irgendwelche Interviewpartner die Situation verharmlosen lassen, das macht müde und wir haben alle keinen Bock mehr auf Hüh und Hopp.

      Transparenz, Kontinuität, Einhaltung von Absprechen führt zu Vertrauen.

      Aber die jetzige durch die Politik herbeigeführte Situation führt nach Malle, wie Heinz schön dargestellt hat.

  7. Eigentlich sollte es in diesem Thread um die Kritik von Eltern und Apotheken gehen. Da nun die Rolle der Schulleiter thematisiert wird, möchte ich dazu aus Lehrersicht auch etwas sagen.

    Die Schulleiter sind in der derzeitigen Situation, wie so oft, die Gekniffenen. Sie müssen etwas „von oben“ weitergeben, hinter dem sie selbst oft nicht stehen. Das betrifft im Moment ganz besonders die unmöglichen, menschenverachtenden Anweisungen unserer Ministerien zur Pandemie. In der Haut eines SL möchte ich nicht stecken. Aus mehreren, guten Gründen können die SL-Stellen, besonders in bestimmten Bereichen, kaum mehr personalisiert werden. Das war allerdings auch schon vor der Pandemie so.

    Andererseits bemerke ich im Moment eine zunehmende Tendenz von Schulleitungen, die Pandemie als Rechtfertigung für schulische Missstände anzuführen, die schon vor der Pandemie bestanden.
    Und: Die Schulleiter, die ich kenne, vertreten zunehmend unterschiedliche Ansichten zum Thema Pandemie, je nachdem, ob sie mit Eltern/Medien oder Lehrkräften sprechen. Intern werde ich beschwichtigt. SL hat Verständnis, kann aber leider nichts daran ändern, weil die Anweisungen der Ministerien befolgt werden müssen. Gleichzeitig betont der gleiche SL Eltern und Medien gegenüber die tolle Ausstattung unserer Schule, wie gut bestimmte Maßnahmen laufen (Bsp: Differenzierung, mediale Ausstattung) und auch, wie sicher gerade unsere Schule ist.
    Letzthin fand ich in der örtlichen Presse Fotos, auf dem auch ein Klassenraum zu sehen war, in dem ich täglich unterrichte. Während meines Unterrichts stehen in diesem Raum aber mehr Tische als auf dem Foto. Die Abstände zwischen den Schülern sind dann kleiner. Dem angegliederten Bericht war zu entnehmen, wie glücklich die Schüler an unserer Schule in Corona-Zeiten sind.
    Auf diese Art habe ich am Abend, nachträglich, überhaupt erst von der Anwesenheit der Presse an meinem Arbeitsplatz erfahren.
    Vielleicht geht es diesem SL darum, die eigene Schule in der Außenwirkung möglichst gut zu präsentieren, um hohe Schülerzahlen zu generieren. Aber unseligerweise geht der Schuss nach hinten los, denn wenn man unangenehme Dinge gegenüber Lehrkräften vertreten muss und dafür Verständnis einfordert, hilft eine hohe Authentizität ungemein.

    • @Sigi

      Die geschilderte Situation ist echt zum K*tzen.
      (Ich schenke euch Lesern ein „o“. Das Lösungswort ist nämlich kein Tier, sondern eine Tätigkeit.)

  8. Ich möchte hier nur auf den aktuellen Artikel in der Zeit verweisen. Bezieht sich auf Kitas, kann m.E. aber auf eine Schulsituation übertragen werden. Unabhängig davon, dass natürlich nur ein Zusammenspiel aller möglichen Schutzmaßnahmen jegliche Öffnungen rechtfertigen dürften. Also Lüfter + Lüften, Impfung von Lehrerinnen und Erziehern, AHA und Testen hätten längst umgesetzt sein sollen, um den professionellen Protagonisten, sowie Kindern und Familien Respekt und Wertschätzung zu erweisen.

