Rückblick: Das sind die zehn meistdiskutierten Beiträge 2020 auf News4teachers

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BERLIN. News4teachers hat sich in diesem Jahr als Deutschlands größtes Bildungsmagazin etabliert, heißt: Kein anderes auf das Thema Bildung spezialisierte Medium in Deutschland erreicht mehr Leserinnen und Leser. Was uns besonders freut: Das schlägt sich auch in den zahlreichen LeserInnen-Posts nieder, die an uns geschickt werden.

Die Beiträge auf News4teachers werden oft hitzig diskutiert. Illustration: Shutterstock

Weil die meisten unserer Leserinnen und Leser Profis in Sachen Bildung sind, tragen sie entscheidend dazu bei, die Perspektive der pädagogischen Praxis in die Debatten zu tragen. Im zu Ende gehenden Jahr betraf das vor allem, klar, die Corona-Politik. In unsere Liste der zehn meistdiskutierten Beiträge schaffte es allerdings auch ein Artikel, der nichts mit der Pandemie zu tun hat.

News4teachers ist mit im Schnitt mehr als einer Million Lesern monatlich Deutschlands größtes Nachrichtenmagazin für die Bildung – und es versteht sich auch als Diskussionsmedium. Wir freuen uns über jeden Leserbeitrag, der dazu beiträgt, unterschiedliche Perspektiven zu den Themen unserer Beiträge darzustellen.

Für die Veröffentlichung gelten ein paar Regeln, die sich im Grundsatz nicht von denen unterscheiden, die im normalen menschlichen Miteinander gelten – hier sind sie nachzulesen. Besonders interessante Posts veröffentlichen wir dann gerne auch als Gastbeitrag im redaktionellen Teil von News4teachers – der Beitrag Nummer drei in der Liste der meistdiskutierten Artikel auf News4teachers 2020 ist ein Beispiel. Jeder und jede, der oder die sich für die Bildung engagiert, ist herzlich eingeladen, sich (auch anoynm) an den Debatten zu beteiligen. Jeder Beitrag auf News4teachers ist frei zur Diskussion. Natürlich auch dieser.

Das sind die zehn meistdiskutierten Beiträge von News4teachers 2020

Gebauer gegen Leopoldina: Mit mir kein Aussetzen der Schulpflicht!

Gipfel beschließt, Empfehlungen des RKI für Schulen zu missachten – Wechselunterricht (wenn überhaupt) erst ab Inzidenzwert 200

Klartext einer Lehrerin: Das Schulsystem kollabiert jeden Moment! Wir sind ausgebrannt!

Anstelle eines Kommentars zur Schulpolitik: Ein persönlicher Brief an die Ministerpräsidenten

Kultusminister wollen Schulen nach Weihnachtsferien schnell wieder in Regelbetrieb nehmen – droht dann bald die dritte Welle?

Kekulé: An weiterführenden Schulen gibt es schwerste Ausbrüche – „Jugendliche Schüler sind ganz starke Treiber der Pandemie“

Jetzt ist klar: Der Staat kann (und will) den Gesundheitsschutz in Schulen nicht gewährleisten – hebt die Schulpflicht auf!

Corona? „Gehört zum alltäglichen Risiko.“ Wie eine Ärzte-Lobby politischen Druck macht, Schulen ohne Einschränkungen zu öffnen

Jetzt auch Thüringen: Mehr als die Hälfte der Bundesländer zahlt Grundschullehrern genauso viel wie ihren Kollegen an Gymnasien

Kultusminister weigern sich weiter, den RKI-Empfehlungen für Schulen zu folgen – Wissenschaftler: Schulen sind Treiber der Pandemie

 

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36 KOMMENTARE

  1. Mag sein. Allerdings kämpft news4teachers auch mit seinem Ruf. In keinem auf Bildungs spezialisierten Medium dürfen sich Kommentatoren so verbal aggressiv gegen „Minderheitenmeinungen“ austoben wie auf news4teachers. Nirgendwo sonst wird das so einseitig toleriert und nirgendwo sonst hat man den Eindruck, dass einige wenige Kommentatoren, womöglich sogar von der Redaktion selbst, unter etlichen unterschiedlichen Namen schreiben.

    Ob das ein Ruf ist, auf den news4teachers stolz sein möchte?

    • Lesen Sie ein paar Tage lang die freigeschalteten Kommentare auf BR24 und dann unterhalten wir uns bitte nochmal über „nirgendwo sonst“!

    • @Fridolin:

      Ich kann mich Ihrer Meinung und Ihren Vermutungen in keiner Weise anschließen.
      Selbst bin ich keine Lehrerin, habe jedoch im Laufe der Monate mehr Informationen, z. B zum Thema SARS-CoVID-2, und diese frühzeitiger, durch N4T erhalten, als mir andere Medien bisher vermitteln konnten.
      Auch die Forumsbeiträge sind für mich sehr informativ, Kommentare für mich teils sehr aufschlussreich.
      Interessant auch die verschiedenen Argumente der sog. „Lehrerbasher“ und/ oder „Querdenker“; man bekommt ein klares Bild ihrer Denkweise, welche mich wiederum darin bestärkt, meine eigene, hierzu konträre Meinung unbedingt beizubehalten.
      Vielen Dank also an dieser Stelle erneut an die @Redaktion! Bitte weiter so!!!!

    • Ich habe hier im letzten halben Jahr weder sonderlich aggressive Posts gesehen noch habe ich auch nur im Entferntesten den Eindruck, dass die Redaktion selber schreibt.

      Und erst Recht nicht habe ich den Eindruck, dass news4teachers in irgendeiner Form einen schlechten Ruf hat. Im Gegenteil.

    • Dennoch bin ich froh, dass man sich bei n4t nicht zu registrieren braucht. Es gibt halt immer wieder Trolle, die nur dazu da sind, das Kommentarniveau zu drücken. Glücklicherweise hat sich das beim Thema Corona trotz sehr hoher Kommentarzahlen deutlich reduziert. Bis Ende Januar ging es viel mehr um Inklusion, Gleichheit, Rassismus, AfD mit viel aggressiver Ton, der von ganz anderen Nicknamen ausging, und die jetzt bis auf eigentlich eine Ausnahme verschwunden sind. Man könnte glatt meinen, dass Corona beiden politischen Rändern die Suppe versalzen oder einen gemeinsamen Feind in Form der KMK geschaffen hat.

  2. Ganz so negativ, wie Fridolin das beschreibt, würde ich das nicht sehen. Ich denke, das Problem ist unter anderem, dass durch Corona, das als Thema nunmal zurzeit im Mittelpunkt steht, vermehrt Eltern und andere Personengruppen angezogen werden, die aber grundsätzlich am Thema Bildung allgemein nicht interessiert sind. Das führt dann zu Kommentaren, wegen denen die Lehrkräfte hier nur den Kopf schütteln können. Dabei heißt es ja „news4TEACHERS“ – was natürlich nicht grundsätzlich heißt, dass Nichtlehrer hier nicht lesen sollen. Aber einen differenzierteren Umgang mit Bildungsthematiken würde ich mir hier von einigen Nicht-Lehrern wünschen.
    Grundsätzlich fände ich gerade bei dem Corona-Thema sachlichere Artikel besser, die nicht so reißerisch formuliert sind (Stichwort: Überschriften).
    Außerdem wären wieder mehr Themen abseits von Corona auch auf der Startseite wünschenswert – wie z.B. das Thema A13 in Thüringen.

    Dies vielleicht als Verbesserungsvorschläge, ich bin aber allgemein froh, dass es diese Seite gibt.

    • Ich stimme @Fridolin und @lehrer002 teilweise zu. Was man hier in den letzten Wochen manchmal für „Verbalattacken“ lesen konnte bzw. musste, erschreckt einfach nur und stößt auch ab. Dass die Redaktion selbst dahinter steckt, bezweifle ich aber, vermute jedoch ebenfalls, dass einige Wenige sich mit unterschiedlichen Nicknamen angemeldet haben und sich hier „austoben“. Nur der Sinn erschließt sich mir nicht: Glauben diese Leute, Recht hat, wem als Letztes nicht mehr widersprochen wurde? Es wäre schön, wenn hier wieder mehr „Niveau“ in den Kommentaren einziehen würde. Dafür ist die Seite einfach ein zu wertvolles Informationsmedium geworden. Die Redaktion könnte aber wirklich jegliche (!!) aggressiven Kommentare löschen bzw. erst gar nicht freischalten. Ja, und manchmal weniger „reißerisch“ titeln.