  9. Es gibt so ein böses Zitat: Warum leckt sich der Hund die E…? Weil er es kann.
    Und genau so ist es mit mit Entscheidungen aus dem Schulministerium.
    Es wurde bei den ersten unverantwortlichen Entscheidungen im September kein Einhalt geboten – und seitdem werden Entscheidungen immer verrückter. Das Testungskonzept ist der gegenwärtige Höhepunkt. Ich befürchte aber, schlimmer geht immer. Hat ja bisher auch immer geklappt.
    Das ist wie in einer Klasse, in der beim Grenzen austesten nicht früh genug eingeschritten wurde.
    Und wer könnte das böse Spiel beenden? Herr L.! Stellt sich die Frage, warum er das nicht tut.

      • Lieber Pit….the ministry of silly walks ….ja…die Assoziation zu unserem KM ist gar nicht so weit hergeholt…entscheidender Unterschied: John Cleese versteht sein Geschäft und bringt uns zum Lachen, während Fr.G. völlig inkompetent ist und uns eher Tränen vor Wut und Enttäuschung in die Augen treibt.
        Bist du mit dem Nachdenken bereits fertig??
        Ich habe einen Entschluss gefasst…
        Stay strong!! and stay healthy!!! „…and now to something completly different…“

        • @Andre Hog

          „…and now to something completly different…“ for me, for a few days, for sure.
          😉
          Stay strong and stay healthy, too!!!

          • Letztens kam eine Mail aus dem KuMi, die auf die „LoyalitätsPFLICHT “ hinwies. Anscheinend haben sich Eltern über die unzureichenden Hygienemaßnahmen beschwert und geschrieben, dass auch LuL sich kritisch über die Sicherheit an der Schule geäußert hätten!
            Es würde Recht unverhohlen gedroht, welche Konsequenzen eine Verletzung der Loyalitätspflicht nach sich ziehen könnte!

  10. Habe mal überprüft, was die Packungsbeilage zu den Selbsttests aussagt, die wir nun bekommen sollen. Sie sind von der Fa. R…e ….und führen in der Bedienungsanleitung einige interessante Angaben auf, die die Gefahrstoffbeauftragten, die es ja an jeder Schule geben muss besonders interessieren müssten…

    Hier die Auflistung aus der Bedienungsanleitung:
    „Vorsichtsmaßnahmen und Warnhinweise:
    Die Packung enthält Bestandteile, die gemäß der Verordnung (EG) Nr. 1272/2008 wie folgt klassifi ziert sind:Warnung:H317 Kann allergische Hautreaktionen verursachen.H319 Verursacht schwere Augenreizung.H412 Schädlich für Wasserorganismen, mit langfristiger Wirkung.Prävention:P261 Einatmen von Staub/Rauch/Gas/Nebel/Dampf/Aerosol vermeiden.P273 Freisetzung in die Umwelt vermeiden.P280 Schutzhandschuhe/Augenschutz/Gesichtsschutz tragen.Reaktion:P333 + P313 Bei Hautreizung oder -ausschlag: Ärztlichen Rat einholen/ärztliche Hilfe hinzuziehen.P337 + P313 Bei anhaltender Augenreizung: Ärztlichen Rat einholen/ärztliche Hilfe hinzuziehen.P362 + P364 Kontaminierte Kleidung ausziehen und vor erneutem Tragen waschen.“

    So, und dieses Zeug drücken wir ohne jede Schutzkleidung resp. Schutzausrüstung unseren SuS in die Hände, um dann dabei zuzuschauen, wie die damit hantieren?
    Wie verantwortungslos und behämmert muss man sein, um das zu machen – auch wenn die KM aus D und ihre Schergen uns dazu per Dienstanweisung auffordern??

    Zu Beginn eines jeden Schuljahres werden alle KuK aus den Bereichen NaWi und Kunst (also die, die mit Gefahrstoffen im Rahmen ihrer unterrichtlichen Tätigkeit in Kontakt kommen) zu einer Sicherheitsunterweisung geladen, in deren Anschluss sie per Unterschrift dokumentieren müssen, dass sie alle Informationen verstanden haben. Wie gesagt: alle KuK NaWi und Kunst…alee anderen KuK brauchen daran nicht teilzunehmen, da sie mit den Gefahrstoffen nicht in Kontakt kommen. d.h. dass gut 70 bis 80 % aller KuK in den Schulen keine Sicherheitsbelehrung haben, die sie zum Umgang mit solchen Dingen berechtigt.
    Nun kommt die ReNo-Gehilfin und meint, dieses einfach qua „Befehl von Oben“ anordnen zu können. Hier gilt eine allgemeine Verordnung zum Schutz vor missbräuchlichem Umgang mit solchen Dingen…die kann die G aus D nicht einfach aushebeln!!
    Jede(r) KuK, der / die sich darauf einlässt und bei der / dem was schiefgeht…(z.B. Pufferlösung gerät durch Unachtsamkeit in die Augen von SuS wird doch ganz klar vor den Kadi gezerrt, weil eben gegen diese Verordnung verstoßen wurde. Dass sich Schulleitungen, Dezernenten oder ministeriale Ebenen vor die KuK stellen erwartet doch wohl niemand ernsthaft.
    Ergo: auch die Beaufsichtigung einer Selbsttestung muss aus eben diesen Grüpnden abgelehnt werden.
    Ich finde Testen in der Schule gut – einfach, um es nochmal gesagt zu haben – ja – es können verdeckte Infektionsfälle zutage gefördert werden – aber allein der Hinweis, dass es einer besonderen pädagogischen Verantwortung bedarf, die SuS in einer solchen Testsituation zu betreuen, sollte uns zusätzlich stutzig machen. Wenn in Schulen getestet werden soll, dann müssen die Infrastrukturen dafür zur Verfügung gestellt werden – heißt: Testpersonal (professionalisiert – weil geschult – mit entsprechender Schutzausrüstung, die nach dem Test die Testkits auch fachgerecht entsorgen und für die notwendigen hydienischen Standards sorgen) – und nicht – wie es in gewohnter Weise von unserer Lady ZickZack favorisiert wird – einfach den KuK auf´s Auge gedrückt – alle Verantwortung von sich weisend, den Schulen die Arbeit aufbürdend, ohne infrastrukturelle Unterstützung, die Kommunen mit dem Sondermüll (Biohazard!!) allein zu lassen usw. usf.
    Die Frau macht sich nen schlanken Fuß – immer noch auf Kosten anderer…und glaubt, dass wir widerspruchslos kuschen müssen.

    Remonstration!!! Flächendeckend – in Massen – Verweigerung – in Massen – wenn diese Testungen nicht durchgeführt werden, weil die einzige Leistung des KM darin bestand, die Testkids einzukaufen und an die Schulen zu veschicken – und sonst weiter nichts von der Seite kommt – dann sollte ihr das bei genauerer Betrachtung auch in der breiten Öffentlichkeit auf die sicher kostspielig beschuhten Füße fallen.

    Sagt NEIN!!!

    • Sie sollten nicht das Testen verweigern sondern dle Anwesenheit in der Schule wenn nicht der Arbeitsschutz für alle garantiert ist.

      Testen von Schülern und Lehrern ist zur Zeit die einzige Möglichkeit die Schulen trotz quasi nicht vorhandenem Arbeitsschutz offen zu halten

    • NEIN wäre für Lehrer zur Zeit wirklich das Zauberwort. Das wäre eine angemessene Form des passiven Widerstandes. Wir müssen überall laut ablehnen, gan unemotional und mit gesteigerter Sachlichkeit.
      Ein Beispiel: Bei uns in Berlin haben heute tausende Lehrer einen Impftermin mit Biontech und Moderna vereinbart und werden Ende April bis Mitte einmal geimpft.
      Und weshalb konnten wir das? Weil alle Verantwortlichen in meiner Stadt wissen, wie schnell die Arbeitsbereitschaft nachlässt und der Krankenstand steigt, wenn nan nur mit Klasseputzen und Pausenaufsichte nervt und schön Druck macht.
      Hier in der anonymen Umgebung der Großstadt stimmen wir mit den Füßen ab. Und das wäre bei AstraZeneca als einzigem Impfstoff für Lehrer sowas von eskaliert.
      Und desgalb haben wit jetzt Wahlfreiheig bei den Impfstoffen. Der Impfstopp wegen der Thrombosenaffäre wurde knallhart genutzt, um unsere Grundschullehrer und bald auch die Oberschullehrer um jeden Preis durchzuimpfen. Mit dem guten Zeug, das eigentlich die Alten und Schwachen bräuchten.
      Diese Mentalität, abzulehnen und zu kämpfen ist zwar anstrengend, aber erfolgversprechend: Du willst etwas, z.B. Arbeitsschutz, das du nicht erhältst. Dann nimm etwas aus der Menge, die du gibst und verweigere es knallhart. Du tust sicher einiges, das du nicht tun musst. Bestehe doch einfach mal auf der Einhaltung des Datenschutzes, der Anschaffung von Dienstgeräten, von ausreichendem Arbeitsmaterial am Arbeitsplatz usw.
      Bist du Beamter, remonstriere, bist du Angestellter, wechsel die Schule, bis alles perfekt passt.
      Es ist schon so, dass man als Lehrer das System besiegen kann. Denn wie jeder an der Angst der Verantwortlichen in Berlin vor einer AstraZeneca-Verweigerung durch die Lehrer und der Vergabe von allen Impfstoffen sehn kann, haben wir Macht.
      Also lass dir nicht alles gefallen und reagiere mit: „Nein!!!“