  3. Meine Anfrage, die ich bereits früh und direkt an die Redaktion gerichtet hatte:
    „Wie unterstützt N4T die wenigen Ansätze, die auf Basis der Problemdarstellungen und der Betroffenheit beginnen, konkrete Verfahrensvorschläge zu entwickeln. Die Bereitstellung des Forums, ja die Verstärkung zB des Beitrages von Magistra Furiosa durch die Sonderveröffentlichung – das ist eine wertvolle, dankenswerte Leistung. Auch die zusammenfassende Darstellung von Herrn Probischek in seinem Offenen Brief hat einen hohen Wert. Aber genau an diesem Beispiel sehe ich die Lücke: ungeschönte Problemanzeige – ja, konkret ausgearbeitete Verfahrenskonzepte – nein. Die ständigen Hinweise auf RKI, Leopoldina etc reichen nicht – es fehlt die Umsetzung in die Praxis der Kiats und Schulen einerseits und die der Gesundheitsämter andererseits. Sie laufen unkoordiniert NEBENeinader her. Diese Umsetzung haben „daskanndochnichtwahrsein“ und ich unter Senior Didi versucht – man lese nach, mit welchem Ergebnis.
    Meine Erwartung geht eine Stufe weiter: das Fachmagazin BILDUNG führt parallel zwei Spalten mit der Überschrift „SCHUL-Konzepte in der Pandemie“ sowie „KITA-Konzepte in der Pandemie“.
    Warum?
    (a) weil Problemanzeigen und Betroffenheit Antrieb sein sollten für KONSTRUKTIVE Arbeit
    (b) weil Beispiele konkreter Konzepte am ehesten weiterführen, und
    (c) weil eine nächste Pandemie uns nicht erneut „überfallen“ darf.
    Wie wärs damit, Herr Priboschek – next Level?

    PS Könnte jemand bitte die Übertragungsprobleme beheben, die durch die Zeichen > und < ausgelöst werden?
    Danke.

  4. Ich stimme grundsätzlich meinen beiden Vorschreibern zu. Mir gefällt der Umgangston von vielen hier nicht. Gerade als Lehrer sollte man sich immer um Sachlichkeit bemühen und die Auseinandersetzung sollte um die Sache gehen und nicht darum, wer den anderen am besten niedermacht. Inzwischen ist festzustellen, dass viele, die hier schreiben, keine Lehrer sind.
    Schade finde ich, dass einige Kommentatoren so geschickt schreiben, dass man auf den ersten Blick meint, sie wären Lehrer. Andere, die das lesen, schütteln dann den Kopf über solche „Lehrer“.
    Gerade Kommentare muss man mit großer Vorsicht lesen. Durch den Wegfall der Avatare kann man nun noch weniger Mehrfachnicks erkennen, die sich gegenseitig Befall klatschen. Jetzt ist sogar noch jemand darauf gekommen, dass man alt bewährte Nicks – obwohl eine Mailadresse angegeben wird – missbrauchen kann. Hinter jedem Nick, der länger hier schreibt, stehen gewisse Aussagen und Meinungen. Das wird dadurch torpediert.

    Ich bin hier seit Anfang dabei und habe gerade in den letzten Jahren festgestellt, dass sich immer wieder gewisse Schwerpunktthemen gehalten haben. Vor der Coronakrise war es das Gehalt der Grundschullehrer parallel mit Artikeln gegen Rassismus.

    Auch mir sind die zunehmend reißerischen Überschriften (so langsam Richtung Bildzeitung) aufgefallen. Bei gewissen Themen fällt auf, dass das immer gewisse Gruppen kampagnenartig anzieht. Sei es die Hochbegabung oder Inklusion: Hier treten plötzlich Interessensvertreter auf, die gegen die Lehrer wettern und verschwinden im Nichts. Ich selbst habe einmal bei einer Fortbildung einer Interessensgruppe teilgenommen, wo zu solchen Internetkampagnen aufgerufen wurde. Das geschieht bewusst!

    Bevor die Themen so schwerpunktmäßig waren, fand ich den Informationsgehalt dieser Seite besser. Da war man in allen bildungspolitischen Theman gut informiert.