  11. Tja, und jetzt sind auch noch bei Moodle alle Dokumente weg, all meine Arbeit aus einem Jahr. Ich hab genug. Auf nach Malle! 🙂

  12. Also wir sind in Hessen unser Sohn Elf Jahre, muss den Test selbst durchführen. Er macht auch alles wie er es erklärt bekommen hat, aber ob diese Teste auch die richtigen Ergebnisse anzeigen, bin ich mir nicht so sicher. Denn er ist letztes Jahr dreimal beim Kinderarzt getestet worden und das sah, schon anders aus.Meine Meinung nach sollen die Eltern beruhigt werden. Aber vielleicht irre ich mich auch, Aber es geht auch wieder auf die Ferien,wo Mann hinterher,wieder sagen kann war im privaten Bereich.Ich hoffe nur das es nicht nach hinten losgeht.

    • Gleiche Quelle:

      Limitationen der Studie

      Bei der vorgestellten Erhebung soll darauf hingewiesen werden,

      dass es sich um Daten handelt, die durch das Gesundheitsamt bei Kontaktpersonen von COVID-19-Fällen an diesen Schulen im Rahmen der Abarbeitung der COVID-19-Meldefälle und des Ausbruchsmanagements erhoben wurden;
      dass die Daten aus den im Gesundheitsamt vorhandenen Dokumentationen der einzelnen Vorgänge zusammengetragen wurden, weil die Meldedatei nur die in Frankfurt mit Erstwohnsitz gemeldeten Einwohner umfasst, in Schulen aber auch außerhalb Frankfurts wohnende Lehrer unterrichten, in weiterführenden Schulen auch viele Schüler von außerhalb Frankfurts unterrichtet werden, sodass trotz größter Sorgfalt eine Nichterfassung einzelner Vorgänge nicht sicher ausgeschlossen werden kann;
      dass nicht auszuschließen ist, dass sich unter den nicht untersuchten Kontaktpersonen weitere mit SARS-CoV-2-Infektion befinden, weil die Untersuchung der Kontaktpersonen freiwillig war, oder diese sich anderweitig testen ließen, was eine gewisse Unterschätzung der Positivenrate der Kontaktpersonen zu Indexfällen bewirken könnte;
      dass aus einem Positiv-Nachweis nicht automatisch auf eine Infektion innerhalb der Einrichtung geschlossen werden kann, weil in vielen Fällen unklar blieb, wo sich die Indexpersonen und die Kontaktpersonen angesteckt haben.

      • Genau! Bei einem Ausbruch an einer Kita hier, 10 Kinder positiv, die EuE sind noch nicht getestet, geht das GA davon aus,
        “ dass die Infektionen in familiären Umfeld stattgefunden haben. Einen Hinweis auf eine Ansteckung innerhalb der Einrichtung gibt es nicht.“

  13. „Die Testpflicht an den weiterführenden Schulen stößt bei vielen Eltern in Sachsen auf erheblichen Widerstand. Sie sehen durch den Eingriff die Unversehrtheit und Persönlichkeitsrechte der Schüler verletzt. Inzwischen beschäftigt sich auch das Oberverwaltungsgericht in Bautzen mit mehreren Eilanträgen zu dem Thema.
    Wie uns ein Sprecher sagte, geht es unter anderem darum, dass die Testpflicht für Schüler umgehend gestoppt wird. Auch die Maskenpflicht im Unterricht wollen viele Eltern nicht mittragen. Sie befürchten gesundheitliche Schäden, weil das dauerhafte Tragen einer Maske zu Kopfschmerzen und Konzentrationsstörungen führt. Einige Eltern berichten auch, dass die Schüler sogar teilweise im Sportunterricht eine Mund-Nase-Bedeckung tragen müssen. Das sehen auch Gesundheitsexperten kritisch.

    Schüler an den weiterführenden Schulen müssen sich seit Mittwoch verpflichtend testen lassen. Wer sich keinem Test unterzieht, darf das Schulgelände nicht betreten und bekommt Aufgaben für zu Hause. Wird ein Schüler im Antigen-Selbsttest positiv getestet, muss er je nach Alter in ein freies Zimmer und muss durch die Eltern abgeholt werden. Ältere können selbstständig die Schule verlassen. Die Schüler müssen sich in häusliche Quarantäne begeben und das Gesundheitsamt informieren, sagt das Kultusministerium.

    Die Schulleitung kontaktiert die Erziehungsberechtigten und informiert ebenso das zuständige Gesundheitsamt. Die endgültige Beurteilung, ob eine COVID-19-Infektion vorliegt und welche Maßnahmen ergriffen werden müssen, obliegt dann dem Gesundheitsamt.“
    https://www.radioleipzig.de/beitrag/eltern-wollen-testpflicht-an-schulen-gerichtlich-stoppen-682162/

    Ich nehme mal an, die Eltern, die hier gegen Testpflicht und Masken mobil machen, sind z.T. dieselben, die für den Präsenzunterricht trommeln. Kein Wunder, dass man sich vielerorts, auch in Thüringen, davor scheut, das Testen zur Pflicht zu machen. Aber freiwillig bringt das fast gar nichts, wie die Erfahrung an unserer Schule zeigt. Es machen zu wenige Schüler der Abschlussklassen mit.

    • Ich bin sehr angetan von der sächsischen Testpflicht. Die Gefahr der Virenübertragung durch ungetestete Schüler ist bei der derzeitigen Grundinzidenz in der Bevölkerung derart hoch, dass man meiner Meinung nach schon aus Gründen der Gesundheitsfürsorge für die getesteten Lehrkräfte und SchülerInnen die Teilnahme ungetesteterSchülerInnen am Präsenzunterricht ablehnen muss. Es gibt ein Recht auf Bildung, aber kein Recht auf Präsenzunterricht. Die ungetesteten Kinder werden dann eben in Distanz beschult, und notfalls dafür aus mehreren Schulen zusammengefasst. Dann müssen Eltern ihre Prioritäten eben setzen, was ihnen wichtiger ist. Es geht aber absolut nicht an, dass ungetestete Kinder die in Gefahr bringen, die sich dem Test unterziehen, um Infektionsübertragung zu vermeiden.

  14. Jemand schrieb (ich glaube unter einem anderen Artikel auf N4T), dass wegen einer Schlangenhaut tagelang eine Kita nicht nutzbar war. Schließlich sollte die potentielle Schlange ja keine Kinder oder Erzieher beißen. Sars-Cov2 scheint in den Augen der (Un-)Bildungsminister wohl geradezu läppisch zu sein im Gegensatz zu einer Schlangenhaut. Dann können diese ja gerne die Schnelltests durchführen, natürlich ohne Maske, Handschuhe etc.

      • Marie- Bio-Kolleg*innen fragen. Ich habe zum Beispiel ne Haut ner Ringelnatter auf Lager. Ansonsten für die „Harten“ – Vogelspinne-Hülle….Vielleicht hilft auch ein Reptilien-Händler aus….
        Kreative Lösungen sind in dieser Zeit doch gefragt!