    Verbesserungsvorschlag: Wieder zu dem zurückkehren, wie man die Seite einmal inhaltlich und von den Kommentaren her gestaltet hat. Das würde besser zur einer Seite, in der sich Lehrer wiederfinden, passen.
    Oder die Seite umbenennen, dass das eben nicht mehr News4teachers sind, die hauptsächlich die Insider – nämlich die Lehrer – kommentieren.

    • Sehr geehrte/r ysnp,

      richtig ist: Wir haben in den vergangenen Jahren thematisch sehr viel breiter über Kitas und Schulen berichten können als 2020. Richtig ist aber auch: 2020 hat Corona den Kita- und Schulbetrieb in Deutschland so stark beeinträchtigt wie kein Ereignis seit dem Zweiten Weltkrieg zuvor. Wir haben Schlagzeilen schreiben müssen, die wir uns noch im Januar niemals hätten vorstellen können – etwa am 13. März: „Corona-Krise: Fast alle Kitas und Schulen in Deutschland schließen“. Und News4teachers hat als einziges Medium in Deutschland systematisch und immer wieder über die Missstände und Widersprüche in den Vorgaben der Kultusministerien geschrieben.

      Am 27. Juli haben wir kommentiert: „Spiel mit dem Feuer: Wenn sich die Schulen als Infektionstreiber erweisen, steht Deutschland ein schlimmer Corona-Herbst bevor“ – hier nachzulesen: https://www.news4teachers.de/2020/07/spiel-mit-dem-feuer-wenn-sich-die-schulen-als-infektionstreiber-erweisen-steht-deutschland-ein-schlimmer-corona-herbst-bevor/

      Wir haben leider Recht behalten. Deutschland ist wieder im Lockdown – mit Konsequenzen weit über den Kita- und Schulbetrieb hinaus. Die Entwicklung war absehbar – und zwar nicht, weil wir Hellseher wären, sondern für jeden, der sich ernsthaft mit der Materie beschäftigt. Diese Ernsthaftigkeit im Ringen um bestmögliche Lösungen haben wir in der Schulpolitik 2020 allzu oft vermisst. Immer wieder wurde der vermeintlich einfachste Weg (für die Politik natürlich) gewählt. Mittlerweile stellen wir fest, dass Kultusminister nicht einmal davor zurückschrecken, zu lügen und zu vertuschen, um ihren Kurs halten zu können. Große Medien wie der „Spiegel“ oder die tagesschau sind in die Berichterstattung eingestiegen, bei der News4teachers vorgelegt hat – gut so. Aber offenbar noch immer nicht genug, sodass eine Kultusministerin (Susanne Eisenmann aus Baden-Württemberg) allen Ernstes die Öffnung der Schulen nach dem 10. Januar unabhängig von den Inzidenzzahlen vertritt. Gegen jeden wissenschaftlichen Rat. Diese wissenschaftliche Expertise öffentlich zu machen, das gehört zum Selbstverständnis von News4teachers als journalistisches Bildungsmagazin. Sollen wir – wie früher – beispielsweise die Qualität von Mensaessen thematisieren, in normalen Zeiten ein durchaus relevantes Thema, während die zweite Corona-Welle ungebremst durch die Klassenräume rollt?

      Dass wir Überschriften „so langsam in Richtung Bildzeitung“ produzieren, dafür haben Sie sicher ein Beispiel. Wir wüssten keins. Bei News4teachers sind die Headlines zu den Beiträgen durch deren Inhalt gedeckt. Wenn Sie das anders wahrnehmen, dann lassen Sie uns das gerne am konkreten Fall diskutieren. Pauschal können wir mit dem Vorwurf nichts anfangen.

      Herzliche Grüße
      Die Redaktion

      • Ich finde auch manche Überschriften „reißerisch“, wie hier nun schon einige sagten, aber ich habe so wenig Lust, dass jetzt alles zu suchen, weil die Artikel ja mit der Zeit von der „Hauptseite“ verschwinden. Sie sind dann nicht weg, ich weiß, aber wo sind sie dann? Ich meine, da wurde mal in einer Überschrift geschrieben, dass jemand oder eine Institution (KMK?) LÜGE. Sowas finde ich z.B. reißerisch.