  15. Ja das war bei und auch das viele Eltern ,ihre Kinder nicht testen lassen wollten. Verstehen tu ich dies leider auch nicht,da wir auch chronisch krank sind , mit den Ausreden die viele Eltern hatten, denke ich Mal das es darum ging das sie Angst hatten das Sie in Quarantäne mussten.

  16. Ich finde es sehr gut das die Schüler zum Schutze aller sich testen können.
    Sollte ich morgen das Einverständnis der Schulleitung bekommen diesen Test für meine Kinder in einem sicheren Rahmen, sprich Zuhause oder in einem Raum wo jeweils 1 Person sich mit aufhält dann werde ich dies auf jeden Fall annehmen.
    Wenn aber alle Schüler aufeinmal ihren Mundschutz ablegen und sich gleichzeitig testen müssen dann sehe ich da nichts was mit Gesundheitsschutz zu tun hätte. Und dann werde ich das genau aus dem Grund Gesundheitsschutz meiner Kinder ablehnen.
    Nirgendwo bekommt man einen Schnelltest im Rudelverfahren und es ist eine Unverschämtheit mal wieder bei unseren Kindern den billigsten und unvernünftigsten Weg zu wählen.
    Sobald ich höre auf welchem Weg die Kinder sich geschützt testen können werde ich dies hier nochmal schreiben.

    • Bei uns lautet die Anweisung, dass die Tests auf keinen Fall in der Unterrichtszeit stattfinden sollen.
      Da es möglicherweise schwierig werden könnte, 300 Grundschulkinder morgens früh zu testen, sollen diese NACH dem Unterricht getestet werden. Abholende Eltern sollen beim Testen unterstützen, müssen aber dazu ein 4-seitiges Formular ausfüllen, dass Durchführungshinweise und Verantwortlichkeit festlegt. Mit der Unterschrift bestätigen diese TesthelferInnen dann, alles verstanden zu haben und sich ihrer Verantwortung bewusst zu sein.

      NACH dem Unterricht?
      VERANTWORTUNG?
      Zur ENTSORGUNG des Materials, der eigenen Sicherheit etc steht nichts im Formular…..

      Der „run“ auf diese ehrenamtliche wird sich in engen Grenzen halten, befürchte ich….

  17. Ela Kolo- für Nds. ist an den weiterführenden Schulen „Rudeltests“ geplant. Geliefert wird in 16er Einheiten: Müllsack, Desinfektionstücher, Handschuhe all-in. Und eine FFP2-Maske. Die soll im Fall einer positiven Testung an die betroffene Person ausgehändigt werden, die diese umgehend aufzusetzen hat. Danach geht es dann mit FFP2-Maske ausgestattet in einen anderen Raum….. An den Grundschulen sollen die Kinder die Tests zu Hause durchführen können.

  18. Ich habe mich informiert, darum gebeten den Test bitte Zuhause machen zu dürfen. Ganz korrekt so, das der Test pünktlich zum kontrollieren ob er funktioniert hat und das Ergebnis rechtzeitig abgelesen werden kann, Zettel mit Uhrzeit der Durchführung. Es ist nicht möglich. Das ist eine Sauerei! Und das kommt nicht von der Schule, das ist Anordnung von Gebauer.
    Ich vertraue den Lehrern, das steht gar nicht in Frage. Die sind es, die meinen Kindern weitaus mehr beibringen als eine Gebrauchsanleitung zum Corona Selbsttest.
    Es ist das ich nicht sehe wie die Lehrer es so machen könnten das es nicht mit Ansteckungsrisiko verbunden ist.
    Auch das ist eine Unverschämtheit das jetzt auf die Lehrer abzuwälzen.
    Ich habe jetzt einen Termin in einer Apotheke für meinen Sohn gemacht wo Ministerien sehr wohl wissen das es unverantwortlich ist ein Rudeltesten daraus zu veranstalten.
    Das Ergebnis ist genauso zu Schulbeginn da, wie morgen die Testungen in der Schule. Im Vordergrund ist es wichtig das jede Infektion so schnell wie möglich erkannt wird.
    Das sollten alle Eltern schon durchführen lassen. Immerhin betrifft es den Schutz der Allgemeinheit.
    Und für alles was damit verbunden ist bin ich immer offen.
    Ich fahre auch im Straßenverkehr so, das ich keine Gefahr für andere bin.
    Eine Garantie hat man leider nie das nichts passiert.