        Die Unsitte, Nicknamen anderer zu benutzen, scheint mir begonnen zu haben, als jemand den Nicknamen von „Oka“ verwendete, um sich über sie (oder ihn?) lustig zu machen. Das fand da auch noch irgendwer lustig. Aber als es andere betraf, fand es keiner (?) mehr lustig. Das sind auch solche „Inkonsequenzen“ der einen gegenüber den anderen. Es gibt auch einige User (aber vielleicht versteckt sich dahinter ja auch immer nur der Eine oder die Eine), die durch hässliche „Verbalattacken“ auffallen. Ich könnte Namen nennen. Darf ich?

        Die „traurige Wahrheit“ ist leider, dass hier viele anscheinend „genüsslich“ mitlesen, wie andere verbal niedergemacht werden sollen und sich viel zu selten jemand dagegen ausspricht, wahrscheinlich aus Angst, dann als Nächstes auch verbal niedergemacht zu werden. Es tat gut, in den vorherigen Kommentaren ähnliche Einschätzungen zu lesen, denn Leute (Lehrer?), SO FUNKTIONIERT MOBBING !!!!!!!!!!!

    • Ergänzung:
      Unter den Vorschreibern meinte ich fridolin und lehrer002, doch ich denke, das müsste bei meinem Beitrag herausgekommen sein.

  5. Ich finde die Seite sehr gut, die besondere Stärke macht für mich aus, dass ich über das eigene Bundesland hinaus einen differenzierten Blick auf die Schulpraxis werfen kann. Mitunter kamen Infos hier schneller als über dienstliche Kanäle.
    Danke für diese Arbeit und bleiben Sie sich auch im nächsten Jahr treu!

  6. Liebe Redaktion, liebe Foristen,
    ich möchte mich – im neuen Jahr – ganz herzlich bei Ihnen/Euch bedanken!
    Sie/Ihr habt mir in den letzten Monaten geholfen, meine geistige Gesundheit zu erhalten!

    Als, nach dem ersten Lockdown im Frühjahr, Lehrer-Bashing wieder zum Volkssport wurde, hat mich das schon sehr belastet. Vor allem da ja auch bei uns an der GS der Fernunterricht wirklich nicht optimal verlief. Die 3 Wochen Schulschließung, keine Lernplattform, eine „grüne“ Elternschaft, der früher jede Digitalisierung suspekt war, das alles hatte uns auf Fernunterricht nicht vorbereitet!
    Aber dann kamen nur noch Beschwerden, faul, dumm, unwillig etwas Neues zu lernen, das war nicht nur Tenor bei einigen Eltern, sondern auch in vielen Medien und Kommentarspalten.
    Notbetreuung, auch in den Osterferien, und die Bemühung, das Beste aus der Pandemie- Situation zu machen, ( ständigeTelefonate, Ausfahren von Unterrichtsmaterial usw)änderten wenig an der vorgefassten Meinung.
    Im August, als die Infektionszahlen langsam wieder anzogen, wurde jeder Lehrer, der sich auch nur ansatzweise besorgt zeigte, in den Medien und dazugehörigen Kommentarspalten, mit soviel Hass angegangen, dass ich richtig fassungslos war.
    Da entdeckte ich N4T. ( Liegt wohl an meinem Alter von 65 Jahren, dass ich vorher hier nur sporadisch zu Gast war, und dass ich nicht bei Facebook bin.)
    Hier fand ich endlich Artikel, die auch die Lehrersicht mit einbezogen. Kuk, die Sorgen äußerten, wurden in den Kommentaren nicht sofort niedergemacht und ich fühlte mich weniger allein gelassen.
    Klar gab es auch hier Forist*innen, die sich das Lehrer-Bashing auf die Fahne geschrieben hatten. Ich erinnere mich an Lena R , die dauernd schrieb, wie sich ihre Tochter über alle Coronaregeln hinwegsetzt und trotzdem in die Schule ging, oder an AvL, der jedes Ringen um Schutz in der Schule lächerlich machte.
    @ AvL ich weiß, heute sind Sie ganz anders unterwegs.
    Aber daneben gab es viele Forist*innen und auch die Redaktion, die sich gegen die Relativierungsversuche wehrten!
    Und andere, wie Bauklötzchen, die mit Humor und Ironie den ganzen Schwindel auf andere Weise entlarvten. Danke @ Bauklötzchen!
    Ich habe aus all diesen Artikeln und Kommentaren die Kraft ziehen können, mich aus meinem Loch herauszuholen!
    Für eine Kollegin von mir war es leider zu spät. Sie hat dieses dauernde Lehrermobbing nicht mehr ausgehalten und einen Nervenzusammenbruch erlitten, neudeutsch nennt man das wohl burn-out. Auch mein Hinweis auf N4T konnte ihr nicht mehr helfen, da jeder Bashing Kommentar sie nur noch triggerte. Irgendwann überschreitet man wohl die Schwelle, den „Point of no return“.
    Es tut mir Leid um eine geschätzte Kollegin, die sich jetzt aus dem , sowie auch um eine zweite, die jetzt schon seit 8 Wochen mit den Folgen einer Covid-Infektion kämpft und nur statistisch als genesen gilt.