  19. Die Elfe- ich habe mich wirklich bis aufs kleinste Detail informieren lassen von der Klassenlehrerin. Bei meinem Sohn an der Schule sieht das leider anders aus. Das läuft so, das die Kinder alle im gleichen Raum zur gleichen Zeit getestet werden. Vorab die Aufklärung und dann geht es los.
    Da beruhigt es mich dann auch nicht das die Kinder mit Abstand stehen. Wer Klassen kennt weiß, da kann immer mal einer sich herausheben wollen und schon geht das Theater los. Einem Kind hängt vielleicht gerade mal ein Knösel aus der Nase oder es kribbelt und man muss mal niesen oder lacht los und kriegt sich nicht ein weil es ja auch noch unangenehm ist. Ich glaube man hätte es anders sicherer Regeln können und müssen.
    Die Lehrer werden es nach bestem Wissen und Gewissen machen. Da hab ich absolutes Vertrauen. Aber auch da muss ich sagen, es ist eine Unverschämtheit den Lehrern jetzt die Aufgabe und auch noch die Verantwortung in die Schuhe zu schieben.
    Wer wird verantwortlich gemacht wenn der negative Schüler sich bei der Art und Weise beim testen ansteckt? Garantiert ist das erste Ziel der Lehrer und nicht die Stelle die eigentlich dafür verantwortlich ist.

  20. Die Elfe, ich hatte Ihren Beitrag zuerst andersherum verstanden. Das Kinder zum Test alleine im Raum kommen.
    Jetzt hab ich das verstanden. In Niedersachsen läuft das auch per Rudeltest. Und erst wenn die positiv sind kommen die Kinder in einem Raum alleine.
    Ja, in NRW sieht das genauso aus.
    Ich denke da sind sich die Schulminister/innen alle einig.

    Und @Jörg
    Man muss Eltern auch verstehen. Man könnte auch ein oder mehr Partyzelte im freien aufstellen und die Kinder Gruppenweise bestellen und den Test dort durchführen lassen. In Apotheken geht das auch nicht anders. 3 Minuten pro Person und fertig. Das Formular kann man Zuhause ausfüllen. Dann einfach Fachleute zum testen nehmen und, die Ablehnung wäre Garantiert nicht so wie jetzt.
    Und unter den Umständen würde ich eh in der steigenden Situation wo wir uns befinden keinen Anlass sehen das nicht verpflichtend zu machen.
    Weil Sie haben recht, es gibt Lehrer und, bitte nicht vergessen auch Kinder und Eltern und Angehörige die alle darauf vertrauen möchten das alles getan wird um das Wohl nicht zu gefährden.
    Man kann aber das Versagen von Seite der Schulminister nicht den besorgten Eltern in die Schuhe schieben.
    Die Schulminister wählen immer den günstigsten Weg. Nicht die Eltern.
    Und das ist kein neues Thema. Das geht schon lange so. Das hat mit Corona alleine gar nichts zu tun.
    Der Missstand an Schulen wegen kosten sparen das kommt doch jetzt nur so oft ans Tageslicht weil es gerade jetzt an allen Ecken auffliegt das an Schulen an allen Ecken und Kanten gespart wird sogar an dem wichtigsten, dem Lehrpersonal.
    Und jetzt wird gespart die Tests vernünftig und akzeptabel für jeden zu gestalten.

  21. Stand hier (irgendwo in NRW) und heute: Es gibt keine Schnelltests und wenn ich mir die Modi jener Tests an Schulen vorstelle, vor allem den des „Rudeltests“ im Zelt auf dem Schulhof, wird mir – ja, auch um die Kinder! – Angst und Bange.

    Gegeben ist derzeit der Wechselunterricht, d.h. an zwei bzw. drei Tagen pro Woche herrscht die totale Präsenz, auf einen Tag in der Schule folgt immer mindestens ein Tag daheim.