  7. Schade, dass sich die Handvoll Kommentatoren, die hier besonders durch verbal aggressive Kommentare auffallen, nicht zum Thema äußern – aber typisch ist das wohl auch.

    @Alla, schön, dass Sie auf dieser Seite Unterstützung und Zuspruch gefunden haben. Heißt das aber gleichzeitig, dass Sie andere Meinungen als Ihre nicht wahrnehmen möchten? Und gibt es die dann nicht mehr, wenn man sie hier nicht mehr liest? Wäre das dann nicht die berühmt-berüchtigte „Blase“, in der jemand lebt, weil er nur noch hört und liest, was er hören und lesen will und dann gar nicht fassen kann, dass in der Realität aber doch anderes geschieht, obwohl doch „alle einer Meinung waren“, dass das falsch oder etwas anderes richtig sei?!

    • @Jolien M.
      Nein, mit unterschiedlichen Meìnungen kann ich nach über 40 Jahren Schuldienst gut umgehen!

      Es war die geballte Aggressivität und der „Hass“, der aus vielen Kommentaren sprach, die mich fertig gemacht haben. Äußerte eine Lehrkraft auch nur die geringste Sorge über den ungeschützten Schulbetrieb, waren die freundlichsten Kommentare, man solle sich einweisen lassen! Schlimmer war noch, man würde die Kinder schädigen, weil man seine „Panik“ auf diese übertrage und gehöre eingesperrt, da man Kinder vor uns in Sicherheit bringen müsse.

      Dann die Anwaltsschreiben der Maskengegner, die uns mit Anzeigen drohten.
      Man hatte das Gefühl, dass einfach jeder uns Lehrern unterstellte, unseren SuS nur schaden zu wollen. Ein guter Lehrer müsse sein Leben für seine SuS geben, ansonsten tauge er nichts!

      Die KM bliesen ja ins selbe Horn! Auch sie kamen ja immer nur mit dem Argument, dass Kinder nicht schwer erkranken und deshalb Schulen sicher seien. Und wenn überhaupt Infektionen an Schulen stattfänden, mit Sicherheit die Lehrer Schuld seien, da Kinder nicht infektiös sind. ( „Die müssen sich alle in den Armen gelegen haben!“)

      Naja, man muss schon ein sehr dickes Fell haben, um all das an sich abprallen zu lassen!

      Inzwischen berichten viele Medien ja auch differenzierter. Aber im Oktober war nur N4T bereit, auch die Lehrersicht und die der besorgten Eltern zu berücksichtigen.

      Deshalb noch einmal: Vielen Dank dafür!

      • Wahrscheinlich haben Sie an Ihrer Schule extreme Maskengegner erwischt.
        An meiner Schule kamen von Einzelnen beider Lager (habe ich nur entfernt mitbekommen, weil das bei der Schulleitung einging) empörte Rückmeldungen. Wir waren allerdings durch die klaren Vorgaben unseres KMs (Bayern) gut unterstützt.

  8. Was mich in den Kommentaren vieler Artikel zum Nachdenken bringt ist die Meinung von Lehrern über die Eltern ihrer Schüler. Das ist zumeist eine absolute herabwürdigende Frechheit. Ich habe die Lehrer immer unterstützt, sei es durch Fahrdienst, organisieren von Fahrzeugen. Mithilfe bei Schulevents, Renovierungsarbeiten in der Schule oder Technikbetreuung. Bei solchen Meinungen steht für mich fest: Nie wieder!

    • Ich habe kein Problem damit, wenn Eltern mitdiskutieren wollen oder sich miteinbringe. Ich finde das sogar sehr lobenswert. Es geht mir – und vermutlich den meisten anderen LuL hier auch – darum, dass speziell auf dieser Seite sich seit Corona viele Eltern tummeln, die keinerlei Verständnis von Bildung haben, weil grundlegende Kenntnisse fehlen (z.B. dass Bildung Ländersache ist). Wenn jmd hier fachkompetent ist und mitdiskutiert, gerne (oft die Eltern, die schon vor Corona hier anzutreffen waren), aber es ist doch teils sehr müßig, mit jemandem zu diskutieren, der (hart formuliert) völlig ahnungslos ist. Ich würde in einem Handwerkerforum ja auch nur mitdiskutieren, wenn ich trotz fehlender formaler Qualifikation mir solide Grundkenntnisse angeeignet hätte.

      Behalten Sie sich Ihr Engagement bei, das wissen wir alle zu schätzen, gerade aktuell, wo die meisten Lehrkräfte auf dem Zahnfleisch gehen.

      • Stimme dir zu @lehrer002.
        Die fachliche Kompetenz eines jeglichen Berufes ist nicht zu unterschätzen und das sollte jedem, der nicht vom Fach ist, bewusst sein, vor allem wenn es eben um fachliche Themen geht. Da sind manche Rundumschlagkommentare über Unterricht/ Schule voller Vorurteile und es stimmt, es es zermürbend, ständig das Bild zurechtzurücken. Hier sollte den Lehrern einfach einmal geglaubt werden.
        Grundsätzlich interessieren mich bei gewissen Themen schon unterschiedliche Sichtweisen von Eltern, das erweitert den Horizont.

  9. @Stefan
    Nicht alles was hier von einigen Lehrern geschrieben wird, entspricht der Meinung aller Lehrer!
    Wenn Sie an der Schule ihrer Kinder geschätzt wurden, als Person und als aktiver Elternteil, dann entspricht das dieser Schule! Verallgemeinern ist hier nicht hilfreich!
    In anderen Berufsfeldern gibt es auch schwarze Schafe, welche ihrem Wirkungskreis sehr schaden!
    Also gehen sie in sich, wurde ihre Arbeit an der Schule ihrer Kinder von deren Lehrern und den anderen Eltern gesehen und wertgeschätzt?

    • Klar wird es vorneherum gewertschätzt. Wie sollte es auch anders sein? Sollen die Lehrer öffentlich dazu noch mit Presse über die Eltern Schimpfen? Nur was hintenrum wie beispielsweise in diesem Forum geredet wird, das entzieht sich mir. Weil Lehrer doch zumeist gerade im privaten Bereich ein unter sich bleibendes Grüppchen sind, kommt das auch nicht heraus. Ich werde in Zukunft jedenfalls etwas vorsichtiger sein. Auch mein Arbeitgeber, der für Schulen immer ein offenes Ohr hatte, ist die letzten Monate auch etwas ruhiger geworden, auch aus dem Grund, dass Energieversorger im Unterricht doch sehr schlecht wegkommen.

      • Natürlich bleiben wir meistens unter uns. Sie treffen ja auch nur Menschen mit ihrem Bildungsniveau, mit denen Sie sich unterhalten können. Außerdem sind Lehrer aufgrund ihrer Stellung auch keine Stammtischgänger und die Bildzeitungs-Themen welche dort behandelt werden sind aufgrund unserer Bildung auch nicht interessant. Sie sehen, es ist für uns Akademiker nicht gerade einfach uns mit normalen Bürgern zu treffen, deshalb sind wir zumeist mit Kollegen mit gleichem Bildungsstand zusammen.

        • Diese Einstellung ist auch genau der Grund warum Sie unter sich bleiben müssen. Das liegt wohl auch am beschränkten Horizont von manchen Lehrern. Sie erzählen den Schülern etwas und müssen es glauben und Widerrede wird sanktioniert. Mit anderen „gebildeten“ Erwachsenen geht das nicht, die sind den Lehrern nicht auf Gedeih und Verderb ausgeliefert. Da kann auch einmal ein Gegenargument kommen und das sind Lehrer nicht gewohnt. Vor allem wenn eine Begründung verlangt wird und ein „Das ist so, weil ich das sage, ich bin der Lehrer!“ nicht als Argument reicht.