    Jetzt hat der kleine Kevin bspw. dienstags und donnerstags Schule, aber bevor er in den Genuss von Mathe, Deutsch und anderen (überlebens-)wichtigen Fächern wie Kunst, Musik und Sport kommt, geht es mit dem Rest der Schülerschar in einer endlosen, langen Menschenschlange zum Testzelt und dem im ABC-Schutzanzug gehüllten Mediziner, dann gilt es gefühlt ewig zu warten, um dann wohlmöglich unter den ihm bereits bekannten AHAL-Regeln in das Klassenzimmer zu kommen. Diese morgendliche Tortur, Antreten zum Appell, Unterrichtsunfähige rechts, die Unterrichtsfähigen links, wird Kevin bestimmt nicht verunsichern, verängstigen und ihn auch nicht in seiner ganz persönlichen Nachschau der Dinge beeinflussen. Es wird ihn dann auch bestimmt überhaupt nicht wundern, warum er dann im Klassenraum, er ist doch unterrichtsfähig, sich nicht wie in Vor-Corona-Zeiten bewegen darf, er ist doch unterrichtsfähig. Aber dann erfährt er, während er im super-tollen, interessanten Präsenzunterricht auf sein smartphone schaut, dass sein ‚bro‘ Justin für nicht unterrichtsfähig erachtet worden ist und jetzt ohne Umwege einen weiteren Arzt zwecks einem „richtigen Test“ aufzusuchen hat. Irgendwann wird auch (jeder) Kevin sich fragen, was die Tortur am Morgen denn überhaupt soll: „Ist mein Testergebnis negativ, darf ich in die Klasse, aber dort wiederum geht man so vor, als ob ich erst gar keinen Test gemacht hätte. Ist mein Testergebnis positiv, schaut sich das lieber mal ein richtiger Arzt mit einem richtigen Test an, um sicher zu gehen“. Und wie es dann wohl erst für Justin sein wird. Ihn wird das inhaltsleere Wort Datenschutz wohl weniger interessieren als der Umstand, dass in sämtlichen whatsapp-Gruppen die Meldung „Ey, Justin ist positiv, Alter“ umgehen wird. Wie er sich dann wohl fühlen wird, wenn er nach zwei Wochen dann wieder in der Menschenschlange steht und nicht nur die Blicke ihn strafen werden – ich behaupte mal, man wird als Schüler für weitaus weniger gemobbt.

    Nun: Aber böse Menschen könnten Kevin helfen und antworten: „Kevin, wenn du donnerstags einen negativen Test hattest, dann in der nächsten Woche am Montag aber einen positiven Test, dann kann endlich behauptet werden: Kevin, was wir immer schon wussten und auch genau so behauptet haben, bewahrheitet sich nun auch endlich. Kevin, du hast dich natürlich im Privaten angesteckt, weil du ab Freitag bis inkl. Sonntag ja nicht in der Schule gewesen bist. Und irgendwo muss die Infektion ja herkommen“.

    Ergo: Schulen sind sicherere Ort und keine Treiber, Motoren oder was auch immer der Pandemie, q.e.d. – eat this, ihr Angsthasen und Coronageschädigten!

    Wer also u.a. schreibt, „Tests vernünftig und akzeptabel für jeden“, der soll vielleicht einen möglichen Schritt weiterdenken, was für eine Selektion hier vorgenommen wird und welche Auswirkungen dann auch die Kinder zu spüren bekommen. Und vor allem, ob damit nicht seitens der Wirtschaft, ähm (…) Politik nicht einfach nur der totale Präsenzunterricht vorbereitet wird.

    Wer „juchu, Schnelltest“ schreit und damit eigentlich auch nur beste Absichten und Ziele verbindet, könnte damit ungewollt das Gegenteil herbeiführen. Oder wer traut bspw. der (Sär-)Gebauer die Aussage nicht zu: Wir haben den Wunsch nach Bildungsgerechtigkeit und sicheren Schulen natürlich gehört und nach drei Monaten, in denen wir systematisch Schnelltests im Wechselunterricht für Schülerinnen und Schüler angeboten und durchgeführt haben, freue ich mich ihnen nun mitteilen zu können, dass Infektionen sich ausschließlich im Privaten ereignen, Schulen sicher sind und wir fortan ohne Tests und AHAL-Regeln den lieben Kleinen ein riesiges Stück Normalität zurückgeben können.

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