          • Glauben Sie wirklich, dass dieser Kommentar von einer Lehrerin geschrieben worden ist? Ich habe da meine starke Zweifel. Ich bin selbst Lehrerin und kenne niemanden, der eine solche überhebliche Einstellung hat, wie sie im Beitrag zum Vorschein kommt.

  10. @ ysnp
    Was massen Sie sich eigentlich an? Ich bin Lehrerin mit Leib und Seele! Ich jedenfalls habe wochenlang Mahnwachen organisiert und bin mit meinen Schülern da gestanden. Meine Freizeitkollegen haben ihren freien Samstag ja anderweitig genossen. Was haben Sie denn zum Wohle von uns Lehrern getan, ausser uns Kollegen gegeneinander aufzuhetzen????

    • Ich distanziere mich deutlich von Ihrer Aussage, dass Lehrer etwas Besseres sind und ihre menschlichen Begegnungen nach Bildungsniveau katalogisieren. So genau liest sich nämlich Ihr Post vom 3.1. Und in diese Schublade lasse ich mich als Lehrerin nicht stecken.

      • Das interessiert mich nicht. Habe ich Sie in eine Schublade gesteckt? Habe ich Sie überhaupt angesprochen? Sie können Umgang haben mit wem Sie wollen. Ich brauche das nicht. Sie werden schon früh genug erleben, wie sich manch ein Menschenschlag hintenrum den Mund über Sie zerreisst. Die Einen merken es früher und die Anderen erst später….

  11. Kinder, Kinder!
    Wurde hier nicht weiter oben über ausfallende, aggressive Kommentare geschrieben?
    Okay, da ich dort auch den Wunsch las, dass sich einmal jemand dazu äußert, tue ich dies nun.
    Also, den ersten Post von Lydia L 82 hätte ich persönlich als reine Ironie aufgefasst, Oka’s Reaktion darauf war aggressiv, die Kommentare von ysnp menschlich persönlich und Lydia L 82 hat darauf „unter aller Sau“ reagiert.

    Ja, auch ich frage mich bei einigen Kommentatoren, ob sie wirklich Lehrkräfte sind. Aber ich finde nicht, dass Eltern automatisch weniger gebildet und meinungsberechtigt sind als diese. Auch Atomphysiker und Virologen sind Eltern, auch Lehrer haben Kinder. Und es gibt überall und immer sowohl Menschen, die sich informieren, die für Meinungen offen sind, die Dinge hinterfragen , als auch solche, die mit Scheuklappen durchs Leben laufen, die nur ihre Sichtweise anerkennen und die nicht weiter sehen, als bis zu ihrer Nasenspitze.

    Ich habe mich in den letzten zwanzig Jahren oft genug über Pappnasen-Lehrer an diversen Schulen geärgert und kann mich fürchterlich über das Schulsystem und die Bildungsreform aufregen. Aber genauso gibt es echte Perlen und Supermänner, mit viel Engagement und tollen Ideen, mit denen man zusammen arbeiten kann.

    Und ich kann verstehen, dass viele Lehrer von Eltern einfach nur genervt sind (wie meine Tante). Ich als Mutter habe auch keine Lust auf Elternabende, da dort die Intelligenz der Teilnehmer gegensätzlich proportional zur Personenzahl… (Oh, sorry, jetzt werde auch ich ausfallend!)

    Sagt Eure Meinung, ignoriert Beschimpfungen (die andere Wange, nicht Auge-um-Auge), kommentiert etwas, wenn ihr wollt. Gebt recht oder widersprecht, ganz egal, das darf jeder, finde ich.
    Und ja, das was hier teilweise passiert ist nicht schön. Aber da die vier „Kleinen“ (10, 8, 6, 4) noch zu hause wohnen und sich oft ganz ähnlich verhalten, kann ich da oft kopfschüttelnd drüber hinweg sehen. (Nach 25 Jahren Mutterschaft wäre es traurig, wenn nicht.)

    Bleibt alle gesund!

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